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DE1920175A1 - Schutzschalter - Google Patents

Schutzschalter

Info

Publication number
DE1920175A1
DE1920175A1 DE19691920175 DE1920175A DE1920175A1 DE 1920175 A1 DE1920175 A1 DE 1920175A1 DE 19691920175 DE19691920175 DE 19691920175 DE 1920175 A DE1920175 A DE 1920175A DE 1920175 A1 DE1920175 A1 DE 1920175A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flywheel
circuit breaker
electromagnet
angle lever
armature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691920175
Other languages
English (en)
Inventor
Merriken Lyal Nathan
Harper George Sullivan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airpax Electronics Inc
Original Assignee
Airpax Electronics Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airpax Electronics Inc filed Critical Airpax Electronics Inc
Publication of DE1920175A1 publication Critical patent/DE1920175A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H73/00Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
    • H01H73/36Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release
    • H01H73/38Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release reset by lever
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay
    • H01H71/446Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay making use of an inertia mass

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

  • Schutzschalter Die Erfindung betrifft insbesondere einen neuen verbeeserten elektromagnetischen Schutzschalter, der bei kurzzeitigen Stromspitzen nicht öffnet. Der neue Sohutzschalter weist dabei insbesondere ein Schwungrad zur Vergrößerung der Trägheit des Schutzschalter-Ankers auf, um hierdurch eine Zeitverzögerung vor dem Öffnen des Sohutzschalters einzuführen, wenn er Uberbelastet wird.
  • Bekanntlich finden Schutzschalter in verschiedenen Vorrichtungen Verwendung, bei welchen die elektrische Ausrüstung, insbesondere der Stromerzeuger, gegen Uberlastung geschlitzt werden soll. Ein wesentlicher Vorteil derartiger Schutzschalter besteht darin, daß sie im Gegensatz zu Schmelzsicherungen wiederholt betätigt werden können, ohne daß ein Austausch oder eine Reparatur erforderlich wird. Einer der Nachteile der elektromagnetischen Schutzschalter besteht jedoch darin, daß sie eine Tendenz zum Abschalten besitzen, wenn sie kurzzeitig Stromspitzen hoher Amplitude ausgesetzt werden. Diese sogenannten Störauslösungen treten meistens beim Anlassen bestimmter Typen von Elektromotoren sowie beim Schalten induktiver und kapazitiver Lasten auf. Alifgabe der Erfindung ist mithin in erster Linie die Schaffung einesSchutzschalters mit verbesserten Betriebseigenschaften.
  • Dabei soll inbesondere ein Schutzschalter mit im Vergleich zu ähnlichen, herkömmlichen Schutzaohaltern erhöhtem Vermögen zur Aufnahme von elektrischen Impulsen höherer Amplitude und/oder längerer Dauer geschaffen werden.
  • In speziellerer Ausführung soll die Erfindung einen Schutzschalter mit größerer Zeitverzögerung gegenüber tiberlastströmen von z.B. mehr als etwa 40 X des-Nennstroms schaffen, Dabei soll unter Wahrung wirtschaftlichster Gesichtspunkte eine vereinfachte und kostensparende mordnung einer zusätzlichen mechanischen Zeitverzögerung für Sehutzachalter geschaffen werden, ohne daß gleichzeitig die zum Auslösen des Schutzschalters erforderliche Kraft in größerem Ausmaß zu verändern ist.
  • Weiter soll erfindungsgemäß der Aufbau eines Schutzschalters mit ausbalanziertem Schwungrad, das mit dem Anker des Schutzschalters gekoppelt ist und hierbei wirksam die dynamische Masse des Ankers vergrößert, gelehrt werden.
  • Die Erfindung schafft in erster Linie eine Vorrichtung zur Beseitigung von Störauslösungen, so daß der erfindungsgemäße Schutzschalter praktisch unempfindlich gegenüber nur kurzzeitig auftretendem Strömen hoher Amplitude ist.
  • Gleichzeitig behält die erfindungsgemäße Vorrichtung aber die anderen vorteilhaften Merkmale der herkömmlichen Schutzsehalter bei, nämlich das Ansprechverhalten auf kleine und große Uberlastungen langer Dauer. Dieser Vorteil wird besonders dadurch gewährleistet, daß im Schutzschalter auf einfache und kostensparende Weise eine verstärkte mechanische Verzögerung vorgesehen wird, die einen großen Einfluß auf Überlastungen von mehr als etwa 400% des Nennstroms des Schutzschalters hat. Folglich vermag der Schutzschalter elektrische Impulse höherer Amplitude und/oder längerer Dauer aufzunehmen, bevor er auslöst.
  • Die Trägheit bzw. die erhöhte Kapazität des erfindungsgemaßen Schalters wird durch Anordnung eines Schwungrads im Schutzschalter erreicht, welches eine zusätzliche Zeitverzögerung bewirkt. Bei Schutzsohaltern ist allgemein eine gewisse vorbestimmte Kraft erforderlich, um den Anker zu verlagern, den Mechanismus zu betätigen und die Kontakte zu öffnen. Durch Anordnung eines ausgewuchteten Sehwungrads im Schutzschalter wird die zu bewegende Masse des Schutzschalter-Mechanismus vergrößert, die zur Betätigung des Schutzschalters erforderllche Kraft Jedoch nicht verändert.
  • Da die zur Betätigung des Mechanismus erforderliche Kraft mit oder ohne Schwungrad im wesentlichen gleich bleibt, während die dynamische Masse des Mechanismus um die Masse des Schwungrads vergrößert wird, wird mithin die Beschleunigung vermindert. Als Ergebnis erhält der Schutzschalter eine mechanische Zeitverzögerung, die bis zu einem bestimmten Grenzwert hinsichtlich der Amplitude und der Dauer von Schaltspitzen so lang ist, daß der Schutzschalter an einem Auslösen gehindert wird. Fall der Stromstoß Jedoch aus irgend einem Grund andauert, löst der erfindungsgemäße Schutzschalter aus.
  • Die Erfindung bewirkt als besonderen Vorteil, daß wenn der erfindungsgemäße Schutzschalter Überlastungen bis zu einem bestimmten konstruktionsbedingten Prozentsatz von s.B.
  • 400% des Nennstroms oder darunter ausgesetzt wird, er die Oharakteristik eines Schutzschalters ohne Schwungrad behält. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, daß das Schwungrad ausbalanziert ist und keine nennenswerte Kraft auf den Anker ausübt. Erst bei Stromstärken von z.3.
  • über 400% des Nennstroms beginnt das Schwungrad einen wesentlichen Einfluß auf die Auslösezeit des Schutzsehalters zu haben.
  • in Die Erfindung ist im folgenden/einem bevorzugten Ausftihrungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Schutzschalters mit geschlossenem Gehäuse mit den Merkmalen der Erfindung, Fig. 2 eine in stark vergrößertem Maßstab gehaltene Seitenansicht des Schutzschalters gemäß Fig. 1 mit abgenommenem Gehäuse, welche den Schutzschalter in eingerasteter Offenstellung mit geöffneten Kontakten veranschaulicht, Fig. 3 einen Fig. 2 ähnelnde Teilschnitt, welcher den Mechanismus mit geschlossenen Kontakten veranschaulicht, Fig. 4 einen den Fig. 2 und 3 ähnelnden Teilschnitt, welcher den Mechanismus in einer Zwischenstellung bzw.
  • einer ausgelösten Offenstellung zeigt, Big. 5 einen lotrechten Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 2, Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 2, welcher Jedoch das eingesetzte Gewinderohr zeigt, Fig. 7 eine Einzelheiten der Abzugstift-lnschlagschienen-Anordnung zeigende perspektivische Ansicht, in vergrößertem Maßstab, Fig. 8 eine Detailansicht zur Veranschaulichung des Eingriffs zwischen der Abzugstift-Anschlagachienen-Anordnung und dem Gabelhebel des Schutzachalters gemäß Fig. 1, Fig. 9 eine in vergrößertem Maßstab gehaltene perspektivische Ansicht der Winkelhebelanordnung des Elektromagnetankers, Fig. 10 eine Ansicht des auf seinem Träger gelagerten Schwungrads und Fig. 11 eine in vergrößertem Maßstab gehaltene psrapektivische, auseinandergezogene Darstellung des Schwungrads und des Achsniets, auf welchem sich das Schwungrad dreht.
  • Gemäß den Figuren weist der erfindungsgemäße Schutzschalter ein Gehäuse 10 auf, das aus einem Kunststoff mit guten elektrischen Isoliereigensohaften hergestellt ist.
  • Im Gehäuse 10-ist ein Rahmen 11 montiert, auf welchem die beweglichen Teile des Schutzschalters zur Verlagerung eines Arbeitskontakts 12 in und außer Berührung mit einem Gegenkontakt 13 gelagert sind.
  • Der Arbeitskontakt 12 sitzt auf einem Hebel 14, der mit einem Stift 15, welcher in einem Langloch 16 im Hebel befestigt ist, schwenkbar und verschieblich am Rahmen gelagert ist. Der Stift 15 ist im Abstand, von seinen Enden am Rahmen 11 montiert und seine Enden erstrecken sich über den Rahmen 11 hinaus und greifen mit engem Sitz in Ausnehmungen 17 ein, die gemäß Fig. 5 in den Gehäusehälften 10 und 10' vorgesehen sind Eine um den Stift 15 herum angeordnete Feder 18 weist eine Verlängerung 19, die am Hebel 14 anliegt, und eine sich am Rahmen 11 abstiitzende Verlängerung 20 auf0 In den Fig. 3 und 4 sind der besseren tfl>ersichtliehkeit halber bestimmte Abschnitte des Rahmens 11 weggelassen, während der gesamte Rahmen 11 in Fig. 2 dargestellt ist.
  • Am Rahmen 7i ist mittels eines Stifts 22 ein Betätigungahebel 21 angelenkt. Der Stift 22 ist einwärts, von seinen Enden im Rahmen montiert, während seine Enden über den Rahmen hinausragen und mit enger Passung in zwei zusammenwirkende, am besten aus Fig. 5 ersichtliche Ausnehmungen 22r eingreifen, die in das Gehäuse 10 eingegossen sind. Um den Stift 11 ist eine Feder 23 herumgelegt, die sich mit einem Arm 24 an einem Stift 25 und mit einem Arm 26 am Rahmen 11 abstützt Auf dem Stift 25 ist ein L-förmiger Lenker 27 schwenkbar gelagert, der huber einen Stift 29 schwenkbar mit zwei Abstand voneinander besitzenden Lenkern 28 verbunden ist. Die Lenker 28 sind durch einen Stift 30 schwenkbar miteinander verbunden, so daß sie den Hebel 14 umgreifen.
  • Im Lenker 27 ist an der Biegung der B»Form der Schaft eines Abzugstifts 31 drehbar gelagert, der zwischen den Lenkern einen ausgesparten Abschnitt 32 aufweist, welcher durch Herausschleifen einer Fläche 32 am Schaft 31 (Fig. 7) gebildet ist und als Abzug für die Kante 42 eines gegabelten Kurvenhebels 40 dient Am Schaft 31 ist ein Arm bzw eine Anschlagechiene 53 starr und drehfest befestigt, die einen vom Ende des Arms abgebogenen Lappen 34 trägt. Das eine Ende des Schafts 31 ist mit einem Vierkant zur Aufnahme in einer im Arm 33 vorgesehenen Vierkantöffnung versehen. Nach dem Zusammenbau wird das Ende des Schafts 31 fest gegen den lirm 33 gestaucht, so daß der Schaft und der Arm dauerhaft miteinander verbunden sind. Um den Schaft 31 ist eine Feder 35 herumgelegt1 deren Arme 36 und 37 sich an einem einstückig mit dem einen Arm des Lenkers 27 ausgebildeten Anschlag 38 bzw. an einer Verlängerung 39 des Arms 33 abstützen. Die Feder 35 ist so gewickelt, daß sie die Verlängerung 39 gegen den Anschlag drängt.
  • Der gegabelte Kurvenhebel 40 ist zwischen den parallelen Firmen des Lenkers 27 schwenkbar auf dem Stift 25 gelagert. Der eine Schenkel 41 der Gabel-Konfiguration ist mit einer Kante 42 versehen die mit dem Abzug-Abschnitt 32 des Schafts 31 zusammengreift, während ihr anderer Schenkel 43 mit einem gekrümmten Kurvenabsohnitt 44 versehen ist, welcher an einem von den Lenkern 28 getragenen Stift 45 anzugreifen vermag. Zwischen den Schenkeln ist am Ende des Kurvenabschnitts 44 eine Rastausnehmung 46 vorgesehen.
  • Der Rahmen 11 ist mit einer Auflage bzw. Plattform 47 versehen, auf welcher ein Elektromagnet 48 mit einer Spule montiert ist, deren eines Ende mit einem Anschluß 49 in Reihe geschaltet ist, während ihr anderes Ende mit einer am Hebel 14 befestigten geflochtenen flexiblen Kupfer-Leitung 50 in Reihe bgeschaltet ist, so daß über den bewegbaren Kontakt 12,den Gegenkontakt 13 und einen Kontakt träger 51 an einem Anschluß 52 ein elektrischer Stromkreis herstellbar ist. Ein Anker 53 ist mit Hilfe eines Stifts 54 schwenkbar am Rahmen 11 gelagert und an einem Inkerhebel 55 befestigt, mit welchem er einen in Fig. 9 näher dargestellten Winkelhebel 56 bildete Am Stift, 54 ist eine Feder 57 montiert, welche den Winkelhebel 56 in die Stellung gemäß Fig. 2 drängt. Das freie Ende des nkerhebels bildet eine gekrünmte Auslöse-Kurvenfläche 58. In der Sohließstellung der Kontakte befindet sioh die Lenkeranordnung in der Stellung gemäß Fig. 3, in welcher sich der Lappen 34 an der gekrümmten Auslöve-Kurvenfläche 58 am Ende des Ankerhebels 55 befindet.
  • Gemäß den Fig. 10 und 11 verachwentk sich der &nker-Win kelhebel 56 um den am Rahmen 11 befestigten Stift 54. Bin im Winkelhebel vorgesehener Schlitz 84 dient zur Aufnahme eines Vorsprungs bzw. Zapfens 83, der an einem aus Messing bestehenden Schwungrad 82 befestigt ist. Das Schwungrad 82 ist drehbar auf einem Niet 81 gelagert, welcher eine zentrale Bohrung 86 im Schwungrad sowie eine Bohrung in einer flachen Tragplatte 80 durchsetzt, welche z.B. durch Löten starr am Rahmen 11 befestigt ist. Das Schwungrad 82 ist vorzugsweise bezüglich seiner Drehachse 87 ausbalanziert und bei 88 und 89 mit Ausschnitten versehen, 8o daß der Winkelhebel 56 durch das Zentrum des Schwungrads wirkt.
  • Auf diese Weise ist das Schwungrad vollständig ausgewuchtet, 80 daß es durch den Winkelhebel verdreht werden kann, ohne eine andere wesentliche Verzögerungskraft auf ihn auszuüben, als die auf der Drehträgheit des Schwungrads beruhende Verzögerungskraft.
  • Das Gehäuse besteht aus zwei spiegelgleichen Abschnitten bzw. Teilen 10 und 10' (Fig. 1 und 5), die mit Hilfe von im Gehäuse vorgesehene Bohrungen durchsetzenden Nieten 62 aneinander befestigt sind. Einer der Gehäuseteile, beispielsweise der Teil 10, ist mit einer Längsnut 70 versehen, während der andere Gehäuseteil mit einer mit engem Sitz in die Längsnut eingreifenden Längs zunge versehen ist.
  • Durch diese ineinander eingreifende Anordnung werden die Gehäuseteile beim Zusammenbau genau aufeinander ausgerichtet.
  • Jeder Gehäuseteil ist mit in die einander berührenden Flächen eingegossenen Ausnehmungen 63 versehen, die jeweils einen erweiterten Abschnitt 64 aufweisen. Wenn die Gehäuseteile gemäß Fig. 5 aneinander befestigt sind, bilden die Ausnehmungen 63 gemeinsam Öffnungen zur Aufnahme von mit Gewinde versehenen Metall-Röhrchen 65 (Fig.6) mit Sechseck-Köpfen, mit deren Hilfe die Anordnung an einem Halter bzw. Träger befestigbar ist. Die Ausnehmungen 66 bilden zusammen die Öffnungen zur Aufnahme der mit Gewinde versehenen Anschlüsse 49 und 52.
  • Im Betrieb wird bei einer Überlastung der Elektromagnet 48 so stark erregt, daß er den Anker 53 anzieht und den Winkelhebel 56 sich um den Stift 54 im Uhrzeigersinn verschwenken läßt. Der im Sohenkel des Winkelhebels vorgesehene Schlitz 84 (Fig. 9) kommt hierbei mit dem Kurbel-Zapfen 83 des Schwungrads 82 in Eingriff. Das Schwungrad 82 ist an der Tragplatte 80 mit Hilfe des Achsniets 81 befestigt, vermag sich jedoch frei um letzteren zu drehen.
  • Bevor sich der Anker 53 in eine Stellung verschwenken kann, in welcher er den Schutzschalter-Mechanismus auslöst, muß er das Schwungrad 82 gemäß Fig. 10 im Uhrzeigersinn drehen.
  • Im Ball eines am Elektromagneten 48 anliegenden hohen ffberlaststroms verlängert das Schwungrad 82 die Zeitspanne, welche zum Verschwenken des Ankers 53 nötig ist, im Vergleich zu einem Schutzschalter ohne ein solches Schwungrad.
  • Im Fall eines niedrigen Überlaststroms behindert dagegen das Schwungrad 82 die Verlagerung des Ankers 53 durch den Winkelhebel nicht, so daß die Zeitspanne, die für das Verschwenken des Ankers 53 erforderlich ist, praktisch die gleiche ist wie bei einem ähnlichen Schutzschalter ohne ein solches Schwungrad.
  • Wenn sich der Anker 53 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, bringt der Ankerhebel 55 (Fig. 9) die kuslöse-Kurvenfläche 58 in Berührung mit dem Lappen 34, so daß die Anschlagschiene 33 und der Schaft 31 verdreht werden0 Bei der Drehung des Schafts 31 kommt der ausgesparte Abschnitt 32 in eine der Kante 42 des gegabelten Kurvenhebels 40 gegenüberliegende Lage, so daß sich der Kurvenhebel 40 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Stift 25 zu drehen vermag und gemäß Fig. 4 den Stift 45 aus der Rastausnehmung 46 herauskommen läßt. Infolge der Freigabe des Stifts 45 kann die Gelenkanordnung zusammenfallen und kann sich der Hebel 14 um den Stift 15 herum verschwenken, um die Kontakte 12 und 13 zu öffnen. Der beim Öffnen der-Kontakte entstehende Lichtbogen wird auf tibliche Weise durch das uberspringen auf die Ableiter 59 und 60 gelöscht. Eine dicht neben den Ableitern im Gehäuse 10 vorgesehene Entlüftungsöffnung dient als Druckablaß für die bei der Lichtbogenbildung entstehenden Gase. Die sich gegen den Stift 25 abstützende Feder 23 schwenkt den Betätigungshebel 21 in die Stellung gemäß Pig. 2. Infolge der Bewegung des Stifts 25 um den Stift 22 unter der Vorbelastungskraft der Feder 23 werden die Lenker 27 und 28 sowie der Eurvenhebel 40 wieder aufeinander ausgerichtet1 um den Stift 45 auf die in Fig. 2 dargestellte Weise wieder in die Rastausnehmung 46 zu bringen. Zum Schließen der Kontakte wird der Betätigungshebel 21 um den Stift 22 herum im Uhrzeigersinn verschwenkt, um das Gestänge bzw. die Lenkeranordnung zum Verschwenken des Hebels 14 abwärts zu drängen. Wenn sich die Kontakte schließen, bilden sie einen Schwenkpunkt, um welchen sich der Hebel 14 gegen die Kraft der Feder 18 verschwenkt, um die Feder und die Lenkeranordnung für eine spätere Auslösebewegung zu spannen.
  • Aus der vorangehenden Beschreibung ist mithin ersichtlich, daß die Erfindung einen verbesserten Schutzschalter schafft, der gegenüber kurz zeitigen starken Überlastungen besonders unempfindlich ist. Ein ausbalanziertes Schwungrad erhöht dabei die dynamische Trägheit des Winkelhebels 56 und des Ankers 53 und ist besonders bei ttberlastungen von mehr als 400 des Nennstroms wirksam, um die Auslösezeit des Schutzschalters zu verlängern. Dies bedeutet, daß nach der Grundformel tKraft=MasseBeschleunigung" die durch das Schwungrad unter dem Einfluß der gleichen Auslösekraft bewirkte Massenvergrößerung die Beschleunigung des Ankers herabsetzt, so daß es länger dauert, bis sich der Anker in eine Stellung verschwenkt, in welcher der Schutzschalter ausgelöst wird. Die erfindungsgemäße Anordnung unter Ausnutzung von Trägheitskräften ist vergleichsweise einfach und billig aufgebaut und erfordert keine Abwandlung des grundsätzlichen Schutzschalter-Mechanismus. Gleichzeitig ver-Dessert sie beträchtlich die Fähigkeit des Schutzschalters, Uberlastströmen zu wUderstehen, und reduziert beträchtlich die sogenannte Störauslösung, wie sie bei den herkömmlichen Schutzschaltern zu finden war.
  • Zusammenfassend schafft die Erfindung mithin einen elektromagnetischen Schutzschalter mit verbesserten Betriebseigenschaften, der weniger empfindlich gegenüber einer Auslösung durch Uberlastströme sehr kurzer Dauer ist. Der erfindungsgemäße Schutzschalter weist einen mechanisch mit einem ausbalanzierten Schwungrad gekoppelten Anker auf, so daß die zu beschleunigende Masse des Ankers vergrößert wird. Das Schwungrad verleiht dem Schutzschalter eine anfängliche mechanische Zeitvereögerung für oberlaststrdme von mehr als etwa 400% des Nennstroms.
  • Selbstverstindlich kann die Erfindung in zahlreichen anderen Ausführungsformen wie z.B. auch für Verzögerungen unterhalb oder oberhalb des Grenzwerts von 400% verwirklicht werden, onne daß von ihrem Grundgedanken oder ihren wesentlichen Eigenschaften abgewichen wird. Aus diesem Grund soll die vorstehend dargestellte und beschriebene iusführungsform der Erfindung in jeder Hinsicht nur als erläuternd und keinesfalls die Erfindung einschränkend angesehen werden, vielmehr soll die Erfindung alle innerhalb des erweiterten Schutzumfangs liegenden änderungen und Abwændlungen mit einschließen.

Claims (14)

P a t e n t a n 5 p r u c h e
1. Schutzschalter mit einem Elektromagneten und einem Anker zur Auslösung des Schutzsohalters, gekennzeichnet durch ein drehbar im Inneren des Schutzsohalters gelagertes Schwungrad und ein letzteres mit dem Anker koppelndes Mittel, so daß die zu beschleunigende Masse des Ankers effektiv vergrößert wird.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungsmittel eine mit einem Schlitz und einem Stift versehene Verbindung zwischen dem Sohwungrad und dem Anker ist.
3. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungsmittel ein am Schwungrad vorgesehener Vorsprung ist und daß der Anker einen Schlitz zur verschieblichen Aufnahme des Vorsprungs aufweist.
4e Schutzschalter mit einem Elektromagneten und einem Kontakt-Auslösemechanismus, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Elektromagneten ein Winkelhebel angelenkt ist, der einen einen Anker für den Elektromagneten bildenden Abschnitt sowie einen zweiten Abschnitt zur Betätigung des Auslösemechanismus nach einem vorbestimmten Bewegungsweg des Winkelhebels aufweist, und daß mit dem Winkelhebel eine träge Masse zur effektiven Vergrößerung seiner zu beschleunigenden Masse gegenüber oberlastströmen von mehr als etwa 400 des Nennstroms für den Elektromagneten verbunden ist.
5. Sohutzschalter-nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die träge Masse ein ausbalanziertes Schwungrad ist.
6, Schutzschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, die träge Masse ein neben dem Winkelhebel drehbar gelagertes ausbalanziertes Schwungrad und einen an diesem vorgesehenen Vorsprung aufweist und daß der Winkelhebel mit einem Schlitz zur verschieblichen Aufnahme des Vorsprungs versehen ist.
7. Schutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwungrad mit Aussparungen versehen ist und daß sich der Vorsprung an einem ausgesparten Abschnitt des Schwungrads befindet, so daß der Winkelhebel über den Mittelpunkt des Schwungrads auf dieses einwirkt.
8. Schutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwungrad in der Schwenkebene des Winkeuhebels drehbar gelagert ist.
9. Schutzschalter zum Schutz gegen elektrische ffberlastung insbesondere nach Anspruch 1, mit einem Elektromagneten, zwei Kontakten, einem mit dem einen Kontakt gekoppelten Kippmechanismus, um diesen Kontakt vom anderen Kontakt wegzubewegen, einem neben dem Elektromagneten angelenk ten Anker und einem Mittel zum Auslesen des Kippmechanismus, gekennzeichnet durch eine mit dem Anker gekoppelte träge Masse zur Verlängerung der Auslösezeit des Schutzsohalters bei an dem Elektromagneten liegenden Stromstärken mit einer Amplitude von mehr als etwa 400% des Nennstroms des Elektromagneten.
10. Schutzschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die träge Masse ausbalanziert-ist, so daß sie praktisch nur eine Trägheitskraft auf den Anker ausübt.
11. Schutzschalter nach Anspruch §, dadurch gekennzeichnet, daß die träge Masse ein neben dem Anker drehbar gelagertes Trägheits- bzw. Schwungrad ist.
12. Schutzschalter insbesondere nach Anspruch 1, mit einem elektrisch isolierenden Gehäuse, einem in das Gehäuse eingebauten Elektromagneten, einem im Gehäuse vorgesehenen Kontaktpaar und einem im Gehäuse angeordneten Kippmechanismus zum Trennen des einen Kontakts vom anderen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippmechanismus einen Abzug und einen neben dem Elektromagneten -schwenkbar gelagerten Winkelhebel zum Auslösen des Abzugs aufweist, daß ein Teil des Winkelhebels einen Anker für den Elektromagneten bildet und daß im Gehäuse ein ausbalanziertes Schwungrad sowie ein den Winkelhebel mit dem Schwungrad koppelndes Mittel vorgesehen ist, wobei das Schwungrad durch eine Sohwenkbewegung des Winkelhebels verdreht wird.
13. Schutzschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwungrad einen Vorsprung trägt und daß der Winkelhebel mit einem Schlitz zur verschieblichen Aufnahme des Vorsprungs versehen ist.
14. Schutzschalter nach Anspruch 12, daduroh gekennzeichnet, daß das Schwungrad in der Schwenkebene des Winkelhebels drehbar gelagert ist.
Leerseite
DE19691920175 1968-04-22 1969-04-21 Schutzschalter Pending DE1920175A1 (de)

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US72948668A 1968-04-22 1968-04-22

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