DE1912535B1 - Kontaktvorrichtung - Google Patents
KontaktvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktvorrichtung zum Anbau an das eine Feldwicklung tragende,
in einem Gehäuse angeordnete Statorblechpaket von Elektromotoren mit Kohlen oder Bürsten
aufweisenden Schleifkontakten.
Solche Kontaktvorrichtungen sind bestimmt für Elektromotoren, insbesondere für elektrische Kleinmaschinen,
wie Handbohrmaschinen, Handschleifmaschinen, motorgetriebene Handsägen u. dgl.
Bei diesen bekannten Elektromotoren muß ein die Feldwicklung tragendes Statorblechpaket in das Motorgehäuse
eingesetzt werden, wobei gleichzeitig elektrische Verbindungen zwischen der Feldwicklung
einerseits und den Schleifkontakten andererseits hergestellt werden müssen. Da das Motorgehäuse das
Statorblechpaket in der Regel sehr eng umgibt, ist es aus Platzgründen beim Einschieben des Statorblechpakets
in das Motorgehäuse häufig schwierig, die Anschlußleitungen der Feldwicklung an die richtige
Stelle zu bringen und dort den Kontakt mit dem Halter für die Kohlen oder Bürsten herzustellen.
Daneben können diese inneren Leitungen sowohl bei der Montage des Motors als auch beim Betrieb des
Motors in eine Lage geraten, die eine Beschädigung der Leitungsisolation zur Folge haben kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung so auszubilden, daß eine einfache,
rasche und sichere Verbindung der Anschlußleitungen der Feldwicklung mit den Schleifkontakten eines
Elektromotors möglich ist, wobei die inneren Leitungen in einer Lage fixiert sind, die den Anforderungen
an die elektrische Sicherheit genügt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Anordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß an der dem Schleifkontakt des Motors zugewandten Seite des Blechpakets eine aus elektrisch
isolierendem Material bestehende Haube abgestützt ist, daß an der Haube mit den Spulen der Feldwicklung
verbundene Kontaktbügel angeordnet sind, die beim Einbau des Blechpakets in das Gehäuse selbsttätig
mit dem Halter der Kohlen oder Bürsten in elektrisch leitende Verbindung treten, und daß die
Haube weiterhin wenigstens ein Führungsglied zur Aufnahme und Führung von mit den Feldspulen verbundenen
Anschlußleitungen aufweist.
Durch die erwähnte Haube wird der Vorteil erreicht, daß die Anschlußleitungen der Feldwicklung
bereits außerhalb des Motorgehäuses in ihre vorgeschriebene Lage gebracht und dort fixiert werden
können. Beim Einschieben des Statorblechpakets in das Motorgehäuse entsteht automatisch eine elektrische
Verbindung zwischen den mit der Feldwicklung verbundenen Kontaktbügeln und dem Halter der
Kohlen oder Bürsten, während weitere Anschlußleitungen der Feldwicklung durch die Haube und das
Gehäuse herausgeführt werden. Ein umständliches und zeitraubendes Einfädeln der Anschlußleitungen der
Feldwicklung beim Anbringen des Statorblechpaksts in das Motorgehäuse ist also bei Ausübung der Erfindung
nicht erforderlich. Weiterhin können wegen der von der Erfindung vorgesehenen Führung der Anschlußleitungen
auch die bisher wegen ihrer guten Beweglichkeit erforderlichen, mit der Feldwicklung verbundenen
Litzen entfallen, so daß die meist aus steifem Draht bestehenden Enden der'Feldwicklung unmittelbar
mit den zugehörigen Bauteilen des Elektromotors verbunden werden können, was eine weitere
Einsparung an Material und Arbeitszeit bedeutet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt die Haube elastische Füße, mit denen
sie auf das Blechpaket aufklemmbar ist. Die Haube kann weiterhin mit dem Blechpaket auch verklebt
sein. Von Vorteil ist es, die an der Haube angeordneten Kontaktbügel federnd auszubilden, so daß sie
den fest im Gehäuse angeordneten Halter der Kohlen oder Bürsten beim Einbau des Blechpakets in das
Gehäuse umschließen und eine die weitere Montage des Motors erleichternde Fixierung des Blechpakets
im Gehäuse vermitteln.
Als Führungsglied ist an der Haube vorzugsweise wenigstens eine Hülse angeordnet, die die Anschlußleitungen
der Feldwicklung aufnimmt, wobei das Führungsglied auch einen seitlichen, elastisch aufweitungsfähigen
Einführungsschlitz für die Anschlußleitungen besitzen kann. Günstig ist es ferner, wenn
die Hülse derart von der Haube absteht, die Hülse beim Zusammenbau des Motors in eine Ausnehmung
des Motorgehäuses eindringt.
Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang
mit der Zeichnung der weiteren Erklärung. Es zeigt
F i g. 1 einen im rechten Winkel entlang der Linie 1-1 in Fig. 2 ausgeführten Axialschnitt eines Elektromotors
mit erfindungsgemäßer Kontaktvorrichtung,
F i g. 2 eine Querschnittsansicht des Elektromotors entlang der Linie2-2 in Fig. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht der in F i g. 2 dargestellten
Kontaktvorrichtung,
F i g. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Kontaktvorrichtung in Richtung des Pfeiles A in
Fig. 3,
F i g. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Kontaktvorrichtung in Richtung des Pfeiles B in
Fig. 3,
F i g. 6 eine Draufsicht einer abgewandelten Ausführungsform
der Kontaktvorrichtung gemäß der Erfindung und
F i g. 7 eine Detailansicht einer weiteren abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktvorrichtung.
Bei dem in F i g. 1 und 2 dargestellten Elektromotor besteht ein Motorgehäuse 1 aus einem äußeren,
metallischen Mantel 2 und einer Kunststofxauskleidung
3. In das Gehäuse 1 ist in üblicher Weise ein zwei Feldspulen 4 und 5 tragendes Statorblechpaket
6 eingesetzt und mittels Schrauben 7 festgehalten. Das Gehäuse 1 enthält weiterhin ein Kugellager 8,
in dem die Welle 9 eines mit einer Wicklung 11 versehenen Ankers 12 drehbar gelagert ist. Auf dem
Kommutator 13 des Ankers 12 schleifen Kohlen 14, die in einer im Gehäuse 1 vorgesehenen Halterung 15
gleitverschieblich geführt und von einer Feder 16 belastet sind. An Stelle des Kommutators 13 und der
Kohlen 14 können selbstverständlich auch andere Schleifkontakte, z. B. in Form von Schleifringen und
Bürsten, vorgesehen sein. Der in F i g. 1 weggelassene linke Teil des Elektromotors umfaßt eine Stirnkappe
mit einem Lager zur Aufnahme des linken Endes der Welle 9. Diese Stirnkappe ist mittels langer Schrauben
17 am Gehäuse 1 gehalten.
Die Montage des dargestellten Elektromotors erfolgt in bekannter Weise so, daß zunächst in das Gehäuse
1 das die Spulen 4 und 5 tragende Statorblechpaket 6 eingesetzt und gegebenenfalls mit den Schrau-
ben 7 befestigt wird. Anschließend wird der Anker 12 eingeführt, worauf die nicht dargestellte Stirnkappe
mit den Schrauben 17 aufgebracht wird. Hierauf werden dann die Kohlen 14 in die Halterung 15
eingeführt.
Die die Feldwicklung bildenden Spulen 4 und 5 weisen Anschlußleitungen 21, 22, 23 und 24 auf, die
bei der Montage des Elektromotors mit dem Halter 15 der Kohlen 14 sowie mit weiteren Motorbauteilen,
beispielsweise einem Schalter oder einer Netz- ίο anschlußvorrichtung, elektrisch leitend verbunden
werden müssen, wobei diese Anschlußleitungen (vgl. z.B. die Anschlußleitung23 in Fig. 1) durch enge
Bohrungen 18 im Gehäuse 1 hindurchgefädelt werden müssen.
Um diese Arbeit, nämlich das Verbinden der Anschlußleitungen der Feldwicklung mit anderen Bauteilen
des Motors und ihr Hindurchfädeln durch Öffnungen des Gehäuses, zu erleichtern, ist an der
dem Kommentar 13 zugewandten Seite des Blechpakets 6 eine aus elektrisch isolierendem Material,
vorzugsweise Kunststoff, bestehende Haube 25 abgestützt, deren Gestalt sich aus den F i g. 3 bis 5 ergibt.
Die Haube 25 umfaßt einen Trägerring 26, der mit zwei Füßen 27 frei abstehend mit dem Blechpaket
6 verbunden ist. Die Verbindung mit dem Blechpaket kann dabei entweder durch Verklebung
oder im Falle einer aus elastischem Kunststoff hergestellten Haube 25 durch einfaches Aufklemmen erfolgen,
wobei die federnden Füße 27 mit einer rechteckigen Kerbe 28 an einer Kante des Statorblechpakets
6 angreifen. Im Trägerring 26 sind an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen federnde Kontaktbügel
29 aus Metall angeordnet, deren geometrische Form am besten aus F i g. 5 ersichtlich ist. Weiterhin
sind an dem Trägerring 26 zwei diametral gegenüberliegende, vorstehende Hülsen 31 vorgesehen.
Bei der Montage des Elektromotors wird die beschriebene Haube 25 in folgender Weise verwendet:
Die Haube 25 wird auf der dem Kommutator 13 zugewandten Seite des Statorblechpakets 6 vor dessen
Einsetzen in das Gehäuse befestigt, z. B. aufgeklebt oder aufgeklemmt. Nun werden die Anschlußleitungen
22 und 24 der Spulen 4 bzw. 5 mit dem federnden Kontaktbügel 29 elektrisch verbunden, z. B. verlötet.
Außerdem werden die beiden anderen freien Anschlußleitungen 21 und 23 der Spulen 4 bzw. 5 durch
die als Führungsglieder wirkenden Hülsen 31 hindurchgesteckt, so daß diese Leitungen fixiert sind.
Nunmehr wird das mit der Haube 25 versehene Statorblechpaket 6 (in Fig. 1 von links her) in das
Motorgehäuse 1 derart eingeführt, daß sich einerseits die Kontaktbügel 29 zwecks Herstellung einer elektrisch
leitenden Verbindung um die Halter 15 der Kohlen 14 legen und andererseits die von den Hülsen
31 am Platz gehaltenen und geführten Anschlußleitungen 21 und 23 selbsttätig in die am Gehäuse
vorgesehenen Bohrungen 18 einfädeln. Beim weiteren Einschieben des Blechpakets 6 dringen dabei schließ-Hch
die vorstehenden Hülsen 31 in entsprechende Ausnehmungen 33 am Gehäuse ein. Auf diese Weise
ist eine von Hand erfolgende elektrische Verbindung der Anschlußleitungen 22 und 24 mit den Schleifkontakten
des Motors sowie ein umständliches Einfädeln der anderen Anschlußleitungen 21 und 23
durch Öffnungen des Motorgehäuses nicht erforderlich. Wenn ferner die Haube 25 ausreichend fest mit
dem Blechpaket 6 verbunden ist, vermitteln, die die Halter 15 der Kohlen 14 umfassenden Kontaktbügel
und die in die Gehäuseausnehmungen 33 eintretenden Hülsen 31 eine vorläufige Fixierung des Blechpakets
im Gehäuse, was die weitere Montage, z. B. das Einführen der Schrauben 7, erleichtert.
In Fig. 6 ist eine abgewandelte Haube 35 dargestellt, die sich von der in den F i g. 3 bis 5 dargestellten
Haube 25 im wesentlichen lediglich dadurch unterscheidet, daß statt der beiden Hülsen 31 eine
einzige Ausnehmung 36 an dem die Füße 27 aufweisenden Trägerring 26 angeordnet ist. Durch diese
einzige Ausnehmung 36 werden bei der Montage des Elektromotors die beiden Anschlußleitungen 21 und
(vgl. Fig. 2) der Feldspulen4 bzw. 5 hindurchgeführt,
so daß sie beim Einsetzen des Blechpakets 6 in das Gehäuse 1 automatisch in eine einzige, zugehörige
Gehäusebohrung, die der Bohrung 18 in Fi g. 1 entspricht, eindringen. Auch die Haube 35 in F i g. 6
wird vor der Montage (in nicht dargestellter Weise) mit federnden Kontaktbügeln versehen, die in Aussparungen
37 des Trägerrings 26 befestigt werden.
F i g. 7 zeigt schließlich noch eine Abwandlung der in Fig. 5 dargestellten Haube, derart, daß die als
Führungsglied für die Anschlußleitungen der Feldwicklung dienende Ausnehmung 36 einen elastisch
aufweitungsfähigen Einführungsschlitz 38 aufweist, in den die Anschlußleitungen seitlich eingedrückt werden.
Auf diese Weise ist die Einführung der Anschlußleitungen in die Ausnehmung 36 erleichtert.
Claims (7)
1. Kontaktvorrichtung zum Anbau an das eine Feldwicklung tragende, in einem Gehäuse angeordnete
Statorblechpaket von Elektromotoren mit Kohlen oder Bürsten aufweisenden Schleifkontakten,
dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Schleifkontakt (13,14) des
Motors zugewandten Seite des Blechpakets (6) eine aus elektrisch isolierendem Material bestehende
Haube (25, 35) abgestützt ist, daß an der Haube mit den Spulen (4, 5) der Feldwicklung
verbundene Kontaktbügel (29) angeordnet sind, die beim Einbau des Blechpakets (6) in das
Gehäuse (1) selbsttätig mit dem Halter (15) der Kohlen oder Bürsten (14) in elektrisch leitende
Verbindung treten, und daß die Haube (25, 35) weiterhin wenigstens ein Führungsglied (31, 36)
zur Aufnahme und Führung von mit den Feldspulen (4, 5) verbundenen Anschlußleitungen (21,
23) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (25, 35) elastische
Füße (27) besitzt, mit denen sie auf das Blechpaket (6) aufklemmbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (25, 35)
mit dem Blechpaket (6) verklebt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbügel
(29) federnd ausgebildet sind und den fest im Gehäuse (1) angeordneten Halter (15) der
Kohlen oder Bürsten (14) beim Einbau des Blechpakets (6) in das Gehäuse (1) umschließen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungsglied an der Haube (2S) wenigstens eine Hülse
(31) zur Aufnahme der Anschlußleitungen (21, 23) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (36) einen seitlichen, elastisch aufweitungs-
fähigen Einfuhrungsschlitz (38) für die Anschlußleitungen (21, 23) besitzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse
(31) derart von der Haube (25) absteht, daß die Hülse (31) beim Einsetzen des mit der Haube
(25) verbundenen Blechpakets (6) in eine Ausnehmung (33) des Gehäuses (1) eindringt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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