DE1916397C - Verfahren zum Herstellen von Schulwand tafeln - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Schulwand tafelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Schulwandtafeln, bei denen mindestens
eine Schreibfläche aus einer Glasplatte besteht, die mit einer Lackschicht hinterlegt ist.
Schulwandtafeln aus Glas haben meist als tragenden Körper für die Glasplatten einen inneren Holzrahmen,
an dem die Glasplatten mit Hilfe von Profilleisten, z. B. aus Aluminium, befestigt sind, die zusammen
einen äußeren Rahmen für die Tafel bilden. Der Zwischenraum zwischen der Vorder- und Rückwand
innerhalb des Holzrahmens ist meist mit einem Material ausgefüllt, das zur Abstützung der Schreibflächen
dient. Bekannt hierfür ist die Verwendung wabenartiger Stützkörper oder auch von Kunstschaum.
Bekannt sind auch Tafeln, bei denen die Schreibfläche auf eine Kunstschaumplatte in flüssiger
Form aufgebracht ist.
Die Erfindung bezweckt, Schulwandtafeln mit mindestens einer Schreibfläche aus Glas und mit
einer Lackschicht an der Rückseite nur aus zwei Vorder- und Rückwand bildenden Platten und einem
Rahmen aufzubauen, der aus einzelnen Profilleisten besteht, und zwar so, daß praktisch jede Montagearbeit
entfällt und eine ungewöhnlich feste Tafel erreicht wird.
Erfindungsgemäß geschieht die Herstellung einer solchen Schulwandtafel aus Glas durch Anwendung
eines bekannten Ausschäumverfahrens, bei dem der von den Platten und dem Rahmen begrenzte Raum
mit einem in flüssigem Zustand eingebrachten, mit einem Treib- und Härtemittel ι „-rsehenen und einen
Kunstschaum bildenden Kunststoff ausgefüllt wird, der Platten und Rahmen untereinander fest verbindet.
Vorzugsweise sind dabei die Schenkel des Rahmens so ausgebildet, daß sie bündig mit der
Oberfläche der beiden Platten abschneiden.
Die Herstellung einer solchen Tafel geht dabei so vor sich, daß beide Platten und der Rahmen bzw. die
Rahmenschenkel in eine Form eingelegt werden und in den von Platten und Rahmen begrenzten Raum
ein flüssiger Kunstschaumbilder mit einem Härter eingefüllt wird. Im einzelnen wird dabei so verfahren,
daß eine der beiden Platten auf dem Boden der Form aufliegt, deren Seitenwände die Anlage für die
Rahmenschenkel bilden, und daß die obere Platte vorzugsweise am Rahmen so abgestützt wird, daß sie
bei der Bildung des Kunstschaumes eine Bewegung nach oben ausführen kann, bis sie an der Deckplatte
der Form zur Anlage kommt. Der sich bildende Kunstschaum, vorzugsweise ein Polyurethanschaum,
bildet eine klebfähige Oberfläche und verbindet sich
fest mit den Innenseiten der Platten und den Innenseiten,
des Rahmens. Platte und Rahmen bilden danach nach Aushärtung des Schaumes ein festes
Ganzes, d. h., eine Tafel mit völlig gleichmäßiger Abstützung der Platten, so daß auch bei Verwendung
von Glasplatten eine Tafel entsteht, die bei den üblichen oder ausnahmsweise vorkommenden Bean·
spruchungen einer Schultafel nicht zerstört werden kann. Bs ist nicht notwendig, die Rahmenschenkel
vor dem Einlegen in die Form miteinander zu verbinden. Sie können auf Gehrung geschnitten einzeln
eingelegt und durch Hilfswinkel in ihrer Lage ge*
sichert werden. Die eigentliche Verbindung geschieht durch den Kunstschaum. Die Rahmenschenkel
können aus einem Aluminiumprofil bestehen mit winkelförmigen Stegen, die zur Verankerung der
Rahmenschenkel im Kunstschaum dienen. Der Rahmen kann auch aus einem Holzrahmen bestehen,
in den ein sogenannter Umleimer aus Kunststoff eingesetzt wird, oder einem Kunststoffprofil, das
Rahmen und Umleimer bildet.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, in
dieser zeigt
A b b. 1 eine Ansicht einer Tafel gemäß der Erfindung,
ίο Abb. 2 einen Schnitt nach LinieU-II der Abb. 1,
A b b. 3 eine Ansicht einer Ecke einer Tafel nach A b b. 1 und 2, und
A b b. 4 bis 7 Schnitte nach A b b. 2 von abgeänderten Ausführungsformen der Tafel nach Abb. 1.
A b b. 2 und 3 zeigen eine Schulwandtafel, die aus zwei Glasplatten 1 und 2 und aus einem Rahmen 3
besteht, der aus einzelnen RahmenschenJceln 4 zusammengesetzt ist. Jeder Rahmenschenkel besteht
aus einem Aluminiumprofil, das aus einem glatten
ao Streifen 5 mit hakenförmigen Ansätzen 6 besteht. Die Rahmenschenkel umgeben die Platten 1 und 2 mit
einem geringen Spalt 7 und schneiden bündig mit der Oberfläche der Platten 1 und 2 ab. Der gesamte
Innenraum ist von einem Kunstschaum 8, vorzugsweise einem Polyurethanschaum, ausgefüllt, dessen
Oberfläche mit allen Innenseiten der Platten 1 und 2 und der Rahmenschenkel 4 verklebt ist, so daß
Platten, Rahmenschenkei und Kunstschaum ein einheitliches Ganzes bilden.
Die Herstellung der Tafel geschieht in einer einfachen Form. Die Platte 2 wird auf den Boden der
Form gelegt, dann werden in die Form die auf Gehrung geschnittenen Rahmenschenkel 4 eingesetzt,
die mit einer Außenseite an den Formrändern anliegen. Darauf wird die Platte 1 eingesetzt, die sich
dabei auf den obenliegenden Vorsprüngen 6 der Rahmenschenkel abstützt. Die Form wird dann mit
einer Deckplatte geschlossen, die bündig mit den oberen Kanten der Rahmenachenkel liegt. In den
Rahmenschenkeln und in der Form sind Öffnungen angebracht, durch die ein flüssiger Kunstschaum
einschließlich seines Härters eingefüllt werden kann. Weiter sind Entlüftungsöffnungen vorgesehen. Bei
der Bildung des Schaumes wird die Platte 1 vom sich
bildenden Schaum angehoben und gegen die Deckplatte der Form gedrückt. Der Schaum 8 füllt unter
seinem Eigendnick sämtliche Hohlräume aus und verbindet sich fest mit den Platten und dem Rahmen
und härtet nach einigen Minuten aus.
Die Tafeln 1 und 2 sind wie bemerkt Glasplatten, d. h. Platten mit gerauhter Oberfläche und mit einer
Lackschicht 9 auf der Rückseite der Platten. Mit dieser Lackschicht verklebt sich der Kunstschaum,
ohne die Lackschicht zu zerstören.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 4, die der nach A b b. 2 entspricht, sind die Zwischenräume
zwischen den Teilend der Rahmenschenke]4 und
den Stirnkanten der Glasplatte mit einem Dichtungsstreifen 10, beispielsweise einem Gummistreifen, mis·
gefüllt. Dieser Dichtungsstreifen verhindert das Sichtbarwerden des Kunstschaumes am Rand der
Tafelfläche.
Bei dem Ausfuhrungsbeispiel nach A b b. S besteht der Rahmen aus einzelnen Holzschenkeln 11, in die
6s ein Umleimer 12 aus Kunststoff mit seinem Steg 13
eingesetzt ist. Der Kunststoffumleimer schließt bündig mit den Glasplatten 1 und 2 ab. Mit 14 sind Dich·
tungsstreifen bezeichnet, die verhindern, daß der
Kunstschaum zwischen den Umleimer und die Runder der Qlusplaltc gelangen kann.
Die Ausführungsform nach A h b. 6 entspricht der flach A I) b. 2, nur daß die Rahmenschenkel IS aus
pinem C-förmigen Profil bestehen und die Schenkel S
lind die Kanten der Glasplatten mit einem Umleimer
16 abgedeckt sind.
Das AusfUhrungsbeispiel nach A b b. 7 entspricht «lern nach A b h. 2, nur hat diese Tafel eine Glasplatte 2 und eine Platte 17 aus Holzfaser, die als iu
Rückwand dient.
Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen ichneiden die Stirnkanten der Rahmen bündig mit
der Oberfläche der Tafeln ab. Es ist aber ebenso möglich, die Kanten der Glasplatten bündig oder fast
kündig mit der Außenflüche der Rahmen ubichncidcn zu lassen. In diesem Fall verwendet man
flus optischen Gründen Platten mit gebrochenen und gegebenenfalls geschliffinen Kanten.
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Anwendung des Ausschüum-Verfahrens zum Herstellen von Verbundplatten, wobei zwei Deckplatten und ein diese umgebender und in Absland hallender Rahmen iß eine Form eingelegt werden und in den von den Platten und Rahmen begrenzten Innenraum ein flüssiger Kunslschaumhilder mit einem Hiirimittel eingebracht wird, zur Herstellung von Sch u I wundtafeln, bei denen wenigstens eine Platte (1,2) aus einer auf der Rückseite mil einer Uckschichl (9) bedeckten Glasplatte gebildet ist.2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die den Rahmen (3) bildenden Profilteile (4) lose in die Form eingelegt werden. . 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Rahmen (3) und Glasplatte (1, 2) Dichtungsslreifen (10) eingelegt werden.4. Nach dem Verfahren nach Anspruch I hergestellte Tafel, dadurch gekennzeichnet, dall die Kanten des Rahmens (3) bündig mit den außenlicgenden Oberriichcn der Platten (1, 1) abschneiden.5. Tafel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (3) aus einem Aluminiumprofil mit winkelförmigen Ansiit/en (6) besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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