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DE1912390B - Regenerativkoksofen mit hoch und tiefliegenden Brennstellen in den Heizzügen - Google Patents

Regenerativkoksofen mit hoch und tiefliegenden Brennstellen in den Heizzügen

Info

Publication number
DE1912390B
DE1912390B DE1912390B DE 1912390 B DE1912390 B DE 1912390B DE 1912390 B DE1912390 B DE 1912390B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
combustion
lying
compartments
furnace
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Artur Dr Dipl Ing 4630 Bochum Blase Manfred 4300 Essen Steding
Original Assignee
Didier Werke AG, 6200 Wiesbaden

Links

Description

(2) als auch in Batt rielängsachse be- vorragende, jedoch
nachbarten Heizzügen aufweisen. der Beheizung auf den Wärmebedarf der OKrtkam-
3. Verfahren zum Betreiben des Regenerativ- mern möglich ist.
koksofens nach den Ansprüchen 1 und 2 bei 35 Fs sind auch Koksöfen mit von der Hauptpatent-Schwachgasbeheizung, dadurch gekennzeichnet, anmeldung unterschiedlichem Aufbau bekannt, die daß durch entsprechende Einstellung der Dosier- in den Heizzügen zwei Verbrennungsebenen aufweiöffnungen (44 bis 47) an den in Bodenebene sen. So zeigt beispielsweise die französische Patenteines Heizzuges liegenden Brennstellenöffnungen schrift 1 491 147 zwei Boden- sowie zwei hochlie-(33 und 34) eine Verbrennung mit Luftüberschuß 40 gende Öffnungen für Schwachgas und Luft in jedem stattfindet, während aus der halbhohen Brenn- Heizzug, so daß sich zwei Verbrennungseb<pnen ergestellenöffnung (32) ausströmendes Gas eine Ver- ben, die jedoch, wie bereits gesagt, ein befriedigendes brennung bei Gasüberschuß und aus der hohen Einstellen der Ofenbeheizung nicht zulassen.
Brennstellenöffnung (31) austretende Luft die Nach der deutschen Patentschrift 698 850 sind Restverbrennung bewirken. 45 ebenfalls nur zwei Verbrennungsebenen in den Heiz-
4. Verfahren nach Anspruch3, dadurch ge- zügen erzielbar. Die Zufuhr des die zweite Verbrenkennzeichnet, daß den in Bodenebene liegenden nungsebene bewirkenden Mediums erfolgt durch eine Brennstellenöffnungen (33 und 34) 40 0Zo der ge- Binderwandlt itung. Die erste Verbrennungsebene ist samten Schwachgasmenge und 6O°/o der gesam- durch zwei Zuführungsöffnungen in Bodenebene geten Luftmenge zugeführt werden, während die 50 spaltet, durch die wahlweise Luft und Schwachgas Restluftmenge 4O°/o aus der hohen Brennstellen- oder Luft bei Starkgasbeheizung zugeführt wird. Aus öffnung (31) und die Restgasmenge 600/o aus der dieser Druckschrift ist grundsätzlich bekannt, an der halbhohen Brennstellenöffnung (32) austreten. Heizzugsohle entweder mit Gas- oder Luftüberschuß
zu fahren.
55 Die deutsche Auslegeschrift 1250405 zeigt ähn-
Die Hauptpatentanmeldung P 17 71 140.9-24 be- liehe Binderkanäle zur Bildung einer zweiten Vertrifft Regenerativkoksöfen mit hoch- und tiefliegen- brennungsebene in den Heizzügen wie die deutsche den Brennstellen in zu Gruppen zusammengefaßten Patentschrift 698 850. Sie enthält den Vorschlag, an Heizzügen und einer den Heizzuggruppen entspre- der unteren Verbrennungsebene Luft und Schwachchenden Anzahl Regeneratorabteilen, die über Sohl- 60 gas in einer Gesamtmenge der Verbrennungsmittel kanalabteile mit an der Ofenaußenseite angeordneten von 40 °/o zuzuführen. Die verbleibenden 60 % verRegeleinrichtungen zum Dosieren der strömenden brennen auf der zweiten Verbrennungsebene.
Medien (Luft, Schwachgas und Abgas) in Verbin- Die Heizzüge des Koksofens nach der deutschen dung stehen. Offenlegungsschrift 1671348 weisen zwar drei
Zur Verbesserung der Beheizung derartiger öfen 65 Verbrennungsebenen auf, die durch zwei Bodenöff-
ist in der Hauptpatentanmeldung im wesentlichen nungen und jeweils zwei halbhohe und hohe öffnun-
vorgeschlagen, daß die Regeneratorabteile in an sich gen in den Binderwänden gebildet werden. Diese
bekannter Weise durch eine Wand längsgeteilt und Konstruktion ist insofern nachteilig als für die drei
3 4
Verbrennungsebenen jeden Heizzuges sechs Medi- F i g. 2 ist ein Schnitt nach der Linie I-I und
umsöffnungen erforderlich sind, von denen lediglich Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie Π-ΙΙ der Fig. I
die halbhohen und hohen Öffnungspaare gegenüber während
dem Bodenöffnungspaar unabhängig voneinander ge- F i g. 4 perspektivisch einen Heizzug veranschau-
regelt werden können. Eine unabhängig regelbare 5 licht, unter dem rein schematisch die Verbindung mit
Einstellung der halbhohen öffnungen gegenüber den den dazugehörigen Regeleinrichtungen zu erkennen
hohen öffnungen ist nicht möglich, so daß, abgese- ist.
hen von dem durch die sechs Austrittsöffnungen ge- Wie im Hauptpatent sind in der Zeichnung die gebenen verhältnismäßig hohen baulichen Aufwand Ofenkammern mit 1 bezeichnet und mit 2 die Heizdas Wärmeangebot der Heizzüge in Föhenrichtung io wände, die durch Binder 3 abgeteilte Heizzüge 4 nur ungenügend den Wärmeerfordernissen der Ofen- aufweisen. Jeder Heizzug 4 hat eine hohe Brennstelkammer angepaßt werden kann. lenöffnung 31, eine halbhohe Brennstellenöffnung 32
Dem Zusatzpatent liegt die Aufgabe zugrunde, bei und zwei Bodenöffnungen 33 und 34, die alle, wie
Koksöfen gemäß der Hauptpatentanmeldung die An- insbesondere Fig.4 zeigt, durch Kanäle 35 bis 38
passung der Wärmezufuhr in jedem Bereich der Heiz- 15 mit den Regeneratorräumen 39 und 40 eines durch
wandflächen entsprechend dem jeweils dort vornan- eine Längswand 41 unterteilten Regeneratorabteils
denen Wärmebedarf mit relativ einfachen baulichen 42 (F i g. 3) verbunden sind. Die Regeneratorräume
Mitteln noch weiter zu verbessern. 39 und 40 wiederum stehen i^-erseits über ebenfalls
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Wand 43 längsge^ilte Sohlkanalabteile
dadurch gelöst, daß die Heizzüge eine .iohe Brenn- 20 mit den im Durchgangsquerschnitt unabhängig von-
stellenöffnung, eine halbhohe Brennstellenöffnung einander einstellbaren Dosieröffnungen 44 bis 47 der
und zwei in Bodenebene liegende Brennstellenöff- Regeleinrichtung in Verbindung,
nungen aufweisen. Dadurch lassen sich bei der An- Insbesondere F i g. 2 und 3 zeigen, daß die in
wendung beispielsweise einer überstöchiometrischen, Ofenlängsachse und Batterieachse benachbarten
einer unterstöchiometrischen und einer stöchiometri- 25 Heizzüge eines Heizzuges 4 unterschiedliche Höhen
sehen oder nahezu stöchiometrischen Verbrennung für die hohen und halbhohen Brennstellenöffnungen
in den Heizzügen mit den üblichen vier Brennstellen- 31 und 32 haben. Wie man die Höhenlage dieser
öffnungen, d. h. ohne Mehraufwand an mediums- Brennstellen bemißt, hängt von der Ofenhöhe und
führenden Kanälen drei Brennstellen in verschiede- den geforderten Betriebsbedingungen ab.
nen Höhen eines Heizzuges erreichen, was wiederum 30 Bei Schwachgasbeheizung tritt in allen aufbren-
einü verbesserte Anpassung des Wärmeangebotes der nenden Heizzügen 4 eine Teilmenge von Gas und
Heizzüge auf den Wärmebedarf der Heizwände be- Lu.'t aus den beiden Bodenöffnungen 33 und 34 aus.
deutet. Hierbei wird das Verhältnis von Schwachgasmenge
Die verbesserte Wärmeanpassung wird mit Bezug zur Verbrennungsluftmenge so eingestellt, daß am
auf die gesamte Koksofenbatterie noch wirkungsvol- 35 Heizzugboden eine Verbrennung mit Luftüberschuß
ler, wenn die halbhohen und die hohen Brennstellen- stattfindet. Die restliche Schwachgasmenge strömt
öffnunger, eines Heizzuges Höhenunterschiede ge- aus der halbhohen Brennstellenöffnung 32 in die
genüber denselben öffnungen von sowohl innerhalb mittlere Verbrennungsebene und verbrennt dort an-
einer Heizwand als auch in Batterie'ängsachse be- teilmäßig mit dem restlichen Luftüberschuß aus der
nachbarten Heizzüge aufweisen. 40 untersten Verbrennungsebene. Die endgültige Ver-
Das Verfahren zum Betreiben solcher Koksöfen brennung des Schwachgases findet dann in der drit-
besteht gemäß dt. Erfindung bei Schwachgasbehei- ten Verbrennungsebene mit dor aus der hohen
zung im wesentlichen darin, daß durch entspre- Brennstellenöffnung 31 austretenden Luft bei norma-
cher.de Einstellung der an den Regeleinrichtungen lern Luftüberschuß statt.
vorhandenen Dosieröffnungen an den in Bodenebene 45 Bei Starkgasbeheizung wird durch alle Brennsteleines Heizzuges liegenden Brennstellenöffnungen lenöffnungen 31 bis 34 jedes Heizzuges Luft eingeeine Verbrennung mit Luftüberschuß stattfindet, führt. Der Starkgasaustritt 48 befindet sich in gerinv.ährend aus der halbhohen Brennstellenöffnung aus- ger Höhe über dem Boden der Heizzüge. Die Luft strömendes Gas eine Verbrennung mit Gasüberschuß wird den einzelnen Brennstellenöffnungen 31 bis 34 und aus der hohen Brennstelhnöffnung austretende ro ε j zugeteilt, daß in den beiden unteren Verbren-Luft die Restverbrennung bewirken. Zwec/.mäßig nungsebenen jeweils eine unvollkommene Verbrenwird man dabei so vorgehen bzw. die Dosieröffnun- nung vonstatten geht, während danr in der dritten gen an der Ofenaußenseite so einstellen, daß den in Ebene die endgültige Verbrennung bei für Starkgas Bodenebene liegenden Brennstellen der Heizzüge normalem Luftüberschußzahl erfolgt. Demnach sind beispielsweise etwa 40 °/o der gesamten Schwachgas- 55 sowohl bei Schwachgas- als auch bei Starkgasöeheimenge und 60 °/o der gesamten L uftmenge zugeführt zung, in einem Heizzug drei Verbrennungsebenen werden, während die Restluftmenge 40% aus der vorhanden, wobei die Verbrennung in den beiden hohen und die Restgasmenge 60 % aus der halbho- oberen Ebenen in gemischter Atmosphäre mit Abgas hen Brennstellenöffnung austreten. stattfindet, so daß speziell bei Starkgasbeheizung eine
Selbstverständlich können sich diese Werte, die 60 Vergrößerung des Flammenvolumens erreicht wird, als bevorzugtes Ausführungsbeispiel gelten, in mögli- Infolge der Wahl unterschiedlicher Höhen der halbchen Grenzen ändern. hohen und hohen Brennstellenöffnung von Heizzug
Ein Ausführungsbdspiel der Erfindung ist nach- zu Heizzug ergeben sich für jeweils zwei Heizzüge
stehend an Hand der Zeichnung erläutert. insgesamt fünf verschiedene Verbrennungsebenen,
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine aus- 65 was eine besonders vorteilhafte Wärmezuteilung in
schnittsweise Draufsicht auf die Heizwände und vertikaler Richtung in den Heizwänden hoher Öfen
Heizzüge einer Koksofenbatterie; bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

1 2 _ . . „ , die Verbindungskanäle für die tiefliegenden Brenn- Patentanspruche: steUen def ^^^ einer Heizzuggruppe an den
1. Regenerativkoksofen mit hoch- und tieffie- einen Längsten, die Verbindungskanäle für die hochgenden Brennstellen in zu Gruppen zusammenge- liegenden Brennstellen an den anderen Langstell von faßten Heizzügen und einer den Heizzuggruppen S jeweils vier Regeneratoren angeschlossen sind und entsprechenden Anzahl Regeneratorabteilen, die daß ferner jedem der durch die Längstellung innerüber Sohlkanalabteile mit an der Ofenaußenseite halb der Regeneratorabteile entstandenen Regeneraangeordneten Regeleinrichtungen zum Dosieren torräume durch ebenfalls an sich bekannte Langsteider strömenden Medien (Luft, Schwachgas und lung der Sohlkanalabteile ein mittels der Regelein-Abgas) in Verbindung stehen, wobei die Regene- io richtung unabhängig dosierbarer Kanal zugeordnet ratorabteüe durch eine Wand längsgeteilt und die ist Auf diese Weise lassen sich die strömenden Ne-Verbindungskanäle für die tiefliegenden Brenn- dien ac den Brennstellen der Heizwände so einstelstellenöffmmgen an den einen Längsteil, die Ver- len, daß auch bei extrem hohen öfen eine dem tatbindungskanäle für die hochliegenden Brennstel- sächlichen Wärmebedarf der Ofenkammern angc-Ienöffnungen an den anderen Längsteil ange- 15 paßte Temperaturverteilung nicht nur wie bisher in schlossen sind, ferner jedem der durch die Längs- horizontaler, sondern auch in vertikaler Ofennchteilung innerhalb der Regeneratorabteile ent- tung erreicht wird, da es im Bedarfsfalle nicht nur standenen P-generatorräume durch Längsteilung möglich ist. innerhalb einer Heizzuggruppe den Beder Sohlkanaiabteile ein mittels der Regeleinrich- darf an Verbrennungsmedien für die oberen und untungen unabhängig dosierbarer Kanal zugeordnet 20 teren Brennstellen unabhängig voneinander einzuist, nach Patentanmeldung P 17 71 140.9-24, stellen, sondern auch den Mediumsbedarf der obedadurch gekennzeichnet, daß die Heiz- ren oder unteren Brennstellen von Heizzuggruppe zu züge (4) eine hohe Brennstellenöffnung (31), eine Heizzuggruppe. Dadurch wird es für den Betriebshalbhohe Brennstellenöffnunp (32) und zwei in mann einfach, nach Inbetriebnahme des Ofens an Bodenebene liegende Brennstellenöffnungen (33 25 den Heizwänden auftretende örtlict e Überhitzungen und 34) aufweisen. oder Wärmeschatten durch entsprechendes Verän-
2. Regenerativkoksofen nach Anspruch 1, da- dem der Dosierung an den Regeleinrichtungen zu durch gekennzeichnet, daß die halbhohen und die beseitigen bzw. auszugleichen.
hohen "Brenn, ellenöffnungen (31 und 32) eines In der Hauptpatentanmeldung weisen die Heiz-

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