DE1936594U - Vorrichtung zur kontakttrennung bei grossen ueberstroemen. - Google Patents
Vorrichtung zur kontakttrennung bei grossen ueberstroemen.Info
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Description
Einrichtung zur Kontakttrennung bei großen Überströmen
Die Neuerung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Kontakttrennung
bei großen Überströmen, insbesondere bei Selbstschaltern, unter Verwendung von entgegen der Kraft einer
Konta.ktdruckf eder schwenkbar an einer Schaltwelle u.dgl. befestigten Kontaktstücken, auf die ein federbelasteter,
jeweils im Schwenkpunkt der Kontaktstücke gelagerter Klappanker
eines magnetischen Umschlußteiles bei großen Überströmen
mechanisch im Sinne einer Kontaktöffnung wirkt, wobei die auf den Klappanker wirkende Rückstellfeder, a,n Teilen oder Fortsätzen
des beweglichen Kontaktes angreifend, bei Auslenkung des Klappankers ein zusätzlich zur Schlagenergie des Klappankers
das Kontaktstück in Öffnungsrichtung verschwenkendes Moment überträgt.
Es ist bereits eine Einrichtung zur Kontakttrennung bei Selbstschaltern vorgeschlagen worden, bei der der Kontaktschluß
zwischen festem und beweglichem Kontakt bei Auftreten großer Überströme bereits aufgehoben wird, noch ehe die Schaltwelle
durch das sie verklinkende Schaltschloß freigegeben wird. Hierdurch ka,nn der Ausschaltverzug von Selbstschaltern, das ist
die Zeit, die vom Eintreten des die Auslösung verursachenden
Mtnwe-iss Dlsse Unterlage (Beschreibung und So'-'v'ifassuno
der ureprQngÜöh singas^hvu Uv.;:ir· t-■- ,
Die iiii";n-i(;!'.;h tslntj;; Jvtf-fi l';i:-iif:: .;* ·>**~ 1 —
eines rcefilliolien-Intesssee QaLühis»tel elr-öö^ut« \κω
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:> ist nicht geprüft.
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O»u»c*ies Paientemfi, ©ebrauehsfniisfepättäfe«
La/ Ca,
PLA 63/1544
Zusta,ndes bis zur Aufhebung des Kontaktschlusses der Schaltstücke
vergeht, vermindert werden, derart, daß eine Kontaktöffnung schon nach wenigen Millisekunden eintritt. Der Neuerung
liegt nun die Aufgabe zugrunde, den Ausschaltverzug dieses
Schalters weiter zu vermindern, ohne daß jedoch Kontaktschweißungen
a/uftreten können. Neuerungsgemäß wird die gestellte Aufgabe
dadurch gelöst, daß durch das schwenkbar gelagerte Kontaktstück und den zugehörigen Pestkontakt in an sich bekannter
Weise eine Stromschleife mit zwei gegenläufigen Strompfaden derart gebildet ist, daß bei großen Überströmen durch die zwischen
den Strompfaden auftretenden, im Sinne einer Schwenkung des beweglichen Kontaktstückes in die Kontaktöffnungsrichtung
wirkende elektrodynamischen Kräfte das vom Klappanker auf das bewegliche Kontaktstück ausgeübte kontaktöffnende Moment unterstützt
wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Stromschleife so ausgebildet wird, daß die bei den höchsten in Präge
kommenden Überströmen zwischen den Strompfaden auftretenden
elektrodynamischen Kräfte für sich eine solche Größe haben, daß ein zur Vermeidung von Kontaktschweißungen erforderlicher, von
der Kontaktdruckfeder aufzubringender Minimalbetrag des Kontaktdruckes
bis zum Auftreffen des Klappankers auf das bewegliche Kontaktstück erhalten bleibt.
Anhand zweier schematischer Zeichnungen seien Ausführungsbeispiele
der Einrichtung nach der Neuerung beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.
_ 2 —
La/C a
PLA 63/1544
Der zum Festkontakt 1 gehörige Kontakthebel 2 (Fig. 1) ist an
einer Schaltwelle 3 zusammen mit weiteren, nicht gezeichneten
Kontakten im Punkt 8 schwenkbar befestigt. Die Schaltwelle 3 ist durch ein Lager 4 gegenüber dem nicht gezeichneten Schaltgerätegehäuse
abgestützt. Die Stromzuführung zum beweglichen Kontakt 2 erfolgt über ein flexibles Band 5· Mit der Schaltwelle
3 ist der feststehende Teil 6 eines magnetischen Umschlusses starr verbunden. Durch Schwenken der Schaltwelle 3
um das Lager 4 im Gegenuhrzeigersinn wird der bewegliche Kontakt 2 in die gezeichnete Einschaltlage gebracht. In der letzten
Phase dieser Einschaltbewegung wird dabei die sich an der Schaltwelle 3 oder einem anderen Festpunkt abstützende Kontaktdruckfeder
7 gespannt. Im Drehpunkt 8 bezüglich der Schaltwelle 3 des in Fig. 1 als zweiarmiger Hebel ausgebildeten beweglichen
Kontaktstückes 2 ist der zum feststehenden Umschlußteil 6 gehörige Klappanker 10 gelagert. Die Rückstellfeder 12 ist zwischen
dem freien Ende des Klappankers 10 bzw. einem Fortsatz 13 und
einem Fortsatz 14 des Schaltstückes 2 eingespannt. Zur Wegbegrenzung des Klappankers 10 ist ein U-förmiger, mit Anschlägen
19 und 20 versehener Halter 15 vorgesehen, der mit dem Schaltstück
2 starr verbunden ist.
Durch das schwenkbar gelagerte Kontaktstück 2 und den zugehörigen Festkontakt 1 ist eine Stromschleife mit zwei gegenläufigen
Strompfaden 16, 17 derart gebildet, daß bei großen Überströmen durch die zwischen den Strompfaden 16, 17 auftretenden,
im Sinne einer Schwenkung des beweglichen Kontaktstückes 2 in die Kontaktöffnungsrichtung wirkenden elektro-
La/0 a
PLA 63/1544
dynamischen Kräfte, das vom Klappanker 10 aus auf das bewegliche Kontaktstück 2 ausgeübte kontaktöffnende Moment unterstützt wird.
Die Stromzuführung zum Festkontakt 1 erfolgt über den Leiterteil 18. Das gehäusefeste Widerlager für den Festkontakt 1 ist mit
bezeichnet. Die Wirkungsweise einer Anordnung nach Fig. 1 ergibt sich wie folgt;
Tritt bei der Kontaktanordnung ein großer Überstrom auf, so wird
durch die zwischen den Strompfaden 16, 17 auftretenden abstoßenden elektrodynamischen Kräfte der Kontaktdruck entgegen der
Kraft der Kontaktdruckfeder 7 vermindert. Zweckmäßig wird die Stromschleife so ausgebildet, daß die bei den höchsten in Frage
kommenden Überströmen zwischen den Strompfaden 16, 17 auftretenden
elektrodynamischen Kräfte für sich allein eine solche Größe haben, daß ein zur Vermeidung von Kontaktschweißungen erforderlicher,
von der Kontaktdruckfeder 7 aufzubringender Minimalbetrag
des Kontaktdruckes bis zum Auftreffen des Klappankers 10 auf den Anschlag 19 des Halters 15 erhalten bleibt. Wenn
gleichzeitig mit der Verminderung des Kontaktdruckes der Anker 10 gegen das feststehende Umschlußteil 6 schlagartig unter Anspannung
der Feder 12 gezogen wird, schlägt das freie Ende des Ankers 10 gegen den inneren Anschlag 19 des Halters 15 und
schwenkt den Kontakt 2 um den Punkt 8 entgegen der Kraft der Feder 7 im Sinne-einer Kontaktöffnung, wobei der Anker 10 nur
einen Teilbetrag der Kraft der Feder 7 zu überwinden braucht. Die dabei gegenüber der Feder 12 aufzubringenden Kräfte wirken
über den Fortsatz 14 ebenfalls im Sinne einer Kontaktöffnungsbewegung.
La/Ca
PLA 63/1544 (?
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsb ei spiel für die Einrichtung
nach der Neuerung dargestellt. Abweichend vom Ausführungsbeispiel der Jig. 1 ist das bewegliche Kontaktstück 2 als einarmiger
Hebel ausgeführt, der gegenüber der Schaltwelle 3 im Punkt 9 schwenkbar gelagert ist. Aufgrund der Ausbildung des
schwenkbaren Kontaktstückes als einarmiger Kontakthebel sind die Kontaktdruckfeder 7>
die Feder 12, der feststehende Teil 6 des magnetischen Umschlusses, der Halter 15 sowie der Klappanker
11 auf der dem Festkontakt 1 zugewandten Seite des Schwenkpunktes 9 für das bewegliche Kontaktstück 2 so angeordnet, daß
sich eine zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 entsprechende Wirkungsweise hinsichtlich der kontaktöffnenden und kontaktdruckerzeugenden
Momente ergibt. Im übrigen sind bei diesem Ausführungsbeispiel gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Abgesehen von der Lagerung des beweglichen Kontaktstückes 2 hat auch die Anordnung der Stromschleifen im Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 eine Abwandlung erfahren. Es bilden nicht nur die Strompfade 16, 17 eine Stromschleife, sondern auch die Zuleitung
18 zum Festkontakt 1 bildet bezüglich des Strompfades 17 eine Stromschleife. Der gehäusefeste Anschlag 21 für den Festkontakt
ist in diesem Fall dem S-fcrompfad 18 zugeordnet, während
der Strompfad 17 gegenüber dem Strompfad 18 geringfügig federn ka,nn. Dem Strompfad 17 ist ein gehäusefester Anschlag 22, z.B.
in Form eines Isolierstoffbolzens, zugeordnet. Bei einer derartigen Stromschleifenausbildung ergibt sich bei Auftreten eines
großen Überstromes folgende Wirkungsweise:
La/Ca
PLA 63/1544
Der Schleifenteil 17 wird sich aufgrund der abstoßenden Kräfte
bezüglich des Schleifenteiles 18 zunächst mit dem sich im Sinne einer Kontaktöffnung bewegenden Strompfad 16 mitbewegen, bis es
auf den Anschlag 22 trifft. Dann erfolgt schlagartiges Abheben des beweglichen Kontaktstückes 2 vom Festkontakt 1 aufgrund der
zwischen den Strompfaden 16 und 17 auftretenden abstoßenden Kräfte und der oben beschriebenen Wirkung des Klappankers 11.
Zweckmäßig werden hierbei die zwischen den Strompfaden 17 und auftretenden abstoßenden Kräfte etwas größer gemacht als die
zwischen den Strompfaden 16 und 17 auftretenden Kräfte, wobei
jedoch die unerwünschte magnetische Kopplung zwischen den Strompfaden 16 und 18 durch geeignete Abschirmung möglichst klein
gehalten werden muß. Zu erwähnen ist noch, daß durch die Pfeile 23 der Stromverlauf in eingeschaltetem Zustand angedeutet ist.
6 -
L a/G a
Claims (2)
1. Einrichtung zur Kontakttrennung bei großen Überströmen, insbesondere
bei Selbstschaltern, unter Verwendung von entgegen der Kra,ft einer Kontaktdruckfeder schwenkbar an einer Schaltwelle
u.dgl. befestigten Kontaktstücken, auf die ein federbelasteter,
jeweils im Schwenkpunkt der Kontaktstücke gelagerter
Kla.ppa.nker eines magnetischen Umschlußteiles bei großen
Überströmen mechanisch im Sinne einer Kontaktöffnung wirkt,
wobei die auf den Klappanker wirkende Rückstellfeder, an Teilen
oder Portsätzen des beweglichen Kontaktes abgreifend, bei Auslenkung
des Klappankers ein zusätzlich zur Sehlagenergie des Klappankers das Kontaktstück in Öffnungsrichtung verschwenkendes
Moment überträgt, dadurch gekennzeichnet, daß durch das schwenkbar gelagerte Kontaktstück (2) und den zugehörigen Festkontakt
(1) in an sich bekannter Weise eine Stromschleife mit zwei gegenläufigen Strompfaden (16, 17) derart gebildet ist,
daß bei großen Überströmen durch die zwischen den Strompfaden (16, 17) auftretenden, im Sinne einer Schwenkung des beweglichen
Kontaktstückes (2) in die Kontaktöf.fnungsrichtung wirkenden
elektrodynamischen Kräfte das vom Klappanker (10) auf das bewegliche Kontaktstück (2) ausgeübte kontaktöffnende
Moment unterstützt wird.
La/Ca
PIA 63/1544
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Stromschleife5 daß die "bei den höchsten in Frage
kommenden überströmen zwischen den Strompfaden (16, 17) auftretenden
elektrodynamischen Kräfte für sich eine solche Größe haben, daß ein zur Vermeidung von Kontaktschweißungen erforderlicher,
von der Kontaktdruckfeder (7) aufzubringender Minimalbetrag des Kontaktdruckes bis zum Auftreffen des Klappankers
(10) auf das bewegliche Kontaktstück (2) erhalten bleibt.
8 -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963S0045975 DE1936594U (de) | 1963-08-16 | 1963-08-16 | Vorrichtung zur kontakttrennung bei grossen ueberstroemen. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963S0045975 DE1936594U (de) | 1963-08-16 | 1963-08-16 | Vorrichtung zur kontakttrennung bei grossen ueberstroemen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1936594U true DE1936594U (de) | 1966-04-14 |
Family
ID=33379205
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963S0045975 Expired DE1936594U (de) | 1963-08-16 | 1963-08-16 | Vorrichtung zur kontakttrennung bei grossen ueberstroemen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1936594U (de) |
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1963
- 1963-08-16 DE DE1963S0045975 patent/DE1936594U/de not_active Expired
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