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DE1918534A1 - Miniaturisierter Generator fuer Radioisotope - Google Patents

Miniaturisierter Generator fuer Radioisotope

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DE1918534A1
DE1918534A1 DE19691918534 DE1918534A DE1918534A1 DE 1918534 A1 DE1918534 A1 DE 1918534A1 DE 19691918534 DE19691918534 DE 19691918534 DE 1918534 A DE1918534 A DE 1918534A DE 1918534 A1 DE1918534 A1 DE 1918534A1
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DE
Germany
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miniaturized
generator according
generator
radioactive
miniaturized generator
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Gemmill Wayne Joseph
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Union Carbide Corp
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Union Carbide Corp
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G4/00Radioactive sources
    • G21G4/04Radioactive sources other than neutron sources
    • G21G4/06Radioactive sources other than neutron sources characterised by constructional features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Nuclear Medicine (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

DR. ELISABETH JUNG, DR. VOLKER VOSSIUS, DIPL.-ING. GERHARD COLDEWEY
PATENTANWÄLTE
8 MÖNCHEN 23 ■ SIEGESSTRASSE 26 · TELEFON 345067 · TELEGRAMM-ADRESSEr INVENT/MONCHEN
TELEX 5 29 686
11. APR. 1969
u.Z.: E 221 (Lo/Vo/we) DD-7243-σ
UNION CARBIDE CORPORATION New York, N.Y., V.St.A.
" Miniaturisierter Generator für Radioisotope "
Priorität: 12. April 1968, V.St.A., Nr. 720 800
In den vergangenen Jahren wurden in zunehmendem Maße in der Industrie Radioisotope verwendet, z.B„ bei der Messung von Strömungsgeschwindigkeiten, der Verfahrenssteuerung oder in der Radiochemie. Radioisotope besitzen ebenfalls für die medizinische Forschung und als diagnostische Hilfsmittel häufig Interesse. Medizinische Untersuchungen zeigten beispielsweise, daß Radioisotope, wie Indium-113m und Technetium-99m, äußerst brauchbare Hilfsmittel für die Diagnose darstellen. Hochreines Technei;ium-99n wird als Radioisotop bei -verachieclenen medizin! • sehen Untersuchungen und Diagnosen "/erv/ejid-st, Es isfc gut als
909845/103$ BAD ORIGINAL
POSTSCHECKKONTO: MOMCHEN SOI 75 · BANKKONTO: DEUTSCHE BANK A. G. MONCHEM, LEOPOLDSTFi. M1 KTü. NH. M/iälOi
Scanning-Substanz für Leber, Lunget Blutsystem und Tumore geeignet und wird anderen radioaktiven Isotopen "wegen seiner kurzen Halbwertszeit vorgezogen, was eine verminderte Exposition, der< __ Organe gegenüber Strahlung ergibt„ , .
La die verwendeten Radioisotope relativ kurze Halbwertszeiten besitzen, wird üblicherweise das Mutterelement an den Benutzer versandt. Der Benutzer extrahiert dann das gewünschte Isotop, wenn er dies benötigt. Beispielsweise kann Indium-113m an den Benutzer in Foria seines Kutterelementes versandt werden, d.h* als neutronenbestrahltes Zinn. Wenn das Radioisotop benötigt wird, kann das Indium-113m von dem Mutterelement eluiert werden. Infolge der relativ hohen ^Radioaktiv!tat müssen uraständll-* ehe Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um eine ordnungsgemäße Abschirmung sowohl des Mutterelementes als auch des eluierten-r-= Radioisotops sicherzustellen. Normalerweise werden Bleibehälter für die Lagerung und den Transport der radioaktiven, Stoffe wendet. Infolgedessen ist die Benutzung der Radioisotope tenteils auf Fachkräfte beschränkt, die in den speziellen Handhabungstechniken ausgebildet s;ind, um die an sich vorhandenen Gefährdungen auf ein Minimum herabzusetzen.
Obwohl Radioisotope beim Lehren der Prinzipien und Anwendungen der Kernphysik und -Technologie von großem Hutzen sein könnten, wurden sie hauptsächlich wegen den erforderlichen,, speziellen Handhabungstechniken und der mit ihnen verbundenen Gefährdung nicht als Hilfe im Unterricht verwendet. In dieser Hinsicht yurden von der Afcaratmergielcommissicm bestimmte Genehmigungsyor'-
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BAD
Schriften erlassen, die den Besitz und die Verwendung von radioaktiven Stoffen regeln» Die einzigen, von einer Erlaubnis der Atoraenergiekommission ausgenommenen radioaktiven Stoffe sind solche, die eine so geringe Radioaktivität aufweisen, daß sie als nicht strahlengefährdend betrachtet werden0 Da solche Mengen für industrielle oder medizinische Verwendung von geringem Wert sind, gibt es bis heute, falls überhaupt, nur wenige kommerziell erhältliche Generatoren für ihre Gewinnung«
Aufgabe der Erfindung ist es, einen nicht'-abgeschirmten, miniaturisierten Generator für Radioisotope zu schaffen, der ein Eluat mit relativ niedriger Aktivität erzeugt und der insbesondere ale vollkommen sicheres Lehrmittel bei praktischem Ausschluß einer radioaktiven Kontamination selbst bei großem physikalischen oder chemischem Hißbrauch verwendet werden kann. Diese und andere Ziele ergeben eich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung beschrieben sind. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der getrennten Bestandteile in einer Ausführungsform gemäß der Erfindung, und
Fig. 2 eine Ansicht des miniaturisierten Generators für Radioisotope, der eine hiermit verbundene Spritze zur Einführung des Eluats trägt.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines miniaturisierten Generators, der aus äinem ersten Teil 10 mit einem Eintritt 11, durch- welchen die Elntionslösung in den Generator eingeführt werden kanr, un einem aweiton Teil 12 mit einer Öffnung 13P
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bäd original
durch welchen das Eluat austritt, besteht. Das radioaktive Mutterelement 14 wird zwischen die Filter 15 und 16 eingelegt, die den Durchtritt der Elutionslösung erlauben, während gleichzeitig das Mutterelement festgehalten wird. Ein zusätzlicher, gegebenenfalls vorgesehener Haltebügel 17 schafft eine Abstützung für das Filter 16 und verhindert den Durchtritt des Mutterelementes im Falle eines Bruchs im Filter 16.
Fig, 2 zeigt eine Ansicht eines typischen, miniaturisierten Generators in natürlicher Größe, der einen hiermit verbundenen Vorrat an Elutionsmittel, das in einer Spritze 18 enthalten ist, besitzt.
Der in der Beschreibung benutzte Ausdruck "miniaturisiert" bezeichnet einen Generator für Radioisotope von solcher Größe, daß dieser leicht transportiert und mit einem minimalen Raumbedarf gelagert werden kann, wobei dessen Gesamtlänge weniger als ungefähr 7,6 cm (3 in«) und dessen Breite oder Durchmesser weniger als ungefähr 5 cm (2 inc) betragene Obwohl die besondere Ausgestaltung des Generators nicht kritisch ist, wird er bevorzugt so ausgebildet, daß der Bereich, in welchem der radioaktive Stoff untergebracht ist, leicht zugänglich ist. Es wurde in der Praxis gefunden, daß dann, wenn der Generator aus 2 Teilen, die miteinander verbunden oder verschraubt werden können, gebildet ist„ die Einführung des radioaktiven Materials und der Zusammenbau der Einheit stark erleichtert wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird, wie in Fig, 1 auf ge-
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zeigt ist, durch einen Generator gebildet, der aus zwei mit Gewinden versehenen Teilen "besteht, die unter Bildung eines leoksicheren Gehäuses miteinander verschraubt werden können. Das erste Teil besitzt die Eintrittsöffnung und eine mit der öffnung in Verbindung stehende Innenkammer, während der zweite Teil die Austrittsöffnung und eine ähnliche Innenkaramer besitzt. Wenn die beiden Teile miteinander verbunden werden, wird eine zusammenhängende Kammer gebildet, die von der Eintritts- zur Austrittsöffnung führt. In den Kammerwänden der Teilstücke sind Haltemittel zur Anordnung des eluierbaren, radioaktiven Stoffes vorgesehen. V.'ie oben ausgeführt, sind Filter auf jeder Seite der radioaktiven Quelle angeordnet, um den Durchtritt der Elutionslösung und des radioaktiven Tochterisotops zu ermöglichen« Diese Filter können auch durch eine poröse Fläche der Innenkammern eines jeden Teilstückes getragen und in ihrer Lage gehalten werden. Bei einer Ausführungsforia sind Eintritts- und/oder Auetritts-, öffnung zurückgesetzt, so daß sie nicht über die äußere Umgrenzung des Generators vorstehen. Insbesondere wenn die Austrittsöffnung zurückgesetzt ist, kann der Generator in aufrechter Stellung selbst bei gefüllter Spritze mit nur geringer Gefahr des Umkippens aufgestellt werden. Der Auslaß sollte jedoch von dem Boden des Generators hervorragen, so daß die austretenden Eluattropfen leicht beobachtet werden können. Dies ist besonders nützlich, da wegen der Größe des Generators sehr kleine Mengen an Elutionsmittel verwendet werden. Falls die Oberfläche des Austrittsteiles des Generabars konkav oder auf andere Weise zurüofcgoaetzb ist, kann der Aiiülaß als liöhrohöii auagobildub worden, wei.ohesj über die Obyrfllioho, jodocTi nicht VUn ν dl-3 !ta~
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fangskante des Teiles hervorragt.
Die Eintrittsöffnung kann ebenfalls zurückgesetzt sein» bo daß sie nicht über das Ende des ersten Teiles hervorragt» Auf diese. Weise kann der Generator leicht mit geringstem Raumbedarf und ohne Beschädigung der öffnungen gelagert werden· Bei einer bevorzugten Ausführungsforra besitzt die Eintrittsöffnung ein Gewinde, bo daß das Spritzenende an die Öffnung angeschraubt werden kann, um eine lecksichere Verbindung zu gewährleisten.
Der Generator kann in der Praxis aus fast jedem Material zusammengesetzt sein, das gegenüber der Blutionslösung und radioaktiven Stoffen nicht reaktionsfähig ist. Glas, Metall, keramische Stoffe oder viele verschiedene andere Materialien können verwendet werden. Pur praktische Zwecke wird jedoch die Verwendung eines bruchfesten, inerten Materials vorgezogen, wie die eines oder mehrerer der vielen, zur Zeit erhältlichen Kunststoffe. Beispielsweise können Polyäthylen, Polypropylen, Polystyrol oder ähnliche Materialien verwendet werden. Y/enn Kunststoff verwendet wird, können die Teile des Generators und die öffnungen als Einzelstücke gepresst werden. Gleicherweise kann auch eine Ktuist stoff spritze verwendet werden, so daß das gesamte System im wesentlichen unzerbrechlich ist« Es ist darauf hinzuweisen, daß die Eintritts- und Austrifctsöffnung des Generators immer offen sind. Falls gewünscht, können jedoch zum Versand oder zur Lagerung Plasfeiksicherungen, v;le Stopfen oder Kappen, sur Ab-_ dickung der Öffnungen bonufcat worden.
«j I)SWA 5/ 103 5 BAD ORIGINAL
V/ie vorher erläutert, wird die Quelle dee gewünschten radioaktiven Isotops innerhalb der Innenkammer so in ihrer Lage gehalten,. daß die Elutionslösung, über oder durch die sie passieren kann und das gewünschte Isotop t ohne etwas von dem Hütterelement auszutragen, eluicren kanne Dies kann am besten erreicht werden, indem ds.s Mutterelenent zwischen awei Filterplatten oder -scheiben sandwichförmig eingefügt wird« Obwohl viele verschiedene Filter verwendet werden können, beispielsweise Glasfritten und ähnliches, wird die Verwendung eines Filterpapiers mit einer Porengröße von weniger als etwa 15 Mikron, vorzugsweise weniger als etwa 1 Mikron bevorzugte Filter mit einer Porengröße von etwa 0,22 Mikron sind ganz besonders bevorzugt,,
Es wurde gefunden, daß der miniaturisierte Generator gemäß der Erfindung zur Gewinnung vieler verschiedener radioaktiver Isotope aus ihrem Mutterelement brauchbar ist0 In allen Fällen besitzen sowohl das Mutterelement als auch das eluierto Radioisotop eine solch niedrige Radioaktivität, daß keine Abschirmung sowohl für den Generator als auch für das Eluat erforderlich ist« Beispiele für Mutterelemente und ihre radioaktiven Tochterisotope, d.h. das eluierte Radioisotop, sind u.a.: 11W13mIn, «Ό»/137*1!*. ^Ce/^Tr, 90SrZ30T, 68GeZ68Ga. 14<WU(fea us«.
In der Praxis is' das Mutterelement, aus welchem das gewünschte Radioisotop oluiert wird, auf einem Substrat oder einer Matrix gebunder. Die Wahl des Substrates hängt natürlich von dem ver-
BAD.-ORIGINAL 909845/1035
wendeten, besonderen Mutterelement ab» Das "bevorzugte, ausgewählte Substrat ist derartigs daß es eine größere Kapazität zura Zurückhalten des Mutterelementa als zu dem des radioaktiven
Tochterisotops besitzte Wenn daher die Elutionslösung eingeführt wird, wird das gewünschte Radioisotop selektiv von dem Substrat abgezogene Die bevorzugte Wahl der Elutionslösung hängt gleichermaßen von den besonderen Mutter-Tochter-Elementen ab„ Obwohl vej'schiedene Substrate und Elutionslösungen verwendet werden können, gibt die Tabelle I verschiedene Radioisotop-Systeme und deren bevorzugte Substrate und Elutionslösungen wieder«
Tabelle I
1o) 113Sn/115mIn Kieselgel oder Zirkonoxyd 0,1-0,03 M HCl
157Cs/157mBa
3c) 68Ge/68Ga
4W40Ba
a) Zirkonphosphat
b) Ammoniummolybdatophosphat
c) Kaliumeisen-II-cyanid auf einem organischen Harz
Alurniniumoxyd
organisches Kationenaustauscherhärz in der . Ammoniumform
a)1 K HCl
b)0,1 M HCl
c)Wasser
0,5n /thylendia= mintetraessigsäure
5 /f-ige wässrige Aramoniuncitratlösung
(pH =4)
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Zur Benutzung des Generators wird eine Menge an Elutionsmittel, für gewöhnlich wenige ml, in die Spritze eingesaugt, und die Spritze an die Eingangsöffnung angeschraubt. Durch leichten Druck auf den Kolben wird das Elutionsmittel in den Generator gedruckt, wo das gewünschte Radioisotop aufgenommen wird, und tritt dann durch die Austrittsöffnung in ein geeignetes Gefäß, beispielsweise ein Becherglas. Auf diese Weise bilden die miniaturisierten Generatoren eine preiswerte Quelle für kurzlebige Radioisotope ο Während ihrer brauchbaren Lebensdauer können sie weit über 1000 mal ihre genehmigungsfreie Beladungskapazität abgeben, wae im Falle der öäsium~137/Barium-137m Generatoren viele Jahre und für den Zinn-113/Indium-113n Generator ungefähr 2 Jahre bedeutet. Außerdem können die Generatoren, wann immer gewünscht und wiederholt während einer vorgegebenen Arbeitsperiode eluiert werden. Durch dieses Merkmal werden die oft bei anderen, kommerziell erhältlichen Radioisotopen auftretenden Lieferungs·= und Bedarfsproblerae praktisch ausgeschaltet.
Wie vorher erläutert, iet der miniaturisierte Generator für Radioisotope gemäß der Erfindung so konstruiert, daß er Radioiso topmengen enthält, die seitens der Atomenergiekoinraission geriehraigungsfrei sind, und die praktisch eine radioaktive Kontamination selbst bei groben physikalischem oder chemischem Mißbrauch ausschließen» Die niedrigen, in dem Generator verwendeten Strahlungsmengen erlauben es, daß er zusammen mit anderen Unterrichtshilfsmitteln ohne spezielle Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich Lagsrung und Handhabung aufbewahrt wird. Außerdem böstehfc keine Kontarainationsgefahr für. die Arbeitsfläche, selbst
D090A5/1035 B1G1NAL
wenn das Eluat während dos Experimentierens verschüttet wird, da das Eluat so kleine Mengen eines kurzlebigen Radioisotopes enthält, wodurch langlebige, radioaktive Kontamination ausgeschlossen ist.
Die folgenden Beispiele erläutern die Benutzung des miniaturisierten Generators für Radioisotope als Unterrichtshilfsmittel für einige Grundlagen der Kerntheorie„
Beispiel 1
In diesem Beispiel wird der Aktivitätsaufbau in einem miniaturisierten 15^Cs/1^7mBa Generator untersucht. Cäsium-137 ist ein Spaltprodukt von IJran-235 und besitzt eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Wenn es ein ß-Teilchen emittiert, erhöht sich seine Ordnungszahl um 1 ohne Änderung der Atonmasse unter Bildung von
^'111Ba. Der unstabile Kernzustand dieses Isotops bewirkt, daß dieses ein V«Emitter mit einer Halbwertszeit im Minutenbereich isto
Es wurde ein miniaturisierter Generator verwendet, der eine kiel» ne Menge Cäsium-137 gebunden auf ein Substrat enthielt. Zunächst wurde mit Hilfe eines Szintillationszählers die Kullrate bestimmt. Dann wurde die Aktivität des 1^7Cs/1-5^111Ba Generators vor der Elution gemessen, Dieser Wert entspricht der Gleichgewichtsaktivität, Es wurden 4 ml einer 1 M HCl in die Spritze gesaugt und der Generator langsam eluiert, während die Aktivitätsmessung
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des Generators 1 Minute und daran anschließend in 2 Minuten-Intervallen während einer 10 Minuten-Periode durchgeführt wurde. Das Melken des Generators mit 1 M HGl trennt die Barium-137m-Tochter von der Gäsiuia-137-='Mutter. Sobald das Barium aus dem Generator eluiert worden ist, sinkt dessen Radioaktivität auf einen sehr niedrigen Pegelf beginnt jedoch sofort wieder anzusteigen, sobald sich weiteres Cäsium in Barium unwandelto Der Versuch dient der Erforschung dieses Aufbaues„ bis das Gleichgewicht zwischen den Bestandteilen des Generators wieder erreicht ist ο
Beispiel 2
In diesem Beispiel wird die Halbwertszeit von Barium-137m unter Verwendung des miniaturisierten Generators bestimmte Barium«"!37m ist ein metastabiles Isomeres, daß durch die Emission eines ß-Teilchens aus dem Cäsium-I37-Kern gebildet wird. Es existiert in diesem radioaktiven, isomeren Zustand, und erreicht unter Aussendimg von Jf —Strahlung einen stabilen Grundzustand. Die meisten metastabilen Isomere senden ihre potentielle ^ »Strahlung in einem kurzen Bruchteil einer Sekunde aus. Einige jedoch, einschließlich Barium~137m weisen verzögerte !^-Emission auf und besitzen Halbwertszeiten von Sekunden bis zu Monaten» Die ausgesandte /-Strahlung hat eine Energie von einigen 1000 Elektronenvolt (keV) und diese ist Folge der Umordnung des Kernzustandes und seiner Quanteneigenschaften (insbesondere des Kernspins) beim Übergang zum Grundzustand. Barium-137m emittiert
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~ 12 .-
ß ine 661 keV JT -Strahlung,
Es wurde ein miniaturisierter Generator verwendet, der eine kleine Menge auf einen Träger aufgebrachtes Cäsiura-137 enthielt. Zunächst wurde mit einem Szintillationszähler die Nullrate bestimmt. Danach wurde der Generator mit ungefähr 3 ml HCl in der Spritze eluiert und die eluierte Flüssigkeit in einem 10 ml Becherglas aufgefangen.. Das Becherglas wurde in den Zähler gebracht und die Aktivität 1 Minute gemessen. Naoh einem Intervall von 1 Minute wurden jede weitere Minute, ungefähr 10 Minuten lang Messungen von 1 Minute durchgeführte Naoh Korrektur des Nullwertes wurden die Messungen als Diagramm, Aktivität gegen Zeit, auf halblogarithmischera. Papier aufgetragen. Bs wurden dann immer die beiden passenden Aktivitäten aus dem Diagramm ausgewählt, welche bei der zuerst erfolgten Messung genau die doppelte Aktivität wie bei der späteren Messung zeigten. Dann wurden senkrechte Linien von diesen Punkten aus zu jeder Achse gezogen, so daß die Linien in der Y-Ebene eine Abnahme der Aktivität um die Hälfte und die Linien in der X-Ebene die Halbwertszeit von
5'mBa wiedergeben, d.h., die benötigte Zeit, damit die Aktivität einer radioaktiven Probe auf die Hälfte ihres ursprünglichen Wertes abnimmt. Die Halbwertszeit des ''10Ba wurde zu 2,6 Minuten bestimmt.
Beispiel 3
Bestimmung der Halbwertszeit von Indium-113n
In diesem Beispiel wurde die Halbwertszeit von Indium-113m unter
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Verwendung des miniaturisierten Generators bestimmt ο Zinn-112, das natürlich vorkommt, jedoch nur weniger als 1 $ in natürlichem Zinn ausmacht, nimmt bei der Neutronenbestrahlung in einem Kernreaktor ein Neutron unter Bildung von Zinn-113 auf. Dieses Isotop besitzt eine Halbwertszeit von 1S8 d und wandelt sich von selbst in Indium-113m durch K-Elektroneneinfang um. Dieses metastabile Isomere ist ein J -Strahler ähnlich Barium-137m, jedoch mit einer größeren Halbwertszeit«
Es wurde ein Miniaturgenerator verwendet, der auf einem Träger eine kleine Menge Zinn-113 enthielt. Zunächst wurde mit einem Szintillationszähler die llullrate bestimmt. Daraufhin wurde der Generator mit 5 ml 0,3 M HCl in ein 10 ml Becherglas eluiert. Das eluierte Indium wurde zweimal 1 Minute gemessen, daran an·» pchließend wurden, jede halbe Stunde mindestens 3 Stunden lang weitere Messungen durchgeführt. Nach Korrektur der Nullrate wurden die Messungen auf halblogarithmischem Papier als Diagramm, Aktivität gegen Zeit, aufgetragen und die Halbwertszeit wie im vorangegangenen Beispiel bestimmt. Die Halbwertszeit von Indium-113m wurde zu 1,73 Stunden bestimmt.
Beispiel 4
In diesem Experiment wurde ein *Sn/ 'mIn Miniaturgenerator verwendet, um die Diphte und Dicke undurchsichtiger Gegenstände zu messen, und um den inneren Aufbau eines Objektes, das nicht zugänglich war, zu verfolgen.
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Ein Aluminiumzylinder wurde mit aufeinanderfolgenden Schichten von Sand und Bleischrot gefüllt. Deren lage war von außen nicht ersichtlich. Unter Verwendung des ^Sn/ In Miniaturgenerators als γ-Quelle auf einer Seite des Zylinders und eines Geiger-Müller-Zählrohres als Sonde auf der gegenüberliegenden Seite wurden Messungen in Abständen von 2,5 cm (1 in.) am Zylinder vorgenommen. Aus den Messungen, wurde ein Diagramm des Zylinders auf einen Maßstab aufgezeichnet und die lagen der Sand- und Bleischichten angezeigt.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die vorangegangenen Beispiele oder die hierin verwendeten Stoffe; es sind die verschiedensten Abänderungen und Ausführungsforraen aufgrund der Erfindung mögliche
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Claims (1)

  1. a t e η t ansprach e
    ο/Miniaturisierter Generator für Radioisotope^ gekennzeichnet durch ein erstes Teil (1Cj mit einen offenen und einem abgeschlossenen Ende, das mit einer Eintrittsöffnung (11) versehen ist, die innen über eine Innenkammer mit dem offenen Ende dieses ersten Teiles in Verbindung steht, wobei das offene Ende an das offene Ende eines zweiten Teiles (12j) anschließbar ist, dessen anderes Ende abgeschlossen und mit einer Austrittsöffnung (13) versehen ist, die nach innen über eine Innenkammer mit dem offenen Ende des Teiles (1 $ in Verbindung steht, und eine eluierbare, ungefährliche Menge eines radioaktiven Stoffes, der in dem Generator angeordnet ist.
    2. Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der geschlossenen Enden der beiden Teile (10, 1$ nach innen zurückgesetzt ist, und daß die betreffende öffnung (11, 13)nach außen vorstehend so vorgesehen ist, daß sie sich nicht über die Umfangskante des geschlossenen Endes herauserstreckt„
    3. Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radioaktive Stoff ^Sn ist«
    A ο Miniaturisierter. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radioaktive Stoff 1^Cs ist.
    5. Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1^ dadurch gekenn-
    90 9 8.45/1035
    zeichnet, daß der radioaktive Stoff ^ Sr ist«,
    6c Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radioaktive Stoff Ge ist«
    7„' Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile (10 und 11) zylindrisch ausgebildet sind und Halteeinrichtungen für zwei Filter (15 und 16) aufweisen, von denen das eine Filter (15) die Innenkammer des ersten Teiles (10) und das andere Filter (16) die Innenkammer des zweiten Teiles (12) am jeweils offenen Ende abdeckt, und daß der radioaktive Stoff auf einem Substrat zwischen beiden Filtern (15 und 16) eingelegt ist»
    8, Miniaturisierter Generator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter eine Porenweite von weniger als un~ gefahr 15 Kikron besitzen.
    9. Miniaturisierter Generator nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Filter eine Porenweite von weniger als ungefähr 1 Mikron besitzen.
    10. Miniaturisierter Generator nach Anspruch 7, gekennzeichnet
    durch einen Flüssigkeiteäiefrt an die Eintrittsöffnung anschließbaren Vorratsbehälter (18) für das Elusionsraittel.
    ο Miniaturisierter Generator nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe eine Gesaratlänge von weniger
    909845/10 35 JBAD ORIßfNÄL
    als 7,6 cm (3 Zde) besitzt.
    984 5'/ 10 3$
    Leerseite
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