DE1928370A1 - Verfahren zur Herstellung langkettiger,polyfunktioneller Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung langkettiger,polyfunktioneller VerbindungenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
,DR.W.SCHALK · DIPL.-ING. P.'WIRTH · DIFL.-I NC. C. DAN NEN BERG
,DR.W.SCHALK · DIPL.-ING. P.'WIRTH · DIFL.-I NC. C. DAN NEN BERG
DR1V1SCHMIED-KOWARZiK · DR. P. WEINHOLD ' 928370
6 FRANKFURT AM MAIN
OR. ESCHENHEIMER STR. SO
OR. ESCHENHEIMER STR. SO
Fc Montecatini Edison S.p«,Ao
Foro Buonaparte, 31
Hailand / Italien
Hailand / Italien
Verfahren zur Herstellung langkettiger, polyfunktioneller
Verbindungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Herstellung
langkettiger polyfunktioneller Verbindungen die auf dem Gebiet der
Harze, insbesondere der Polyesterharze;, für Farben und für Weichmacher für
plastische Massen des PVC Typs von besonderer Bedeutung sind.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein freies Kohlenstoffradikal,
R", mit einem (mit einer Elektronenakzeptorgruppe Y konjugierten) Olefin
R'-GH=CH-Y und mit einem konjugierten Dien GH2=CR11-CR1" =CH2 gemäß dem
folgenden allgemeinen Schema umgesetzt?
2R° + 2 R'-CH=CH-Y + 2 CH2=CR11-CR1" =CH2 _J^
R-CH - CH-CH9-C = C-CH7-CH9-C = C=CHo-CH-CH-R (I)
R1 Y R" RI!.« R" RI1! Y R«
Darin steht
R für ein- Kohlenstoffradikal,, und
R1P R" und R"1 bedeuten jeweüs Wasserstoff oder eine Alkylgruppee
R1P R" und R"1 bedeuten jeweüs Wasserstoff oder eine Alkylgruppee
In den Olefinen R1-CH=CH=Y ist 'die Doppelbindung mit einer Elektronenakseptorgruppe
Y vom Typ -CN', -NO28 ,-SU2=R111O =COOHS =CONH29 '-COOR1"1,. -CO-R"» (wobei
R"" für ©ine AlIgrlgzTAppa mit bis au 7 Kohlenstoffatomen steht) usw0
konjugiertο
Das Olefin hat 2-10 Kohlenstoffatomen. Das konjugierte Alkadien,
CH2=CR"-GR1" =CH2 hat 4-12 Kohlenstoff atome und besitzt freie ,indstellungen.
Das Radikal R* ist ein freies Kohlenstoff radikal; es kann gegebenenfalls
ein (aliphatisches, cycloaliphatisches, .aromatisches usw„) Kohlenwasserstoffradikal
sein, das an eine Slektronenspendergruppe gebunden ist.
Die Temperatur zur Durchführung des Verfahrens liegt zwischen -3ü°C. und
+30 C, vorzugsweise zwischen -15 C. und +15 C. Man arbeitet bei atmosphärischem
oder gegebenenfalls unter autogenem Druck. Zweckmäßig wird in Ab- . " Wesenheit von Sauerstoff gearbeitet, der die Reaktion nicht inhibiert, jedoch
im Maß, wie er anwesend ist, verbraucht wird,.was insbesondere von der Lös=
lichkeit des besonderen verwendeten Lösungsmittels abhängt= 'Wahrend somit
die Wirkung von Sauerstoff- in Wasser auf ihrem Minimum liegt,, wird sie in
Methanol recht spürbar.
Wenn R1 , R" und R1" jeweils für Wasserstoff stehen,, so erhält man das Derivat
(II):
(2) 2R* +2 CH2=CH-Y + 2 CH2=CH-CH=CH2 -—^
R-CH2-CH-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH=CH-CH2-CH-Ch2-R (II)
YY
wobei Y die oben angegebene Bedeutung hat»
wobei Y die oben angegebene Bedeutung hat»
Das erfindungsgemäße Verfahren ist von besonderem praktischem Interesse,
wenn das Radial R* aus einer .billige Quelle stammts wie z.B« Industrierohmaterialien
9 wie Ketone,' Alkohole» Kohlenwasserstoffe
0098 23/1959
BAD ÖRlGttiÄL AS
Sine billige Quelle freier Kohlenstoffradikale sind die Peroxyde von Ketonen,
wie z.B. 1-Hydroxy-cyclohexylhydroperoxyd (das aus Cyclohexanon und V/asserstoffperoxyd
öder durch Selbstoxydation des Cyclohexanols leicht erhältlich ist).
Diese Verbindung bildet in Anwesenheit von Ferrosulfat mit Acrylnitril und
Butadien in 90-^iger Ausbeute ein Dinitril einer Tetraearbonsäure mit 26
Kohlenstoffatomen gemäß dem folgenden Schema:
KO 0OH
KO 0OH
(3) f% +Fe —>
HOOC-(CH,).-CH,* + FeOH
2 HOOC-(CH2)^-CH2* + 2 CH2=CH-CH=CH2 + 2 CH2=CH-CN —>
HOOC-(CH2)6-ch-ch2-<:h=ch-ch2ch2-ch=ch-ch2-ch-Cch2)6=ccoh (in)
- CN ' CM
8,17-Dicyantetracos-lO, 14-dien-l, 2^-di säure
Das Produkt (HI) ist von geringen Mengen des verzweigten Isomeren aus der
1,2- und 1,4—Dimerisation des allylischen Radikals begleitet;
HOOC-(CH2)6-CH-CH2-CH-CH2-CH=CH-CH2-CH^(CH2)6-COOH (IV)
CN CH=CH2 , CS
lO-Vinyl-8 , l5-dicyan-docos-12-en-l, 22-di säure
Diese Produkte sind auch wertvoll, da sie durch Hydrierung in die entsprechenden
Aminosäuren umzuwandeln sind. Durch Verwendung von Methylacrylat anstelle von Acrylnitril erhält man das entsprechende Derivat mit zwei Estergruppen
anstelle der Nitrilgruppen; mit dem Vinylmethylketon erhält man dagegen
das entsprechende Diketon.
00982 3/19 5 9 BAD ORIGINAL ^
Die Verwendung acyclischer Ketone als Quelle des freien Kohlenstoff radikale
R* ermöglich die Erzielung bifunktioneller Produkte; so erhält man z.B. aus
Methyläthyiketonperoxyd (das entsprechend (5) das Athylradikal bildet),
Butadien und Acrylnitril das Dinitril (V), ein wertvolles Zwischenprodukt für Dicarbonsäuren und Diaraine.
HO 0OH ■
(5) CE3-C-CH9 -CH- + Fe —>
CH^COOH + CHo-CH9* + FeOH
CH -(CH2)2-CH-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH=CH-CH2-CH-(CH2)2-CH3 (V)
cn ca
Kexadaca-6, lO-dien-4,13-dicarlxmitril
2, ll-DipiOpyldodeca-4',8-dien-l, 12-dinitril
Sine weitere Möglichkeit zur Erzielung freier Kohlenstoffradikale R" aus
Ketonen besteht ^n der Adütiai von N-Chloraminen und Herstellung von Oxyaziridinen;
so erhält man aus Cyclohexanon und N-Chlorraethylamin das entsprechende
Oxyaziridin, das durch Zersetzung mit Ferrosalz einen Alkylrest ergibt:
(6) ^1 r^
[J ^ [ jN N-CH3
0
[J + Cl-NH-CH3 -^>- [ jN N-C
[J + Cl-NH-CH3 -^>- [ jN N-C
(7) ^O
Γ ρ N-CH3 + Fe""" , + H£0
* + SeOE+*
In Anwesenheit von' Acrylnitril und Butadien erhält man das Produkt (Vl), das de
der allgemeinen Formel (II) entspricht, in welcher R = CHo-l;iiCÜ-(üH2)-- ist,
und Y = -CH ist, d.h. die Produkte sind -zu denen aus Cyclohexanonperoxyd
erhaltenen analog mit dem Unterschied, daß sie eine Amidfunktion statt einer carboxylischen Funktion enthalten.
009823/1959
BADJ0RIGINAL -
BADJ0RIGINAL -
Der allgemeine Charakter des Verfahrens wird weiter durch die Möglichkeit
bewiesen, eine andere Quelle des Kohlenstoffradikale R* zu verwenden, d.h.
das Hydroxylradikal (das aus Wasserstoffperoxyd und Ferrosulfat stammt), das
Wasserstoffatome von C-H Bindungen loslösen und freie Kohlenstoffradikale
liefern kann:
(8) H2O2 13+ Fe+* >
HO* + FeOH+*
(9) R-H + OH > R* + H2O
So werden mit Alkanolen, wie Methanol und Äthanol, die CH9OH und CH_CHOH
Radikale gebildet und so Produkte der allgemeinen Formel II erhalten, in welcher
R - je nachdem ob iyfethanol oder Äthanol verwendet wurde - -CH9OH bzw.
CH3-CH(OH)- bedeutet. .
Das Redox-System zur Bildung de,s Radikals R* wird gebildet durch ein organisches
Oxydationsmittel und ein anorganisches Reduktionsmittel. Das orga«
niche Oxydationsmittel ist ein Hydroperoxyd, ein Peroxyd, ein Perester, ein Alkohol + H2O9, ein Alkohol + Persulfat usw. Das anorganische Reduktionsmittel
ist ein Salz 'eines mehrwertigen Übergangsmetalles, das Metall-
.ia mtm t ι ι ι ι ι ρ
ionen im niedrigen Wertigkeitszustand liefert, wie Cu ,Co ,Fe ,Cr ,V
und Ti+"1"1*.
Für 1 Mol Oxydationsmittel (Bezugssubstanz)' wird 1 Mol Reduktionsmittel verwendet.
Bei theoretischer Ausbeute kann man 1 Mol R* Radikal erhalten. Das Olefin der Formel R1-CH=GH-I und das Alkadiender Formel CH2=CR11-CR"1 =
CH9 werden in Mengen von 1-k Mol verwendet, wobei das molare Verhältnis
von Olefin zu Dien zwischen 1-Λ bis 4:1 variieren kann.
00982 3/195S
Die Durchführung des erfindungsgemäfSen Verfahrens ist einfach und besteht
in der Behandlung von Monoolefin und Alkadien in einer wässrigen oder methanolischen Lösung mit dem Redox-System, das das freie Kohlenstoff radikal
bildet. Es können auch andere Lösungsmittel, wie Aceton oder Äthylalkohol, jedoch mit geringerem Erfolg, verwendet werden.
Bei Durchführung der Reaktion in Wasser wird das Hauptprodukt von geringen
Mengen Telomerer begleitet, die aufgrund der höheren. frasserlöslichkeit des
Alkens im Vergleich zum Dien mehr als eine Alkeneinheit pro Alkadienfe
einheit enthalten. Zur Verminderung dieses Nachteils ist es auf jeden Fall
zweckmäßig, in Wasser mit einem Verhältnis von Alken zu Alkadien zu
arbeiten, das immer, kleiner als 1 ist; das Verfahren erfolgt vorzugsweise
mit Monoolefin/Dien-Verhältnissen zwischen 1:1 bis ΙΆ. Der Dienüberschui3
kann durch Destillation leicht zurückgewonnen und dann zurückgeführt worden.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen das erf indungsgemäide Verfahren,
ohne es zu beschränken.
Zur vereinfachten Beschreibung der Beispiele wird die folgende Zusammenfassung
der erhaltenen Verbindungen gegeben:
Allgemeine Formel:
(II) R-CH2-CH-CH2-CH=CH-CH2-CH2-CH=CH-Ch2-CH-GH2-R
Y Y
009823/1959
BAD ORIGINAL
| Verbindung | R R . |
| (in) | HOQC-(CH ) - *· j |
| (ν) | CH~-CH9-. |
| (VI) | CH3-NHGO-(CH2)5- |
| (VII) | CH3OOC-(CH2)-- |
| (ix) | H00C-(CH2)5- |
| (χ) | CH3OOC-(CH2).- |
| (XI | . HDOC-(CH2)-- |
| (XII) | . CH3OOC-(CH2) 5- |
| (XIII) | CH3^CH2- |
| (XIV) | HO-CH2- |
| (XV) | CH--CH- |
-1
-rJ;i -CU
-CIi -CN
-COUCH,
-CUuOH3
*o
-CO-CH. -Chi
-CN -CN
OH
Jede dieser Verbindungen wurde aufgrund der Anwesenheit zwei asymmetrischer
Zentren als eine Mischung aus zwei Stereoisomeren erhaltene
10 g einer 3^-/oigen wässrigen H2O Lösung wurde unter ständigem Rühren
zu 20 g Cyclohexanon zugegeben. Nach Aufhören der VJärmeentwicklung wurden
Methanol und 5 ecm
I50 ecm / konz. Schwefelsäure zugefügt. Zu dieser auf -5 C. abgekühlten Lösung wurden 16 g Butadien und 8 g Acrylnitril zugegeben. Dann wurde unter ständigen Rühren und unter einer Stickstoffatraosphäre eine wässrige Lösung aus ^tO g heptahydratisierteiü Ferrosulfat in 50 ecm lO-.^iger Schwefelsäure eingetropft. Nach beendeter Zugabe wurde die Mischung mit Wasser verdünnt und auf Zimmertemperatur gebracht. Dann wurde der Butadienüberschui'3 abdestilliert und zurückgewonnen. Anschließend wurde die Mischung mit Äther extrahiert und die ätherische Lösung mit einer wässrigen lO-.^igen KaOH-Lösung ausgefällt. Mach Abdampfen des Äthers wurde der Cyclohexanonüberschuß abdestilliert; so erhielt man 10 g neutrales Produkt (VII), während
I50 ecm / konz. Schwefelsäure zugefügt. Zu dieser auf -5 C. abgekühlten Lösung wurden 16 g Butadien und 8 g Acrylnitril zugegeben. Dann wurde unter ständigen Rühren und unter einer Stickstoffatraosphäre eine wässrige Lösung aus ^tO g heptahydratisierteiü Ferrosulfat in 50 ecm lO-.^iger Schwefelsäure eingetropft. Nach beendeter Zugabe wurde die Mischung mit Wasser verdünnt und auf Zimmertemperatur gebracht. Dann wurde der Butadienüberschui'3 abdestilliert und zurückgewonnen. Anschließend wurde die Mischung mit Äther extrahiert und die ätherische Lösung mit einer wässrigen lO-.^igen KaOH-Lösung ausgefällt. Mach Abdampfen des Äthers wurde der Cyclohexanonüberschuß abdestilliert; so erhielt man 10 g neutrales Produkt (VII), während
009823/1959
man durch Ansäuern der alkalischen Lösung 10,2 g saures Produkt (111)
erhielt.
Die beiden Produkte unterscheiden sich dadurch, daß das erste der Methylester
ist, während das zweite die freie Säure ist, die durch Behandlung mit Diazomethan in denselben Ester umgewandelt werden kann.
Der Ester(VII) destilliert bei 235-240°C./l Torr als sehr dickes Gl; laut
Analyse durch Dünnschichtchromatographie bestand er aus 2 Hauptkomponenten,
L· die den beiden Stereoisomeren entsprachen, und aus anderen, geringfügigen,
den verzweigten Isomeren entsprechenden Komponenten. Es wurde keine quantitative
Trennung der beiden. Isomeren durchgeführt. Durch riementaranalyse,
IR-Spektrographie, nagTetäscheKernresonanz-Spektrographie und Massenspektrographie
wurde in der veresterten Mischung die Struktur III in Anwesenheit geringer Mengen ihres ver~"9igten Isomeren IV bestimmt.
Elementar-Analyse:
ber.: C 71,15 jS H 9,38 tf N 5,93 £
gef.: C 70,93 £ H 9,22 £ N 5,88 $
Das IR-Spektrum zeigte Bänder bei 2120 cm~ (-GN Gruppe), 1740 ( )C=0
" ' Gruppe des Esters), 970 (CH-CH-trans), 920 (schmales Band der Doppel-
-GH=CH2 Bindung aufgrund der verzweigten Isomeren). Das magnetische Kernresonanzspektrum
in CCL , innere Bezugsgröße IMS (Tetramethylsilan)
zeigte Bänder bei 5,3-5,7 ppm (olefinische Wasserstoffe), 3,6 ppm
(Estermethylgruppen), 2,3-2,15·ppm (CH und CH in qC-Stellung bezüglich
-COOH, Doppelbindungen und -CN) und 1,3 ppm (CH2 Reste). Das Kassenspektrum
ergab für den Ester ein Molekulargewicht von 472 und für die beiden Fraktionen
von 290 (entsprechend dem Molekulargewi-cht weniger der
CHoOOC-CCH2Jg-CH(CN)- Fraktion) bzw. 236 (ent-sprechend dem halben Molekül).
00982 3/1959 BAD ORlQlNAi.
3 e i s ρ i e 1
Beispiel 1 wurde wiederholt» wobei ein molares Verhältnis von Wasserstoffperoxyd/Cyclohexanon/Acrylnitril/Butadien
von 1:2:15I95 verwendet und in
einer methanolischen Lösung gearbeitet wurde; d«he das Ferrosulfat wurde,
in Methanol gelöst, zur methanolischen Lösung der anderen Komponenten zugegebene
So erhielt man dieselben Produkte wie in Beispiel I8 jedoch in unterschfedlichen
Verhältnissen; die Ssterausbeute wurde auf 6O $ erhöht, während
die Säureausbeute sich auf 40 $ verminderte,,
Beispiel 3
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch anstelle von Acrylnitril 14,5
g Methylacrylat verwendet, wurden. So erhielt man 8,5 g saures Produkt
(IX) und 12,4 g Ester'(X), der bei 240-245°C^l Torr als sehr dickes öl destilliert.
Auch in diesem Fall wurde die Struktur der Mischung aus isomeren Estern (Stereoisomere und verzweigte Isomere) durch Elementaranalyse, IR-Spektrographie,
magnetische Kernresonanzspektrographie und Massenspektrographie bestimmt; die letztgenannte Analyse ergab dabei die Molekülgröße
und die Reihenfolge, in welcher die verschiedenen Einheiten, die Teil des Moleküles sind, mit einander verbunden sind»
10 g einer wässrigen Wasserstoffperoxydlösung (34 %±g) wurdeizu-20 g.
Cyclohexanon zugefügt und die Mischung dann in 60 ecm Methanol, die 5 ecm
konz. Schwefelsäure enthielten, gelöst. Die so erhaltene Lösung wurde
in einer Stickstoffatmosphäre, und unter Rühren, wobei gleichzeitig auf
-100C. bis 40C, gekühlt wurde, in eine Mischung aus 7 g Methylvinylketon,
16,2 g Butadien und 40 g heptahydratisiertem Ferrosulfat in I50 ecm Methanol
eingetropft. Nach beendeter Zugabe wurden überschüssiges Butadien und Methanol abdestilliert, und das ganze wurde dann in Wasser aufgenommen
und mit Äther extrahiert, wobei mittels einer Natriumhydroxydlösung wie
009823/1959
- ίο -
oben das Säure-Produkt vom Ester getrennt wurde. So erhielt man 8,3 g
Säure (XI) und 7 g Ester (XII), die laut Slementaranalyse und Spektroa;raphie
dieselbe Zusammensetzung wie in den vorhergehenden Beispielen hatten mit dem
Unterschied, daß sie anstelle von Ϊ -GOGH Gruppen aufwiesen.
Beispiel 5
10 g Oxyaziridin (erha-lten aus Gyclohexanon und S-Chlormethylamin) wurden
unter einer Stickstoff atmosphäre bei einer Temperatur zwischen -10 G. und -5°C. unter Rühren in eine Lösung aus 16 g Butadien, 10- g Acrylnitril und
L· 23 g heptahydratisiertem Ferrosulfat in 100 ecm Methanol einget-aucht<,
Überschüssiges Butadien und Methanol wurden abdestilliert, in Wasser aufgenommen,
und 8,1 g Produkt wurden dann mit Äther extrahiert, die sich
. zum Teil verfestigten;' nach Aufnahme in Äthylacetat kristallisierte
ein festes Produkt mit einem F. von 102 C. Der Schmelzpunkt veränderte sich
durch anschließende Umkristallisationen nicht, und laut Dünnschichtchromatographie
war das Produkt ein einziges Derivat» Laut Elementaranalyse, Bestimmung
des Molekulargewichtes und IR-, -magnetische Kernresonanz- und Massenspektrographie hatte das Isomere die Struktur (¥1) .
. Elementaranalyse:
" ber.: C 71,45 $ H 9,85 $ N 11,90 i
gef.: C 71Λ6 £ H 9,62 % N 11,9^ $
gef.: C 71Λ6 £ H 9,62 % N 11,9^ $
Das Massenspektrum ergab ein Molekulargewicht von 470 (Theorie = 1Y]Qi) mit
zwei Hauptspitzen bei 236 (halbe Masse) und 289 (entsprechend dem durch
CH3-NHCO-(CH2)£*£H(CN)- verminderten Molekül).
Das IR-Spektrum zeigte Bänder bei 965 cnT (-CH=CH-trans), 2250 cm" (-GN)
und 1650 cra~ (amidisches CO).. .
009823/1 95-9
BAD QpQINALj \}hB.
Der in Äthylacetat lösliche, sich als viskoses Produkt zeigende Teil hatte
dieselben analytischen Eigenschaften wie das kristallisierte Produkt, wobei jedoch die Spektralanalyse die 'Anwesenheit des verzweigten Isomeren
(-CK=CH9 Gruppe) ergab.
Beispiel 6
Beispiel 6
In eine Mischung aus 10,8 g Butadien, 5»3 g Acrylnitril, Ik g heptahydratisiertem
Ferrosulfat, 100 ecm Wasser und 50 g Harnstoff (zur Verhinderung
einer Verfestigung des Wassers) wurden bei einer Temperatur zwischen
-8 C. und -5°c. 6,3 g Oxaziridin eingetropft. Nach beendeter Zugabe wurde
die Mischung auf Zimmertemperatur gebracht, das überschüssige Butadien wurde zurückgewonnen und das abgetrennte öl dekantiert. So erhielt man
11,2 g eines νiskosen Produktess das laut Elementaranalyse einen niedrigen
Gehalt an Kohlenstoff und Wasserstoff und einen höheren Gehalt an Stickstoff, als er für (VI) berechnet worden \iars aufwies. Das Massenspektrum
zeigte neben dem molekularen Ion ^70, das dem Molekulargewicht von (VI)
entspricht) ein molekulares Ion 523» was einem Telomeren (VIII) rat einer
weiteren Acrylnitrileinheit (^70+53) entspricht«
Beispiel 1 wurde unter Verwendung von i&hyläthylketon anstelle von Cyclohexanon
wiederholt. So erhielt man 6,7 g Dinitril, das bei 155-l6O°C./l Torr
destilliert; aus den analytischen und spektrographischen Daten erwies sich das Dinitril als Derivat (XIII) mit geringen Mengen der verzweigten Isomeren.
Auch in diesem Fall erfolgte keine Trennung der Isome-ren.
In eine Lösung aus 8 g Acrylnitril und 16,2 g Butadien in 250 ecm Methanol
wurden gleichzeitig unter Rühren und Kühlen auf -100C. bis ^0C. unter einer
Stickstoffatmosphäre zwei Lösungen aus jeweils 6 g Wasserstoffperoxyd in
ecm Wasser und 5$ g heptahydra-tisiertem Ferrosulfat in 1*K) ecm einer 5-pi.gQn
009823/1959-6AD ORiQJNAU "'-"*
Schwefelsäurelösung zugefügt. Nach beendeter Zugabe wurde die Mischung
auf Zimmertemperatur gebracht, überschussjg3s Butadien und Methanol wurden
abdestilliert und der Rückstand mit Äther extrahiert.
So erhielt man 10 g eines Produkt» das bei 230-24Q0C./4 Torr destillierte.
Die analytischen Daten wiesen es als eine Mischung von Isomeren aus zwei Molekülen Methanol, zwei Molekülen Acrylnitril und zwei Molekülen Butadien
aus. Insbesondere das Massenspektrum zeigte die Reihenfolge, in welcher die verschiedenen Einheiten gebunden werden; sie entsprach der Struktur XIV.
Geringe Bänder der -CH=CH2 Gruppe zeigten die Anwesenheit der Stereoisomeren
entsprechend der verzweigten Isomere als Nebenprodukte. Beispiel 9 :
In eine Mischung aus 8 g Acrylnitril, l6,2 g Butadien, 4-1 g heptahydratisiertem
Ferrosulfat, 50 ecm Wasser und 250 ecm Äthanol wurden unter Rühren
in einer Stickstoffatmosphäre und mit Kühlen auf -120C. bis -8°C. 4,5 g"
Wasserstoff per ojxyd in 80 ecm Wasser eingetropft. Nach weiterem Arbeiten
wie in Beispiel 8 erhielt man 4 g Produkt (XV) mit denselben Eigenschaften
das mit Methanol erhaltene Produkt, jedoch mit zwei CHo-CHGH Gruppen
anstelle von CH9OH.
009823/19E9 BAD ORIGINAL
Claims (1)
- - 13 - ■P atentansprüche/l.A Verfahren hzur Herstellung langkettiger,"polyfunktioneiler Verbindungen der allgemeinen Formel:R-GH - CH-CH0-G = C-CH0-CH9-C = C-CH9-CH-CH-R 1 1 4I ι ά c 1 1 c- 1 IRi. Y R" R<" R" R'" Y Riin welcher R für ein Kohlenstoff radikal steht, R' , R-" und R111 jeweils Wasserstoff oder Alkyl bedeuten und Y für eine Slek-tronenakzeptorgruppe steht, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur zwischen -3O0C. und +300C, ein freies Kohlenstoffradikal R' in Lösung mit einem Monoolefin der Formel R!-CH=CH-imit 2-10 Kohlenstoffatomen und mit ejnem konjugierten Alkadien der Formel CH2=CR"-CR"1 =CH2 mit 4--12 Kohlenstoffatomen umsetzt. 2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronenakzeptorgruppe Y -CN, -COOH, -NO2, -SO2^R"", CONH2, -COOR"" ode.r -CO-R"" ist, wobei R1"1 für Alkyl steht.3,- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Kohlenstoffradikal R" durch ein Redox-System aus einer oxydierenden organischen Verbindung und einem anorganischen reduzierenden Salz gebildet wird.4,- Verfahren nach Anspruch 3f dadurch gekennzeichnet, daß die oxydierende organische Verbindung ein Hydroperoxyd, ein Peroxyd, ein Perester, ein Alkohol + H2O2, ein Alkohol +■ Persulfat oder ein Oxyaziridin ist. 5.- Verfahren nach Anspruch 3».dadurch gekennze-ichnet, daß das reduzierende anorganische Salz ein Salz eines mehrwertigen Ubergangsmetalles ist, das Cu+, Co+*, Fe+*. Cr+4", V+* oder Ti" r liefert,9823/1959- Ik -6.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 5i dadurch gekennzeichnet, daß pro Mol der oxydierenden organischen Verbindung 1 Mol anorganisches, reduzierendes Salz, 1-Λ Mol Monoolefin und 1-^ Mol Alkadien verwendet werden.7·- Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daJö man vorzugsweise in Lösung in Methanol, Wasser oder in Methanol/wasser arbeitet.8.- Verfahren nach Anspruch. 1 bis ?> dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur vorzugsweise zwisch-en -15°C und -15 C und bei atmosphärischem Druck arbeitet.9.- Die neuen Verbindungen gemäß den Formeln (III), (V), ^T), (VII), (IX), (X), (XI), (XII), (XIII), (XIV) und (XV) in der Tabelle., Der Patentanwalt:009823/1959
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