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Magnetbandandruck- und Nagnetbandüberwachungse inrichtung für den
AXgnetkopf- und Zählrollenträger eines Magnetbandgeräts geräts Die Erfindung betrifft
eine Magnetbandandruck- und Magnetbandüberwachungseinrichtung für den Magnetkopf-
und Zählrollenträger eines Magnetbandgeräts, bei der das Magnetband an mehreren
Itgnetköpfen vorbeiläuft und beim Aufzeichnen, bei der Wiedergabe oder beim Löschen
durch Unterdruck an die Magnetköpfe gesaugt wird.
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Bei Mehrspur-Magnetbandgeräten sind häufig mehrere Köpfe in verhältnismäßig
geringem Abstand hintereinander angeordnet, wobei jeder Kopf einer anderen Gruppe
von Spuren zugeordnet ist. Da das Magnetband zum einwandfreien Aufzeichnen, Wiedergeben
oder Löschen innig am Magnetkopf anliegen muß,ist es bekannt, das Magnetband durch
Unterdruck an die Magnetköpfe zu saugen, und zwar derart, daß das Magnetband teilweise
in die Lücken zwischen den Magnetköpfen gesaugt wird. Dadurch legt sich das Magnetband
über einen verhältnismäßig großen Bogen des Magnetkopfumfangs an jeden Magnetkopf
an. Den zu diesem Bogen gehörenden Zentriwinkel nennt man auch "Umschlingungswinkel".
Erst wenn dieser Winkel wesentlich größer als der der Nagnetkopfluftspaltbreite
entsprechende Winkel ist, ist ein inniger Kontakt zwischen Magnetband und Magnetkopf
in der Umgegbung des Luftepaltes gewährleistet.
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Ferner ist es bekannt, zum Wiederauffinden vorbestimmter Aufzeichnungen,
das Magnetband über eine Rolle, die sog. Zählrolle, laufen zu lassen und die Umdrehungen
dieser Zählrolle durch ein Zählwerk zu zählen.
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Da die Zählrolle in diesem Falle nur durch reibende Berührung vom
Magnetband angetrieben wird, besteht die Gefahr, daß beim schnellen Vor- oder Rücklauf
durch Bildung eines Luftpolsters von der Zählrolle abhebt und diese zumindest kurzzeitig
nicht antreibt oder daß ein Schlupf zwischen Magnetband und Zählrolle entsteht.
Um dies zu vermeiden, wird üblicherweise der Umschlingungswinkel zwischen Magnetband
und Zählrolle verhältnismäßig groß gewählt, etwa 1800 oder größer. Dies hat aber
einen großen Raumbedarf zur Folge, weil zur Erzielung dieses großen Umschlingungswinkels
in der Regel Umlenkrollen oder Umlenkbolzen erforderlich sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine möglichst raumsparende
Einrichtung zu schaffen, die gleichzeitig eine Überwachung des Bandes auf schadhafte
Stellen ermöglicht, ohne daß dem Verschleiß unterliegende oder den Verschleiß des
Bandes fördernde Teile, wie Umlenkrollen oder Umlenkbolzen, erforderlich sind.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe, ausgehend von einer Einrichtung
der eingangs erwähnten Art, dadurch gelöst, daß das Magnetband in an sich bekannter
Weise über eine durch reibende Berührung drehbare Magnetband-Zählrolle läuft, daß
die Zählrolle in einer Kammer angeordnet ist, die mit einer Öffnung versehen ist,
die von dem darüber hinweglaufenden Ma-Magnetband abgedeckt ist, daß diese Kammer
ununterbrochen mit derselben Unterdruckquelle in Verbindung steht, die den Unterdruck
zum Ansaugen des Magnetbandes an die Magnetköpfe erzeugt, und daß der Unterdruck
in der Kammer durch eine Druckmeßvorrichtung überwacht ist, die den Bandantrieb
bei Ausfall des Unterdrucks abschaltet oder/und ein Warnsignal abgibt.
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Dies hat den Vorteil, daß bewegliche und dem Verschleiß unterliegende
Teile entfallen, daß der Umschlingungswinkel zwischen Zählrolle und Magnetband wesentlich
geringer als bei bekannten Einrichtungen sein und die Zählrolle verhältnismäßig
nahe und raumsparend an den Magnetköpfen angeordnet sein kann, daß die Unterdruckquelle
zweifach ausgenützt ist und Abriebteilchen gleichzeitig abgesaugt werden.
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Dadurch daß die Druckmeßvorrichtung bei Ausfall des Unterdrucks anspricht,
ist gewährleistet, daß der Bandantrieb abgeschaltet wird, wenn das Band reißen sollte
oder wenn das Bandende über die Zählrolle läuft. Stattdessen oder zusätzlich kann
die Druckmeßvorrichtung auch ein Warnsignal bei Ausfall des Unterdrucks abgeben.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß die Zählrollen-Kammer
ständig mit einer Unterdruck-Kammer in Verbindung steht.
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Außerdem ist die Erfindung dadurch weitergebildet, daß die Magnetköpfe
in an sich bekannter Weise ebenfalls in einer Kammer angeordnet sind und daß diese
Magnetkopf-Kammer mit der Unterdruck-Kammer über eine verschließbare Öffnung verbunden
ist, die beim schnellen Rück- oder Vorlauf des Bandes verschlossen ist.
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Zum Verschließen oder Öffnen dieser Öffnung kann beispielsweise eine
Klappe verwendet werden. Beim Aufzeichnen, Wiedergeben oder Löschen steht die Klappe
so, daß beide Kammern, die Zählrollen-Kammer und die Magnetkopf-Kammer, Unterdruck
erhalten, und beim schnellen Rück- oder Vorlauf, wenn weder aufgezeichnet, noch
wiedergegeben, noch gelöscht werden soll, wird die Öffnung geschlossen, so daß in
der Magnetkopf-Kammer kein Unterdruck herrscht. Beim schnellen Bandlauf entsteht
dann zwischen dem Band und den Magnetköpfen ein Luftpolster, so daß das Band berührungslos
über die Köpfe hinwegläuft.
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Dadurch wird der Verschleiß der Magnetköpfe und des Magnetbandes herabgesetzt.
Die Zählrollen-Kammer steht dagegen ständig unter Unterdruck, so daß ein einwandfreier
Kontakt zwischen Band und Zählrolle und damit eine einwandfreie "Bandzählung" gewährleistet
ist.
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Um eine zu große Ausbuchtung des Bandes an den Absaugstellen zwischen
den Magnetköpfen und gleichzeitig Bandgeschwindigkeitsänderungen durch Luftschwingungen
zu verhindern, sind zwischen den Mag?1etköpfen kombinierte Luftleit- und Bandführungsbolzen
angebracht.
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Auch die Zählrollen- und Magnetkopf-Kammerwände können als Luft- und
Bandführungen ausgebildet sein.
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Die, Erfindung und ihre Weite#rbildungen werden im folgenden an Hand
einer schematischen Längsschnitt-Zeichnung eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
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Ein an einem nichtgezeigten Magnetbandgerät befestigtes Gehäuse ist
in drei Kammern 1, 2 und 3 unterteilt. In der Kammer 1 ist eine Zählrolle 4 auf
einer Achse 5 drehbar gelagert. Die Zählrolle 4 ragt vorzugsweise geringfügig durch
eine bandseitige Öffnung aus der Kammer 1. Die Kammern 1 und 2 sind ständig durch
eine Öffnung 6 verbunden, so daß sie auch als eine Kammer betrachtet werden können.
In der ebenfalls zur Bandseite geöffneten Kammer 3 sind zwei Magnetköpfe 7 und 8
befestigt, die (schematisch) ohne Wicklungen dargestellt sind. Vorzugsweise ragen
auch die Magnetköpfe 7 und 8 bandseitig geringfügig über#den Rand der Kammer 3 hinaus.
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Über die Kammern 1,3, die Magnetköpfe 7, 8 und die Zählrolle 4 läuft
ein Magnetband 9 derart zwischen zwei seitlichen Pührungswänden, von denen in dieser
Schnittansicht-nur eine Wand 10 gezeigt ist, daß das Magnetband auf den Magnetköpfen
7, 8 und auf der Zählrolle 4 aufliegt und dabei die bandseitigen Öffnungen der Kammern
1 und 3 abdeckt. Die Kammer 3
steht mi#t der Kammer 2 durch eine
verschließbare Öffnung 13 in Verbindung. Zum Verschließen dieser Öffnung 13 kann
eine Klappe oder ein Schieber 14 verwendet werden. Die Kammer 2 steht außerdem über
eine Leitung 15 mit einer nichtgezeigten Unterdruckquelle in Verbindung. Der Pfeil
zeigt die Richtung an, in der die Luft aus der Kammer 2 abgesaugt wird.
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Beim Aufzeichnen, Löschen oder Wiedergeben ist der Schieber 14 in
die gestrichelt dargestellte Stellung gebracht, so daß alle drei Kammern Unterdruck
ausgesetzt sind und das Magnetband 9, wie dargestellt, in die Zwischenräume zwischen
den Magnetköpfen 7, 8 und Kammerwänden 16, 17, zwischen den Magnetköpfen und einem
Luftleit- und Bandführungsbolzen 19 und zwischen den Kammerwänden 17, 18 und der
Zählrolle 4 gesaugt wird. Die Kammerwände 16 bis 18 dienen gleichzeitig zur Luftführung.
Durch die Saugwirkung wird das Band nach unten ausgebaucht, so daß es sich über
einen größeren Bogen des Umfangs der Zählrolle 4 und der Magnetköpfe 7, 8 als ohne
Unterdruck an diese anlegt und ein guter Kontakt zwischen dem Magnetband 9 und den
Magnetköpfen 7, 8 in der Umgebung der Luftopaite 11,, 12 sowie zwischen der Zählrolle
4 und dom Magnotband 9 trotz eines verhältnismäßig kleinen Umschlingungswinkeis
,rewährleistet ist.
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Wenn das Magnetband 9 dagegen schnell zurück- oder vorlaufen noll,
z. B. beim Aufsuchen einer vorbestimmten Stelle auf dem Magnetband 9 oder beim Umspulen,
dann wird der Schieber 14 in die dargestellte Stellung gebracht, in der er die Öffnung
13 r3chlieDt. Dadurch kann sich der Luftdruck in der Kammer 3 wt<der normalisieren,
no daß das Magnetband nicht mehr an die köpfe 1, 8, die Wand 16 und den Bolzen 19
gesaugt wird. Es ontnteht vielmehr wegen der Jetzt verhältnismäßig hohen lbandgeschwindigkeit;
ein Luftpolster zwischen dem Magnetband 9 und den Magnetköpfen 7, 8 sowie dem Bolzen
19. Mithin steht das Magnetband 9 schließlich nicht mehr mit den Magnotlcöpfen 7,8
und dem Bolzen 19 in reibonder Berührung. Die Kammer 1 ist dagegen
nach
wie vor mit der Kammer 2 und der Unterdruckquelle verbunden. Deshalb wird das Band
9 weiterhi#n an die Zählrolle 4 gesaugt, so daß eine sichere Mitnahme der Zählrolle
4 durch das Magnetband 9 nach wie vor gewährleistet ist.
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Wenn das Magnetband 9 einmal reißen sollte oder das erde des Magnetbandes
9 über der Kammer 1 hinwegläuft, normalisiert sich auch der Luftdruck in der Kammer
1. Dies wird von einer auf Normaldurck ansprechenden Druckmeßdose 20, die über eine
Leitung 21 mit der Kammer 1 verbunden ist, festgestellt und signalisiert oder/und
zum Abschalten des Magnetbandantriebs oder des Laufwerkes verwendet.