DE1921687A1 - Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Wahl der Zeilenlaenge bei Setzmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Wahl der Zeilenlaenge bei SetzmaschinenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Wahl der Zeilenlange bei Setzmaschinen. '*'"■·»
' I
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Wahl der Zeilenlange bei Setzmaschinen. Sie ist insbesondere vorgesehen für Setzmaschinen mit Lochstreifeneingabe
und Druckerausgabe. ' - · '
Derartige Setzmaschinen werden vorwiegend für den Zeitungsdruck
eingesetzt, wobei der Text in Form von sechs oder acht Spalten je Seite angeordnet ist. Dabei können die Spalten verschiedene relative
Breite aufweisen und es kann vorkommen, dass aufeinanderfolgende Textteile auf verschiedene Spaltenbreiten gesetzt werden müssen.
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Die Textinformation läuft'gewöhnlich über das Fernschreibernetz, wobei beispielsweise ein modifizierter 5-Kanal-Lochstreifencode zur Anwendung kommen kann. Die Information wird bei den
meisten Zeitungsverlagen sowohl einem Drucker als auch einer automatischen Zeilengiessmaschine zugeführt. Ein derartiges
System ist unter der Marke "Teletypesetter" der Firma Fairchild
Camera und Instrument Corporation bekannt geworden.
Der Teletype setter-Lochstreifen wird* der Zeilen-Giessmaschine
direkt zugeführt und enthält daher den Text bereits mit Zeilenausschluss. Dabei wird von einem Zeichenbreitenschema Gebrauch
gemacht, bei dem ein grosser Zwischenraum 18 Einheiten, ein
mittlerer Zwischenraum 9 Einheiten und ein kleiner Zwischenraum 6 Einheiten umfasst. Der Randausgleich wird durch entsprechende
Manipulation der Zwischenräume erreicht.
Es stellt sich häufig die Aufgabe, den oben beschriebenen Teletypesetter-Lochstreifen auf Maschinen zu benutzen, die für ein abweichendes Zeichenbreitenschema ausgelegt sind, wobei beispielsweise für den grossen Zwischenraum 9 Einheiten, für den mittleren
6 und den kleinen 3 Einheiten vorgesehen sind. Ferner kann ein Unterschied darin bestehen, dass das oben erwähnte System zum Randausgleich Keile benutzt, während das zuletzt erwähnte Zwischenräume
benutzt, die ein ganzzahliges Vielfaches der Grundeinheit sind.
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Ausserdem. treten bei der Benutzung des Teletypesetter-Lochstreifens
auf Maschinen mit abweichendem Zeichenbreitenschema Abweichungen im Zellenaufbau auf, die auf Unterschiede
in der Zuteilung an Einheitsschritten an die einzelnen Zeichen zurückzuführen sind. . ·
• Zur Lösung der sich stellenden Probleme ist bereits vorgeschlagen
worden, getrennte Aufzeichnungsträger zu erstellen, die für jede Textzeile Zeilenausschlussinformation und Zeilenendmarkierungen
zur Identifikation der betreffenden Zeile enthalten. Dabei ist jedoch " "
der Zeilenausschluss nur-möglich, wenn die Setzmaschine für die
der übertragenen Information entsprechende Spaltenbreite eingerichtet ist. Mit der vorliegenden Erfindung wird die Beseitigung dieses Nachteils
angestrebt.
Demnach betrifft die Erfindung ein Verfahren zur automatischen Wahl der Zeilenlänge bei Setzmaschinen, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass die Textinformation darstellende Signale erzeugt werden, i
die charakteristische Zeichenbreitenwerte enthalten und in Gruppen.
gemäss vorgewählten Spaltenbreiten zusammengestellt sind, dass die Zeichenbreitenwerte für jede Gruppe laufend aufaddiert werden,
dass fürjede Gruppe aufgrund der aufaddierten Breitenwerte eine
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geeignete Spaltenbreite aus einer Kehrzahl gespeicherter Spaltenbreiten ausgewählt wird, dass jede Gruppe auf die für
sie ausgewählte Spaltenbreite ausgeschlossen wird, und dass Signale die diese ausgeschlossenen Gruppe repräsentieren, einem
Verbraucher zugeführt werden.
.Weitere vorteilhafte Merkmale und Abwandlungen des erfindungsgemässen
Verfahrens bestehen darin, dass die laufende Addition der in der Textinformation enthaltenen Zeichenbreitenwerte
nur für die Zeichenbreitenwerte fester Länge durchgeführt wird,
dass jeder Gruppe von Signalen ein das Ende der Signale dieser Gruppe anzeigendes Endsignal zugeordnet ist, und dass dieses
von der Setzmaschine erkannt wird,
dass die die Textihformation darstellenden Signale Zeilengruppen
repräsentieren, die in Spalten mit voneinander abweichenden Breiten angeordnet werden sollen,
1 2/ · dass die Spaltenbreiten die relativen Werte /2, '3, 1 und ""
11/3 Spalte haben,
dass die Auswahl der Spaltenbreite aufgrund eines Vergleichs der aufaddierten festen Zeichenlängen mit der kleineren von
mehreren Spaltenbreiten erfolgt,
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dass sich die ausgewählten relativen Spaltenbreiten wenigstens
angenähert wie 2:1 verhalten, nämlich 1 Spalte zu /2 Spalte
oder 11/3 Spalte zu 2/3 Spaltern
dass die kleinere Spaltenbreite ausgewählt wird, wenn die aufaddierten
Zeichenbreiten einen Wert kleiner als die kleinere Spaltenbreite ergeben, und dass andernfalls die grössere
Spaltenbreite ausgewählt wird,
dass die die Textinformation darstellenden Signale Zeichenbreitenwerte
gemäss einem ersten Zeichenbreitenschema haben, dass diese Zeichenbreitenwertuin entsprechende gemäss einem
zweiten Zeichenbreitenschema umgesetzt werden, und dass die Auswahl der Spaltenbreite aufgrund des zweiten Zeichenbreitenschemas
erfolgt,
dass die kleinere Spaltenbreite vor der Durchführung des Vergleichs
um einen festen Bereichswert vergrössert wird ,
und dass die die Textinformation darstellenden Signale von einem Teletypesetter-Lochstreifen gelesen werden und dass das
Aufaddieren der Zeichenbreiten die Auswahl der Spaltenbreite und der Zeilenausschluss nach einem vom Teletypesetter-Zeichenbreitenschema
verschiedenen Schema durchgeführt werden.
Eine vorteilhafte Vorrichtung zum Durchfuhren des Verfahrens
ist gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung von Eingangs-
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Signalen, die Textinformation enthalten und gemäss vorgewählten
Spaltenbreiten in Gruppen angeordnet sind, Zähler zum Aufaddieren der in den Eingangssignalen enthaltenen
festen und veränderlichen Zeichenbreiten, einem Vergleicher zum Vergleichen des Inhalts wenigstens eines der Zähler
mit zuvor in Registern gespeicherten Spaltenbreiten, einen Zeilenlängenwähler und einen Zeilenausschlussrechner sowie
Einheiten zur Ausgabe der zeilenausgeschlossenen Textinformation
an einen Verbraucher.
Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Vorrichtung bestehen darin, dass manuell einstellbare Steuermittel vorgesehen
sind, bei deren Betätigung die automatische Wahl der Spaltenbreite durch den Vergleicher und den Zeilenlängenwähler selbsttätig
verhindert wird,
dass eine Schaltung zur Feststellung des jeder Zeilengruppe
zugeordneten Endsignals vorgesehen ist,
dass der Zeilenausschlussrechner so ausgelegt ist, dass er die in Signale in einem zweiten Zeichenbreitenschmea
umsetzt,
dass die Mittel zur Erzeugung von Eingangssignalen einen
Lochstreifenleser umfassen und dass der Verbraucher ein Drucker ist,
dass der Lochstreifenleser für die Verarbeitung von Loch-LE 9-68-009 -'..·
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streifen mit dem Teletypesetter-Zeichenbreitenschema ausgelegt ist und dass ihre übrigen Einheiten für den Betrieb nach
einem von diesem abweichenden Schema ausgelegt sind
und dass der VergleJcher mit einem Bereichsregister verbunden ■
ist, zum Zwecke der Vergrösserung der in einem Halbspaltenregister gespeicherten Spaltenbreite um den Inhalt des
Bereichsregisters.
. . ■ ■ i
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines AusfUhrungsbeispieles
und der zugehörigen Zeichnungen näher erklärt. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Setzmaschine s die sowohl mit
automatischer als auch mit manueller Wahl der Spaltenbreite betrieben werden kannj
Fig. 2a & 2b Lochstreifen sowohl mit codierten als auch mit
sichtbaren Daten, wie sie beim Nachrichtendruck üblich sind, und a
Fig. 5 einen mit der in Pig. 1 gezeigten Vorrichtung erzeugten
Druck.
Das erfindungsgemäss Verfahren überwindet die bisherigen Schwierigkeiten
durch automatische Wahl der Zeilenlänge, basierend auf den beiden folgenden Tatsachen :
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1. Die meisten Lochstreifencodes für eine durchschnittliche Textzeile stellen Zeichen oder feste Abstände mit bekannter
- Breite dar. Im allgemeinen beträgt der Anteil der Zeichen oder Abstände mit veränderlicher Breite (Keile) weniger als
15% der -Zeilenlänge.
2. Es kommen nur zwei Zeilenlängen bzw. Spaltenbreiten in Frage ; diese, stehen ungefähr im Verhältnis 2:1, z.B. 1 und */2 Spalte
oder 1 V3 und 2/3 Spalte. Eine Angleichung der Anlage an
* andere Verhältnisse, die sich dem Verhältnis 1:1 mehr nähern,
wie z.B. 3:2, ist möglich. '
Wegen der Zugaben für Bundstege ist das Verhältnis 2:1 nicht exakt.
Auch der 15%-Grenzwert ist nicht genau Wegen der Toleranz
(beispielsweise 13^4 ...14^2 Cicero) bezüglich der Zeilenlänge
und wegen der Tatsache, dass die Transportschritte einer Setzmaschine nicht immer mit den bei der Umsetzung angenommenen
Schritten übereinstimmen. Der zuletzt genannte Punkt kann zu einem
sogenannten "Uebersetzen" von Zeilen führen, in denen kein Platz
für die Wortzwischenräume verbleibt. Ein typischer Satz kann folgendermassen aussehen r Breite einer ganzen Spalte : 184 Einheiten,
Breite einer halben Spalte : 88 Einheiten, wobei 175 Einheiten einer
ganzen Spalte bzw. 83 Einheiten einer halben Spalte durch Codes für Zeichen mit fester Breite eingenommen werden.
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Die* automatische WaIi 1 der Spaltenbreite erfordert die manuelle
Eingabe von Einheitswerten für die kleinere (V2 oder 2/3 Spalte) und
die grö'ssere (1 oder 1^/3 Spalte) Breite. Beim Lesen einer Textzeile
vom Streifen wird die durch Codes für Zeichen oder Abstände mit fester Breite bestimmte totale Schaltschrittlänge berechnet.
Ist diese Gesamtstrecke kleiner als die kleinere Breite zuzüglich einer Zugabe für übersetzte Zeilen (im allgemeinen 10
Einheiten), wird die Zeile auf die kleinere Breite gesetzt. Im anderen Falle wird sie auf die grössere Breite gesetzt.
Kurzzeilen stellen beim vorliegenden Verfahren kein Problem dar, da feste Abstände dazu verwendet werden, den benötigten weis sen
Raum aufzufüllen. Wenn ein Code zum Auffüllen der Zeile (Auffüllen links, Auffüllen rechts, Auffüllen Mitte) erscheint, wird die Länge der
letzten nichtaufgefüllten Zeile zugrunde gelegt. Die automatische Wahl der Zeilenlänge kann zugunsten einer festen Länge umgangen werden,
die von Hand eingegeben wird. ·
Die beschriebene Vorrichtung gestattet die unbeaufsichtigte Bearbeitung
von Material, das andernfalls eine häufige manuelle Aenderung der Zeilenlänge erfordert. Ausserdem braucht das Bedienungspersonal
mit dieser Vorrichtung Aenderungen der Zeilenlänge, die bei der Inspektion des Streifens evtl. schwer zu finden sind, nicht mehr
visuell festzustellen.
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Fig. 1 zeigt schematisch eine Setzmaschine zum Erstellen eines gedruckten, zeilenausgeschlossenen Textes von einem Ursprungsmedium,
wie z.B. einem Papierstreifen. Die Setzmaschine umfasst einen Streifenleser 1, einen Rechner 2, eine Steuertastatur 3 und
einen Drucker 4. '
Der Rechner 2 umfasst eine Eingangsanalyseschaltung 7, eine Eingangsschaltung
8, eine Uebertragungsanalyseeinheit 9, eine Ausgangsschaltung
10, und verschiedene andere Schaltungen und Register zur Berechnung und Steuerung. Dazu gehören ein Leerschrittzähler 11,
- ein Festlängenzähler 12, ein Vergleicher 13, eine Zeilenlängenwahlschaltung
14 und eine Schaltung 15 zur Berechnung der Leerschrittbreiten. · '.
In ein Register 16 kann mittels der Steuer tastatur 3 eine Standardzeilenlänge
eingegeben werden, auf die der Hauptteii des Satzes . ausgeschlossen wird. Ein Register 17 ist für die Aufnahme der
Breite der Halbspalten, ein Register 18 für die Breite der ganzen Spalte vorgesehen. Eine Verriegelungsschaltung 19 lässt im eingeschalteten
Zustand die automatische Wahl der Zeilenlänge und im ausgeschalteten Zustand die manuelle Wahl-einer Standardzeilenlänge
zu.
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Es sei angenommen, dass der Streifenleser 1 einen Lochstreifen liest, aus welchem er verschiedene Daten, einschliesslich Oaten
für Halbspalten und Vollspalten übernimmt. Die vom Lochstreifen
gelesene Information wird in ein'Register der Eingangsanalyseschaltung
7 des Rechners 2 übertragen.
Sämtliche Zeichen und Leerschritte einer Zeile werden in die Eingangsschaltung
8 eingegeben. Die Maschine stellt die ganze Zeile in der Eingangsschaltung 8 zusammen, und mit jedem hereinkommenden
Zeichen wird auch die Breiteninformation im Zähler 12 nachgeführt.
Dabei wird die Breite eines jeden einzelnen Zeichens durch Tabellen-
t
leseoperationen gefunden und zum Stand des Zählers 12 addiert.
leseoperationen gefunden und zum Stand des Zählers 12 addiert.
Ausserdem verfolgt die Schaltung die Anzahl der Leerschritte durch
Weitersehalten des Leerschrittzählers 11. Wenn eirie ganze Zeile in die
Eingangsschaltung 8 eingelesen ist, was durch die Erkennungeines
Endsignales durch die Eingangsschaltung 8 festgestellt wird, errechnet
die Schaltung 15 eine Breiteninformation unter Verwendung einer der vorher von der Steuertastatur 3 aus eingegebenen Zeilenlangen
und der Anzahl der.in deT Zeile aufgetretenen Leerschritte.
Dadurch wird die Breite der Leerschritte im auszudruckenden Text festgelegt. Sobald die Breite der Leerschritte bestimmt ist, beginnt
die Schaltung, die Zeichen von der Eingangsschaltung 8 an die Ausgangsschaltung
10 über die Analyse einheit 9 zu übertragen. Wenn
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die Schaltung ein Leerschrittzeichen erreicht, wird dieses durch ein Zeichen "kein Druck" von entsprechender Breite ersetzt, so
dass der Leerschritt die richtige Grosse erhält.
Eingangsschaltung 8 und Ausgangsschaltung 10 werden in den Fällen
. benötigt, in denen ein Leerschritt grosser als 9 Einheiten ist. In
diesem Fall.werden zwei oder mehr Leerschritte anstelle des einen Leerschrittes in den Originaldaten gesetzt. Wenn das Ursprungsmedium
z.B. ein Magnetband ist, liest die Schaltung in die Eingangs schaltung 8 die gross zu schreibenden Zeichen, die durch ein
mit jedem Zeichen verbundenes Grossschreibungsbit gekennzeichnet sind. Für die Ausgabe an den Drucker wird ein besonderer Grossschreibungs-Umschaltcode
benötigt, der vor jedes gross zu schreibende Zeichen zu setzen ist. Hinter ein gross geschriebenes Zeichen
muss entsprechend ein Kleinschreibunge-Umschaltcode gesetzt werden.
Grundsätzlich verarbeitet die Maschine die vom Leser 1 erhaltenen "
Daten zeilenweise. Es tritt jedoch eine Ueberlappung auf, da während der Uebertragung einer bestimmten Zeile in die Ausgangsschaltung
10 zur Betätigung des Druckers 4 die nächste Zeile bereits in der Eingangsschaltung 8 der Maschine empfangen werden kann. Tatsächlich
folgt das Lesen der nächstfolgenden Zeile in der Eingangsschaltung ·
unmittelbar .der Uebertragung der vorhergehenden Zeile von der Eingangs- in die Ausgangsschaltung. . ' '
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LE 9-68-009 · · "
Mit Hilfe eines Bereichsregisters 20, das nicht von der Steuertastatur
gesteuert, sondern "intern durch ein Programm gesetzt wird, bestimmt
die Anlage wie dicht die Daten an die Breite der Halbspalte herankommen müssen, bevor diese anstelle der Breite der Vollspalte verwendet
wird. Das Bereichsregister 20 enthält'den im allgemeinen 10 Einheiten grossen Wert, der als Bezugsmass für die Zugabe bei übersetzten
Zeilen benutzt wird.
Das TTS-oder Zeilensatzsystem basiert auf einem Zeichenbreitenschema
mit maximal 18 und minimal 6 Einheiten. Die hier beschriebene Maschine basiert auf einem Schema mit maximal 9 und minimal
3 Einheiten. Aus diesem Grund enthält der Festlängenzähler 1,2 einen
anderen Wert als das beim TTS-System der Fall wäre. Da einzelne Zeichen in der vorliegenden Maschine Breiten haben können, die etwas
. über oder unter der Hälfte der TTS-Einheitsbreiten liegen, kann eine
gegebene feste Breite im TTS-System in der vorliegenden Maschine zu einem Bereich von Werten führen. Somit ist eine Zugabe erforderlich,
die Bereich genannt wird.
Dementsprechend wird im Ausführungsbeispiel der Wert für die halbe
Spalte um einen festen Wert vergrössert, um eine etwas grössere Gesamtbreite ausgleichen zu können, während eine Zeichenzeile
gelesen wird. Diese Einstellung (normalerweise 10 Einheiten) wird
in der Steuerschaltung durch Verwendung des Bereichsregisters 20
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vorgenommen, das einen Wert enthält, der die übersetzten Zeilen*
in einer typischen Anordnung von Halbspalfcen mit festen Breiten ausgleicht. Der gewählte Bereichswert wird willkürlich bestimmt,
basiert jedoch auf der Wahrscheinlichkeit, dass übergrosse Bereiten
in einer Ausammlung von Zeichen mit einer grösseren als der halben
TTS-Einheitsbreite nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtbreite ausmachen. Die Tatsache, dass die Anlage mit einer Vollspaltenbreite
arbeitet, welche nominell doppelt so gross ist wie die Halbspaltenbreite, vereinfacht das Verfahren. Es ist also ziemlich einfach, zwischen
einer vollspaltigen Datenzeile und einer halbspaltigen Datenzeile unter Verwendung der Breitenwerte zu unterscheiden, wenn der
genannte Bereich bei den Berechnungen ana Ende jeder Zeile berücksichtigt
wird.
Typische Werte finden sich in der Figur 3, Die Breite einer Vollspalte
beträgt 220 Einheiten* die einer Halb «palte X 05 Einheiten.
Die Breite einer Halbspalte ist grundsätzlich etwas kleiner als die halbe Breite der Vollspalte, um einen seitlichen Steg zwischen den
Halbspalten zu belassen (in diesem Fall IO Einheiten breit). Im
Betrieb wird der in das Bereichsregister 20 eingegebene Bereich in Bezug auf die Halb Spaltenbreite insofern berücksichtigt, als er
zu diesem Wert, im Beispiel der Wert 105, addiert wird,'um- einen grösseren Wert zu bestimmen, in dessen Bereich die Zählung der
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Breiten fallen, kann, um eine Zeile auf der Basis der Halbspaltenbroite
auszuschliessen. Im vorliegenden Fall wird zu dem in das Halbspaltenregister gegebenen Wert 105 ein Bereich von 10 addiert,
Was bedeutet, dass eine Zeile mit 115 Einheiten oder weniger auf
4ie Breite einer Halbspalte gesetzt wird.
Um die zu verwendende Breite zu bestimmen, vergleicht die Vergleicherschaltung
13 den Inhalt des-Zählers 12 für feste Breiten mit der Summe der Inhalte des· Halbspaltenregisters 17 und des ä
Bereichsregisters 10. Die Wahlschaltung 14 trifft diese Bestimmung
nach diesem Vergleich» Die Schaltung zur Berechnung der Leerschrittbreiten 15 bestimmt die Länge aller in der betreffenden Zeile
vorkommenden Leerschritte. Diese Berechnungsschaltung wird
jedesmal benutzt, wenn ein Leerschritt bei der Uebertragung auf- . tritt, um "Kein Druck"-Zeichen von geeigneter Länge in die' Ausgangsschaltung
zu laden, so dass die Wortzwischenräume im ausgedruckten Text die entsprechende Länge aufweisen. " ,
Figur 3 zeigt ein typisches Beispiel aus dem Pferdesport (Rennen von Shenandoah Downs) bei dem ein erster Teil des ausgedruckten
Textes auf die Vollspaltenbreite und die Daten des Handicap auf die Halbspaltenbreite ausgeschlossen werden sollen. Wie bereits gesagt,
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erfolgt die Bestimmung der zu verwendenden Spaltenbreite normalerweise
durch manuelle Betätigung der Setzmaschine und beruht
auf der Erkennung einer lesbaren Markierung des Streifens durch das Bedienungspersonal, das aus der.Bezeichnung sde (Shenandoah
Downs Einlauf), Fig. 2a, erkennt, dass die folgende Information auf eine Vollspalte auszuschliessen ist, während die Markierung sdh
(Shenandoah Downs Handicap), Fig. 2b, dem Bedienungspersonal angibt, dass die folgende Information auf eine Halbspalte auszuschliessen
ist.
Entsprechend dem beschriebenen Verfahren erfolgt der notwendige.,
Wechsel von der Vollspalte zur Halbspalte und umgekehrt automatisch
und basiert auf einem bei Erkennung des Endes dieser Zeile durchgeführten Vergleich der aufaddierten festen Breitenwerte der einzelnen
Zeichen in' einer Zeile mit der vorher eingegebenen Halbspaltenbreite plus der Bereichs eins teilung. Der in Fig. 3 abgedruckte Text umfasst
einen ersten Teil, der mit "sde" beginnt und Angaben über die Rennen
für einen bestimmten Tag, die Quoten für die 'einzelnen Rennen, die
Alterskategorien der Pferde und die zu laufenden Strecken enthält. Diese Kennzeichnung wird normalerweise vom Bedienungspersonal
des Setzgerätes erkannt, ,und das Gerät auf Ausschluss auf der Basis
der Vollspaltenbreite eingestellt.· *
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Beim Lesen dieses- Teiles vom Lochstreifen durch den in Fig. 1
gezeigten Leser ergeben die festen Breitenwerte für diese Zeilen eine grössere Gesamtbreite als die Halbspaltenbreite plus Bereichswert»
wie aus Fig. 3 hervorgeht.
Der Vergleich erfolgt durch den Vergleicher 13, und basierend auf dieser Feststellung wählt die. Wahlschaltung 14 die zuvor in das
Register 18 eingegebene Breite äer Vollspalte, um diese Zeilen
auszuschliessen. Die einzelnen Zeilen in diesem Abschnitt des
Streifens enthalten feste Leerschritte mit 18 bzw. 19 Einheiten
und vielleicht auch kleine Leerschritte, die alle durch die vorliegende Anlage berücksichtigt werden, um unter Verwendung der Vollspaltenbreite
linksbündig gedruckten Text zu erzielen.
In den in diesem Teil des gedruckten Textes gezeigten Zeilen enthalten
die Codes auf dem Lochstreifen eine Anzahl von festen Leerechritten an den Enden aller Zeilen, die von der Setzmaschine dazu
benutzt werden,, durch Einsetzen von genügend Stückdurchschuss in
die Zeile den geforderten linksbündigen Ausdruck zu erzielen.
Die Berechnungen werden für jede Eingangsaeile einzeln erstellt,
und jede Zeile wird in einer Spaltenbreite gesetzt, die durch dis
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Vergleicherschaltung bestimmt wird. Dadurch kann 2.B. eine Zeile auf eine halbe Spalte, eine zweite direkt folgende Zeile auf
eine Vollspalte, eine dritte folgende Zeile wieder auf eine halbe Spalte, oder in einer beliebigen anderen Reihenfolge gesetzt werden.
Der in Figur 3 gezeigte Streifen enthält nach den Daten betreffend
die Quoten etc. eineAnzahl von Instruktionscodes, die die in Fig. 2b
gezeigte sichtbare Bezeichnung "sdh" tragen und vom Bedienungspersonal
der Setzmaschine erkannt und dahingehend interpretiert werden, dasjs eine kurze Spaltenbreite eingestellt werden muss.
Ina Ausführungsbeispiel werden die Zeichen in den einzelnen Zeilen,
wie z.B. "1 Shenandoah - 12-", wie gewöhnlich im Zähler 12 summiert.
In diesem Falle liegt die Summe für jede einzelne dieser Zeilen immer etwas unter der vorgewählten Halb Spaltenbreite plus dem Bereich, also
bei 115 Einheiten oder darunter. Daher trifft die Anlage die notwendige Entscheidung, diese Zeilen auf der Basis der Halbspaltenbreite auszuschliessen,
Es ist möglich, dass auf einigen Lochstreifen, die für Maschinen bestimmt sind» welche automatisch den Leerraum in einer Zeile mit
festen Leerschritten füllen, Auffülieodes erscheinen. In diesem Fall
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kann der Text kürzer sein alsdie halbe Spaltenbreite, obwohl er
z.B. auf die volle Spaltenbreite durch Auffüllen zentriert werden muss. Um die Wahl einer falschen Spaltenbreite zu vermeiden,
wenn eine Zeile einen Auffüllcode enthält, wählt die Wahlechaltung
14 automatisch das für die vorhergehende Zeile ohne Auffüllcode verwendete Mass. ' '
Zum Setzen des vom Lochstreifen empfangenen Textes gehört auch die Erkennung und Verwendung von Korpus-Typen (10p) und Agate-Typen
(5V2p). Die im Beispiel wiedergegebenen Renneintragungen
werden meist mit Agate-Typen gesetzt. Die Mischung von Werten für Vollspalten und Halbspalten tritt nur auf bei Daten, die auf dieser
speziellen Schriftgrösse basieren. Alle anderen Meldungen werden mit Korpus-Typen gesetzt und wenn die entsprechende Datenart auf
dem Lochstreifen auftritt, bedient man sich normalerweise der manuellen Breitenwahl, wobei die Breite mit den Massen für VoIl-
und Halbspalten übereinstimmen oder etwas von ihnen abweichen kann.
Wenn Daten für die Schriftgrösse Korpus auf dem Streifen auftreten,
werden sie vom Bedienungspersonal des Gerätes erkannt und das Gerät dann vom automatischen Betrieb auf die Handwahl umgeschaltet,
um den' Korpus-Text so handhaben zu können, ,wie er vom Streifen
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abgelesen wird. Die Umschaltung erfolgt durch positive bzw. negative Eingangs signale, die der-Verriegelungsschaltung 19
zugeführt werden. In diesem Fall wird der manuell eingegebene Wert im Register 16 durch die Wahlschaltung 14 berücksichtigt,
und es ist kein Vergleich erforderlich, wie er beim automatischen Breitenwahlbetrieb durchgeführt wird. .· '
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEVerfahren zur automatischen Wahl der Zeilenlänge bei Setzr maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Textinformation darstellende Signale erzeugt werden, die charakteristische Zeichenbreitenwerte enthalten und in Gruppen gemäss vorgewählten Spaltenbreiten zusammengestellt sind, dass die Zeichenbreiten-^v/erte für jede Gruppe laufend aufaddiert werden, dass für jede Gruppe aufgrund der aufaddierten Breitenwerte eine geeignete Spaltenbreite aus einer Mehrzahl gespei cherter Spaltenbreiten ausgewählt wird, dass jede Gruppe auf die für sie ausgewählte Spaltenbreite ausgeschlossen wird, und dass Signale, die diese ausgeschlossenen Gruppe repräsentieren , einem Verbraucher zugeführt werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die laufende Additon der in der Textinformation enthaltenen Zeichenbreitenwerte nur für die Zeichenbreitenwerte fester Länge durchgeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gruppe von Signalen ein das Ende der Signale dieser Gruppe anzeigendes Endsignal zugeordnet ist, und dass dieses von der Setzmaschine erkannt wird.4. Ver fahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Textinformation darstellenden Signale Zeilengruppen repräsentieren, die in Spalten mit voneinander abweichenden Breiten angeordnet werden sollen.die Spaltenbreiten die relativen "Werte /Z, /$ , und 1 /35. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dassdie Spaltenbr«
Spalte haben.le 9-68-009 909847/00296. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl der Spaltenbreite aufgrund eines Vergleichs der aufaddierten fe sten Zeichenlängen mitder kleineren von mehreren Spaltenbreiten erfolgt.7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ausgewählten relativen Spaltenbreitenwenigstens angenähert wie 2 : 1 verhalten, nämlich 1 Spalte1 12zu /2 Spalte oder 1/3 Spalte zu /3 Spalte.8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, ckss die kleinere Spaltenbreite ausgewählt wird, wenn die aufaddierten Zeichenbreiten einen Wert kleiner als die kleinere Spaltenbreite ergeben, und dass andernfalls die grössere Spaltenbreite ausgewählt wird.9. Verfahren nach Anspruch L dadurch gekennzeichnet, dass die die Textinformation darstellenden Signale Zeichenbreitenwerte gemäss einem ersten Zeichenbreitenschema haben, dass diese Zeichenbreitenwerte in entsprechende gemäss_ einem zweiten Zeichenbreitenschema umgesetzt werden» unddass die Auswahl der Spaltenbreite aufgrund des zweiten Zeichenbreitenschemas erfolgt.Verfahren nach Anspruch 6 oder 9» dadurch gekennzeichnet,dass die kleinere Spaltenbreite vor der Durchführung des Vergleichs um einen festen Bereichswert vergrössert wirdo11. Verfahren nach Anspruch 9; dadurch gekennzeichnet, dassdie die Textinformation darstellenden Signale von einem Teletypes etter -Lochstreifen gelesen werden uii d dass das Aufaddieren der Z ei cn enb reiten, die Auswahl der SpaltenbreiteLE 9-68-00, 909847/0029und der Zeilenausschluss nach einem vom Teletypesetter-Zeich enb reiten sch em a verschiedenen Schema durchgeführt werden.12. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruchl gekennzeichnet durch Mittel (1.7) zur Erzeugung von Eingangssignalen^die Textinformation enthalten und getnäss vorgewählten Spaltenbreiten in Gruppen angeordnet sind, Zähler (11, 12) zum Aufaddieren der in den Eingangs Signalen enthaltenen festen und veränderlichen Zeichenbreiten, einem Vergleicher (13) zum Vergleichen des Inhaltes wenigstens eines der Zähler (11, 12) mit zuvor in Registern (16, 17, 18) gespeicherten Spaltenbreiten, einen Zeilenlängenwähler (14) und einen Zeilenausschlussrechner (15) sowie Einheiten (9, 10) zur Ausgabe der zeilenausgeschlossenen Textinformationen an einen Verbraucher (4).13. Vorrichtung nach Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet, dass manuell einstellbare Steuermittel (3, 16, 19) vorgesehen sind, bei deren Betätigung die automatische Wahl der Spaltenbreite durch den Vergleicher (13) und den Zeilen längenwähler (14) selbsttätig verhindert wird.14. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet, durch eine Schaltung (8) zur Feststellung des jeder Zeilengruppe zugeordneten Endsignals.15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeilenausschlussrechner (15) so ausgelegt ist, dass er die in einem ersten Zeichenbreitenschema empfangene Textinformation in Signale in einem zweiten Zeichenbreiten schema umsetzt.LE9-68-009 909847/0029- 2h -16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Alitlel zur Erzeugung von Eingangs Signalen einen Lochstreifenleser (1) umfassen und dass der Verbraucher ein Drucker (4) ist.17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochstreifenleser (1) für die Verarbeitung von Lochstreifen mit dem Tele typesetter.-Zeichenbreitenschema ausgelegt ist und dass ihre übrigen Einheiten für den Betrieb nach einem von diesem abweichenden Schema ausgelegt sind.18. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleicher (13) mit einem Bereichsregister (20) verbunden ist, zum Zwecke der Vergrösserung der in einem Halbspaltenregister (17) gespeicherten Spaltenbreite um den Inhalt des Bereichsregisters (20)909847/0029
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |