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DE1922675B1 - Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen - Google Patents

Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen

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Publication number
DE1922675B1
DE1922675B1 DE19691922675 DE1922675A DE1922675B1 DE 1922675 B1 DE1922675 B1 DE 1922675B1 DE 19691922675 DE19691922675 DE 19691922675 DE 1922675 A DE1922675 A DE 1922675A DE 1922675 B1 DE1922675 B1 DE 1922675B1
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DE
Germany
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container
magnetizable
electromagnets
magnets
separating
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19691922675
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English (en)
Inventor
Tord Pierre Francois
Mayor Yoland Pierre Paul
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1922675B1 publication Critical patent/DE1922675B1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C1/00Magnetic separation
    • B03C1/02Magnetic separation acting directly on the substance being separated
    • B03C1/23Magnetic separation acting directly on the substance being separated with material carried by oscillating fields; with material carried by travelling fields, e.g. generated by stationary magnetic coils; Eddy-current separators, e.g. sliding ramp
    • B03C1/24Magnetic separation acting directly on the substance being separated with material carried by oscillating fields; with material carried by travelling fields, e.g. generated by stationary magnetic coils; Eddy-current separators, e.g. sliding ramp with material carried by travelling fields
    • B03C1/247Magnetic separation acting directly on the substance being separated with material carried by oscillating fields; with material carried by travelling fields, e.g. generated by stationary magnetic coils; Eddy-current separators, e.g. sliding ramp with material carried by travelling fields obtained by a rotating magnetic drum
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C2201/00Details of magnetic or electrostatic separation
    • B03C2201/20Magnetic separation of bulk or dry particles in mixtures

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  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft die magnetische Trennung von Materialgemischen, bei der die Unterschiede in der Magnetisierbarkeit der Gemischbestandteile ausgenutzt werden.
  • Bekannt sind Vorrichtungen zur Magnet-Trennung von Materialgemischen mit Hilfe von umlaufenden, abwechselnd voll positiv und voll negativ gepolten Magneten, an denen das zu sortierende Material unter durch die Magnetfeldwirkung hervorgerufener rollender Bewegung der magnetisierbaren Teilchen vorbeigeführt wird, nach Art der USA.-Patentschrift 3 083 830. Bei diesen wird das Materialgemisch auf einer horizontalen Unterlage an den Magnetpolen vorbeigeführt. Dabei kommen die magnetisierbaren Teilchen durch den abwechselnden Vorbeigang an den verschieden gepolten Magneten in eine rollende Bewegung. Das bewirkt eine allmähliche Trennung von den nichtmagnetisierbaren Teilchen, welche solcheImpulse nicht empfangen. Dieses allmähliche Herauslösen der magnetisierbaren von den nichtmagnetisierbaren Bestandteilen erfolgt aber verhältnismäßig langsam und auch nicht immer mit der wünschenswerten Vollständigkeit. Als Grund wurde von den Erfindern die mangelhafte, nämlich durch die horizontale Unterlage beschränkte gegenseitige Beweglichkeit der im Gemisch vorliegenden Teilchen bei der geschilderten bekannten Trennvorrichtung erkannt.
  • Andere bekannte Magnet-Trennvorrichtungen nach Art der USA.-Patentschrift 3 289 836, bei denen das Zusammenklumpen der in einem Trägermedium suspendierten magnetisierbaren und der nichtmagnetisierbaren Teilchen durch die Einwirkung umlaufender Magnetsysteme mit wechselnder Polfolge verhindert werden soll, führten zu apparativ außerordentlich aufwendigen Geräten mit so umständlicher Führung der zu behandelnden Materialsuspension, komplizierter Magnetanordnung und erheblichem Raumbedarf, daß keine wirtschaftlich tragbare Anwendung auch für Anlagen stark unterschiedlicher Durchsatzmengen gegeben war.
  • Ziel der Erfindung ist es demgemäß, eine Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen zu schaffen, die bei einfachem, leicht zu bedienenden und gleicherweise im Labor- wie Betriebsmaßstab anzuwendendem Grundaufbau eine bessere, schnellere und vollständigere Trennung ermöglicht, als es mit den bisher bekannten Vorrichtungen der Fall war.
  • Zu diesem Zweck wird bei einer Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen der eingangs genannten Art, die also mit umlaufenden, abwechselnd voll positiv und voll negativ gepolten Magneten arbeitet, an denen das zu sortierende Material unter durch die Magnetfeldwirkung herbeigeführter rollender Bewegung der magnetisierbaren Teilchen vorbeigeführt wird, erfindungsgemäß die Anordnung so getroffen, daß die Magnetpole ringartig um eine vertikale Achse angeordnet und durch eine koaxiale zylindrische Scheidewand von dem von der Materialsuspension durchflossenen Scheideraum abgeteilt sind. Bei dieser Anordnung entfallen die für die Auflösung von Materialagglomerationen hinderlichen horizontalen Auflageflächen, die den Teilchen bei den Vorrichtungen der eingangs genannten Gattung nur eine im wesentlichen auf zwei Dimensionen beschränkte Beweglichkeit ließen.
  • Demgegenüber erhalten nämlich bei der angegebenen neuen Anordnung die in der Suspension schwimmen den Festteilchen des zu trennenden Materialgemisches eine dreidimensionale freie Beweglichkeit, die dazu führt, daß sich in dem von der Materialsuspension durchflossenen Scheideraum in der Nähe der vertikalen Scheidewand aus den in rollender Bewegung befindlichen magnetisierbaren Materialbestandteilen eine in Höhe der Magnetpole frei im Trägerfluidum schwebende, entgegen dem Drehsinn des Magnetfeldes langsam umlaufende Ringschicht bildet. Aus dieser können nun die in großer Reinheit anfallenden magnetisierbaren Festbestandteile durch eine Abführungseinrichtung leicht herausgeführt und von den nichtmagnetisierbaren Bestandteilen der Suspension getrennt werden. Mit hohem Wirkungsgrad läßt sich mittels der geschilderten einfachen Anordnung gleicherweise im kleinen wie im industriellen Maßstab die Magnet-Trennung weit besser und schneller durchführen, als es mit allen bisher bekannten, demselben Zweck dienenden Einrichtungen möglich war.
  • Es sind verschiedene Ausführungsformen je nach dem Verwendungszweck im Rahmen von Untersuchungsgeräten oder von halb- oder vollindustriellen Anlagen möglich. So kann die Vorrichtung ein im Innern eines zylindrischen Behälters um dessen vertikale Achse umlaufendes System von Permanentmagneten oder Elektromagneten gleichbleibender Polung enthalten, welchem jenseits der die Scheidewand bildenden Behälterwandung eine den Behälter umgebende Troganordnung gegenübersteht, in welche fortlaufend eine z. B. wäßrige Aufschwemmung des feingemahlenen zu behandelnden Materials einführbar ist und welche Abzugsorgane für die in Höhe der Magnetpole sich voneinander trennenden tauben, d. h. nichtmagnetisierbaren, und die magnetisierbaren Bestandteile enthält. Dabei wird bemerkt, daß die Magnetpole als solche natürlich nicht den Gegenstand der Erfindung bilden, sondern nur die Gesamtheit dieser Pole im Rahmen der geschilderten Vorrichtung.
  • Eine andere Ausführungsform arbeitet mit einer an der die Scheidewand bildenden zylindrischen Wandung eines Behälters angeordneten Gruppe von feststehenden Elektromagneten mit abwechselnd positiven und negativen Polen, denen auf der anderen Seite der Wandung in dem dortigen, von der Materialsuspension durchflossenen Scheideraum Organe, z. B. Rührer, zur Erzeugung einer Umlaufbewegung für die fortlaufend im Niveau der Elektromagnete zugeführte Aufschwemmung des feingemahlenen zu behandelnden Materials gegenüberstehen, verbunden mit Abzugsorganen für die in Höhe wider Magnete sich voneinander trennenden tauben, d. h. nichtmagnetisierbaren und die magnetisierbaren Bestandteile.
  • Die Elektromagnete können also entweder außerhalb des Behälters angeordnet sein, wobei dann die Zuführung der z. B. wäßrigen Aufschwemmung der zu trennenden Materialbestandteile innerhalb des Behälters erfolgt. Oder die Elektromagnete können im Innern des Behälters angeordnet sein, wobei dann die genannte Aufschwemmung in den an der Außenseite des Behälters liegenden Scheideraum zugeführt wird. Der Durchmesser des zylindrischen Behälters und die Anzahl der Magnete werden zweckmäßig so zueinander abgestimmt, daß ein einziger Umlauf des zu behandelnden Materials zu seiner Reinigung ausreicht.
  • Mit einem im Innern des Raumes erzeugten magnetischen Feld läßt sich die gute Stabilität des aus den magnetisierbaren Bestandteilen bestehenden Ringes nur bis zu einem gewissen Durchmesser des den Magneten enthaltenden Raumes in der Größenordnung von einigen zehn Zentimetern erreichen.
  • Über diesen Durchmesserwert hinaus werden dann mehrere Magnete benutzt. Auf diese Welse vermeidet man das Heruntergleiten der Materialien, die zuerst an der Scheidewand festgehalten wurden, wobei diese Materialien dann zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen des Magneten der magnetischen Einwirkung entzogen werden würden. Die verwendeten Magnete können Dauermagnete oder Elektromagnete sein, wobei die zuletzt genannten den Vorteil einer genauen Regelung der Stärke des magnetischen Feldes besitzen, Von dem im folgenden beschriebenen Vorrichtungen zur Durchführung der Magnet-Trennung ist die erste besonders für Laboratoriumszwecke geeignet, während die weiteren Ausführungsformen für die Magnet-Trennung in technischem Maßstab in fortlaufender Arbeitsweise geeignet sind.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand einiger Ausführungsbeispiele beschrieben, die in den Zeichnungen veranschaulicht sind. In diesen stellen dar F i g. 1 und 2 ein vertikales Schnittbild und einen Horizontalschnitt durch eine Magnet-Trennvorrichtung zur Veranschaulichung des Erfindungsprinzips, F i g. 3 eine Aufsicht auf ein derartiges Gerät mit mehreren permanenten Magneten, F i g. 4 eine weitere Ausführungsform mit Elektromagneten, die außen um das Behandlungsgerät angebracht sind, F i g. 5 eine andere Ausführungsform der Gruppierung von außen angehrachten festen Elektromagneten, F i g. 6 ein schematisches Bild eines Trenngerätes nach der Erfindung, das besonders für Laboratoriums- und Forschungsarbeiten bestimmt ist, Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Behanadlungsgerätes für fortlaufende Arbeitsweise nach der Erfindung und F i g. 8 eine Aufsicht auf einen Teil des Gerätes nach F i g. 7.
  • In den F i g. 1 und 2 sieht man den Dauermagneten 1, der fest an einer Stange aus diamagnetischem Material 2 sitz und im Inneren des Behälters 3 aus ebenfalls diamagnetischem Material umläuft. Die Oberfläche des Behälters ist glatt, vorzugsweise poliert und taucht in das Wasserbad 4 ein. Mit Hilfe einer Pipette wird in den Wasserbehälter 4 zum Niveau des Magneten eine wäßrige Aufschwemmung des zu trennenden Materialgemisches eingeführt. Die magnetisierbaren Bestandteile bleiben an der äußeren Fläche des Behälters 3 hängen und bilden einen zusammenhängenden Ring Welcher, auf der Wandung 3 gleitend, in entgegengesetztem Sinne umläuft wie der Magnet. Die Drehgeschwindigkeit des Ringes ist viel kleiner als diejenige des Magnets, aber sie ist ihr proportional. Die Teilchen, die diesen Schichtring bilden, werden auf diese Weise für sehr kurze Zeit einer sehr großen Anzahl von Umkehrimpulsen ausgesetzt. Die Ring ist vollkommen stabil. Man kann ihn also der Wirkung des variablen magnetischen Feldes ebenso lange aussetzen, wie es nötig ist, um eine gute Reinigung zu erhalten.
  • Im Falle der F i g. 3, bei deren Beschreibung im folgenden die entsprechenden Bezugsziffern aus der Fig. 1 verwendet werden, sind mehrere Dauer magnete 1 gleichmäßig um die Drehachse 2 angeordnet, um einem größeren Durchmesser des Behälters 3 Rechnung zu tragen und für die Stabilität des sich bildenden Ringes 5. zu sorgen.
  • Bei einem Gerät großer Abmessungen kann man beispielsweise die Anordnungen der Fig. 4 und 5 verwenten. Man erkennt dort die Elektromagnete I bis VIII (Fig. 4) und I bis XII (Fig. 5), ebenso wie wiederum den Behälter 3. Die bennehbarten Ma gnete haben abwechselnd ihre positiven und negativen Pole nach der Seite des Behälters 3 zu gerichtet.
  • Im Falle der F i g. 4 erfolgt die Erregung der -Elek tromagnetgruppen I-IV, II-V, III-VI, IV-VII, V-VIII; im Falle der Fig. 5 erfolgt die aufeinanderfolgende Erregung der Gruppen in der Reihenfolge I-IV-VII-X, II-V-VIII-XI, III-VI-X-XII (Fig. 4), was zur Bildung eines magnetischen Feldes führt, welches im Uhrzeigersinne umläuft. Der entstehende Materialring läuft in entgegengesetztem Sinne um, und es wird die Gesamtheit der Oberfläche des Behälters 3 ausgenutzt und zwar mit einer sehr allgemein verwendbaren vereinfachten Konstruktion und verringertem Energiebedarf, wobei die aufeinanderfolgende Umpolung dieser Gruppen durch irgendwelche bekannten Mittel erfolgen kann, die nicht näher dargestellt sind, z. B. -auf elektromechanische oder elektronische Weise.
  • Das in Fig. 6 dargestellte Laboratoriumsgerät ist in folgenden Abmessungen ausgeführt worden: Es enthält einen zylindrischen Behälter mit rundem Boden aus Glas 6, dessen äußerer Durchmesser 60 mm beträgt. Im Inneren befindet sich der Dauermagnet 7, dessen Tragkraft 1,5 kg/cm² beträgt und der fest an einer Kupferstange 8 sitzt, die durch einen Motor mit variabler Geschwindigkeit in nicht näher dargestellter Weise in Drehung versetzt wird.
  • Der gleichsige Behälter 9, ebenfalls aus Glas, lenkt einen Wasserstrom nach oben, der längs des Ringes aus magnetisierbarem Material 10 fließt und die nichtmagnetisierbaren Produkte in den Aufnahmbehälter 11 im unteren Teile befördert, dessen Wasser durch die Pumpe 12 zurückgeführt wird und dabei das Filter 13 durchläuft, in welchem die nichtmagnetisierbaren Anteile zurückgehalten werden, also nicht mehr in den Behälter 9 zurückkehren.
  • Mit diesem Gerät -ist beispielsweise die Reinigung von synthetischem Magnetit studiert worden, der erhalten wurde durch Reduktion von näturlichem Hämatit, Das Produkt enthielt 85,4'Je Magnetit Fe3O4, während die restlichen 14,6% diamagnetische Bestandteile waren-und im wesentlichen aus Kieselsäure bestanden.
  • Dieser synthetische Magnetit war so fein gemahlen worden, daß -er vollständig durch ein -0,5-mm-Maschensieb ging. Der wurde mit 9 Gewichsteilen Wasser in einem mit Rührer versehenen Becher vermischt, wobei die Aufschwemmung so mechanisch homogen gehalten wurde. Mittels einer Pipette wurdem 10 ml, d.h. mit einem Gehalt von 1 g Trockensubstanz, entnommen und auf die åußere Fläche des Behälters 6 aufgebracht zur Bildung des Ringes 10, dessen Stärke 5 mm betrug. Die Beschickung war also 0,1 g/cm2. Durch Beeinflussung der Geschwindigkeit der Pumpe 12 wurde der Wasserdurchsatz auf etwa 1 1/Minute eingeregelt, wodurch das diamagnetische Material herausgenommen wurde.
  • Es wurden vier Versuche angestellt, indem jedesmal 1 g des Produktes aufgegeben wurde, und die Behandlungszeit wurde nach Bildung des Materialringes allmählich verlängert von 0,5 auf 1,0, 1,5 und 2,0 Minuten, wobei der gereinigte Magnetit mit Hilfe eines Mantelmagnets herausgezogen wurde.
  • Die vier gereinigten Magnetitmuster wurden durch Titration bestimmt mit einem Fe8O4-Gehalt von 98,5, 99,2, 99,2 und 99,2°/o. Die Reinigung hatte also bereits nach 1 Minute ihren Höchstwert erreicht.
  • Nun wurden 20mal, während einer Minute, 20 g Roh-Magnetit behandelt, und man erhielt 16,0 g gereinigten Magnetit von 99,2°/o Fe304 und 3,8 g weniger magnetisierbarer Produkte, die im Filter 13 zurückgehalten wurden und deren Gehalt durch Titration zu 31,50/o Fe,O4 bestimmt wurde. Sie wurden in vier Portionen in die Trennapparatur zurückgeschickt, indem der Wasserdurchsatz auf '/21/Minute durch entsprechende Drosselung der Pumpendurchsatzmenge 12 vermindert wurde. Man sammelte nunmehr im Filter 13 1,10 g diamagnetischen Materials, welches weniger als 1 0/o Fe8O4 enthielt, und im Ring 10 0,90 g eines Produktes von 66,70/0 Fe3O4.
  • Eine mikroskopische Prüfung dieses Produktes zeigte, daß es vollständig aus gemischten Körnern bestand.
  • Die Mahlung war also nicht weit genug geführt worden.
  • Nun wurden zwei neue Muster von je 20 g behandelt,- die derart gemahlen waren, daß sie durch Siebe von 0,2 bzw. 0,1 Tun Maschenweite gingen. In dem ersten Fall erhielt man bei einem Durchgang von 1 Minute 16,5g gereinigten Magnetit von 99,50/0 Fe3O4 und 3,5 g taubes Material von 19,10/0 Fe3O4, was also einen Verlust an Je304 von etwa 40/0 in dem tauben Material bedeutet.
  • In dem zweiten Fall erhielt man unter denselben Arbeitsbedingungen 16,8 g Magnetit von 99,60/0 Fe3O4 und 3,2 g taubes Material mit 9,00/oFe,O,, was einem Verlust von weniger als 20/o entspricht.
  • Zieht man die zusätzlichen Kosten in Betracht, die notwendig wären für das Mahlen bis auf eine Feinheit von 0,1 mm, so ergibt sich, daß die Mahlung auf 0,2 mm das wirtschaftliche Optimum darstellt.
  • In F i g. 7 ist ein schematisches Prinzipschema einer industriellen Anlage für elektromagnetische Trennung dargestellt, welches abgeleitet ist aus den vorstehend berichteten Ergebnissen der Laboratoriumsversuche.
  • Der polierte Kupfertrog 14 ist umgeben von zwölf Elektromagneten I bis XII, die auf zwölf Seiten eines Dreizehnecks angebracht sind, wobei die dreizehnte Seite die Stellung der Abzugseinrichtung 15 einnimmt. Die zwölf Elektromagnete sind in folgende drei Gruppen unterteilt: I-IV-VII-X, II-V-VIII-XI und III-VI-IX-XII. Die vier Magnete ein und derselben Gruppe werden gleichzeitig durch nicht dargestellte Mittel erregt. Die drei Gruppen werden nacheinander in einem Rhythmus erregt, den man willkürlich variieren kann. Das magnetische Feld läuft auf diese Weise in entgegengesetztem Uhrzeigersinne um. Der gebildete Ring von magnetisiertem Material auf der inneren Wandung des Behältertroges 14 läuft also im Uhrzeigersinne um. Der Behälter 14 wird mit Wasser gefüllt gehalten, welches durch einen Rührer 16 in Bewegung gehalten wird, der im selben Sinne umläuft wie das Magnetfeld.
  • Man kann die Geschwindigkeit des Wassers variieren, indem man die Steigung der Rührerflügel verändert.
  • Das zu behandelnde Produkt wird gegenüber dem Magnet MI eingeführt durch einen Verteiler 17 und das Rohr 18, welches von einem Vibrator 19 beaufschlagt wird. Das Produkt geht nacheinander an den Elektromagneten XII, XI ... II, I vorbei. Da das magnetische Feld ungefähr 100mal schneller umläuft als der gebildete Materialriug, so werden dessen Teilchen mehr als 100 Umkehrimpulsen ausgesetzt.
  • Das gereinigte Produkt durchläuft die Zone zwischen den Magneten 1 und XII, wo, da dort kein magnetisches Feld herrscht, das Produkt nach unten geleitet wird. Eine Art Wellenbrecher 20 verhindert, daß das Produkt durch Trägheit in das Feld des Magneten XII gerät. Jetzt wird das Produkt durch das magnetische Förderband 15 aufgenommen und in den Trichter 41 geleitet, von wo es in die Einrichtungen zur Abschlußbehandlung gelangt.
  • Ein wesentlicher Anteil der diamagnetischen Produkte wird nicht durch den Magnet XII zurückgehalten und bleibt in dem Wasser aufgeschwemmt, welches im entgegengesetzten Sinne wie der Materialring zirkuliert.
  • Aus diesem Grunde ist oberhalb des Magnets XII ein Überlauf 22 angebracht, der das mit Verunreinigungen beladene Wasser dem Filter 23 zuführt. Die diamagnetischen Produkte werden bei 24 gesammelt, und eine Leitung 25 führt das klare Wasser durch die Pumpe 26, welche es unterhalb des Transportbandes 15 wieder zurückschickt, so daß der gereinigte Produktextrakt nicht in die Gefahr gerät, durch das im Behälter kreisende wirbelnde Wasser wieder aufgerührt zu werden.
  • Die für die Anlage erforderlichen Regeleinrichtungen, mit welchen die verschiedenen Variablen beeinflußt werden, sind folgende: Die Stärke des magnetischen Feldes - die Umlaufgeschwindigkeit des magnetischen Feldes (also auch die Drehgeschwindigkeit des gebildeten Materialschichtringes) - die horizontale Geschwindigkeit des Wassers (Rührer 16) sowie seine vertikale Geschwindigkeit (Pumpe 26), also der Gehalt an diamagnetischen Bestandteilen in der Aufschwemmung - die Geschwindigkeit der Zufuhr des zu behandelnden Produktes (Verteiler 17) und infolgedessen für eine gegebene Geschwindigkeit des Ringes auf der Stärke der Schicht, welche ihn bildet. Die Geschwindigkeit des Transportbandes 15 muß proportional sein der Beschickungsmenge aus dem Verteiler 17.
  • In diesem Beispiel verwendet man für einen Durchsatz-von 500 kg/Stunde einen Durchmesser des Troges 14 von 1,5 m: Sein Gesamtumfang beträgt also 4,71 m, und sein wirksamer Umfang von 12/13 beträgt 4,35 m. Die Form der Magnete wurde so gewählt, daß die Höhe des Ringes 1 m beträgt. Seine Oberfläche war also 4,35 m2. Durch geeignete Regelung der Stärke des magnetischen Feldes so, daß seine Tragkraft etwa 2,5 k/cm2 ist, kann man eine doppelte Aufgabebeschickung derjenigen zulassen, mit der das Gerät nach F i g. 6 betrieben wurde, nämlich 0,2 g/cm2 oder 2 kg/m2. Die Drehgeschwindigkeit des Feldes wird so einreguliert, daß das Produkt 1 Minute lang in dem Trenngerät verbleibt.
  • Der Durchsatz beträgt also 520 kg/h, berechnet auf das Trockenprodukt.
  • Es sei bemerkt, daß man in gewissen Fällen, um den Durchsatz zu verbessern, auch dazu übergehen kann, den Behälter, welcher den aus magnetisierbarem Material bestehenden gebildeten Ring trägt, auch noch umlaufen zu lassen. Man kann diesen Behälter im Sinne der Drehung des Ringes umlaufen lassen und auf diese Weise die Dauer des Aufenthaltes des Produktes verkürzen, und indem man den Behälter im entgegengesetzten Sinne der Drehung des Ringes umlaufen läßt, kann man diese Aufenthaltsdauer verlängern.
  • Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen mit Hilfe von umlaufenden, abwechselnd voll positiv und voll negativ gepolten Magneten, an denen das zu sortierende Material unter durch die Magnetfeldwirkung herbeigeführter rollender Bewegung der magnetisierbaren Teilchen vorbeigeführt wird, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die Magnetpole ringartig um eine vertikale Achse angeordnet und durch eine koaxiale zylindrische Scheidewand (3 bzw. 6 bzw. 14) von dem von der Materialsuspension durchflossenen Scheideraum abgeteilt sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein im Innern eines zylindrischen Behälters um dessen vertikale Achse umlaufendes System von Permanentmagneten (7) oder Elektromagneten gleichbleibender Polung, welchen jenseits der die Scheidewand (3) bildenden Behälterwandung eine den Behälter umgebende Troganordnung (9, 11) gegenübersteht, in welche fortlaufend eine z. B. wäßrige Aufschwemmung des feingemahlenen zu behandelnden Materials einführbar ist und welche Abzugsorgane für die in Höhe der Magnetpole sich voneinander trennenden tauben, d. h. nichtmagnetisierbaren, und die magnetisierbaren Bestandteile enthält (Fig. 1, 2, 3, 6).
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an der die Scheidewand bildenden zylindrischen Wandung eines Behälters angeordnete Gruppe von feststehenden Elektromagneten (F i g. 4, 5, 7, 8) mit abwechselnd positiven und negativen Polen, denen auf der anderen Seite der Wandung in dem dortigen, von der Materialsuspension durchfLossenen Scheideraum Organe, z. B. Rührer, zur Erzeugung einer Umlaufbewegung für die fortlaufend im Niveau der Elektromagnete zugeführte Aufschwemmung des feingemahlenen zu behandelnden Materials gegenüberstehen, verbunden mit Abzugsorganen für die in Höhe der Magnete sich voneinander trennenden tauben, d. h. nicht magnetisierbaren, und die magnetisierbaren Bestandteile.
DE19691922675 1968-05-06 1969-05-03 Vorrichtung zur Magnet-Trennung von Materialgemischen Withdrawn DE1922675B1 (de)

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