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DE1928093B - Verfahren zur Herstellung von Äthylen oder Synthesegas durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Äthylen oder Synthesegas durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf

Info

Publication number
DE1928093B
DE1928093B DE1928093B DE 1928093 B DE1928093 B DE 1928093B DE 1928093 B DE1928093 B DE 1928093B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bath
water vapor
temperature
gas
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Frohmut 5900 Siegen Vollhardt
Original Assignee
Siegener AG Geisweid, 5930 Hüttental-Geisweid

Links

Description

Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

1 2 Patentansprüche· Das erfindungsgeinäße Verfahren bietet die Möglichkeit, nicht nur die mit Brennern betriebenen Öfen
1. Verfahren zur Herstellung von Äthylen oder zu ersetzen und hierdurch eine Verkokung von Spalt-Synthesegas durch thermische Spaltung von Koh- produkten an der Innenseite der Spaltrohre zu vermeilenwasserstoffen mit Wasserdampf, dadurch 5 den, sondern auch den Wärmeinhalt eines Edelgases, gekennzeichnet, daß das Gemisch aus insbesondere des Heliums, aus einem Kernreaktor unKohlenwasserstoffen und Wasserdampf durch in mittelbar für einen chemischen Prozeß zu nutzen. Die einem Metallbad befindliche Spaltrohre und ein Spaltung des Kohlenwasserstoff-Wasserdampf-Gewärmeabgebendes Edelgas aus einem Kernreaktor misches bei einer Temperatur von etwa 900 bis durch das Metallbad geleitet wird. io 950° C zur Erzeugung von Äthylen oder Synthesegas
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- wird durch die Verwendung des Edelgases aus einem kennzeichnet, daß das Edelgas durch mehrere hin- Kernreaktor mit einer Temperatur von 900 bis tereinandergeschaltete Metallbäder oder Stufen 1000° C ermöglicht.
eines Metallbades mit abnehmender Temperatur In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das
geleitet und das Gemisch aus Kohlenwasserstoffen 15 Edelgas durch mehrere hintereinandergeschaltete Me-
und Wasserdampf im Gegenstrom dazu geführt tallbäder oder Stufen eines Metallbades mit abneh-
wird. mender Temperatur geleitet und das Gemisch aus
Kohlenwasserstoffen und Wasserdampf im Gegen-
strom dazu geführt.
20 Der bei der hohen Temperatur von 900 bis 950° C auf Grund des Partialdruckes entstehende Metall-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- dampf kann vorzugsweise in eines der nachgeschalte-
lung von Äthylen oder Synthesegas durch thermische ten Metallbäder geführt werden, in welchem eine
Spaltung Von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf. Kondensation des Metalldampfes stattfindet, wobei
Aus der deutschen Patentschrift 744 224 ist bereits 25 ein Rückführen der durch die Kondensation bedingein Verfahren zum Herstellen von Synthesegas durch ten Metallmenge aus dem nachgeschalteten Bad in das Umsetzen von methanhaltigen Gasen mit Kohlen- erste Bad oder die erste Stufe erfolgen kann,
säure und Wasserdampf, die beim Beheizen der Ver- In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchfahrensanlage anfallen, bekannt. führung des Verfahrens dargestellt. Diese besteht im
Bei weiterhin bekannten, großtechnisch ange- 30 wesentlichen aus einem Ofen oder einer Trommeil,
wandten Verfahren zur Herstellung von Äthylen oder die in die Kammern I, II, III durch die Trennwände
in abgewandelter Form von Synthesegas wird die ther- 2, 3 unterteilt ist. !ede dieser Kammern nimmt eine
mische Spaltung in gasbeheizten Röhrenofen vorge- Menge flüssiges Metall, vorzugsweise Blei, auf, so daß
nommen, was den Nachteil eines sehr hohen Brenn- die Bäder 4, 5, 6 gebildet werden.
Stoffverbrauches hat und wobei die Gefahr besteht, 35 Einem Austauscher? außerhalb des Ofens oder
daß Rohrpartien örtlich unkontrollierbar überhitzt der Trommel 1 werden die Kohlenwasserstoffe bei 8,
werden, da die Flammenbestrahlung bei Anordnung der Wasserdampf bei 9 und ein Wärmeträger, z. B.
vieler Einzelbrenner über die gesamte Rohroberfläche Abgas, bei 10 zugeführt. Der abgekühlte Wärmeträger
nicht gleichmäßig ist. kann bei 11 entweichen, während das Kohlenwasser-
Auch ist die Nutzung der Wärme von Abgasen ho- 40 stoff-Wasserdampf-Gemisch durch die Leitung 12 in her Temperatur, z. B. von 900 bis 1100° C, für die die Austauscherrohre 13 des Bades 6 geleitet wird. In Dampferzeugung und die Nutzung des Wärmeinhalts diesem herrscht eine Temperatur von etwa 380° C, so von Abgasen in einer Gasturbine bekannt. Für die daß das Kohlenwasserstoff-Wasserdampf-Gemisch Nutzung der Wärme durch Umwandlung in Dampf auf eine annähernd solche Temperatur erwärmt wird, bedarf es stets entsprechender Dampferzeugungsanla- 45 Durch die Leitung 14 gelangt das Gemisch in den gen bzw. ist bei der Nutzung der Abgaswärme in einer zweiten Austauscher 15 des Bades 5, das eine Tempe-Gasturbine eine Nutzung nur bis 600 bis 700° C her- ratur von ca. 600° C besitzt, so daß in dem Austauunter möglich, so daß sich an die Gasturbine entweder scher 15 das Gemisch annähernd auf eine solche Temein Aufheizungsprozeß anschließen muß, um das wie- peratur erhitzt wird. Letztlich gelangt über die Leider erhitzte Gas in eine zweite Gasturbine leiten zu 5" tung 16 das Gemisch durch das Bad 4, das eine Temkönnen, oder aber es müssen zur weiteren Ausnutzung peratur von 900 bis 1000° C aufweist und wo die des Wärmeinhalts des durch die Gasturbine geleiteten Spaltung der Kohlenwasserstoffe stattfindet, die bei Gases weitere Austauscher bzw. Dampferzeugungsan- 17 zur weiteren Verwendung abgeleitet werden,
lagen geschaltet werden. Das vorzugsweise zur Anwendung gelangende He-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 55 lium aus einem Kernreaktor wird durch das Rohr 18
Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, in das Bad 4 eingeführt, wo es in Richtung der Pfei-
bei dem ein hoher Wirkungsgrad erreichbar, d. h. eine le K aufwärts perlt und über das Überleitungsrohr 19
optimale Nutzung der Wärme eines Abgases erzielbar in das Bad 5 der Kammer II gelangt. Das Helium, das
ist und die Nachteile bekannter Verfahren und AnIa- in dem Überleitungsrohr 19 eine Temperatur von
gen, z. B. eine örtliche Überhitzung von Wärmetau- 60 etwa 700 bis 750° C hat, wird in dem Bad 5 auf etwa
schern, vermieden wird. 600° C abgekühlt und gelangt über das weitere Rohr
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein 20 in das Bad 6. Mit einer Temperatur von ungefähr Verfahren der beschriebenen Art vor, bei dem das Ge- 400° C verläßt das Helium den Austrittsstutzen 21 misch aus Kohlenwasserstoffen und Wasserdampf und wird gegebenenfalls mit einer Zwischenkühlung durch in einem Metallbad befindliche Spaltrohre und 65 dem Kernreaktor wieder zugeführt, um nach Aufein wärmeabgebendes Edelgas aus einem Kernreaktor nähme von Wärme im Kreislauf wieder zu dem Rohr durch das Metallbad geleitet wird. 18 geleitet zu werden.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2455508A1 (de) * 1974-11-23 1976-05-26 Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh Anlage zum erzeugen von wasserstoff durch ausnutzen der in einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktor gewonnenen waermeenergie

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2455508A1 (de) * 1974-11-23 1976-05-26 Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh Anlage zum erzeugen von wasserstoff durch ausnutzen der in einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktor gewonnenen waermeenergie

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