DE1905104C - Kontinuierlich arbeitende Misch- und Reaktionsschneckenmaschine - Google Patents
Kontinuierlich arbeitende Misch- und ReaktionsschneckenmaschineInfo
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Description
ι 2
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine GemälJ einer besonderen Ausführungsform der
kontinuierlich arbeitende Misch- und Reaktions- Ei findung ist der Schneckenkern der Misch- und
ichneekenmaschine zur Verarbeitung flüssiger, fester Reaktionsschneckenmaschine als Verlängerunp-
lind gasförmiger Komponenten mit einem liegenden stumpf des Kerns der Extruderschnecke ausgebildet,
ein- oder mehrzylindrischen Gehäuse, in welchem 5 Diese Ausführungsform ist konstruktiv besonders
koaxial eine bzw. mehrere nebeneinanderliegende günstig. Alternativ hierzu ist die Schneckenwelle
und ineinandergreifende Schnecken drehbar angeord- der Misch- und Reaktionsschneckenmaschine als
net sind, wobei Schneckenwendel und Schneckenkem Verlängerung des Schneckensteges der Extruüer-
voneinander getrennt und unabhängig voneinander schnecke ausgebildet. Als weitere äquivalente Lösung
«ntreibbar sind, nach Patent 1 200 788. io sieht die Erfindung vor, daß die Misch- und Reak-
Zweck der Erfindung ist insbesondere das Plasti- tionsschneckenmasichine als selbständiges, an das Ex-
fizieren von Kunstsioffmassen und deren Verspritzen trudergehäuse anschraubbareä Bauteil ausgebildet ist.
iu Formkörpern, Strangprofilen, Folien od. dgl. Die vorliegende: Erfindung sieht außerdem vor-
Bei Extrudern besteht das Problem, daß die plasti- zugsweise vor, daß der Sdineckenkem ein Förderge-
fizierte Kunststoffmasse sehr gut homogenisiert wer- 15 winde aufweist, um ein Extrudieren gegen höheren
den muß und gegebenenfalls damit zu vermischende Druck zu ermöglichen. Weiterhin schlägt die Erfin-
weitere Komponenten, z. B. Farbstoffe, Treibmittel, dung vor, den Schneckenkern mit einem Rückförder-
Weichmacher od. dgl. u der Kunststoffmasse mög- gewinde zu versehen, um eine bessere Durchmischung
liehst homogen zu verteilen sind. zu erhalten.
Hierzu sind bereits die verschiedensten Lösungen so An Hand einer Zeichnung ist nun die erfindungsbekannt.
So ist es zum Erzielen einer ausreichenden gemäß vorgeschlagene Maschine rein schematisch in
Homogenität bei verschiedenen Kunststoffmassen drei Ausführungsbeispielen im Längsschnitt dargebisher
erforderlich gewesen, die Zusätze in einem be- stellt, und zwar zeigen
sonderen Arbeitsgang in einer weiteren Maschine in F i g. 1 bis 3 die verschiedenen Ausführungsbei-
die Kunststoffmasse einzubringen, bevor die endgül- -5 spiele und
tige Verarbeitung stattfinden konnte. Andererseits Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie A-A in Fig. 3.
hat man auch versucht, derartige Homogenisierungs- Im Extrudergehäuse 10' läuft gemäß Fig. 1 eine
Vorgänge durch eine er "sprechend lange Schnecke Exlruderschnecke 11', die mittels eines Antriebes 12'
des Extruders mit speziell gestalteter Knetzone zu er- in Rotation versetzt wird. Über eine Aufgabevorrichreichen.
Die Herstellung der Schnecke ist naturgemäß 30 tungl3' wird das aufgegebene Granulat derExtrudertiußerst
schwierig und sehr aufwendig. Unzulässig schnecke 11' zugeführt. Unmittelbar hinter der Exhohe
thermische Belastungen wärmeempfiindlicher truderschnecke 11' schließt eine Misch- und Reak-Zusätze
können nicht immer verhindert werden. tionsschneckenmaschine 14' an, hinter der ein Aus-
Es wurde nun gefunden, daß die Aufgabe einer tritt e angeordnet: ist. Die Misch- und Reaktionsausreichenden
Homogenisierung der Kunststoffmasse 35 Schneckenmaschine 14' weist einen Eintritt c' für
und der eventuell beigefügten Zusätze dadurch lösbar weitere einzubringende Zusätze auf, ολ gleichzeitig
ist, daß der Schneckenkern jeweils vom Verlän- als Entgasungsöffnung dienen kann. Der Schneckengerungsteil
des Kerns einer vorgeschalteten Extruder- kern 3' der Misch- und Reaktionsschneckenmaschine
Schnecke gebildet ist. 14' besteht aus einem als Verlängerungsstumpf aus-
Dadurch wird erreicht, daß unabhängig von der 40 gebildeten Kern der Extrude rschneckt 11' und einer
Drehzahl der Extruderschnecke die Kunststoffmasse davon unabhängig antreibbaren Schneckenwendel 2',
nach dem Austritt aus deren Bereich homogenisiert die von einem Antrieb ά betätigt wird,
werden kann und auch noch durch besondere Zu- In Fig. 2 läuft im Extrudergehäuse 10" eine Exführöffnungen
im Bereich der vom Schneckenkem truderschnecke 11", die von einem Antrieb 12" begetrennten
Schneckenwendel weitere Zusätze in vor- 45 tätigt wird. Über eine Aufgabevorrichtung 13" wird
teilhafter Weise nach dem Plastifiziervorgang züge- das aufgegebene Granulat der Extruderschnecke 11"
geben werden können. Auf diese Weise ist es mög- zugeführt. Unmittelbar hinter der Extruderschnecke
lieh, temperaturempfindliche Zusätze erst nach dem 11" schließt sich eine Misch- und Reaktionsschnek-Plastifizieren
der Kunststoffmasse im Extruder selbst, kenmaschine 14" an. Sie weist einen Eintritt c" für
einzubringen, so daß die eventuell gefährlichen unter- 50 weitere Zusatzmaterialien auf, die gleichzeitig als
schiedlichen Wärmebelastungen in der Plastifizier- Entgasungsöffnung dienen kann Die Misch- und
zone vorteilhaft vermieden werden können. Reaktionsschneckenmaschine 14" besteht aus einer
- Es ist zwar schon eine Schneckenstrangpresse be- Schneckenwendel 2", die als kernlose Verlängerung
kannt, bei der im Bereich der Einzugszone Schnek- des Schneckensteges der Extruderschnecke 11" auskenwendel
und Schneckenkem unabhängig vonein- 55 gebildet ist. Ein davon unabhängig antreibbarer
ander dreh- und antreibbar sind, wobei die Schnek- Schneckenkern 3" wird von einem Antrieb b" bekenwendel vorzugsweise zusammendrückbar ausge- tätigt.
führt ist. Bei dieser vorbekannten Schneckenstrang- In Fig.3 und 4 läuft in einem Extrudergehäuse
presse besteht jedoch die Aufgabe darin, einen besse- 10'" eine Extruderschnecke 11'", die mittels eines
ren Füllungsgrad der Hauptschnecke zu erzielen, 60 Antriebes 12'" in Rotation versetzt wird. Über eine
d. h., es handelt sich um eine Einzugsschnecke, die Aufgabevorrichtung 13'" wird Kunststoffgranulat der
ausschließlich als Beschickungs- und Förderorgan Extruderschnecke 11'" zugeführt. Unmittelbar hinter
dient. der Extruderschnecke 11"' schließt sich eine Misch-
Demgegenüber besteht die Aufgabe bei der vor- und Reaktionsschneckenmaschine 14"' an, hinter der
liegenden Erfindung, wie bereits erwähnt, darin, daß 65 ein Austritt ti" angeordnet ist. Die Misch* und Reakam Ende der Extruderschnecke ein Misch* und tionsschneckenmaschine 14"' ist als abnehmbares
Hoinogenisierungsvorgang, gegebenenfalls unter Ab* Bauteil mittels eines Flansches 15'" an eilten Flansch
lauf eirfci Reaktion, stattfindet. 16'" des Extrudergehäuses 10'" angeschraubt. Der
I 905 iO4
lclinuckcnkern 3'" der Misch- und Reaktionsschnek-
|enmaschinc 14'" wird mittels eines Antriebes b'"
angetrieben und weist auf seiner Oberfläche ein gewohnliches
Fördergewinde 17'" auf, das eine Fördefling des Materials gegen höheren Druck ermöglicht.
Ein Rückfördergewinde 18'" sorgt für eine intensivere
Mischung der Massekomponenten. Die Schnecken-Wendel 2'" ist an einem Zahnrad 19'" befestig;, das
Jn einer Aussparung 20'" des Gehäuses 1'" der Misch- und Reaktionsschneckenmaschine 14"' läuft
Und mit einem Zahnrad 21'" des Antriebes d" Jcämmt. Das Zahnrad 22'" läuft in einer Aussparung
23'".
Es versteht sich, daß bei allen Ausführungsbeispielen die drehenden Teile gegen das Gehäuse mit
geeigneten, iiicht dargestellten Dichtungen versehen
sind.
Claims (1)
1. Kontinuierlich arbeitende Misch- un J Reak- ao tionsschneckenmaschine zur Verarbeitung flüssiger,
fester und gasförmiger Komponenten mit einem liegenden ein- oder mehrzylindrischen Gehäuse,
in welchem koaxial eine bzw. mehrere nebeneinanderliegende und ineinandergreifende
Schnecken drehbar angeordnet sind, wobei Schneckenwendel und Schneckenkern voneinander
getrennt und unabhängig voneinander an- fv 3" 3'") jeweils vom Verliingerungsteil des
Kerns 'einer vorgeschalteten Ex.ruderschnecke
ΠΙ' 11" 1Γ") gebildet ist.
1V Kontinuierlich arbeitende Misch- und Renk· tionsschneckenmaschine nach Anspruch, 1, dadurchienn/eichnet.daß der Schneeanker.^ , al" Verlängerungsstumpf des Kernes der hxlruderschnecke (U") ausgebildet ist.
1V Kontinuierlich arbeitende Misch- und Renk· tionsschneckenmaschine nach Anspruch, 1, dadurchienn/eichnet.daß der Schneeanker.^ , al" Verlängerungsstumpf des Kernes der hxlruderschnecke (U") ausgebildet ist.
3 Kontinuierlich arbe.tende Misch- und Rl1 k
tionsschneckenmaschine nach Anspruch 1, dadTci
gekennzeichnet daß die Schneckenwende,
?2») als Verlängerung des Schneckensteges der
Extruderschnecke (U") ausgeb.ldet ist.
4 Kontinuierlich arbeitende M.sch- und Reak
tionsschneckenmaschine nach Anspruch 1 da-SSS
gekennzeichnet daß sie al?(Se.bstand.ges
an das Extrudergehäuse (H H ) anscnrauD
bares Bauteil ausgebildet ist.
5 Kontinuierlich arbeitende Misch- und Reaktionsschneckenmaschine
nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß der Schneckenkern
(3'") ein Fördergewinde (17"') aufweist.
( 6 Kontinuierlich arbeitende M.sch- und Reaktionsschneckenmaschine
nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der bchneckenkern
(3'") ein Rückfördergewinde (18 ) autweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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