DE1915769A1 - Schweissverfahren sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Schweissverfahren sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses VerfahrensInfo
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Description
Industrial Magnetics, Inc., Canton, Massachusetts / USA
Schweißverfahren sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens , ■ "
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verschweißen von Werkstücken - insbesondere Metallrohren
kleineren Durchmessers sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Zusammenschweißen von Metallrohren bekannt, die jedoch den Nachteil
haben, daß ein relativ größer Arbeitsaufwand notwendig ist, da die zu verschweißenden Oberflächen sehr gut gereinigt wer-
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den müssen. Ferner sind im allgemeinen relativ komplizierte'
Vorrichtungen notwendig, um die zu verschweißenden Teile
miteinander in Berührung zu bringen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren,
insbesondere zum Zusammenschweißen von Metallrohren zu schaffen, das diese oben genannten Nachteile nicht aufweist
und das in sehr einfacher Weise eine gute Schweißverbindung herstellt.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es,
eine Vorrichtung zu schaffen, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren arbeitet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das aus einzelnen Elementen zusammengesetzte Werkstück mittels
induzierter Stromimpulse verschweißt wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück
vor dem Verschweißen zuerst induktiv beheizt wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Hagnetspulenanordnung
mit einer Spule vorgesehen 1st, die mit einer axialen Bohrung versehen ist, in welcher das Werkstück angeordnet
ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sollen im folgenden
anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug
genommen ist, die eine vorteilhafte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Zusammenschweißen von Metallrohren darstellt.
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ORlGfNALWSPEGTED
Wie man anhand.dieser Figur erkennen kann, weist die
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Magnetspulenanorönung 10 auf, die aus einem
Außenrohr 20, zwei Endscheiben 22, Z^ und einem Innenrohr
26 besteht. Während das Außenrohr 20 aus Polytetrafloräthylen
besteht, sind die Elemente 22, 24, 26 aus einem spanabhebend bearbeitbaren Aluminium, Silizium und Magnesium
enthaltenden keramischen Stoff gefertigt.
Innerhalb des durch Öle Elemente 20, 22, 24, 26 gebildeten
ringförmigen Hohlraumes 32 ist eine aus einem Kupferrohr von 6,35 mm bestehende Spule 28 angeordnetf_die_zweJL
Windungen aufweist, die um entsprechende, aus einem Kupferrohr
von 31,€ mm gefertigte Spaltringe 30 gelegt sind, die
an der Innenseite des einen Außendurchmesser von etwa M mm
und einen Innendurchmesser von etwa 36*5 ^11 aufweisenden Innenrohres
26 anliegen. Der Hohlraum 32 ist mit Epoxyharz
gefüllt, das in flüssiger Form durch eine innerhalb der. Endscheiben 22, 24 befindlichen Einfüllöffnug eingeführt und
anschließend zum Aushärten gebracht ist. Auf der Innenseite der Endscheiben 22, 24 sind ebenfalls mit Epoxyharz gefüllte
Gewindebohrungen 36 vorgesehen. Das Außenrohr 20 wei&t ferner
eine Bohrung auf, durch welcheΓ eine bis in den Bereich
des Epoxyharzes reichende Feststellschraube 38 eingesetzt ist.
Die durch Öffnungen innerhalb des Außenrohres 20 gebildeten
Endstücke 27, 29 der Spule 28 sind mit einer geeigneten
Wasserquelle und elektrischen Energieversorgung verbunden. Die elektrische Energieversorgung besteht einerseits
aus einem Hochfre«iuenzmotorgenerator, der i\x geeigneten
Zeitpunkten mit der Spule 28 zur induktiveil Heizung des aus"
den Rohren 11» 12 und dem Eohrstück 14 bestehenden Werkstücke
verbunden ist, andererseits aus einer Köridensatoibatterie,
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die ebenfalls zu geeigneten Zeitpunkten für die Abgabe von Schweißimpulsen mit der Spule 28 verbunden ist.
Pur die Zufuhr von Argon sind seitlich im Bereich der
Endscheiben 22, 24- durch das Außenrohr 20 hindurchführende Gewindebohrungen 4-0 vorgesehen, die in zwischen den Endscheiben
22, 24- und dem Außenrohr 20 gebildeten Hingräumen 4-2 münden, von welchen vier durch die Endscheiben 22, 24-schräg
nach innen geführte Kanäle 44 zu einem zwischen der Magnetspulenanordnung 10 und dem Werkstück 11, 12, 14- vorhandenen
Spaltraum 4-6 führen. Innerhalb der Gewindebohrungen
4-0 sind Anschluß elemente 4-1 eingeschraubt, an welchen eine
nicht gezeigte Quelle von Argongas angeschlossen werden kann.
Innerhalb der Magnetspulenanordnung 10 ist das zu verschweißende Werkstück angeordnet, das aus zwei 3/4--zölligen,
aus rostfreiem Stahl bestehenden Rohren 11 und 12 mit einem Außendurchmesser von 26,67 mm und einem Innendurchmesser
von 21,92 mm bestehen kann, wobei diese Rohre 11, 12 unter Ausbildung einer stirnseitigen Berührfläche 13 an ihren Enden
gegeneinander stoßen. Im Bereich dieser stirnseitigen
Berührfläche 13 ist um die Rohre 11, 12 ein einzölliges,
ebenfalls aus rostfreiem Stahl bestehendes Rohrstück 14- mit
einem Außendurchmesser von 33*4-0 mm und einem Innendurchmesser
von 26,64- mm aufgesetzt, wobei radiale Berührflächen
15i 17 gebildet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird wie folgt durchgeführt:
Das aus den Elementen 11, 12, 14- bestehende Werkstück
wird zuerst innerhalb der Magnetspulenanordnung 10 eingesetzt, wobei die durch die Berührflächen I3, 15, 17 gebildeten Überlappungsund.
Stoßfugen in bezug auf die Spule 28 zentriert werden.
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Zum Zusammenschweißen der Rohre 11, 12, l4 entsprechend
der Erfindung werden dann die im Bereich der Berührungsflächen 13, 15, 17 liegenden Teile mit Hilfe eines durch
die Spule 28 geführten Hochfrequenzstromes induktiv erwärmt. Dieser induzierte Hochfrequenzstrom wird von einem Motorgenerator über einen elektrischen Stromkreis abgegeben, so
wie dies in der Parallelanmeldung derselben Anmelderin beschrieben ist. Die Frequenz des Motorgenerators kann beispielsweise
10 Hz betragen.
Nachdem das Werkstück genügend erwärmt worden ist, wird der Motorgenerator von der Spule 28 getrennt und letztere
mit einer geladenen Kondensatorbatterie verbunden. Die Kondensatorbatterie
wird daraufhin durch die Spule 28 entladen, wobei in den Rohren 12, 11 und dem Rohransatz Ik- entlang
des Umfangs fließende Ströme induziert werden. Die Anstiegszeit des durch die Spule iß fließenden Schweißimpulses (definiert
als Anstiegszeit für das Anwachsen des Stromes von 10 % auf 90 % seines Maximalwirtes)' wird dabei so gewählt,
daß die Eindringtiefe des induzierten Stromes in etwa mehr als die* totale Wandstärke im Bereich des Hohrstückes Ib und
der Rohre 11,12 - beispielsweise l6.5 mm - beträgt. Die genaue Charakteristik des Schweißimpulses und der induzierten
Ströme hängt von der Induktivität des Spulenkreises und der Kapazität der Kondensatorbank ab.
Die in den Rohren 11, 12 und dem Rohrstück Ik induzierten,
parallel fließenden Ströme erzeugen zwischen den Rohren 11, 12 und dem Rohrstück 1^- Anziehungskräfte. Diese Anziehungskräfte
drücken in axialer Richtung ^ d.h. senkrecht zur stirnseitigen
Berührfläche 13 - die Rohre 11, 12 aneinander und bewirken gleichzeitig in radialer Richtung - d.h. senkrecht
zu den radialen Berühr flächen 15 und 17* ein Zusammenziehen
des RohrStückes Ib um die Rohre 11, 12.
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Die zwischen den Rohren 11, 12 und dem Rohrstück 14-vorhandene
Schweißverbindung kann mit Hilfe eines zweiten Erwärmungs- und Schweißzyklus noch verbessert werden.
Während des induktiven Heizens des Werkstückes wird durch die Kanäle 44 Argongas in den Spaltraum 4-6 geführt,
wodurch einerseits die Oberfläche des Werkstückes gekühlt, andererseits ihre Oberflächenbeschaffenheit aufrechterhalten
und Oxydationen vermieden werden. Die Stromdichte der induzierten Ströme ist naturgemäß an der Oberfläche des Werkstückes 11, 12, 14- am größten und nimmt mit zunehmender Tiefe
ab. Das Kühlen der Oberfläche erzeugt somit eine gleichmäßigere Wärmeverteilung innerhalb des Werkstückes im Bereich der
gegenseitigen Berührflächen 13, 15. 17.
Während desSchweißVorgangs -wird Kühlwasser durch die
Spule 28 geführt, damit der Temperaturanstieg innerhalb derselben nicht zu hoch ist.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung war
der Widerstand des Spulenkreises genügend klein, daß der
Schweißstromimpuls unter-aperiodisch gedämpft war. Die Kondensatorbatterie
wies eine Kapazität von 240 i-P - d.h,
480 Joules bei 2000 V - auf. Die Eigenfrequenz des Spulenkreises betrug 6000 Hz. Für die Durchführung der Schweißung
wurde beispielsweise nach einem ersten Heizintervall von 30
Sekunden ein erster Schweißimpuls und anschließend daran
nach einem zweiten HeizIntervall von 10 Sekunden ein zweiter
Schweißimpuls ausgelöst.
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Claims (11)
- PatentansprücheVerfahren zum Verschweißen von Werkstücken, insbesondere Metallrohren kleineren Durchmessers, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einzelnen Elementen (11, 12, 1*0 zusammengesetzte Werkstück mittels induzierter Stromimpulse verschweißt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des zu verschweißenden Werkstückes die Ströme derart induziert werden, daß sie in eti*a parallel zu den Berührflächen (13, 15» 17) der Elemente (11, 12, 1*0 des Werkstückes verlaufen.
- 3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das V/erkstück (Ii, 12, vor dem Verschweißen zuerst induktiv beheizt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verschweißende Werkstück mittels eines Hochfreauenzmotorerenerators erwärmt und durch Entladen einer Kondensatorbatterie verschweißt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder ^, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zusammenschweißen eines Werkstückes (11, 12, 14) jeweils zwei Heiz- und Schweißzyklen gefahren werden.
- 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß eine Magnetspulenanordnung (10) mit einer Spule (28) vorgesehen ist, die mit einer axialen Bohrung versehen ist, in welcher das Werkstück (11, 12, 1*0 angeordnet ist.-8-9098U/1208
- 7· Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetspulenanordnung (10) aus einem Innenrohr (26), zwei seitlichen Endscheiben (22, 2*0 und einem Außenrohr (20) besteht und daß die Spule (28) innerhalb des durch die Elemente (20, 22, 2^, 26) gebildeten . Hohlraumes (32) angeordnet ist«
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6.oder 7, dadurch gekennzei ohne t, daß die Spule (28) aus einem in zwei Windungen geführten, um Spaltringe (30) gewickelten Kupferrohr besteht*
- 9· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch g e k e η η ζ e ic h η e t , daß der durch die Elemente · (20, 22, Zk1 26) gebildete Hohlraum (32) im Bereich der Spule (28) mit Epoxyharz gefüllt ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis % dadurch g e k β η η ζ e i c h η e t , daß die Endsoheiben (22) Kanäle (kk) für die Zufuhr von Argongas aufweisen.
- 11. Vorrichtung nach eine» der Ansprüche 6 bis 10, dadurch g e k eh η ζ ei c h ή # t , daß die Spule (28) wassergekühlt ist.9844/12
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