DE1921048A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Sandformteilen - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von SandformteilenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE DR. ING. KARL BOEHMERT · DIPL.-ING. ALBERT BOiHMERT
28 BREMEN · FELDSTRASSE 24 · TEL. (0421) 491760,442551
= ienkkontoi InMr ftMk, !»mi, Kto. 1001449
PETTIBOHE MDLLIKEH COHFOBATIOH, Chicago, Staat
Illinois (V. St. A.)
Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Sandformteilen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Sandformteilen, insbesondere
von Sandkernen. Die Erfindung betrifft dabei insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von
Sandformteilen unter Verwendung des "Kaltkästen"-Verfahrens,
bei dem Sand mit einem härtbaren Bindemittel in den Formkasten geblasen wird, wobei der Formkörper bzw.
das Formteil ohne Erhitzung ausgehärtet wird.
Die Herstellung von Schalenkernen und Formen aus mit einem härtbaren Bindemittel vermischtem Sand 1st eine
weltentwickelte Technik. Ein sogenanntes "Heifikasten"-Verfahren
verwendet Sand mit einem hitzehärtbarem
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-Harzbindenittel, wobei die Formteile in den Formkästen
durch Aufbringung von Warne ausgehärtet werden.
Obwohl die Heißkastenverfahren weit verbreitete Anwendung gefunden haben, weisen sie doch gewisse Hachteile
auf. Bei diesen Verfahren sind nämlich die Produktions-" geschwindigkeiten und die Kerndickenunterschiede aufgrund
der Wärmeübergangswerte begrenzt. Außerden sind
die Formteile thermischen Spannungen unterworfen. Öle Formkästen müssen aus schweren Gußeisen hergestellt
werden, damit sie den hohen Temperaturen standhalten
und Verwerfungen vermieden werden. Sie Wärmebehandlung erfolgt bei offener Gasflamme und hohen Temperaturen.
Es sind auch bereits Kaltkastenverfahren bekannt, bei denen die ein härtbares Bindemittel enthaltenden Sandformteile
durch Kontakt mit einen gasförmigen Härter gehärtet oder standfest gemacht werden. Die Eigenschaf ten
dieser mit den ersten Kaltkastenverfahren hergestellten Sandformteile waren jedoch relativ schlecht,
so daß die Herstellung der Formteile im Heißkastenverfahren bisher vorzezogen wurde.
Seit kurzem haben die Entwicklungen in bezug auf Harz-Bindemittel
zur Einfuhrung von Bindermaterialien geführt, welche mittels eines gasförmigen Härters in einem Kaltkastenverfahren
ausgehärtet werden können, wobei Gußformteile mit sehr günstigen Eigenschaften hergestellt,
werden können. Die Sandformteile können ohne die für Heißkastenverfahren typischen Hachteile hergestellt
werden. Da der Wärmeübergang bei diesen Verfahren keine Rolle spielt, ist die Aushärt- oder Standzeit wesent-
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lieh geringer als bei Heißkastenverfahren, und die
Sandforateile können sehr unterschiedliche Dicken be·
sitzen. Thermische Spannungen treten bei den mit diesem Verfahren hergestellten Sandforateilen nicht auf. Die
Forakästen können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Formkasten mit trennbaren Formkastenabschnitten auf, zwischen denen
ein Hohlraum gebildet ist und die mit zu dem Hohlraum führenden Gaedurchläsaen versehen sind; ferner ist eine
Gas-Verteilerleitung vorgesehen, welche in dichtende Anlage an den Formkasten gebracht und mit den Durchlässen
verbunden werden kann, um unter Druck stehendes Gas in den Hohlraum einzuleiten; und es ist außerdem eine die
Verteilerleitung und den Formkasten relativ zueinander bewegende Vorrichtung vorgesehen.
Das erfindungsgeaäße Verfahren sieht unter Verwendung
der oben angegebenen erfindungegeaäßen Vorrichtung vor, daß zunächst ein Sandbehälter mit dem Formhohlraum in
Verbindung gebracht wird, daß sodann ein härtbares Binde» aittel enthaltender Sand aus dem Behälter in den Formhohlraua
geblasen wird, um in diesem ein Formteil auszubilden, daß der Formkasten und der Behälter voneinander
getrennt werden und eine Gas-Verteilerleitung mit dem Fora-Hohlraum verbunden wird, worauf ein gasförmiger
Härter für das Bindemittel von der Verteilerleitung in den Form-Hohlraum geblasen wird, um d: - Formteil auszuhärten,
und daß schließlich die Formkastenabschnitte zum Entfernen des Formteils aus dem Formkasten auseinander
gerückt werden.
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Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren können Sandformteile bei hoher
Produktionsgeschwindigkeit, mit großer Genauigkeit, bei minimalem Materialaufwand und bei geringem Ausschuß hergestellt
werden. Auch der Maschinen- und Raumbedarf sowie der Arbeitsaufwand werden wesentlich verringert. Gegebenen-"
falls können vorhandene Heißkastenvorrichtungen nach entsprechender Anpassung zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung
abgewandelt werden.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsfona der
erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt. Gleiche Bauteile sind durch gleiche Bezugszeichen in jeder der figuren
bezeichnet. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht der Vorrichtung zur Herstellung von Sandformen mit einigen weggebrochenen
und im Schnitt gezeigten Teilen, wobei die Vorrichtung in der Stellung zu Beginn
und in der gleichen Stellung aa Ende des ) Arbeitsablauf gezeigt ist;
Fig. 2 einen Vertikal schnitt etwa längs der Linie 2-2 gemäß Fig. 1, der einen in seine Vorderstellung
bewegten Vagen bei Beginn des Arbeitsablaufβ zeigt;
Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht eines Teils der Vorrichtung im wesentlichen gemäß den
Pfeilen 3-5 der Fig. 12 mit im Schnitt gezeigten weggebrochenen Teilen, wobei die
Stellung der Vorrichtungsteile während dee Sand-Aufgabe- oder Blasvorgange gezeigt ist;
Fig. 4· eine vergrößerte Teilansicht der Vorrichtung
im wesentliches geatäß den Pfeilen 4-4 der
Fig. 15 Eilt iiä Schnitt gezeigten weggebroclsne?
^*il«nt wobei die Stellung der TorricL<;u&gsteiI&
während der Sandauehärtung gezeigt ist;
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Pfeilen 5-5 der Pig. 16. welche die Stellung der Vorrichtungsteile während des
Lösens bzw. Abhebens des Oberkastens zeigt, wobei die Teile in ihrer Stellung unmittelbar
nach derjenigen gemäß Fig. 4 gezeigt sind;
fig. 6 eine ähnliche Ansicht im wesentlichen entsprechend den Pfeilen 6-6 der Fig. 18,
welche die Teile in der Stelle bei Beendigung des Unterkasten-Abnahmevorgangs am
Ende des Arbeitsablaufs zeigt*,
Fig. 7 eine vergrößerte, teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung in der in
Fig. 4- dargestellten Stellung der Vorrichtungsteile ;
Fig. 8 einen vergrößerten Vertikalschnitt eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 9 und 10 ähnliche Ansichten anderer Teile dieser
Vorrichtung, gesehen in rechten Winkeln zu der Ansicht gemäß Fig. 8;
Fig. 11 eine perspektivische Teilansicht getrennter Formkastenabschnitte, die insbesondere die
Oberseite eines Unterkastenabschnitts mit vorstehenden Abstreif- bzw. Auswerfzapfen
zeigt j
Vorrichtung, wobei aufeinanderfolgende Stellungen der Vorrichtungsteile beginnend mit
dem Sandaufgabevorgang bis zur Beendigung des Unterkasten-Abnahmevorgangs am Ende des
Arbeltsablaufs darstellen; und
Fig. 19 ein Schaltungsdiagramm der Luft- und Gaszu- und Abführung.
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Im folgenden wird insbesondere auf die Fig. Λ und 2
der Zeichnung Bezug genommen. Sie zeigen eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung zum Herstellen
von Sandformteilen mit einer Kern-Formmaschine 20 und einer Luft- und Gas-Zufuhr einrichtung, die insgesamt
mit 22 bezeichnet ist. Letztere ist auch schematisch in Fig. 19 dargestellt. Die Vorrichtung ist auf einem
Bodenteil 24 oder einer anderen geeigneten Abstützfläche montiert, die vorzugsweise einen Schacht 26 unterhalb
der Formmaschine aufweist.
Die Kern-Formmaschine 20 weist einen Rahmen 28 von etwa C-förmigem Profil auf, der auf dem Boden montiert
ist. Ein Bereich W an der Vorderseite der Maschine und zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Rahmens
wird als Arbeitsbereich.oder Arbeitsstation bezeichnet.
Eine Hubtischanordnung 30 ist auf dem Rahmenbodenteil montiert und erstreckt sich nach oben bis zum Arbeitsbereich.
Ein aus Abschnitten aufgebauter Form- oder Kernkasten 32 ist im Arbeitsbereich angeordnet und auf
dem Hubtisch aufliegend vertikal im Arbeitsbereich verschieblich.
Der Formkasten weist einen rechteckigen Oberkastenabschnitt 34 und einen rechteckigen Unterkastenabschnitt
36 auf. Der Unterkastenabschnitt ist Teil einer zusammengesetzten Unterkasteneinheit 37, die auch eine Gasverteilerleitung
für den Unterkastenabschnitt aufweist. Die Unterkasteneinheit 37 ist durch die Wirkung der Hubtischanordnung 30 vertikal in den Arbeitsbereich einrückbar.
Venn der Unterkasten angehoben wird, kommt er am Oberkastenabschnitt zur Anlage und schließt den Formkasten
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worauf der gesamte Formkasten von der Hubtischanordnung bewegt wird.
Ein Wagen 38 ist oberhalb des Kernkastens nahe des Kopfteils des Rahmens 28 horizontal hin- und herbeweglich
gelagert. Ein auf der Rückseite angeordneter Sandbehälter 40 und eine mit Abstand davor angeordnete
Oberkasten-Gasverteiler- und Auswerfanordnung 42 sind an den Vagen befestigt und machen dessen Bewegung mit.
Der Abetreif- bzw. Auswerfteil der Anordnung 42 ist
so angeordnet, daß er bezüglich des Verteilerteile der Anordnung aufwärts- und abwärtsbewegungen ausführen kann.
Der Vagen ist zwischen einer vorderen Stellung, in welcher der Sandbehälter oberhalb dee Formkastens 32
(Fig. 2 und 12) angeordnet ist, und einer rückwärtigen Stellung, in der die Oberkasten-Gasverteiler- und Auswerfanordnung
über dem Formkasten liegt (Fig. 13) beweglich.
Ein Blasventil bzw. eine Blasdüse 44 ist an Kopfteil dee
Rahmens 28 über dem Arbeitsbereich V montiert, und ein Sandaufgäbetrichter 46 ist hinten am Kopfteil des Rahmens
mit Abstand vom Blasventil angeordnet. Venn sich der Vagen 38 in seiner vorderen Stellung befindet, ist
der Sandbehälter 40 in vertikaler Ausrichtung mit dem Blasventil. Venn sich der Vagen in seiner rückwärtigen
Stellung befindet, ist der Sandbehälter vertikal mit (Lern Sand-Aufgabetrichter ausgerichtet.
Der Rahmen 28 weist swei ait Abstand und parallel zueinander
angeordnete Seitenwände 50 und 52 auf, die
auf dem Boden 24 aufgestellt sind. Die Wände sind ais
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Kopfteil des Rahmens durch Querträger 53 und && Fußteil
des Rahmens durch eine sich quer erstreckende Stützvorrichtung 54 miteinander verbunden. Die Querträger 53
halten das Blasventil 44 und zwei sich längs erstreckende Gegendruckschienen 51, welche an der Unterseite der
Querträger in Abstand von den einander gegenüberliegenden P Selten des Blasventils befestigt sind. Die Stützvorrichtung
54 trägt die Hubtischanordnung 30. Zusätzlich sind die Wände über Querträger 55-58 verbunden. Eine Frontplatte
54 erstreckt sich zwischen den Seitenwänden an der Vorderseite des Rahmens.
Die Hubtischanordnung 30 umfaßt einen zylindrischen Halter
6O1 der an der Oberseite der Stützvorrichtung 54
befestigt ist. Ein einfach wirkender hydraulischer Hubzylinder 62 ist fest am Halter montiert und erstreckt
sich durch diesen und durch die Stützvorrichtung 54 bis in die Grube 26. Ein Zylinderkolben 64 erstreckt sich
vom Klemmzylinder aus nach oben und ist in diesem Mn- ' und herbeweglich gelagert. Ein runder Kopfteil 66 ist
fest auf dem oberen Ende des Kolbens montiert und steht zur Seite über diesen über. Tertikai verlaufende Funrungsstangen
67 verbinden den Kopfteil mit dem Halter Eine Hubtischplatte 68 ist auf dem Kopfteil montiert und
mit diesem über den Kopfteil durchdringende und in die Hubtischplatte eingreifende Stehbolzen 70 verbunden·
Die Unterkaeteneinheit 37 ist auf der Hubti@3hpl*tte 66
befestigt und bei Bewegung des Solbeas 64 ws*tikal hin-
und herbeweglich angeordnet. Hie auch in Fig. 10 su sehen
ist, weist der Räderkasten den das Oberteil der ühterkasteneinhei
*. bildenden Unter&a.stenabschnitt 36, einen
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RIGINA
mit diesem einteilig ausgeführten Hohlkörper 72 und einen in dieses eingearbeiteten Verteilerhohlraum 74»
auf, sowie ferner eine Bodenplatte 76, welche an dem Hohlkörper beispielsweise mittels Schrauben 78 befestigt
ist. Der Körper 72 und die Verschlußplatte 76 bilden
die Gas-Verteilervorrichtung 39 für den Unterkasten· Ein Unterkaeten-Formhohlraum 80 ist an der Oberseite 81 des
Unterkastenabschnitts 36 ausgebildet; er entspricht der
Umrißform an einer Seite des auszuformenden Sand-?ormteils.
fig. 11 zeigt einen typischen Form-Hohlraum 80.
Die Unterkasteneinheit 37 wird durch ein Paar von Abstandsblöcken 82 und eine unter den Blöcken angeordnete,
seitlich über diese vorstehende fußplatte 84 abgestützt. Die Abstandsblöcke und die Fußplatte sind an der Unterkasteneinheit
festgeschraubt oder auf andere Weise befestigt. Diese Gesamtanordnung ist auf der Oberseite der
Hubtischplatte 68 durch Schraubklemmen 86 festgelegt, welche die Kanten der Fußplatte übergreifen, um diese
in der vorgesehenen Stellung zu halten.
Wie am besten in den Fig. 10 und 11 zu sehen ist, ist die Unterkasteneinheit 37 im Unterkastenabschnitt 36 mit
einer Gruppe von vertikalen Zylinderöffnungen 88 zur Aufnahme von Abatreif- bzw. Auswerfstiften versehen und weist
in der Verschlußplatte 76 eine mit den Öffnungen 88 fluchtende Gruppe von Öffnungen 90 für die Auswerfstifte auf.
Die Auswerfstifte 92 sind fest an der Abstreif- bzw. Auswerfplatte
94 (Fig. 1-7) an der Unterseite der Unterkasteneinheit
37 montiert und erstrecken sich nach oben durch die jeweils paarweise ausgerichteten Öffnungen 88 und
Die Auswerfstifte verschließen die Öffnungen 88 an der
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Unterseite des Unterkasten-Formhohlraums 80 während des
Formvorgangs und dienen zum Abstreifen bzw. Auswerfen des Formteils aus dem Hohlraum. Die öffnungen und die Stifte
sind an bestimmten Stellen angeordnet, um einen Formteil sauber abheben und danach oberhalb des Unterkastens abstützen
zu können.
Die Unterkasten-Auswerfplatte 94 ist in dem Baum zwischen
der Unterkasteneinheit 57 und der Fußplatte 84- in Vertikalrichtung
hin- und herbeweglich. In ihrer unteren Stellung ruht die Auswerfplatte auf den an der Fußplatte befestigten
Abstandsblöcken 95 auf. Sie Abstandsblöcke dienen zur
Lage-einst ellung der Auswerf st if te 92, derart, daß ihre
Oberenden in einer Ebene mit der Wand des Formhohlraums sind.
Zwei Anker stangen 96 sind einstellbar an der Stützvorrichtung 54 befestigt und erstrecken sich an einander gegenüberliegenden
Seiten der Unterkasteneinheit 37 und des w Hubtisches 50. Die Unterkasten-Auswerfplatte °A steht
seitlich über die Abstandsblöcke 82 vor und-bildet einen Anschlag für die Oberenden der Ankerstangen, wenn die Auswerfplatte
mit dem restlichen feil der Anordnung durch den Kolben 64 abgesenkt wird. Die Unterkasteneinheit 37
und die Unterkasten-Auswerfplatte 94 werden von dem Kolben
gemeinsam gesenkt, bis die Auswerf platte gegen die Ankerstangen stößt, wobei die Bewegung der Auswerfplatte gesperrt
wird, während die Unterkasteneinheit weiter mit dem Kolben abgesenkt wird. Auf diese Weise werden die Unterkasten-Abstreifstifte
92 festgehalten, während der Unterkastenabschnitt
36 gesenkt wird, wobei ein Formteil von dem Unterkastenabschnltt abgehoben und auf den Abstreif-
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ORIGINAL IMSPECTED
- 11 stiften abgestützt wird«
Die Unterkasteneinheit 37 ist geeignet ausgebildet, um Gas zum Forahohlraun 80 zuzuführen und aus diesen abzuführen.
Vie in llg. 10 gezeigt ist, sind die Abmessungen
der Auswerfstift-öffnungen 88 im ünterkastenabschnitt 36
so gewählt, daß zwischen den Stiften 92 und deren Offnungen
ein kleiner Ringraun verbleibt, der als Durchlaß für von Hohlraun 80 zur Verteiler- bzw. Sannelkanner 74 dient.
Zusätzlich sind relativ kleine Belüftungeöffnungen 100 zwischen den Fora-Hohlraum 80 und der Bammelkammer 74- vorgesehen,
welche Gasdurchlässe zwischen den beiden Hohlraunen bzw. Kannern bilden. Die Offnungen 100 sind durch
Sand-Sperrsiebe 102 abgedeckt. Vie in Fig. 11 zu sehen ist, sind die von den Sieben abgedeckten öffnungen über
den gesanten Bereich des Forn-Hohlrauns 80 auf bestinnte
Stellen verteilt, so daß die Offnungen in Zusammenwirken
nit den Abstreifstift-öffnungen 88 den Gasstrom über den
Hohlraun verteilen.
Eine Ringdichtung 104 ist an der Verschlußplatte 76 in
jeder der Offnungen 90 angeordnet und bildet eine Wellendichtung für den zugehörigen Auewerfstift 92, um das Gas
in der Sannelkanner 74 zu halten. Diese Dichtung ist ein elastischer O-Ring nit gebogenen Querschnitt, und sie wird
durch «ine nit Schrauben befestigte Ringscheibe 105 in
Stellung gehalten. Sin Paar von nit Innengewinde versehenen.
Bohrungen 106 sind in der Hinterwand des Unterkasten-VerteilerkSrpers
72 ausgebildet und stehen nit der Verteilerbzw. Sanaielkanner 74 in Verbindung. In die Bohrungen
106 sind jeweils Ablaßrohre 108 eingeschraubt, und Ablaßschläuche
110 sind auf die entsprechenden vorstehendem
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Rohrstutzen aufgesteckt, um eine Ableitung für das in der
Sammelkammer befindliche Gas herzustellen.
Ia folgenden wird insbesondere auf die Fig. 7» 10 und 11
Bezug genommen. Vie in diesen Figuren zu sehen ist, sind Führungsstangen 112 an den vier Ecken der Unterkasten-Abstreif
platte 94- befestigt. Sie erstrecken sich nach oben
durch entsprechende Offnungen der Yerschlußplatte 76 und
des Körpers 72, in denen sie vertikale Relativbewegungen
ausführen können. Rohrförmige, nach oben stehende Zentrierzapfen
114 sind an gegenüberliegenden Seiten des Unterkastenabschnitts
56,über die Oberseite 81 des Abschnitts
56 vorstehend, befestigt. Tier rechteckige Platten 116 sind in die Oberfläche 81 nahe der vier Ecken der Unterkasteneinheit
57 eingesetzt.
Gemäß den Fig. 3, 4, 9 und 10 sitzt die Unterfläche 120
dea Oberkastenabschnitts 54 entlang des gesamten Umfange
des Formkastens 52 auf der Oberfläche 81 dee Unterkastenabschnitt
β 56 auf, während der Formkasten geschlossen ist«
Der Oberkastenabschnitt reicht seitlich über den Unterkastenabschnitt hinaus· Die Trennlinie Oder-ebene 122
des Formkastens verläuft horizontal· In den in Fig· 1, 2, 5 und 6 dargestellten anderen Betriebsphasen sitzt der
Oberkastenabschnitt auf Haltestangen 124 «ad 126, die an
seinen vier Ecken angeordnet sind. Die Haltestangen sind
einstellbar-an Stützkonsolen 128 befestigt, welche an dan
Gehäuseseitenwänden 50 und 52 angeschlagen sind. Die Haltestangen
124 an den diagonalen Ecken des Oberkaatene sind
mit kegelstumpffirmigen Köpfen 150 versehen: welche in
entsprechend geformte Ausnelinmr8Hi152 in die Unterseite
Oberäaet·53·; aingreifen.
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Vie in den Fig. 4-6 und 9 zu sehen ist, ist ein Formhohlraum
134 an der Unterseite 120 des Oberkastenabschnitts
ausgebildet, wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Unterkastenabschnitt 34 einteilige Ansätze 136 nach
unten über die Unterfläche des Oberkastenabschnitts vorspringen und in den Unterkastenhohlraum 80 eindringen, um
in den Formteilen Ausnehmungen auszubilden. Der Oberkastenabschnitt ist in ähnlicher Weise wie der Unterkastenabschnitt 36 mit sich vertikal erstreckenden Sandzufuhr- und
Auswerfstift-öffnungen 138 und Gaseinlaß- und Belüftungsöffnungen 140 versehen, welche sich durch den Oberkasten
von der Oberseite 141 zum Formhohlraum erstrecken. Die öffnungen sind mit Sand-Sperrsieben 142 abgedeckt. Die
Füll- und Auswerf stift -öffnungen 138 haben an der einen
Seite konische Erweiterungen 144, welche zum Einsetzen der Sandblasrohre bzw. -düsen geeignet ausgebildet sind, wie
im folgenden noch näher erläutert wird.
Eine elastisch nachgiebige Ringdichtung 150 aus geeignetem
Material, wie porösem Schaumgummi, ist längs ihrer Seitenkanten
in einer'ringförmigen Ausnehmung 152 an der Oberkastenunterseite
120 befestigt. Eine ringförmige Leitung 154 ist in dem Oberkastenabschnitt ausgebildet und steht
mit dem Boden der Ringdichtung und mit einem Druckrohr 156 in Verbindung, das in eine mit Innengewinde versehene
Bohrung 158 des Oberkastenabschnitts eingeschraubt ist. Ein Schlauch 160 ist mit dem herausstehenden Stutzen des
Rohrs 156 verbunden. Venn die Innenfläche der Ringdichtung
Druckluft beaufschlagt wird, wird die Ringdichtung aufgeweitet und bildet dadurch eine Dichtung zwischen dem Oberkastenabschnltt
34 und dem Unterkastenabschnitt 36 des Formkastens, sobald ersterer auf dem Unterkastenabschnitt
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- 14 36 aufruht·
Vie in Fig. 7 zu sehen ist, sind zylindrische Offnungen
162 im Oberkastenabschnitt y\ vorgesehen, welche die Unter«
kasten-iührungsstangen 112 aufnehmen· Auch zylindrische Offnungen 164- sind im Oberkastenabschnitt vorgesehen, um
P die Zentrierzapfen 114 des Unterkastenabschnitts aufzunehmen.
Gemäß den Tig. 1 und 2 weist der Sandbehälter 40 hohle Oberland Unterteile 174 und 176 auf. Am Vagen 38 ist ein Paar
von längs erstreckten Flatten 170 angebracht, welche einander
gegenüberliegende Seiten des Behälteroberteils 174-bilden
und an der Torderseite des Behälters durch Querträger 172 miteinander verbunden sind. Badhalterungen 182
sind an den Vagenplatten I70 an einander gegenüberliegenden
Seiten des Vagens angebracht, und die Vorderräder 184 sind an diesen drehbar gelagert. Die Hinterräder 186 sind in
ähnlicher Veise an der Hinterseite des Sandbehälters 40 * gelagert.
Zwei horizonta Ie Schienen 178 sind auf Konsolen 180 befestigt,
welche an den Inn-enflachen der Haschinenseitenwände
50 und 52 angeschlagen sind. Die Schienen erstrecken sich von der Hinterseite der Maschine 20 bis zu vor der
Torderseite der Rahmen-Seitenwände 50 und 52 gelegenen '
Punkten. Die Vagenräßer 184 und 186 laufen auf den Schienen 178. Auf diese Veise kann der Vagen 38 zwischen einer
Vorder- und einer rückwärtigen Stellung, wie in den Jig. 12 bzw. 13 gezeigt ist, hin- und hergefahren werden.
Ein doppeltwirkender, druckluftbetriebener Zylinder 200 dient zum Bewegen des Vagens 38. Der Zylinder ist an
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nach hinten Torspringenden Auslegern 202 befestigt, die am hinteren Querträger 55 angebracht sind. Eine aus des
Zylinder austretende Kolbenstange 206 ist an ein Kopfstück 208 am Oberteil 174 des Sandbehälters angeschlossen.
Wird die Kolbenstange bei Betätigung des Zylinders ausgestoßen oder eingesogen, so wird der Vagen nach vorne oder
nach hinten bewegt. Die Teile des Wagens werden durch den Kolbenhub gesteuert und vordere und hintere Stoßdämpfer
203 und 204- bringen den Vagen sun Anhalten. Der vordere
Stoßdämpfer 205 1st an einem Vinkeleisen 205 montiert, das
an dem Vorderträger 53 derart befestigt ist, daß der Stoßdämpfer gegen die Vorderseite des Oberteils 174 des Sandbehältere
trifft. Der hintere Stoßdämpfer 204 ist an einem Träger 207 befestigt, der am Querträger 55 derart angebracht
ist, daß der Stoßdämpfer gegen die Hinterseite des
Unterteils 176 des Sandbehälters stößt.
Vährend des Arbeitsablaufs ist der erste Betriebsvorgang beim Formen des Formteils das Einfüllen oder Einblasen von
Sand, und »u diesem Zweck wird der Vagen 38 in die in den
Fig. 2, 3 und 12 dargestellte Vorderstellung gebracht. Dabei steht der Bandbehälter 40 über den Formkasten 32 und unter
dem Blasventil 44 im Arbeltsbereich V, wobei die genannten
Teil· in gegenseitiger vertikaler Ausrichtung stehen. Die Unterkaaten-Gasverteiler- und Auswerfanordnung 42 ist in
ihrer Auerücketeilung vor dem Arbeitsbereich.
Der Oberteil 174 des Sandbehälters ist so ausgebildet, daß er mit dem Blasventil 44 in dichtende Anlage treten kann.
Am Boden des Unterteils 176 ist eine Blasplatte 210 befestigt«
lii welcher Blaelöcher 212 sum Ausblasen von Sand
aus dem Kagasin vorgesehen sind. Sandblasrohre bsw. -düsen
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214 mit an ihrem Umfang angeordneten JBefestigungsflanschen
216 sind an der Unterseite der Blasplatte mit den Blaslöchern ausgerichtet befestigt. Die Blasrohre sind unterschiedlich
lang, wobei sich ihre Länge nach der Umrißform des Form-Hohlraums 134 im Oberkasten richtet. Die Blasrohre
haben einen kegelstumpfforeigen Übergangsteil, welcher
in der zugehörigen, konisch erweiterten öffnung 144- des
Oberkastenabschnitts sitzt, und enden in kurzen zylindrischen Rohrstutzen, welche in die Füll- und Stift-Öffnungen
138 hineinragen und alt den Oberkasten-Formhohlraum 134 in einer Ebene sind, wenn der Sandbehälter und der Form- kasten
32 zur Sandaufgabe zusammengesetzt sind. Die Blasrohre dienen zum Vermeiden von auf den Formteilen entstehenden
Vorsprängen, welche ohne die Bohre in den Füllöffnungen gebildet wurden und nachher rom fertigen Formteil
entfernt werden müßten.
Vie aus den Fig. 2 und 3 su sehen ist, sind flache Abstand88tücke
220 und Zentrieretücke 222 am Bodenteil der Blasplatte 210 befestigt, welche den vorgesehenen Abstand zwischen der Blasplatte und dem Oberkastenabechnitt
34 nach deren Zusammenstellung halten. Aus den Zentrierstücken
vorspringende Zapfen werden von im Oberkasten vorgesehenen entsprechend ausgebildeten Löchern aufgenommen,
die in der Zeichnung nicht dargestellt sind«
Die darauffolgenden Betriebsvorgange werden bei in der rückwärtigen Stellung gemäß den Fig. 1, 4-7 und 13-18 befindlichem
Vagen durchgeführt. Dabei ist der Sandbehälter 40 in vertikaler Auerichtung alt dem Sand-Atifsabe trichter
46 und wird δ*«α? r?: 5n mit Sand aufgefüllt. Die Ober*·
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beitsbereich V in vertikaler Ausrichtung mit dem Formkasten
32 angeordnet.
Der Sand-Aufgabetrichter ist über Winkelstücke 224 an den
Rahmen-Seitenteilen 50 und 52 befestigt und außerdem über
einen Bügel 226 am Querträger 53 abgestützt. Zylinderhalter
230 sind am Boden des Trichters befestigt und erstrecken
sich von diesem aus nach hinten. Druckluft zylinder 232 sind an den Haltern angelenkt, und ihre Kolbenstangen 234
sind an Hebeln 246 angelenkt. Die HeM. 246 sind schwenkbar
an den Außenenden von am Trichter befestigten Achsen
gelagert. Ein Fenster bzw. eine Bühne 250 ist über Arme 252 an den Achsen 248 angeschlossen und im Inneren des
Trichters angeordnet. Diese Bühne ist aus einer eine Abgabeöffnung 251 verschließenden Stellung am Boden des
Triciters (voll ausgezogene Linien) in eine in gebrochenen
Linien dargestellte Abgabestellung durch Betätigung der Zylinder verschwenkbar. Auf diese Weise kann de.? Sandbehälter
40 jedesmal dann aufgefüllt werden, wenn er aus dem Arbeitsbereich V in die hintere Stellung unterhalb des .Sandaufgabetrichters
bewegt worden ist.
Die Oberkasten-Gasverteiler- und Auswerfanordnung 42 weist einen Halterahmen 254 auf, der aus vier Eckpfosten.255 uit
seitlich vorstehenden Flanschen 256, seitlichen Querstreben 257 und vorderen und hinteren Querstreben 258 besteht,
welche beispielsweise durch Schweißverbindungen zusammengeschlossen sind. Vertikal angeordnete Gegenschrauben 253'
sind einstellbar an der Oberseite der Ffostenteile 255 angebracht und können, wie nachfolgend noch beschrieben
werden wird, gegen die Widerlagerträger 51 zur Anlage gebracht
werden. Der Halterahmen ist hängend über die Quer-
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träger 172 am Vagen 38 mittels Bolzen 259 befestigt, die
durch Abstandshalter 261 durchgeführt und an den Querstreben 258 befestigt sind.
Ein rechteckiger Oberkasten-Gasverteiler 260 hängt am Halte»
rahmen 254 und ist an den flanschteilen 256 an seinen vier
Ecken mittels Schrauben 263 befestigt. Gemäß den Fig. 8
und 9 ist der Oberkasten-Gasverteiler ein plattenförmiges
Bauteil mit einer Verteilerausnehmung 262 in seinem Bodenbereich
265. Die Ausnehmung 262 liegt der Oberfläche 141
des Oberkastenabschnitts 34 gegenüber und deckt einen Bereich
ab, der im wesentlichen demjenigen gleich ist, der von dem Oberkasten-Pormhohlraum 134 eingenommen wird. Wenn
der Gasverteiler mit dem Oberkastenabschnitt zusammengesetzt wird, so umschließt di« Terteilerausnehmung die Sand-Einfüllöffnungen
138 und die Öffnungen 140.
Eine mit Innengewinde versehene Bohrung 264 ist im Ober»
kasten-Gasverteiler vorgesehen und führt von dessen einen
Seite ausgehend zur Verteilerkammer. Eine ftexibl© Gas-Zuführleitung
266 ist in die Bohrung eingeschraubt. Eine Ringnut 268 ist in die Bodenfläche 265 des Verteilers eingeformt
und umgibt die Verteilerkammer hz®. -ausnehmung.
In der Ringnut ist eine Druckdichtung 270 eingesetzt, die die Bodenfläche des Verteilers und die Oberfläche 141 des
Oberkastenabschnitts gegeneinander abdichtete
Zylindrische Auswerfstift-Öffnungen 272 siad im Gasverteiler
260 in vertikaler Ausrichtung mit den Sand-Einfüllöffnungen
133 des Oberkastenahschnitts 34, während diese Bauteile aufeinandergepaßt
sind. Die Oberkasten-Auswerfstifte 2?4
sind in die Öffnungen eingesetzt und in diesen vertikal
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hin- und herbeweglich. An dem Gasverteiler sind Vellendichtungen
276 und Andruckscheiben 277 angebracht, welche eine Dichtung zwischen den Verteiler und den Stiften herstellen.
Die Oberkasten-Abstreif- bzw. Auswerfstifte 274
sind nach unten weisend an einer rechteckigen Oberkasten-Auswerfplatte
278 befestigt.
Ib folgenden wird insbesondere auf die fig. 1 und 2 Bezug
genommen. Mittels eines doppeltwirkenden, liftbetätigten Zylinders 280 kann die Oberkasten-Auswerfplatte 278 in
Tertikairichtung hin- und herbewegt werden. Die Kolbenstange 281 des Zylinders 280 ist mit der Auswerfplatte
Terbunden. Der Zylinder ist an einer Halterungsplatte 282 montiert, die mittig zum Halterahmea 254 über Träger oder
Konsolen 283 && den vorderen und rückwärtigen Querstreben
258 befestigt ist. Die Kolbenstange erstreckt sich nach
unten durch die Halteplatte zur Auewerfplatte.
In Fig. 7 ist gezeigt, daß Anschlagstangen 284 an den Ecken
dar Oberkasten-Auawerfplatte befestigt sind. Diese Stangen
weisen τοη der Auewerfplatte nach unten und sind durch öffnungen 286 des GasTerteilers 260 durchgeführt· Die
Gasverteileröffnungen fluchten mit den im Oberkasten vorgesehenen
öffnungen 288. Die Stangen sind so angeordnet, dafi sie auf die Stofiplatten 116 in dem Unterkastenabschnitt
36 aufstoßen· Abstandestücke 290 sind an der Unterseite der Oberkasten-Auswerfplatte 278 befestigt; sie begrenzen
die Abwärtsbewegung der Auswerf platte, sobald sie am Gas-Yerteiler
zur Anlage kommt.
An zwei einander gegenüberliegenden Seitenkanten des Gasverteilers
260 sind Führungestangen 292 befestigt, weiche
sich rom Gasverteiler aus nach oben durch die Oberkat,ven-
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Auswerf platte 278 erstrecken. An den Oberenden der Führungsstangen
sind Köpfe 294 vorgesehen. Die Führungsstangen dienen zur Führung der Auswerfplatte während
ihrer Vertikalbewegung, wobei die Köpfe die Aufwärtsbewegung der Platte begrenzen.
Gemäß den Fig. 1 und 19 weist die Luft- und Gas-Versorgungs-P
einrichtung 22 einen Druckgaserzeuger 300, einen Gaswäscher
bzw. -reiniger 302 und eine von einer nicht gezeigten Druckluftquelle könnende Leitung 304 auf. Zum Druckgaserzeuger
gehören ein Tank 306, ein im unteren Tankende an-, gebrachter poröser Verteiler 307, eineDruckluftleitung
308, die in den Boden des ,Tanks unterhalb des Verteilers eingesetzt ist, und eine Auslaßleitung 310, die durch den
Tankdeckel in diesen mündet. Ein verdampfbaree flüssiges
Härtemittel 312 für das Sand-Bindemittel steht im Tank-*
Inneren unter Druck. Bei der dargestellten Aueführungeform ist das Härtemittel ein katalytisches oder reaktives
Medium, welches ein synthetisches Harzbindemittel rasch . zum Härten bringt.
Die Druckluftleitung 304 ist mit einer Verteilerleitung
314 verbunden, an die die Versorgungsleitung 308 des Druckgaserzeugera
angeschlossen ist. Ein handbetätigbares Druckregelventil oder ein Begier 316 mit. einem Druckanzeiger
317 und einem Sperrventil 318 sind in die Leitung 314 zwischen der Druckluftleitung 304 und der Versorgungsleitung
308 eingesetzt. In den Druckgaserzeuger 300 eingeleitete Druckluft steigt durch die Flüssigkeit 312 auf,
um die Flüssigkeit im Luftstrom zu verdampfen. Die mit dem -gasförmigen Härter angereicherte Luft tritt durch
£ie Ausla£!»itimg 310 aus und gelangt über ein Absperr-
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ventil 319 und ein gesteuertes Hegelventil 320 zu der zum
Gasverteiler 260 fuhrenden Gasversorgungsleitung 266. Ein
Druckmeßgerät 322 ist in die üas-Versorgung-sleitung eingeschalt
ät. _ Eine BeipaBleitung 324 ist an die Verteilerleitung 314 und
an die Gas-Versorgungsleitung 266 angeschlossen· Ein Magnetventil
326 und ein Absperrventil 328 sind in die Beipaßleitung eingeschaltet. Ober die BeipaBleitung kann Druckluft
direkt unter Umgehung des Druckgaserzeugers 3OO zum Gasverteiler 260 geführt werden.
Eine Steuerdruck!.e ltung 330 ist mit der Druckluftleitung
304 und dem Gasdruckregler 320 verbunden. Ein Hagnetventil 332 und ein Mengen-Regelventil 334 sind in die Steuerleitung
eingeschaltet. Wie schematisch in Fig. 19 dargestellt ist, weist das Mengen-Hegelventil 334 eine Steueröffnung
auf, welche die Durchflußmenge in der Leitung begrenzt und einen fortlaufenden Druckanstieg an der Leitungs-Abströmseite
bewirkt. Das Ventil 334 weist außerdem ein Absperrventil 338 zum Belüften der Leitung in entgegengesetzter
Flußrichtung auf.
Die Steuerleitung 330 ist mit dem Gasdruckregler 320 in
bekannter Weise verbunden und steuert dessen Betriebsstellung. Wenn der Druck in der Steuerleitung 330 ansteigt,
steuert der Hegler die durchgelassene Gasmenge derart, daß der abstrÖmseitige Druck fortlaufend ansteigt, d.h. daß
der Druck auf der Gasversorgungsleitung 266 anwächst.
Die die Luft zur Abdichtung des Oberkastens zuführende
Leitung 340 ist mit der Sammelleitung 314 und dem Oberkasten-Luftschlauch 160 verbunden. In der Leitung 340
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ist ein Magnetventil 342 eingebaut. Eine Blasventil-Luftleitung
344 (Pig. 1) ist an die Druckluftleitung 304 und
das Blasventil 44 angeschlossen. Eine Steuerluftleitung
346 ist ebenfalls mit dem Blasventil verbunden.
Der Gaswäscher bzw. Gasreiniger 302 weist einen mit einer Flüssigkeit 350 gefüllten, abgeschlossenen Tank 348 auf.
Die Flüssigkeit 330 dient zum Entfernen schädlicher oder
gefährlicher Härtemittelbestandteile aus dem aus dem Formkasten
32 abgesogenen Ab'gas. Die von der Unterkaateneinheit
37 kommenden Abgasschläuehe 110 sind mit einem EinlaS-rohr
352 an den Reiniger angeschlossen. Das Einlaßrohr
ist zur Bodenseite eines porösen Verteilers geführt, der im unteren Ende des Tanks angeordnet ist. Ein BeipaB-Hagnetventil
354 ist mit dem Einlaßstutzen über eine Zweigleitung
355 verbunden, und ein Auslaßstutzen 356 ist am
Magnetventil angeschlossen. Die Abgase vom Formkasten werden entweder durch die im lank befindliche Flüssigkeit 350
geleitet oder über das Beipaßventil und den Auslaßstutzen 356 direkt in die Atmosphäre gelassen. Die im Reiniger 302
vom Härtemittel befreiten Gase werden über eine Ablaßleitung
358, die durch den Deckel des Heinigers geführt ist, in die
Atmosphäre abgelassen. Vie schematisch in Fig. 19 der
Zeichnung gezeigt ist, wird der über das Hagnetventil 354
gebildete Reiniger-Beipteß durch vom Blasventil 44 kommend®
Luft gesteuert.
Heben der oben beschriebenen Vorrichtung ist die Luft-und
Gas-Versorgungseinrichtung 22 mit feandbetätigbaren Ventilen
360 an bestimmten Steilen des Stromungssittel-Leitiaiigssyatems
ausgestattet.
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Zu Beginn und an Ende des Betriebsablaufs sind die Elemente
der Haschine 20 in den in Fig. 1,6 und 18 gezeigten Stellungen. Bei« ersten Betriebsvorgang wird der Forakasten 32
in die Höhe dee Sandbehälters 40 gebracht, wobei der Sandbehalter sub Oberkastenabschnitt 34 des Formkastens ausgerichtet
ist, bevor der Forakasten Bit harzgebundemeit Sand
gefüllt wird. Diese Stellung ist in den Fig. 3 und 12 dargestellt.
Bei diesem Verfahrensschritt wird der VagenzylInder 200
beaufschlagt, so daß seine Kolbenstange 206 ausgerückt und der Vagen 38 nach vorne geschoben wird, wie in Fig. 2 dargestellt
ist. Dabei wird der Sandbehälter 40 in den Arbeitsbereiche V zwischen den oberen Blasventil 44 und de« darunterliegenden
Forakasten 32 gebracht„ Während der Wagenzylinder
beaufschlagt wird, wird der Hubtischzylinder 62 ebenfalls betätigt und drückt den Kolben 64 unter Anheben
der unterkasteneinheit 37 nach oben.
Die Unterkasteneinheit tritt nit de» Oberkastenabschnitt
34 in Anlage und drückt letzteren unter Abrücken desselben
▼on den Haltestangen 124 nach oben, wahrend der Hubtischsylinder
62 den Kolben 64 weiter ausrückt, wird der zusammengerückte Formierten nach oben gegen den Sandbehälter 40
bewegt, wobei die Sand-Blasrohre 214 in die Sand-Füllöffnungen 138 im Oberkasten 34 eingreifen. Ober den Formkasten
wird der Sandbehälter in dichtende Anlage gegen das Blasventil 44 gerückt, wobei der Vagen 38 von den Schienen 178
abgehoben wird· Die Torrichtung ist dnach in ihrer in Hg· 3 dargestellten Sand-Einfüllstellung.
Dme Blasventil 44 wird daraufhin betätigt und bläst harzgebundenen
Sand aus dem Sandbehälter 40 über die Blas-
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löcher 212 und die Blasrohre 214 in den zwischen den
Unter- und Oberkastenabschnitten 36 und 34 gebildeten
Formhohlraum, der aus den zusammengesetzten Unterkasten- und Oberkastenhohlräumen 80 und 134 besteht (rgl. Fig. 9
und 10). Dabei befindet sich die Unterkasten-Auswerfplatte
94 in ihrer bezüglich der Unterkasteneinheit 37nntersten
Lage und ruht auf den Abstandestücken 95 auf. Die Ober enden
der Unterkasten-Auswerfstifte 92 liegen dabei in einer Ebene mit der Wandung des Unterkastm-Formhohlraums 80, wie
dies in den Fig. 3 und 10 dargestellt ist.
Der Sandbehälter 40 wird mittels der Abstandsstücke 220 und 222 gegenüber dem Oberkastenabe chnitt 34 auf Abstand
gehalten, so daß ein Zwischenraum «wischen der Blasplatte
210 und der Oberfläche 191 des Oberkastenabechnltts rerblelbt.
Während des Blaero-rgangs efcrömt Luft durch die
Gas-Einlaß- und Lüftungsöffnungen 140 des Oberkastenabschnitte und«wird in die Atmosphäre zwischen dem Sandbehalter
und dem Oberkastenabschnitt abgeführt« Ee tritt
außerdem Luft durch die Lüftungsöffnung^OO des Unterkastenabschnitts
36, wird in der Unterkaeten-Yerteilerkamaer 74 gesammelt und durch die Unterkasten-Abgabeschläuche 110
abgegeben. Die aus dem Unterkaeten abgelassene Luft* kann
durch den Abgabestutzen 336 durch Betätigung des Beip.aß-Magnetrentile
354- (Fig. 1) abgelassen werden. Gemlß 1Ig.
wird, gesteuert τοπ der Tom Blasventil 44 körnenden Luft,
das BeipaS-Hagnetrentil 354 betätigt, und es ändert seinen
dargestellten Zustand in einen anderen Zustand·
Im Formkastenhohlraum wird ein poröser Formteil oder Kern
370 auegebildet. Dieser Formteil let jedoch noch nicht
gehärtet bzw. standfest gemacht·
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Bei Portsetzung des Betriebsäblaufs, zu desan Erläuterung
auf Pig. 13 Bezug genommen wird, wird der Kolben 64 gesenkt, um den Formkasten 32 zusammen mit den Sandbehälter
40 abzusenken, bis der Vagen 36 auf den Schienen 178 abgesetzt
ist. Danach wird der Vagen 38 durch Betätigung des
Zylinders 2CX) nach rückwärts bewegt, wodurch die Oberkasten-Gasverteiler-und
Auswerf anordnung 42 in den Arbeitsbereich V, vertikal ausgerichtet mit dem Formkasten, gebracht
wird. Gleichzeitig wird der Sandbehälter in seine Aufnahmestellung unterhalb des Sandaufgabetrichters 46
gebracht und die Bühnenzylinder werden betätigt, um die Bühne 250 zu öffnen und den Behälter erneut zu füllen. Dabei
sei bemerkt, daß die Zusammensetzung des harzgebundenen Sandes so gewählt ist, dfi er nicht aus den Rohren 214 austritt,
solange nicht der Sandbehälter unter Luftdruck steht.
Vie aus Fig. 14 hervorgeht, wird der Kolben 64 als nächstes
ausgerückt, um den Formkasten 32 mit der Oberfläche 141
des Oberkastenabschnitts 34 nach oben in Anlage an die Unterseite des Qasvertellers 260 anzuheben. Unter der
Kraft des Kolbens wird der Vagen 38 von den Schienen 178 abgehoben, bis die Anschlagschrauben 253 gegen die Viderlagerklötze
51 (Fig. 1) stoßen·
Im folgenden wird auf Fig. 15 Bezug genommen. Als nächstes
wird der Oberkasten-Auswerfzylinder 260 betätigt, der seine
Kolbenstange 281 ausstößt und dadurch die Oberkasten-Auswerfplatte 278 absenkt, wobei die Oberkasten-Auswerfstifte
274 in die Sand-Einfüllöffnungen 138 eingreifen, bis die
unteren Enden der Auswerf stifte in einer Ebene mit der Vand des Oberkasten-Formhohlraums 134 liegen. Diese Stel-
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- 26 lung ist in den Fig. 4 und 9 dargestellt.
Gemäß WLg- 7 wird die Stellung der Oberkasten-Auswerfstifte
274 durch die Anschlagstangen 284 bestimmt, welche gegen
die in der Oberfläche 81 des Unterkastenabschnitte 36 eingelassenen
Anschlagplatten 116 stoßen. Die Auswerfplatte 278 ist mit Abstand unterhalb der Köpfe 294 der Führungsstangen
292 angeordnet. Der Oberkastenzylinder 280 halt den Druck auf die Oberkasten-Auswerfplatte 278 aufrecht,
wobei die Zylinder-Gegenkraft über die Gegendruckschrauben 253 auch auf die Widerlagerträger 51 übertragen wird.
Das Hagnetventil 342 in der Oberkasten-Dichtungeluftleitung
340 wird geöffnet (Fig. 1, 9 und 10), und Druckluft strömt durch den Schlauch 160 und den Oberkastenkanal 154
und bläht den Dichtring I50 auf, wodurch eine gasdichte
Abdichtung zwischen dem Oberkastenabschnitt 34 und dem
Unterkastenabschnitt 36 geschaffen wird. Danach ist der Formkasten 32 zum Härten des in ihm enthaltenen Formteils
370 bereit.
Das Steuerventil 332 wird geöffnet, um Luft durch den Mengenregler 334 zu leiten und den Verteilerdruck-fiegler
320 zu betätigen. Druckluft wird durch das flüssige Härtemittel
312 im Druckgaserzeuger-Tank 306 geleitet, wobei
ein Gasgemisch aus Luft und dem Härtemittel gebildet w^rd·
Der Verteilerdruck-Begler 320 wird progressiv geöffnet,
um den Gasdruck in der Gasversorgungsleitung 266 und in . der Gasverteilerkammer 262 fortlaufend zu steigern. Es er*
gibt sich ein fortlaufendes Anwachsen des Drucks des ~ dem Formkastenhohlraum über die Gaseinlaßöffnungen 140 und
die Sand-Einfüllöffnung 138 um den Oberkasten-Auswerf stift en
274 herum zugeführten Gases.
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Die Einlaßöffnungen 140 und die Füllöffnungen 138 sind über die Oberkasten- und Unterkastenabschnitte f wie dies
für den Unterkastenabschnitt 36 in Fig. 11 dargestellt ist,
rerteilt, üb das i« Gas enthaltene Härtemittel möglichst
gleichmäßig über das poröse Formteil 370 im Formhohlraum su Terteilen. Um ein rasches Aushärten su erreichen, wird
das Gas unter erhebliches! Druck, s.B. bei 2,81 Atmosphären,
zugeführt. Ss hat sich gezeigt, daß bei relativ hohem
Anfanga-Qesdruck die Geschwindigkeit des durch die Offnungen
und Füllöffnungen tretenden Gases so hoch 1st, daß die ungehärteten Formteile 370 an den Gas-Zuführstellen beschädigt
oder seretört werden. Es hat sich außerdem gezeigt,
daß beim Zuführen dea Gases mit progressiv anwachsendem Gasdruck die Formteile an den Gas-Zuführstellen ausreichend
aushärten, um eine E-roeion bzw. Zerstörung der Formteile
an diesen Funkten su verhindern. Dabei härtet der Formteil rasch und genügend aus, um dem relativ niedrigen Anfangsgasdruck
standzuhalten, wobei der Härteprosees progressiv mit dem Anwachsen des Gasdrucks fortschreitet, so daß die
Formteile auch den anwachsenden Gasgeschwindigkeiten standhalten und bei grofier Auehärtgeschwindigkeit ihre genaue
Form beibehalten.
Im folgenden wird auch auf Fig. 10 Besug genommen. Das
das Härtemittel enthaltende Gas wird durch den Formteil 370 Betrieben und verläßt den Formhohlraum durch die Lüftungaöffnungen
100 des Unterkastenabschnitts 36 und durch die Ünterkaeten-Auswerfstift-öffnungen 88 um die Uhterkaeten-Auswerfatifte
92 herum und wird schließlich in der Unterkasten-Samaelkammer 74 gesammelt. Das Abgas strömt
durch die Sammelkammer su den Abgasschläuchen 110 und in den Heiniger-Einlaßstutsen 352. Die Abgase werden durch die
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Flüssigkeit 350 im Reinjg?r-Tank 358 geleitet und von dem
restlichen Härtemittel befreit. Die vom Härtemittel befreite Luft wird danach über die Ausgangsleitung 358 in
die Atmosphäre abgelassen. Dabei ist die Luft» und Gas-Versorgungseinrichtung 22 in dem in Fig. 19 darge-stellten
Zustand.
Der Oberkasten-Gasverteiler 260, die Oberkasten-Auswerfstifte 274, der Unterkastenabschnitt 36, der Unterkasten-Gassammler
39 und dl* Unterkasten-Auswerfstifte 92 sind
als nach außen abgedichtete Einheit zusammengehalten, wäh-, rend das gasförmige Härtemittel in den Formkasten 32 eingeblasen
und aus diesem abgelassen wird. Daher ergibt die Druckdichtung 270 einen dichten Verschluß zwischen dem
Oberkasten-GasverteHer 260 und der Oberfläche 141 des
Oberkastenabschnitts, während der Formkasten durch den vom
Kolben 64 auf ihn ausgeübten Druck gegen den Gasverteiler gedrückt wird. Der aufblähbare Dichtring 150 wird unter
Druck gehalten § um eine Abdichtung zwischen den Oberkasten und dem Unterkasten entlang des Formhohlraums zu schaffen,
während die beiden Formkastenabschnitte vom Kolben 64 zusammengedrückt werden. Die Wellendichtungen 276 am Oberkasten-Gasverteiler
verhindern den Austritt des Gases über den un die Oberkasten-Auswerfstifte 274 bestehenden Hingraum,
ua4 die Vellendichtungen 104 der Verschlußplatte 76 des Unterkastensammlers verhindern einen Gasaustritt um
die Unterkasten-Auswerfstifte 92.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel tritt zwar das '
gasformige Härtemittel von den Oberkasten-Gasverteiler
260 in den Formhohlraum ein und wird über den Unterkasten-Gas saaal er 39 abgeführt; selbstverständlich könnte das
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Härtemittel auch vom zuletzt genannten Sammler aus eingeführt und von dem zuerst genannten Verteiler aus abgeführt
werden, wobei gewisse Änderungen in den Anschlüssen der Luft- und Gas-Verteilereinrichtung 22 und einige andere
untergeordnete Konstruktionsänderungen getroffen werden
müßten.
Bei der dargestellten Ausführungsform und dem beschriebenen Verfahren verstreicht etwa eine halbe bis eine Sekunde
zwischen dem Zeitpunkt, bei dem das gasformige Härtemittel in die Gasversorgungsleitung 276 vom Verteilerdruckregler
320 abgegeben wird, bis zum Erreichen des vollen Drucks, d.h. bis zum Erreichen von etwa 2,8 at. Danach ist eine
Zeit von etwa 5 Sekunden bis sur vollständigen Aushärtung eines mittleren Kerns erforderlich. Daraus ergibt sich, daß
die Formteilherstellung wesentlich beschleunigt wird, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren Verwendung finden.
Nach dem Härtevorgang wird das Steuerventil 332 (Fig. 1 und
19) betätigt, um die Druckluft von dem den Gasdruck im Gasverteiler 260 steuernden Regler 334- abzulassen. Das Belpaßventil
326 des Gasdruckerzeugers wird betätigt, um die Druckluft über die Beipaßleitung 324 und die Gasversorgungsleitung 266 zum Gasverteiler 260 zu leiten und das System
zu reinigen. Die Luft wird von der Unterkasteneinheit 37 durch die Abgasschläuche 110 zum Reiniger 302 geführt, von
dem aus sie über die Ablaßleitung 358 in die Atmosphäre
abgegeben wird. Der Reinigungsvorgang bedarf etwa einer Zeit von 3 Sekunden bei einem Luftdruck von etwa 2,81 at
und durchschnittlicher Kerndicke.
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Nach Beendigung des Reinigungsvorgangs wird das Beipaß-Magnetventil
326 geschlossen und der Lufteinlaß zum Gasverteiler 260 gesperrt. Bas Hagnetventil 342 in der Oberkasten-Dichtungsleitung
340 wird betätigt, um die Leitung zur Verteilerleitung 314- zu schließen und den Luftschlauch
160 zu belüften, wobei der Druck auf den Dichtring 130 im Oberkastenabschnitt abfällt und die Dichtung zwischen
den Formkastenabschnitten gelöst wird.
Im folgenden wird auf die Tig. 5 und 16 Bezug genommen.
Als nächstes wird der Kolben 64- abgesenkt, um den Formkasten 32 vor dem Auswerfen des gehärteten Formteils 317 aus dem
Formkasten abzusenken. Zunächst wird dabei der Formkasten solange gesenkt, bis der Oberkasten 34 auf den Oberkasten-Haltebolzen
124 und 126 auf ruht, wie in Fig. 16 gezeigt ist. Die Oberkasten-Auswerfplatte 278 und die Oberkasten-Auswerfstifte
274 werden unter dem fortgesetzten Druck des
Zylinders 280 abwärts gefahren, wobei die Anschlagstangen
284 weiterhin auf den StoBplatten 116 auf ruhen (vgl. Fig. 7). Die Unterkasteneinheit 37 wird bei fortgesetzter
Abwärtsbewegung des Kolbens 64- weiter gesenkt. Der Oberkastenabschnitt
34 bleibt an den Oberkasten-Ankerstangen hängen. Die Oberkasten-Auswerfplatte 278 und die Oberkasten-Auswerfstifte
274 setzen ihre Abwärtsbewegung unter Einfluß
des Zylinders 280 fort und werfen dadurch den Formteil 370
aus dem Oberkasten 34 aus, während dieser auf dem Unterkasten
36 (Fig. 5) liegen bleibt.
Es wird nun auf Fig. 17 Bezug genommen. Wenn der Kolben
64 weiter abgesenkt wird, wird die vertikale Trennung der den Formteil 370 tragenden Unterkasteneinheit 37 von dem
Oberkastenabschnitt 34 vergrößert. Die Oberkasten-Auswerf-
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platte 278 wird mittels des Zylinders 280 völlig abgesenkt,
bis die Anschlagblöcke 290 (Fig. 5) an die Oberfläche des Gasverteilers 260 anstoßen. Der Wagen 38 wird beim Absenken
des Kolbens erneut auf die Schienen 178 aufgesetzt. Die Unterkasteneinheit wird bis zu einem Funkt abgesetzt,
bei dem die Unterkasten-Auswerfplatte 94 gegen die oberen Enden der Haltestangen 96 zur Anlage kommt.
im folgenden wird auf die Fig. 6 und 18 Bezug genommen. Die Unterkasten-Auswerfplatte 94 und die Auswerfstifte 92
werden auf den Haltestangen 96 in Ruhestellung festgehalten, während sich der Kolben 64 weiter abwärts bewegt und die
Unterkasteneinheit 37 mit diesem abgesenkt wird. Das Formteil
370 bleibt ebenfalls, auf den Unterkasten-Auswerfstiften
aufliegend, in Ruhestellung, wobei das Formteil vom Unterkaetenabschnitt 36 abgehoben und auf den Auswerfstiften
über de« Unterkastenabschnitt abgestützt wird. Der Oberkasten-Auswerfzylinder 280 wird daraufhin betätigt,
ua die Kolbenstange 282 mit der Oberkasten-Auswerfplatte 278 und den zugehörigen Auswerfstiften 274 aus dem Oberkastenabschnitt
34 herauszuheben. Die Oberkasten-Ausw erfplatte
wird solange angehoben, bis ihre Oberfläche gegen die Köpfe 294 der'Führungsstangen 292 schlägt. Das Formteil
370 kann sodann in bekannter Weise mit Hand oder auf
mechanischem Vege entfernt werden.
Nachdem gegebenenfalls ein Freigabe- oder Trennmittel aufgebracht
worden ist, ist die Maschine für einen neuen Betriebszyklus bereit. Der neue Betriebszyklus beginnt durch
Einstellen der Haschine in den in Fig. 12 gezeigten Zustand,
worauf der neue Betriebszyklus und die nachfolgenden
Arbeitsschritte in der oben beschriebenen Weise ausgeführt werden. Die Haschine kann fortlaufend und automatisch
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auf diese Weise lebrieben werden, wobei übliche Zeitgeberund Steuerinstrumente verwendet werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren können zur Herstellung von Gießerei-Sandteilen bei verschiedenen Kaltkastenverfahren Verwendung finden.
Bas beschriebene Ausführungsbeispiel ist besonders gut zur Verwendung von Sand mit einem härtbaren Harzbinder
geeignet, wobei ein gasförmiges Härtemittel mit schädlichen oder gefährlichen Eigenschaften eine Nachbehandlung der
Gase erforderlich macht. So können beispielsweise im Handel befindliche Harzbinder eine Mischung von gleichen Gewichtsteilen an "Isocure I" und "Isocure II" (Archer-Daniels-Midland
Company) enthalten, die in einem Binderverhältnis bis zu etwa 2% des Sandgewichts verwendet werden. Ein
Amin-Härtemittel, insbesondere Triethylamin wird als Binder
verwendet. In diesem Falle ist die im Druckgas-Erzeugertank 306 befindliche Flüssigkeit 312 Triethylamin, und die
Flüssigkeit 350 im Reinigertank 348 ist eine wässrige
Säure, z.B. Phosphorsäure.
In der Gießerelprazis werden verschiedene Formkasten-Ausführungen
verwendet, und zwar zusammen mit geeigneten Sand-Blasplatten und Blasrohren sowie Auswerfstift-Anordnungen.
Sie Erfindung ist an verschiedene Fonakastenerforderaisse
anpaßbar, und die angegebene Ausführungeform ist nur als Beispiel anzusehen.
Die Erfindung übernimmt verschiedene Vorteile der Kaltkastenverfahren
und erreicht darüber hinaus noch die oben beschriebenen zusätzlichen Vorteile. So können beispielsweise drei vollständige Betriebszyklen pro Hinute erreicht
werden, so daß die Produktionsziffern außergewöhnlich hoch sind. 9 0 9887/1073
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Gieß-Sandformteilen,
gekennzeichnet durch einen Formkasten (32) mit trennbaren Formkastenabschnitten (34,36), zwischen denen ein Form-Hohlraum
(134,80) gebildet ist und in denen zum Hohlraum führende Gasdurchlässe (88,100,138,140) ausgebildet sind;
durch einen beweglich angebrachten Gas-Verteiler (260), der nahe des Formkastens angeordnet, mit diesem in dichtende
Anlage gebracht und mit den Gasdurchlässen in Verbindung gebracht werden kann, wobei eine Gasleitung für
unter Druck stehendes Gas zwischen dem Verteiler und dem Formhohlraum gebildet ist} und durch eine Vorrichtung
(64,181) zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen dem Verteiler und dem Formkasten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Formkasten (32) zum Formhohlraum (134,80) fuhrende Sand-Einfüllöffnungen (144,138) ausgebildet sind, und daß
die Einfüllöffnungen von dem am Formkasten anliegenden Gasverteiler (260) umgeben bzw. abgedeckt sind.
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-s-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Sandbehälter (40), der zum Auf füllen des Formhohlraums
(124,80) über die Füllöffnungen (144,158) an den
Formkasten (32) anrückbar ist; und durch einen eine Halterung
und Führung für den Gasverteiler (260), den Sandbehälter (40) und den Formkasten (32) bildenden Vagen (38),
V dessen Anordnung und Ausbildung so getroffen 1st, daß der
Gasverteiler und der Sandbehälter alternativ in eine Stellung nahe des Formkastens versetzbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Gasverteller (260) Auswerf stifte
(274) zugeordnet sind, welche unter Durchführung durch den
Gasverteiler (34) zum Auswerfen eines Formteils aus dem anliegenden Formkastenabschnitt in diesen Formkastenabschnitt
einführbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen t zweiten nahe dem Formkasten (32) angeordneten Gasverteiler
bzw. -sammler (39)« der mit dem Formkasten in dichtende Anlage versetzbar und mit den Gasdurchlässen (88,100) zur
Bildung einer Gasleitung für unter Druck stehendes Gas zwischen dem Verteiler und dem Formhohlraum (134,80) verbindbar
ist, wobei das Gas von dem einen Gasverteiler (260,39) aus dem Formhohlraum zuführbar und über den anderen
Gaeverteiler von dem Formhohlraum abfuhrbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dafi dem zweiten GasverMler (39) eine zweite Gruppe von
Auswerfstlften (92) zugeordnet ist, wobei die Stifte (92)
unter Durchführung durch den zweiten Gasverteiler zum Auswerfen des Formteils in den anderen Formkastenabschnitt
(36) einführbar sind.
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7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischem jedem der Gasverteiler (260,39)
und dein jeweils anliegenden Fonnkastenabschnitt (34,36)
Dichtungen (270,150) vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gaszuführleitung (266) an dem
Gasverteiler (260) angeschlossen ist. die mit einem gesteuerten, den Gasdruck progressiv steigernden Druckregelventil
(320) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (150) aufblähbar bzw. aufweitbar ist.
10. Verfahren zum Herstellen eines Gieß-Sandformteils in
einem Formkasten mit trennbaren Formkastenabschnitten, zwischen denen ein Hohlraum gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst ein Sandbehälter mit dem Formhohlraum in Verbindung gebracht wird; daß sodann ein härtbares
Bindemittel enthaltender Sand aus dem Sandbehälter in den Formhohlraum geblasen wird, um in diesem ein Formteil auszubilden;
daß der Formkasten und der Behälter voneinander getrennt werden; daß ein Gasverteiler mit dem Formhohlraum
verbunden wird; worauf ein gasformiges Härtemittel für das Bindemittel vom Verteiler in den Formhohlraum geblasen
wird, um den Formteil auszuhärten; und daß schließlich die Formkastenabschnitte zum Entfernen des Formteils aus dem
Formkasten auseinandergerückt werden.
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11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Härtemittel mit progressiv wachsendem Druck in den
Formhohlrauin eingeblasen wird, wobei das Formteil nahe den
Härtemittel-Einblaspunkten ausreichend schnell ausgehärtet wird, um eine Erosion des Formteils an diesen Stellen zu
verhindern.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Gas-Verteiler mit dem Formhohlraum in Verbindung
gebracht wird; und daß während des Blasvorgangs das Abgas in den zweiten Gasverteiler geleitet wird.
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