DE1926161A1 - Abstuetzvorrichtung,insbesondere fuer Sattelauflieger - Google Patents
Abstuetzvorrichtung,insbesondere fuer SattelaufliegerInfo
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Description
Anmelder: Josef Haamann, Freudenberger Winden- und Hebezeugfabrik,
Freudenberg (Main)
Abstützvorrichtung, insbesondere für Sattoiauflieger.
Die Erfindung bezieht sich auf Abstützvorrichtungen für Fahrzeuge, insbesondere Sattelauflieger. Solche Vorrichtungen
bestehen in der Regel aus zwei am Aufliegerrahmen montierten und miteinander über eine Welle gekuppelten'
Winden. Die eine Winde besitzt ein angebautes, schaltbares zweistufiges Untersetzungsgetriebe für den Antrieb
des ausziehbaren Stützteiles, und dessen Abtriebswelle ist mit dem Antrieb der anderen Winde über die erwähnte
Welle gekuppelt. Der Nachteil dieser bekannten Anordnung besteht darin, daß sie nur von einer Fahrzeugseite aus
betätigt werden kann, und wenn dies die dem fließenden Verkehr zugewendete Seite ist, so ist die Bedienungsperson
erheblich gefährdet.
Bei einer anderen Ausf ührungaform b 33 it rat jode Winde ein
eigenes einfaches Unteraetzungsgetriebe mit je einem Antriebijwellenzapfen
für d^n Eilgang und den Lastgang, so
daß oLne Bedienung wahLv^Lja an beiden Fahrseugooiton
möglich i»t. Dioae Möglichkeit wird jedoch durch, eine
Heihe anderer Nachteile aufgewogenϊ
mit oinar einfachen "Zahru'adunfcero'äfczung können nicht
zugleich günstig« Droh:;? ;ii- mil Kr «ftüberaotzungen
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das Deutsche Patentamt, München Patentanwalt
zwischen Eil- und La3tgang erhalten v/erden;
Eil- und lantgang haben verschiedene Drehrichtungen, die
Handkurbeln müssen umgesetzt werden, und wenn, wie es wegen der ungünstigen Kraftübersetzung üblich ist, auf jeder
Seite ein Mann arbeitet, besteht Unfallgefahr durch leerlaufende Kurbeln;
es sind zwei Untersetzungsgetriebe für eine Vorrichtung notwendig.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, die bekannte Abstützvorrichtung mit zwei gekuppelten Winden in der Weise
zu verbessern, daß eine gefahrlose Bedienung wahlweise von beiden Fahrzeugseiten her möglich ist, ohne den baulichen
oder Bedienungsaufwand zu erhöhen.
Die Erfindung geht zur Lösung dieser Aufgabe von der erstgenannten
Ausführung aus und sieht vor, daß die Antriebswelle des Untersetzungsgetriebes der einen Winde in der
hohlen Kupplungswelle zu der anderen Winde weitergeführt als Schaltwelle de3 Untersetzungsgetriebes in der hohlen
Kupplungswelle des Windenpaares axial verschiebbar gelagert ist.
Mit der Erfindung wird eine Abstützvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Sattelauflieger geschaffen, bei der
gegenüber bekannten Ausführungen die Kupplungswelle zwischen den beiden Winden hohl ausgeführt und die Antriebswelle
des Untersetzungsgetriebes in dieser weitergeführt ist, so daß sie wahlweise an beiden Seiten des Fahrzeuges
gefahrlos bedient werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, daß Last- und Eilgang des Untersetzungsgetriebes ebenfalls
von beiden Seiten aus geschaltet werden können und der Schaltzustand - aus der Stellung der Antriebswelle - stets
eindeutig erkennbar ist. Die Kraft- und DrehzahlüberuefczungnVerhältnisse
können günstig gewählt werden, und die Anordnung ist zudem nachrüstbar.
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das Deutsche Patentamt, München »3£O IO i Patentanwalt
Der konstruktive Aufwand bleibt besonders dann gering, wenn gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung das
Untersetzungsgetriebe in an sich bekannter Weise eine Vorgelegewelle mit einem Zahnrad und einem Ritzel aufweist,
von denen das Ritzel ständig mit einem Zahnrad auf der hohlen Abtriebs- oder Kupplungswelle kämmt, während ein
anderes Ritzel auf der Antriebswelle durch deren Verschieben wahlweise mit einem der beiden Zahnräder in Eingriff
zu bringen ist.
Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. In
dieser zeigen in Längsschnitten durch die Getriebe- und
Spindelachsen:
Fig. 1 eine Abstützvorrichtung mit einem Windenpaar
Fig. 1 eine Abstützvorrichtung mit einem Windenpaar
und der Stellung des Antriebs im Lastgang; Pig. 2 den Kopf einer Winde mit dem Untersetzungsgetriebe
in der Eilgangstellung.
Fig. 1 zeigt ausschnittweise die beiden Stützen 1_ und 2_
eines Sattelaufliegers, die, wie aus dem Schnitt durch die
Stütze 1_ zu erkennen ist, aus einem den Schaft bildenden
Mantelrohr 11 und einem in diesem periskopartig verschiebbaren Stützrohr 12 bestehen. Am unteren Ende des Stützrohres
ist in bekannter Weise die Achse des Radpaares 3 gelagert, und in das obere Ende ist die Spindelmutter 13
eingebaut, die auf der Spindel 14 gleitet. Die Spindel ist über einen Kegelrädertrieb 15» 16 mit der hohlen Antriebswelle
17 gekuppelt.
Die Antriebswellen der beiden Stützen 1 und 2_ sind miteinander
über eine entsprechend dem Einbauabstand am Fahrzeug bemessene Kupplungshülse 5 gekuppelt.
Bei der Stütze t. "bildet die Antriebswelle der Spindel zugleich
die Abtriebswelle des Untersetzungsgetriebes 4, dessen zweischaliges Gehäuse 41 an das Mantelrohr 11
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Blatt 4 1 Q ? R 1 P 1 D'P1·-'"^ G· Sehliebs
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dieser Stütze angesetzt ist. Das Untersetzungsgetriebe hat ein Vorgelege aus Zahnrad 42 und Ritzel 43, die auf
einen Achsbolzen 44 aufgesteckt sind. Das Ritzel kämmt ständig mit einem Zahnrad 45, das wie das Kegelrad 16
auf die Y/elle 17 aufgekeilt ist. Auf der Antriebswelle des Untersetzungsgetriebes sitzt ein Ritzel 47. Diese
Y/elle ist in der hohlen Antriebswelle 17 axial verschiebbar zwischen zwei Lagen (vgl. Pig. 1 und 2), die durch
Kugelrastungen 48, 48' am Gehäuse 41 bestimmt sind, und auf der Stirnfläche des Gehäuses 41 herausgeführte Eine
Handkurbel 6 kann auf den Wellenschaft 461 aufgesteckt werden oder an ihm ständig und beiklappbar (vgl. Fig. 1
rechts) befestigt sein. - Je nach Stellung der Antriebswelle 46 kämmt ihr Antriebsritzel 47 mit dem Zahnrad 42
des Vorgeleges (Lastgang, Fig. 1), oder es greift in einen Kupplungsbügel 49 am Abtriebszahnrad 45 ein (Eilgang,
Fig. 2); die Antriebswelle dient also zugleich als Schaltwelle ο
Die Antriebswelle 46 des Untersetzungsgetriebes 4. endet nun nicht im Gehäuse 41, sondern ist verlängert und in
der hohlen Kupplungswelle 17 zur anderen Stütze geführt.
Vorteilhaft ist diese Verlängerung als Rohr β ausgeführt, das mit einer Vierkanthülse 61 auf einen Vierkantzapfen
462 des im Untersetzungsgetriebe Gehäuse 41 gelagerten
Wellenteiles 46 aufgesteckt ist. Dieses Rohr ist von einem Stab 7 als Zuganker durchsetzt, der an seinem
(in der Zeichnung) linken Ende in ein Sackloch des Vierkantzapfens 462 eingeschraubt und an seinem rechten Ende
mittels einer Mutter 71 und einem Bund gegen die Stirnfläche des Rohres 8 gespannt ist. Rohr und Stab sind
einfache Bauelemente und werden in ihrer Länge wieder entsprechend den Einbaumassen der Abstützvorrichtung gewählt.
Sie ergeben zusammen ein Gebilde von hoher
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Torsionssteifigkeit, welches trotz seiner geringen Querschnittsabmessungen
das Drehmoment der rechten Handkurbel auf das Untersetzungsgetriebe an der linken Stütze übertragen
kann. - Die "Verlängerung aus Rohr und Zuganker kann auch entfallen, dann ist die Vorrichtung in bekannter Weise
nur von einer Seite zu bedienen.
Eine beiklappbare Handkurbel wird in ihrer Arbeitsstellung nicht nur drehschlüssig, sondern auch in Axialrichtung formschlüssig
an die Antriebswelle 46 angekuppelt, um die Getriebeschaltung durch Verschieben der Antriebswelle sicher
ausführen zu können. Wie die Zeichnung zeigt, endet die Antriebswelle in einem Vierkantzapfen. 462, und die an einem
verschiebbaren Ring 61 schwenkbar gelagerte Handkurbel 6 weist eine Vierkantaufnahme 62 auf. Diese Aufnahme kann
mittels eines gegen eine (nicht dargestellte) Rückstellfeder verschiebbaren Splintes 63» der in eine Kerbe am
Vierkant 462 eingreift, auf diesem festgelegt werden.
Die Ausführung kann im Rahmen des Erfinäungsgeäankens abgewandelt
werden. Außer kinematischen Umkehrungen in der Getriebekette fallen unter diesen auch andere Formen
schaltbarer Getriebe wie Ziehkeil- oder kraftschlüssige
Kupplungen, und er ist auch z.B. bei Zahnstangen- oder Seilwinden anwendbar.
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Claims (4)
- Blatt 6 1 Q9R1 C Dipl.-Ing. G. Sehliebsdas Deutsche Patentamt, München PatentanwaltPatentansprücheυ 1.)Abstützvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Sattel-" auf lieger, bestehend aus zwei miteinander über eine Welle gekuppelten Winden, von denen eine mit einem schaltbaren Untersetzungsgetriebe für den Antrieb der Vorrichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (4-6) des Untersetzungsgetriebes (4) in der hohlen Kupplungswelle (17) zur anderen Winde (2_) weitergeführt und als Schaltwelle des Untersetzungsgetriebes in der hohlen Kupplungswelle des Windenpaares (1_,2_) axial verschiebbar gelagert ist.
- 2. Abstützvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Untersetzungsgetriebe in an sich bekannter Weise eine Vorgelegewelle (44) mit einem Zahnrad (42) und einem Ritzel (43) aufweist, von denen das Ritzel ständig mit einem Zahnrad (45) auf der hohlen Abtriebsoder Kupplungswelle (17) kämmt, während ein anderes Ritzel (47) auf der Antriebswelle (46) durch Verschieben wahlweise mit einem der beiden Zahnräder (42,45) in Eingriff zu bringen ist.
- 3« Abstützvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verlängerte Antriebswelle als Rohr (6) ausgeführt und drehschlüssig mit dem Getriebeteil (46) der Antriebswelle verbunden und mittels einer sie in ihrer länge durchsetzenden Stange (7) als Zuganker versteift ist.
- 4. Abstützvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer beiklappbaren Handkurbeis, dadurch gekennzeichnet, daß die Handkurbel (6) in. ihrar Arbeitsstellung formschlüssig an die Antriebswelle (46) angekuppelt ist.009850/1053
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