DE1912390A1 - Regenerativkoksofen mit hoch- und tiefliegenden Brennstellen in den Heizzuegen - Google Patents
Regenerativkoksofen mit hoch- und tiefliegenden Brennstellen in den HeizzuegenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B21/00—Heating of coke ovens with combustible gases
- C10B21/20—Methods of heating ovens of the chamber oven type
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Description
Pall 2425
VP/Su/Sna
DIDIER-WERKE AG
62 Wiesbaden, Lessing-Straße 16
Regenerativkoksofen mit hoch- und tiefliegenden Brennstellen in den Heizzügen
(Zusatz z. Patent Aktenz.: P 17 71
Das Hauptpatent Aktenz.: P 17 71 lMo.9 bezieht sich auf
Regenerativkoksöfen mit hoch- und tiefliegenden Brennstellen in zu Gruppen zusammengefaßten Heizzügen und einer den Heizzuggruppen
entsprechenden Anzahl Regeneratorabteilen, die über Sohlkanalabteile mit an der Ofenaußenseite angeordneten Regeleinrichtungen
zum Dosieren der strömenden Medien (Luft, Schwachgas und Abgas) in Verbindung stehen.
Zur Verbesserung der Beheizung derartiger öfen ist im Hauptpatent
im wesentlichen vorgeschlagen, daß die-Regeneratorabteile durch eine Wand längsgeteilt und die Verbindungskanäle für die
hochliegenden Brennstellen an den einen, die Verbindungskanäle für die tiefliegenden Brennstellen an den anderen Längsteil
angeschlossen sind, ferner jedem der durch die Längsteilung innerhalb der Regeneratorabteile entstandenen Regeneratorräume
durch Längsteilung der Sohlkanalabteile ein mittels der Regeleinrichtung
unabhängig dosierbarer Kanal zugeordnet ist. Auf diese Weise lassen sich die strömenden Medien an den Brennstellen
der. Heizwände so einstellen, daß auch bei extrem hohen öfen eine dem tatsächlichen Wärmebedarf der Ofenkammern angepaßte
Temperaturverteilung nicht nur wie bisher in horizontaler,
sondern auch in vertikaler Ofenrichtung erreicht wird, da es im Bedarfsfalle nicht nur möglich ist, innerhalb einer Heizzuggruppe
den Bedarf an Verbrennungsmedien für die oberen und unteren Brennstellen unabhängig voneinander einzustellen, sondern
auch den Mediumsbedarf der oberen oder unteren Brennstellen von Heizzuggruppe zu Heizzuggruppe. Dadurch wird es für den Betriebsmann einfach, nach Inbetriebnahme des Ofens an den Heizwänden
auftretende örtliche überhitzungen oder Wärmeschatten durch entsprechendes
Verändern der Dosierung an den Regeleinrichtungen zu beseitigen bzw. auszugleichen. 009840/0581
Dem Zusatzpatent liegt vornehmlich die Aufgabe zu Grunde, durch
zusätzliche Regelmöglichkeiten, inabesondere bei Schwachgasbeheizung,
die Anpassung der Wärmezufuhr in jedem Bereich der Heizwandflächen entsprechend dem jeweils dort vorhandenen Wärmebedarf
mit einfachen Mitteln noch weiter zu verbessern.
Es ist zwar insbesondere bei mit Starkgas beheizten Koksöfen bekannt, in verschiedenen Höhen der Heizzüge Brennstellen vorzusehen
oder durch eine einzige Düse am Boden jedes Heizzuges Starkgas einzuführen und in verschiedenen Höhen der Heizzüge
dosiert Luft zuzugeben zum Erzielen mehrerer Brennstellen in Höhenrichtung.
Ebenfalls ist es bei Schwachgasbeheizung bekannt, in einem Heizzug
zwei verschieden hochliegende Brennstellen vorzusehen, die jeweils von einem in gleicher Ebene endenden Luft- und einem
Gaskanal gebildet werden.
In weiterer Ausbildung des Ofens nach dem Hauptpatent bringt das Zusatzpatent den Vorschlag, daß die Heizzüge eine hohe, eine
halbhohe und zwei in Bodenebene liegende Brennstellenöffnungen aufweisen, deren zugehörige, an der Ofenaußenseite angeordnete ,Bestandteile
der Regeleinrichtungen bildende Dosieröffnungen bei Schwachgasbeheizung mit unterschiedlichen Durchgangsquerschnitten
versehen sind. Dadurch lassen sich bei der Anwendung beispielsweise einer überstöchiometrischen, einer unterstöchiometrischen
und einer stöchiometrischen oder nahezu stöchiometrischen Verbrennung
in den Heizzügen mit den üblichen vier Brennstellenöffnungen, d.h. ohne Mehraufwand an mediumsführenden Kanälen drei
Brennstellen in verschiedenen Höhen eines Heizzuges erreichen, was wieäerum eine verbesserte Anpassung des Wärmeangebotes der '
Heizzüge auf den Wärmebedarf der Heizwände bedeutet.
Die verbesserte Wärmeanpassung wird mit Bezu^ auf die gesiiate
Koksofenbatterie noch wirkungsvoller, wenn die hilbhohen und die hohen Brennstellenöffnungen eines Heizzuges Höhenunterschiede
gegenüber denselben öffnungen von sowohl innerhalb einer Heizwand als auch in Batterielängsachse benachbarten Heizzüge aufweisen.
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Dae Verfahren zum Betreiben solcher Koksöfen besteht gemäß der
Erfindung bei Schwachgasbeheizung im wesentlichen darin, daß durch entsprechende Einstellung der an den Regeleinrichtungen
vorhandenen Dosieröffnungen an den in Bodenebene eines Heizzuges liegenden Brennstellenöffnungen eine Verbrennung mit Luft-Überschuß stattfindet, während aus der halbhohen Brennstellenöffnung ausströmendes das eine Verbrennung mit Gasüberschuß und
aus der hohen Brennstellenöffnung austretende Luft die Restverbrennung bewirken. Zweckmäßig wird man dabei so vorgehen
bzw. die Dosieröffnungen an der Ofenaußenseite so einstellen, daß den in Bodenebene liegenden Brennstellen der Heizzüge
beispielsweise etwa Ίο % der gesamten Schwachgasmenge und 60 %
der gesamten Luftmenge zugeführt werden, während die Res&uftmenge 4ο % aus der hohen und die Restgasmenge 60 % aus der
halbhohen Brennstellenöffnung austreten.
Selbstverständlich können sich diese Werte, die als bevorzugtes
Ausführungsbeispiel gelten, in möglichen Grenzen ändern.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und aus der Zeichnung ersichtlich, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wiedergibt.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine ausschnittsweise
Draufsicht auf die Heizwände und Heizzüge einer Koksofenbatterie
Pig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie I-I und
Pig. 3 ein Schnitt nach der Linie XI-II der Pig. I während
Fig. Ί perspektivisch einen Heizzug veranschaulicht, unter dem
rein schematisch die Verbindung mit den dazu gehörigen Regeleinrichtungen zu erkennen ist.
Wie im Hauptpatent sind in der Zeichnung die Ofenkammern mit
bezeichnet und mit 2 die Heizwände, die durch Binder 3 abgeteilte Heizzüge 1 aufweisen. Jeder Heizzug 4 hat eine hohe Brennstellenöffnung 311 eine halbhohe Brennstellenöffnung 32 und zwei
Bodenöffnungen 33 und 31* > die alle wie insbesondere Fig. 4 zeigt,
durch Kanäle 35 bie 38 mit den Regeneratorräumen 39 und 4o
eines durch eine Längswand 41 unterteilten Regeneratorabteils
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-H-
42 (Fig. 3) verbunden sind. Die Regeneratorräume 39 und 4o wiederum stehen ihrerseits über ebenfalls durch eine Wand 43
längsgeteilte Sohlkanalabteile mit den im Durchgangsquerschnitt unabhängig voneinander einstellbaren Dosieröffnungen
44 bis 47 der Regeleinrichtung in Verbindung.
Insbesondere Fig. 2 und 3 zeigen, daß die in Ofenlängsachee
und Batterieachse benachbarten Heizzüge eines Heizzuges 4 unterschiedliche Höhen für die hohen und halbhohen Brennstellenöffnungen
31 und 32 haben. Wie man die Höhenlage dieser Brennstellen bemißt, hängt von der Ofenhöhe und den geforderten
Betriebsbedingungen ab.
Bei Schwachgasbeheizung tritt in allen aufbrennenden Heizzügen 4 eine Teilmenge von Gas und Luft aus den beiden Bodenöffnungen
33 und 34 aus. Hierbei wird das Verhältnis von Schwachgasmenge
zur Verbrennungsluftmenge so eingestellt, daß am Heizzugboden
eine Verbrennung, mit Luftüberschuß stattfindet. Die restliche
Schwachgasmenge strömt au3 der halbhohen Brennstellenöffnung 32 in die mittlere Verbrennungsebene und verbrennt dort anteilmäßig
mit dem restlichen Luftüberschuß aus der untersten Verbrennungsebene. Die endgültige Verbrennung des Schwac.'i -ases findet dann
in der dritten Verbrennungsebene mit der aus der hohen Brennstellenöffnung 31 austretenden Luft bei normalem LuftÜberschuß
statt.
Bei Starkgasbeheizung wird durch alle Brennstellenöffnungen 31 bis 34 jedes Heizzuges Luft eingeführt. Der Starkgasaustritt 48
befindet sich in geringer Höhe über dem 3oden der Heizzüge. Die LUft wird den einzelnen Brennstellenöffnungen 31 bis 34 so
zugeteilt, daß in den beiden unteren Verbrennungsebenen jeweils eine unvollkommene Verbrennung vonstatten geht, während dann
in der dritten Ebene die endgültige Verbrennung bei für Starkgas normalem Luftüberschußzahl erfolgt. Demnach sind sowohl bei
Schwachgas- als auch bei StarkgasbeheiziiE in einen Heizzug drei
Verbrennungsebenen vorhanden, wobei die Verbrennung in den beiden oberen Ebenen in gemischter Atmosphäre mit Abgas stattfindet,
so daß speziell bei Starkgasbeheizung eine Vergrößerung des Flammenvolumens erreicht wird. Infolge der Wahl unterschiedlicher
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Höhen der halbhohen und hohen Brennstellenöffnung von Heizzug zu Heizzug ergeben sich für jeweils zwei Heizzüge insgesamt
fünf verschiedene Verbrennungsebenen, was eine besonders vorteilhafte
Wärmezuteilung in vertikaler Richtung in den Heizwänden
hoher öfen bewirkt.
0098 AO/058-1
Claims (3)
- Patentansprüche:M J Regenerativkoksofen mit hoch- und tiefliegenden Brennstellen in zu Gruppen zusammengefaßten Heizzügen und einer den Heizzuggruppe η entsprechenden Anzahl Regeneratorabteilen, die über Sohlkanalabteile mit an der Ofenaußenseite angeordneten Regeleinrichtungen zum Dosieren der strömenden Medien (Luft, Schwachgas und Abgas) in Verbindung stehen, wobei die Regeneratorabteile durch eine Wand längsgeteilt und die Verbindungskanäle für die tiefliegenden Brennstellenöffnungen an den einen Längsteil, die Verbindungskanäle für die hochliegenden Brennstellenöffnungen an den anderen Längsteil angeschlossen sind, ferner jedem der durch die Längsteilung innerhalb der Regeneratorabteile entstandenen Regeneratorräume durch Längstsilung der Sohlkanalabteile ein mittels der Regeleinrichtungen unabhängig dosierbarer Kanal zugeordnet ist, nach Patentanmeldung Aktenz.: P 17 71 I4o.9» dadurch gekennzeichnet, daß die Heizzüge (4) eine hohe Brennstellenöffnung (31)» eine halbhohe Brennstellonöffnung (32) und zwei in Bodenebene liegende Brennstellenöffnungen (33 und 34) aufweisen, deren zugehörige, an der Ofenaußenseite angeordnete, Bestandteile der Regeleinrichtungen bildende Dosieröffnungen (44 bis 47) bei Schwachgasbeheizung mit unterschiedlichen Durchgangsquerschnitten (44 bis 47) versehen sind.
- 2. Regenerativkoksofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die halbhohen und die hohen Brennstellenöffnungen (31 und 32) eines Heizzuges (4) Höhenunterschiede gegenüber denselben Öffnungen von sowohl innerhalb einer Heizwand (2) als auch in Batterielängsachse benachbarten Heizzügen aufweisen«
- 3. Verfahren zum Betreiben des Regenerativkoksofens nach den Ansprüchen 1 und-2 bei Schwachgasbeheizung, dadurch gekennzeich-^ net, daß durch entsprechende Einstellung der Dosieröffnungen ' (44 bis 47) an den in Bodenebene eines Heizzuges liegenden Brennstellenöffnungen (33 und 34) eine Verbrennung mit Luftüberschuß stattfindet, während aus der halbhohen Brennstellenöffnung (32) ausströmendes Gas eine Verbrennung bei Gasüberschuß und aus der hohen Brennstellenöffnung (31) austretende Luft0 0 9 8_4 9 /_0 5 8 1die Restverbrennung bewirken.Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß den in Bodenebene liegenden Brennstellenöffnungen (33 und 31O ^o % der gesamten Schwachgasmenge und 6o % der gesamten Luftmenge zugeführt werden, wärend die Restluftmenge ^o "/<> aus der hohen Brennstellenöffnung (31) und die Restgasmenge 6o % aus der halbhohen Brennstellenöffnung (32) austreten.009840/0581
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