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DE1904633B - Flüssigkeit zum Verfestigen unkonsoh dierter, sandhaltiger Formationen - Google Patents

Flüssigkeit zum Verfestigen unkonsoh dierter, sandhaltiger Formationen

Info

Publication number
DE1904633B
DE1904633B DE1904633B DE 1904633 B DE1904633 B DE 1904633B DE 1904633 B DE1904633 B DE 1904633B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cement
sand
liquid
oil
formation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Bobby Gene Payton Joy Truman Houston Tex Harnsbarger (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Texaco Development Corp
Original Assignee
Texaco Development Corp

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Description

Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeit zum Vcr- festigen unkonsolidierter. s.indhaltiger Formationen, die eine duchlässigc Zementbarriere zwischen der Formation und einem Bohrloch bildet und welche eine Suspension aus Zement, Sand, einem Kohlen· wasserstoff und einem wäßrigen Trägermedium enthält.
Bekanntermaßen gestaltet sich die Gewinnung von Erdgas und/oder Erdöl aus unterirdischen Formationen in den Bereichen schwierig, in denen diese Formationen sandhnltig sind, da in diesen Fällen während der Ausbeutung Sand mit in Richtung zum Bohrloch geschleppt wird, der nicht nur die Förderstrecken zusetzt, sondern auch die Arbeitsweise der Fördermittel beeinträchtigt, indem er beispielsweise in Pumpen und Rohrleitungen zu einem erhöhten Verschleiß führt.
Man hat versucht, diese Nachteile durch Verwendung von Sandsieben, Filtern, gelochten Produktionsrohren u. dgl. zu beseitigen, jedoch ohne großen Erfolg.
Es ist ferner bekannt, in solche Sandformationen polymerisierende Harze einzuspritzen, die bei der nacnfolgenden Polymerisation durch einen Katalysator eine Verfestigung der Sandformation bewirken, um dadurch innerhalb der Formation gas- bzw. öldurchlässige Barrieren zu schaffen, die die Sandteilchen zurückhalten. Diese Technik der Sandverfestigung konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da die Polymerisation der harzartigen Materialien und die angleiche Verteilung des Harzes vor der Polymerisation keine Verfestigung mit sich bringen, ohne die Durchstr.'jmung der Förderflüssigkeiten bzw. -gase in unerwünschter Weise zu behindern.
Es ist ferner bekanntgeworden, eine Zusammensetzung aus Sand, Zement und einem Stabilisator in Wasser als Trägerflüssigkeit als Konsolidierung·;-gemisch zu verwenden, wobei die Sandkomponente sich aus Teilchen mit einer Korngröße von etwa 0.06 bis 0,13 mm zusammensetzt. Diese Konsolidierungsmischung hat jedoch eine zu geringe Durchlässigkeit.
Ferner ist eine Zementierungsverbinoung für Bohrlöcher bekannt, die aus einem wäßrigen Zementbrei, einem flüssigen Kohlenwasserstoff, einem Emulgator und Wasser besteht und sich durch hohe Zugfestigkeit und geringe Wasserdurchlässigkeit auszeichnet. Diese Verbindung bildet jedoch für die zu fördernden Fl üssigkeiten bzw. Gase eine undurchlässige Barriere und ist deshalb für den obigen Verwendungszweck nicht geeignet.
Des weiteren ist auch ein undurchlässiger Zement bekannt, bestehend aus einem hydraulischen Zement, einer Wasser-in-Öl-Emulsion. einem Emulgator und feingemahlenem Quarz. Die Korngröße des Quarzes liegt bei 0,13 mm, wodurch die Barriere undurchlässig gemacht wird.
Schließlich ist auch bereits eine Verfestigungsflüssigkeit für unkonsolidierte Sandformationen vorgeschlagen worden, die sich aus drei bis zwölf Teilen Sand von 0,177 bis 2 mm Korngröße und 0,7 bis 0,95 Teilen Wasser auf 1 Teil Zement zusammenstizt, wobei 0,06 bis 0,6 kp Mörtel pro Liter Öl eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, daß die Suspension gebildet ist aus einem Gemisch des Zements und, bezogen auf 1 Gewichtsteil Zement, 3 bis 12 Teilen Sand von 1,41 bis 0.177 mm mittlerer Korngröße. 0.01 bis etwa 0,10 Gewichtsteilen eines lipophilen Benetzungsmittels und 0.40 bis 0,80 Gewichtsteilen des Kohlenwasserstofföls sowie aus dem wäßrigen Trägcrmedium, und 0.5 bis 2.5 kg des Gemisches in 3,78 1 Trägermedium suspendiert sind.
Die erfindungsgemäße Verfestigungsflüssigkeit bildet also eine Behandlungsmischung, die im wesentlichen aus einem mit Kohlenwasserstofföl angefeuchteten Sand und einer Zementaufschlämmiing besteht, die in einem wäßrigen Trägcrmedium dispergicrt oder suspendiert ist, wobei die einzelnen Bestandteile der Behandlungsmischung in einer Menge verwendet werden, die ausreicht, um die Formation zu stabilisieren und dann die eingeführte Aufschlämmung mit einer wäßrigen Lösung aus einem hydrophilen Benetzungsmittel in Berührung zu bringen. Durch dieses Benetzungsmittel wird die Olschicht die die Sandteilchen und Zement-
teilchen der Aufschlämmung umgibt, durchdrungen und ein Abbinden des Zementes bewirkt. Dadurch uird die Verfestigiingszeit gegenüber derjenigen, die die vorgeschlagene Verfestigungsflüssigkeit der oben erläuterten Art verlangt, erheblich vermindert, so daß der Förderbetrieb nach dem Einpressen der Verfestigungsflüssigkeit zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen werden kann. Die auf diese Weise hergestellte Zementbarriere ist für die zu fördernden Medien durchlässig, hält aber andererseits unverfestigte Sandteilchen zurück, so daß die Ströinungswege des Fördermediums zwischen dem Bohrloch und der Barriere nicht von Sandteilchen verstopft werden können und auch die Fördermittel keinem zu starken Verschleiß durch mitgeschleppte Sandteilchen unterworfen werden. Dies geschieht, ohne daß die Strömung der zu !ordernden Flüsigkeiten oder Gase durch die Barriere wesentlich behindert wird.
Gemäß einer Ausbildung des Erfindungsvorschlags läßt sich als lipophiles Benetzungsmittel eine wasserunlösliche oleophile, nichtionische Flüssigkeit mit fiohem Molekulargewicht verwenden. Diese Flüssigkeit kann ein aliphatisch« Amir, ein aliphatischer Alkohol, eine aliphatische Säure, ein aliphatisches Amid oder ein aliphatisches Glyzerit mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, ein Alkylphenol mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, ein Alkylnaphthol mit 10 bis 18 KohlenstoffatOi.icn, Schmalz, Lanolin, Baumwollsamenöl oder Mischungen von dieon Materialien sein.
Die Verfahrensweise bei der Einbringung der Verfestigungsflüssigkeit in die sandl· .Itige Formation kann, gemäß einem weiteren Erlindungsvorschlag. so jiewählt werden, daß nach der Zementsuspension eine Flüssigkeit aus einer >väßrigen Lösung eines hydrophilen oberflächenaktiven Mittels in die Formation jiclcitct wird. Es ist zwar bekannt, zwei wäßrige chemische Lösungen zum Venestigen einer Formation nacheinander über ein Bohrloch einzubringen, welche «lurch Vermischung zu einer Ausfällung und damit Stabilisierung der Formation führen, hierbei wird jedoch kein oberflächenaktives Mittel eingebracht, das »lie mit der Zementsuspension angestrebte Wirkung beschleunigen soll, indem es die die Sand- und Zementlcilchen umgebende Ölschicht durchdringt und dadurch tlas Abbinden des Zementes beschleunigt.
Bei der Durchführung des hier beschriebenen Verfahrens wird die durchlässige Aufschlämmung, die in einem wäßrigen Trägermedium suspendiert ist. unter iiusrcichendcm Drutk in dar, Bohrloch hineingepumpt. lim die mit Kohlenwasserstofföl angefeuchtete Sandi^cincnt-Aufschlämmung gegen und in die nicht-Vcrfestigte Formation zu (reiben, die sich direkt oder In der Nähe des Bohrloches befindet. Wenn die durchlässige Zcmcntnufsclilümmung gegen und neben der tu verfestigenden Formation angeordnet ist. wird sie mit der wäUrigen Lösung eines hydrophilen oberflächenaktiven Mittels oder Benetzungsmittels in Kontakt gebracht, die die ölschicht um die Sand-Zement-Teilchen verdrängt und diese Teilchen mit Wasser befeuchtet. Der Zementbestandteil der Aufschlämmung bindet dann ab und wird hart. Nach dem Hartwerden des Zements kann das Bohrloch für die Produktion ausgerüstet werden, und die Formationsflüssigkeiten können gewonnen werden, indem sie durch die gebildeten durchlässigen Zementsperrschichten in das Bohrloch geführt werden. Die aus dem Bohrloch gewonnenen Formationsflüssigkeiten sind nicht durch unverfestigte Sandteilchen verunreinigt.
Das neuartige Verfahren ist für jede beliebige Art der Bohrlochfertigstellung geeignet, wird aber im allgemeinen bei Bohrungen verwendet, in die ein Futterrohr eingebaut worden ist, das in den gewünschten Abständen, in denen die unverfestigten Sande der Formation liegen, mit Perforationen versahen ist. Vorher können oberhalb und unterhalb der perforierten Abschnitte Stopfbüchsenpackungen eingebaut werden, um zu verhindern, daß der durchlässige
ίο Zementbrei bzw. die durchlässige Zementaufschlämmung in die nichtisolierten Teile der Bohrung fließt. Dadurch wird der Aufbau ausreichender Drücke über der Zementaufschlämmung ermöglicht, so daß diese durch die perforierten Abschnitte hindurch gegen die Formation gepreßt wird, ohne das Bohrloch zu verstopfen. Nachdem die Zementaufschlämmung durch die Futterrohrperforation und gegen die Formation gedruckt worden ist, und nachdem sie mit der wäßrigen Lösung des hydrophilen Oberflächenaktivmittels in Kontakt gebracht worden 'St, wird die Bohrung geschlossen, damit der Zement abbinden kann und für den in der Formation befindlichen unverfestigten Sand eine durchlässige Zementbarriere geschaffen wird.
Die Zusammensetzung der für das neuartige Veras fahren geeigneten Zementaufschlämmung muß gewisse Bedingungen erfüllen. Die Sandkomponente sollte im allgemeinen in einem breiten Korngrößenbereich von 1,41 bis 0,177 mm, d. h. zwischen 1.41 bis 0.844, 0,84 bis 0,42, 0,42 bis 0,25 mm liegen oder dazwischcnliegende Korngrößen aufweisen, damit möglichst wirksame, verhältnismäßig stark durchlässige Zementbarrieren gebildet werden. Dazu kommt, daß das Verhältnis von Sandkomponente zu Zementkomponente vor der Suspendierung der Sand-Zemenf-Aufschlämmung in dem Kohlenwasserstofffrägeröl etwa 3 bis 12 Gewichtsteile Sand pro Gewichtsteil Zement betragen soll. Es hat sich herausgestellt, daß ein Fraktioniersand, das ist ein Sand, der gewöhnlich bei Fraktionierungsvorgängen verwendet wird und eine Korngröße zwischen 0,84 und 0,42 mm besitzt, für den hier beschriebenen Zementbrei bzw. die Zementaufschlämmung geeignet ist. Vorzugsweise wird ein glasierter Sand verwendet, bei dem die größeren Körner im Durchmesser nicht mehr als etwa zweimal so groß sind wie die kleineren Körner, d. h. also zwischen 1,41 bis 0,84, 0.84 bis 0.42. 0,42 bis 0.25 mm usw. liegen.
Im allgemeinen wird ein Sand verwendet, der durch Siobe mit einer Sieböffnung von 0,48 bis 0,42 mm hindurchgeht, weil er leicht erhältlich ist und für die Stabilisierung der meisten Formationen geeignet ist. Dazu kommt, daß dieser Sand vorzeitige Brückenbildung zu verhindern scheint, deren Auftreten bei feineren Sandcn wahrscheinlicher ist. Sandteilchen, die gröber sind als 1.41 mm und feiner als etwa 0,177 mm sind für die hier vorgesehene Zusammensetzung ungeeignet. Die gröberen Teilchen liefern keine zufriedenstellenden Ergebnisse, weil die sich ergebende, abgebundene Zementbarriere eine zu große Durchlässigkeit aufweist, so daß feine, nicht verfestigte Sandteilchen nicht am Durchströmen der Barriere gehindert werden können, wenn die Bohrung in Betrieb genommen wird. Die feineren Sandteilchen der Zementaufschlämmung, d. h. also Sandteilchen, deren Korngröße geringer ist als 0,177 mm, sind gleichfalls ungeeignet, weil der abgeb'indene Zement dann eine zu geringe Durchlässigkeit aufweist, so daß die gewünschte Durchströmung der zu fördernden Formationsflüssigkeit nicht statt finden kann,
5 6
Die Zementkomponente der hier beschriebenen Zu- Baumwollsumenöl und Fettsäureglyceride, Amide wie sammensetzung sollte im trockenen Gemisch in einem C12- bis Cia-Fettsäureamide und Mischungen dieser Gewichtsverhältnis von etwa 1 Teil Zement zu etwa Ölbefeuchtungsmittel.
3 bis 12 Teilen Sand enthalten sein. Für die Zement- Das Ölbefeuchtungsmittel wird in einer Menge von
komponente läßt sich irgendein Zement verwenden, 5 etwa 0,01 bis 0,1 Uewichtsteilen pro Gewiduste·' der normalerweise bei der Auszementierung von Erdöl- Zement der in der Aufschlämmung verwendeten Zebohrunge.i benutzt wird, und auch ein Mörtel aus mentteilchen eingesetzt. Das wäßrige Trägermedium, Paris-Zement. Vorzugsweise wird für die Zement- das den suspendierten, mit Öl befeuchteten Sand und komponente ein leichter Portland-Zement verwendet, die Zementfestteilchen enthält, wird gegebenenfalls in der eine Dichte von etwa 950 kp/m3 besitzt und lol- io ein Bohrloch hineingepumpt und in einer Menge von gende Zusammensetzung aufweist: 38,3% Silizium- etwa 0,11 bis 0,44 ma pro Minute in die Formation dioxid, 13,0 7o Aluminiumoxid, 5,2 u/0 Eisenoxid, gefördert. Es hat sich herausgestellt, daß die besten 35,7Ü/O Kalziumoxid, 1,6% Magnesiumoxid, 2,4u/0 Ergebnisse mit diesen Fördermenge erhalten werden Schwefeltrioxid mit einem Verlust beim Entzünden Die Aufschlämmung kann in dem wäßrigen Träge,-von annähernd 3,3%. Dieser besonders leichte Port- 15 medium in einer Menge von 0,5 bis 2,5 kp je 3,78 I land-Zement hat sich für die Zusammensetzung der Trägermedium suspendiert werden, hier beschriebenen Behandlungsmischung besonders Eine wäßrige, oberflächenaktive Lösung wird mit
geeignet erwiesen, weil die aus diesem Zement be- den vor Ort gebrachten, πίλ Öl befeuchteten Sandstehenden permeablen Zemente sehr nabil sind, so Zementteilchen in Berührung georacht, um das Öl zu daß sie durch sich bildende Laugen, die Natrium- 20 verdrängen und ein Abbinden bzw. ein Härten des chlorid oder Natriumsulpliat enthalten, nicht ange- Zementes einzuleiten. Das dazu verwendete obergrifl'en werden. Andere Zemente für Ölbohrungen sind flächenaktive Mittel muß ein wasserlösliches Material nicht so beständig, um von sich bildenden Laugen oder sein, um die Öl-Sand-Zement-Zwischenflächen zu Schwefeliösungen nicht angegriffen zu werden, und durchdringen und die Zementteilchen mit Wasser zu sind deshalb tür die Zementverbindung der hier be- 25 befeuchten und das Öl von ihnen zu entfernen. Für schriebeneri Art weniger brauchbar. Diese anderen das hier beschriebene Verfah-en vorteilhafte ober-Zemente scheinen einen Teil ihrer Druckfestigkeit zu flächenaktive Mittel sind beispielsweise anionische, verlieren und zu erodieren, wenn sie mit Natrium- kationische und nichtionische Materialien wie Alkyl-, chloridlösungen und Natriumsulphatlösiingen in Kon- Aryl- oder Alkyarylsulphate und -sulphonate, sulphutakt kommen. Im Gegensatz dazu sind die Zemente 30 rierte und sulphonierte alkyloxierte Amide, Ester, nach der vorliegenden Erfindung gegen Erosion durch Äther, Hydrocarylaminsalze, Ester oder Ätherester Natriumchlorid- oder Natriumsulphatlösungen sehr von natürlichen Fetten und Ölen oder Alkylphenole, beständig und verlieren ihre Festigkeit auch dann Die oberflächenaktiven Mittel können bespielsweisc nicht, wenn sie diesen Lösungen sehr lange ausgesetzt auch sein: Polyoxyäthylensorbitan-Monolaurat, PoIywcrden. 35 oxyäthylensorbitan-Monopalmitat und Polyoxyäthy-
Die Kohlenwasserstoffölkomponente der Auf- lensorbitan-Monooleat, oxylalkyliertes Amylphcnol, schlämmung sollte in einer Menge von etwa 0,4 bis Alcarylpolyätheralkohole und Polyoxyäthylenäther. ctv\a 0,8 Gewichtsteilcn je Gewichtstell Zement und Ein bevorzugtes oberflächenaktives Mittel ist ein vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,5 bis 0,6 Ge- expoxyliertes Nonylphenol, das etwa 9,5 Mol Äthylenwichtsteilen je Gewichtsteil Zement verwendet werden. 40 oxyd enthält. Die Verwendung der oben angegebenen Mengen an Be' Diel I
Öl ist ausreichend, um die Zementkomponcnte und die
Sandkomponente der Aufschlämmung zu befeuchten Eine Mischung aus 700 g eines Fraktioniersandes,
und gleichzeitig einen ÖILberschuß zu vermeiden, der der eine Korngröße von 0,84 bis 0,42 mm besitzt, und cvcrtucll sich in den nichtvcrfcstigtcn unterirdischen 45 140 g eines hydraulischen Zements wurden durch Formationen nachteilig auswirken könnte, wenn die gründliches Vermischen des Sandes und des Zementes Aufschlämmung dort eingebracht wird. hergestellt. Unter Rühren wurden der Mischung 100 ml
Geeignete Kohlenwasserstofföle sind beispielsweise einer Kerosin-Fraktion zugegeben, die 10 Volum-Kcrosinfraktione.11 und Dicsclölfraktionen eines Pe- nrozent Dodecylamin enthielt. Die so hergestellte, Irolcumrohols. 50 gerührte Mischung aus mit Öl befeuchteten Festteil-
Liiic notwendige Komponente der Petrolcumölfrak- chcn wurde in etwa 2500 ml Wasser suspendiert. Die tion gemäß der hier vorgeschlagenen Zusammen- Suspension der mit Öl befeuchteten Festtcile in einem lct/img ist cm olhcnet/endes, wasserabstoßendes wäßrigen Tiägermcdium wurde bei einem Druck von Mittel, d. h. ein wasserunlösliches, clcophiles, nicht- 0,6 bis 48 kp/cm2 in eine Tcstzcllc gepumpt, die einen tonisches Material mi! einem relativ hohen Molekular- 55 Durchmesser von 7,6 cm und eine Länge von 15.2 cm gewicht, das es der Petrolcumfraktion ermöglicht, die besaß. Die Zelle war mit zusammengepackten Sand-Oberflächen der Sand- und Zementteilchen in der teilchen einer Korngröße von 0,210 bis 0,044 mm öligen Aufschlämmung mit Öl zu benetzen. Das Öl- etwa halb gefüllt. Die mit Öl befeuchtete Sand-Zementbcfcuchtungsmittd muß eine oleophile Gruppe und Mischung wurde aus dem wäßrigen Trägermedium eine polare Gruppe enthalten, damit es vorzugsweise 60 herausgefiltert. Anschließend wurde der Sand mit auf oder an den OJ-und Sand-Zement-Zwischenfiächen 500 ml einer wäßrigen Lösung behandelt, die 5 ml adsorbiert wird. Für das hier beschriebene Verfahren eines äthoxylierten Nonylphenols enthielt. Dieses ober- j
geeignete ÖlbcfeiichUingsmittel sind beispielsweise flächenaktive Mittel besitzt durchschnittlich 9,5 Äthy- j
hochmolekulare Amine, wie C,o- bis C,8-Hydrocarbyl- lenoxydgrtippen und verdrängt im Wasser das Öl von j
amine, Decyl-, Dodecyl- und Octadecylamine, C11,- bis 65 den Sand-Zemcnt-Teilchcn und hydratisiert den Ze- j
Cts-Fettalkoholc, wie Cerylalkohol und Octadccyl- ment. Ein gehärteter oder abgebundener Zement ent- J
alkohol, C10 bis C18 alkylierte Phenole und Naphthole, stand nach einer Zementierungsperiode von 24 Stunden. j
natürliche Fcttmatcrialicri wie Lanolin, Schmalz, Die Wasserdurchlässiakeit des eehärteten Zement.« \*o i
bei etwa 7 Darcies. Dieser Wert reicht aus, um das Durchströmen von sehr feinen Sandteilchen zu blokkieren. (Ein Darcie ist eine physikalische Einheit für die Porosität von Stoffen und entspricht der Durchlässigkeit eines Stoffes, der von 1 ecm eines Strömungsmittels pro Sekunde in 1 cm* seiner Querschnittsfläche bei einer Viskosität des Strömungsmittels von IcP und einem Druckverlust von 1 atm/cm Stoffdicke durchströmt wird.)
Beispiel II
Es wurden 1400 g eines Fraktioniersandes mit einer Korngröße von 0,84 bis 0,42 mm mit 2500 g eines hydraulischen Zementes vermischt. 300 g der Sand-Zement-Mischung wurden dann mit 22 ecm einer 10°/„igen Lösung von Dodecylamin in einem handelsüblichen Motoröl vermischt, das einen Viskositätsindex von 570 und ein API-spezifisches Gewicht von 24 besaß. Das öl war eine Mischung aus einem raffinierten Destillat auf Paraffinbasis und Restfraktionen und enthielt geringere P/engen an herkömmlichen Schmiermotorölzusätzen wie beispielsweise ein Deter genz, ein Antioxydationsmittel, ein das Fließen passivierendes Mittel u. dgl. Die mit öl befeuchteten Festteile wurden dann in ein großes Gefäß gegeben und mit etwa 21 frischem Wasser bedeckt. Mittels einer
S Pumpe wurde eine Mischung aus mit öl befeuchteten Festteilchen und Wasser in eine 7,6 · 15,2 cm große Zelle eingefüllt, die vorher teilweise mit einem Sand gefüllt worden war, dessen Korngröße 0,2 bis 0,088 mm betrug. Die mit öl befeuchteten Festteilchen wurden
ίο gegen den in der Zelle befindlichen Sand ausgefiltert, während das Wasser durchlief. Nach dem Vollpacken der Zelle mit mit öl befeuchteten Festteilchen wurde das in der Zelle vorhandene Wasser mit 400 ecm einer l°/o'ßen wäßrigen Lösung eines Benetzungs- bzw. Be feuchtungsmittels verdrängt. Die mit dem Benetzungs mittel gesättigte Zelle wurde dann in ein Wasserbad gesetzt, dessen Temperatur 60 bis 710C betrug und über Nacht stehengelassen. Durch Wasserspülung und andere Versuchstests konnte am nächsten Tage fest gestellt werden, daß die in der Zelle befindlichen, mit Öl befeuchteten Materialien in eine feste Masse hoher Durchlässigkeit umgewandelt worden waren und eine Druckfestigkeit von etwa 84 kp/cma besaßen.
IP9 585/106

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Flüssigkeit zum Verfestigen unkonsolidierter, sandhaltiger Formationen, die eine durchlässige Zementbarriere zwischen der Formation und einem Bohrloch bildet und welche eine Suspension aus Zement, Sand, einem Kohlenwasserstofföl und einem wäßrigen Trägermedium enthält, d adurch gekennzeichnet, daß die Suspension gebildet ist aus einem Gemisch des Zements und, bezogen auf einen Gewichtsteil Zement, 3 bis 12 Teilen Sand von 1,41 bis 0,177 mm mittlerer Korngröße, 0,01 bis etwa 0,10 Gewichtsteilen eines lipophilen Benetzungsmittels und 0,40 bis 0,80 Gewichtsteilen des Kohlenwasserstofföls sowie aus dem wäßrigen Trägermedium, und 0,5 bis 2,5 kg des Gemisches in 3,78 1 Trägcrmedium suspendiert sind.
2. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das lipophile Benetzungsmittel eine wasserunlösliche, oleophile, nichtionische Flüssigkeit mit hohem Molekulargewicht ist.
3. Flüssigkeit nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das lipophile Benetzungsmittel ein aliphatisches Amin, ein aliphatischer Alkohol, eine aliphatische Säure, ein aliphatisches Amid oder ein aliphatisches Glycerid mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, ein Alkylphenol mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, ein Alkylnaphthol mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Sc!u..alz, Lanolin, Baumwollsamenöl oder Mischungen von diesen Materialien ist.
4. Flüssigkeit nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das lipophile Benetzungsmittel ein Hydrocarbylamin mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen ist.
5. Flüssigkeit nach den Ansprüchen 1 bis 4, dad;irrh gekennzeichnet, daß das lipophile Benetzungsmittel Dodecylamin ist.
6. Verfahren zum Verfestigen unkonsolidierter Formationen, bei welchem eine Zement enthaltende wäßrige Suspension gemäß Anspruch 1 in die Formation eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Zementsuspcnsion eine Flüssigkeit aus einer wäßrigen Lösung eines hydrophilcn oberflächenaktiven Mittels in die Formation geleitet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Zement enthaltende wäßrige Suspension unter Druck in die Formation eingepreßt wird.

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