DE1906011B2 - Fluessigkeitsbehaelter - Google Patents
FluessigkeitsbehaelterInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsbehälter für blasen- und gasfreie Flüssigkcits/apfung, bestehend aus
einem Außenbehälter und einem Innenbehälter, wobei der letztere in einem den Fliissigkeitsdurchfluß gestaltenden
Abstand von der Innenwand des Außenbchäitcrs angeordnet ist.
Aus der US-PS 33 06 503 ist ein Flüssigkeitsbehälter,
der einen Außenbehälter und einen Innenbehälter aufweist, bekannt, wobei zum Austreiben der in dem
Behälter befindlichen Flüssigkeit ein im Innern des Behälters angeordneter aufblasbarer Balg vorgesehen
ist. Das Medium zum Aufblasen des Balges gelangt hierbei nicht in direkten Kontakt mit der aus dem
Behälter zu verdrängenden Flüssigkeit. Der Innenbehälter, der mit Durchtritisöffnungen für die Flüssigkeit
versehen ist. dient dazu, einen Verschluß oder eine Abdeckung der Ausflußöffnung des AußcnbchäMrrs
durch den Balg zu verhindern.
Es ist ferner bekannt, eine in einem Behälter befindliche Flüssigkeit durch ein Verdrängungsgas, das
in direktem Kontakt mit der Flüssigkeit steht, aus dem
Behälter auszutreiben. Nachteilig hierbei ist. daß mil der
Flüssigkeit auch Gasblasen des Verdrängungsgases mitgerissen und abgeführt werden, was normalerweise
unerwünscht ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Flüssigkeitsbehälter der eingangs genannten Art
so auszubilden, daß auch bei direktem Kontakt des Verdrängungsgases mit der Flüssigkeit eine zuverlässige
Trennung zwischen Verdrängungsgas und Flüssigkeit und eine blasenfrcie Abzapfung der Flüssigkeit
ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der in sich geschlossene Innenbehälter eine ganz oder
teilweise aus Kapillaren bestehende Wandung aufweist.
Der erfindungsgemäße Innenbehälter ermöglicht es,
daß durch seine Wandung so lange ausschließlich Flüssigkeit dringt, solange der Druck des in den
Innenbehälter zur Austreibung der Flüssigkeit einströmenden Gases kleiner als der durch die Kapillaren des
Innenbehälters entstehende Kapillardruck ist. Damit wird abhängig von der Oberflächenspannung der
Flüssigkeit und dem Kapillardurchmesser das Verdrängungsgas so lange innerhalb des Innenbehälters
gehalten solange der Differenzdruck über der Wan dung des Innenbehälters einen bestimmten Wen nicht
übersteigt.
Da diese Gas-Flüssigkeits-Trennungsmethode nur au! der physikalischen Wirkung des Kapillardruckes beruht
und keinerlei bewegliche mechanische Teile erfordert, ist sie absolui zuverlässig, betriebssicher und wartungsfrei.
Als weiterer wichtiger Vorteil ist die Einsat/Iähigkeit
bei den aggressivsten Flüssigkeiten und Gasen
hervorzuheben, sowie die einwandfreie Funktion im
Zustand der Schwerelosigkeit, weshalb sich diese Methode \or allem zur Anwendung in der Weltraumfahrt
eignet. Darüber hinaus ist ein derartiger Kapillarsiebbehälter wesentlich leichter als eine Nu^
treibmembraneund fungiert außerdem noch als Filter.
An Hand der Abbildungen sollen nun die wesentlichsten
Merkmale der Erfindung an zwei Ausführungslxi spielen beschrieben werden:
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen erlindungsgemäßcn
Flüssigkeitsbehälter;
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt durch einen derartigen Behälter gemäß F i g. 1:
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Flüssig
keitsbchähers:
Fig.4 zeigt einen Querschnitt durch ein weiteres AL'sführungsbeispiel gemäß der Erfindung:
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Flüssigkeitsbehälters mit vergrößerter
Kapillaroberfläche und
Fig.6 zeigt einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, bei dem nur
der zylindrische Teil der Wandung des Behälters doppelwandig, in Form einer Kapillarinnenwand ausgebildet
ist und die Flüssigkeit seitlich abgezapft wird.
Der Flüssigkeitsbehälter besteht aus einem beliebig geformten, z. B. kugel-, ellipsoid-, quader- oder lorusförmigen
Behälter, in den Ausführungsbeispielen zylindrischen Außenbehälter 1. mit konkaven oder konvexen
Kugelböden, der durch den Ausfluß 2 an den Verbraucher und durch eine Gaszuführungsleiiiing 3 an
eine Druckgasversorgung oder Belüftungsvorrichiiing
angeschlossen ist. Innerhalb des Außenbehälters I ist ein Innenbehälter 4 eingebracht, der in sich allseitig
geschlossen ist und nur von der Gaszufühiungslcitung 3 durchdrungen wird. Die Wandungen des Innenbehälters
4 bestehen ganz oder teilweise aus feinen Kapillaren wie
z. B. einem rostfreien Stahldrahtgewebe. Kunststoffgewebe oder einem porösen Sinterwcrkstolf. Beim
Ausfühningsbeispiel gemäß F i g. 3 besteht nur der
Zylindermantel des Innenbehälters 4 aus einer Kapillarwand,
während die Stirnfläche 10 der vereinfachten Herstellung wegen aus massivem Material hergestellt
ist. ohne "daß die blascnfreie Flüssigkeilsentnahme
beeinträchtigt wird, da sich die Flüssigkeit auch im Zustand der Schwerelosigkeit im Innern des Behälters
so verteilt, daß die Oberflächenenergie der Flüssigkeit
19 06 Oil
ein Minimum erreicht, wodurch auch bei Entnahme von Flüssigkeit im Zustand der Schwerelosigkeit gewährleistet
ist, daß die gesamte im Behälter enthaltene Flüssigkeit blasenfrei entnommen werden kann. Zwischen
dem Innenbehälter 4 und dem Außenbehälter 1 können Distanzstücke 5 angebracht sein, die einen
freien Zwischenraum 6 vor den \bfluß der Flüssigkeit zwischen den Wandungen zum Ausfluß hin bereitstellen.
Die gleiche Wirkung wird erreicht, wenn, wie in F i g. 4 und 5 der Außenbehälter und/oder der Innenbehälter
mit einer Längsrillung 11 bzw. 12 versehen ist, wobei der
Innenbehälter gleichzeitig noch eine Oberflächenvergrößerung der wirksamen Kapillarwandung erfährt,
wodurch die Förderleistung erhöhl werden kann, ohne daß der kritische Massenfluß pro Oberlliicheneinheii
der Siebwandung überschritten wird.
Herrscht im Gasraum 7 ein höherer Druck als hinter dem Ventil 8, so strömt beim Öffnen des Venüls die
Flüssigkeit 9 unabhängig von ihrer jeweiligen Lage im Behälter durch die Siebinnenwand hindurch, den
Zwischenraum 6 entlang zum Ausfluß 2 und über das Ventil 8 /um Verbraueher. Das Verdrängungsgas jedoch
kann nicht durch die benetzte Kapillarwand des
Innenbehälters hindurchdringen, da die Oberflächenspannung
die Flüssigkeit in den Kapillaren festhält und somit eine absolute Gassperre bildet.
Dabei isi es unerheblich, ob das Verdrängungsgas von
außen über die Gaszuführungsleiuing 3 zugeführt und
oder bereits komprimiert in dem nur mit einem Aus!lull
versehenen Behälter enthalten ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Flüssigkeitsbehälter für blasen- und gasfreie Flüssigkeitszapfung, bestehend aus einem Außenbehalter
und einem Innenbehälter, wobei der letztere in einem den Flüssigkeitsdurchfluß gestattenden
Abstand von der Innenwand des Außenbehälters angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der in sich geschlossene Innenbehälter (4) eine ganz oder teilweise aus Kapillaren bestehende
Wandung aufweist.
2. Flüssigkeitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbehälter (4) aus einem
Sieb besteht.
3. Flüssigkeitsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, duß die wirksame Kapülarwandung
des Innenbehällers (4) durch Ein- oder Ausformungen vergrößert ist.
4. Flüssigkeitsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der freie
Durchfluß zwischen Außenbehiiller(l) und Innenbehälter (4) zum Ausfluß (2) hin größer wird.
5. Flüssigkeitsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Teil der Wandung des Innenbehälters (4) mit der Wandung des Außenbehälters (1) identisch ist.
b. Flüssigkeitsbehälter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbehälter (4) aus einem gegenüber der
Flüssigkeit und dem Gas korrosionsfesten Material besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691906011 DE1906011C3 (de) | 1969-02-07 | Flüssigkeitsbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691906011 DE1906011C3 (de) | 1969-02-07 | Flüssigkeitsbehälter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1906011A1 DE1906011A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1906011B2 true DE1906011B2 (de) | 1976-10-14 |
| DE1906011C3 DE1906011C3 (de) | 1977-05-26 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1906011A1 (de) | 1970-09-03 |
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