DE1926571A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von flachem Glas - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von flachem GlasInfo
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Description
1926571 Patentanwalt Dipl.-Phys. Gerhard Liedl 8 München 22 Steinsdorfstr. 21-22 Tel. 29 84
B 4244
ASAHI GLASS CO., LTD., No. 14, Marunouchi 2-chome, Chiyoda-ku, Tolcyo, JAPAN
von flachem Glas.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
von flachem Glas, wobei kontinuierlich geschmolzenes Glas auf die Oberfläche eines Bades aus geschmolzenem Metall aufgebracht,
sodann in Form eines Bandes oder einer Bahn in Badlängsrichtung weitertransportiert und hierbei in eine flache, ebene Form und Gestalt
gebracht und allmählich gekühlt und nachfolgend von dem Bad entfernt wird.
Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung für die Herstellung von
flachem Glas mittels der sogenannten "Schwimmverfahren", bei de-
H/We
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nen Glas in der Form eines Bandes schwimmend auf einem Bad aus geschmolzenem
Metall transportiert und hierbei in seine flache ebene Formgebung gebracht wird, Das spezifische Gewicht des geschmolzenen
Metalles ist größer als das von Glas.
Bei der vorgenannten Herstellung von flachem Glas wird geschmolzenes
Glas mit ausreichend hoher Temperatur kontinuierlich auf ein Bad aus geschmolzenem Metall aufgebracht, sodann in Bandform längs des
Bades weiter transportiert und hierbei in die flache Form und Gestalt
gebracht, Bei der allmählichen Abkühlung des Glases entsteht ein fla-"
dies Glasband mit feuerpolierter Oberfläche,
Als Metall w . Jen in der Regel geschmolzenes Zinn oder eine geschmolzene
Zinnlegierung benutzt, deren spezifisches Gewicht größer als das von Glas ist. Zur Aufnahme des Metallbades dient ein länglicher Behälter
aus feuerbeständigem Werkstoff,
Um eine Gxydatio)) des geschmolzenen Metalles zu yerhjnrijarnr wird ßino,.
Schutzgasatmosphäre oberhalb des Metallbades benutzt, die z.B. aus
einem nichtoxydierenden Gas, insbesondere aus'Stickstoff gas mit einem
kleinen Anteil aus Wasserstoff besteht.
>
>
Bei dem vorgenannten Glasherstellungsverfahren entstehen mehrere Schwierigkeiten dadurch, daß die Ränder des fortschreitenden Glasbandes
mit den hiermit in Berührung stehenden Teilen der Vorrichtung verkleben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Seitenwände des Behälters,
der die Breite regulierenden Teile (Abweiser), die längs der Seitenwände angeordnet sind und/oder der sogenannten Erweiterungsteile.
Die Erweiterungsteile sind längs der Seitenwände in der Nähe des Glaseinlaßendes
des Behälters angeordnet und dienen zur Begrenzung der
B UU
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BAD ORIGINAL
möglichen Ausbreitung der" Schicht aus; geschmolzenem1 Glas ün*' -v.
mittelbar nach der Zuführung "des Glases lh den Bähälter. Weiiiii·.
die Vorwärtsbewegung des Glasbandeö durch eines der vorge- nannten
Teile gehindert wird, ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit längs der Bandbreite Ungleichmäßig/ Bies;häl zikr Folge, daß das ; :
Band eine ungleichmä^ßige Dicke öder bleibende R^st'spannungen
beträchtiich'er Große aufweist. Außerdem'besteht der Nachteil, daß
aufgrund der Reibung zwischen dem Glas und den hiermit in Berüh-;
rung stehenden Teilen die letzteren« öhr schnell abgenutzt und ζ er-.' .
stört werden und deshalb häufig erheuert-werden müssenv^ So werden,
bei den bekannten Vorrichtungen die die Breite regulierenden Teile, die in Längsrichtung des· Behälters angeordnet sind und welchCidie .. λ
seitliche Ausdehnung des Glases'begr§nzenr damit- di7eT'Ii©tstellujjg---"-.. -..-.
einer GlääjÄ:^ mit einer die GIeicligeWicMsdteKe ¥oncao iß, §tnm : . ■
übersteigenden Dicke möglich ist-; besonders häuf ig-zerstört ;und be^ ,·;
schädigt.
Ausgehend von dem vOrgenanriten-StanÖ der Teehnik" ist ,es deshalb ...
Aüigäbe der Erfindung, den vorgenannten Nachteilen abzuhelfen, ,Insr
besondere soll ein Ankleben des Glases an den-Mejuijit in.Berührung:,
stehenden Teilen, z.B. den Seitenwänden des Behälters, den Seitenwändäuskleidungen,
den die Breite'regulierenden Teilen und/oder an
' den Erweiterungsteireirvermieden werden. Außerdem soll das ^Glasband
eine völlig gleichmäßige Dicke in seitlicher Richtung aufweisen,;,
die cfte Gleichgc-wichtsdieke übersteigt.-; intiem die Reilmuigsksäfte
ZAVischen dem Glas und den die Breite.regulierenden Teilen verringert
1 werden; die laiigs der seitlichen Ränder :des uortsehreitenden Glasbancies
angeordnet fiirid. Auch eine Abnutzung und Zerstörung der, längs,:
der Ränder des Glasbandes ängeordnc?tei;t Teile soll sow.eit als möglich
reduziert werden. Diese Aufgabe wird erlindungsgemäß dadurch ge-
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löst, daß Vibrationen und Schwingungen auf das Glasband seitlich berührende
Teile eines das Bad aufnehmenden Behälters aufgebracht werden.
Wie schon erwähnt, wird das geschmolzene Glas auf ein Bad mit geschmolzenem
Metall aufgebracht, welches in einem geschlossenen länglichen Behälter angeordnet ist. Man läßt das Glas in Form eines
Bandes in Längsrichtung des Bades fortschreiten, wobei es in eine ebene Form und Gestalt gebracht wird. Das so hergestellte Glasband
kühlt sich allmählich ab und wird sodann aus dem Bad entnommen. Gemäß der Erfindung werden Vibrationen und Schwingungen, deren
Frequenz im Schall- und/oder Ultraschallbereich liegt, auf die Oberflächen der verschiedenen Teile aufgebracht, die in Berührung mit
dem Glasband, d.h. mit der auf dem Metallbad schwimmenden Glasschicht, stehen. Diese Teile sind z. B. die Erweiterungsteile, die die
Breite regulierenden Teile, die in ständigem Kontakt mit der Glasschicht
stehen und die Seitenwände oder Auskleidungen des Behälters, die z. B. aus Graphit hergestellt und an den Innenwandungen der Seitenwandungen
angeordnet sind und, obwohl sie nicht ständig der Glasschicht ausgesetzt sind, in Berührung mit dem Glas kommen können,
wenn dieses sich fortwälzt. Ferner zu erwähnen sind die wassergekühlten Randteile, die in der Regel aus U-förmigen, wassergekühlten
Rohren bestehen, in Längsrichtung des Glasbandes angeordnet sind und dazu dienen, eine Berührung des Glasbandes mit den Seitenwänden
zu verhindern. Diese U-förmigen, wassergekühlten Rohre werden als sogenannte "Wasserzäune" bezeichnet,
Unter Schall- und Ultraschall vibrationen und Schwingungen sind er
findungsgemäß solche Vibrationen und Schwingungen zu verstehen, die
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Frequenzen von ca. 10 Hz bis ca. 16 kHz haben, sowie Vibrationen und
Schwingungen mit Frequenzen von mehr als 16 kHz, Eine genaue Trennung der beiden Frequenzbereiche ist jedoch nicht möglich.
Die die Breite regulierenden Teile sind derart angeordnet, daß jedes
der Teile sich von der.Stelle, wo das Glas auf das flüssige Metallbad
aufgebracht wird und sich gerade auf die vorbestimmte Breite ausgebreitet hat, bis zu der Stelle, wo das Glas eine solche Viskosität hat,
daß es sich nicht länger in der Ebene ausbreitet, erstreckt. Die die Breite regulierenden Teile erstrecken sich hierbei in Förderrichtung
des Bandes und weisen in der Regel ein eingebautes wassergekühltes Rohr auf sowie eine Stange, Platte und dergleichen aus feuerbeständigem
Werkstoff, der kaum durch das Glas benetzt wird» Bevorzugt wird hierfür Graphit oder Bornitrid benutzt,
Erfindungsgemäß sind an bestimmten Stellen zur Übertragung der Vibrationen
Verbindungsstangen vorgesehen, die mit den die Breite regulierenden Teilen verbunden "sind und die von einem Schwingungs- und
Vibrationserreger erzeugten Schwingungen und Vibrationen übertragen. Die Erreger sind außerhalb des Behälters angeordnet und bestehen aus
Einrichtungen, durch welche Schall- und/oder Ultraschallvibrationen
erzeugt werden können.
Vorzugsweise kommen die Ultraschall vibrationen in der Hochtemperaturzone
in Anwendung, wo die Viskosität des Glases verhältnismäßig
niedrig ist. Die Schallvibrationen werden demzufolge in der Hochviskositätszone in Anwendung gebracht, das heißt in der Zone, wo die
Temperaturen relativ niedrig sind»
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Bezüglich der Richtung der Vibrationen bestehen keine besonderen Vorschriften und Einschränkungen. Folgende Richtungen können in
Anwendung kommen: vertikal (auf und a.b), horizontal und in Fortbewegungsrichtung
des Glasbandes (longitudinal), horizontal und rechtwinklig zur Fortbewegungsrichtung des Bandes (quer bzw. kreuzweise)
oder horizontal und elliptisch oder kreisförmig.
Die üblicherweise an die die Breite regulierenden Teile angelegten
Ultraschallvibrationen haben Frequenzen von 16 bis 250 kH: und Amplituden
von ca. 1 bis 30μ . Bei Schallwellen liegt die Frequenz in der Regel bei 10 bis 400 Hz, während die Amplitude in der Größenordnung
von 20 bis 200 μ liegt.
Durch die Aufbringung dieser Vibrationen wird eine Adhäsion des Glasbandes an den die Breite regulierenden Teilen vollständig vermieden.
Es kann somit auf die bisher erforderliche Kühlung der die Breite regulierenden Teile verzichtet werden.
Zur Herstellung der die Breite regulierenden Teile können nicht nur
Werkstoffe, die von Glas nicht benetzt werden in Anwendung kommen, wie z. B. Graphit oder Bornitrid, sondern auch solche Werkstoffe, die
durch Glas zwar benetzt aber nicht durch das flüssige Metall - oder umgekehrt - angegriffen werden. Derartige Stoffe sind tonerdereiche
und kieselsäurehaltige feuerbeständige Stoffe und feuerbeständig 3
Stoffe auf der Basis von andere» Metalloxyden sowie gesinterte Legierungen.
Die vorstehenden Darlegungen, die sich auf die die Breite regulierenden
Teile bezogen, gelten in gleicher Weise für die am Einlaß liegen·
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den, insbesondere keilförmigen Erweiterungsteile. Da diese Erweiterungsteile
mit dem Glas hoher Temperatur unmittelbar nach dem Auftreffen auf das Metallbad in Berührung stehen, sollen die auf die
Erweiterungsteile aufgebrachten Vibrationen eine Frequenz von 16
bis 250 kHz und eine Amplitude von 1 bis 30 μ haben.
Ultraschallwellen werden in der Regel an die Seitenwände des Behälters
oder die Auskleidungen dieser Seitehwände angelegt. In der Niedrigtemperaturzone des Behälters genügen jedoch in der Regel
Schallwellen.
Die wassergekühlten 'Zäune" oder irgendwelche anderen hiermit äquivalenten
Teile sind in der Niedrigtemperaturzone des Behälters angeordnet. Deshalb werden in der Regel Schallwellen &. diese Teile angelegt.
Es ist von.Vorteil, wenn die die Breite regulierenden und auch die anderen
Teile und die Oberflächen der Teile, die in Berührung mit dem Glas kommen, porös ausgebildet sind und ein Gas zuführen,z.B. Stickstoff.
Dieses Gas wird von den Berührungsflächen ausgeblasen,, so daß
sich ein Gasfilm an jeder Berührungsfläche bildet. In dieser Weise kann
die "Schmierwirkung" zwischen jedem Teil und dem Glas weiter gesteigert
werden.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen und anhand der
beiliegenden Zeichnung ersichtlich.
BAD
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Es zeigen:
Fig. 1 einen zentralen Längsschnitt in schematischer Darstellung
durch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei ein länglicher Behälter mit einem
Bad aus geschmolzenem Metall vorgesehen ist, sowie an den seitlichen Rändern des Glasbandes angeordnete
Teile zur Regulierung und Steuerung der Breite;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Innere der vorderen Hälfte
der Anordnung gemäß Fig. 1, aus der ersichtlich ist, wie die Vibrationen auf die Teile zur Regulierung und
Steuerung de7 Breite aufgebracht werden;
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Anordnung gemäß Fig. 1 und 2, aus dem ersichtlich ist, wie die Vibrationen
auf die Teile zur Regulierung und Steuerung der Breite aufgebracht werden;
Fig. 4 einen Querschnitt aus dem eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der Aufbringung der Vibrationen auf die Teile zur Regulierung und Steuerung der Breite ersichtlich
ist;
Fig. 5 eine Draufsicht bzw. einen Querschnitt woraus ersieht -
und 6 lieh ist, wie die Vibrationen auf wassergekühlte Randteile
("Zäune") aufgebracht werden;
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■ - 9 -
Fig. 7 eine Draufsicht aus der ersichtlich ist, wie die Vibrationen
im Bereich der Einlaßerweiterung aufgebracht werden;
Fig. 8 eine Draufsicht aus der ersichtlich ist, wie die Vibrationen
auf die Auskleidungen der Seitenwände aufgebracht werden.
Wie Fig. 1 bis 3 zu entnehmen, fließt geschmolzenes Glas 1 aus dem
Vorherd bzw. Vorwärmofen 2 eines Glasschmelzofens durch einen durch seitliche Einfassungen 5 begrenzten Kanal. Die Durchflußmenge
und die Durchflußgeschwindigkeit des Glases können durch.einen steuerbaren
Verschluß 3 des Vorwärmofens geregelt werden. Das Glas strömt über eine Lippe 4 auf ein Bad 6 aus geschmolzenem Metall,
welches in einem länglichen Behälter angeordnet ist, der ein Bodenteil 7, Seitenwände 8 und ein dachartf ;es oberteil 9 aufweist. Sämtliche
Teile sind feuerbeständig ausgebildet.
Ein nicht oxydierendes Gas wird in den Behälter über ein Hauptrohr
und mehrere Nebenrohre 13 eingeleitet, die durch das oberteil 9 hindurchgeführt
sind. Hierdurch wird eine Schutzgasatmosphäre über dem Metallbad gebildet.
Das dem 'Metallbad 6 zugeführte Glas breitet sich zwischen (und längs)
keilförmigen Erweiterungsteilen 15 in der Nähe des Glaseinlasses in Form eines Bandes oder einer Bahn 10 aus. Das so gebildete Glasband
bewegt sich in Form einer Schicht auf dem Bad fort, bis es eine vorbestimmte Dicke erreicht . Nachfolgend wird das Glasband 10 allmählich
abgekühlt und nach genügender Verfestigung aus dem Behälter am
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Auslaßende herausgeleitet. Anschließend wird das Glasband in der
Regel in einen nicht dargestellten Kühlofen mit Hilfe von Förderwalzen 11 eingebracht.
In dem geschmolzenen Metallbad 6 sind bevorzugt elektrische Heizelemente
angeordnet, durch welche ein bestimmter Temperaturgradient in dem Bad eingestellt werden kann. Im oberen Teil des Behälters
sind Heiz- und Kühlelemente an bestimmten Stellen angeordnet, die ebenfalls eine Steuerung der Temperatur des Glasbandes und des Bades
ermöglichen.
Auf der oberfläche des Metallbades hat das Glas im Bereich der
Fläche, die teilweise durch die Erweiterungsteile begrenzt ist, eine
relativ hohe Temperatur von z. B. 1050 C. Deshalb breitet sich das
Glasband quer zur Förder richtung aus. Die Erweiterungsteile können auch als Einschnürteile bezeichnet werden, da sie das Glas an einer
zu großen Ausbreitung in Querrichtung hindern.
Die. : Querausdehnung des Glases wird sodann durch zwei Paare von
Teilen 20 und 21, die zur Regulierung und Steuerung der Breite dienen, begrenzt. Hierdurch ist eine Regulierung und Steuerung der Breite und
der Dicke der bandförmigen Glasschicht möglich. Die Teile 20 und sind jeweils in vier einzelne Elemente 20a - 2Od bzw. 21a - 21d unterteilt,
die sämtlich aus feuerbeständigem Material (z. B. Graphit), welches wenig oder gar nicht durch das geschmolzene Metall und Glas
benetzt wird, bestehen und in etwa die Formgebung einer Stange, eines Stabes, einer Strebe und dergleichen haben. Die vorgenannten Elemente
sind mit Vibrationen übertragenden Wellen oder Stangen 22a 22d bzw. 23a - 23d jeweils verbunden, die durch die Seitenwände 8
des Behälters hindurchgeführt sind. Die vorgenannten Wellen oder
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Stangen sind ihrerseits mit Schwingungs- und Vibrations err egern verbunden,
die mit den Bezugszeichen 24a - 24d und 25a - 25d bezeichnet sind.
Als Erreger zur Erzeugung der Vibrationen und Schwingungen kann
z.B. ein Ultraschallwellengenerator benutzt werden, der mit einem Magnetostriktionsoszillator, einem Elektrostriktionsvibrator und dergleichen
versehen ist. Es kann auch ein Schallwellengenerator mit einem elektromagnetischen Vibrator und dergleichen benutzt werden.
Bei dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel werden Ultraschall
vibrationen auf drei Paare der die Breite regulierenden Elemente 20a - 20c und 21a - 21c seitlich zur Förderrichtung des Glasbandes aufgebracht, wie dies durch Pfeile angedeutet ist. Durch die
am Ende liegenden Elemente 2Od und 21d werden Schallwellen aufgebracht. Die Vibrationen werden schräg aufgebracht, so daß die Elemente
2Od und 2Id kreisförmige oder elliptische Bewegungen ausführen,
wobei nach vorne gerichtete Komponenten von Antriebskräften auf das Glasband 10 ausgeübt werden.
Die Ultraschallwellengeneratoren 24a - 24c und 25a - 25c dienen zur
Aufbringung von Vibrationen mit ca 16 kHz oder mehr, insbesondere von 18 bis 25 kHz und mit einer Amplitude von l-3C^auf die die Breite
regulierenden Elemente. Obwohl das Glasband 10 eine Temperatur von ca. 1000° in der Nähe der vorderen Enden der Erweiterungsteile 15
hat, wird durch die Aufbringung von Ultraschallvibrationen auf die die Breite regulierenden Teile ein Anhaften des Glasbandes verhindert.
Außerdem wird sehr stark die Größe der Reibung zwischen dem Glasband und diesen Teilen - selbst wenn diese nicht durch Wasser gekühlt
sind - herabgesetzt.
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Wenn das Glasband die "stromabwärtigen" Enden der die Breite
steuernden Teile erreicht hat, beträgt seine Temperatur nur mehr 900 bis 95O0C. Es ist deshalb nicht erforderlich, an dieser Stelle
Ultraschallwellenyibrationen vorzusehen. Stattdessen werden Vibrationen mit 50 bis 400 Hz und 20 bis 200μ (Amplitude) durch Schallwellengeneratoren
aufgebracht. Derartige Vibrationen sind ausreichend, um die kleinen Reibungskräfte zwischen dem Glas und den die Breite
regulierenden und steuernden Teilen zu überwinden.
Die die Breite steuernden Teile können in vertikaler Richtung vibrieren,
wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. In diesem Fall ist ein Vibrationserreger 20 rechtwinklig mit der Hauptwelle einer Transmissionswelle
22 verbunden. Es ist auch möglich, die Vibration in einer horizontalen Ebene und in Richtung der Transportbewegung des Glasbandes
(Längsrichtung) aufzubringen.
Bei der Herstellung einer Glasplatte, deren Dicke die " Gleichgewichts dicke"
von 6,5 mm übersteigt, die sich aus der Zusammenwirkung von Schwerkraft und Oberflächenspannung zwischen Glas und geschmolzenem
Metall ergibt, wird durch die die Breite regulierenden Teile eine Adhäsion zwischen diesen und dem Glas vermieden. Außerdem wird die
Reibung stark herabgesetzt. Da es nicht erforderlich ist, die die Breite regulierenden Teile zu kühlen, werden die Ränder des Glasbandes
nicht zu stark abgekühlt. Wie schon erwähnt, ist es ferner möglich, nach vorne gerichtete Antriebskräfte auf das Glasband auszuüben.
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung eines Glasbandes gleichförmiger
Dicke, welches zudem auch geringere Verformungen, Fehler und verbleibende Spannungen aufweist, als in herkömmlicher Weise hergestelltes
Glas.
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Bei dem in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel werden Vibrationen
auf wassergekühlte, rohrartige Randteile 30, 31 (bezüglich der genauen Formgebung wird auf die Zeichnung verwiesen) aufgebracht,
die längs der Ränder des Glasbandes 10 angeordnet sind. Die wassergekühlten rohrartigen Randteile (Zäune) 30 und 31 sind durch
Teile 32 und 33 gehaltert und in der Regel im Bereich des Behälters mit niedrigeren Temperaturen einander gegenüberliegend längs der
seitlichen Ränder des Glasbandes angeordnet. Die Randteile 30 und verhindern eine Hin- und Herbewegung des Glasbandes sowie eine Berührung
desselben mit den Seitenwänden des Behälters. Außerdem ziehen die Randteile 30 und 31 das Glasband auf das Bad bei einem etwaigen
Abweichen hiervon zurück, was auf durch den Kühleffekt bewirkte Konvektionen zurückzuführen ist. Die Randteile 30 und 31 halten
das Glasband deshalb ständig in einer bestimmten dynamischen La-. ge auf dem Bad aus geschmolzenem Metall.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 ist
eine Vorrichtung 35, 36 zur Erzeugung von Schallvibrationen, z.B, mit einer Frequenz von 5 Hz und einer Amplitude von 1-ίΟΟμ vorgesehen,
die mit den U-förmigen Rohren 30 und 31 verbunden ist, so daß die Vibrationen in Querrichtung und kreuzweise auf das Glasband
aufgebracht werden können, wie dies durch Pfeile angedeutet ist.
Bei herkömmlichen Anordnungen werden die wassergekühlten Randteile
durch die Reibungskräfte sehr schnell zerstört, die bei. der Berührung mit dem Glasband entstehen. Es ist deshalb erforderlich, die
Randteile alle Woche oder alle zweiWochen zu ersetzen. Hierdurch entstehen Schwierigkeiten bei der Abdichtung des Behälters und es besteht
die Gefahr einer Verunreinigung der Schutzgasatmosphäre.,
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• Im Gegensatz hierzu werden erfindungsgemäß die vorgenannten ,
Schwierigkeiten vermieden und die Lebensdauer der wassergekühlten Randteile, die bei mehreren Wochen liegt, ist wesentlich höher. Erfindungsgemäß
können anstelle der seitlich ausgerichteten Vibrationen der wassergekühlten Randteile auch längs oder quer - in bezug auf das
Glasband - ausgerichtete Vibrationen oder auch horizontale und schräge
Vibrationen erzeugt werden, so daß die Randteile kreisförmige oder elliptische Bewegungen ausüben, wodurch nach vorne gerichtete Antriebskräfte
auf das Glasband einwirken»
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 werden Ultraacharllvibrationen
mit 16 kHz (oder mehr) und mit einer Amplitude von 1 bis 30 μ auf die Erweiterungsteile 15 aufgebracht, die in der Nähe des Glaseinlasses
des Behälters angeordnet sind. Bei dieser Anordnung wird der Fluß der Schicht aus geschmolzenem Glas, die über die Lippe 4 auf
das Bad "tropft", sich sodann bei B zurückzieht und nach C weiter fortschreitet - siehe die Pfeile in Fig. 7 - unterstützt, weshalb die
Temperatur des Glases bei B erhöht wird. Es wird somit die Neigung
zur Bildung von Blasen in dem Glas in dem genannten Bereich reduziert. Da die Temperatur der seitlichen Ränder des Glasbandes erhöht
wird, ist die seitliche Dicke des Glasbandes gleichförmig.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel werden Vibrations erreger
35 und 36 zur Erzeugung von Ultraschallvibrationen mit 16 kHz und einer Amplitude von 1-30 μ benutzt. Die Vibrationen werden auf
Auskleidungsschichten 40 aufgebracht, die z. B. aus Graphit hergestellt sind und an den Innenflächen der Seitenwandungen 8 angeordnet
sind. In dem Teil des Behälters mit niedrigerer Temperatur ist die
Anwendung von Schallwellen ausreichend.
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Auf diese Art wird bei der hin- und hergehenden Bewegung ein Anhaften
des Glasbandes an den Auskleidungsschichten 40 verhindert.
In Abwandlung der dargestellten Ausführungsbeispiele können die Vibrationen auch direkt auf die Seitenwandungen des Behälters oder
auf irgendwelche anderen gesonderten Teile aufgebracht werden, um ein Ankleben des Glases zu vermeiden und die Reibung zwischen dem
Glas und den hiermit in Berührung stehenden Teilen zu verringern.
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Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von flachem Glas,bei dem kontinuierlich
geschmolzenes Glas auf die Oberfläche eines Bades aus geschmolzenem Metall aufgebracht, sodann in Form eines Bandes oder einer Bahn in
Badlängsrichtung weitertransportiert und hierbei in eine flache, ebene Form und Gestalt gebracht und allmählich gekühlt und nachfolgend von
dem Bad entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Vibrationen und Schwingungen auf das Glasband seitlich berührende Teile eines das Bad
aufnehmenden Behälters aufgebracht werden, '
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationen
auf die Oberfläche der Teile aufgebracht werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vibrationen und Schwingungen im Ultraschallbereich liegen und eine Frequenz von etwa 16 bis 250 kHz und eine Amplitude von etwa 1 bis 30 μ
haben.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationen und Schwingungen im Schallbereich liegen und eine Frequenz
von etwa 10 bis 400 Hz und eine Amplitude von etwa 20 bis 200 μ haben.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationen und Schwingungen auf die die Breite des. Glasbandes regulierenden Teile aufgebracht werden, die
die seitlichen Ränder des Glasbandes berühren.
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6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationen auf Erweiterungsteile aufgebracht werden, die mit dem Glas unmittelbar nach dessen Zufuhr auf
das Metallbad in Berührung stehen.
7. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationen auf Auskleidungsschichten aufgebracht werden, die an Innenwandflächen von Seitenwandungen des
länglichen Behälters, der das Bad enthält, angeordnet sind.
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Vibrationen mit einer Frequenz von etwa 10 bis 400 Hz und einer Amplitude von etwa 20 bis 200μ auf wassergekühlte
Randteile und Zäune aufgebracht werden, die längs der seitlichen Ränder des Glasbandes angeordnet sind,
9. Vorrichtung zur Dichtung des Verfahrens gemäß einem oder mehreren
der vorstehenden Ansprüche 1 bis 8 mit einem abgedichteten,
länglichen Behälter zur Aufnahme eines Bades aus geschmolzenem Metall, mit Mitteln zum Zuführen des geschmolzenen Glases auf das
Bad und zum Fortbewegen des Glases in Form eines Bandes oder einer Bahn" längs des Bades und mit Mitteln zum Abziehen eines allmählich
gekühlten und verfestigten Glasbandes aus dem Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß Schwingungs- und Vibrations err eger vorgesehen
sind, durch welche Schwingungen und Vibrationen auf Teile aufgebracht werden, die längs des Glasbandes angeordnet sind und hiermit
in Berührung stehen.
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*
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile ein Paar die Breite des Glasbandes regulierenden Teile (20,
21) aus feuerbeständigem Werkstoff aufweisen, die parallel zueinander
angeordnet sind und mit den seitlichen Rändern des Glasbandes in Berührung
stehen.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile Erweiterungsteile (15) aus feuerbeständigem Werkstoff
aufweisen, die mit dem Glas unmittelbar nach dessen Zufuhr auf das Metallbad in Berührung stehen.
12. Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile wassergekühlte Zäune (30, 31) aufweisen, welche längs der seitlichen Ränder des
Glasbandes angeordnet sind.
13. Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile Auskleidungsschichten (40) aufweisen, die an Innenwandungen der Seitenwände des
Behälters angeordnet sind»
14. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die de
Breite regulierenden Teile (20, 21) aus einem Werkstoff bestehen, der wenig oder gar nicht durch Glas benetzt wird.
9098A9/Q97 6
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