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"Anbauvorrichtung zum Kuppeln eines mit einem Kraftheber ausgerüsteten
Ackerschleppers mit einer Erntemaschine, bevorzugt eines Maisanbauhäckslers" Zusatz-Patentanmeldung
zur Patentanmeldung P 17 57 42o.8 Die Lrfinduny liegt in der Verwendung der Anbauvorrichtungen
und Anordnungen nach den Patent . . . . . . . . . . (Patentanmeldung P 17 57 420.8)
als ,ittel am Hauptverbindungselement (Tragrohr, Querverbindung) zwischen Schlepperrad
und Erntemaschine ein Entlastungselement wirksam werden zu lassen, welches die zusätzlichen
BelastungskrEfte, die auf dem rechten Schlepperrad liegen, teilweise uSnimmt und
dasselbe gegen überlastung schützt.
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Der Zweck der Erfindung, die Steuerelemente für das parallele Ausheben
der aufgesattelten Erntemaschine (Maisanbauhäcksler) zu vereinfachen und so anzuordnen,
daß das Kupplungsmaul für die Anhsingung eines Wagens zugängig ist, ist identisch
mit der Erfindung entsprechend des Hauptpatentes.
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Ebenso deckt sich die Aufgabe der Erfindung, die BelastungskrEfte,
die durch die seitlich aufgesattelte Brntemaschine auf das Schlepperrad einwirken,
zu vermindern, mit der im Hauptpatent umrissenen Aufgabe.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dem am Tragrohr (Querverbindung)
gelagerten stützrad ein hydraulischer Arbeitszylinder zugeordnet, der an der Achse
des Stützrades oder dessen benachbarten
Teilen gelagert ist und
am anderen Ende in einer Konsole eingespannt wird, die an der Erntemascrìine befestigt
ist, wobei der Arbeitszylinder über eine öldruckleitung von einem Hub zylinder gespeist
wird, der zwischen Oberlenkeranschlußlager des Schleppers und einem Stützlager,
welches am Tragrohr (Querverbindung) sitzt, eingespannt wird.
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Hilfsweise kann natürlich auch der Hubzylinder in eine Lagerstelle
eingespannt werden, die etwas seitlich des Oberlenkeranschlußlagers des Schleppers
sitzt.
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Bei Betätigung des DreipunktgestEn;es des Schleppers wird das an die
Unterlenker des Schleppers angelenkte Tragrohr angehoben, so daf der Hub zylinder
zusammengedrückt und das Öl durch die Öldruckleitung in den Arbeitszylinder gefördert
wird, wobei die Kolbenstange sich aus dem Arbeitszylinder herausbewegt und die aufgesattelte
Erntemaschine sich am Stützrad abstützt und nach oben angehoben wird.
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Dadurch wird das rechte Schlepperrad entlastet und ferner werden unerwünschte
VerwindungskrNfte, die bei einseitiger Belastung auf die Unterlenker einwirken,
vermieden.
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Die Konsole für die obere Einspannung des Arbeitszylinders kann zweckmäßig
am Gestell der aufgesattelten Erntemaschine, bevorzugt an der Verbindungsstelle
(Nahtstelle), die zwischen Häckslergestell und tiaisanbauvorrichtung liegt, angebracht
werden.
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flilfsweise kann auch das Ausheben bzw. die Abstützung der seitlich
aufgesattelten Erntemaschine am rechten Schlepperrad erfolgen, indem der Arbeitszylinder
an seiner untersten Lagerstelle in eine Stützkonsole eingespannt wird, die mit dem
Schlepperrad unmittelbar verbunden ist.
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Die untero Einspannstelle des Nubzylinders kann auch direkt an einem
der Unterlenker liegen, um den Nffekt der aufgezeichneten hydraulischen Steuerung
zu erreichen.
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In der weiteren Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, am Gestell
er Erntemaschine als untere Einspannstelle des Arbeitszylinders eine Lagerkonsole
vorzusehen, in deren Längsschlitz der Lagerzapfen für die Stützrolle höhenverschiebbar
gelagert wird.
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Der Lagerzapfen kann gleichzeitig zur Aufnahme des ortsfest angebrachten,
drehbaren Arbeitszylinders dienen.
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Durch diese beschriebene Anordnung besteht die Jiöglichkeit, je nach
vorhandenem Schlepper das Entlastungsellement der seitlich auf dem Traror angeordneten
Erntemaschine wahlweise in zwei Variationen wirl>-sam werden zu lassen, nämlich:
1. den Arbeitszylinder in seiner untersten Einspannstelle an der Achse des Stützrades,
welches über ein Verbindungsglied am Tragrohr drehbar gelagert ist, anzuordnen;
2. Aufnahme des Arbeitszylinders in zwei übereinanderliegenden, am Gestell der Erntemaschine
angeordneten Konsolen.
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Außerdem besteht die Kombinationsmöglichkeit, die aufgesattelte Erntemaschine
durch einen Arbeitszylinder parallel auszuheben, wobei der Arbeitszylinder zwischen
einer am Gestell der Erntemaschine angebrachten konsole und einer mit dem Schlepperrad
verbundenen Gegenkonsole (Stützkonsole) eingespannt wird.
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Die Umrüstung der Anbauvorrichtung kann also ohne wesentlichen Aufwand
verschiedentlich erfolgen.
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Es soll auch zum Bereich der Erfindung gehören, zwischen dem Gestell
der Erntemaschine und dem Arbeitszylinder Dämpfungselemente (Gummipuffer, Druckfedern,
Teleskopfedern u.dergl.) einzubauen, damit beim Überfahren von Bodenunebenheiten
die auf das Stützrad einwirkenden Stoßbeanspruchungen nicht auf die aufgesattelte
Erntemaschine übertragen werden.
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Auf den Zeichnungen ist der Anmeldungsgegenstand, soweit es für das
Verständnis der Erfindung notwendig ist, in den Figuren 1 bis 4 als nicht begrenzendes
Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Es zeigen: Fig.1 eine Anbauvorrichtung für eine an einem Schlepper
seitlich aufgesattelte Erntemaschine mit Entlastungselement (Ansicht von der rückwärtigen
Seite des Scnleppers), Fig.2 eine Draufsicht entsprechend Fig.1; Fig.3 eine Anbauvorrichtung
für eine an einem Schlepper seitlich aufgesattelte Erntemaschine mit einer ar. Schlepperrad
angeordneten Abstützvorrichtung (Ansicht von der rückwärtigen Seite des Schleppers);
Fig.4 eine Draufsicht entsprechend der Fig.30 Es bedeuten: 1 = Schlepper 2 = Erntemaschine
(,Iaisanbauhäcksler) 3 = Unterlenker 4 = Unterlenker 5 = Oberlenker 6 = Oberlenker
7 = Anschlußstrebe 8 = Anschlußstrebe 9 = Tragrohr (Querverbindung) 10 = Lagerstelle
11 = Lagerstelle 12 = Einstecktaschen
13 = EntlastunGselement 14
= Drehstabfeder (Torsionsstab) 15 = Verbindungsglied 16 = Stützrad 17 = Verstellvorrichtung
13 = Konsole 19 = Einspannhebel 20 = Gabelstück 21 = verstellbares Verbindungsglied
22 = Anschlagstück 23 = Aufnahme lager 24 = Strebe 25 = Profilstück 26 = Lagerstelle
27 = Mutter 28 = Konsole 29 = Lagerzapfen 30 = Winkelhebel 31 = Verbindungsglied
32 = Verstellsegment 33 = gezahnter Segmentring 34 = Betätigungshebel 35 = Lochsegment
36 = Ritzel 37 = Federbein 38 = Verbindungsglieder 39 = Lochsegment 4o = Arbeitszylinder
41 = Konsole 42 = Öldruckleitung 43 = Hubzylinder 44 = Oberlenker-Anschlußlager
45
= Stützlager 46 = Kugelgelenkstück 47 = Schnellverschluß 48 = Aufnahmeraste 49 =
Kolbenstange 50 = Kolbenstange 51 = Tragkonsole 52 = Zapfen 53 = Stützkonsole 54
= biegsames Endstück (Schlauchstück) Die Anbauvorrichtung für die an einem Schlepper
1 aufgesattelte Erntemasahine (Maisanbauhäcksler) 2 besteht aus den beiden Unterlenkern
3 und 4, die über die Ilubstangen mit den beiden Hubarmen der Regelhydraulik verbunden
sind. Die Unterlenker 3 und 4 sind über die Anschlußlaschen der Lagerstellen 10
und 11 mit dem Tragrohr tQuerverbindung) 9 verbunden, auf dessen über den Schlepper
hinausragenden Ende die Erntemaschine 2 aufgesattelt ist. Gleichzeitig; kann am
Tragroher 9 das Entlastungselement 13 gelagert werden, dessen Verbindungsglied 15
einerseits am Tragrohr 9 drehbar angeordnet ist und andererseits das Stützrad 16
trägt.
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L)ie im Ilauptpatent vorgeschlagene Steuerung des Entlastungselementes
13 soll gemäß der Erfindung hydraulisch erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Arbeitszylinder
40 am Stützrad 16 eingespannt und in einer Konsole 41 gelagert, die mit dem Gestell
der Erntemaschine 2 fest verbundes ist, Die Konsole 41 kann zweckmäßig an der Verbindungsstelle
(Nahtstelle), die zwischen Häckslergestell und Maisanbauvorrichtung liegt, angebracht
sein. Der Arbeitszylinder 40 wird über die Öldruckleitung 42 von dem Hubzylinder
43 gespeist, der zwischen dem Oberlenker-Anschlußlager 44 des Schleppers 1 und dem
Stützlager 45, welches am Tragrohr 9 sitzt, eingespannt wird. @de vordere Einspannstelle
kann
natürlich auch über ein inkelstück seitlich des Oberlenker-Anschlußlagers
44 erfolgen. Sowohl der Arbeitszylinder 40 als auch der I1ubzylinder 43 kannen seinen
Einspannstellen mit Kugelgelenkstücken 46 aus,erüstet werden, um Verspannungen in
den übertragungsgliedern zu vermeiden, Gleichzeitig kann insbesondere die vordere
obere Einspannstelle des Hubzylinders 43 mit einem Schnellverschluß 47 ausgerüstet
werden zur günstigen Demontage der Anbauvorrichtun. Ferner wird am Tragrohr 9 eine
Aufnahmeraste 118 vorgesehen, in welcher der Iiubzylinker 43 in demontiertem Zustand
eingelegt werden kann. Sobald das Tragrohr 9 durch die Unterlenker 3 und 4 angehoben
wird, wird der Achsabstand der Einspannstelle des Hubzylinders 43 gezndert (verringert),
so daß die Kolbenstange 49 das öl durch die öldruckleitung 42 in den Arbeitszylinder
40 drückt, dessen Kolbenstange 50 nach oben bewegt wird, den Achsabstand der Einspannstellen
des Arbeitszylinders 40 vergrößert und ein großer Teil der Belastungskräfte, die
durch die seitlich am Tragrohr 9 aufgesattelte Erntemaschine 2 auftreten, somit
vom Stützrad 16 aufgenomnen wird, wobei gleichzeitig die Erntemaschine 2 vom Boden
parallel abgehoben wird und das rechte Schlepperrad entlastet. Werden hingegen die
Unterlenker 3 und 4 durch die Schlepperhydraulik gesenkt, so fließt das öl aus dem
Arbeitszylinder 40 in den Hubzylinder 43 zurück und die aufgesattelte Erntemaschine
gleitet nach dem Boden zu ab.
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Zwischen dem Gestell der Erntemaschine 2 und dem Arbeitszylinder 40
können Dämpfungselemente (Gummipuffer, Druckfedern, Teleskopfedern u.dergl.) eingesetzt
werden, die beim Überfahren von Bodenunebenheiten die auf das Stützrad 16 einwirkenden
Stoßbeanspruchungen nicht auf die aufgesattelte Erntemaschine 2 übertragen.
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Wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt, kann die hydraulische Aushebung
der aufgesattelten Erntemaschine 2 besonders bei Verwendung von starken Schleppern
die ohne Entlastungselement gefahren werden können, auch so ausgelegt werden, daß
am rechten Schlepperrad eine Tragkonsole
51 angeflanscht wird,
dessen Zapfen 52 eine ortsfest drehbar gelagerte Stützkonsole 53 zur Aufnahme des
Arbeitszylinders 40 trägt. Dadurch wird die parallele Aushebung der Erntemaschine
2 mit den beschriebenen Mitteln erreicht, während das Stützrad 16 und dessen Anschlußteile
in Wegfall kommt. Die zwischen dem Ixubzylinder 43 und dem Arbeitszylinder 40 vorgesehene
öldruckleitung 42 kann auch mehrfach unterteilt werden und zum günstigen Umlegen
des Eiubzylinders 43 ein flexibles (biesames) Endstück (Schlauchstück) 54 tragen.
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Obwohl in den Figuren 1 bis 4 die untere Anlenkstelle des Hub zylinders
43 direkt am Tragrohr 9 liegt, so kann auch eine andere Anschlußstelle, z.3. an
einem der Unterlenker 3 oder 4, gewählt werden, um den Effekt der aufgezeichneten
hydraulischen Steuerung zu erreichen.
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Desgleichen kann auch das das Stützrad 16 tragende Verbindungsglied
15 direkt am Gestell der Erntemaschine 2 gelagert werden.