DE1914741B - Sicherheitsabstellvorrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen - Google Patents
Sicherheitsabstellvorrichtung für EinspritzbrennkraftmaschinenInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsab-Stellvorrichtung
für Einsprilzbrennkraflmaschirien, <lic ein Stillsetzen derselben beim Eintreten eines
anormalen oder gefährlichen Betriebszuslandcs durch Unterbrechen der Brennstoffzufuhr bewirkt, indem
Clic brennstofführendcn Hohlräume der Einsprilzpumpe entleert werden.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Abstellen auf die übliche Art. d. h. durch Verschieben der Regc'l-Ktange
der Einspritzpumpe in die Nullförderstcllung bei Störungen an der Einspritzpumpe nicht möglich
ist, weil die Rcgclstangc in einem solchen Fall klemmt. Ein völlig sicherer Weg besteht darin, den
in den Hohlräumen der Einspritzpumpe befindlichen Brennstoff so schnell wie möglich daraus zu entfernen.
Man hat zu diesem Zweck schon vorgeschlagen, die Einspritzpumpe im Gefahrenfall durch Umkehrung
der Förderrichtung der Brennstoffzubringerpumpe (deutsche Patentschrift 941 236) oder durch
gleichzeitige Absperrung der Brennstoffzufuhr sowie Öffnung eines Entleerungs- und Entlüftungsweges
(französische Patentschrift I 047 237) zu entleeren, doch haben diese Vorgänge noch nicht die erwünschte
Schnelligkeit und Sicherheit.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Schnelligkeit und Sicherheit der Entleerung
der Einspritzpumpe im Oefahrenfall noch weiter zu steigern.
Diese Aufgabe wird an einer Sicherheitsabstellvorrichtung der eingangs genannten Bauart erfindungsgeroftß
dadurch gelöst, daß das Entleeren mit Druckluft erfolgt.
Dadurch tritt eine sehr schnelle und sichere Entleerung der Einspritzpumpe ein, so daß diese auch
dann keinen Brennstoff mehr fördern kann, wenn ihre Regelstange nicht in Nullförderstetlung steht.
Die Vorrichtung zum Ausblasen der Einspritzpumpe besteht vorteilhaft aus einem in die von einer
Brennstoffzubringerpumpe zur Einspritzpumpe führende Leitung eingebauten Umschaltventil, das bei
Betätigung die brennstofführenden Hohlräume mit einer Druckluftquelle verbindet, wobei die Betätigung
des Umschaltventils durch Druckluft geschieht und die Brennstoffzufuhr zur Einspritzpumpe unterbrochen
wird.
Die Verwendung der Ausblasedrucklufi zur Betätigung
des Umschaltventils vereinfacht die Vorrichtung beträchtlich.
Eine sichere Abdichtung von Druckluft und Brennstoff wird vorteilhaft dadurch erreicht, daß das
Umschaltventil einen Steuerkolben aufweist, der je eine Stellung beiderseits einer Steuerbohrung einnehmen
kann, die der Verbindung mit der Einspritzpumpe dient, wobei die Sleuerbohrung jeweils entweder
mit der Brennstoffzubringerpumpe oder mit einer Druckluftquelle verbunden ist, während die jeweils
andere Verbindung durch eine der beiden ventilartig ausgebildeten Stirnseiten des Steuerkolbens
abgesperrt ist.
Durch diese Maßnahme wird ein Eindringen von Luft in das Brennstoffzubringersystem oder das Ausfließen
von Brennstoff mit Sicherheit vermieden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Einspritzpumpe 1 ist eine sechsstellige Blockpumpe, deren Fördermenge, d. h. die der Brennkraftmaschine
zugeführte Brennstoffmenge, durch Verdrehen der Pumpenkolben 2 mit Hilfe einer durch die
Linie 3 angedeuteten Regelslange von dem Drehzahlregler der nicht dargestellten Brennkraftmaschine
entsprechend der Belastung eingestellt wird. Die Brennstoffzubringerpumpe 4 führt, wenn das Umschaltventil
5 in der gezeichneten Lage steht, der Einspritzpumpe 1 Brennstoff zu. Das Umschaltventil
5 enthält im wesentlichen den Steuerkolben 6 und den Betätigungskolbcn 7, die durch die Kolbenstange
8 miteinander verbunden sind. Die Kolbenstange 8 ist bei 9 abgedichtet, und der Raum unter
dem Kolben 7 ist durch die Öffnung 10 ins Freie entlüftet. In der dargestellten Lage wird der Stcuerkolbcn
6 vcntilartig gegen den Dichtring 11 durch den auf seiner Unterseite lastenden Brennstoffdruck
gepreßt. Er verhindert somit das Austreten von Brennstoff in den Raum 12 über dem Steuerkolbcn 6
und von dort ins Freie. Der Steuerkolben 6 kann wie dargestellt oberhalb der Steuerbohrung 13 stehen,
was dem Normalzustand entspricht. Dabei sind die Räume oberhalb des Steuerkolbens 6 und des Betätigungskolbens
7 wie dargestellt über das Magnetventil 14 ins Freie entlüftet. Gerät die Brennkraftmaschine
in einen anormalen oder gefährlichen Betriebszustand, so wird das Magnetventil 14 z. B.
durch einen nicht dargestellten elektrischen Tachogenerator, der auf Überdrehzahl der Brennkraftmaschine
anspricht, umgeschaltet, so daß Druckluft, die bei 15 zugeführt wird, über den Betätigungskolben
7 gelangen kann. Da dieser eine größere Fläche
hat als der Steuerkolben 6, und da der übliche Luftdruck
für Steuernngszwecke von 5 bis 8 atü in jedem Fall über dem Brennstoffdruek liegt, verschiebt der
Kolben 7 den Steuerkolben 6 nach unten, bis er mit seiner unteren Stirnfläche auf dem Dichtring 16
dichtend aufliegt. Dadurch gelangt Druckluft über die Steuerbohrung 13 in die brcnnstofführenden
Hohlräume 17,18 der Einspritzpumpe 1 und bläst diese leer, wobei der ausgeblasene Brennstoff über
die Leitung 19 in den Brennstofftank 20 zurückfließt.
Dadurch hört die Zufuhr von Brennstoff zu der Brennkraftmaschine auf, so daß diese in sehr kurzer
Zeit zum Stillstand kommt.
An Stelle eines Tachogenerators können auch andere Geber auf das Magnetventil 14 einwirken, wie
Geber für mangelnden Öldruck und Kühlwasserubertemperatur,
wobei die Übertragung des Abstellimpulses auf das Ventil 14 statt auf elektrischem auch auf
pneumatischem oder hydraulischem Wege erfolgen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Sicherheitsabstellvorricbtung für Einspritzbrennkraftmaschinen,
die ein Stillsetzen derselben beim Eintreten eines anormaler oder gefährlichen Betriebszustandes durch Unterbrechen der Brennstoffzufuhr
bewirkt, indem die brennstofführenden Hohlräume der Einspritzpumpe entleert werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Entleeren mit Druckluft erfolgt.
2. Sicherheitsabstellvorrichtung nach Al·.'
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die von einer Brennstoffzubringerpijmpe (4) zu der Einspritzpumpe
(1) führende Leitung ein Umschaltventil (5) eingebaut ist, das bei Betätigung die
brenr\b.offührenden Hohlräume (17, 18) mit einer
Druckluftquelle (15) verbindet, wobei die Betätigung
des Umschaltventils durch Druckluft geschieht und die Brennstoffzufuhr zur Einspritzpumpe
unterbrochen wird.
3. Sicherheitsabstellvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das Umschaltventil
(5) einen Steucrkolben (6) aufweist, der je eine Stellung beiderseits einer Steuerbohrung
(13) einnehmen kann, die der Verbindung mit dor Einspritzpumpe (1) dient, wobei uie
Stcuerbohrung jeweils entweder mit der Brennstoffzubringcrpu/npe
(4, oder mit der Druckluftc|ucl1c (15) verbunden ist, während jeweils die
andere Verbindung durc.i eine der beiden ventilartig ausgebildeten Stirnseiten des Steuerkolbens
abgesperrt ist.
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4401074A1 (de) * | 1994-01-15 | 1995-07-20 | Elasis Sistema Ricerca Fiat | Pumpenanordnung, insbesondere zur Förderung von Kraftstoff aus einem Vorratsbehälter zu einer Brennkraftmaschine |
| DE19723572A1 (de) * | 1997-06-05 | 1998-12-10 | Audi Ag | Kraftstoffversorgungssystem für eine Brennkraftmaschine |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4401074A1 (de) * | 1994-01-15 | 1995-07-20 | Elasis Sistema Ricerca Fiat | Pumpenanordnung, insbesondere zur Förderung von Kraftstoff aus einem Vorratsbehälter zu einer Brennkraftmaschine |
| DE19723572A1 (de) * | 1997-06-05 | 1998-12-10 | Audi Ag | Kraftstoffversorgungssystem für eine Brennkraftmaschine |
| DE19723572B4 (de) * | 1997-06-05 | 2005-03-03 | Audi Ag | Kraftstoffversorgungssystem für eine Brennkraftmaschine |
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