DE1928013C - Verfahren zum Herstellen einer Katho denstrahlrohre mit Alkalihalogenidschirm - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Katho denstrahlrohre mit AlkalihalogenidschirmInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Kathodenstrahlröhre mit einem auf
der Innenseite der rrontplatte des Röhrenkolbcns aufgedampften Alkalihalogenidschirm, bei dem der
in /enigstens zwei Teile unterteilte Röhrenkolben nach dem Aufdampfen des Schirr s zusammengeschmolzen
wird.
Typische Elektronenröhren, die eine AlkalihalogenidplatiC
verwenden, sindSekundärelektronen-Verviclfacherröhren
und Bildverstärkerröhren, in denen die besonderen Merkmale des aufgedampften Alkalihalogenids
benutzt werden, welches als Sekundärelektronen emittierende Fläche mit hoher Qualität
wirkt. Die Oberfläche der Alkalihalogenidkristalle wird mit Elektronenstrahlen bestrahlt, wie es bekannt
ist, wobei in den Kristallen ein optisches Absorptionsband (F-Band) induziert wird, das gewöhnlieh
als ein F-Zentrum bezeichnet wird. Dies Phänomen führt zu der Speicherung von optischen Informationen
und wird häufig zur Bildung einer Bildspeicherröhre benutzt. In der folgenden Beschreibung
werden die eine aufgedampfte Alkalihalogenidplatte verwendenden F.lektroncnröhren zur Vereinfachung
der Erläuterung am Beispiel einer Bildspeicherröhre erläutert; es sei jedoch hervorgehoben, daß die Elektronenröhren
dieser Art eine Vielzahl von anderen praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben.
Sollen die Oberflächen der feinen Alkalihalogenidkristalle wirkungsvoll arbeiten, so dürfen die Kristalle
nicht leucin werden. Die meisten Alkalihalogcnidki
isiallc sind jedoch äußerst hygroskopisch. Soll die
aufgedampfte Alkalihalogenidschicht in einer Speichrrröliri:
untergebracht werden, bei der ein nachträgliches Zusammenschmelzen erforderlich ist, treten
dann Schwierigkeiten auf, wenn Feuchtigkeit beispielsweise
durch nicht vorgetrocknete Luft oiler durch die Mrcnngasu eines Gasbrenners in i\cn KoI-den
der Röhre eindringt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schallen,
durch das 111 einfacher Weise dir Aufnahme von beim Zusammenschmelzen von Kolbenteilen in den KoI-beii
gelangender Feuchtigkeit durch den Alkalihalogenidschirm vermieden wird.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß während des Verschmelzens der Kolbenteile auch der Teil des
Kolbens erwärmt wird, der den Alkalihalogenidschirm trägt.
Vorteiihafterweise wird der Teil des Kolbens, der den Alkalihalogenidschirm trägt, auf eine Temperatur
zwischen 50 und 400° C erwärmt.
Aus der folgenden Beschreibung an Hand schematischer
Zeichnungen ergeben sich die Nachteile, die man bei den bisherigen Verfahren zur Herstellung
der Alkalihalogenidspfcicherschicht auf der Schirmo !er Gegenplatte einer Speicherröhre festgestellt hat,
sowie die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren.
F i g. 1 bis 3 zeigen unterschiedliche Arten des Aufdampfens der Alkalihalogenidkristalle und des
Abdichtens des Röhrenkolbens, wie sie bisher ausgeführt wurden;
Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäße Art des Ab dichtens des Kolbens einer Speicherröhre.
Eine Speicherröhre bekannter Konstruktion besteht gemäß den Zeichnungen im wesentlichen aus
einem Glaskolben 1 mit einem eingeschlossenen Elektronenstrahlerzeugersystem
2 und einer plattenförmigen Gegenelektrode 3, die an der inneren Stirnfläche des Kolbens 1 angebracht ist. Auf der Innenfläche der
Gegenelektrode 3 ist fest eine Speicherschicht 4 aus Alkalihalogenid angebracht, auf die aus dem Strahlerzeugersystem
2 Elektronenstrahlen geschleudert werden, um eine erwünschte optische Information
auf die Platte zu schreiben.
Damit man bei einem der bisher angewendeten Verfahrensarten dieAlkalihalogenidkristaile auf diese
Platte 3 aufdampfen kann, werden die Alkalihalogenidkristalle 4' von einem Metaütiegel 5 getragen,
der der Platte 3 in dem vorher evakuierten und hermetisch abgedichteten Ko>ben 1 unter einem bestimmten
Winkel zugewandt ist. Der Tiegel wird dann mit Hilfe einer Hochfrequenzspule 6 erhitzt, an
die ein Hochfrequenzstrom in der Größenordnung von 400 Kilohertz angelegt wird, so daß die von dem
Tiegel 5 getragenen Alkalihalogenidkristalle 4' geschmolzen werden. Die geschmolzenen Alkalihalogenidkristalle
werden verdampft und in Haftberührung mit der Innenfläche der Platte 3 gebracht. Bei dieser
Art der Verdampfung ergibt sich ein Nachteil, da die Steuerung der Dickenverteilung der Alkalihalogenidschicht
schwierig ist und da es nicht möglich ist, verläßlich den Winkel zu bestimmen, unter dem der
Alkalihalogeniddampf auf die Platte gerichtet wird.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres bekanntes Verfahren,
das zur Beseitigung dieser Nachteile entwickelt wurde. Dieses Verfahren unterscheidet sich von demjenigen
nach Fig. 1 einfach darin, daß der Tiegel von der Außenseite des Kolbens her bewegt werden
kann.
Wie man sieht, wird der die Alkalihalogenidkristalle 4' tragende Tiegel 5 von einer Stützstange 7
getragen, die sich innerhalb einer an die Wand des Kolbens angearbeiteten rohrförmigen Verlängerung 8
vom Kolben nach außen erstreckt. An dem anderen Ende der Stützstange 7 befindet sich ein magnetisches
Element 9, durch das die Stange 7 und dementsprechend
der mit ihr verbundene Tiegel 5 unter Führung durch das zwischen dem Tiegel und dem
magnetischen Element angeordnete Führungsstück 10 bewegt werden kann. Der Tiegel 5 kann somit ohne
Schwierigkeit und schnell in Querschnittsmit'.e des Kolbens ausgerichtet werden, indem man die Stange7
Y-
mit Hilfe des Magnetelements 9 bewegt, so daß der von dem Tiegel 5 ausgehende Alkalihalogeniddampf
gleichmäßig auf die Innenfläche der Platte 3 aufgedampft wird. Das Erhitzen des Tiegels erfolgt mit
Hilfe einer Hochfrequenzspule 6 in gleicher Weise wie bei Fig. 1.
Nach Herstellung der Alkalihalogenidspeicherschicht4
wird der Tiegel 5 aus dem Kolben in die rohrförmige Verlängerung 8 bewegt, indem man das
magnetische Element 9 durch Betätigen eines geeigneten Magneten (nicht gezeigt) von der Außenseite
zieht. Befindet sich der Tiegel 5 vollständig in der rohrförmigen Verlängerung 8, wird die Verlängerung
on der mit P bezeichneten Ebene abgedichtet und der überflüssige Abschnitt der Verlängerung abgetrennt.
Die Verdampfung der Alkalihalogenidkristalk
kann somit bei dieser Verfahrensweise vorgenommen werden, ohne daß der Tiegel im Kolben verbleibt.
Die Nachteile des ersten Beispiels Jer bekannten Verfahren werden auch durch ein weiteres bekanntes
Verfahren überwunden, für das ein Beispiel in der F i g. 3 gezeigt ist.
Bei diesem dritten Verfahren wird die Alkaiihalogenidschicht 4 vor dem Einsetzen des Elektronensuahlerzeugersystems2
in den Kolben auf der Platte 3 gebildet. Es wird dann das Strahlerzeugersystem 2 mit
Hilfe eines Stützelements 12 an dem Glasfuß 11 befestigt. Der Glasfuß 11 wird anschließend an dem
Kolben 1 befestigt, und zwar durch Glasbearbeitung, die im Anschluß an den im folgenden beschriebenen
Schritt vorgenommen wird. Solange der Glasfuß 11 noch von dem Kolben 1 gelöst ist, befindet sich zwischen
ihnen ein Abstand 13, wie es dargestellt ist. Mit 14 ist ein Gasbrenner bezeichnet, mit dem der Endabsdinitt
des Kolbens für die Herstellung einer dichten Veruindung mit dem Glasfub 11 erhitzt wird.
Durch eine Zufuhr 15 wird ein trockener Luftstrom in den Kolben 1 eingeführt, der anfänglich durch den
Abstand 13 zwischen dem Kolben 1 und dem Glasfuß 11 und nach Verschließen des Abstands durch
den Abstand zwischen dem Glasfuß 11 und dem Durchgang 15 entweicht. Auf diese Weise wird der
sich aus der Verbrennung durch den Gasbrenner 14 bildende Wasserdampf im wesentlichen von der AI-kalihalogenidschicht
4 ferngehalten.
Man ersieht, daß bei den beiden letztgenannten Beispielen für das Herstellen einer evakuierten Speicherröhre
mit Alkaiihalogenidschicht umständliche Arbeitsgänge unvermeidbar sind, um .entweder den
Tiegel aus dem Inneren des Kolbens zu entfernen oder um während der Abdichtung Trockenluft in den
Kolben einzublasen, wobei allerdings bestimmte Vorteile dadurch erhalten werden, daß man den Tiegel
entfernt oder daß man die Alkaiihalogenidschicht vor Befeuchtung bewahrt.
Alle die vorgenannten Nachteile, die den bekannten Verfahren eigen sind, können durch das erfindimgsgemäöe"
Verfahren vermieden werden, ohne daß umständliche Arbeitsgänge und Vorrichtungen notwendig
werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei dem Abdichtungsvorgang
gemäß F i g. 3 anwendbar; es wird jedoch in Verbindung mit der Art einer Abdichtung
erläutert, die bisher peinlich genaue Arbeitsweisen erforderte, die jedoch vergrößerte praktische Bedeutung
erhält.
Die F i g. 4 zeigt schematisch ein bevorzugtes Beispiel für das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem
der Glaskolben 1 seitlich in zwei Teile la und Ib ίο durch einen Spalt 16 unterteilt ist, der in einem -geeigneten
Abstand, der sogar so kurz wie 5 cm sein kann, vom Vorderende des Kolbens 1 liegt, um die
Verdampfung der Alkalihalogenidkristalle auf die Gegenplatte 3 zu erleichtern.
Wird ein Kolben mit vergrößerter Kolbenstirnfläche verwendet, so kann er an einem Abschnitt beträchtlich
vergrößerter Que^-vhnittsfläche abgetrennt werden, so daß es möglicn ;st, auf der Innenfrontfläche
des Kolbens eine Gegenelektrode mit zuvor aufgedampfter Alkaiihalogenidschicht anzubringen.
Nach der Bildung der Alkaiihalogenidschicht 4 a-'f der Platte 3 werden die Schnittenden der Teile 1«
und Ib durch Erhitzen der entsprechenden Abschnitte hermetisch 'erschlossen. Das Erhitzen der
Schnittenden der Teile la und Ib kann mit Hilfe eines Gasbrenners 17 am Gesamtumfang der Enden
erfolgen. Gemäß der Erfindung wird die Alkaiihalogenidschicht 4 beim Verschließen des Spalts zwischen
den Teilen la und Ib in erhitztem Zustand gehalten, um dadurch zu verhindern, daß die Schicht Wasserdampf
absorbiert, der durch Verbrennung am Gasbrenner 17 erzeugt wird. Die Einrichtung für das
Erhitzen der Alkaiihalogenidschicht 4 wird für diesen Fall im wesentlichen durch ein Heizelement 18,
einen Halter 19 für das Halten des Heizelements an dem Kolben 1 und für das Übertragen der Wärme an
den Abschnitt des Kolbens gebildet, der seinerseits die Wärme auf die Alkaiihalogenidschicht 4 überträgt,
sowie ferner durch eine Welle 20, die an einem Ende mit dem Heizelement verbunden ist und an dem
anderen Ende mit einer Drehvorrichtung (nicht gezeigt), um den Kolben I während des Verschließens
des Spalts 16 gegenüber dem Gasbrenner 17 ständig drehen zu können.
Das Heizelement 18 wird zweckmäßig so angeordnet, daß es die Alkaiihalogenidschicht 4 auf eine
Temperatur im Bereich zwischen 100 und 400° C erhitzt, obwohl die bei einer Temperatur von 50 bis
100 ' C erzielbaren Ergebnisse bei vertretbarem Verlust an Leis'ungsqualität annehmbar sind.
Da die Alkaiihalogenidschicht gleichzeitig mit dem Erhitzen der Schnittenden der Teile la und Ib des
Kolbens 1 erhitzt wird, wird sie davor geschützt. Feuchtigkeit in einem derartigen Ausmaß zu absorbieren,
daß die Schicht nicht langer die Bildung eines F-Zentrums gestattet. Die Trennung des Kolbens !
in zwei Teile erleichtert im übrigen die Genauigkeit der Bildung der Halogenidschicht, da die Alkalihalogenidkristal'.'
genügend nahe der Platte angeordnet werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen einer Kathodenstrahlröhre mit einem auf der Innenseite der S
Frontplatte des Röhrenkolbens aufgedampften Alkalihalogenidschirm, bei dem der in wenigstens
zwei Teile unterteilte Röhrenkolben nach dem Aufdampfen des Schirms zusammengeschmolzen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verschmelzen der Kolbenteile (la,
1 b) auch der Teil (la) des Kolbens erwärmt wird,
der den Alkalihalogenidschirm (4) trägt.
2. Verfahren nach Anspruch L, dadurch gekennzeichnet,
daß der Teil (la) des Kolbens, der den Alkalihalogenidschirm trägt, auf eine Temperatur
zwischen 50 und 400 C erwärmt wird.
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