DE1928200C - Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten durch Polymerisation von Äthylen, einem alpha-Olefin und einer 5-Alkenyl-2-norbornenverbindung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten durch Polymerisation von Äthylen, einem alpha-Olefin und einer 5-Alkenyl-2-norbornenverbindungInfo
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Description
R'"SOIY" nyl-2-norbornenverbindung eine solche der allge-
45 meinen Formel I
in der R'" ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis
20 Kohlenstoffatomen und Y" ein Halogenatom bedeutet und 2 den Wert 1 oder 2 hat, enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch 50
gekennzeichnet, daß man während der Copoly- ^^ χ
merisation die 5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-2-norbor- C = C — CH3
nenverbindung kontinuierlich oder absatzweise dem j |
Reaktionsgemisch zufügt. CH R3
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch 55 gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation in
Gegenwart von Wasserstoff durchführt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch ge- in der R1 ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenkennzeichnet,
daß man eine 5-(l'-Methyl-r-pro- wasserstoffgruppe mit 1 bis 8 C-Atomen und R* ein
penyl)-2-norbornenverbindung verwendet, die 60 Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet,
durch Umsetzen einer entsprechenden, eine Carbo- verwendet.
nylgruppe aufweisenden Norbornenverbindung mit Als «-Olefin wird erfindungsgemäß vorzugsweise
einem Alkylkohlenwassers^iTphosphoniumhaloge- Propylen und/oder Buten-1 verwendet. Ein amorphes,
nid nach W i 11 i g hergestellt worden ist. lineares Copolymerisat aus Äthylen, Propylen und
7. Verwendung der gemäß Anspruch 1 bis 6 her- 65 der Norbornenverbindung der Formel I hat besongestellten
Copolymerisate für Formmassen. ders hervorragende Eigenschaften. Zum Beispiel hat
ein Copolymerisat, das 10 bis 70 Molprozent, insbesondere 20 bis 50 Molprozent Propylen und 0,2
bis 20 Molprozent, insbesondere 1 bis 5 Molprozent . (l',2' - Dimethyl - 1' - propenyl) - 2 - norbornen
enthält, besonders gute Eigenschaften.
Aus dem Vergleich der Vulkanisationsgeschwindigkeiten von Copolymerisaten des Standes der Technik,
die bekannte Norbornenverbindungen enthalten, mit den erfindungsgemäßen Copolymerisaten ergibt sich,
daß die erfindungsgemäßen Produkte in dieser Hinsicht wesentlich bessere Eigenschaften haben. In der
folgenden Tabelle I sind die Eigenschaften und VuI-kanisationsgeschwindigkeiten
von Copolymerisaten
aus Äthylen und Propylen mit einem Dien des Standes
der Technik sowie gemäß der Erfindung aufgeführt,
die unter Verwendung des gleichen Katalysators hergestellt worden sind. Hieraus ergibt sich, daß mit den
erfindungsgemäß als Copolymerisatkomponente verwendeten 5 - (Γ - Methyl -Y- propenyl) - 2 - norbornenverbindungen überlegene Ergebnisse erzielt werden.
aus Äthylen und Propylen mit einem Dien des Standes
der Technik sowie gemäß der Erfindung aufgeführt,
die unter Verwendung des gleichen Katalysators hergestellt worden sind. Hieraus ergibt sich, daß mit den
erfindungsgemäß als Copolymerisatkomponente verwendeten 5 - (Γ - Methyl -Y- propenyl) - 2 - norbornenverbindungen überlegene Ergebnisse erzielt werden.
dl/g
Propylen-
gehait
Molprozent
MoIAOOg
Cöpolymerisat
Vulkanisationsgeschwindigkeit
(160°Q
kg · cm/Min.
Stand der Technik
Dicyclopentadien
5-Methylen-2-norbornen
5-(l'-Propenyl)-2-norbornen
5-(2'-ButenyI)-2-norbornen
5-Äthyliden-2-norbornen
Erfindung
5-(r,2'-Dimethyl-r-propenyl)-2-norbornen
5-(l'-Methyl-r-propenyl)-2-norbornen
Die Vulkanisation wurde an folgender Kautschukmischung durchgeführt:
Cöpolymerisat 100
Stearinsäure 1
Zinkweiß 5
HAF-Ruß 50
Schwefel 1,5
Tetramethylthiuramsulfid 1,5
Mercaptobenzothiazol 0,5
/7-Phenylnaphthylamin 1
Die Vulkanisationsgeschwindigkeit wurde rheometrisch aus der Drehmomentänderung mit der Zeit
beim Vulkanisieren bei 16O0C bestimmt. Die Viskositätszahl
[η] wurde durch Messung der Viskosität des Copolymerisats in Xylollösung bei 700C bestimmt.
Die erfindungsgemäß verwendeten 5-(l'-Methyll'-propenyl)-2-norbornenverbindungen
sind neue Verbindungen. Zumindest die Wirkung dieser Verbindungen als Dienkomponenten in Copolymerisaten
mit Äthylen und a-Olefinen sind bisher nicht bekannt
gewesen. Die Verbindungen entsprechen nicht den z.B. in der USA.-Patentschrift 3 093 620 beschriebenen
5-Alkenyl-2-norbornenverbindungen der folgenden Formeln
X'
CH = CHX'
1,58
2,17
1,61
1,76
1,59
2,17
1,61
1,76
1,59
28,5
27,3
29,3
32,1
22,9
27,3
29,3
32,1
22,9
31,8
30,0
30,0
0,087
0,052
0,053
0,050
0,038
0,052
0,053
0,050
0,038
0,045
0,043
0,043
7,9
15,1
13,9
15,3
?.0,8
15,1
13,9
15,3
?.0,8
42,2
25,6
25,6
CHj — CH = CH — Q'
35 und
CH = CH — Q'
CH = C-CH2-Y
45 in denen X', X", Y' und Q' Alkylgruppen und Y eine
Alkylgruppe oder ein Wasserstoffatom bedeuten.
Die 5 - (Γ - Methyl - 1' - propenyl) - 2 - norbornenverbindungen
der allgemeinen Formel I können nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden. Zum Bei-
50 spiel kann 5-{l',2'-Dimethyl-l'-propenyl)-2-norbornen
durch eine Diels-Alder-Reaktion von Cyclopentadien mit 3,4-Dimethyl-l,3-pentadien oder durch eine Wittig-Reaktion
von 5-Acetyl-2-norbornen mit Isopropyltriphenylphosphoniumbromid erhalten werden. 1ns-
55 besondere die durch die Wittig-Reaktion erhaltenen Produkte sind sehr rein und haben sehr gute Eigenschaften.
Allgemein können somit besonders wirksame 5 - (Γ - Methyl -1' - propenyl) - 2 - norbornenverbindungen
durch Wittig-Reaktion von Norbornen-
60 verbindungen mit Carbonylgruppen mit Alkyltrikohlenwasserstoffphosphoniumhalogeniden
erhalten werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten 5-(l'-Methyll'-propenyI)-2-norbornenverbindungen
der allgemei-65 nen Formel I umfassen auch solche Verbindungen, die in 6-StelIung substituiert sind. Wie gefunden
wurde, haben Copolymerisate mit in 6-Stellung substituierten Norbornenverbindungen der Formel I
S 6
ebenso gute Vulkanisationsgeschwindigkeiten wie mit mit anderen Verbindungen vorliegen, soweit die
in 6-Stelhmg unsubstituierten Norbornenverbindungen Durchschnittsformel der Gemische der genannten
hergestellte Copolymerisate. Bevorzugte Substitu- Formel entspricht.
enten R1 sind Kohlenwasserstoffgruppen mit 1 bis Beispiele für verwendbare Organoalunüniumhalo-8
Kohlenstoffatomen, wie Alkyl-, Phenyl- und Cyclo- 5 genide sind Äthylaluminiumdichlorid, Äthylalumialkylgruppen.
Besonders bevorzugte Substituenten niumdibromid, Äthylaluminiumdijodid, n-Propylalusind
Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. miniumdichlorid, Isobutylaluminiumdichlorid, n-He-Beispiele
sind Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Pen- xylaluminiumdächlorid, Octadecylaluminiumdichlorid,
tyl-, Hexyl-, Cyclohexyl-, Phenyl-, 2-Äthylhexyl-, Phenylalurainiumdichlorid, Äthylaiuminiumsesqui-Octyl-
und Methylcyclohexylgruppen. io chlorid, Äthylaluminiumsesquibromid, Äthylalumi-Bei
den erfindungsgemäß verwendeten 5-(l'-Methyl- niumsesquijodid, Methylaluminiumsesquichlorid,
r-propenyl)-2-norbornenverbinduagen der Formel I n-Propylaluminiumsesquichlorid, Isobutylaluminiumsoll
die Alkenylgruppe in 5-Stellung eine ungesättigte sesquichlorid, n-Hexylaluminiumsesquichlorid, Cyclo-Gruppe
in l'-Stellung besitzen, die an wenigstens hexylaluminiumsesquichlorid, 2-Äthylhexylaluminium-2
Methylgruppen gebunden ist. Bei dieser Doppel- 15 sesquichlorid, Laurylaluminiumsesquichlorid, Diäthylbind'ingsart,
wobei die Doppelbindung an den Nor- aluminiumchlorid, Diraethyjaluminiumchlorid, Dibornenkern
angrenzt, wird eine ausgeprägt hohe n-butylaluminiumchlorid, Äthylpropenylaluminium-Vulkanisationsgeschwindigkeit
des Copolymerisate mit chlorid, Dicyclopentadienylaluminiumchlorid, Cyclo-Schwefel
erhalten und die Gelbildung im wesentlichen hexyläthylaluminiumchlorid oder Gemische dieser
verhindert, wenn die Verbindung copolymerisiert wird, ao Verbindungen in den entsprechenden Mengenverhält-Die
erfindungsgemäß hU Copolymerisatkomponen- nisseii. Außerdem können Gemische dieser Verbinten
verwendeten Norbornenverbindungen der all- düngen mit Trialkylaluminiumverbindungen oder Alugemeinen
Formel 1 sind insbesondere folgende Ver- miniumhalogeriiden oder mit Gemischen aus Trialkylbindungen:
aluminiumverbindungen und Aluminiumhalogeniden 5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-2-norboraen a5 verwendet werden>
die der Formel AlR'„X3-„ ent-5-(l',2'-Dimethyl-l'-propenyl)-2-norbomen,
Spr5r" -„ n u ■ a
5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-6-methyl-2-norbornen, Erfindungsgemaß werden gute Ergebnisse dann 5-(l',2'-Dimethyl-l'-propenyl)-6-methyl-2-nor- er?elt' wenn als Organoaluminiumverbindungen Albornen kylaluminiumsesquihalogenide, Alkylaluminiumdi-5-(l'-MethyI-l'-propenyl)-6-äthyl-2-norbornen, 3° ^ogenide oder Gemische, die diese Verbindungen 5-(l',2'-Dimethyl-r-propenyl)-6-n-butyl-2-nor- enthalten, verwendet werden. Sie sind besonders zur bornen Herstellung von kautschukartigen Copolymerisaten 5-(l'-Methyl-1 '-propenylj-o-cyclohexyl^-nor- mil einem *ohen statistischen Verteilungsgrad brauchbornen und bar· Besonders bevorzugt sind Athylalumimumsesqui-5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-6-{2"-äthylhexyl)-35 florid und Äthylaluminiumdichlorid.
2-norbornen. JJ' Als die andere Katalysatorkomponente wird eine
5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-6-methyl-2-norbornen, Erfindungsgemaß werden gute Ergebnisse dann 5-(l',2'-Dimethyl-l'-propenyl)-6-methyl-2-nor- er?elt' wenn als Organoaluminiumverbindungen Albornen kylaluminiumsesquihalogenide, Alkylaluminiumdi-5-(l'-MethyI-l'-propenyl)-6-äthyl-2-norbornen, 3° ^ogenide oder Gemische, die diese Verbindungen 5-(l',2'-Dimethyl-r-propenyl)-6-n-butyl-2-nor- enthalten, verwendet werden. Sie sind besonders zur bornen Herstellung von kautschukartigen Copolymerisaten 5-(l'-Methyl-1 '-propenylj-o-cyclohexyl^-nor- mil einem *ohen statistischen Verteilungsgrad brauchbornen und bar· Besonders bevorzugt sind Athylalumimumsesqui-5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-6-{2"-äthylhexyl)-35 florid und Äthylaluminiumdichlorid.
2-norbornen. JJ' Als die andere Katalysatorkomponente wird eine
Vanadiumverbindung der Wertigkeit 3 bis 5 ver-
Bevorzugt verwendete a-Olefine der Formel wendet, die wenigstens ein Halogenatom und/oder
CH2 - CHR sind solche, in denen der Rest R eine eine /3-Diketo-, Alkoxy-, Acyloxy- oder Cyclopenta-Alkyl-,
Aralkyl-, Alkylaryl- oder Cycloalkylgruppe 40 dienylgruppe enthält. Solche Verbindungen sind z. B.
mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist. Insbesondere Vanadinhalogenide, Vanadylhalogenide, Vanadiumergeben
a-Olefine, in deren Formel R eine Alkylgruppe acctylacetonate, Vanadylacetylacetonate, Vanadiummit
1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, gute Ergebnisse. halogenacetylacetonate, Vanadylhalogenacetylaceto-Beispiele
für derartige Verbindungen sind Propylen, nate, Orthovanadinsäureester, z. B. Vanadinsäureester
Buten-1, Penten-1, 4-Methylpenten-l, Hexen-1, Hep- 45 mit einer Ci- bis Cuo-Kohlenwasserstoffgruppe, insten-1,
Octen-1, Nonen-1, Decen-1, 5-Methylnonen-l, besondere Vanadinsäureester mit C1- bis C8-Alkyl-5,5-Dimethylocten-l,
4-Methylhexen-l, 4-Methylhep- gruppen, Vanadylhalogenalkoxide, Cyclopentadienylten-1,
6-Methylhepten-l, 5,6,6-Trimethylhepten-l, Sty- vanadiumverbindungen oder Halögen-cyclopentadierol,
4-Phenylhepten-l und 4-Cyclohexylhexen-l. Co- nylvanadiumverbindungen. Beispiele für solche Verpolymerisate
mit besonders guten Eigenschaften 50 bindungen sind Vanadiumtetrachlorid, Vanadiumwerden
bei der bevorzugten Verwendung von Äthylen trichlorid, Vanadyltribromid, Vanadiumtriacetylacetomit
Propylen oder Buten-1 erhalten. nat, Vanadyldiacetylacetonat, Dichlorvanadylbenzoyl-Bei
der Herstellung der Copolymerisate bevorzugte acetonat, Chlorvanadyldiacetylacetonat, Triäthylortho-Katalysatorkomponenten
der Formel AlR'«X3-n sind vanadat, Triisobutylorthovanadat, Tri-n-hexylorthosolche,
in deren Formel R' eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, 55 vanadat, Tricyclohexylort'novanadat, Triphenylortho-Alkylaryl-
oder Cycloalkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlen- vanadat, Chlorvanadyläthoxid, Bromvanadyldiäthoxid
Stoffatomen ist. Gute Ergebnisse werden insbesondere Chlorvanadyldi-n-octoxid, Dichlorvanadylmethoxid,
mit Verbindungen erhalten, in deren Formel R' eine Dichlorvanadyläthoxid, Dichlorvanadylstearoxid, Di-Alkylgruppe
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist. Falls cyclopentadienylvanadium und Dichlordicyclopenta-.
erforderlich, können jedoch Orgahoaluminiumhalo- 6° dienylvanadium. Es können gegebenenfalls auch
genide mit anderen Kohlenwasserstoffresten, z.B. andere Vanadiumverbindungen verwendet werden,
einer Cyclopentadienyl- oder Alkenylgruppe, ver- die zur Bildung von Koordinationsverbindungen mit
wendet werden. In der Formel ist X ein Chlor-, katalytischer Wirkung mit den genannten Organo-Brom-
oder Jodatom, oder es kann in einigen Fällen aluminiumverbindungen in der Lage sind. Zu diesen
ein Fluoratom bedeuten, η bedeutet eine beliebige 65 Vanadiumverbindungen gehören Verbindungen, die
Zahl von 1 bis 2. Die Verbindungen müssen nicht Acyloxygruppen besitzen, insbesondere Vanadiumimmer
einzelne Organoaluminiumhalogenide sein, salze von organischen Säuren, Vanadiumphosphatsondern
sie können auch in Form von Gemischen verbindungen und Vanadiumsalicylate. Beispielsweise
können Verbindungen von Vanadiumacetat, Vana- verbindung wird daher häufig in einer Konzentration
diumcapronat und Vanadiumphosphat sowie Reak- von 0,001 bis 50mMol/I, insbesondere 0,01 bis
tionsprodukte der Phosphorsäureester oder Phosphor- 5 mMol/1 verwendet. In einigen Fällen kann die
säuren mit verschiedenen Vanadiumverbindungen ver- Copolymerisation sogar dann durchgeführt werden,
wendet werden, wie Reaktionsprodukte von Phosphor- 5 wenn die Konzentration der Vanadiumverbindung
verbindungen der allgemeinen Formel nur z. B. 10-* mMol/1 beträgt. Die Konzentration
^R "C\\ v(c\\(nu\ ^er Organoaluminiumhalogenidverbindung im Reak-
l«. u;mnvAunj3-m tionsgemisch beträgt häufig 0,05 bis 100 mMol/1,
in der R" eine Kohlenwasserstoffgruppe und m 1 insbesondere 0,5 bis 10 mMol/1.
oder 2 bedeutet, mit Vanadiumverbindungen, die 10 Wird an Stelle des Organoaluminiumhalogenids wenigstens eine Alkoxygruppe, /9-Diketogruppe und/ beispielsweise eine Trialkylaluminiumverbindung als oder wenigstens ein Halogenatom besitzen. Katalysatorkomponente verwendet, so hat im all-
oder 2 bedeutet, mit Vanadiumverbindungen, die 10 Wird an Stelle des Organoaluminiumhalogenids wenigstens eine Alkoxygruppe, /9-Diketogruppe und/ beispielsweise eine Trialkylaluminiumverbindung als oder wenigstens ein Halogenatom besitzen. Katalysatorkomponente verwendet, so hat im all-
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die gemeinen der Katalysator eine nur geringe Polymeri-Copolymerisation
in Gegenwart eines Katalysators sationsaktivität. Selbst wenn ein solcher Katalysator
durchgeführt, der unter Verwendung der Organo- 15 dem erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Kataaluminiumhalogenide
und der Vanadiumverbindungen lysator bezüglich der Aktivität gleichwertig ist, so
als Hauptbestandteile hergestellt worden ist. Als dritte ergibt er ein Copolymerisat mit schlechteren phy&i-Komponente
können jedoch noch andere geeignete kaiischen Eigenschaften. Beispielsweise bewirkt ein
Verbindungen zugesetzt werden. Hierzu gehören solcher Katalysator eine abweichende Reaktionsweise
beispielsweise Elektronendonatoren, die unter Bildung 20 der Dienkomponente des Reaktionsgemisches, was
von Kootdinationsverbindungen oder durch einen dazu führt, daß nicht ausreichend gute Vulkanisations-Ladungsübergang
mit den Organoaluminiumhalo- eigenschaften beim Produkt erreicht werden. Im geniden oder den Vanadiumverbindungen in Wechsel- Gegensatz hierzu besitzt das erfindungsgemäß herwirkung
treten, oder verschiedene oxydierende Stoffe, gestellte Copolymerisat eine ausgeprägt hohe Vulkanidie
einer Aktivitätsverminderung des Katalysators 35 sationsgeschwindigkeit und einen hohen statistischen
auf Grund der Reduktion der Vanadiumverbindungen Verteilungsgrad und eine hervorragende Homogenität,
durch die Orgainoaluminiumhalogenidverbindung ent- im Gegensatz zu in üblicher Weise hergestellten Cogegenwirken.
Beispiele für Elektronendonatoren sind polymerisaten dieser Art. Die erfindungsgemäß her-Amine,
cyclische Stickstoffverbindungen, Säureamide, gestellten Copolymerisate haben daher günstige VerÄther,
Ester, Ketone, Aldehyde und Verbindungen 30 arbeitungseigenschaften und ergeben nach der Vulkavon
Elementen der Gruppe V b des Periodensystems, nisation Kautschuke mit hervorragenden physikawie
Phosphor, Arsen, Antimon oder Wismut. Bei- lischen Eigenschaften.
spiele für oxydierend wirkende Stoffe sind Halogene, Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen VerSchwefel,
Metallhalogenide, Sauerstoff, Nitroverbin- fahrens können die Katalysatorkomponenten in
düngen, Nitrosoverbindungen, organische Nitrate, 35 üblicher Weise in das Reaktionsgemisch gegeben
Nitrite, N-Oxide, P-Oxide, Azoverbindungen, orga- werden. Beispielsweise kann ein Gemisch aus den
nische Sulfide,, Disulfide, Chinone und Säurehalo- Katalysatorbestandteilen in ein Reaktionsmedium
genide. gegeben werden, das die Monomeren enthält. Es
Als dritte Komponente können insbesondere Ver- können aber auch die Katalysatorkomponenten gebindungen
der allgemeinen Formel R'"SOzY", in der 4° trennt zum Reaktionsgemisch zugegeben werden. Im
R'" ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe oder allgemeinen ist es zur Erzielung einer hohen Kataeinc
Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlen- lysatoraktivität erwünscht, daß das Organoaluminiumstoffatomen
und Y" ein Halogenatom bedeutet und halogenid und die Vanadiumverbindung in Gegen-
z den Wert 1 oder 2 hat, verwendet werden, die als wart der Monomeren miteinander vermischt werden.
Katalysatorkomponente besondere Wirkungen haben. 45 Wenn das Mengenverhältnis von Äthylen zu Pro-Diese
Verbindungen sind insbesondere in Kombi- pylen im Reaktionsgemisch in geeigneter Weise
nation mit Organoaluminiumhalogeniden der Formel gewählt worden ist, kann ein Copolymerisat mit
AlR'Xg und den genannten Vanadiumverbindungen einer sehr günstigen Zusammensetzung erhalten werbesonders
wirlcsam. den. Im allgemeinen wird jedoch häufig so vor-
Eine hervorragende Katalysatoraktivität kann erzielt 50 gegangen, daß Propylen in einer Menge von 50 bis
werden, wenn die Verbindungen der Formeln 98 Molprozent, insbesondere etwa 70 bis 95 MoI-R'"SO2Y"
und A1R'XS in äquimolaren Mengen prozent, verwendet wird. Falls erforderlich, kann
verwendet werden. In diesem Fall können die Va- jedoch auch ein Reaktionsgemisch anderer Zusamnadiumverbindungen
in viel kleinerer Menge ein- mensetzung verwendet werden,
gesetzt werden, als dies bei üblichen Katalysatoren 55 Die 5 - (I' - Methyl - Γ - propenyl) - 2 - norbornenaus Vanadiumverbindungen und Organoaluminium- verbindung hat gegenüber Äthylen und Propylen halogeniden möglich ist. Beispiele für als dritte eine unterschiedliche relative Reaktivität. Damit ein Katalysatorkomponente verwendbare Verbindungen Copolymerisat mit den besten Vulkanisationseigensind Benzolsulfonylchlorid, Toluolsulfonylchlorid, schäften erhalten wird, sollte daher die Norbornen-Äthansulfonylchlorid, Benzolsulfinylchlond, Thionyl- 60 verbindung entweder kontinuierlich oder absatzweise chlorid, Thionylbromid, Sulfurylchlorid und Chlor- während der Copolymerisation dem Reaktionsgemisch sulfonsäure. zugesetzt werden. Insbesondere ist bevorzugt, diese
gesetzt werden, als dies bei üblichen Katalysatoren 55 Die 5 - (I' - Methyl - Γ - propenyl) - 2 - norbornenaus Vanadiumverbindungen und Organoaluminium- verbindung hat gegenüber Äthylen und Propylen halogeniden möglich ist. Beispiele für als dritte eine unterschiedliche relative Reaktivität. Damit ein Katalysatorkomponente verwendbare Verbindungen Copolymerisat mit den besten Vulkanisationseigensind Benzolsulfonylchlorid, Toluolsulfonylchlorid, schäften erhalten wird, sollte daher die Norbornen-Äthansulfonylchlorid, Benzolsulfinylchlond, Thionyl- 60 verbindung entweder kontinuierlich oder absatzweise chlorid, Thionylbromid, Sulfurylchlorid und Chlor- während der Copolymerisation dem Reaktionsgemisch sulfonsäure. zugesetzt werden. Insbesondere ist bevorzugt, diese
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- Verbindung in einer solchen Menge zuzusetzen, daß
fahrens ist das Mengenverhältnis der Organoalu- die Jodzahl des erhaltenen Copolymerisats im Verlauf
miniumhalogenidverbindung zur Vanadiumverbindung 65 der Copolymerisation einen im wesentlichen konnicht
besonders begrenzt. Günstige Ergebnisse werden stanten Wert behält. Nach dieser Verfahrensweise
jedoch bei einem Verhältnis von 1:1 bis 10000:1, wird ein beispielsweise bezüglich der Vulkanisationsinsbesondere
von 2: Ibis 300: !erzielt. Die Vanadium- eigenschaften noch besseres Copolymerisat erhalten.
9 10
Im allgemeinen ist bevorzugt, die Dienkomponente Heptan, Octan, Petroläther, Ligroin, andere
derart zuzugeben, daß die Jodzahl des erhaltenen leumfraktionen, Benzol, Toluol, XyIoK Cyclohexan,
Terpolymeren 1 bis 100, vorzugsweise 5 bis 30 beträgt. Methylcyclohexan, Methylendichlorid, Äthylendichlo-
Die Konzentration der Dienkomponente im Copoly- rid, Trichloräthan, Tetrachloräthylen, Butylchlorid,
merisationsmedium schwankt je nach der Bildungs- 5 Chlorbenzol und Brombenzol,
geschwindigkeit des Copolymerisate und den übrigen Nach vollständiger Copolymerisation wird in üb-
Bedingungen. Häufig wird eine Konzentration von licher Weise aufgearbeitet, um das Produkt zu reinigen
z. B. 0,1 bis 100 mMol/1 verwendet. und zu isolieren. Hierzu wird das Reaktionsgemisch
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- mit Wasser, Wasserdampf, Alkohol, Alkohol—SaIzfahrens
können weiterhin verschiedene Mittel zur io säure, Alkalien oder wäßrigen Emulgatorlösungen
Regelung des Molekulargewichts und ähnliche Zu- behandelt oder gemäß Verfahrensweisen aufgearbeitet,
sätze verwendet werden. Zu derartigen Zusätzen die bei Polymerisationsreaktionen unter Verwendung
gehören z. B. Wasserstoff, Alkylzinkverbindungen, von Ziegler-Natta-Katalysatoren üblich sind. Die
Allylhalogenide und Pyridin-N-oxid. Nach einer festen Copolymerisate können auch durch Aussalzen
besonderen Ausführungsform wird in Gegenwart von 15 oder durch unmittelbares Abziehen des Lösungs-Wasserstoff
polymerisiert, wodurch besonders wert- mittels ohne die genannten Vorbehandlungen isoliert
volle Produkte erhalten werden. Die Verwendung werden. Während oder nach diesen Behandlungen
von Wasserstoff in einem Reaktionsgemisch, das können Antioxydationsmittel und ähnliche Zusätze
erfindungsgemäß verwendete Katalysatoren enthält, zugefügt werden.
führt nicht nur zu einer Erhöhung der Katalysator- 20 Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele
aktivität, sondern ergibt auch in den meisten Fällen näher erläutert,
ein gut verarbeitbares Copolymerisat mit geringerer Beispiel 1
Gelbildung. Der Wasserstoffzusatz kann in üblicher
Gelbildung. Der Wasserstoffzusatz kann in üblicher
Weise erfolgen, z. B. im Gemisch mit Äthylen und Es wurde 11 n-Heptan in einen 2-Liter-Kolben
Propylen oder in Form einer Lösung in einem Lö- 25 gegeben. In den_ Kolben wurde ein Gasgemisch aus
sungsmittel. Die verwendete Wasserstoffmenge 40 Molprozent Äthylen und 60 Molprozent Propylen
schwankt je nach den Copolymerisationsbedingungen, und gleichzeitig bei 3O0C Wasserstoff mit einer
insbesondere der Temperatur, dem Ausmaß der Co- Geschwindigkeit von 10 l/Min, bzw. 2 l/Min, zui
polymerisationsreaktion und der Monomerzusam- Sättigung des Lösungsmittels eingeleitet. Nach 40 Mimensetzung.
Sie kann entsprechend dem gewünschten 30 nuten wurden 2 mMol 5-(l'-Methyl-l'-propenyl)-Molekulargewicht
des Copolymerisats ausgewählt 2-norbornen, 1 mMol Äthylaluminiumsesquichlorid werden. Im allgemeinen ist bevorzugt, eine Wasser- Al(C2Hs)1 ,5C1,i5 und 0,1 mMol Vanadyltrichlorid in
stoffmenge von 0,01 bis 50 Molprozent, bezogen auf dieser Reihenfolge zugefügt, während das Einleiter
die Gesamtmenge gelöstes Äthylen und Propylen, der genannten Gase fortgesetzt wurde. Nach weiterer
im Reaktionsmedium zu lösen. Insbesondere bei der 35 5 Minuten wurde erneut 1 mMol 5-(l'-Methyl-l'-pro-Durchführung
der Copolymerisation bei Raumtempe- penyl)-2-norbornen zugefügt. Nach weiteren 5 Minuratur
wird Wasserstoff in einer Menge von etwa 0,05 ten wurden 2 mMol dieser Verbindung sowie 1 mMol
bis 1 Molprozent verwendet, wodurch gewöhnlich Äthylaluminiumsesquichlorid und 0,1 mMol Vanadylein
Copolymerisat mit einem geeigneten Molekular- trichlorid in dieser Reihenfolge zugegeben. Die Zu
gewicht erhalten wird. Wenn die Copolymerisation 40 gäbe dieser Verbindungen wurde hintereinander fort
durch Verwendung von Wasserstoffgas im Gleich- geführt, bis die Reaktionszeit 35 Minuten betrug
gewichtszustand gehalten werden soll, wird im all- Es wurde 45 Minuten copolymerisiert. Die zugesetzt«
gemeinen eine Wasserstoffkonzentration von etwa Gesamtmenge von Katalysatorbestandteilen betruf
i bis 60 Moiprozent verwendet. Die genannten Mengen 12 mMo[ 5-(r-Meihyl-l'-propenyi)-2-norbornen
dienen lediglich als Richtangaben. Gegebenenfalls 45 4 mMol Äthylaluminiumsesquichlorid und 0,4 mMo
können je nach den Copolymerisationsbedingungen Vanadyltrichlorid. Anschließend wurden 50 ml Me
auch andere Mengenverhältnisse verwendet werden. thanol, das /9-Phenylnaphthylamin enthielt, zum Ab
Die Copolymerisation kann unter vermindertem brechen der Reaktion zugesetzt. Das Reaktion*
Druck oder unter Verwendung von inerten Ver- gemisch wurde mit Methanol gewaschen und an
dünnungsgasen bis zu einem Druck von 100 kg/cm* 50 schließend in eine große Methanolmenge eingegossen
durchgeführt werden. Es fiel ein Copolymerisat aus, das unter verminderten
von —78 bis 1200C durchgeführt werden. Im all- weißes festes Copolymerisat erhalten, das eine Vis
gemeinen ergibt eine Copolymerisation bei einer kositätszahl von 1,39 dl/g, gemessen in Xylollösunj
optimale Reaktionstemperatur sollte gemäß der Zu- Verwendung eines C14-markierten Copolymerisat
sammensetzung der Katalysatorkomponenten aus- wurde aus dem Infrarot-Absorptionsspektrum de
gewählt werden, wobei jedoch die Beziehungen Copolymerisats ein Propylengehalt von 28,3 Mol
zwischen der Temperatur und der Verringerung der prozent ermittelt Das Copolymerisat wurde zusam
sichtigt werden müssen. Kautschukgemische mit Schwefel vulkanisiert. Di
fahrens kann allgemein ein inertes Lösungsmittel metrischen Messung bei 1600C 293 kg- cm/Mßn., laj
verwendet werden. Als Reaktionsmedium kann auch also sehr hoch,
ein verflüssigtes Monomeres dienen. Geeignete inerte 65 B e i s ρ i e 1 2
Lösungsmittel sind übliche Kohlenwasserstoffe oder
halogenierte Kohlenwasserstoffe. Beispiele für solche In einen Vierhalskolben von 21 Inhalt wurde 1
11 12
gemisch aus 30 Molprozent Äthylen und 70 Mol- prozent und eine Jodzahl von 10,6. Ein Kautschukprozent
Propylen bei 25°C 40 Minuten lang bis zur ansatz, wie er eingangs beschrieben wurde, zeigte
Sättigung des Hexans eingeleitet. Anschließend wurden beim Vulkanisieren eine Vulkanisationsgeschwindig-
5 mMol 5 - (I' - Methyl - Γ - propenyl) - 2 - norbornen, keit von 22,7 kg · cm/Min.
8 mMol Äthylaluminiumdichlorid, 5 mMol Benzol- 5 r ■ · 1 ς
sulfonylchlorid und 0,01 mMol Vanadiumtetrachlorid Beispiel 5
in dieser Reihenfolge zugegeben. Die Copolymeri- In einen 2-Liter-Kolben wurde 11 n-Heptan
sation wurde unter weiterem Einleiten des genannten gegeben. In den Kolben wurde ein Gasgemisch
Gasgemisches durchgeführt. Nach 20 Minuten wur- aus 40 Molprozent Äthylen und 60 Molprozent Pro-
den 30 ml Methanol mit einem Gehalt an /J-Phenyl- 10 pylen sowie bei 30°C gleichzeitig Wasserstoff mit
naphthylamin zum Abbruch der Copolymerisation einer Geschwindigkeit von 10 bzw. 2 l/Min, bis zur
zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mehrfach Sättigung des n-Heptans eingeleitet. Nach 40 Minuten
mit einem Gemisch aus Methanol und Salzsäure, wurden 2 mMol 6 - Methyl - 5 - (Γ - methyl-l'-pro-
und anschließend mit Wasser gewaschen und in eine penyl)-2-norbornen, 1,25 mMol Äthylaluminiumses-
große Menge Methanol gegossen. Das ausgefallene 15 quichlorid und 0,125 mMol Vanadyltrichlorid in
Copolymerisat wurde unter vermindertem Druck dieser Reihenfolge zugegeben, während das Einleiten
getrocknet. Es wurden 8,17 g weißes Copolymerisat der Gase fortgesetzt wurde. 5 Minuten später wurde
erhalten. 1 mMol der Norbornenverbindung zugefügt. Weitere
B " i s ρ i e 1 3 "* Mmuten später wurden 2 mMol der Norbornen-
ao verbindung, 1,25 mMol der Aluminiumverbindung
In einen 2-Liter-Kolben wurde 11 n-Heptan und 0,125 mMol der Vanadiumverbindung in dieser
gegeben. In den Kolben wurde ein Gasgemisch aus Reihenfolge erneut zugefügt. Die Zugabe der ge-40
Molprozent Äthylen und 60 Molprozent Propylen nannten Verbindungen erfolgte regelmäßig bis zu
bis zur Sättigung des n-Heptans eingeleitet. An- einer Reaktionszeit von 35 Minuten. Es wurde
schließend wurden 8 mMol_5-(l'-Methyl-r-propenyl)- »5 45 Minuten copolymerisiert. Dabei wurden insgesamt
2-norbornen und 3 mMol Äthylaluminiumsesquichlo- 12 mMol der Norbornenverbindung, 5 mMol der
rid in den Kolben gegeben. Getrennt hiervon wurde Aluminiumverbindung und 0,5 mMol der Vanadiumeine
grüne Lösung, die durch Umsetzen von Ortho- verbindung zugesetzt. Nach 45 Minuten wurden
vanadinsäuretri-n-amylester VO(OCSHU)3 in n-Hep- 50 ml Methanol mit einem Gehalt an /?-Phenylnaphtan
mit einer äquimolaren Menge Phosphorsäuredi- 3° thylamin zum Reaktionsabbruch zugegeben. Das
n-butylester erhalten worden war, in einer Menge Reaktionsgemisch wurde mit Methanol gewaschen
entsprechend 1 mMol Vanadium zum Kolben zu- und anschließend in eine große Menge Methanol
gegeben. Die Copolymerisation wurde 30 Minuten gegeben. Das ausgefallene Copolymerisat wurde bei
durchgeführt, während das Gasgemisch aus Äthylen 400C unter vermindertem Druck getrocknet. Es
und Propylen weiter eingeleitet wurde. Die Auf- 35 wurden 36,58 g weißes festes Copolymerisat erhalten,
arbutung erfolgte gemäß Beispiel 1. Es wurden das eine Viskositätszahl von 1,57 dl/g, gemessen in
25,3 g weißes Copolymerisat erhalten. Es hatte eine Xylollösung bei 700C, und eine Jodzahl von 10,9
Viskositätszahi von 2,5 dl/g, einen PropylengehaH hatte. Der Propylengehalt betrug 32,2 Molprozent,
von 34,8 Molprozent und eine Jodzahl von 11,2. Das Copolymerisat wurde in einem eingangs be-....
40 schriebenen Kautschukansatz vulkanisiert. Die rheob e 1 s ρ 1 e metrisch bestimmte Vulkanisationsgeschwindigkeit bein
einen 2-Liter-Kolben wurde 11 η-Hexan gegeben, trug 24,6 kg · cm/Min, bei 160DC und lag damit
In den Kolben wurde ein Gasgemisch aus 40 Mol- sehr hoch.
prozent Äthylen und 60 Molprozent Propylen ein- B e i s ο i e 1 6
geleitet. Gleichzeitig wurde bei 25° C mit einer Ge- 45 P
schwindigkeit von 10 bzw. 2 l/Min. Wasserstoff bis In einen Vierhalskolben von 2 Litern wurde 1 1
zur Sättigung des η-Hexans eingeleitet. Nach 40 Mi- Tetrachloräthylen gegeben. In den Kolben wurde
nuten wurden 2 mMol 5-(l',2'-Dimethyl-l'-propenyl>
ein Gasgemisch aus 30 Molprozent Äthylen und
2-norbornen, 1 mMol Äthylaluminiumsesquichlorid 70 Molprozent Propylen bei 25° C 40 Mmuten bis
und 0,1 mMol Vanadyltrichlorid in dieser Reihen- 50 zur Sättigung des Lösungsmittels eingeleitet In den
folge zugegeben, während das Einleiten der Gase Kolben wurden anschließend 5 mMol 6-n-Butyl-
fortgesetzt wurde. Nach 5 Minuten wurden 1,5 mMol 5-(l\2'-dmiethyl-l'-propenyl>-2-norbornen, 10 mMol
der Norbornenverbmdung und nach weiteren 5 Mi- Äthylaluminhimdichlorid, 5 mMol Benzolsulfonyl-
nuten 2 mMol der Norbornenverbindung, 1 mMol chlorid und 0,01 mMol Vanadiumtetrachlorid in
Äthylaluminiumsesquichlorid und 0,1 mMol Vana- 55 dieser Reihenfolge zugegeben. Die Copolymerisation
dyltrichlorid in dieser Reihenfolge zugegeben. Die wurde unter weiterem Einleiten des Gasgemische!
Zugabe dieser Verbindungen nacheinander erfolgte 30 Mmuten durchgeführt. Anschließend wurden 30ml
bis zu einer Reaktionszeit von 35 Minuten. Insgesamt Methanol mit einem Gehalt an /i-Phenymapbthylamn
wurde 45 Mmuten copolymerisiert Die Gesamtmenge zum Abbrach der Copolymerisation zugefügt. Da:
an Katalysatorbestandteilen betrug 14 mMol der 60 Reaktionsgemisch wurde mehrfach mit Methanol—
Norbornenverbindung, 4 mMol der Aluminiumver- Salzsäure und anschließend mit Wasser gewaschei
bindung und 0,4 mMol der Vanadiumverbindung. und in eine große Menge Methanol gegeben. Da
Nach dem Aufarbeiten wurden 41,17 g weißes Co- ausgefallene Copolymerisat wurde unter verminderten
polymerisat erhalten. Es hatte eine Viskositätszahl Druck getrocknet. Es wurden 8,25 g eines weißei
von 1,85 dl/g, einen Propylengehalt von 31,4 Mol- 65 Copolymerisate erhalten.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Copolymer!- Äthylen und Propylen zu amorphen, linearenι CopoIy.
safcn durch Polymerisation von Äthylen, einem 5 merisaten copolymensiert werden. AJs uienveroin-
«-Olefin der allgemeinen Formel R - CH = CH* düngen wurden verschiedene Verbindung«η vorgein
der R eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis schlagen, die jedoch nicht immer zu Produkten mit
20 C-Atomen bedeutet, und einer S-AlkenyH-nor- hervorragenden Eigenschaften führen. Nacti dem
bornenverbindung in Gegenwart eines Katalysa- Stand der Technik sind besonders bevorzugte Dientors,
der eine drei-bis fünf wertige Vanadiumverbin- ίο verbindungen Dicyclopentadien und Norbornaüien,
dung und eine Organoaluminiumhalogenidverbin- endständig ungesättigte Alkenylnorbornenverbindundung
der allgemeinen Formel AlR'„X,-„, in der R' gen, Methylennorbornenverbindungen, 5-Alkyl-2,5-noreine
Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 C-Ato- bornadienverbindungen und 5-AHcenyw-norDornenmen,
X ein Halogenatom und η eine Zahl von 1 verbindungen mit innenständigen Alkenylgruppen.
bis 2 bedeutet, als Hauptbestandteil enthält, cla- iS Diese Norbornenverbindungen haben jedoch keine
durch gekennzeichnet, daß man als gleichwertigen Eigenschaften, sondern unterscheiden
5-Alkenyl-2-norbornenverbindung eine solche der sich individuell durch die Copolymerisierbarkeit die
allgemeinen Formel Bildung von Gelen, die Vulkanisationsgeschwindigkeit und andere Eieenschaften. Dicyclopentadien ist
20 zwar zu niedrigen" Kosten erhältlich und besitzt
günstige Copolymerisierungseigenschaften, neigt jedoch zur Gelbildung während der Polymerisation
oder dem Lagern. Außerdem ist die Vulkanisations-
C = C- CH3 geschwindigkeit damit hergestellter Copolymerisate
I j 25 gering. Methylennorbornenverbindungen enthaltende
CH Ra Copolymerisate vulkanisieren relativ schnell, neigen
3 jedoch zur Gelbildung und sind schlecht verarbeitbar.
in der R1 ein Wasserstoffatom oder eine Kohlen- Ähnliche Unterschiede bezüglich der Eigenschaften
wasserstoffgruppe mit 1 bis 8 C-Atomen und R2 der Copolymerisate zeigen sich auch z. B. bei den
ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe be- 30 Alkenylnorbornenverbindungen.
deutet, verwendet. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
deutet, verwendet. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Herstellung .von Copolymerisaten durch Polymerizeichnet,
daß man einen Katalysator verwendet, sation von Äthylen, einem «-Olefin der allgemeinen
der als Vanadiumverbindung eine Vanadiumver- Formel R — CH = CH2, in der R eine Kohlenwasserbindung
mit wenigstens einem Halogenatom und/ 35 Stoffgruppe mit 1 bis 20 C-Atomen bedeutet, und
oder wenigstens einer /S-Diketogruppe, Alkoxy- einer 5-Alkenyl-2-norbornenverbindung in Gegengruppe,
Acyloxygruppe und/oder Cyclopentadi- wart eines Katalysators, der eine drei- bis fünfenylgruppe
oder eine Vanadiumphosphatverbin- wertige Vanadiumverbindung und eine Organoaludung
enthält. miniumhalogenidverbindung der allgemeinen Formel
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch 40 AIR'„X3-„, in der R' eine Kohlenwasserstoffgruppe
gekennzeichnet, daß man einen Katalysator ver- mit 1 bis 20 C-Atomen, X ein Halogenatom und
wendet, der zusätzlich eine Verbindung der allige- η eine Zahl von 1 bis 2 bedeutet, als Hauptbestandteil
meinen Formel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man als 5-Alke-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3890668 | 1968-06-05 | ||
| JP3890668 | 1968-06-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1928200A1 DE1928200A1 (de) | 1969-12-11 |
| DE1928200B2 DE1928200B2 (de) | 1972-05-10 |
| DE1928200C true DE1928200C (de) | 1973-01-18 |
Family
ID=
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