DE1922675C - Vorrichtung zur Magnet Trennung von Matenalgemischen - Google Patents
Vorrichtung zur Magnet Trennung von MatenalgemischenInfo
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Description
1 2
von Materlalgemischen, bei der die Unterschiede in den Festteilchen des zu trennenden Materialgeml-
der Magnetisierbarkeit der Gemischbestandteile aus- sches eine dreidimensionale freie Beweglichkeit, die
genutzt werden. dazu führt, daß sich in dem von der Matenalsuspen-
nung von Materinigemischen mit Hilfe von umlau- vertikalen Scheidewand aus den in rollender Bewe-
fenden, abwechselnd voll positiv und voll negativ gung befindlichen magnetisierbaren Materialbestand-
gepolten Magneten, an denen das zu sortierende Ma- teilen eine in Höhe der Magnetpole frei im Trager-
terial unter durch die Magnetfeldwirkung hervor- fluidum schwebende, entgegen dem Drehsinn des
gerufener rollender Bewegung der magnetisierbaren io Magnetfeldes langsam umlaufende Ringschicht bil-
rialgemisch auf einer horizontalen Unterlage an den eine Abführungseinrichtung leicht herausgeführt und
gnetisierbaren Teilchen durch den abwechselnden 13 Suspension getrennt werden. Mit hohem Wirkungs-
in eine rollende Bewegung. Das bewirkt eine allmäh- Anordnung gleicherweise im kleinen wie im indu-
liche Trennung von den nichtmagnetisierbaren Teil- striellen Maßstab die Magnet-Trennung weit besser
chen, welche solche Impulse nicht empfangen. Dieses und schneller durchführen, als es mit allen bisher
allmähliche Herauslösen der magnetisierbaren von ao bekannten, demselben Zweck dienenden Einrichtun-
den nichtmagneü'sierbaren Bestandteilen erfolgt aber gen möglich war.
verhältnismäßig langsam und auch nicht immer mit Es sind verschiedene Ausführungsformen je nach
der wünschenswerten Vollständigkeit. Als Grund dem Verwendungszweck im Rahmen von Unterwurde
von den Erfindern die mangelhafte, nämlich suchungsgeräten oder von halb- oder vollindustrieldurch
die horizontale Unterlage beschränkte gegen- as len Anlagen möglich. So kann die Vorrichtung ein
seitige Beweglichkeit der im Gemisch vorliegenden im Innern eines zylindrischen Behälters um dessen
Teilchen bei der geschilderten bekannten Trennvor- vertikale Achse umlaufendes System von Permanentrichtung
erkannt. magneten oder Elektromagneten gleichbleibender
Andere bekannte Magnet-Trennvorrichtungen Polung enthalten, welchem jenseits der die Scheidenach
Art der USA.-Patentschrift 3 289 836, bei 30 wand bildenden Behälterwandung eine den Behälter
denen das Zusammenklumpen der in einem Träger- umgebende Troganordnung gegenübersteht, in welche
medium suspendierten magnetisierbaren und der fortlaufend eine z. B. wäßrige Aufschwemmung des
nichtmagnetisierbaren Teilchen durch die Einwir- feingemahhnen zu behandelnden Materials einführkung
umlaufender Magnetsysteme mit wechselnder bar ist und welche Abzugsoirgane für die in Höhe
Polfolge verhindert werden soll, führten zu appara- 35 der Magnetpole sich voneinander trennenden tauben,
tiv außerordentlich aufwendigen Geräten mit so um- d. h. nichtmagnetisierbaren, und die magnetisierständlicher
Führung der zu behandelnden Material- baren Bestandteile enthält. Dabei wird bemerkt, daß
suspension, komplizierter Magnetanordnung und er- die Magnetpole als solche natürlich nicht den Geheblichem
Raumbedarf, daß keine wirtschaftlich genstand der Erfindung bilden, sondern nur die Getragbare
Anwendung auch für Anlagen stark miter- 40 sumtheit dieser Pole im Rahmen der geschilderten
schiedlicher Durchsatzmengen segebci: -;?! Vorrichtung.
7>i der F^ndim? is» ~ Jemgemäli, eine Vor- Eire andere Ausführungsform arbeitet mit einer
ncntung zur Magnet-Trennung von Materialgemi- an der die Scheidewand bildenden zylindrischen
sehen zu schaffen, die bei einfachem, leicht zu be- Wandung eines Behälters angeordneten Gruppe von
dienenden und gleicherweise im Labor- wie Betriebs- 45 feststehenden Elektromagneten mit abwechselnd po-
maßstab anzuwendendem Grundaufbau eine bessere, sitiven und negativen Polen, denen auf der anderen
schnellere und vollständigere Trennung ermöglicht, Seite der Wandung in dem dortigen, von der Mate-
als es mit den bisher bekannten Vorrichtungen der rialsuspension durchflossenen Scheideraum Organe,
Fall war. z. B. Rührer, zur Erzeugung einer Umlaufbewegung
Zu diesem Zweck wird bei einer Vorrichtung zur 50 für die fortlaufend im Niveau der Elektromagnete
Magnet-Trennung von Materialgemischen der ein- zugeführte Aufschwemmung des feingemahlenen zu
gangs genannten Art, die also mit umlaufenden, ab- behandelnden Materials gegenüberstehen, verbunden
wechselnd voll positiv und voll negativ gepolten mit Abzugsorganen für die in Höhe der Magnete sich
Magneten arbeitet, an denen das zu sortierende Ma- voneinander trennenden tauben, d. h. nichtmagneti-
terial unter durch die Magnetfeldwirkung herbeige- 55 sierbaren und die magnetisierbaren Bestandteile,
führter rollender Bewegung der magnetisierbaren Die Elektromagnete können also entweder außer-
Teilchen vorbeigeführt wird, erfindungsgemäß die halb des Behälters angeordnet sein, wobei dann die
Anordnung so getroffen, daß die Magnetpole ring- Zuführung der z. B. wäßrigen Aufschwemmung der
artig um eine vertikale Achse angeordnet und durch zu trennenden Materialbestandteile innerhalb des
eine koaxiale zylindrische Scheidewand von dem 60 Behälters erfolgt. Oder die Elektromagnete können
von der Materialsuspension durchflossenen Scheide- im Innern des Behälters angeordnet sein, wobei dann
raum abgeteilt sind. Bei dieser Anordnung entfallen die genannte Aufschwemmung in den an der Außen-
die für die Auflösung von Materialagglomerationen seite des Behälters liegenden Scheideraum zugeführt
hinderlichen horizontalen Auflageflächen, die den wird. Der Durchmesser des zylindrischen Behälters
Teilchen bei den Vorrichtungen der eingangs ge- 65 und die Anzahl der Magnete werden zweckmäßig
nannten Gattung nur eine im wesentlichen auf zwei so zueinander abgestimmt, daß ein einziger Umlauf
Dimensionen beschränkte Beweglichkeit ließen. des zu behandelnden Materials zu seiner Reinigung
Demgegenüber erhalten nämlich bei der angegebenen aasreicht.
3 4
Mit einem im Innern des Raumes erzeugten ma· Im Falle der FI g. 3, bei deren Beschreibung im
gnetlBohen Feld läßt sich die gute Stabilität des aus folgenden die entsprechenden Bezugsziffern aus der
den magnetisierbar Bestandteilen bestehenden F! g. 1 verwendet worden, sind mehrere Dauer-Ringes
nur bis zu einem gewissen Durchmesser des magnete 1 gleichmäßig um die Drehachse 2 angeorddon
Magneten enthaltenden Raumes in der Größen· δ net, um einem größeren Durchmesser des Behälters 3
Ordnung von einigen zehn Zentimetern erreichen. Rechnung zu tragen und für die Stabilität des sich
Über diesen Durchmesserwert hinaus werden dann bildenden Ringes S zu sorgen,
mehrere Magnete benutzt. Auf diese Weise vermei- Bei einem Gerät großer Abmessungen kann man det man das Heruntergleiten der Materialien, die zu- beispielsweise die Anordnungen der Fig. 4 und 5 erst an der Scheidewand festgehalten wurden, wobei io verwerten. Man erkennt dort die Elektromagnete I diese Materialien dann zwischen zwei aufeinander- bis VIII (Fig.4) und I bis XII (Fig.5), ebenso folgenden Durchgängen des Magneten der magnetl- wie wiederum den Behälter 3. Die benachbarten Maschen Einwirkung entzogen werden würden. Die ver- gnete haben abwechselnd ihre positiven und negatiwendeten Magnete können Dauermagnete oderElek- ven Pole nach der Seite de? Behälters 3 zu gerichtet, tromagnete sein, wobei die zuletzt genannten den 15 Im Falle der F i g. 4 erfolgt die Erregung der Elek« Vorteil einer genauen Regelung der Stärke des ma- tromagnetgruppen MV, H-V, IH-VI, IV-VU. gnetischen Feldes besitzen. V-VIII; im Falle der Fig. 5 erfolgt die aufeinander-
mehrere Magnete benutzt. Auf diese Weise vermei- Bei einem Gerät großer Abmessungen kann man det man das Heruntergleiten der Materialien, die zu- beispielsweise die Anordnungen der Fig. 4 und 5 erst an der Scheidewand festgehalten wurden, wobei io verwerten. Man erkennt dort die Elektromagnete I diese Materialien dann zwischen zwei aufeinander- bis VIII (Fig.4) und I bis XII (Fig.5), ebenso folgenden Durchgängen des Magneten der magnetl- wie wiederum den Behälter 3. Die benachbarten Maschen Einwirkung entzogen werden würden. Die ver- gnete haben abwechselnd ihre positiven und negatiwendeten Magnete können Dauermagnete oderElek- ven Pole nach der Seite de? Behälters 3 zu gerichtet, tromagnete sein, wobei die zuletzt genannten den 15 Im Falle der F i g. 4 erfolgt die Erregung der Elek« Vorteil einer genauen Regelung der Stärke des ma- tromagnetgruppen MV, H-V, IH-VI, IV-VU. gnetischen Feldes besitzen. V-VIII; im Falle der Fig. 5 erfolgt die aufeinander-
Von dem Im folgenden beschriebenen Vorrichtun- folgende Erregung der Gruppen in der Reihenfolge
gen zur Durchführung der Magnet-Trennung ist die MV-VII-X, II-V-VIII-Xl, IH-VMX-XII (F i g. 4),
erste besonders für Laboratoriumszwecke geeignet, ao was zur Bildung eines magnetischen Feldes führt,
während die weiteren Ausführungsformen für die welches im Uhrzeigersinne umläuft. Der entstehende
Magnet-Trennung in technischem Maßstab in fort- Materialring läuft in entgegengesetztem Sinne um.
laufender Arbeitsweise geeignet sind. und es wird die Gesamtheit der Oberfläche des Beim
folgenden wird die Erfindung an Hand einiger hälters 3 ausgenutzt, und zwar mit einer sehr allge-Ausführungsbeispiele
beschrieben, die in den Zeich- as mein verwendbaren vereinfachten Konstruktion und
nungen veranschaulicht sind. In diesen stellen dar verringertem Energiebedarf, wobei die aufeinander-
Fig. 1 und 2 ein vertikales Schnittbild und folgende Umpolung dieser Gruppen durch irgendeinen
Horizontalschnitt durch eine Magnet-Trenn- welche bekannten Mittel erfolgen kann, die nicht
vorrichtung zur Veranschaulichung des Erfindungs- näher dargestellt sind, z. B. auf elektromechanische
prinzips, 30 oder elektronische Weise.
F i g. 3 eine Aufsicht auf ein derartiges Gerät mit Das in F i g. 6 dargestellte Laboratoriumsgerät ist
mehreren permanenten Magneten, in folgenden Abmessungen ausgeführt worden: Es
Fig.4 eine weitere Ausführungsform mit Elek- enthält einen zylindrischen Behälter mit rundem
tromagneten, die außen um das Behandlungsgerät Boden aus Glas 6, dessen äußerer Durchmesser
angebracht sind, 35 60 mm beträgt. Im Inneren befindet sich der Dauer-
Fiβ 5 c!iw andere Ausführungbform der Grup- magnet 7, dessen Tragkraft 1,5 kg/cm« beträgt und
pierung von außen angebrachten festen Elektro- der fest an einer Kupfcstaogc S «sitzt, die durch
magneten, einen Motor mit variabler Gescnwindigkeit in nicht
Fig.6 ein schematisches Bild eines Trenngerätes näher dargestellter Wrist su Drehung versetzt wird,
nach der Erfindung, das besonders für Laborato- 40 Der gleichachsige behälter 9, ebenfalls aus Glas,
riums- ur.d Forschungsarbeiten bestimmt ist, lenkt einen Wasserstrom n«ch oben, der ?&<;>
el·*»
F: &. ι ιr\v>
-...iiema tische Darstellung eines Be- Ringes aus magnetisicfbarem M?»"rial 19 fließt u.i<
handlungsgerätes für fortlaufende Arbeitsweise nach die nichtmagnetisierbaren Produkte in den Auf-
der Erfindung und nahmebehälter 11 im unteren Teile befördert, des-
F i g. 8 eine Aufsicht auf einen Teil des Gerätes 45 sen Wasser durch die Pumpe 12 zurückgeführt wird
nach F i g. 7. und dabei das Filter 13 durchläuft, in welchem die
In den F i g. 1 und 2 sieht man den Dauermagne- nichtmagnetisierbaren Anteile zurückgehalten werten
1, der fest an einer Stange aus diamagnetischem den, also nicht mehr in den Behälter 9 zurück-Material
2 sitzt und im Inneren des Behälters 3 aus kehren.
ebenfalls diamagnetischem Material umläuft. Die 50 Mit diesem Gerät ist beispielsweise die Reinigung
Oberfläche des Behälters ist glatt, vorzugsweise po- von synthetischem Magnetit studiert worden, der er-
liert und taucht in das Wasserbad 4 ein. Mit Hilfe halten wurde durch Reduktion von natürlichem
einer Pipette wird in den Wasserbehälter 4 zum Hämatit. Das Produkt enthielt 85,4% Magnetit
Niveau des Magneten eine wäßrige Aufschwemmung Fe3O4, während die restlichen 14,6 °/o diamagnetische
des zu trennenden Materialgemisches eingeführt. Die 55 Bestandteile waren und im wesentlichen aus Kiesel-
magnetisierbaren Bestandteile bleiben an der äuße- säure bestanden.
ren Fläche des Behälters 3 hängen und bilden einen Dieser synthetische Magnetit war so fein gemahzusammenhängenden
Ring 5, welcher, auf der Wan- len worden, daß er vollständig durch ein 0,5-mmdung3
gleitend, in entgegengesetztem Sinne umläuft Maschensieb ging. Der wurde mit 9 Gewicbfiteilen
wie der Magnet..Die Drehgeschwindigkeit des Rin- 60 Wasser in einem mit Rührer versehenen Becher verges
ist viel kleiner als diejenige des Magnets, aber sie mischt, wobei die Aufschwemmung so mechanisch
ist ihr proportional. Die Teilchen, die diesen Schicht- homogen gehalten wurde. Mittels einer Pipette wurring
bilden, werden auf diese Weise für sehr kurze den 10 ml, d. h. mit einem Gehalt von 1 g Trockenzeit
einer sehr großen Anzahl von Umkehrimpulsen substanz, entnommen und auf die äußere Fläche des
ausgesetzt. Der Ring ist vollkommen stabil. Man 65 Behälters 6 aufgebracht zur Bildung des Ringes 10,
kann ihn also der Wirkung des variablen magnet!- dessen Stärke 5 mm betrug. Die Beschickung war
sehen Feldes ebenso lange aussetzen, wie es nötig ist, also 0,1 g/cm2. Durch Beeinflussung der Geschwinum
eine gute Reinigung zu erhalten. digkeit der Pumpe 12 wurde der Wasserdurchsatz auf
s 6
etwa 1 l/Minute eingeregelt, wodurch das diamagne- Man kann die Geschwindigkeit des Wassers variietische
Material herausgenommen wurde. ren, indem man die Steigung der Rührerflügel ver-
Es wurden vier Versuche angestellt, indem jedes- ändert.
mal 1 g des Produktes aufgegeben wurde, und die Das zu behandelnde Produkt wird gegenüber dem
Behandlungszeit wurde nach Bildung des Material- 5 Magnet XII eingeführt durch einen Verteiler 17 und
ringes allmählich verlängert von 0,5 auf 1,0, 1,5 und das Rohr 18, welches von einem Vibrator 19 beauf-2,0
Minuten, wobei der gereinigte Magnetit mit schlagt wird. Das Produkt geht nacheinander an den
Hilfe eines Mantelmagnets herausgezogen wurde. Elektromagneten XII, XI ... II, I vorbei. Da das
Die vier gereinigten Magnetitmuster wurden durch magnetische Feld ungefähr lOOmal schneller umläuft
Titration bestimmt mit einem Fe3O4-Gehalt von 98,5, io als der gebildete Materialring, so weiden dessen
99,2, 99,2 und 99,2°/o. Die Reinigung hatte also be- Teilchen mehr als 100 Umkehrimpulsen ausgesetzt,
rei'ts nach 1 Minute ihren Höchstwert erreicht. Das gereinigte Produkt durchläuft die Zone zwischen
Nun wurden 20mal, während einer Minute, 20 g den Magneten I und XII, wo, da dort kein imagne-Roh-Magnetit
behandelt, und man erhielt 16,0 g ge- tisches Feld herrscht, das Produkt nach unten geleireinigten
Magnetit von 99,2 °/o Fe3O1 und 3,8 g we- 15 tet wird. Eine Art Wellenbrecher 20 verhindert, daß
niger magnetisierbarer Produkte, die im Filter 13 zu- das Produkt durch Trägheit in das Feld des Magnerückgehalten
wurden und deren Gehalt durch Titra- ten XII gerät. Jetzt wird das Produkt durch das mation
zu 31,5'/0Fe3O4 bestimmt wurde. Sie wurden gnetische Förderband 15 aufgenommen und in den
in vier Portionen in die Trennapparatur zurückge- Trichter 41 geleitet, von wo es in die Einrichtungen
schickt, indem der Wasserdurchsatz auf '/«l/Minute »o zur Abschiußbehandlung gelangt,
durch entsprechende Drosselung der Pumpendurch- Ein wesentlicher Anteil der diamagnetischen Prosatzmenge 12 vermindert wurde. Man sammelte dukte wird nicht durch den Magnet XlI zurückgenunmehr im Filter 13 1,10 g diamagnetischen Mate- halten und bleibt in dem Wasser aufgeschwemmt, rials, welches weniger als 1 °/o Fe3O4 enthielt, und im welches im entgegengesetzten Sinne wie der Mate-Ring 10 0,90 g eines Produktes von 66,7% Fe3O4. as rialring zirkuliert.
durch entsprechende Drosselung der Pumpendurch- Ein wesentlicher Anteil der diamagnetischen Prosatzmenge 12 vermindert wurde. Man sammelte dukte wird nicht durch den Magnet XlI zurückgenunmehr im Filter 13 1,10 g diamagnetischen Mate- halten und bleibt in dem Wasser aufgeschwemmt, rials, welches weniger als 1 °/o Fe3O4 enthielt, und im welches im entgegengesetzten Sinne wie der Mate-Ring 10 0,90 g eines Produktes von 66,7% Fe3O4. as rialring zirkuliert.
Eine mikroskopische Prüfung dieses Produktes zeigte, Aus diesem Grunde ist oberhalb des Magnets XII
daß es vollständig aus gemischten Körnern bestand. ein Überlauf 22 angebracht, der das mit Verunreini-Die
Mahlung war also nicht weit genug geführt gungen beladene Wasser dem Filter 23 zuführt. Die
worden. diamagnetischen Produkte werden bei 24 gesammelt,
Nun wurden zwei neue Muster von je 20 g behan- 30 und eine Leitung 25 führt das klare Wasser durch die
delt, die derart gemahlen waren, daß sie durch Siebe Pumpe 26, welche es unterhalb des Transportbandes
von 0,2 bzw. 0,1 mm Maschenweite gingen. In dem 15 wieder zurückschickt, so daß der gereinigte Proersten
Fall erhielt man bei einem Durchgang von duktextrakt nicht in die Gefahr gerät, durch das im
1 Minute 16,5 g gereinigten Magnetit von 99,5% Behälter kreisende wirbelnde Wasser wieder aufge-Fe3O4
und 3,5 g taubes Material von 19,1VeFe3O4, 35 rührt zu werden.
was also einen Verlust an Fe3O4 von etwa 4°/o in Die für die Anlage erforderlichen Regeleinrich-
dem tauben Material bedeutet. tungen, mit welchen die verschiedenen Variablen
In dem zweiten Fall erhielt man unter denselben beeinflußt werden, sind folgende: Die Stärke des
Arbeitsbedingungen 16,8 g Magnetit von 99,6% magnetischen Feldes — die Umlaufgeschwindigkeit
Fe3O4 und 3,2 g taubes Material mit 9,0% Fe3O4, 4° des magnetischen Feldes (also auch die Drehgewas
einem Verlust von weniger als 2% entspricht. schwindigkeit des gebildeten Materialschichtringes)
Zieht man die zusätzlichen Kosten in Betracht, die — die horizontale Geschwindigkeit des Wassers
notwendig wären für das Mahlen bis auf eine Fein- (Rührer 16) sowie seine vertikale Geschwindigkeit
heit von 0,1 mm, so ergibt sich, daß die Mahlung (Pumpe 26), also der Gehalt an diamagnetischen
auf 0,2 mm das wirtschaftliche Optimum darstellt. 45 Bestandteilen in der Aufschwemmung — die Ge-
In F i g. 7 ist ein schematisches Prinzipschema schwindigkeit der Zufuhr des zu behandelnden Proeiner
industriellen Anlage für elektromagnetische duktes (Verteiler 17) und infolgedessen für eine ge-Trennung
dargestellt, welches abgeleitet ist aus den gebene Geschwindigkeit des Ringes auf der Stärke
vorstehend berichteten Ergebnissen der Laborato- der Schicht, welche ihn bildet. Die Geschwindigkeit
riumsversuche. 50 des Transportbandes 15 muß proportional sein der
Der polierte Kupfertrog 14 ist umgeben von zwölf Beschickungsmenge aus dem Verteiler 17.
Elektromagneten 1 bis XlI, die auf zwölf Seiten eines In diesem Beispiel verwendet man für einen
Elektromagneten 1 bis XlI, die auf zwölf Seiten eines In diesem Beispiel verwendet man für einen
Dreizehnecks angebracht sind, wobei die dreizehnte Durchsatz von 500 kg/Stunde einen Durchmesser des
Seite die Stellung der Abzugseinrichtung 15 ein- Troges 14 von 1,5 m: Sein Gesamtumfang beträgt
nimmt. Die zwölf Elektromagnete sind in folgende 55 also 4,71 m, und sein wirksamer Umfang von 12/13
drei Gruppen unterteilt: I-IV-VH-X, H-V-VIlI-XI beträgt 4,35 m. Die Form der Magnete wurde so ge-
und IH-Vl-IX-XU. Die vier Magnete ein und der- wählt, daß die Höhe des Ringes 1 m beträgt. Seine
selben Gruppe werden gleichzeitig durch nicht dar- Oberfläche war also 4,35 m*. Durch geeignete Regegestellte Mittel erregt. Die drei Gruppen werden lung der Stärke des magnetischen Feldes so, daß
nacheinander in einem Rhythmus erregt, den man 60 seine Tragkraft etwa 2,5 k/cm* ist, kann man eine
willkürlich variieren kann. Das magnetische Feld doppelte Aufgabebeschickung derjenigen zulassen,
läuft auf diese Weise in entgegengesetztem Uhrzei- mit der das Gerät nach F i g. 6 betrieben wurde,
gersinne um. Der gebildete Ring von magnetisiertem nämlich 0,2 g/cm* oder 2 kg/m*. Die Drehgeschwin-Material
auf der inneren Wandung des Behältertro- digkeit des Feldes wird so einreguliert, daß das Proses
14 läuft also im Uhrzeigersinne um. Der Behäl- 65 dukt 1 Minute lang in dem Trenngerät verbleibt,
ter 14 wird mit Wasser gefüllt gehalten, welches Der Durchsau beträgt also 520 kg/h, berechnet auf
durch einen Rührer 16 in Bewegung gehalten wird. das Trockenprodukt.
Her im selben Sinne umläuft wie das Magnetfeld. F.s sei bemerkt, dsfl tr^n <n gewinn Fällen, um
Her im selben Sinne umläuft wie das Magnetfeld. F.s sei bemerkt, dsfl tr^n <n gewinn Fällen, um
den Durchsatz zu verbessern, auch dazu übergehen kann, den Behälter, welcher den aus magnetisierbarem
Material bestehenden gebildeten Ring trägt, auch noch umlaufen zu lassen. Man kann diesen Behälter
im Sinne der Drehung des Ringes umlaufen lassen und auf diese Weise die Dauer des Aufenthaltes
des Produktes verkürzen, und indem man den Behälter im entgegengesetzten Sinne der Drehung
des Ringes umlaufen läßt, kann man diese Aufenthaltsdauer verlängern.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen
mit Hilfe von umlaufenden, abwechselnd voll positiv und voll negativ gepolten Magneten, an denen das zu sortierende Material
unter durch die Magnetfeldwirkung herbeigeführter rollender Bewegung der magnetisierbaren
Teilchen vorbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnetpole ring- ao artig um eine vertikale Achse angeordnet und
durch eine koaxiale zylindrische Scheidewand (3 bzw. 6 bzw. 14) von dem von der Materialsuspension durchfiossenen Scheideraum abgeteilt
sind.
2. Voi richtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein im Innern eines zylindrischen Behälters
um dessen vertikale Achse umlaufendes
System von Permanentmagneten (7) oder Elektromagneten gleichbleibender Polung, welchen
jenseits der die Scheidewand (3) bildenden Behälterwandung eine den Behälter umgebende
Troganordnung (9, 11) gegenübersteht, in welche fortlaufend eine z. B. wäßrige Aufschwemmung
des feingemahlenen zu behandelnden Materials einführbar ist und welche Abzugsorgane für die
in Höhe der Magnetpole sich voneinander trennenden tauben, d. h. nichtmagnetisierbaren, und
die magnetisierbaren Bestandteile enthält (Fig. 1, 2, 3, 6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an der die Scheidewand bildenden
zylindrischen Wandung eines Behälters angeordnete Gruppe von feststehenden Elektromagneten
(F i g. 4, 5, 7, 8) mit abwechselnd positiven und negativen Polen, denen auf der anderen
Seite der Wandung in dem dortigen, von der Materialsuspension durchfiossenen Scheiderauni
Organe, z. B. Rührer, zur Erzeugung einer Umlaufbewegung für die fortlaufend im Niveau der
Elektromagnete zugeführte Aufschwemmung des feingemahlenen zu behandelnden Materials gegenüberstehen,
verbunden mit Abzugsorganen für die in Höhe der Magnete sich voneinander trennenden
tauben, d. h. nicht magnetisierbaren, und die magnetisierbaren Bestandteile.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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