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DE1911489A1 - Insektizides Mittel - Google Patents

Insektizides Mittel

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Publication number
DE1911489A1
DE1911489A1 DE19691911489 DE1911489A DE1911489A1 DE 1911489 A1 DE1911489 A1 DE 1911489A1 DE 19691911489 DE19691911489 DE 19691911489 DE 1911489 A DE1911489 A DE 1911489A DE 1911489 A1 DE1911489 A1 DE 1911489A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diazinon
parts
insecticidal
active ingredients
methyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691911489
Other languages
English (en)
Inventor
Gubler Dr Kurt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1911489A1 publication Critical patent/DE1911489A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/18One oxygen or sulfur atom
    • C07D231/20One oxygen atom attached in position 3 or 5

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die vorliegende'Erfindung betrifft insektizide Mittel, die synergistische Mischungen von 0,O-Diäthyl-0[2-isopropyl-6-methyl-pyriteidinyl-(4)]-thiophosphat - bekannt unter der Sachbezeichnung Diazinon - (siehe die deutschen Patentschriften 910 652 und 947 208 oder die französiche Patentschrift 1 063 067) - mit heterocyclischen Carbamaten, bekannt aus der schweizerischen Patentschrift 419 721 oder der französischen Patentschrift 1 031 490 darstellen, und Verfahren zur Bekämpfung von Insekten unter Verwendung der synergistischen Mischungen.
Mit dem Ausdruck "synergistische Mischung" werden Stoffzusammensteilungen von zwei oder mehr insektizid wirksamen Verbindungen bezeichnet, deren Wirkung in Intensität oder Breite die erwartbare Summe der Wirkungen der Einzelkomponenten übertrifft. Die synergistische Wirkung einer solchen Kombination ist besonders bei Verbindungen verschiedener chemischer Konstitution keinerlei Regeln unterworfen, und nicht vorhersehbar.
Es wurde nun gefunden, dass Mischungen von Diazinon (0,0-Diäthyl-0-[2-isopropyl-6-methyl-pyrimidinyl-(4)]-thiophosphat) mit heterocyclischen Carbamaten der Formel I
J2 L
/CHo OCON. * (I)
H3C
CH2- CH - COOR1
R2
in der R, einen niederen Alkyl- oder Alkylenrest mit 1 bis 4 ■ - Kohlenstoffatomen darstellt und R2 ein Wasserstoffatorn oder die Methylgruppe bedeutet,
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eine beträchtlich höhere insektizide Wirkung besitzen, als die Suronierung der Einzelwirkungen erwarten lässt. Dieser Synergismus zeigt sich in unterschiedlichem Masse in einem weiten Bereich aller möglicher Mischungsverhältnisse. Die relativen Kengen der Wirkstoffe sind nicht kritisch, Mischungen können Diazinon und Carbair.at im Verhältnis von 1:1 bis 5:1 enthalten, bevorzugt ist jedoch das Verhältnis 2:1.
Bei der Applizierung eines Insektizides verhindern einerseits in vielen Fällen die auftretenden toxischen Rückstände auf dem Erntegut, welches der menschlichen oder tierischen Ernährung zugeführt wird, die Anwendung beliebig hoher Mengen an Wirkstoffen. Auf der anderen Seite kann die Begrenzung der Aufwandmenge der Wirkstoffe zu einer Verringerung der Abtötungsrate der Schadinsekten führen, welche, wenn sie auch nur gering ist, den Wert einer Behandlung praktisch illusorisch macht. So ist beispielsweise ein unter 95 % liegender Abtötungseffekt bei der Olivenfliege für die Praxis ungenügend, da einerseits der Verlust an Erntegut zu hoch ist und anderseits die Ueberlebensrate des Schädlings zu Ausbildung einer individuenstarken nachfolgenden Generation ausreicht. Es ist deshalb von ausschlaggebender Bedeutung, wenn durch Zussatz eines Synergisten die Wirksamkeit einer Verbindung in einem Masse gesteigert werden kann, dass der gewünschte Effekt mit einer Aufwandmenge erreicht wird, die keine Rückstandprobleme stellt, während mit den Einzelkomponenten für die Erzielung des gleichen Effektes Mengen erforderlich wären, deren Rückstände nicht tolerierbar sind.
Die neuen synergistischen Mischungen eignen sich insbesondere zur Bekämpfung von Fruchtfliegen auf Oelfrüchten. Die Bekämpfung dieser Schädlinge wird im allgemeinen mit Phosphorester-Insektiziden vorgenommen. Aufgrund der hohen Affinität zu den Oelfrüchten, dem raschen Eindringen und der Anreicherung in den Früchten, ist bei Anwendung von Phosphorestern in üblichen, zur Fruchtfliegen-Bekämpfung notwendigen Konzentrationen die Möglichkeit der Bildung toxischer - daher unerwünschter - Rückstände gegeben. In den neuen synergistischen Mischungen ist der Phosphorgehalt beträchtlich vermindert, wodurch bei gesteiger-
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ORIGINAL INSPECTED
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ter insektizider Wirksamkeit das Auftreten toxischer Rückstände nahezu ausgeschaltet wird.
Die erfindungsgerr.ässen synergistischen Mischungen besitzen auch eine sehr gute Frässgift-, Kontaktgift- und Dauerwirkung .gegen fressende und saugende Insekten und deren Entwicklungsstadien, z.B. gegen Insekten der Familien Muscidae, Stomoxidae, Culicidae, und Trypetidäe, wie z.B. der polyvalentresistenten und normalsensiblen Stubenfliegen (Musca domestica), Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) und Stechmücken (z.B. Aedes Aegypti, Culex fatigans, Anopheles stephensi), Fruchtfliegen, z.B. Olivenfliege (Dacus aleae) Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata), der Familien Curculionidae, Bruchidiae, Dermestidae, Tenebrionidae, Chrysomelidae, Tineidae, z.B. Kornkäfer
ι (Sitophilus granaria)", Speisebohnenkäfer (Bruchidius obtectus), Speckkäfer (Dermestes vulpinus), Attagenus und Anthernus, Mehlkäfer (Tenebrio molitor), Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata), Kleidermotte (Tineola biselliella), der Familien Pyralidae, z.B. Mehlmottenraupen, Blattidae, z.B, Küchenschaben (Phyllodromia germanica,Periplaneta americana, BIatta orienta-Xis), der Familie Locustidae, z.B. Wanderheuschrecken (Locusta migratoria), der Familien Noctuidae, Tortricidae und Yponomeutidae, z.B. Prodenia litura, Apfelbaumgespinstmotte (Yponomeuta rcalinella) etc. verwendet werden.
In den erfindungsgemässen synergistischen Mischungen
•kommen als Synergisten des Diazinons folgende Carbamate der Formel I in Betracht:
1-(ß-Methoxycarbony1-äthyl)-3-methyl-pyrazolyl-(5)-H,N-dimethy1-carbamat
l-(e-Aethoxycarbonyl-äthyl)-3-methyl-pyrazolyl-(5)-N,K-diniethylcarbamat .
l-(ß-n-Propoxycarbonyl-äthyl) -3-methyl-pyrazolyl- (5) -!!,K-dirnethyl-carbatat
1-(ß-Allyloxycarbony1-äthyl)-3- methyl-pyrazolyl-(5)-N,N-dimethyl carbanat ......
l-[a-Kiethyl-ß-(äthcxycarbonyl)-äthyl]-3-rrethyl-pyrazolyl-(5)-
. KjK-dirr.ethyl-carbair.at.
9 0 9 8 U 5/16 7 0 ßAD oRigMAL
Die folgenden Versuche zeigen die verbesserte insektizide Wirkung der erfindungsgerr.ässen synergistischen Mischungen. Als Vergleichswirkstoffe dienen die Einzelkomponenten. Die Applikation erfolgte als wässrige Emulsionen, die aus einem 40 folgen Emul- : ■ •sionskonzentrat folgender Zusammensetzung durch Verdünnen mit ■ . · l Wasser erhalten wurden: · . ·
4 0 Teile Wirkstoff .
4 Teile Epichlorhydrin ■■"■-': 2,5 Teile Isooctylphenyl-polyglykoläther 2,5 Teile Dodecylbenzolsulfonat-Caleium-Salz 51 Teile Xylol
Als Wirkstoffe wurden verwendet: ·
A. 40 Teile Diazinon
Β.' 40 Teile l-(ß-Aethoxycarbonyläthyl)-3-methyl-pyraz<3-
IyI-(5)-Ν,Ν-dimethylcarbamat C. 26,7 Teile Diazinon und
13,3 Teile l-(ß-Äethoxycarbonyläthyl)-3-methyl-pyrazo-IyI-(5)-N,N-dimethylcarbamat
1. Versuche mit Larven der Olivenfliepe (Dacus oleae) ' .
Sieben Jahre alte Olivenbäume "Frantoio" (2,3 m hoch) mit gleichmassig üppigem Fruchtbehang wurden bei klarem Wetter (windstill, 240C) rr.it wässrigen Emulsionen (hergestellt aus; den im Vorangehenden aufgeführten 40 folgen Einulsionskonzentraten)-, die 15 g Insektizid-Wirkstoff pro 100 Liter enthielten,behandelt. Zu diesem Zeitpunkt waren '5^ der Früchte von·der Olivenfliege (Eiablage und Larven) befallen. Von jedem Versuch wurden 2 Wiederholungen zur gleichen Zeit und unter gleichen Bedingungen durchgeführt.
24-26 Tage nach der Behandlung wurden je Baum 100 Oliven (grün) mit Einstichstellen (Eiablage durch die Olivenfliege) aber ohne Ausschlupföffnungen verpuppungsreifer Larven gepflückt und auf irn Inneren befindliche lebende Larven untersucht.
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Werte stellen· den aus den 3 Versuchsserien gemittelten Prozentsatz madenfreier (larvenfreier) Oliven dar.
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BAD ORIGINAL
,:·, γ. λ *■ ι- f« j
Wirkstoff ; .- ; .
Diazinon (A) Carbaaat (B) Mischung: Diazinon:Carbamat· 2:1 (C)
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%-· mädenfreier Gliven-
81,5 19,8 95,7
Bei diesem Versuch zeigt die synergistische Mischung eine bessere insektizide Wirksamkeit .als die Sinzelkomponenten. Beachtenswert ist ferner die gute Dauerwirkung der- Mischung C." Ausserdem ist festzustellen, dass die Einzelkomponenten A und B nicht den in der Praxis benötigten Wirkungsprozentsatz vcn mindestens 95 % erreichen.
2. Versuche mit Aedes aegyptii
Aus einer wässrigen Emulsion ,(hergestellt aus dem vorstehenden 40^igen Emulsionskonzentrat) wurden die Insektizid-Wirkstoffe so auf ein in einer Petrischale befindliches Filter appliziert, dass die "Wirkstoffkonzentration je 15,384 γ pro Quadratceritimeter Filterpapier betrug. Nach dem Antrocknen des Wirkstoffbelages - 17 Stunden nach Applikation - wurden die Filter mit je 15 Mücken der Art Aedes aegyptii besetzt und abgedeckt. In der folgenden Tabelle ist die Zeit in Minuten angegeben, bis alle Versuchstiere Rückenlage einahmen.
Wirkstoff Zeit
A
B.
C
84'
135'
57'
Dieser Versuch zeigt,■dass die synergistische Mischung Mücken in wesentlich kürzerer Zeit abtötet als es bei den Einzelkomponenten A und B der Fall ist.
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BAD ORIGINAL
M I
* i
fe 191H89
3. Versuche mit der Kirschenfliege (Rhagoletis cerasi)
Am 2.JuIi 1968 wurden in der Gegend von Bex in-Shpnetal·- (Sehweiz) fast fruchtreife Kirschbäume der Sorte "eoeur- de.-pi.-v -Λ geonl!.mit einer" wässrigen Emulsion (hergestellt aus dem_vorste-,;i henden 40 $>igen Emulsicnskonzentrat) so besprüht, dass pro Ast;-,,·
von ca 2 rr.. Oberfläche je 5 1 Spritzbrühe aufge-braucht wurden.·.■-·,-, Die Spritzbrühen enthielten 20 g Aktivsubstanz· pro 100 1 resp. 50 g des 40 folgen Emulsionskonzentrates. Die Behandlung der Kirschen erfolgte zu.einem Zeitpunkt, da sich die .Larven- ' verschiedener Stadien bereits in den Früchten befanden. Es wurde., darauf geachtet, dass Aeste mit Früchten gleichen Reifestadiums behandelt wurden, dih. es wurden Aeste ausgewählt, die sich.hin-sichtlich Besonnung vergleichen Hessen. Von jeden; Versuch wur- -= den V/iederholungen zur gleichen Zeit unter gleichen Bedingungen durchgeführt. ■ . " v - ■
Nach 5 Tagen wurden die so behandelten Aeste dann abgeerntet und pro Behandlungsart je 200 Kirschen abgesondert und auf irn Innern befindliche lebende und tote Larven untersucht.-
Wirkstoff Konzentration tote Larven
versch.Stadien
2-7 n-m.
lebende Larven
verseh. .Stadien
2-7 mm
Diazinon (A) 20 g/100 1 63
Carbai::at (B) 20 g/100 1 46 ;"■;
Mischung:
Diazinon:Carbamat
2:1 (C)
20 g/100 1 161 .. ;■-:■
Auch aus diesem Versuch ist ersichtlich, dass, die Mischung Dia- -. zincn:Carbamat 2:1 wesentlich besser die Larven der Kirschenfliege in den Früchten abtötet, als es jede der einzelnen Kompo-, nenten vermag. "...-.,..
Die synergistischen Mischungen können allein oder zu- ~'. ■ sarairen mit anderen pestiziden Wirkstoffen, wie anderen Insekti-· ziden, Akariziden, Fungiziden und flematiziden zur Anwendung.-kommen. Die Menge der synergistischen Mischung, die verwendet · werden soll, kann in weiten Grenzen variiert werden, sie hängt
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BAD ORIGINAL
1 ·■ ' τ V ▼ W V ί» ί
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unter anderem von dem Verhältnis der Komponenten, der Art der •ZÜfreTe^tuhg, der Art der zu bekämpfenden Insekten, sowie vom gewünsidhten: Bekämpfungseffekt ab. Je nach Aufarbeitungsform körinen die Insektiziden Kittel einen Gehalt von C,l bis 90 C-ewichtsteilen an der genannten synergistischen Mischung aufweisen. Im allgemeinen liegen die Anwendungskonzentrationen zwischen G,C5 und 2G$ bezogen auf'die Wirkstoffmischung.
. Aus den synergistischen Mischungen können alle im Pflanzen- und Vorratsschutz üblichen Aufarbeitungsforrnen hergestellt werden. Dieses erfolgt in an sich bekannter Weise durch inniges Vermischen.und Vermählen der Wirkstoffe mit geeigneten Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Zusatz von gegenüber den Wirkstoffen inerten Dispersions- oder Lösungsmitteln. · |
Folgende Aufarbeitungsformen sind zu nennen: feste Aufarbeitungsformen: Stäubemittel, Streumittel, Granulate, wie Umhüllungsgranulate, Iniprägnierungsgranulate und Homogengranulate in Wasser dispergierbare Wirkstoffkonzentrate:
Spritzpulver (wettable powder), Pasten, Emulsionen Flüssige Aufarbeitungsformen: Lösungen, Aerosole.
Zur Herstellung fester Aufarbeitungsformen (Stäubemittel, Streumittel, Granulate) werden die Wirkstoffe mit festen Trägerstoffen vermischt. Als Trägerstoffe können z.B.Kaolin, Talcum, Bolus, Löss, Kreide, Kalkstein, Kalkgrit, Ataclay, Dolomit, Diatomeenerde, gefällte Kieselsäure, Erdalkali Silikate, Natrium- und Kaliumaluminiumsilikate (Feldspäte und Glimmer), Calcium- und Magnesiumsulfate, Magnesiumoxid, gemahlene Kunststoffe, Düngemittel, wie Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphate, Ammoniumnitrat, Harnstoff, gemahlene pflanzliche Produkte, wie Getreidemehl, Baumrindenmehl, Holzmehl, Nussschalenmehl, Cellulosepulver, Rückstände von Pflapzenextraktionen, Aktivkohle etc, je, für sich oder als Mischungen untereinander verwendet werden.
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BAD ORIGINAL
ι · · a a
Die Korngrösse der Trägerstoffe beträgt für Stäubemittel zweckmassig bis ca. 0,1 ir.m, für Streumittel' ca. 0,075 bis 0,2 mm" und für Granulate 0,2 ir:m oder mehr. .
Die Wirkstoffkonzentrationen in den festen Aufarbeitungs1-formen betragen in der Regel-0,5 bis 8C$. Diesen Gemischen kön- nen ferner den Wirkstoff stabilisierende Zusätze und/oder nichtionische, anionenaktive und kationenaktive Stoffe zugegeben werden, die beispielsweise die Haftfestigkeit der Wirkstoffe auf Pflanzen und Pflanzenteilen verbessern (Haft- und Klebemittel) und/oder eine bessere Benetzbarkeit (Netzmittel) sowie Dispergierbarkeit (Dispergatoren) gewährleisten. Als Klebemittel kora-r men beispielsweise die folgenden in Frage: Olein-Kalk-Mischurigj Cellulosederivate (Kethylcellulose, Cprboxymethyleellulose), Hydroxyäthylglykoläther von Mono- und Dialkylphenolen mit 5 15 Aethylenoxydresten pro Molekül und 8-9 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, Ligninsulfonsäuren, deren Alkali- und Erdalkalisalze, Polyäthylenglykoläther (Carbowaxe), FettälkohcLpolyäthylenglykoläther mit 5-20 Aethylenoxydresten pro Molekül und 8-lß Kohlenstoffatoiren im Fettalkoholteil, Kondensationsprodukte von " Aethylenoxyd/Propylenoxyd, Polyvinylpyrrolidone, Polyvinylalkohole, Kondensationsprodukte von Harnstoff-Formaldehyd sowie Latex-Frodukte. -
In Wasser dispergierbare Wirkstoffkonzentrate, d.h. Spritzpulver (wettable powder) ,Pasten und Emulsionskonzentrate., stellen Mittel dar, die mit Wasser auf jede gewünschte Konzentration verdünnt werden können. Sie bestehen aus Wirkstoff, Trägerstoff, gegebenenfalls, den Wirkstoff stabilisierenden Zusätzen, oberfächenaktiven Substanzen und Antischaummitteln und gegebenenfalls Lösungsmitteln. Die Wirkstoffkonzentration in diesen Mitteln beträgt 5-80$. £ ;
Die Spritzpulver (Wettable powder) und Pasten werden erhalten, indem man die Wirkstoffe mit Dispergiermitteln und pulverförmigen Tr-ägerstoffen in geeigneten Vorrichtungen' bis zur Homogenität vermischt und vermählt. Als Trägerstoffe korn- . men beispielsweise die vorstehend für die festen Aufarbeitungs-
- BAD-
/^1 ι;":< " . ■ " q ■- 191 Η89
- formen .erwähnten .in Frage, In1 manchen Fällen ist es vorteilhaft, Mischungen verschiedener Trägerstoffe zu verwenden. Als Disper-,...'gatqre.n. können beispielsweise verwendet werden:. Kondensaticnsprodukte von sulfonierten! Naphthalin und sulfonierten Naphthalinderivaten mit Formaldehyd, Koridensati.onsprodukte des Naphthalins bzw. der Naphthalinsulfonsäuren mit Phenol und Formaldehyd sowie .Alkali-, Ammonium- und Erdalkal.i salze von Ligninsulfonsäure, weiter Alky.larylsulfonate, Alkali- und Erdalkalisalze der Dibuty!naphthalinsulfonsäure, Fettalkoholsulfate, wie Salze sulfatierter Hexadecanole, Heptadecanole, Octadecanole, und Salze von sulfatierten Fettalkoholglykoläthern, das. Natriumsalz von Oleoylaethionat, das Natriumslaζ von Oleoylmethyltaurid, ditertiäre Acetylenglykole^.Dialkyldilaurylarnmoniumchlorid und fettsaure Alkali- und Erdalkalisalze-.
Als Antischaummittel kommen Silicone, z.B. "Antifoam A" usw. in Frage. , ,
Die Wirkstoffe werden mit den oben aufgeführten Zusätzen so vermischt, vermählen5 gesiebt und passiert, dass bei . den Spritzpulvern der feste Anteil eine-Kprngrösse von 0,02 0,04 mm und bei den Pasten von 0,003 mm nicht überschreitet. Zur Herstellung von Emulsionskonzentraten und Pasten .v/erden. Dispergiermittel, wie sie in den vorangehenden Abschnitten aufgeführt wurden, organische Lösungsmittel und Wasser verwendet. Als Lösungsmittel kommen beispielsweise die folgenden in Frage: Alkohole, Benzol, Xylole, Toluol, Dirnethylsulfoxyd und irn Bereich von 120 - 35O0C siedende Mineralölfraktionen-. Die Lösungsmittel müssen praktisch geruchlos, nicht phytotoxisch, den Wirkstoffen gegenüber inert und nicht leicht brennbar sein.
Ferner können die erfindungsgemässen Mittel in Form von Lösungen angewendet werden. Hierzu werden die Wirkstoffe in geeigneten organischen Lösungsmitteln, Lösungsmittelgemischen oder Wasser gelöst. Als organische Lösungsmittel kön- ■ • nen aliphatisch^ und aromatische Kohlenwassei-stoffe, deren chlorierte Derivate, /Vlkylnaphthaline,- allein .oder· als- Mischung untereinander verwendet werden. Die Lösungen sollen die Wirk-
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stoffe in einem Kcnzentrationsbereich von 1-20$ ent^a-lLfeeji*ι ΐ-^v;.
Die fcl.genden,AusführungsforB_en ej'fj-ndungsgerr.p.sser ,Mit-"tel dienen zur 3rläuterung vorliegender Erfindung^ spwe;Lt^nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, bedeuten ;!;Teji--lel: Gewichtsteile.
Stäubernittel " "- " "-■.■---»■■·-- r■■. ■. ;
Für ein 3^iges Stäubemittel werden' foig'ende Substanzen verwendet: 2 Teile Diazinon .-.>/·
1 . Teil l-(ß-n-Propoxyearbonal-äthyl)-3-iP.ethylpy r a ζ οIy 1 - (5) -K, Ii -d irr.e thy 1 - car bama t
0,3 Teile Epichlorhydrin
96,7 Teile Talcum ' ■."-, . . ■■·...: \ ν · =: '■ .;>/-20 Teile Talcum v/erden mit einer Krschung ai-is Diazinon ■.und-Sp.ichlorhydrin imprägniert und homogen vermischt.: Dieser .Ve-rird-SOftung werden das restliche Talcum zusammen mit dem- Carbamat -zug=.e.s%t'Z't. Anschliessend wird die Mischung in einer StiftenmühIe: fein' vermählen. Das erhaltene Stäubem-i-'ttel eignet sich i'ns"besOnde'r.e zur Bekämpfung von Insekten in Haus, Hof, Silos ;und Yor-ratsspeichern.
Granulat . " / --„.■■-:-,.: ■-:-.'_*/
Zur Herstellung eines 6%lgen Granulates werden- fölgen'de Substanzen verwendet: - '-;ί;';'·''^ν -■:".".-■'■.··- A Teile Diazinon ■- , . : ;- λ!!it"" 4 Teile !-(ß-rAethoxycarbonyl-äthy-l^-S-rRethyl-
pyrazolyl--C5)-Tli.!|li-din"iethylcarbaiKat 6 Teile Calciums!likat -.-,-· . : . - ·■-, 87,75 Teile Kalkgrits (Korngrösse 0.,;4-0,8 mm.) 0,2 5 Teile Epichlorhydrin
In geeigneten Mischapparaten wird Diazinon und Epichlorhydrin auf die Kalkgrits aufgezogen, mit 4 Teilen Calciumsilikat ver- . micht und anschliessend mit einer Vormischung des Carbamates und Calciumsilikat vermählen. Kan erhält ein Granulat, das zur Bodenbehandlung und überall dort, wo fein gepulvertes Material infolge Staubbildung nicht zur Anwendung gelangen kann, verwendet wird. .
BAD OR1GlNAL
Z^- ;'>■* JH 191U89 ,
BpritgDulver
Zur Herstellung eines 3G$igen Spritzpulvers werden folgende Stoffe verwendet: ·
• 20 Teile Diazinon
10 Teile l-(ß-Allyloxycarbonyl-äthyl)-3-methyl-
pyrazolyl-(5)-dimethylcarbair,at 35 Teile Kieselgur
5 Teile Magnesiumcarbonat 20 Teile Kaolin
5 Teile Oleyl-methyl-taurid-Natriurnsalz 5 Teile Ligninsulfonsäure-Natriumsalz
Aus Diatinon, Kieselgur und Magnesiumcarbonat wird eine Vor- " mischung hergestellt, der dann die anderen Stoffe zugemischt werden. Man erhält so ein Spritzpulver, das sich mit Wasser EU Suspensionen jeder gewünschten Konzentration verdünnen . lässt. Derartige Suspensionen finden zur Bekämpfung fressender und saugender Insekten in Kulturpflanzungen, wie Obstbaumplantagen, Verwendung.
6prühR4frtel
Zur Herstellung eines 4^igen Sprühmlttels werden folgende " Stoffe verwendet:
3 Teile Diazinon
1 Teil !-[a-Methyl-ß-CäthoxycarbonyD-äthylJ-S-
methyl-pyräzolyl-(5)-N,K-dimethylcarbamat 10 Teile Xylol
86 Teile Petrol
Diese Lösung eignet sich vorzüglich zur Fliegen- und Mückenbekämpfung in Wohnungen, Lager- und Schlachthäusern.
Eri.'U.l si'-ngkcnzer.trat;
Zur Herstellung eines 4C,^igen FJmulsionsk^nzentrates v/erden die folgenden Substanzen verwendet:
27 % Diazinon
13 % l-iaxKethyl-ß-CäthoxyciirboryD-äthylJ-S-irethyl-
pyrazolyl- (D)-Iv5I. -diine thy I car bat;, at
51 % Xylol, oder ein hocharcii.atisches Erdöldestillat mit einem Siedeberejch von 160 - 21G0C
einem Spez.Gewicht von 0,870 - 0,899 und einei:; Arcir.atengehalt von über 95 % A % Epichlorhydrin als Stabilisator und 5 % Erfiulga tor gemisch, enthaltend 20 - 30 fo /ilkyl-
arylsulfonat
und 80 - 70 % Alkyl-arylpolyglycolaether.
Die Aktivsubstanzen werden im Lösungsmittel gelöst und dann rnit dem Eir.ulgatcrgemisch zu einer homogenen Lösung vermischt. Diese E&ulsionskonzentrat bildet beim Eingiessen in V/asser eine milchige, feindisperse Emulsion, die nach kurzem Rühren zur Erzielung' einer guten Verteilung,auf'die zu behandelnden Pflanzen appliziert werden kann.
BAD ORIGINAL 909845/1670

Claims (6)

Patentansprüche
1. Insektizides synergistisches Mittel, dadurch gekennzeichnet, dass es als insektizide Wirkstoffe Diazinon [C,O-Diäthyl-0-(2-isopropyl-6-methyl-pyrimidinyl-(4))-thiophosphat] sowie
mindestens ein Carbair.at der Formel I enthält: CHn
..OCON..
^CH3
CH9 -CH-COOR1 * ■■-
• I X
R2
in der· R-, einen niederen Alkyl- oder Alkenylrest mit 1-4
Kohlenstoffatomen und
R2 Wasserstoff oder die Methylgruppe bedeuten.
2. Insektizides Mittel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R-, die Aethylgruppe und R2 Wasserstoff bedeutet.
3. Insektizides Mittel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis von Diazinon : Carbamat zwischen 1 : 1 und 5 : 1 liegt.
4. Insektizides Mittel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis von Diazinon : Carbamat 2 : 1 ist.
5. Insektizides Mittel gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es die genannten Wirkstoffe zusammen mit geeigneten Trägerstoffen, und/oder Verteilungsmitteln enthält.
6. . Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, gekennzeichnet durch die Verwendung von synergistischen Mischungen aus Diazinon und Carbamaten der Formel I des Anspruchs 1.
909845/1670 BAD oWSlNAL
DE19691911489 1968-03-07 1969-03-06 Insektizides Mittel Pending DE1911489A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH341068A CH489994A (de) 1968-03-07 1968-03-07 Synergistische insektizide Mischung und deren Verwendung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1911489A1 true DE1911489A1 (de) 1969-11-06

Family

ID=4255380

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691911489 Pending DE1911489A1 (de) 1968-03-07 1969-03-06 Insektizides Mittel

Country Status (11)

Country Link
US (1) US3755564A (de)
AT (1) AT287391B (de)
BE (1) BE729498A (de)
BG (1) BG15374A3 (de)
CH (1) CH489994A (de)
DE (1) DE1911489A1 (de)
ES (1) ES364425A1 (de)
FR (1) FR2003409A1 (de)
GB (1) GB1233134A (de)
IL (1) IL31746A0 (de)
NL (1) NL6903483A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL6903483A (de) 1969-09-09
BE729498A (de) 1969-09-08
IL31746A0 (en) 1969-05-28
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