DE1919363A1 - Regelsystem fuer Dampfturbinen - Google Patents
Regelsystem fuer DampfturbinenInfo
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- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
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Description
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19193C
W. 435
Augsburg, den 10. April 1969
Westinghöuse Electric Corporation, 3 Gateway Center, Pittsburgh,
Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Amerika
Regelsystem für Dampfturbinen
Die"Erfindung betrifft Turbinen für elastische Strömungsmittel
und insbesondere Steuersysteme bzw. Regelsysteme für Dampfturbinen.
Eine besondere Gruppe von Dampfturbinen bilden die Entnahmedampfturbinen, welche typischerweise, jedoch nicht
ausschließlich, zu den kleineren Turbinen gehören und welche im allgemeinen so ausgelegt sind, daß sie einerseits den
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in einer Industrieanlage für einen industriellen ProzeB
erforderlichen Dampf und andererseits Turbinenantriebsenergie liefern, die zum Antrieb einer Anlage oder eines Versorgungs-Kraftwerksgenerators
vorbestimmter elektrischer Leistung benötigt wird. Eine leistungsmäßig geeignet bemessene
Entnahmedampfturbine kann also einerseits als Energiequelle zum Betrieb des Generators einer Papierfabrik verwendet
werden und kann gleichzeitig durch Entnahme von Dampf aus dem Hauptstrom der Turbine den für die Papierherstellung
und andere Zwecke notwendigen Dampf bereitstellen. Der Betrieb als mechanische Energiequelle kann entweder die vornehmliche
oder auch eine zweitrangige Aufgabe der Entnahmedampfturbine sein. Andere Turbinenarten, welche letztlich
eine gleiche Punktion wie die Entnahmedampfturbine erfüllen, sind die Gegendruckturbinen, welche für Arbeitsvorgänge,
Heizzwecke oder andere Aufgaben den Strom des Arbeitsdampfes unter einem bestimmten gesteuerten Druck abgeben, sowie
Seewasser-ümwandlungsturbinen, welche einerseits elektrische Generatoren antreiben und andererseits den Dampfstrom
erzeugen, der in einer Entsalzungsanlage für die Erwärmung des behandelten Seewassers benötigt wird. Turbinen, welche
in solchen Anwendungsfällen eingesetzt werden, können Entnahmedampfturbinen oder Gegendruckturbinen sein.
Bei einer anderen Gruppe von Dampfturbinen wird der
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Dampf vornehmlich zur Beaufschlagung der Turbine selbst verwendet, die nur als mechanische Energiequelle in Kraftwerken oder auf anderen Gebieten eingesetzt wird. Die
Turbinenbauarten sind von Anwendungsfall zu Anwendungsfall je
nach Kraftwerk verschieden und in mit fossilen Brennstoffen betriebenen Wärmekraftwerken finden Turbinen Anwendung,
die normalerweise eine Hochdruckstufe, eine Mitteldruckstufe und eine Niederdruckstufe enthalten, die entweder in
Eingehäusebauweise oder in Mehrgehäusebauweise hintereinandergeschaltet sind, wobei zwischen den einzelnen Stufen eine '
oder mehrere aufeinanderfolgende Zwischenüberhitzungsstufen vorgesehen sein können. Weitere als mechanische Energiequellen
verwendete Turbinen sind Schiffsturbinen für turboelektrische
Antriebe sowie unmittelbar zum Schiffsantrieb verwendete Turbinen, welche unter Steuerung des Schifsschraubenmomentes
bzw. der Schiffsgeschwindigkeit betrieben werden.
Bekannte analoge oder analog-digitale elektrohydraulische Turbinenregelsysteme weisen geschlossene Rückkopplängsschleifen
auf. Grundsätzlich wird die durch Ventilbetätigung beeinflußbare Ausgangs-Regelgröße des Systems oder eine
diese Regelgröße wiedergebende Größe gemessen und unter Bildung eines Fehlersignales mit einem Sollwert verglichen.
Das Fehlersignal wird in einer einen Analogregler enthaltenden
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Schaltung bei vorgegebenem Verstärkungsgrad der Schleife
und oft auch mit vorgegebener übertragungsfunktion verarbeitet
und es wird ein Stellsignal gebildet, welches eine hydraulische Betätigung der Dampfventile der Turbine
bewirkt, was mittels einer Ventilstellungsregelung mit einem Servoventil, einem Stelltrieb und einem Stellungsregler
erfolgt, welcher eine Stellungsfehler-Rückkopplung aufweist
und welcher das genannte Servoventil betätigt. Ist der Stellungsfehler auf Null verringert, so ist die korrigierende
Ventilregulierung beendet.
Bei Antriebsturbinen kann ein Drehzahl-Fehlersignal die Regelung allein oder in Verbindung mit einem LastregeIsignal
beeinflussen. Als weiteres Beispiel einer bekannten Turbinenregelschleife sei die Regelung mehrerer Regelgrößen bei
Entnahmedampfturbinen angeführt, wobei gesonderte Regelschleifen für die Drehzahl und den Entnahmedampfdruck erforderlich
sind und das Drehzahlfehlersignal sowie das Druckfehlersignal
jeweils unmittelbar die Einflußnahme der Drehzahlregelschleife bzw. der Druckregelschleife beeinflussen und wobei eine
Koppelung zwischen den beiden Regelschleifen vorgesehen ist, um die jeweilige Regelwirkung dieser Schleifen jeweils
abwandeln zu können.
Ist die durch Ventilbetätigung zu beeinflussende
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Ausgangs-Regelgröße die Turbinenbelastung, wie dies bei
großen- Kraftwerken der Fall ist, deren Turbinen, mit konstant
gedrosseltem Dampfdruck beaufschlagt wurden, so kann die Belastungs-Regelschleife offen oder geschlossen sein und
im allgemeinen wirkt sie mit der geschlossenen Drehzahl-Rückkoppe lungs schleife zusammen. Nachdem die Turbine mittels
der Drehzahlregelschleife auf Synchrondrehzahl gebracht worden ist, behält das Drehzahl-Fehlersignal normalerweise
den Wert Null und die Dampfventile werden mittels der Belastungs-Regelschleife so betätigt, daß der Dampfstrom durch die
Turbine festgelegt wird und damit eine Bestimmung des von der Turbine aufgenommenen Anteiles der Gesamtlast erfolgt. Während
vorübergehender Drehzahlstörungen, welche durch starke Laständerungen verursacht werden, wird zur Aufrechterhaltung
der Synchrondrehzahl eine Frequenz_Drehzahlregelung angewendet.
Die" Lastregelschleife kann offen oder insofern im
wesentlichen offen sein, als bestimmte genau bemessene Veränderungen der Ventileinstellung von Hand vorgenommen
werden können, wenn die Anzeige der erfolgten Wirkleistung oder einer anderen, der Belastung entsprechenden Größe
einen Fehler ausweist. Eine raschere, qedoch immer noch verzögerte Lastregelung wird erreicht, wenn man ein dem
Druck in einer Zwischenüberhitzungsstufe entsprechendes
ORIGINAL INSPEGTED
Signal als Rückkoppelungssignal in einer geschlossenen
Lastregelschleife verwendet. Die schnellste Lastregelung wird bei geschlossener Rückkoppelungsschleife mit einem
Drucksignal erzielt, das aus einer Impulskammer oder aus der ersten Expansionsstufe abgeleitet ist.
Im allgemeinen sind geeignete Funktionsschaltungen in der Lastregelschleife vorgesehen, welche das Belastungs-Sollsignal,
d.h. das Belastungs-Bezugssignal oder das
Belastungs-Fehlersignal beeinflussen. Im allgemeinen kompensiert die durch die Funktionsschaltung zur Wirkung
kommende Funktion statisch die gewöhnlich nichtlineare Kennlinie der Ventildurchströmung jeweils in Abhängigkeit
von der Ventilstellung, so daß schließlieh eine lineare Beziehung zwischen den Änderungen des geregelten Dampfstromes
und den Änderungen der Höhe des Belastungsbedarfes oder des Belastungssollwertes hergestellt wird.
Ein im Handel erhältliches» bekanntes elektrohydraulisches
Turbinenregelsystem ist in der Veröffentlichung "Electrohydraulic
Control For Improved Availability and Operation of Large Steam Turbines", M. Birnbaum und E.G. Noyes,
ASME-IEEE National Power Conference at Albany, New York, 19. bis 23. September 1965» dargestellt und genauer beschrieben.
Bei diesem System wird zur Regelung der Turbinendreh?ahl ung
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zur Lastregelung bei großen Dampfturbinen für elektrische
Kraftwerke die Ruckkoppelungsregelung verwendet. Hierbei
findet zum Teil auch eine digitale Schaltung Verwendung. Insbesondere ist ein digitales Pestkörper-Bezugssystem
vorgesehen, durch welches die früher verwendeten Drehzahl-Last -Verstellmotoren in Wegfall kommen, mit denen bisher
entsprechend einer zulässigen fallenden Kennlinie die Veränderungen der Sollwerte von Turbinendrehzahl und Last
vorgenommen wurden. Eine Veröffentlichung mit dem Titel "Automatic Electronic Control of Steam Turbines According
To A fixed Programme", Brown Boveri Nachrichten, März 196Ί,
befaßt sich mit einem ähnlichen Gegenstand.
Zwar zeigen die bekannten Bauarten elektrohydraulischer
Regelsysteme für Turbinen und elektrische Kraftwerksanlagen im allgemeinen ein zufriedenstellendes Regelverhaltens
doch weisen diese Regelsysteme einige charakteristische Nachteile auf, von denen wiederum einige eine Folge des
grundsätzlichen Aufbaues und der grundsätzlichen Eigenschaften
dieser Regelsy3teme sind. Beispielsweise war es, wie bereits angedeutet, bisher allgemein üblich, Rückkoppelungsschaltungeη
mit einer übertragungsfunktion zu wählen, welche eine Kompensation der Nichtlinearität der Kennlinien von Ventilstellung
zu Ventildurchströmung für die Turbinenventile
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bewirkte und gerade dieses Merkmal führt zu bestimmten Nachteilen.
Der Zweck einer statischen Kompensation mittels einer eine entsprechende Punktion verwirklichenden Schaltung ist
es, anstelle der Dampfventileinstellung vielmehr den Dampfstrom proportional zu der Rückkoppelungsfehlergröße oder
der Bezugsgröße zu machen und dadurch den Grad der Verstellung proportional zu dem betreffenden Sollwert des Regelsystems
zu machen. Es ist jedoch unzweckmäßig und oft schwierig, für die jeweils verschiedene Kennlinien aufweisenden Ventile, mit
denen jeweils in einer bestimmten Turbinenanlage oder bei verschiedenen, die Fertigung verlassenden Tiirbineneinheiten
eine Regelung durchgeführt wird, eine Schaltung zu verwirklichen, welche eine genau linearisierende übertragungsfunktion
aufweist. Ein Grund dafür ist es, daß jedes Ventil oder jede Ventilanordnung eine besondere, zur genauen Linearisierung
führende übertragungsfunktion benötigt und demgemäß jeweils besondere und verhältnismäßig kostspielige elektronische Einrichtungen
zur Verwirklichung dieser Punktionen erforderlich sind,
Ein weiterer und vermutlich noch wichtigerer Grund für
die genannte Schwierigkeit ißt es, daß im Gegensatz zu dem Fall, in welchem die Kennlinie der Ventilstellung in
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Abhängigkeit von der Strömung im wesentlichen eine positive
Neigung aufweist, eine Schaltung mit wirklich genau linearisierender
übertragungsfunktion dann nicht wirtächäftlich und
nur unter Schwierigkeiten hergestellt werden kann, wenn die
Kennlinie längs eines oder mehrerer gekrümmter Kürvenabschnitte
eine negative Neigung besitzt, wobei an den jeweiligen Enden
der Kurvenabschnitte Wendepunkte mit horizontaler Tangente
gelegen sind. Weiter ist zu beachten, daß selbst dann, wenn
für eine bestimmte Ventilanordnung eine Schaltung* mit einer
ausreichend linearisierenden übertragungsfunktion gefunden worden ist, während des Betriebes eine Änderung der Kennlinie
der Ventilstellung in Abhängigkeit von der Strömung auftreten kann, was auf einem Verschleiß des Ventiles oder
dergl. beruhen kann und die von vörneherein starr ausgebildete
statische übertragüngsschaltung erfüllt darin
nicht länger ihren Zweck, so daß in unerwünschtem Mäße
Wartungsarbeiten angezeigt oder notwendig sind.
Außerdem ist bemerkenswert, daß gleiche öder ähnliche
Gesichtspunkte auch iifl allgemeinen für Änwendüngäfälie gelten,
bei dertert vor öder während des fürbineribetriefees gewählte
statische überträgüngsfuriktiörien deö Regel§y§tem§ verwendet
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1319363
Wegen der angeführten Nachteile in Regelsehleifen mit
statischen Kennlinien ergaben sich bisher im Turbinenbetrieb
und in der Turbinenregelung in der gesamten Türbinentechnik
Schwierigkeiten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und
Genauigkeit. Bei Turbinenanlagert für elektrische Kraftwerke9
die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden und Dampfkessel
in Trommelbauart oder andere Dampferzeugungssysteme
besitzen, haben die aus den obengenannten Nächteilen
resultierende ünwirtschaftlichkeit und Ungenauigkeit zu
einer geringeren Flexibilität bei der Leistungsregelung
und zu höheren Energieerzeugungskosten geführt.
Außer den durch die statischen Kennlinien verursachten
Schwierigkeiten hat man noch einen weiteren Nachteil bei elektrohydraulischen Turbinenventilregelungen und beim
Betrieb von Turbinen mit solchen Regelsystemen beobachtet. Dieser Nachteil besteht in der begrenzteh Punktionsfähigkeit
hinsiehtIieh des dynamischen Türbinenverhaltens, d.h. bei
der Regelung der Ansprechgeschwiridigkeit der DampfventÜe
und der Ansprechgeschwindigkeit der Türbinenbeaufschlagting.
Jm allgemeinen weisen Turbinenregöisysteme Regeischieifen
mit dynamischen Kennlinien bei propörtidriäiem Verhalten und
bei geeignetem Verstärkungsfaktor für eine stabile VefltÜ-eins
te llung und ein stabiles Ansprechen der fiirbinenfeeaiif^
schlägung auf* Είπε Biege !schleif § mii §&ϊβ&§τ Κ§ηϊ*££η£# f
oder führt nicht zu dem gewünschten dynamischen Ansprechen
der Dampfventile und zu der gewünschten dynamischen Ansprechgeschwindigkeit der Turbinenbeaufschlagung und bezüglich der
betreffenden elektrischen Kraftwerke nicht zu der gewünschten Ansprechgeschwindigkeit bei der Leistungserzeugung, wenn
Änderungen in den Betriebsbedingungen des Systems auftreten.
Eine Schwierigkeit bei der Wahl der dynamischen Kennlinien beruht auf der Tatsache, daß unterschiedliche Größen
der Änderung der Ventilsollstellung jeweils unterschiedliche Verstärkungsfaktoren der Einstellschleifen erfordern, um das
gewünschte dynamische Ansprechen unter Einhaltung stabiler Bedingungen bei der Ventileinstellung zu erreichen. Beispielsweise
kann gefordert werden, eine rasche stabile Ventileinstellung schwingungsfrei mit 10 Prozent überlauf auszuführen.
Eine kleine Änderung der Sollstellung kann für dieses Ansprechverhalten einen ersten Verstärkungsfaktor G1
erforderlich machen* während eine größere Änderung der
Sollstellung hierfür einen zweiten, größeren Verstärkungsfaktor Gp erfordern kann. Da aber der Verstärkungsfaktor der
Einstellschleife typischerweise festliegt, kann das gewünschte Ventileinstellungs-Ansprechverhalten nur in einem
begrenzten Bereich der Änderungen der Ventilsollstellung eingehalten „-werden. ■ - =
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9 09 8 4 4/1 30'^ '
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Eine weitere nachteilige Eigenschaft, die bei bekannten
Turbinenregelsystemen mit dynamischen Kennlinien zu beobachten ist, ergibt sich aus der Begrenzung der Bandbreite der
Regelschleife entsprechend der Größe des Verstärkungsfaktors der Schleife, welcher für ein stabiles Ansprechen
zu wählen ist. Diese notwendige Begrenzung und Verschlechterung der Qualität bekannter Regelschleifen führt zu verhältnismäßig
niedrigen Verstärkungsfaktoren der Regelschleife, um den Einfluß von Störsignalen auf das Regelverhalten herabzusetzen.
Damit ist bereits eine Grenze für die Geschwindigkeit gesetzt, mit welcher die Ventilverstellung und die Turbinen-Dampf
beauf schlagung ansprechen kann, wohingegen ein rascheres Ansprechen sonst wünschenswert wäre oder innerhalb
der thermischen und mechanischen dynamischen Eigenschaften der Turbine auch erreicht werden könnte. Bandbreitebegrenzungen
bei der Turbinenregelung ergeben sich insbesondere in Turbinenregelsystemen mit in Kaskade geschalteten Regelschleifen
und mit Summationsknotenpunkten, wie dies in den Regelsystemen der Turbinenanlagen großer elektrischer Kraftwerke der Fall ist, in denen der Verstärkungsfaktor einer
inneren Ventileinstellungsregelschleife auf den Ausgang einer äußeren Lastregelschleife Einfluß nimmt und hierdurch
eine Herabsetzung des Verstärkungsfaktors der äußeren Schleife
erfordert, um sicherzustellen, daß gegenüber Störsignalen in der äußeren'Lastregelschleife ein ausreichend niedriger
' - 12 -
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Ansprechpegel erhalten wird.
Ein weiterer Nachteil bei Turbinenregelungen mit dynamischen Kennlinien beruht auf der Tatsache, daß eine
charakteristischerweise proportional wirkende Regelschleife, selbst dann, wenn sie in bestimmten Fällen mit einer innerhalb
der thermischen und mechanischen Grenzen der Turbine rasch und genau arbeitenden Ventileinstellung zusammenarbeitet,
meistens ein zu stark gedämpftes Ansprechverhalten der Turbinen-Dampfbeaufschlagung verursacht, da eine Änderung
der Dampfströmung eine gewisse Zeit benötigt, um den neuen
Antriebs-Dampfstrom zur Turbinenbeaufschlagung entsprechend der neuen Dampfströmung auszubilden. Die Bedeutung dieses
Nachteiles ändert sich mit der Größe oder der relativen Größe dieser übermäßigen Zeitverzögerung, welche dem Ansprechen
der Turbinenbeaufschlagung innewohnt. Im Falle von Turbinenanlagen für große elektrische Kraftwerke ist der Zeitunterschied
zwischen einem kritischen Ansprechen und einem über-gedämpften Ansprechen im Vergleich mit anderen entsprechenden
Größen beim Betrieb der Anlage verhältnismäßig kurz und deshalb hat diese zeitverzögerung keinen zu großen
nachteiligen Einfluß» Dies bedeutet aber, daß in Turbinenanlagen elektrischer Kraftwerke das Ansprechverhalten der
Beaufschlagung im strengen Sinne normalerweise nicht optimal istj wobei jedoch wenig oder gar kein Vorteil im Kraftwerks-
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betrieb dadurch erwirtschaftet werden kann, daß die Anspreche
geschwindigkeit der Turbinenbeaufschlagung erhöht wird,
da andere Nachteile in der Anlage diesen Vorteil überdecken.
Bekannte Turbinenregelsysteme sind aber zumindest in bestimmten denkbaren elektrischen Kraftwerksanlagen oder in
anderen Anwendungsfällen der gesamten Turbinentechnik von
Nachteil, bei welchen ein optimales oder nahezu optimales
dynamisches Turbinenverhalten wünschenswert ist oder, wenn es sich verwirklichen ließe, von Vorteil wäre.
Zur Erhöhung der Turbinenansprechgeschwindigkeit können bei bekannten Regelsystemen dynamische Kennlinien
verwendet werden, bei welchen beispielsweise eine analoge Geschwindigkeitsregelung vorgesehen ist. In diesem Falle
kann die Dampfventileinstellung innerhalb der durch die mechanischen und thermischen Eigenschaften der Turbine
vorgegebenen Grenzen mit einer Überregelung der Ventilstellung ausgeführt werden, die über den zuvor erwähnten, rasch
ausgeführten zehnprozentigen überlauf für die rasche, nicht schwingende Ventileinstellung hinausführt. Dies bewirkt,
daß der Dampfstrom zeitweise überschwingt, so daß sich eine raschere, nicht übersehwingende Turbinenbeaufschlagung er-*
gibt, wobei die Ventilstellung letztlich gegenläufig korrigiert wird, um den gewünschten konstanten Dampfstrom
einzustellen* Wie jedoch schon im Falle der statischen
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Kennlinie erwähnt, kann die dynamische Kennlinie nicht
zweckmäßig so gewählt werden, daß sich bei veränderlichen Betriebsbedingungen ein stabiles und beständig rasches
Ansprechy^rhalten.der Turbinenbeaufschlagung sicherstellen
läßt. _.,
Es ist also festzustellen, daß die genannten Turbinenarteri
verwickelte Regelsysteme benötigen, welche für die verschiedenen Türbinenarten jeweils unterschiedlich auszuführen
sind und folglich für jede spezifische Turbinenbauart in besonderer Weise ausgelegt werden müssen.
Für geänderte Kennlinienfunktionen sind von Baueinheit zu Baueinheit einer bestimmten Turbinenbauart, d.h. Entnahmedampfturbinen,
Turbinen großer elektrischer Kraftwerke, Turbinen von Siedewasserreaktoren, Turbinen von Druckwasserreaktoren
usw. verhältnismäßig kostspielige Änderungen an den Schaltungen erforderlich. Zwar sind unterschiedliche
Turbinenbetriebscharakteristiken und Regelverhalten für die verschiedenen Turbinenbauarten notwendig3 doch haben zweifellos
die Kosten, welche mit der Vielfalt bekannter Turbinenrege !einrichtungen für diese Zwecke verbunden waren, zusammen
mit anderen Einflußfaktoren den Absatz von Dampfturbinen
und zugehörigen Regelsystemen behindert«
Die verhältnismäßig hohen Anlagekosten für gebräuchliche,
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IM 1 1
nicht flexibel ausgebildete Turbinenregeleysteme haben im
allgemeinen auch das Ausmaß begrenzt, in welchem beim Turbinenbetrieb eine funktionelle Verfeinerung durchgeführt
werden kann, d.h. eine Verfeinerung der Betriebsweise erfordert einen ganz beträchtlich größeren Kostenaufwand beim
Einsatz von Schaltungen.
Durch die Erfindung soll also die Aufgabe gelöst werden,
ein neuartiges System zur Regelung bzw. zum Betrieb verschiedener Bauarten von Dampfturbinen zu schaffen, welches
eine wirtschaftliche Möglichkeit zur Verbesserung des dynamischen Verhaltens von Turbinenanlagen bietet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Regelsystem
für Dampfturbinen, mit Dampfventilen zur Bestimmung des
Dampfdurchstromes mindestens einer Turbinenstufe»durch eine
Einrichtung zur Ermittlung eines Dampfventilsollstellungswertes,
welcher jeweils entsprechend einer vorbestimmten Funktion einen bestimmten Eingangssollwert mindestens einer
vorgegebenen, durch Betätigung der genannten Dampfventile ausgangsseitig regulierbaren Regelgröße befriedigt,sowie
durch Stelleinrichtungen zur Verstellung der genannten
Dampfventile entsprechend dem ermittelten Dampfventilsollsteilungswert
gelöst. ·■■/-
Im allgemeinen enthält das System mit Vorzug zumindest
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eine Regelschleife mit Rückkoppelung zur Bildung einer Fehlerdarstellung zwischen dem Istwert und einem Bezugswert
einer bestimmten ausgangsseitig geregelten Regelgröße des Systems. Die rückgekoppelte Schleife kann die in ihr gebildete
Fehlerdarsteilung als Eingang in die vorwärtsgekoppelte
Schleife einspeisen, doch vorzugsweise ist die rückgekoppelte Schleife an einem anderen Verbindungspunkt
mit der vorwärtsgekoppelten Regelschleife in Kaskade geschaltet, so daß etwaige, gewöhnlich kleinere Fehler in
der vorwärts gekoppelten Schleife, welche bei Ableitungen von einem Eingangs-Bezugssollwert entstehen, korrigiert
werden. Die eine Kaskadenschaltung der Schleifen bewirkende Verbindung ermöglicht eine Abwandlung in der vorwärtsgekoppelten
Regelschleife durch Multiplikation, wobei die Begrenzung der Bandbreite des REgelsystems verringert und
der Verstärkungsfaktor erhöht wird, wobei ferner das Ansprechverhalten der Dampfventileinstellung rascher wird und auch
die Ansprechgeschwindigkeit der Turbinen-Dampfbeaufschlagung erhöht wird.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung bilden
Gegenstand der anliegenden Patentansprüche.
Im folgenden wird die Erfindung durch die Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf
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die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen stellen dar:
Pig. 1 ein schematisches Blockschaltbild
einer elektrischen Kraftwerksan« lage mit einer großen Dampfturbine
und einem mit fossilem Brennstoff gefeuerten Kessel der Trommelbauart
und mit verschiedenen Meß- und Regelorganen, welche in der erfindungs·
gemäßen Weise betrieben werden,
Fig. 2 ein schematisches Schaltbild eines
Regelsystems mit einem programmierten digitalen Rechner für die Dampfturbine und die zugehörigen Anlageteile
der Anlage nach Fig. 1 und mit den Merkmalen der Erfindung,
Fig, 3 einen Flußplan, welcher Teil der
Programmierung des erfindungsgemäßen Reohensystemg n&Qh Fig. 2 bildet
und
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Pig. Μ und 5 bestimmte Teile des logischen Flußplanes
nach Fig. 3 in genauerer Ausführung.
Wie aus Fig. 1 der Zeichnungen ersichtlich ist, weist eine Turbine 10 eine einzige Ausgangswelle lh auf, welche
in bekannter Weise einen großen Wechselstromgenerator 16 antreibt, der dreiphasige elektrische Leistung oder Leistung
in anderer Phasenzahl erzeugt, die durch eine gebräuchliche Leistungsmeßeinrichtung 18 gemessen wird. Der Generator 16
ist in nicht dargestellter Weise über einen oder mehrere für jede Phase vorgesehene, ebenfalls nicht dargestellte
Leistungsschalter an ein großes elektrisches Leistungsnetz angeschlossen und wenn diese Verbindung hergestellt ist,
arbeitet die Turbogeneratoranlage unter stabilen Bedingungen bei synchroner Drehzahl. Bei vorübergehenden elektrischen
Laständerungen kann die Frequenz des Systems beeinflußt werden und es ergeben sich entsprechende Änderungen der Turbogeneratordrehzahl.
Im Synchronismus wird die Leistungsabgabe des Generators 16 an das Netz normalerweise durch den Dampfdurchstrom
der Turbine bestimmt, welcher in diesem Falle der Turbine 10 mit im wesentlichen konstantem Drosseldruck zugeführt
wird.
Im vorliegenden Beispiel ist die Turbine 10 eine mehrstufige axial durchströmte Turbine und enthält einen Hochdruck-
- 19 909844/1.3 02-. .
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teil 20, einen Mitteldruckteil 22 und einen Niederdruckteil 2*1. Jeder dieser Turbinenteile kann eine Vielzahl von
Expansionsstufen enthalten, welche durch Leitschaufeln und den damit zusammenwirkenden beschaufelten Turbinenrotor
gebildet werden, welcher auf der Welle 1*1 befestigt ist.
In anderen Anwendungsfällen können die nach der Erfindung
geregelten bzw. betriebenen Turbinen auch andere Bauformen aufweisen und mit mehr oder weniger vielen Teilen ausgebildet
sein, welche auf einer Welle hintereinandergesehaltet sind
oder in Mehrwellenweise im Compoundbetrieb fahren.
Der auf konstanten Wert gedrosselte Druck des Dampfes
zum Antrieb der Turbine 10 wird in einer Dampferzeugungsanlage
26 bereitgestellt, die in Form eines gebräuchlichen Kessels der Trommelbauart vorliegt, der mit fossilen Brennstoffen,
beispielsweise mit Kohlenstaub oder Erdgas, beheizt wird. Nach dem der ERfindung zugrundeliegenden allgemeinen
Gedanken kann das erfindungsgemäße System auch auf Dampfturbinen angewendet werden, die mit anderen Arten von Dampferzeugungssystemen
zusammenarbeiten, beispielsweise also mit den zuvor erwähnten Arten von Kernreaktoren oder mit beliebigen Bauarten von Kesseln.
Die Turbine 10 besitzt im vorliegenden Beispiel mehrere
Einlaßanschlüsse an vorderen Ende und demgemäß wird der
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.11
Dampf dem nicht dargestellten Dampfturbineneinlaßkasten
über vier Drossel-Einlaßventile TVl bis TV4 zugeleitet. Im allgemeinen erfordern die Dampfzuführung mit mehreren
Einlassen und andere Formen der stirnseitigen Dampfzuführung
zur Turbine, beispielsweise mit einem einzigen stirnseitigen
Anschluß oder mit einem stirnseitigen Anschlußbalken, unterschiedliche Anzahlen und/oder Anordnungen der Drosselventile.
Der Dampf wird von dem Dampfzuführungskasten der ersten
Expansionsstufe des Hochdruckteiles über acht Einlaßsteuerventile GVl bis GV8 zugeführt, die so ausgebildet sind, daß
sie den Dampf an entsprechenden Einlaßstellen, die am Umfang des Gehäuses des Hochdruckteiles der Turbine verteilt sind,
zuführen, so daß sich eine Steuerventilanordnung ergibt, welche für große Turbinen von mit fossilen Brennstoffen
beheizten Kraftwerken eigentümlich ist. Turbinen von Kernkraftwerken können andererseits mit nur vier Steuerventilen
ausgerüstet sein.
Während des Anfahrens sind die Steuerventile GVl bis GV8
im allgemeinen ganz geöffnet und der Dampfstrom wird durch Ventildrosselung über den gesamten Umfang gesteuert. An
einem bestimmten Punkt während des Anlaufvorganges erfolgt
dann der übergang von der Beaufschlagung des gesamten
Umfanges oder der Drosselventilsteuerung zu der teilweisen -
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Umfangsbeaufschlagung oder der Steuerventilsteuerung, da
die Drosselenergieverlüste und/oder die Drosselregelungsmöglichkeit
zu berücksichtigen ist. Unmittelbar nach diesem übergang sind die Drosselventile TVl bis TV4 ganz geöffnet
und die Steuerventile GVl bis GV8 werden jeweils einzeln in vorbestimmter Folge betätigt, so daß ein thermisches Gleichgewicht
an dem Läufer und eine verminderte Beanspruchung der Läuferbeschaufelung erreicht wird, während gleichzeitig
die gewünschte Turbinengeschwindigkeit und/oder der gewünschte Leistungspegel erreicht werden. Beispielsweise können bei
einer charakteristischen Steuerventilbetätigung die Steuerventile GV5 bis GV8 zunächst geschlossen bleiben, während,
die Steuerventile GVl bis GV4 zusammen von Zeit zu Zeit in bestimmte Stellungen gebracht werden, so daß sich der gewünschte Gesamt-Dampfdurchstrom einstellt. Nachdem die
Steuerventile GVl bis GV4 das Ende ihres Stellbereiches erreicht haben,-also vollständig geöffnet sind oder wenn ein
bestimmter Überlappungspunkt vor einer vollständigen öffnung der genannten Ventile erreicht ist, werden die noch verbleibenden
Steuerventile GV5 bis GV8 nacheinander in ihrer zahlenmäßigen Reihenfolge in Betrieb gesetzt, so daß sich
die Steuerung des Dampfstromes auch bei höheren Durchstromwerten fortsetzen läßt. Diese Betätigungsrexhenfolge der
Steuerventile geht von der Voraussetzung aus, daß die von den Steuerventilen beeinflußten Dampfeinlaß-Anschlüsse über
360° des Umfanges des Hochdruckgehäuses der Turbine verteilt
- 22 -
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- 1919353
J)
angeordnet sind und daß sie entsprechend ihrer Reihenfolge
am Umfang numeriert sind, so daß die den Steuerventilen GVl
und GV8 jeweils zugeordneten Dampfeinlaßanschlüsse am Umfang schließlich nebeneinanderliegen.
Beim Anfahren der Turbine verfährt man vorzugsweise
so, daß zunächst die Turbinendrehzahl von einer Standgeschwindigkeit von etwa 2 U/min unter Steuerung der Drosselventile
auf etwa 80 t der synchronen Drehzahl gebracht
wird, wonach der übergang zur Steuerung durch die Steuerventile erfolgt und die Turbinendrehzahl auf die synchrone
Drehzahl gebracht wird. Dann werden die Leistungsschalter geschlossen und die gewünschte Belastung wird aufgenommen.
Beim Abschalten verfährt man in ähnlicher Weise, jedoch in umgekehrter Reihenfolge. Es können auch andere Punkte des
Überganges gewählt werden, doch ist es unwahrscheinlich, daß der übergang oberhalb eines bei 1IOS der Nennbelastung
gelegenen Punktes vorsichgeht, da die erhöhten Drosselverluste
berücksichtigt werden müssen.
Nachdem der Dampf an der Impulsbeschaufelung der ersten Stufe vorbei zur Reaktionsbeschaufelung der letzten Stufe
des Hochdruckteiles gelangt ist, wird er einem Zwischenüberhitzungssystem 28 zugeführt, das dem Kessel 26 zugeordnet
ist. Praktisch kann das Zwischenüberhitzungssystem 28
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von einem Paar parallelgeschalteter Zwischenüberhitzer gebildet sein, welche zum Zwecke der Wärmeübertragung mit dem
Kessel 26 gekoppelt ist, wie in Fig. 1 durch die Linie 29 angedeutet ist, wobei die Zwischenüberhitzer jeweils, gegenüberliegenden
Seiten des Turbinengehäuses zugeordnet sind.
Mit erhöhtem Enthalpiewert strömt der zwischenüberhitzte Dampf von dem Zwischenüberhitzungssystem 28 durch den Mitteldruckteil 22 der Turbine und zu dem Niederdruckteil 24. Von
letzterem gelangt der Abdampf zu einem Kondensator 32, von
dem Wasser in nicht dargestellter Weise zu dem Kessel 26 zurückgeführt wird.
Zur Steuerung des Stromes des zwischenüberhitzten Dampfes ist eine Sperrventilanordnung SV vorgesehen, welche ein oder
mehrere Rückschlagventile enthält, die normalerweise geöffnet sind und nur dann geschlossen werden, wenn ein Rückstrom des
Dampfes verhindert werden soll oder wenn die Turbine gegen
ein Durchgehen geschützt werden muß. Weiter ist eine Abfang* Ventilanordnung IV vorgesehen, die mehrere Ventile enthält,
von denen nur eines dargestellt ist und die ebenfalls, im
Stromweg des zwischenüberhitzten Dampfes angeordnet ist. Die
genannten Abfangventile sind in diesem Falle normalerweise geöffnet und sind über einen bestimmten Einstellbereich .
- 2k -
909844/130 2
t J .
betätigbar um bei einer überdrehzahl der Turbine den Strom
des zwischenüberhitzten, Dampfes im Sinne einer Verminderung
zu verändern. Eine genauere Beschreibung des Schutzes gegenüber Drehzahl findet sich in einer der zuvor genannten
Veröffentlichungen*
Bei dem hier artgesetzten Dampferzeugungssystem mit einem
Kessel der Trommelbauart, der mit fossilem Brennstoff beheizt wird, sorgt das dem Heizkessel zugeordnete Regelsystem
durch geeignete Regelung der Betriebsbedingungen des Kessels
dafür, daß der gedrosselte Ausgangsdruck des Dampfes im wesentlichen konstant gehalten wird. In der vorliegenden
Beschreibung wird daher, wie bereits erwähnt, davon ausgegangen,
daß der gedrosselte Druck eine außerhalb des vorliegenden Systems geregelte Größe ist, auf die beim Turbinenbetrieb
aufgebaut werden kann. Ein Druckmeßorgan 38 gebräuchlicher
Bauart dient zur Messung des gedrosselten Ausgangsdruckes,
damit die Konstanthaltung dieses Druckes überwacht wird und
wenn eine vorrangige Regelfunktion als Systemschutz vor dem programmierten REchner ausgeführt werden soll, so kann die
Turbinenregelung anstelle einer Regelung in Abhängigkeit von der Drehzahl und/oder der Belastung auch zu einer Regelung
nach dem Drosseldruck übergehen* wenn dieser einmal bestimmte Grenzen verlassen sollte, welche durch die notwendige
Sicherheit der Anlage und dem Schutz der Turbine vor Kondensation festgelegt sind.
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Im allgemeinen ist die von einer Dampfturbine bei konstanter Eingangstemperatur des gedrosselten Dampfes im
stabilen Zustand abgegebene Leistung durch folgende Gleichung gegeben
P1
Leistung oder übernommene Last = KD «=— = K13S7, (1)
P P0 FF
hierin bedeuten:
P* = Impulsdruck in der ersten Stufe P0 = gedrosselter Eingangsdruck
Kp = Proportionalitätskonstante Sp = Dampfstrom
Kp = Proportionalitätskonstante.
Kp = Proportionalitätskonstante.
Wird, wie im vorliegenden Falle, der gedrosselte Eingangsdruck durch äußere Regeleinrichtungen im wesentlichen konstant
gehalten, so ist die Leistungsäbgabe der !Turbine zu dem
Impulsdruck P. der ersten Stufe proportional. Das Verhältnis P./Pq kann zu Regelzwecken verwendet werden, beispielsweise
zur Erzielung einer besseren voraussöhäüenden Regelung
- 26 9 0 9844/1302
für P^, d.h. der Turbinenleistung, wenn der am Kessel geregelte
Drosseldruck PQ innerhalb der Sicherheitsgrenzwerte bestimmte
Veränderungen erfährt. Im vorliegenden Falle ist jedoch vorzuziehen, daß der Impulsdruck P. zur Rückkoppelungsmessung
beim Leistungsregelbetrieb verwendet wird, wie nachfolgend
genauer ausgeführt wird und zur Bestimmung des Druckes P. findet ein gebräuchlicher Druckmesser 1IO Verwendung, so daß
der Druck P^ für die angedeuteten Regelzwecke zur Verfügung
steht.
Innerhalb ihres breiten Anwendungsgebietes kann die Erfindung auch in Verbindung mit Kernreaktoren und anderen
Anlagen eingesetzt werden, bei denen Dampferzeugungssysteme vorgesehen sind, in denen der Dampf ohne die Forderung verhältnismäßig
genauer Regelung des erzeugten Dampfes auf einen konstant gedrosselten Turbineneingangsdruck erzeugt wird.
In solchen Fällen sind die Gesichtspunkte bei der Regelung und dem Betrieb der Turbine in einer Ausführungsform zu
▼erwirklichen, welche auf die betreffende Anlage oder Turbine
zugeschnitten ist. Im Falle ungeregelter Drosselung des Speisedruckes kann der Turbinenbetrieb vorrangig auf die
Regelung oder Begrenzung des Drosseldruckes abgestellt werden und mit niedrigerer Priorität eine Regelung der Turbinenleistung
und/oder der Turbinendrehzahl vorsehen.
- 27 909844/T
302
JLt
Für die vier Drosselventile TVl bis TV4 sind jeweils
hydraulisch betätigte Drosselventilstelltriebe vorgesehen, die mit der Bezugszahl 42 bezeichnet sind. Ebenso sind-jeweils
hydraulisch betätigte Stelltriebe für die Steuerventile vorgesehen, welche mit der Bezugszahl 44 bezeichnet sind und '
den acht Steuerventilen GVl bis GV8 zugeordnet sind. Schließ- ' lieh sind für die Zwischenüberhitzungssperrventile SV und
die Zwischenüberhitzungs abfangventil IV hydraulisch betätigte
Stelltriebe vorgesehen, welche die Bezugszahlen 46 bzw;; 48
tragen. Eine von einem REchner hinsichtlich Be tat igungs reihen-*
folge gesteuerte und überwachte Druckmittelquelle 50 liefert *
unter hohem Druck stehendes hydraulisches Druckmittel für die Betätigung der Stelltriebe der Ventile TVl bis TV4, GVl bis GV8,
SV und IV. Ferner ist ein gesondertes, von dem Rechner überwachtes, nicht dargestelltes Schmierölsystem vorgesehen, welches
die Schmierung der Turbinenanlage übernimmt. ■
Die Stelltriebe 42, 44, 46 und 48 können üblicher-Bauart
sein und die Stelltriebe 42 und 44 für; die Einlaßventile und
im vorliegenden Falle auch die Stelltriebe 48 für die Äßfangventile
werden jeweils mittels Reglern zur Erzeugung stabiler Einstellungen betätigt, welche die Bezugs zahlen- 50? bzw. 52' "*
bzw. 56 tragen. Die Ventileinstellungsregler enthalten'jeweilseinen
nicht dargestellten gebräuchlichen Analogregler,'^welcher *
in bekannter Weise ein hier nicht dargestelltes. Stelltrieb-r1·χ'i
- 28 -. ■■■-· "■ -9098
44/1302-
Servoventil antreibt. Der Stelltrieb kS für das Zwischenüberhitzungssperrventil
kann von Hand betätigt sein oder von dem Rechner gesteuert werden, so daß das Ventil ganz geöffnet
ist, wenn nicht ein üblicher Steuervorgang im System oder irgendeine Steuerfunktion eine Schließung des Ventiles und
eine Unterbrechung des Zwischenüberhitzungs-Dampfstromes veranlaßt.
Da die Turbinenleistung unter der Annahme eines im wesentlichen konstant geregelten Druckes des gedrosselten
Speisedampfstromes zu dem Dampfstrom proportional ist, erfolgt
eine Verstellung der Dampfventile zur Erzielung einer Regelung
des Dampfstromes als Zwischen-Regelgröße und damit einer
Regelung der Turbinendrehzahl und/oder der. Turbinenbelastung als Ausgangs-Regelgröße bzw. -Regelgrößen. Eine Betätigung
der Stelltriebe führt zu einer entsprechenden Einstellung der Dampfventile und jeweils zugehörige Ventilstellungsfühler
PDTl bis PDT4, PDGl bis PDG8 sowie PDI erzeugen jeweils
Ventilstellungs-Rückkoppelungssignalea die zur Ableitung von
Ventilstellungs-Fehlersignalen dienen, welche ihrerseits den entsprechenden Stellungsreglern 50', 52 und 56 zugeführt
werden. Einer oder mehrere Kontaktfühler CSS liefern Zustandsinformationen der Sperrventile SV. Die Stellungsfühler
können in bekannter Weise ausgebildet sein und können zum Beispiel mittels eines linear veränderbaren Differential-
- 29 -909844/1302
Umformers negative Rückkoppelungssignale erzeugen, die mit entsprechenden Stellungssollwertsignalen SP algebraisch
summiert werden können, so daß sich entsprechende Eingangs-Stellungsfehlersignale
ergeben. Eine Stellungsregelung der Abfangventile IV ist im allgemeinen nur dann vorgesehen,
wenn eine Erniedrigung des ZwischenÜberhitzungs-Dampfstromes gefordert wird.
Der Stellungsregler, der hydraulische Stelltrieb, das Ventilstellungsfühlerorgan und verschiedene andere Geräte,
welche nicht dargestellt sind, bilden zusammen jeweils eine örtliche analoge, elektrohydraulische Ventilstellungsregelschleife
für jedes der Drosselventile oder Eingangssteuerventile der Dampfturbine. Die Stellungssollwerte SP werden
von dem Rechner bestimmt und in die jeweiligen örtlichen Regelschleifen eingespeist und jeweils in periodischen Zeitintervallen
neu eingegeben. Auch für die Regelung der Abfangventile werden Sollwerte SP durch den Rechner vorgegeben.
Eine vollständigere und allgemeine Beschreibung der elektrohydraulischen Einstellung der Dampfventile und der hydraulischen
Druckmittelversorgungssysteme für die Ventilstelltriebe findet sich in der bereits zuvor erwähnten Veröffentlichung
von Birnbaum und Noyes.
Im vorliegenden Falle sind örtliche analoge Regelschleifen
zur elektrohydraulischen Ventilstellungsregelung deshalb
- 30 909844/1302
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vorzuziehen, weil sich hierbei die günstigsten Ergebnisse beim Zusammenwirken der zur Verfugung stehenden Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners des Regelsystems und der Kosten
für den Schaltungsaufwand des Rechners ergeben. Das bedeutet, daß die Kosten für Analogregleraufsätze bei den für die
besonderen Anwendungsfälle bisher erreichten Arbeitsgeschwindigkeiten der Rechner für die Regelsysteme geringer
als für unmittelbar vom Rechner gesteuerte Stelleinrichtungen
sind. In Kürze sind jedoch wirtschaftliche und rasch arbeitende, unmittelbar vom Rechner betätigte Regler zu erwarten und
dann ist eine unmittelbare Betätigung der hydraulischen
Ventilstelltriebe von dem digitalen Rechner aus der hier beschriebenen Digitalsteuerung örtlicher analoger Regler
vorzuziehen.
Zur Messung der Drehzahl der Turbinenwelle' für die
Drehzahlregelung und für die Zwecke der Leistungs-Frequenz-
rege lung ist ein Drehzahlmeßgerät 58 vorgesehen. Das Drehzahlmeßörgari"58
kann beispielsweise die Form eines nicht dargestellten induktiven Fühlers haben, welcher magnetisch
mit einem an der Welle 1Ί des Turbogenerators· befestigten,
nicht dargestellten" genuteten Rad.-gekoppelt, ist,.. Analoge
und/oder impulsförmige Signale, die Von^demDrehzahlmeßorgan
58, dem Leistungsmeßgerät l8, den Druckmeßgeräten 38 und IQ,' den Ve.ntilstellungsfühl.ern EDT^:;bis H):^., PDQl bis PDG8,
- 31 909 8 4 47-1-3U^ ' ■ ::
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sowie PDI, ferner von den Fühlerkontakten CSS, von anderen nicht dargestellten Fühlern und ebenfalls nicht dargestellten
Fühlerkontakten erzeugt werden, gelangen für verschiedene Zwecke bei dem durch den programmierten Rechner gesteuerten
Betrieb der Turbine 10 zur Verarbeitung und ermöglichen unter
anderem eine Regelung der Turbine in einem "on-line-Betrieb",
also bei reeller Zeitbasis, sowie eine überwachung, eine Steuerung in bestimmter Reihenfolge, Alarmvorgänge,firÄrizeigen
und Aufzeichnungen. ' ··-"- ' "'■ ·
Wie in Fig. 2 der Zeichnungen dargestellt ist, dient
zum Betrieb der Turbine 10 mit dem verbesserten Betriebsverhalten ein Steuersystem 60 mit einem programmierten
Digitalrechner. Das Regelsystem 60 kann beispielsweise an sich bekannte Apparateteile in Form eines zentralen Prozeßrechners
62 und zugehöriger Eingangs- und Ausgangsanschlußeinheiten enthalten, wie sie beispielsweise von der Firma
Westinghouse Electric Corporation unter dem Warennamen Prodac 50 (P50) im Handel erhältlich sind. In anderen Fällen,
beispielsweise wenn sowohl die Turbine 10 als auch andere.
Teile der Anlage, beispielsweise die Dampferzeugungsein- richtung 26 unter Rechenmaschinensteuerung und -regelung
stehen, können größere Rechenmaschinen eingesetzt, werden^
z.B. Systeme welche, von der Firma Westinghouse Electric
Corporation unter dem Namen Prodac 250 vertrieben werden
- 32 909844/1302
oder es können getrennte Rechner wie z.B. der Rechner P50
für die einzelnen zu regelnden Anlagenteile eingesetzt werden. Im letzteren Falle wird ein Zusammenspiel der Regelvorgänge
dadurch erzielt, daß die einzelnen Rechner über Datenübertragungsglieder und/oder andere Einrichtungen miteinander
verbunden werden.
Bei dem Rechner P250 findet beispielsweise eine magnetische Kernspeichereinheit mit einem Passungsvermögen von 16 000 Wörtern
(16 Bitplätze plus eine Gleichheitsstelle) und mit einer Taktzeit von 900 Manosekunden, ferner ein äußerer magnetischer
Kernspeicher mit einem Passungsvermögen von mindestens 12 000 Wörtern (jeweils X6 Bitplätze plus eine Gleichheitsstelle)
und mit einer Taktzeit von 1,1 Mikrosekunden und schließlich ein großer Plattenspeicher mit einem Passungsvermögen von
mindestens 375 000 Wörtern (16 Bitplätze plus eine Gleichheitsstelle)
und mit willkürlichem Zugriff Verwendung. Bei dem Prozeßrechner P50 wird eine magnetische Kernspeichereinheit
mit einem Passungsvermögen von 12 000 Wörtern (14 Bitplätze) und mit einer Taktzeit von 4,5 Mikrosekunden verwendet.
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Die Anschlußgeräte für den Prozeßrechner 62 umfassen ein gebräuchliches Kontaktwähler-Eingangssystem 64, welches eine
Kontaktreihe abtastet oder in ähnlicher Weise Signale ableitet,
- 33 90984Λ/1302
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die den Zustand verschiedener Anlagenteile oder Betriebsbedingungen
wiedergeben. Unter diesen Kontakten befinden sich auch die Fühlerkontakte des Sperrventiles CSS und im
übrigen sind diese Kontakte durch das Blocksymbol 66 angedeutet.
Die Zustandsfühlerkontakte können die Kontakte von Quecksilber-Schaltrelais (nicht dargestellt) sein» die durch
Erregungsschaltungen (ebenfalls nicht dargestellt) betätigt werden, die bestimmte Betriebszustände in den verschiedenen
Geräten des Systems aufnehmen können. Die durch die Zustandsfühlerkontakte
bereitgestellten Daten werden zur Bildung logischer Verriegelungsfunktionen in Regelprogrammen oder
anderen Programmen verwendet, ferner für Schütz- und Alarmfunktionen des Systems benötigt und zur programmierten Überwachung
und Aufzeichnung sowie Sollwertaufzeichnung und ferner zu einer vom Rechner ausgeführten Hand-Überwachungssteuerung
usw. ausgewertet.
Das Kontaktabtastungs-Eingangssystem 6k empfängt ferner ·;
digitale Leistungs-Bezugssignale, wie durch das Bezugs- symbol 70 angedeutet ist. Die Leistungs-Bezugseingabe 70 ·
kann von Hand erfolgen oder kann selbsttätig beispielsweise von einem Wirtschaftlichkeitsrechner (nicht dargestellt)
eingespeist werden. Bei der Betriebsweise entsprechend einer Leistungsregelung bildet die Leistungsbezugseingabe 70 den
Sollwert der zu erzeugenden Wirkleistung und das rechnerge-
- 34 - ;
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35
steuerte Regelsystem 70 wirkt auf einen Betrieb der Turbine
hin, bei welchem der Sollwert der zu erzeugenden Leistung
bereitgestellt ist.
Die Anschlußeinheiten enthalten ferner ein übliches
analoges Eingangssystem 72» welches mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit von beispielsweise fünfzehn Punkten je Sekunde
und je analogen Eingangskanal Analogsignale von der Anlage einsammelt und diese Signale in Digitalwerte umwandelt, welche
in den Rechner eingegeben werden können. Die Analogsignale werden von dem Impulsdruckmeßorgan 40, dem Leistungsmeßgerät
18, den Veritilstellungsfühlern PDI, PDTl bis PDT4
und PDGl bis PDG8 sowie verschiedenen Analogfühlern Ik wie
beispielsweise dem Drosseldruckmeßorgan 38 (in Fig. 2 nicht
im einzelnen dargestellt), ferner verschiedenen DampfStrommessern,
verschiedenen Dampftemperaturmessern, verschiedenen
an der Einrichtung angeordneten Meßgeräten zur Messung der Betriebstemperaturen, ferner den Meßgeräten zur Messung des
Druckes und der Temperatur des zur Kühlung des Generators verwendeten Wasserstoffs usw. erzeugt. Ein gebräuchliches
Impulseingangssystem 76 ermöglicht die Speisung des. Rechners mit in ImpulslOrm vorliegenden Meßsignalen wie sie beispielsweise
von dem Drehzahlmeßgerät 5-8 erzeugt -werden. Die im ,
Rechner aus den analogen und impulsförmigen; EingangsSignalen
gebildeten Signale werden zur Ausführung des-Regelprogramms5
- 35 -
90 984 47 13 0 2 . : ■ ■.: :■
für Schutz- und Alarmfunktionen des Systems, für programmierte
Aufzeichnung und Sollwertaufzeichnung usw. verwendet.
Informationseingabe- und -ausgabegeräte ermöglichen eine
Eingabe oder Entnahme von kodierter oder nicht kodierter Information in bzw. aus dem Rechner. Diese Geräte enthalten
einen normalen Bandleser und ein Drucksystem 78, ..welche für
verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Beispielsweise kann hiermit das Programm in den Kernspeicher des zentralen Prozeßrechners
eingegeben werden. Ferner ist ein gebräuchliches Fernschreibsystem 80 vorgesehen, das beispielsweise zum Aus- '
druck von Aufzeichnungen dient, die durch das Blocksymbol 82
angedeutet sind.
Weiterhin ist ein normales Puffersystem 84 vorgesehen,
welches entsprechende Geräteteile und Schaltungen aufweist und zur Steuerung der Eingangs- und Ausgangsübertragung von
Informationen zwischen dem Prozeßrechner 62 und den langsameren
Eingangs- und Ausgangsanschlußgeräten dient. Von dem Pufferoder Unterbrechungssystem 84 wird dem Prozeßrechner 62 ein
Unterbrechungssignal zugeführt, wenn eine Eingangsinformation zur Eingabe bereitsteht oder wenn eine Ausgangsübertragung
vollendet ist. Im allgemeinen arbeitet der zentrale Prozeßrechner
62 mit Unterbrechungen entsprechend einem auszuführenden
Programm. In bestimmten Fällen werden besondere Unterbrechungen
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zugelassen und ohne die Beschränkung der mit Vorrang auszuführenden
Programmschritte durchgeführt.
Ein Ausgangs-Anschlußsystem für den Rechner wird durch
ein gebräuchliches Ausgangs-Kontaktabtastsystem 86 gebildet,
welches in Verbindung mit einem Analog-Ausgangssystem 88 und mit einem Ausgangssystem 90 zur Ventilstellungsregelung
arbeitet. Mit dem Ausgangssystem 90 ist eine Handsteuerung gekoppelt, welche zusammen mit dem System 90 betätigt werden
kann und während der Abschaltung des Rechners oder einer anderen gewünschten Zeit eine Steuerung der Turbinenanlage
von Hand ermöglicht. Vorzugsweise gehören das Ausgangssystem zur Ventilstellungsregelung und die Handsteuerungseinrichtung
einer Bauart an, welche an anderer Stelle vorgeschlagen worden, ist.
Bestimmte digitale Ausgangssignale des Rechners werden zur Ausführung vom Programm bestimmter und durch Kontakte
gesteuerter Regelfunktionen der Einrichtung unmittelbar ausgewertet und dienen beispielsweise zur Betätigung der Ventilstelltriebe
mittels hochgespannten Druckmittels und des Schmiersystems, wie durch das Blocksymbol 8? angedeutet ist,
ferner zur Betätigung von Alarmgeräten 94, wie beispielsweise
Summern und Anzeigeeinrichtungen, und schließlich zur
- 37 909844/1302
Betätigung bestimmter Hilfseinrichtungen und Systeme 96 der Anlage, beispielsweise der Wasserstoffkühlung des Generators.
Auch dem Lochstreifendrucker und dem Fernschreibsystem 80
sowie den Anzeigeeinrichtungen 98 werden unmittelbar digitale Ausgangsinformationen des Rechners zugeführt.
Andere digitale Ausgangssignale des Rechners hingegen
werden zuerst vermittels des analogen Ausgangssystems 88
" und des Ausgangssystems·90 zur Ventilstellungsregelung in
Analogsignale umgeformt. Die Analogsignale werden dann den
Hilfseinrichtungen und Systemen 96, den Druckmittelsystemen
und Schmiersystemen 87 und den Ventilstellungsreglern 50',
und 56 zugeführt und bewirken dort die durch das Programm
bestimmten Steuer- bzw. Regelvorgänge. Die jeweils den Reglern 50', 52 und 56 für die Dampfventile zugeleiteten
Signale sind die Ventilstellungssollwertsignale SP, welche oben bereits erwähnt worden sind. Eine Errechnung eines
Ventilstellungssollwertes für den Regler 56 der Abfangventile ist nur notwendig, wenn die Abfangventile IV aus der ganz
offenen Stellung verstellt werden sollen, um den Zwischen-'
überhitzungsgasstrom im Sinne einer Verringerung zu beeinflussen.
Zum Betrieb der Rechenanlage 60 dient ein Dampfturbinenrege!programm.
Dieses enthält das eigentliche Regelprogramm
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und zugehörige Programme sowie bestimmte maschineninterne
Programme, welche eine innere Steuerung des Arbeitsablaufes in dem Rechner selbst bewirken. Die letztgenannten Programme
enthalten folgendes:
1) Programm zur Ermittlung der Bearbeitungspriorität.
Hierdurch wird der Einsatz der Schaltung des Prozeßrechners bestimmt. Im allgemeinen geschieht dies
auf der Basis einer Prioritätszuordnung sämtlicher Regelprogramme, maschineninterner Programme und einiger
der verschiedenen Arten von Unterbrechungen. Das vordringlichste Programm oder der vordringlichste Unterbrechungsabschnitt
wird bestimmt und kann ablaufen, wenn in den zur Ausführung gelangenden programmierten
Anweisungen eine Änderung vorgenommen werden soll. Einige der Unterbrechungsvorgänge laufen außerhalb
der PrioritätsZuordnung, wie bereits angedeutet wurde,
insbesondere, wenn es um die Sicherheit und/oder den Schutz teuerer Einrichtungen geht.
2) Abtastung der Analoginformationen.
Es erfolgt eine periodische Eingabe bestimmter analoger Eingangssignale, welche von dem analogen
Eingangssystem 72 umgeformt und in dem analogen
9098 A 47 1 3 02' "
Eingangs-Pufferregister gespeichert worden sind.
3) Abtastung der Kontakt-Zustandsfühler.
Es erfolgt eine periodische Eingabe bestimmter Eingangssignale, welche von Kontakt-Zustandsfühlern
bereitgestellt werden.
k) Programmeingabeprogramm.
Bei Bedarf kann die Bedienungsperson des Rechners Informationen in den Speicher des Rechners einbringen.
5) Untersuchungs-Unterprogramm.
Dieses wird durchgeführt·, wenn der Rechner auf
Grund eines Fehlers den Betrieb unterbricht.
Das Regelprogramm und die zugehörigen Programme haben
folgenden Inhalt:
1) Datenaufzeichnung.
Es erfolgt eine periodische oder bedarfsweise Ausführung der Aufzeichnung bestimmter Ereignisse
- HO -909844/1.3,0,2.
und des Ausdrückens der Werte bestimmter Parameter.
2) Alarm.
Es erfolgt eine periodische und den Ablauf unterbrechende Ausführung dieses Programmteiles zur
Betätigung der Alarmgeräte 94 und anderer Einrichtungen
des Systems und zur überwachung und/oder Außerkraftsetzung
der Ventileinstellungsprogramme oder anderer Regelprogramme,
3) Anzeige,
Es erfolgt eine periodische oder bedarfsweise
Ausführung dieses Programmteil zur sichtbaren Anzeige
(alphanumerisch oder grafisch) bestimmter
Werte von Parametern und/oder Tendenzen oder Richtungen.
4) Programm zur Ventilbetätigung mit hochgespanntem Strömungsmittel,
Es erfolgt eine periodische Programisiauaführung
zur überwachung der Ventilstellungsregelung.
- 41 9098U/13Q2
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5) Schmiersystemprogramm.
Es erfolgt eine periodische Programmäusführung
zur Überwachung des Schmiersystems.
6) Programme für Hilfseinrichtungen und -systeme.
Es erfolgt eine periodische Programmausführung zur Überwachung.
7) Programm zur Regelung der Ventilstellung der Drossel-
und Steuer-Dampfventile.
Es erfolgt eine periodische Programmausführung
zu Regelzwecken.
8) Programm zur Regelung der Ventilstellung der Abfangventile.
Es erfolgt eine periodische Programmausführung je
weils nach und während ein überdrehssahlalarm gegeben
worden ist.
9) Sperrventilprqgramm.
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k * ■ '
Sperrventile und gegebenenfalls kann das Programm auch zur Betätigung, oder Regulierung der Sperrventile
unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich in erster Linie
auf die Ausführung des Programms zur Regelung der Ventilstellung der Drössei- und Steuer-Dampfventile. Demgemäß ist
die weitere Beschreibung des Programms im einzelnen auf diesen Programmteil beschränkt. Es sei nun auf die Fig. 3 bis 5 der
Zeichnungen Bezug genommen, in welchen unter Verwendung be-*
stimmter Algorithmen Plußpläne wiedergegeben sind, welche den
grundsätzlichen logischen Inhalt des Programms zur Regelung der Drossel-Dampfventile und der Steuer-Dampfventile darstellen.
Tatsächlich in das Rechensystem 60 eingespeiste Programme werden in kodierter Form nach genaueren Flußplänen
in die Maschinensprache übersetzt, wobei die genaueren Flußpläne ihrerseits von den dargestellten Flußplänen abgeleitet
werden.
Vor dem Anfahren wird der Turbogeneratorsatζ 10 durch
einen Motor mit einer Standgeschwindigkeit von etwa 2 U/min angetrieben, um das "Losreißmoment" herabzusetzen und um die
Welle geradezuhalten. Zum Inbetriebsetzen der Turbine 10 wird dem Rechner 62 beispielsweise durch Betätigung der Hand-
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steuerung 68 ein Startsignal zugeführt. Der Hochlauf kann
vom Programm her erfolgen, wenn die vorgegebenen logischen Entriegelungsfunktionen erfüllt sind, wenn beispielsweise die
Dampferzeugungsanlage einwandfrei funktioniert, der gedrosselte Speisedruck des Dampfes den erforderlichen Wert hat, wenn die
Leistungsschalter offen sind, wenn sich die Turbinen-Dampfventile in der Startstellung befinden, wenn ferner das
hydraulische Hochdrucksystem einwandfrei funktioniert usw.
Nach Freigabe des Hochlaufes wird das zur Regelung der
Ventilstellung der Drosselventile und der Steuerventile dienende Programm, welches in Fig. 3 mit der Bezugszahl 98
bezeichnet ist, periodisch durchgeführt, was beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von einer Durchführung je Sekunde
geschehen kann, wodurch eine solche Regulierung der Ventileinstellung der Dampfventile erfolgt, daß die Turbine 10 zunächst
auf die synchrone Drehzahl gebracht wird und dann eine Regelung der Turbinenleistung erfolgt. Wie durch das Blocksymbol 100
angedeutet wird das Turbinendrehzahl-Rückkoppelungsfehlersignal
AS zunächst durch Differenzbildung zwischen einer Bezugsdrehzahl wD und der tatsächlichen Turbinendrehzahl wa
bestimmt. Im vorliegenden Falle wird die Bezugsdrehzahl wR von
einer in dem Rechner gespeicherten Hochlaufkennlinie oder
Abschaltkennlinie abgeleitet, welche die Turbinendrehzahl in Abhängigkeit von der Zeit kennzeichnet und hierdurch wird
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eine Änderung der Turbinendrehzahl etwa innerhalb vorbestimmter dynamischer Grenzwerte erreicht. Die Bezugsdrehzahl kann nun
in hergebrachter Weise während des Hochlaufens oder Abschaltens als einzige dynamisch begrenzende Kenngröße abgeleitet und
verwendet werden, wie dies in bekannten Analogreglern der Fall ist. Vorzugsweise wird jedoch eine weitergehende und
wirkungsvollere dynamische Hochlaufkennlinie oder Abschaltkennlinie
verwendet, wie nachfolgend genauer ausgeführt wird.
Im vorliegenden Anwendungsfall macht die Turbinendrehzahlregelung
in weitem Bereich mit Belastungsabfall während des
Turbinenhochlaufs oder während des Abschaltens den Betrieb
einer Rückkoppelungsregelschleife erforderlich. Wie durch das Blocksymbol 102 angedeutet ist, erfolgt daher die Bestimmung
eines Turbinendrehzahl-Korrekturwertes d„,der von dem Produkt
des Drehzahlfehlersignales AS und einem bestimmten Schleifen4
verstärkungsfaktor g abgeleitet wird, der einer* bestimmten
im System erwünschten Drehzahlregulierung entspricht. Die Drehzahlregulierung g kann beispielsweise 3 % betragen» d.h.
eine dreiprozentige überdrehzahl bei voller Turbinenleistung
bewirkt eine vollständige Absperrung der Turbinen*Dampfventile.
Die numerische Form des Drehzahlkorrektursignales d_ ist
daher in Prozentwerten gegeben, um eine Eichung durch Multiplikation in der nachfolgend beschriebenen.Turbinenleistungs-
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regelschleife zu erleichtern. Tatsächlich bewirkt der
Stärkungsfaktor g eine dynamische Kennlinie der Rückkoppelungsregelschleife zur Regelung der Turbinendrehzahl.
Befindet sich die zur Regelung dienende Rechenanlage
im Betriebszustand des Hochlaufes, so leitet innerhalb des Flußplanes der Programmblock 104 die Programmausführung zu
dem Programmblock 106 über, in welchen entsprechend programmier ten statischen und dynamischen Kennlinien die Bestimmung der
Dampfventil-Stellungssollwerte Dg für Volldrehzahl erfolgt.
; Wie genauer in Pig. 5 der Zeichnungen dargestellt ist, Wird
: zweckmäßig zuerst der Ventilstellungssollwert DgM für die
maximal zulässige Geschwindigkeitsänderung bestimmt, damit
vermieden wird, daß die Dampfstromregelung der Turbine eine
übergroße Dampfstromänderungsgeschwindigkeit oder eine übergroße
■ Änderung der Eingangsenthalpie bewirkt, was in der Turbine;
f zur Überschreitung bestimmter dynamischer Grenzen führen kanntej
welche durch die Gefahr von Ermüdung durch thermische —-
\ Spannungen, durch Zentrifugalbeanspruchung und/oder durch
\ andere Gesichtspunkte vorgegeben sind. Der Ventilstellungs«:
soliwert DgM für höchste Änderung der Turbinendrehzahl iß%
tatsächlich als Grenze für die Änderungsgeschwindigkeit der
Turbinendrehzahl wirksam und als solcher Grenzwert wirkt ' er als dynamisch beschränkende Bedingung, wie in dem Blocksymbol 110 angedeutet ist, auf den Sollwert Ds(n) ein,
909844/1302
* Λ * 1
welcher augenblicklich entsprechend einer geeigneten Punktion
f fds(n)3 bestimmt wird und welcher statisch den Gesamtsollwert
Dg als eine Punktion des Geschwindigkeitskorrekturwertes dg kennzeichnet. Durch diese Begrenzungswirkung auf
die Turbinendrehzahl-Änderungsgeschwindigkeit ist der begrenzende Sollwert DSM im Sinne einer Rückkoppelungskorrektür
für die schräge Drehzahlkennlinie w„ wirksam, wodurch eine
Vorwärtskoppelung mit jedoch nur annähernd dynamischer Beschränkung erreicht wird.
Ist der zulässige Sollwert Dg., ein veränderlicher
numerischer Wert und ist der Gesamt-Sollwert D„(n) größer
oder gleich dem zulässigen Sollwert DgM» so macht die dynamische
Kennlinie den Wert O„ gleich dem Wert DgM» wie in
dem Blocksymbol 112 des. Flußplanes nach Fig. 5 angedeutet ist.
Ist der Wert Dg(n) kleiner als DSM und wird in dem Programmblock
im keine volle optimale Turbinenhochregelung erreicht,
so wird angenommen, daß Dg gleich dem augenblicklich bestimmten
Wert f [ds(n)J ist, wie in dem Blocksymbol 116 angedeutet ist.
Der Wert D3^ braucht jedoch nicht eine veränderliche numerische
Größe sein und in diesem Falle wird jedoch vorzugsweise entweder
eine Veränderung der Kennliniensteigung von wR zugelassen
oder nicht zugelassen, wenn eine Beschränkung der Drehzahländerungsgeschwindigkeit auferlegt werden soll. Die
Dampfventil-Verstellbewegung wird dann durch ein Drehzahl-
- 47 9098 4 4/130 2
fehlersignal bestimmt, das von einem festen Drehzahl-Bezugswert abgeleitet wird, bis die Beschränkung wieder aufgehoben
ist. Tatsächlich bedeutet die Gleichheit der Werte D0n. und Dr,
olYl ο
in dem Blocksymbol 112, daß Dg gleich der Funktion f [do(n)J
ist, wobei der Bezugswert wR auf einem konstanten Wert gehalten
wird. ·
Eine ins einzelne gehende Beschreibung der logischen
Einrichtungen zur Festlegung des dynamischen Verhaltens, wie sie zur Verwirklichung des Programmblockes 108 zur Vorgabe .
des Maximal-Sollwertes der Turbinendrehzahl vorgesehen sind,,
erscheint nicht notwendig, um die vorliegende Erfindung zu erläutern. Es sei hier auf einen an anderer Stelle gemachten
Vorschlag Bezug genommen, in welchem ein Regelsystem zum Anfahren der Turbine und zur Belastung derselben beschrieben
ist, durch das ein im wesentlichen optimaler Hochlauf der Turbine unter beschränkenden Bedingungen erreicht wird, wie
er vorzugsweise auch bei der Verwirklichung der vorliegenden Erfindung angewendet wird.
Unter anderen Möglichkeiten einer dynamischen Beschränkung
der Turbinendrehzahländerungsgeschwindigkeit kann man neben
der bevorzugten Regelungsart auch Einfluß auf die Geschwindigkeit nehmen, mit welcher die vom Rechner bestimmten'
Ventilstellungssollwerte zur Befriedigung der Ausgangs- Regelgröße,
im vorliegenden Falle also der Turbinendrehzahl,
- 48 9G98U/1302.
befolgt werden. Anstatt also die Höhe des Ventilstellungssollwertes
D„ zu begrenzen kann der Verstärkungsfaktor der Ventilstellungsregelschleife begrenzt werden, indem unmittelbar
die Geschwindigkeit begrenzt wird, mit welcher die Dampfventile verstellt werden. In beiden Fällen wird jeweils eine
Grenze für die Geschwindigkeit gesetzt, mit welcher sich die Enthalpie des eingelassenen Dampfes oder der Dampfstrom und
damit wiederum die Dampftemperatur in der Impulskammer ändern können. Da die Änderungsgeschwindigkeit der Dampftemperatur
in der Impulskammer im allgemeinen beschränkt werden muß, wirkt sich eine solche Beschränkung im Sinne einer Festlegung
der Grenze für die Änderungsgeschwindigkeit der Drehzahl aus.
Im allgemeinen Falle und wenn O0 (n) nicht durch den
Wert DSM begrenzt ist, kann der Wert Dg gleich einer zeitveränderlichen
Sollwertgröße DQg gemacht werden, welche auf
Anforderung durch den Programmblock 113 von einem thermodynamischen Optimierungs-Turbinenmodell abgeleitet wird, wie
in dem Programmblock 114 angedeutet ist. Es handelt sich also um .eine dynamische Funktionsbildung, welche letztlich
den Turbinendrehzahl-Sollwert DQS als Zeitfunktion in einer
Art und Weise festlegt, bei der. innerhalb der durch den höchstzulässigen Drehzahlsollwert vorgegebenen Grenzen ein
schnellstmögliches Ansprechen der Turbinenbeaufschlagung auf den gewünschten Sollwert entsprechend der Funktion
- 49 909844/1302
erreicht wird. Das vorübergehende Ansprechen der Einstellung der Turbinendampfventile kann also ein überfahren der Ventilstellung
erforderlich machen, wonach eine Rückkehr zu der ordnungsgemäßen Ventilstellung entsprechend dem stabilen
Zustand erfolgt, um eine schnellstmögliche Korrektur der Turbinendrehzahl zu erreichen. Ein solches überfahren erfolgt
bedeutend stärker als das kurze überlaufen der Ventilstellung, welches vorzugsweise beim raschen Ansprechen der Ventileinstellung
auf einen veränderten Sollwert vorkommen kann und auch erfolgt. Kommt der Programmblock 114 zum Einsatz, so
bewirkt er bestimmte Erhöhungen des Verstärkungsfaktors in der Drehzahl-Rückkoppelungsregelschleife, wodurch optimale
Ventileinstellungs-Ausgangssignale erzeugt werden.
In dem vorliegenden Falle wird beim Turbinenhochlauf oder beim Abschalten im allgemeinen keine vollwertige
Optimierungsregelung benötigt, da Turbinen der elektrischen Energieversorgung während des wesentlichsten Teiles ihrer
Betriebsdauer mit synchroner Drehzahl betrieben werden und da normalerweise wenn überhaupt, nur eine geringe Verbesserung
auf Grund der Tatsache erzielt wird, daß der Gesamt-Sollwert Dg(n) während des Hochlaufs oder des Abschaltens fast
immer gleich oder größer als der dynamische Grenz-Sollwert ist. Das bedeutet im vorliegenden Falle, daß die Abschrägung
- 50 9098U/13
02
der Kennlinie für wR häufig ein- und ausgeschaltet wird.
Ein im wesentlichen optimaler dynamischer Betrieb wird daher im besonderen erreicht, wenn das erwähnte Regelsystem entsprechend
dem an anderer Stelle gemachten Vorschlag eingesetzt wird. Der Abfrage-Programmblock 113 und der zur
Optimierung dienende Programmblock 114 können daher entweder
aus dem zur Regelung der Ventilstellung der Drosselventile und der Steuerventile dienenden Programm 98 weggelassen werden
oder der Programmblock 114 wird so behandelt, daß er nach
Wahl von einer Bedienungsperson bei ordnungsgemäßer Abwicklung des Programms verwendet werden kann.
Bei anderen Fällen der Turbinenregelung, bei denen beispielsweise die Drehzahl ständig als Ausgangs-Regelgröße
der Turbinenanlage reguliert wird, kann eine volle dynamische Optimierungsregelung der Turbinendrehzahl durchaus wünschenswert
und zweckmäßig sein. Die Beschreibung der vollen dynamischen Optimierungsregelung in Verbindung mit dem Regelsystem
60 für große Türbinenanlagen elektrischer Kraftwerke erfolgte daher in erster Linie im Hinblick auf solche anderen
Anwendungsfälle. In diesen anderen Fällen kann der Fehler
der Ausgangs-Regelgröße beispielsweise der Fehler ÄS der
Drehzahl unmittelbar mit Vorwärtskoppelung durch ein Modell bearbeitet werden, welches statische und optimierende dynamische
Kennlinien bereitstellt, die den Kennlinien ähnlich
- 51 9098U/130
2
sind, welche nachfolgend in Verbindung mit der Leistungsregelung
der Turbine 10 beschrieben sind, wobei eine Beschränkung bezüglich des maximal zulässigen Sollwertes der Regelgröße
vorliegt. Bei Compound-Turbinen ist noch darauf hinzuweisen, daß das System mechanisch im allgemeinen so ausgeführt ist,
daß eine Drehzahlregelung der Primär-Turbinenwelle notwendigerweise auch zu der richtigen Betriebsdrehzahl der anderen
Welle oder der anderen Wellen führt.
vorliegt. Bei Compound-Turbinen ist noch darauf hinzuweisen, daß das System mechanisch im allgemeinen so ausgeführt ist,
daß eine Drehzahlregelung der Primär-Turbinenwelle notwendigerweise auch zu der richtigen Betriebsdrehzahl der anderen
Welle oder der anderen Wellen führt.
Nachdem der Ventilstellungssollwert Dg zur Regelung der
Turbinendrehzahl als der Punktion f [ds(n)J gleich festgelegt
ist, wobei eine Beschränkung der Kennlinienabschrägung vorgesehen
sein kann oder nicht, wird bestimmt, ob ein übergang zwischen der Beaufschlagung des gesamten Umfanges oder einer
Teilbeaufschlagung durch Regelung der Dampfventile stattfinden
soll, was in Fig. 3 der Zeichnungen in dem Blocksymbol 118
angedeutet ist. Beim Regelbetrieb während des Hochlaufes wird der übergang von der Drosselventilregelung zur Steuerventilregelung vorzugsweise ausgeführt, wenn die Eingangssignale
des Turbinendrehzahl-Meßgerätes melden, daß die Wellendrehzahl 80 % der synchronen Drehzahl, d.h. im vorliegenden Falle.
2880 U/min beträgt (angenommene Netzfrequenz: 60 Hz). ,Beim
Abschalten erfolgt der übergang von der Regelung der Steuerventile zur Regelung der Drosselventile im allgemeinen, wenn die Turbine bei der Verzögerung den 80 Ϊ-Drehzahlwert durchläuft.
angedeutet ist. Beim Regelbetrieb während des Hochlaufes wird der übergang von der Drosselventilregelung zur Steuerventilregelung vorzugsweise ausgeführt, wenn die Eingangssignale
des Turbinendrehzahl-Meßgerätes melden, daß die Wellendrehzahl 80 % der synchronen Drehzahl, d.h. im vorliegenden Falle.
2880 U/min beträgt (angenommene Netzfrequenz: 60 Hz). ,Beim
Abschalten erfolgt der übergang von der Regelung der Steuerventile zur Regelung der Drosselventile im allgemeinen, wenn die Turbine bei der Verzögerung den 80 Ϊ-Drehzahlwert durchläuft.
- 52 -.;.:■
9098U/MO2
9098U/MO2
Bevor während des Hochlaufes ein übergang bezüglich
der Ventilregelung erfolgt, wird der Stellungssollwert DTV für jedes Drosselventil in dem Programmblock 119 aus dem
Gesamt-Sollwert D„ entsprechend einer statischen Kennlinie
für das betreffende Ventil bestimmt, welche für das betreffende Ventil den Stellungssollwert als Punktion des Gesamt-Ventilstellungssoliwertes
Dg folgendermaßen festlegt:
= f(x) (D3) (2)
Hierin kann χ die Werte von 1 bis 4 annehmen. Im Falle der
Drosselventile TVl bis TV4 stehen die vier statischen Kennlinien für die Ventile in solcher Beziehung zueinander, daß
der Gesamt-Sollwert Dg stets gleich der Summe der Sollwerte
der einzelnen Ventile ist, daß also nachfolgende Gleichung gilt:
■ D„ = DTVl + DTV2 + DTV3 ♦ DTV4
Die Sollwertkennlinien können beispielsweise Punktionen entsprechend
einfacher gerader Linien sein, welche sicherstellen, daß der Gesamt-Sollwert D„ durch vier gleiche Einzel-Sollwerte
der einzelnen Drosselventile stets befriedigt wird.
Nach der Bestimmung der Stellungssollwerte für die Drosselventile TVl bis TV4 wird der Verstärkungsfaktor für
- 53 - -■■-■--" - . -■■
SO9844/1302
den entsprechenden Drosselventil-Stellungsregler 50' errechnet,
wenn in der Regelschleife eine Verstärkungsfaktorregelung vorgesehen ist, wie durch das Blocksymbol 120 - angedeutet
ist. Ist also das gewünschte Ansprechen auf ein Ventilstellungsfehlersignal dann gegeben, wenn hierbei ein zehnprosentiges
überschwingen der Ventilstellung auftritt, wie dies zuvor
bereits erwähnt wurde, so kann ein solches Ansprechen sicher nur dann erreicht werden, wenn der Verstärkungsfaktor der
örtlichen analogen Ventilstellungsregelschleife entsprechend
der Größe des Ventilstellungsfehlersignales verändert wird. Der Stellungsfehler jedes Drosselventiles TVl bis TV4 wird
also folgendermaßen bestimmt:
TPE(x) = TSP(x) + DTV(x) - PDT(x) (3)
Hierin bedeuten:
TPE = Stellungsfehler des Drosselventiles
TSP = augenblickliche Sollwerteinstellung für das Drosselventil
DTV = Sollwertänderung für das Drosselventil
PDT = tatsächlich festgestellte Einstellung des Drossel-
- 54 -
909844/1302
-■■♦>
χ = 1, 2, 3 , 4.
Aus dem Stellungsfehler wird der Verstärkungsfaktor der Ventiletellungeregelechleife für jedes Drosselventil folgendermaßen
bestimmt:
Qp(x) * f [ΤΡΕ(χ)~ί (ή.)
Hierin bedeuten:
Qp = Verstärkungsfaktor der Ventilstellungsregelschleife
χ s 1, 2, 3, H. '
Im einfachsten Falle ist f JtPE(x)J für jede den Drosselventilen
zugeordnete Ventilstellungsregelschleife eine Konstante, d.h. es ist keine Verstärkungsfaktorregelung der Ventilstellungsregelschleife
vorgesehen. In anderen Fällen können nur zwei oder drei Verstärkungsfaktorwerte jeweils entsprechend unter-■chiedlichen
Bereichen des Ventilstellungsfehlersignales TPE in den einzelnen Ventilstellungsregelschleifen zur Wirkung
gebracht werden. Im Falle äußester Verfeinerung ist eine
- 55 - '
Λ -
weite Veränderbarkeit des Verstärkungsfaktors als lineare
oder nicht lineare Punktion des Ventilstellungsfehlersignales
TPE vorgesehen. Falls die letzte Art der Verstärkungsfaktorregelung
eingesetzt wird, ist selbstverständlich dafür zu sorgen, daß die Verstärkungsfaktorregelung für eine
raschere Ventileinstellung mit einer Verstärkungsfaktorregelung in den Ventilstellungsregelschleifen verträglich
bleibt, die die dynamischen Grenzen für die Drehzahländerungsgeschwindigkeit
berücksichtigt.
Vorzugsweise wird im vorliegenden Anwendungsfalle eine /
Verstärkungsfaktorregelung beim Turbinenhochlauf nicht verwendet, da die Veränderungen des Ventilstellungsfehlersignales
während des Hochlaufes im allgemeinen nicht groß genug sind, um eine Veränderung des Verstärkungsfaktors der Ventilstellungsregelschleifen
zur Erzielung des gewünschten Ansprechens der Ventileinstellung erforderlich zu maehen. Wie durch den
Programmblock 122 angedeutet ist, werden also die vom Rechner
abgegebenen digitalen Ventilstellungssollwertsignale von den einzelnen geforderten Ventilstellungswerten abgeleitet.
Diese Werte werden in dem Ausgangssystem 90 der Ventilstellungsregelung
verarbeitet und es werden die Sollwertsignale SP für die Drosselventile TVl bis TV4 gebildet. Erfolgt auch
eine Bestimmung der Verstärkungsfaktoren der Ventilstellungsregelschleifen,
so werden die Verstärkungsfaktoren Gp für
- 56 -
9D9ÖU/1302
die vier Drosselventile TVl bis TV^ in dem Programmbloek 122
ebenfalls umgewandelt und vermittels des Ausgangssystems 90
der Ventilstellungsregelung zur Wirkung gebracht, indem Veränderungen am Verstärkerwiderstand oder andere Maßnahmen in
den vier, den Drosselventilen zugeordneten Reglern 50· vorgenommen
werden.
Hat der zunehmende Dämpfstrom durch die Drosselventile
die Turbine 10 auf einen Drehzahlwert von 80 % der synchronen
Drehzahl gebracht, so wird in dem Programmblock 118 der übergang in der Ventilbetätigung eingeleitet und im Programmblock 124
wird dann die jeweilige Änderung errechnet, die an den Stellungen der Drosselventile und der Steuerventile vorzunehmen
sind, um die Turbine 10 unter Regelung der Steuerventile stetig auf die hundertprozentige Drehzahl weiter zu beschleunigen.
Nachdem die Ventilstellungsänderungen für den übergang errechnet sind, wird dadurch die Sollstellung für alle Drosselventile
und alle Steuerventile errechnet, daß die für den übergang vorgesehenen Ventilsteliungsänderungen zu den in der
zuvor beschriebenen Weise bestimmtön* aus dem Drehzahlfehlersignal
resultierenden Sollstellungen hinzuaddiert werden.
Geeignete statische Kennlinien, welche die Drosselventile
und die Steuerventile miteinandei? in Beziehung setzen, dienen
- 57 -
909044/1*02
I >
* I ι
> ι ι la
zur Errechnung der Ventilstellungsänderungen in der Übergangsphase. Der resultierende Ventilstellungsgollwert ergibt
sich dann folgendermaßen:
TTD(x) = DTV(x) + TV(x) (5)
Hierin bedeutet:
TTD = Drosselventileinstellungssollwert in der Übergangsphase,
x = 1, 2, 3, 4.
GTD(x) = DGV(x) + GV(x) (6)
Hierin bedeutet:
GTD = Steuerventileinstellungssollwert in der Übergangs-'
phase,
χ =1 bis 8.
Im allgemeinen gehen die Drosselventile $V1 bis
gan25 in die öffiiungsötelliing Über,tfährend säifttiliohe oder
einige der Steuerventile GVl bis GV8 aus der vpl^en
Stellung wegbewegt werden und, wie bereits oben ausgeführt,
in einer bestimmten Reihenfolge zur Erzielung einer Teilbeaufschlagung am Umfang betätigt werden. Für jedes Steuerventil
ist eine im Programmblock 119 vorgesehene statische Kennlinie oder Kennfunktion gegeben, welche folgendermaßen
ausgedrückt werden kann:
DUV(x) = f(x) (Ds) (7)
Hierin kann χ die ganzzahligen Werte von 1 bis 8 annehmen*
Während der Regelung durch die Steuerventile erfolgt die digitale Ausgabe entsprechend dem Programmblock 122 und
gegebenenfalls die Ausgabe der Verstärkungsfaktoren entsprechend dem Programmblock 120 in der zuvor beschriebenen
Weise, wobei an den Steuerventilen GVl bis GV8 ein analoges Ausgangssignal zur Ventilstellungsregelung und gegebenenfalls
auch entsprechende Signale zur Verstärkungsfaktorregelung zur Wirkung gebracht" werden. Wird eine Verstärkungsfaktorregelung in den Ventilstellungsregelschleifen für die
Steuerventile verwendet, so bestimmen sich die Verstärkungsfaktoren folgendermaßen;
Gp(X) = f(x) ΓθΡΕ(χ)] (8)
worin χ die ganzzahligen Werte 1 bis 8 annehmen kann
- 59 -
909844/1302
GPE(x) = GSP(x) ♦ DGV(x) - PDG(x) (.9)
Hierin bedeuten:
GPE = Ventilstellungsfehler des STeuerventiles,
GSP = augenblickliche Sollwerteinstellung des Steuerventiles,
DGV = Sollwerteinstellungsänderung für das Steuerventil,
PDG = tatsächlich festgestellte Einstellung des Steuerventils,
χ = 1 bis 8.
Werden die Ventile anstelle einer von dem Rechner überwachten analogen örtlichen Ventilstellungsregelschleife
mittels des Rechners des Regelsystems unmittelbar digital geregelt, so kann der Verstärkungsfaktor in der geschlossenen,
vom Rechner gesteuerten Rückkoppelungsregelschleife in ähnlicher Weise beeinflußt werden, wie dies hier für die
Regelung des Verstärkungsfaktors in den örtlichen analogen
- 60 9098U/T3Ö2
1319363 fci
Ventilstellungsregelschleifen beschrieben worden ist.
Hat die Turbine IO die synchrone Drehzahl erreicht und
ist synchronisiert worden und sind die dem Generator 16 zugeordneten
Leistungsschalter geschlossen worden, so erfolgt ein Übergang der vom Rechner vorgenommenen Turbinenregelung
des Systems SO von der während des Hoehlaufes vorgenommenen
Drehzahlregelung zu der Leistungsregelung. Der Programmblock 104 leitet dann .die Programmausführung zum ersten
LeistungsregeIvorgang, vorzugsweise zum Programmblock 126
über, der eine solche Betätigung der Leistungsregelschleifen bewirkt, das entsprechend einer Drehzahlabweichung ein
elektrischer Leistungskorrekturwert dQ bestimmt wird, welcher
auf den Leistungs-Bezugswert 70 oder auf den Wert Dj. Einfluß
nimmt. Der Korrekturwert wird so errechnet, daß eine Multiplikation
des Unterschiedes zwischen der im Leistungsmeßgerät angezeigten elektrischen Wirkleistung MW und der Bezugsleistung"
Dj. mit einer prehzahlabweichung vorgenommen wird,
die dem zur Leistungsregelung verwendeten DrehzahlfehlersigjnalAg
fd.h. Unterschied zwischeri der<
Istdre^zahl und dep syrichii0rjei| Drehzahl! multipliziert iiiit einer Proportionalitätskonstante
H13 gleich i§t. Da.§ elektrigclie i,eis.1iung§-
Pehlgrsignal epiji§g-liQfi| eine nvLp |ari|§§ie |<ßi§tunp|fQ|»re;ktur
|n §inj3r, äviße^eri |^§|?|iektui5schl§ifg ]i||g tfegeji diesen eigen-r
p gep 0l|i
Leistung wird diese Korrekturart nur als Grotakqrrektur oder
in einer Rückkoppelungskorrektursehleife für langsame Vorgänge
verwendet.
Ist das Turbinendrehzahl-Fehlersignal ZlS klein genug, was in dem Programmblock 128 bestimmt wird, so wifrd der
korrigierte Sollwert der elektrischen Leistung mit Rückstellwirkung innerhalb des Programmhloekes 13Q aus dem Produkt
der BezugsIeistung Dr und dem Zeitintegral des ICorrekturr
wertes dQ bestimmt, der in prozentualer. Form errechnet wird.
Dies bedeutet, daß ein Wert, von IQQ % dem Nichtvorhanden^ein
eines Korrekturwertes entspricht. Wenn das Drehzahlfehlersignal AS einen bestimmten Wert überschreitet, so wird die
Bewertung der elektrischen Leistung verlassen und der Wert DQ
wird entsprechend dem Blocksymbol 13.2 als dem Wert pL gleich
eingestellt, um den Schwerpunkt der Regelung auf die Pr-ehjahlkorrektur
zu legen·
Die Verwendung der Geschwindigkeitsabweich^ng Kn ? S bei
der Bestimmung des Korrekturwertes eU ersetzt die WiEk^
leistungskor.rektur, welche dur.eh die grehz§h|kQprektliE
wird. Hierdurch wird ein Auflauf des, Ihlegralwe^les fgn
in dem Programmblpek 13© verhi^i|eB|? wie dieg bei einem
Lastab.wu:pf
tr «ι f ,
Beim nächsten programmierten Turbinenleistungsregelvorgang wird die Turbinendrehzahlregelschleife vorzugsweise
im Sinne einer Korrektur oder Eichung mit der Leistungsregelschleife in Kaskade geschaltet, wie im Frogrammblock 134
angedeutet ist, in welchem ein drehzahlabhängig geeichter Leistungssollwert DR(n) bestimmt wird. Hierdurch wird erreicht,
daß sich die Anlage an der Frequenzhaltung beteiligt, insbesondere während vorübergehender Zeitabschnitte im Anschluß an
verhältnismäßig große Laständerungen. Die Drehzahlkorrektur d„
wird von dem zur Leistungsregelung verwendeten Drehzahlfehlersignal ÄS abgeleitet und wird mit einer Konstanten K„ multipliziert um einen in Prozentwerten vorliegenden Eichfaktor
zu bilden, wobei ein Wert von 100 % bedeutet, daß keine Eichkorrektur erforderlich ist. Der ermittelte Leistungswert DQ
wird dann mit dem Eichfaktor K,«ds multipliziert;, so daß
der entsprechend der elektrischen Leistung und entsprechend der Drehzahl korrigierte Leistungssollwert D„(n) erhalten
wird. Die Kaskadenschaltung der Drehzahl-Korrekturschleife und der Wirkleistungs-Korrekturschleife im Sinne einer korrigierenden Multiplikation mit der Haupt-Turbinenleistungsregelschleife ergibt betriebsmäßige Vorteile, auf die nachfolgend genauer eingegangen wird.
- 63 -
909844/1302
sollwert der Dampfventile wird zunächst aus statischen und
dynamischen Kennlinien ermittelt, wie in Fig. 3 durch das Blocksymbol I36 und genauer in Fig. 4 der Zeichnungen dargestellt
ist. Vorzugsweise wird, wie durch das Blocksymbol angezeigt ist, ein maximaler Änderungswert des Belastungssollwertes DM festgelegt, so daß über eine Begrenzung der
Änderungsgeschwindigkeit des Dampfstromes eine Grenze für die Turbinenbelastung gesetzt wird. Die maximale Änderung
des Belastungssollwertes D„ kann in einfacher Weise aus dem
Speicher als unveränderliche geneigte Kennlinie entnommen werden, die der Belastungs-Änderungsgeschwindigkeit eine
feste Grenze setzt, doch vorzugsweise wird die maximale
Änderung des Belastungssollwertes DM im wesentlichen unter Optimierungsbedingungen bestimmt, wie dies bereits an anderer Stelle vorgeschlagen worden ist, Bei der Begrenzung der
Änderungsgeschwindigkeit der Turbinenbelastung wirkt der begrenzende Maximalwert der Änderung des Leistungssollwertes D als dynamische Grenze in der Rückkoppelung der Leistungsregelschleife, die, wie nachfolgend beschrieben ist, eine vorwärtsgekoppelte Regelschleife ist.
Änderung des Belastungssollwertes DM im wesentlichen unter Optimierungsbedingungen bestimmt, wie dies bereits an anderer Stelle vorgeschlagen worden ist, Bei der Begrenzung der
Änderungsgeschwindigkeit der Turbinenbelastung wirkt der begrenzende Maximalwert der Änderung des Leistungssollwertes D als dynamische Grenze in der Rückkoppelung der Leistungsregelschleife, die, wie nachfolgend beschrieben ist, eine vorwärtsgekoppelte Regelschleife ist.
Nach Festlegung der Grenze für die Turbinenbelastung wird der geeichte oder korrigierte Leistungssollwert DR(n)
mit dem Wert Dj, verglichen, wie durch das Blocksymbol 14O
■■■*"*. 909 8U/ 130 2
angedeutet ist und DR wird dem Wert D-. gleich gemacht, wie
in dem Blocksymbol l4l festgehalten ist, wenn DM gleich oder
kleiner als DR(n) ist. Wenn jedoch D^ größer als DR(n) ist,
so wird DR entsprechend dem Programmblock 142 gleich dem
Wert DR(n) gemacht, wenn in dem Programmblock 144 auf eine
volle Optimierungsregelung verzichtet wird, wie dies vorliegend vorzugsweise der Fall ist.
Ähnlich dem Vorgang bei der dynamischen Begrenzung der
Drehzahlregelung kann auch die dynamische Begrenzung bei der Leistungsregelung durch andere Maßnahmen verbessert werden,
beispielsweise durch Vergtärkungefaktorreg·lung der Venfcilstellungsregelschleifen anstelle durch «ine Begrentung der
Ventiistellungsapllwerte DR. Im letzteren Fall· wird jedoch
die nachfolgend beschriebene Belastunge-Rückkopp·lungökorrektür
nachteilig beeinflußt. Aus diesem und aus anderen a?und«n
ist dae in Fig. * geseifte Progrinin mit ein·!· Belaetunpbegremuni
vorzusiehen.
dien »iwanteht wird, kann der rrocraan&leeH IM 4en
logiichen FrogrammfXuÄ mi den Frograenbloek 1H6 weiterleite*»
wo «ine voll· Turbinenleiitunge-Optieieruneeregelunf in
Ähniioher weise auageführt wird, wie aie in Vereindunt mU
•iner folien TuFein«ndr*inahl-Opti»lerunti»eieluni wlhrend
dee Turbinenhochlaufea b»traoht*t wurd·. Nofinalerweiee fuhrt
die Anwendung einer Lastregelung mit dynamischer Beschränkung, wie sie bereits an anderer Stelle vorgeschlagen worden ist,
im wesentlichen zu einem optimalen dynamischen Betrieb, solange Änderungen der Turbinenleistungs-Bezugswerte der
Leistungsregelung dienende Sollstellungswerte bewirken, die über den dynamischen Grenzen für die Lastveränderung liegen.
Innerhalb der Turbinenbelastungsgrenzen wird für die volle
Optimierungsregelung ein thermodynamisches Turbinen-Lastmode11
verwendet, das der zu regelnden Turbine entspricht, wovon ein
der Last entsprechender Solletellungswert DQR alt Funktion von
der Zeit in solcher Weise abgeleitet wird, daß auf einen erforderlichen Leietungspegel-Sollitellungewert DR(n) »in rate cheat
mögliches Antprechen der Turbinen-Dampfbeaur»chlagung erreicht
wird. \ " ■ . \ "~ -.-'V-'
line vorueergehendt VenfcilittXXunnretelunf, ¥eloh« durch
yipmyJÜRß de· ioeben trw&hnten Hodeilt §<i»i· de» *p**r If*'
trtthttttrl Dreftiaftl-OptiÄitrungtretelunifÄedell· tn^iohfc wir4,
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lit I I 4
zu der ordnungsgemäßen stabilen Ventilstellung führen, Ein
solches überregeln geschieht ebenfalls in größerem Maße als das kurze überschwingen, das vorzugsweise für ein rasches
Ansprechen der Ventileinstellung vorgesehen ist.
Eine volle Optimierungsregelung der Turbine ist normalerweise
nicht wünschenswert und vorzugsweise in dem hier betrachteten Anwendungsfall auch nicht vorgesehen, da einmal
viele Laständerungen der Turbine eine maximale Turbinenleistung erforderlich machen und da zum zweiten bei geringeren Belastungs·
änderungen nur eine verhältnismäßig geringe Verbesserung erzielt wird, wenn man die anderen Verzögerungen in großen
elektrischen Kraftwerksanlagen in Betracht zieht. Beispielsweise
wird ein Drittel eines stufenartigen Anstieges des Turbinen-Leistungsbedarfes
fast augenblicklich durch ein Ansprechen der Steuerventileinstellung im Hochdruckteil aufgenommen.
Die verbleibenden zwei Drittel der Belastungszunähme werden
dann im allgemeinen von dem Mitteldruckteil und dem Niederdruckteil innerhalb etwa 15 Sekunden erzeugt, ohne daß eine
weitere Verstellung der Steuerventile stattfinden muß, wie dies sonst nötig wäre, wenn ein überregeln der Steuerventile
und eine nachfolgende Rückstellung auf den ordnungsgemäßen stabilen Einstellungswert vorgesehen wäre. In anderen Anwendungsfällen
der Erfindung kann jedoch eine volle dynamische Optimierungsregelung der Turbinenleistung durchaus wünschens-
- 67 .909844/1302
wert und zweckmäßig sein, wie dies auch bereits für die
dynamische Optimierungsregelung der Turbinendrehzahl ausgeführt worden ist.
Wenn der Gesamt-Sollstellungswert DR für die Leistungsregelung
bestimmt worden ist, erfolgt zunächst seine statische Eichung und in dem Programmblock 148 wird der Wert gleich dem
Wert On gemacht, um die nichtlineare Kennlinie der Ventildurchströmung
in Abhängigkeit von der Ventilstellung zu kompensieren. Die Funktion in dem Programmblock 148 legt die
Gesamt-Ventilsollstellung in Abhängigkeit vom Leistungs-Sollwert DR fest, so daß die DampfStrömungsänderungen proportional
zu den Änderungen von DR sind. Diese Bewertung oder Eichung
bestimmt die endgültige Stellung, welche von den Dampfventilen eingenommen werden muß, um den Leistungssollwert D zu be-
friedigen, ob nun DR gleich DQR oder gleich DR(n) oder DM
ist. Die analogen Ventilstellungsregler legen dann die Ventileinstellung fest und die Leistungsregelschleife arbeitet
mit Vorwärtskoppelung. Irgendwelche Fehler der Dampfventileinstellung,
welche von leicht fehlerhaften Kennfunktionen herrühren, werden durch eine nachfolgend beschriebene Rück- .
stellung in der Leistungsrückkoppelung korrigiert. Wie schon zuvor ausgeführt, können bestimmte Turbinenregelsysteme, bei .
denen die Drehzahl oder eine andere Veränderliche die Ausgangs-Regelgröße bildet, mit einer vorwärtsgekoppelten Regelung
""-■ 68 909844/1302
der Ventileinstellung arbeiten.
Zur Bestimmung der statischen Turbinenregelfunktion in dem Programmblock 148 kann das rechnergesteuerte Regelsystem
60 während des Aufbaus der Kraftanlage verwendet werden, wobei die Turbine 10 auf die synchrone Drehzahl gebracht
wird und die tatsächlich im stabilen Zustand von der Turbine erzeugte Leistung bei jeweils allmählich größerwerdenden
Bezugswerten DR der Wirkleistung empirisch gemessen werden.
Eine Nichtlinearität der Kennlinie des Dampfstromes in Abhängigkeit von der Ventileinetellung erzeugt eine entsprechende
Nichtlinearität des ermittelten Diagramms. Die in dem Programmblock 148 benötigte übertragungsfunktion zur Erzeugung einer
nichtlinearen statischen Kennlinie zur Kennzeichnung der Abhängigkeit des Ventilstellungssollwertes vom Wirkleistungsbedarf oder Wirkleistungssollwert DR wird also dem Inversen
des bestimmten Diagramms gleich gemacht. Durch Einsatz des digitalen Rechners kann die statische Kennfunktion oder
Kennlinie sehr genau ermittelt werden. Ferner kann die statische Kennlinie entweder selbsttätig oder unter Steuerung
durch eine Bedienungsperson mit Hilfe entsprechender Programmierung modifiziert werden. Wenn die Ausgänge-Regelgröße
eine andere Variable als die Turbinenleistung ist, wie dies bei anderen Anwendungsfällen zutreffen mag, kann in gleicher
Weise eine statische Kennlinie für die vorwärt!gekoppelte
- 69 -9098U/1302
Regelung genau und flexibel bestimmt werden und ohne Schwierigkeiten eingespeichert und ausgewertet werden.
Ist in dem Programmblock 146 eine volle dynamische Turbinenleistungs-Optimierungsregelung nicht vorgesehen, so
kann die Funktion in dem Programmblock 148 gegebenenfalls
weiterhin eine dynamische Gesehwindigkeitsregulierung vorsehen, um ein allgemein rascheres Ansprechen der Dampfbeaufschlagung
der Turbine zu erreichen, wenn der Wert DR gleich dem Wert Dj>(n)
ist und wenn sich die Erhöhung der Reguliergeschwindigkeit in den dynamischen Grenzen hält, die durch den Wert D^ gesetzt
sind. In ähnlicher Weise kann unter entsprechenden Bedingungen im Blocksymbol 116 nach Fig. 5 der Zeichnungen gegebenenfalls
für den Turbinenhochlauf oder die Abschaltung ein beschleunigter Regelvorgang vorgesehen sein, so daß ein rascheres Ansprechen
der Drehzahlregelung innerhalb der dynamischen Grenzen erreicht wird.
Ist nun der bewertete Geaamt-Sollstellungswert der die
Belastung berücksichtigenden Ventileinetellung festgelegt,
so erfolgt nun in dem Programmblock 50 eine Entscheidung darüber, ob die Leistungsregelung mit vollständig offener vorwärtsgekoppelter Schleif· stattfindet, d.h. ob die Regelschleife
in einer Leistungaabfallphase arbeitet. Ein Leistungsabfall
wird beim Hochlauf be trieb und beim Abschalttrieb sowie
-TO-
während vorbestimmter Betriebsphasen des Leistungsregelbetriebes vorgesehen.
Normalerweise arbeitet die Turbinenanlage mit einer Eichung oder Bewertung der Leistungsrückkoppelung und der
Leistungsabfallbetrieb wird daher normalerweise nicht verwendet. Vorzugsweise wird eine Bewertung der Leistungsrückkoppelung
durch eine Eieh-Rückstellschleife bewerkstelligt,
welche aus dem festgestellten Leistungsmeßwert ein Turbinenleistungs-Pehlersignal
bildet. Da der Impulsdruck im Hoch-· druckteil der Turbine am raschesten die Leistungswerte signalisiert
j wird der Ausgang des Impulsdruckmessers vorzugsweise in der Leistungseich-Rücksteilschleife verwendet und wird
zunächst mit einer Proportionalitätskonstanten K« multipliziert
und nachfolgend mit dem Turbxnenleistungssollwert DR verglichen,
wie in dem Programmblock 152 angedeutet ist. Das Druck-Fehlersignal ΔP wird dann über die Zeit integriert und
als ein in Prozentwerten gegebener Eichfaktor zusammen mit dem
statisch bewerteten Gesamt-Turbinenleistungssollwert Dc verarbeitet.
Das Ergebnis wird dem Viert D„c gleichgesetzt, welcher
der endgültige, bewertete und druckabhängig geeichte Gesamt-Ventilstellungssollwert
ist, wie in dem Programmblock 154 angegeben ist. Die Druckkorrektur ergibt eine Rückstellwirkung
für den Turbinen-Lastpegel im stabilen Zustand und korrigiert
das System im Sinne eines genauen Betriebes, selbst wenn
- 71 9 0 98Λ4/1302"^ '
kleine Fehler in der Vorwärtskoppelung auftreten sollten.
Wird bei der Leistungsregelung ein Leistungsabfallbetrieb
durchgeführt, so wird ΔΡ gleich 1 gesetzt, wie in dem Blocksymbol
156 angemerkt ist und es erfolgt keine Druckkorrektur.
In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, bei der Festlegung von DpC eine Proportionalwirkung vorzusehen, um ein
rascheres Ansprechen auf den Druck zu erreichen, doch ist normalerweise ein solches Verhalten nicht unbedingt erforderlich
und in dem vorliegenden Anwendungsfall auch nicht unbedingt zweckmäßig, da verhältnismäßig langsame Leistungskorrekturen
schon zu einer vollständig zufriedenstellenden Wirkungsweise führen.
Wie in dem Programmblock I58 angedeutet ist, kann nach
Belieben eine neuerliche Eingabe der statischen Funktion der Vorwärtskoppelung im Zuge des Betriebes vorgesehen sein. Bei
einer solchen "on-line"-Korrektureingabe kann die Anordnung
so getroffen sein, daß eine bestimmte Dauer eines Ventilstellungsfehlers beim stabilen Vorwärtskoppelungsbetrieb als
Aufrufbedingung für eine korrigierende Vorgabe der statischen
Kennfunktion im Block 148 festgesetzt wird. In dem Programmblock 160 wird dann eine entsprechend der Vorgeschichte
bewertete Kurve im stabilen Zustand festgestellter Drucfc*
fehlersignale in Abhängigkeit von dem Betriebswert untersucht
9098U/1302
und von dem Programmblock 160 aus erfolgt dann eine entsprechende
Korrektur der gespeicherten statischen Kennlinie des Blockes 148. Auf diese Weise kompensiert also die während
des Betriebes vorgenommene Korrektureingabe etwa auftretende Fehler in der Vorwärtskoppelung selbst dann, wenn die Ursache
der Fehler nicht eine Fehlerhaftigkeit der statischen Kennlinie oder Kennlinien der Ventildurchströmung in Abhängigkeit von
der Ventilstellung ist.
Beim Leistungsregelbetrieb der Turbinenanlage wird die in dem Programmblock 118 gestellte Frage nach einem übergang
in der Ventilregulierung stets negativ beantwortet, da die Turbine iO bereits durch eine Teil-Umfangsbeaufschlagung vermittels der Steuerventile geregelt wird. Die Sollstellung
wird in dem Programmblock 119 in ähnlicher Weise, wie"dies durch
Gleichung (7) in Verbindung mit der Hochlaufregelung beschrieben
worden ist, für jedes Dampfsteuerventil bestimmt. Im vorliegenden Falle sind die jeweiligen Sollstellungen der
einzelnen Steuerventile durch die folgenden Gleichungen festgelegt:
DGV(x) = f(x)(Dc) (10)
was für den Leistungsabfällbetrieb gilt und worin χ die
- 73 -
ganzzahligen Werte von 1 bis 8 annehmen kann.
DGV(x) = f(x)(Dpc) (11)
was für den Fall des Betriebes ohne Leistungsabfall gilt und worin χ die ganzzahligen Werte von 1 bis 8 annehmen kann.
Gegebenenfalls kann eine Verstärkungsfaktorregelung in den Steuerventileinstellungsregelschleifen durch den Programmblock
121 während des Leistungsregelbetriebes in ähnlicher Weise erfolgen, wie dies durch Gleichung (8) für den Hochlauf-Regelbetrieb
beschrieben worden ist. Hier gilt dann die folgende Gleichung:
Gp(x) = f(x) [GPE(X)J (12)
worin χ die ganzzahligen Werte von 1 bis 8 annehmen kann.
Es ist zweckmäßig, eine Verstärkungsfäktorregelüng in
den Steüerventilstellungsregelschleifen vorzusehen, wenn
eine Leistungsregelung durchgeführt wird, da der Einstellungsfehler GPE sich in verhältnismäßig weiten Grenzen verändern
kann« Auf diese Weise wird eine verbesserte Ansprechgeschwindigkeit der Dampfventileinstellung erreicht und damit ein
I · ■
« f
rascheres Ansprechen der Turbinen-Dampfbeaufschlagung erzielt.
Findet beim Leistungsregelbetrieb keine Verstärkungsfaktorregelung statt, so verläuft der logische Programmfluß unmittelbar
von dem Programmblock 120 zur Bestimmung des Verstärkungsfaktors zu dem digitalen Ausgangs-Programmblock 122. Der
Programmblock 121 zur Errechnung des Verstärkungsfaktors wird hierdurch umgangen. Der digitale Ausgangs-Programmblock
ist in derselben Weise wirksam wie bei der Hochlaufregelung
und bestimmt die Ausgangs-Digitalwerte für die Sollstellungen der Steuerventile sowie zutreffendenfalls die digitalen Ausgangswerte
der Verstärkungsfaktoren für die Steuerventileinstellungsregelschleifen.
Der Drehzahlregelbetrieb beim Abschalten der Turbine verläuft in entsprechender Weise wie beim Hochlauf der Turbine,
wobei die einzelnen Punktionen in umgekehrter Reihenfolge ablaufen. Beispielsweise findet auch hier ein übergang von
der Regulierung der Steuerventile zur Regulierung der Drosselventile
statt und dynamische Grenzwerte begrenzen die Turbinenverzögerung.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß ein System zum
Bfttrieb einer Dampfturbinenanlage geschaffen wird, bei welchem ein Sollwert einer Ausgangs-Regelgröße bestimmt wird und
eirie vorbestimmte statische Bewertung zur Festlegung eines
■"■■'-."- 75 -909 844/130 2
Dampfventxlstellungssollwertes erfolgt, der zur Befriedigung des Sollwertes der Regelgröße im stabilen Zustand erforderlich
ist. Die Einstellung der Dampfventile erfolgt entsprechend
dem ermittelten Stellungswert bei der Ventileinstellungsregelung. Da eine korrigierende Ventilstellungsänderung bekannt
ist9 bevor die Änderung vollständig ausgeführt ist, wird
ein rascheres und wirkungsvolleres und mehr den optimalen Zuständen angenähertes dynamisches Verhalten bei der Ventileinstellung
erreicht und damit ein besseres dynamisches Verhalten der Turbinenbeaufschlagung mit Sicherheit erzielt,
indem eine Möglichkeit für eine Verstärkungsfaktorregelung in den Ventileinstellungsregelschleifen vorgesehen wird* Im
allgemeinen wird eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit der Dampfturbinenregelschleifen
durch die Eigenschaften des grundsätzlichen Ventilbetätigungssystems erreicht, da eine Betätigung
in einer offenen Schleife mit einer Eichfaktorrückkoppelung vorgesehen ist. Eine dynamische Optimierungsregelung der
Turbine läßt sich besser durch die vorausschauende Verwertung
der Ventilstellung erreichen, da eine vorübergehende Ventilstellungsregelung für das optimale oder nahezu optimale dynamische
Verhalten der Turbinenbeaufschlagung besser erfolgt, wenn
die korrigierende stabile Ventilstellung bekannt ist. In elektrischen Kraftwerksanlagen ermöglicht eine bessere dynamische
Turbinenregelung auch eine bessere Regelung der elektrischen Leistungserzeugung.
- 76 90 9844/130 2
In der elektrischen Kraftwerksanlage 12 wird die Ausgangs-Regelgröße für das Turbinenregelsystem 60 während
des Leistungsregelbetriebes von der elektrischen Leistung gebildet. Für die Leistungsregelung wird ein Leistungsbezugswert
in der vorwärtsgekoppelten Turbinenleistungsregelschleife vorgegeben, welche die Rechenanlage mit dem zugehörigen
Programmierungssystem, die Programmeinrichtungen für die Regelung der Drosselventile und der Steuerventile, die örtlichen
Ventileinstellungsregelschleifen sowie die Steuerventile enthält. Bei der allgemeinen Anwendung der Erfindung
kann die durch Vorwärtskoppelung beeinflußte Regelgröße der betreffenden Anlage oder Turbine von einer oder mehreren anderen
Parametern, beispielsweise von der Turbinendrehzahl gebildet sein und der Sollwert der Regelgröße kann ein Differenzwert
oder ein Bezugswert sein.
Im vorliegenden Falle wird die Turbinendrehzahl während
des Drehzahlregelvorganges von dem programmierten, rechnergesteuerten Regelsystem 60 als Ausgangs-Regelgröße behandelt.
Diese Regelung stützt sich vorzugsweise auf den Betrieb einer geschlossenen Rückkoppelungsschleife, doch kann hier
nach Wunsch auch eine Abwandlung vorgenommen werden, so daß sich ein vorwärtsgekoppelter Betrieb ergibt.
- 77" -
909844/1302
Wird in der Anlage und der Turbine nach der Leistung
geregelt, so ist in. dem Programm des Rechners eine Leistungs-Rückstellungsschleife
vorgesehen, durch welche eine Rückkoppelung des Impulsdruck-Meßergebnisses erfolgt, so daß sich
eine stabile Korrektur des Leistungs-Bezugssollwertes durch eine
Kaskadenschaltung erreichen läßt, die zur Korrektur einen
Eichfaktor einführt. In üblicher Weise wird durch Kaskadenschaltung
ein der Geschwindigkeitsabweichung entsprechender, auf den Wirkleistungssollwert einwirkender Eichfaktor in die
vorwärtsgekoppelte Leistungsregelschleife eingebracht. Da sich der resultierende Verstärkungsfaktor der Leistungsregelschleife
mit abnehmendem Leistungsfehler erniedrigt, was
durch die zur Eingabe des Eiehfaktors dienenden Anschlüsse erreicht wird, ist innerhalb der durch die Forderung der
Störsignalunterdrückung vorgegebenen Bandbreitengrenzen ein höherer, nicht bewerteter verstärkungsfaktor der Leistungsregelschleife
möglich. Durch Erzeugung des Eiehfaktors in der Rückkoppelungssehleife für die vorwärts gekoppelte
Leistungsregelschleife wird daher bei der Turbine 10 und der Anlage 12 ein rascheres und im allgemeinen besseres Ansprechen
der Turbinen-Dampfbeaufschlagung und eine bessere Wirkungsweise der Anlage auf wirtschaftliche Weise geschaffen. Dies
gilt für Dampfturbinen im allgemeinen, bei denen ein Eich-1·
faktor in einer Rückkoppelungssehleife gebildet wird, die
eine vorwärts gekoppelte Regelschleife beeinflußt, welche zur Regelung der einen oder anderen Ausgangs-Regelgröße des
- 78 909844/1302
Systems dient. Bei der Turbine 10 und dem ihr zugeordneten
Regelsystem finden örtliche analoge Bampfventil-Stellungsregler
Verwendung, doch können auch, wie bereits erwähnt, unmittelbar digitale Stellungsregler verwendet werden und in diesem
Falle kann mit Vorteil eine Korrektur durch einen Eichfaktor in der Stellungsrückkoppelung erfolgen.
Auch die Drehzahlregelschleife der Turbine 10 enthält die Rechenanlage und die Programmeinrichtungen des Rechners
sowie das Drehzahlmeßgerät 58 und die örtlichen Ventileinstellungsregelschleifen
mit den zugehörigen Dampfventilen. Während der Leistungsregelung ermöglicht die Drehzahl-Rückkoppelungsschleife
eine verbesserte Frequenzhaltungsregelung, da diese Schleife in der Kaskadenschaltung einen Eichfaktor
für die Leistungsbezugs-Sollwertschleife liefert, woraus sich eine Verbesserung des Verstärkungsfaktors der Leistungsregelschleife
und damit ein rascheres Ansprechen ergibt. Die Turbinendrehzahlregelung kann einen weiten Bereich umfassen,
wobei das Ansprechen während des Hochlaufes oder des Abschalte
ns verbessert wird, da die rückgekoppelte Drehzahlregelschleife getrennt von der Leistungsregelschleife arbeitet.
Das bedeutet, daß erfindungsgemäß keine Hintereinanderschaltung mit einer Begrenzung des Verstärkungsfaktors der Leistungsregelschleife
vorgesehen ist, wie dies charakteristischer Weise bei gebräuchlichen analogen, in sich geschlossenen
- 79 -90984^/1302
Leistungsregelschleifen der Fall ist, die auch mit dem Druck
rückgekoppelt sind.
Bei der Drehzahlregelung oder der Leistungsregelung der Turbine 10 sind dynamische Kennfunktionen oder Kennlinien
vorgesehen, welche eine Begrenzung der Drehzahländerung oder der Leistungsänderung in der Drehzahlregelschleife bzw. in
der Leistungsregelschleife vorgeben. Die Eigenschaften des Rechners ermöglichen oder erleichtern eine dynamische Begrenzung
beim Betrieb der Turbine 10 bei gleichzeitiger Verbesserung
des Ansprechens der Dampfbeaufschlagung der Turbine und der Leistungserzeugung in der Anlage, wobei die Möglichkeit gegeben
ist , die dynamischen Einschränkungen im Betrieb optimal oder nahezu optimal zu wählen. Die durch die Rechenanlage
gegebenen Möglichkeiten sind für die dynamische Regelung von Dampfturbinen im allgemeinen förderlich, da die dynamisch
begrenzte Regelung verbessert wird und da weiter die Anwendung einer vollen dynamischen Optimierungsregelung erleichtert
wird.
Die Regelung mit Hilfe der Rechenanlage gestattet in
wirtschaftlicher Weise die Schaffung genauerer statischer
Kennlinien der Ventildurchströmung in Abhängigkeit von der Ventilstellung und damit eine genauere und wirkungsvollere
Ventileinstellung und ein genaueres und besseres Ansprechen
- 80 - .
. 909844/1.302
der Dampfbeaufschlagung der Turbine und der Leistungserzeugung
in der Kraftanlage. Eine durch eine Bedienungsperson oder selbsttätig vorgenommene neuerliche Eingabe der statischen
Ventilkennlinien und irgendwelcher fester dynamischer Kennlinien der Regelschleifen, beispielsweise der Funktionen
einer festen Regelbeschleunigung oder Rückstellung ergibt die notwendige Vielseitigkeit für eine gleichbleibende Genauigkeit
des Regelbetriebes, wenn durch den Gebrauch oder andere Einflußfaktoren die ursprünglichen Beziehungen verändert
werden. Auch erleichtert die rechnergesteuerte Regelung das zuvor beschriebene wirtschaftliche Eichfaktorverfahren zur
Beeinflussung der Regelschleifen.
Die den Programmanweisungen und Gebrauchsvorschriften innewohnende Flexibilität läßt es bei der rechnergesteuerten
Regelung zu, daß genaue statische Dampfvent!!kennlinien
geschaffen werden können, wobei sich eine beträchtliche Kostenersparnis in einem weiten Anwendungsfeld von Turbinenanlagen
ergibt. Die Vielseitigkeit der Betriebsweisen des Rechners führt auch zu einer Verbesserung und freieren Wahl
der dynamischen Regelkennlinien, wobei sich ebenfalls Kosteneinsparungen
auf dem gesamten Gebiet der Turbinenanlagen ergeben.
Ganz allgemein ermöglicht die rechnergesteuerte Regelung
- 81 -
909844/1302
eine Senkung der apparativen Kosten in TuFbinenregelsystemens
was auf einer Verringerung von Verriegelungseinrichtungen,
überwachungseinrichtungen raid ähnlichen notwendigen Apparateteilen
beruht. Darüberhinaus kann mittels der rechnergesteuerten Regelung der Turbinenbetrieb wirtschaftlich weit
über das bekannte Maß hinaus verfeinert werden, da die Ansprechgeschwindigkeit erhöht wird, das Integrationsverhalten
heraufgesetzt wird und andere Eigenschaften verbessert werden. Als Ergebnis der wirtschaftIiehen und betriebsmäßigen
Vorteile beim Einsatz der Erfindung läßt sich eine größere
Verbreitung von Dampftwrbinenanlagen und Bampfturbinenregelsystemen
erwarten.
- 82 -
909844/1302
Claims (16)
- Patentansprücheί. !Regelsystem für Dampfturbinen, mit Dampfventilen zur Bestimmung des Dampfdurchstromes mindestens eines Turbinenabschnittes, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Ermittlung eines Dampfventilsollstellungswertes, welcher jeweils entsprechend einer vorbestimmten Funktion einen bestimmten Eingangs-Sollwert mindestens einer vorgegebenen, durch Betätigung der genannten Dampfventile ausgangsseitig regulierbaren Regelgröße befriedigt, sowie durch Stelleinrichtungen zur Verstellung der genannten Dampfventile entsprechend dem ermittelten Dampfventilsollstellungswert.
- 2. Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Funktion statische und dynamische Funktionsteile enthält.
- 3. Regelsystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Darstellung des genannten Eingangs-Sollwertes, von welcher abhängig die Betätigung der Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes erfolgt, ferner durch Einrichtungen zur Festlegung eines von dem- 83 909844/1302Unterschied zwischen dem Istwert und dem Sollwert der ausgangs seitig regulierbaren Regelgröße abhängigen Fehlerwertes jeweils entsprechend einer weiteren Punktion und schließlich durch eine Modulationseinrichtung zur korrigierenden Beeinflussung des Dampfventilsollstellungswertes in Abhängigkeit von dem genannten Fehlerwert, wobei die Stelleinrichtungen entsprechend dem korrigierten Dampfventilsollstellungswert betätigbar sind.
- 4. Regelsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet9 daß die Modulationseinrichtung den genannten Fehlerwert in Form eines Eichfaktors für den Dampfventilsollstellungswert darbietet.'
- 5. Regelsystem nach Anspruch M, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Einrichtung zur Darstellung des Eingangs-Sollwertes Einrichtungen zur Bildung einer Fehlerdarstellung einer weiteren bestimmten Regelgröße enthält, daß ferner diese Fehlerdarstellung als Eichfaktor auf den Eingangs-Sollwert einwirkt und daß die Einrichtungen zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes und die Einrichtungen zur Ermittlung des genannten Fehlerwertes der erstgenannten Regelgröße auf den umgeformten Eingangs-Sollwert ansprechen.
- 6. Regelsystem nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,- 81 -909844/.1302daß die Einrichtungen zur Darstellung des Eingangs-Sollwertes weiterhin Einrichtungen zur Bildung eines abgewandelten Eingangs-Sollwertes aus dem mittels des Eichfaktors umgewandelten Eingangs-Sollwert jeweils entsprechend einer dynamischen Funktion enthalten und daß die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes auf den dynamisch umgewandelten Eingangs-Sollwert anspricht, während die Einrichtungen zur Festlegung des Fehlerwertes der Regelgröße auf eine bestimmte der beiden gebildeten Darstellungsformen des Eingangs-Sollwertes entspricht.
- 7. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtungen mindestens eine geschlossene, elektrohydraulische Ventileinstellungsregelschleife enthalten und daß die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes ein programmiertes digitales Rechensystem enthält, welches Sollstellungssignale an die elektrohydraulischen Ventileinstellungsregelschleifen abgibt.
- 8. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß die genannte vorbestimmte' Funktion zur Ermittlung eines Dampfventilsollstellungs>wertes eine statische Funktion ist, welche die Abhängigkeit eines Dampfventilsollstellungswertes von den Sollwerten der ausgangs sei tig regulierbaren Regelgröße angibt,, daßferner Einrichtungen zur Darstellung.des Eingangs-Sollwertes für die bestimmte, ausgangsseitig regulierbare Regelgröße vorgesehen sind, welche eine Vorrichtung zur Bildung eines abgewandelten Eingangs-Sollwertes aus dem genannten Eingangs-Sollwert entsprechend einer vorbestimmten dynamischen Punktion enthalten und daß schließlich die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes auf den durch die dynamische Funktion abgewandelten Eingangs-Sollwert anspricht.
- 9. Regelsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Funktion eine Höchstgrenze für die finderungsgeschwindigkeit der ausgangsseitig regulierbaren Regelgroße festlegt.
- 10. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes eine digitale Rechen-, anlage und eine Progrämmierungseinrichtung zur Betätigung der Rechenanlage enthält, welch letztere mittels eines VentilstellungsregelprograTmnes die Dampfventilsolistellungswerte entsprechend einer statischen Funktion bestimmt, ... welche die Dampfventilsollstellungswerte in Abhängigkeit von :. den Sollwerten der ausgangsseitig regulierbaren Regelgröße wiedergibt. . - ;- 86 909844/ ΪΜ1
- 11. Regelsystem nach Anspruch 1O9 bei welchem die den Dampfdurchstrom mindestens eines Turbinenabschnittes bestimmenden Dampfventile von einer Dampfventilgruppe gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes ein Gesamt-Sollstellungswert erzeugtmr ist und daß mittels des Programms der Programmeinrichtung die jeweiligen Dampfventilsollstellungen für die einzelnen Dampfventile von dem Gesarat-Dampfventilsollstellungswert ableitbar sind, wobei jeweils die einzelnen Dampfventile betreffende statische Punktionen zugrundegelegt sind, welche die Sollstellungswerte der einzelnen Dampfventile in Abhängigkeit von dem Gesamt-Sollstellungswert der Dampfventile angeben.
- 12. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Ermittlung eines Dampfventilsollstellungswertes eine erste Regelschleife für die ausgangsseitig regulierbare Regelgröße enthält, daß ferner in einer weiteren Regelschleife Einrichtungen zur Bildung eines Korrekturwertes vorgesehen sind, welcher von dem Rückkoppelungsfehlersignal einer bestimmten veränderlichen Betriebsgröße abgeleitet ist und welcher über eine Korrekturschaltung als Eichfaktor einem bestimmten Eichanschluß der erstgenannten und der weiteren Regelschleife zuführbar ist,- 87 90 9-844/13021319363und daß die Einrichtung zur Bildung des Korrekturwertes und die Korrekturschaltung sowie die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes einen programmierten digitalen Rechner enthalten.
- 13. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtungen zumindest eine geschlossene Ventilstellungsregelschleife enthalten, welche hinsichtlich des Verstärkungsfaktors regelbar ist und daß Einrichtungen zur Verstärkungsfaktorregelung der Ventileinstellungsregelschleife entsprechend dem Dampfventilsollstellungswert vorgesehen sind.
- 1*1. Regelsystem nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Ermittlung des Dampfventilsollstellungswertes und die Einrichtungen zur Verstärkungsfaktorregelung einen programmierten digitalen Rechner enthalten.
- 15. Regelsystem nach Anspruch Ih3 dadurch gekennzeichnet j daß die geschlossenen Ventilstellungsregelschleifen jeweils die Form eines örtlichen elektrohydraulischen Ventilstellungsreglers haben und daß der programmierte digitale Rechner Verstärkungsfaktor-Regelsignale und Sollwerteinstellsignale an den bzw. die elektrohydraulischen Ventileinstellungsregler abritt.- 88 9Q984 4/.1 30 2
- 16. Regelsystem nach einem der Ansprüche 7 und 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die bestimmte statische Punktion für den programmierten digitalen Rechner empirisch durch Betrieb der Dampfturbinenanlage nach Installation bei verschiedenen Werten der ausgangsseitig regulierbaren Regelgröße bestimmt ist.- 89 -
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