DE1905765C3 - In 3-Stellung substituierte 5- [3-(4-carbamoyl-4piperidino-piperidino)-proprl] -5H-IO111-dihydrodibenz (b^azepine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittel - Google Patents
In 3-Stellung substituierte 5- [3-(4-carbamoyl-4piperidino-piperidino)-proprl] -5H-IO111-dihydrodibenz (b^azepine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende ArzneimittelInfo
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Description
beim Siedepunkt des Lösungsmittels gearbeitet wird.
Besonders geeignet als Lösungsmittel für die Reaktion (1) sind aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol
gnd Xylol, während für die Reaktion (2) Alkohole besonders geeignet sind. Je nach der Art der
Ausgangsstoffe und den Reaktionsbedingungen können auch beliebige andere geeignete Lösungsmittel, wie
Methanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Aceton, Methyläthylketon, Benzol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd und
flüssiges Ammoniak, verwendet werden. Säureakzeptoren, z. B. Alkaliamide, Alkalihydroxyde, Alkalicarbonate und Amine (z. B. Triäthylamin und Pyridin) können
ebenfalls verwendet werden. Ein Oberschuß der eingesetzten Piperidinverbindung kann als Säureakzeptor dienen.
Die auf diese Weise hergestellten Dibenzazepinderivate der Formel (I) können mit verschiedenen
anorganischen und organischen Säuren, wie Salzsäure, BromwasserstoffsüMre, Salpetersäure, Phosphorsäure,
Schwefelsäure. Sulfaminsäure, Oxalsäure. Maleinsäure.
Fumarsäure, Bernsteinsäure, Citronensäure, Weinsäure, Salicylsäure, Methansulfonsäure und o-(p-Hydroxybenzoyl)benzoesäure, pharmazeutisch unbedenkliche Säurenadditionssalze bilden.
• Die Dibenzazepinderivate der Formel (I) sowie ihre
pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze
sind wertvolle psychotrope Mittel. Bei der Schizophronie beispielsweise bessern sie den fehlenden Rapport,
mangelnde Initiative und Autismus und erleichtern depressive Zustände. Die folgenden Tierversuche
wurden durchgefiinrt, um die pharmakologischen Wirkungen von
3-Chlor-5-(3-(4-carbamoyl-4- pipe1 dinopiperidino)propyl)-10.11
-dihydro-5H-dibenz(b,f)azepin-di(hydrogenmaleat)
(nachstehend als Y-4153 bezeichnet) und
(nachstehend als Y-4153 bezeichnet) und
3-Methyl-5-(3-(4-carbamoyl-4-piperidinopiperidinojpropyl)-10.11-dihydro-511-dibenz(b,f)azepin
(nachstehend als Y-4810 bezeichnet)
(nachstehend als Y-4810 bezeichnet)
mit denen von
N-(3-4-carbamoyl-4-piperidino-piperidino)-
propyl)-10,11 -dihydro-5H-dibenz(b,f)azepin-
dihydrochloridmonohydrat
(als Carpipramin bezeichne!) und
N-(3-Dimethylaminopropyl)-IO,t l-dihydro-
N-(3-Dimethylaminopropyl)-IO,t l-dihydro-
5H-dibenz(bJ)-azepinhydrochlorid
(als Imipramin bezeichnet)
zu vergleichen.
KinfluQauf die lokomotorische Aktivität
Der Hinfluß wurde nach der Methode von P. B. Dews (Brit. |. Pharmacol. 8. 46, 1953) untersucht.
Gruppen von je 5 männlichen Mäusen von dd^Stamm,
die ein Gewicht von je 20 bis 25 g hatten, wurden in Käfigen gehalten, um 20 Minuten ihre lokomotorische
Aktivität zu zählen. Die Teslverbindung wurde 40 Minuten vor dem Test interperitoneal verabfolgt. Die
Zahl der Bewegungen bei den Vergleichsgruppen in 20 Minuten betrug 247 ±51 (Durchschnitt ± Standardabwcichung).
Die Dosis, die notwendig war, um die Bewegungszahl auf 100 zu reduzieren, ist als
ausgedrückt
ausgedrückt
EDioo (mg/kg)
2,5-5
2,5-5
Y-4153
Imipramin
^20
ίο Einfluß auf die Unterdrückung des Kampfverhaltens
Kampfepisoden wurden bei Mäusen nach der Methode von T e d e s c h i und Mitarbeitern erzeugt (J.
Pharm. ExptL Therap, 125, 28,1959). Gruppen von je 6
ti (drei Paare) männlichen Mäusen vom dd-Stamm, die
20—25 g wogen, wurden in einem Apparat gehalten, der einen Gitterboden hatte, und einer elektrischen
Stimulation mit Rechteckstrom von 13 mA, 530 V,
10 Hz Stimulushäufigkeit (3 Minuten) unterworfen.
in Die Mäusepaare, die mit der Testverbindung
behandelt worden waren und in 3 Minuten der Fußschockbehandlung drei oder weniger Kampfepisoden hatten, wurden als negativ ansprechend bezeichnet
Die EDs0 wurde aus den Mittelwerten der stündlich
_·-, ermittelten Hemmungsrate 5 Stunden nach oraler
Verabfolgung der Testverbindung berechnet
81 Paare der VergJ-iichsmäuse hatten unter den
gleichen Bedingungen die 8,7fache Zahl von Kampfepisoden, bezogen auf den Durchschnitt
| EDw (mg/kg | |
| Körpergewicht) | |
| Y-4153 | 40-80 |
| Carpipramin | 160 |
| Imipramin | 80-160 |
Antihistaminwirkung
Männliche Meerschweinchen, die ein Gewicht von 400 bis 600 g hatten, wurden verwendet nachdem sie 18
Stunden kein Futter erhalten hatten. Die Tiere wurden getötet, um ihr Ileum zu isolieren. Das isolierte lleum
wurde in lOmlTyrodelösung von 37°C gegeben,die mit
Luft begast wurde. Die lleumkontraktionen, die durch eine kumulative Histamindosis induziert wurden, wurden
auf einen Kymographen mit einem isotonischen Frontalschreibhebel aufgezeichnet.
Die Testverbindung wurde 3 Minuten vor der Tötung der Tiere verabfolgt. Die pAj- und pDVWerte der
Testverbindung wurdeei nach der Methode von |. M. van Rossum berechnet (Arch, intern. Pharmacodyn.,
143.299.1963).
Y-41 S?
Cnrnipramin
I mi pm min
Cnrnipramin
I mi pm min
pH'·
5.1
Akute Toxi/ität
Die Festverbindung wurde intravenös (i. v.), intraperi=
toneal (i. p.), subkutan (s. c.) und oral (p. o.) Mäusen vom dd-Stamm, die ein Gewicht von 20 bis 25 g hatten, und
Wistar-Ratten, die 100 bis 130 g wogen, verabfolgt.
Die LDw und die Fiducialgrenze (p = 0,05) wurden aus
der Letalität in 7 Tagen nach der Litchfield-Wilcoxon-Melhode berechnet (|. Pharmacol, and Exp. Therap. 96.
99,1949).
Müusc i.v. i.p. p.o.
Rauen i.p.
S.u.
p.o.
Y-4153
18(16,2-20,0) 87(65,0-116,5)
>2000
125(92-170)
>2000 6800(4860-9500)
Y-4810
110(81,7-141,6) >2000 Carpipramin
16(14.5 17,6)
IJO(IOO-185)
>2000
76(64-91)
>2000
1025(814-1282)
Die Testverbindungen wurden Wistar-Ratten, die 13 mg/kg
etwa 150 g wogen, verabfolgt. Ein konditionierter·) Reiz wurde viermal für 90 Sekunden jeweils 1,2,3 und
Stunden später zur Einwirkung gebracht Die ED50 Wurde aus der mittleren Hemmungsrate berechnet.
Dosis1)
(oral)
*) Konditionierter Reiz: Hupe
Dosis,
in g/kg
Y-4153
Carpipramin
Chlorpromazin
Imipramin
26
70
29
70
29
Ii
40
>40
100
2,8
4,6 >40
Y-4153 zeigte nur etwa V10 der dekonditionierenden j-,
Wirkung von Chlorpromazin (N-(3-DimethyIaminopro- |iyl)-3-chlorphenothiazinhydrochlorid).
Y-4153
Carpipramin
Chlorpromazin
20 40
Dosis1)
mg/kg
!oral)
Y-4153 Carpi- Chlor- Imipramin pramin promazin
5/10 1/10
10/10
10/10
EDM, rng/kg 40
10/10
10/10
10/10
0/10
et· 5
Imipramin
10/10
40
40
) Die Testverbindungen wurden 60 Minuten vor der Anwendung von Apomorphin (1,25 mg/kg, i.v.) veraLfolgt. Die
EDs0 wurde aus der durchschnittlichen Hemmung des AuI-trettiis des NageefTektes berechnet, der 5 Minuten b/w
20 Minuten nach der oralen Verabfolgung von Apomorphin an Gruppen von je 5 männlichen Ratten vom Wistar-Stamm
von je etwa 200 g beobachtet wurde.
Y-4153 sowie Carpipramin und Imipramin zeigten keine Antiapomorphinwirkung bei Ratten.
Einfluß auf die Pressoreffekte
Verwendete Amine:
Noradrenalin (N.A.), Adrenalin (Ad.), Acetylcholin
(Ach.) und Histamin (His.).
Der Einfluß der Testverbindungen auf die Pressoreffekte von Aminen wurde 15 Minuten nach der
Verabfolgung von 5 mg Testverbindungen pro kg an 8 Kaninchen, die 3 bis 4 kg wogen, untersucht Die
Ergebnisse sind nachstehend als negativer prozentualer Wert der Veränderung des Pressors im Vergleich zu den
Werten bei den Kaninchen vor der Verabfolgung ausgedrückt.
Y-4153 Carpipramin
Zahl der Tiere
Änderung, %
NA
Ad
75,6 69,8 -86.0
- 57.0*)
Ach
- 11.0
- 10,3
llis
-22
- 25«)
*) Die hemmende Wirkung wurde nur in einem Tail beobachtet. Bei den beiden anderen Fällen
wurde eine leicht gesteigerte Wirkung beobachtet.
**) Die hemmende Wirkung wurde nur in /wei Fällen festgestellt Bei einem anderen Fall zeigte
sich eine gesteigerte Wirkung.
6 männlichen Hunden wurde Apomorphin in einer Dosis von 0,1 mg/kg subkutan zur vorläufigen Prüfung
der Dauer und Häuf:pkeit des Brechens gegeben. Jedem
Tier wurden alle Testverbindungen nach der Überkrecz- Methode mit einem 6tägigen Intervall daz-.vi
sehen gegeben. 2 Stunden nach der oralen Verabrei-
chung der Testverbindung in Kapselform wurde
Apomorphin injiziert und das Auftreten von Brechen für etwa 2 Stunden geprüft. Die Testverbindungen
wurden in 4—5 Dosierungen in einem geometrischen Verhältnis von 1,5 aufgeteilt und die Dosis der zweiten
und der folgenden Verabreichungen wurde nach dem Ergebnis der vorhergehenden Verabreichung bemessen.
Etwa 6 Wochen später wurden in 12 Fällen mit jeder Testverbindung Ergebnisse erhalten und die ED50-Werte der Testverbindungen und ihre 95%ige Confidenzgrenze wurden nach der Auf- und Ab-Methode
(up-and-down-method) berechnet
Y-4153 1,3
Y-4810 1,1
Die Verbindungen Y-4153 und Y-4810 zeigten eine 4fach stärkere Apomorphinwirkung als das Carpipramin.
B) 25-mg-Tablette
Y-4153
Stärke
Lactose
Talkum
Camaubawachs
insgesamt
") Modifizier·.? Methylcellulose, die hauptsächlich methyliert
und an zwei von drei Hydroxylgruppen der Glucoseeinheit teilweise hydroxypropyliert ist.
29,2582 mg (entsprechend 25 mg Base) 10,0000 mg 20,6318 mg
52,0000 mg 2,1100 mg 1,0000 mg 0,2100 mg
2,5000 mg 19,0000 mg 19,0000 mg 44,2680 mg 0,0020 mg 0.0200 mg
200,0000 mg
Die Verbindungen gemäß der Erfindung haben somit in gewissem Umfange die Wirkung von Carpipramin
und Imipramin, jedoch zeigen sie eine spezifische Wirkung, die bei diesen beiden Verbindungen nicht
beobachtet wird.
Die Verbindung (I) gemäß der Erfindung und ihre pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze
können unbedenklich als solche oder in Form von pharmazeutischen Zubereitungen in Mischung mit
einem geeigneten üblichen Träger oder Hilfsstoff als
psychotrope Mittel oral ohne Nachteile für den Empfänger verabfolgt werden. Als pharmazeutische
Zubereitungen kommen Tabletten, Granulat, Pulver, Kapseln usw. für die orale Verabfolgung in Frage.
Die Wahl des Trägers hängt von der bevorzugten Darreichungsform, der Löslichkeit der Verbindungen
und der örtlichen pharmazeutischen Praxis ab. Nachstehend werden Beispiele für die Zusammensetzung von
pharmazeutischen Präparaten gegeben, die eine Verbindung gemäß der Erfindung enthalten.
| A) 25-mg-Kapsel | 29,2582 mg |
| Y-4153 | (entsprechend |
| 25 mg der Base) | |
| 10534!« mg | |
| Lactose | 0,4000 mg |
| Methylcellulose*) | |
| Carboxymethylcellulose | 33000 mg |
| (freie Säure) | 1,5000 mg |
| Magnesiumstearat | 140,0000 mg |
j> Die übliche Tagesdosis der Verbindung (I) oder ihrer
Salze liegt im Bereich von etwa 50 bis 700 mg, insbesondere atwa 75 bis 300 mg beim Erwachsenen. Im
Falle von Kapseln oder Tabletten, die je 25 mg der Verbindung (I) oder eines ihrer Salze enthalten, werden
so somit 3 bis 12 Kapseln bxw. Tabletten pro Tag gegeben.
*) Methylcellulose, die an etwa zwei von drei Hydroxylgruppen in der Clucoseeinheit methyliert ist;
Ein Gemisch von 5 g S-Chlor-S-p-chlorpropylJ-lO.1I-dihydro-5H-dibenz(b,f)azepin, 5,0 g 4-Carbamoyl-4-piperidinopiperidin und 50 ml Dimethylformamid wird
Stunden bei 100°C gehalten. Das Lösungsmittel wird abdestilliert. Nach Zugabe von 2%iger Natriumcarbonatlösung zum Kolben wird dieser gerieben, wobei ein
Halbfeststoff gebildet wird, der in .50 ml Isopropanol gelöst wird. Eine Lösung von 5 g Maleinsäure in 50 mg
Isopropanol wird zugesetzt und die gebildete Fällung abfiltriert und aus Isopropanol umkristallisiert Hierbei
4> werden 5,6 g kristallines 3-Chlor-5(3-(4-carbamoyl-4-
piperidino-piperidino)propyl)-10,11 -dihydro-SH-dibenz(b,f)azepin-dihydrogenmaleat mit */i Molekül Kristallwasser erhalten. Schmelzpunkt 181 — 183° C.
Auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise wird das folgende Dibenzazepinderivat hergestellt:
3-Methyl-5-(3-(4-carbamoyI-4-piperidinopiperidino)-propyl)-10,11 -dihydro-SH-dibenz(b,f)azepin-dihydrochioridmonohydrat,
Schmelzpunkt 260-2630C.
Claims (1)
1
2
I R
CII.CH.CILN
IV (I)
■ Λ /
M
atom oder den Rest
' ! ' Il 11
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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