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DE1901993A1 - Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten

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DE1901993A1
DE1901993A1 DE19691901993 DE1901993A DE1901993A1 DE 1901993 A1 DE1901993 A1 DE 1901993A1 DE 19691901993 DE19691901993 DE 19691901993 DE 1901993 A DE1901993 A DE 1901993A DE 1901993 A1 DE1901993 A1 DE 1901993A1
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DE
Germany
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mixture
diamines
primary
polyisocyanates
reaction
Prior art date
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Application number
DE19691901993
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English (en)
Inventor
Dr Herwig Hoffmann
Pistor Dr Hans Joachim
Dr Hans-Ingo Joschek
Dr Gotthilf Wenner
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Priority to FR7001353A priority patent/FR2028448A1/fr
Priority to BE744475D priority patent/BE744475A/xx
Priority to GB202070A priority patent/GB1287192A/en
Priority to JP45003935A priority patent/JPS5138713B1/ja
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C263/00Preparation of derivatives of isocyanic acid
    • C07C263/10Preparation of derivatives of isocyanic acid by reaction of amines with carbonyl halides, e.g. with phosgene

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG -i ηrH α no
Unser Zeichen: 0.Z; 25 968 Ste/Hi
6700 Ludwigshafen, \%. 1. I969
Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten von durch Kondensation von Formaldehyd und Anilin erhaltenen Di- und Polyaminen.
In der Technik besteht in zunehmendem Maße Bedarf für möglichst reines 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und ein Gemisch von Di- und Polyisocyanaten der bei der Kondensation von Anilin und Formaldehyd erhaltenen primären Di- und Polyamine. Dabei handelt es sich bei den Diisocyanaten im wesentlichen um das 4,4'-, 2,4'- und 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat, während es sich bei den Polyisocyanaten um die Isocyanate von höheren Kondensationsprodukten das Formaldehyds und Anilins, z. B. Triaminen oder Tetraminen, handelt. Beispielsweise ist unter Triamin das Kondensationsprodukt von 3 Molekülen Anilin und 2 Molekülen Formaldehyd zu verstehen.
Während das für die Herstellung eines Gemisches von Di- und Polyisocyanaten erforderliche Gemisch aus Di- und Polyaminen verhältnismäßig einfach durch Kondensation von Anilin mit Formaldehyd in Gegenwart von katalytischen Mengen Salzsäure erhalten werden kann, müssen bei der Herstellung von möglichst reinem 4,4'-Diaminodiphenylmethan aus Anilin und Formaldehyd ein Anilin-Überschußund stöchiometrische Salzsäuremengen angewendet werden. Bei der Anwendung stöchiometrischer Salzsäuremengen fallen jedoch bei der Neutralisation sehr große Salzmengen an, deren Beseitigung große Schwierigkeiten bereitet.
Aus der französischen Patentschrift 1 487 546 ist es bekannt, zunächst durch Kondensation von Anilin und Formaldehyd ein Gemisch von primären Di- und Polyaminen herzustellen, das erhaltehe Gemisch durch Phosgenierung in ein Gemisch aus Di- und 689/68 - 2 -
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Polyisocyanaten überzuführen und schließlich aus dem erhaltenen Isocyanatgemisch durch Destillation eine 4>4'-Dlphenyiffiethandiisocyanatfraktion und als Rückstand ein Gemisch von Di- und Polyisocyanaten zu gewinnen. Das nach diesem Verfahren erhaltene 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat weist jedoch noch einen relativ hohen Gehalt an isomeren Diisocyanaten auf und ist daher für viele Verwendungszwecke nicht genügend rein.
Es wurde nun gefunden, daß sich 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und ein Gemisch von Di- und Polyisocyanaten durch Kondensation von Formaldehyd mit überschüssigem Anilin in Gegenwart von starken wäßrigen Mineralsäuren bei zu Anfang der Reaktion nied-
^ rigeren und mit fortschreitender Reaktion höheren Temperaturen, Neutralisation nach Beendigung der Reaktion, Auftrennung des erhaltenen Gemisches aus primären Di- und Polyaminen in 4,4'-Diaminodiphenylmethan und ein Gemisch der verbleibenden primären Diamine und der primären Polyamine, Phosgenierung des 4,4'-Diaminodiphenylmethans zu 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und des Gemisches der primären Di- und Polyamine zu einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten vorteilhaft herstellen lassen, wenn man Anilin und Formaldehyd im Molverhältnis 2 bis 6 bei Temperaturen von zu Beginn der Reaktion 10 bis 90°C und mit fortschreitender Reaktion von 80 bis 1500C kondensier , aus dem nach Neutralisation erhaltenen Gemisch von primären Di- und Polyaminen durch Destillation die Diamine ganz oder teilweise abtrennt, aus dem
Gemisch der abgetrennten Diamine durch Kristallisation aus einem Lösungsmittel 4,4'-Diaminodipheny!methan gewinnt und das nach Abtrennung der Diamine verbleibende Gemisch von primären Aminen nach Vereinigung mit den bei der Kristallisation in der Mutterlauge verbleibenden Diaminen durch Phosgenierung in ein Gemisch von Di- und Polyisocyanaten überführt.
Nach dem Verfahren erhält man ein hochreines 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, welches hervorragend für die Herstellung von Polyurethanelastomeren geeignet ist. Das erhaltene Gemisch von Di- und Polyisocyanaten ist ein sehr geeigneter Ausgangsstoff für die Herstellung von Polyurethanhärtschäumen oder als Bindemittel bei der HoIzverleimung geeignet.
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Die Herstellung des Gemisches von primären Di- und Polyaminen aus Anilin- und Formaldehyd ist an sich bekannt. Für die Kondensation verwendet man Anilin und Formaldehyd im Molverhältnis 2 bis 6, vorzugsweise im Molverhältnis 3 bis 5· Die Kondensation wird in Gegenwart von starken wäßrigen Mineralsäuren, wie Schwefelsäure und insbesondere Chlorwasserstoffsäure, ausgeführt. Je Mol Anilin werden im allgemeinen 0,02 bis 0,3.» vorzugsweise 0,1 bis 0,2 Äquivalente der Mineralsäure verwendet. Der Formaldehyd kann in polymerer Form, beispielsweise als Trioxan oder Paraformaldehyd, angewendet werden. Vorzugsweise werden jedoch technische wäßrige Formaldehyd-Lösungen, beispielsweise 20 bis 50 gewichtsprozentige wäßrige Formaldehyd-Lösungen, für die Kondensation verwendet.
Die Umsetzung wird zunächst im niedrigeren Temperaturbereich bei Temperaturen zwischen 10 bis 900C, vorzugsweise 10 bis 300C, durchgeführt, um mit fortschreitender Reaktion im Temperaturbereich zwischen 8o und 1500C, vorzugsweise 80 bis l40°C, zu
zu
Ende geführt/werden. Es kann dabei vorteilhaft sein, vor Beendigung der Reaktion weitgehend das Wasser aus dem Reaktionsgemisch abzudestillieren und das verbleibende Gemisch bei Temperaturen oberhalb von 100 C, vorzi
reaktion zu unterziehen.
oberhalb von 1000C, vorzugsweise bei 120 bis 1500C, einer Nach-
Das nach beendeter Kondensation erhaltene Reaktionsgemisch wird neutralisiert, wobei man zweckmäßig Erdalkalihydroxide, wie Calciumhydroxid, und insbesondere Alkalihydroxide, wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, verwendet. Man kann die Hydroxide als solche zugeben. Im allgemeinen werden jedoch wäßrige Lösungen und bzw. oder Suspensionen der Hydroxide verwendet.
Nach der Neutralisation wird das erhaltene Gemisch von primären Di- und Polyaminen zweckmäßig als organische Schicht von der wäßrigen Schicht abgetrennt. Die organische Schicht wird anschließend destilliert, wobei gegebenenfalls zunächst überschüssiges Anilin erhalten wird. Aus dem verbleibenden Rückstand werden anschließend die Diamine ganz oder teilweise durch fraktioniert».- Destillation abgetrennt.
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Ob die Diamine ganz oder teilweise abdestilliert werden, richtet sich nach dem Bedarf an 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und dem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten. Im allgemeinen werden die Diamine nur teilweise abgetrennt, in der Regel 40 bis 90 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Menge an Diaminen.
Das abgetrennte Gemisch von Diaminodiphehylmethanen wird an- schließend durch Kristallisation unter Verwendung eines Lösungsmittels aufgetrennt, wobei das 4,4'-Diaminodiphenylmethan kristallin erhalten wird, während die Isomeren, wie 2,4-Diaminodiphenylmethan und 2,2'-Diaminodiphenylmethan, in der Mutterlauge verbleiben. Man kann die Kristallisation ein- oder mehrfach ausführen. In der Regel erhält man schon nach einmaliger Umkristallisation ein sehr reines Produkt. Als Lösungsmittel für die Kristallisation kommen vorzugsweise gegebenenfalls halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe in Betracht. Im einzelnen seien beispielsweise genannt 1-Chlornaphthalen, Trichlorbenzol, o-Dichlorbenzol, Toluol, Xylol und insbesondere Chlorbenzol. Das geeignete Gewichtsverhältnis von Lösungsmittel und Gemisch von Diaminodiphenylmethanen läßt sich in einfacher Weise durch einen Vorversuch ermitteln. Im allgemeinen verwendet man die 2- bis lOfache Menge, insbesondere 3- bis 6fache Menge an Lösungsmittel, bezogen auf das Gemisch an Diaminodiphenylmethanen. Es ist vorteilhaft, die Kristallisation in einem solchen Lösungsmittel vorzunehmen, in dem auch die Phosgenierung zu dem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten durchgeführt wird.
Die Kristallisation wird in an sich bekannter Weise ausgeführt, beispielsweise indem man die Diaminodiphenylmethane durch Erwärmen, z. B. auf Temperaturen zwischen 40 und 80°C, in der geeigneten Menge Lösungsmittel löst und die Lösung beispielsweise auf Temperaturen zwischen 20 und 300C abkühlt. Das auskristallisierte 4,4'-Diaminodiphenylmethan wird vom Lösungsmittel zweckmäßig durch Abfiltrieren oder Abzentrifugieren abgetrennt.
Die In der Mutterlauge enthaltenen primären Amine können vor der Vereinigung mit dem nach Abtrennung der Diamine verbleibenden Gemisch von primären Aminen, beispielsweise durch Destillation, isoliert werden. Vorzugsweise wird jedoch die Mutterlauge als
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BAD ORIGINAL
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solche mit dem nach Abdestillieren der Diamine verbleibenden Gemisch der primären Amine vereinigt.
Die Phosgenierung des 4,4'-Diaminodiphenylmethans zu 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und des Gemisches von primären Di- und Polyaminen wird in an sich bekannter Weise ausgeführt, beispielsweise nach den in der US-Patentschrift 2 683 730, in Journal of the Chemical Soc, Band 117, Seiten 988 bis 992 (1920) und in Ulimann1s Enzyklopädie der Technischen Chemie, Band 9 (1957), Seiten 8 ff. beschriebenen Verfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch das folgende Beispiel näher erläutert. Die in dem Beispiel angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Gewichtsteile und Volumenteile stfcthen im Verhältnis von Kilogramm zu Liter.
Beispiel
In einen Rührbehälter mit 400 Volumteilen Reaktionsvolumen läßt man stündlich 465 Teile Anilin, 100 Teile ^Ogewichtsprozentigen wäßrigen Formaldehyd und 50 Teile ^ögewichtsprozentige wäßrige Salzsäure unter Rühren und Kühlen auf etwa 10°C einlaufen. Der Behälter ist durch ein Überlaufrohr mit-einem Behälter von 800 Volumenteilen Fassungsvermögen verbunden, dessen Inhalt unter Rühren bei etwa 1000C gehalten wird. Die mittlere Verweilzeit der Reaktionsmischung in diesem Behälter beträgt etwa 1 Stunde. Das Reaktionsgemisch verläßt diesen Behälter über einen Überlauf und gelangt in einen Dünnschichtverdampfer, in dem das Wasser zusammen mit azeotrop siedendem Anilin am Kopf abgezogen wird. Das nach Abziehen des Wassers verbleibende Sumpfprodukt wird in einer Verweilschlange 2 bis 3 Stunden bei einer Temperatur von etwa 1300C gehalten, wobei die Kondensationsreaktion zu Ende geführt wird. Zur Neutralisation wird das Reaktionsprodukt je Stunde mit 100 Teilen 20gewichtsprozentiger wäßriger Natronlauge behandelt und die wäßrige Schicht abgetrennt. Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen, wobei man zweckmäßig das im Dünnschichtverdampfer abdestillierte Wasser verwendet. Die organische Schicht wird anschließend unter vermindertem Druck fraktioniert destilliert, wobei bei 20 Torr 290 Teile je Stunde Anilin
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zurückgewonnen werden, die erneut für die Kondensation verwendet werden. Aus dem Rückstand werden anschließend 100 Teile je Stunde des Gemisches aus den Diaminodiphenylmethanen, welches bei 2 Torr einen Siedebereich von 220 bis 2300C aufweist, abgetrennt. Die abgetrennten Diaminodiphenylmethane werden in 400 Teilen Monochlorbenzol in der Wärme gelöst, und die erhaltene Lösung wird anschließend auf 20 C abgekühlt, wobei das 4,4'-Diaminodiphenylmethan auskristallisiert. In einem Druckzellenfilter werden die Kristalle abgetrennt und mit 100 Teilen kaltem Chlorbenzol nachgewaschen. Man erhält 50 Teile 4,4'-Diaminodiphenylmethan vom Schmelzpunkt 920C. Die Mutterlauge und das Wasch-Chlorbenzol werden vereinigt und zum Lösen des nach dem Abdestiüieren der Diaminodiphenylmethane im Dünnschichtverdampfer verbliebenen SumpfProduktes verwendet. Die erhaltene Lösung der primären Di- und Polyamine wird anschließend phosgeniert.
Die Phosgenierungsapparatur für das 4,4'-Diaminodiphenylmethan oder das Gemisch von Di- oder Polyaminen besteht aus einer Kaskade von drei Rührbehältern, die bei 5-100C, 6O-8O°C und 110-1300C betrieben werden.(vgl. Fig.)
Während Kessel I ein Füllvolumen von 1000 Vol.-Teilen aufweist, hat Kessel II ein Volumen von 15ΟΟ Vol.-Teilen und Kessel III von 2500 Vol.-Teilen. An die Phosgenierungs-Apparatur schließt sich eine Stripkolonne (1) an, in der Phosgen und ein Teil des Lösungsmittels abdestilliert und nach Kühlung in (2) über eine Waschkolonne (3) in den Reaktor I zurückgeführt wird. In (3) wird auch das Abgas des Kessels II und III gewaschen, um Phosgen aus den Abgasen zu entfernen und in den Reaktionskreis zurückzubringen. In einer weiteren Kolonne (4) wird das restliche Lösungsmittel entfernt, das zum Lösen des Di- oder Di- und PoIyaminzulaufs in den Kessel I verwendet wird, und die Isocyanate bei (6) als Rohprodukt gewönnen. Stündlich werden zu der in der Fig. skizzierten Apparatur 80 Gew.Teile Di- oder Di- und Polyamine und 330 VoL-Teile Chlorbenzol zugegeben (bei 7), während etwa 95 Gew.-Teile Phosgen bei (8) in den Kessel I gasförmig oder flüssig eingeleitet werden. Die Stripkolonne heizt man mit soviel Dampf, daß etwa 600 Vol.-TelIe Phosgen und Chlorbenzol verdampfen und Über die Waschkolonne in den Reaktor I gelangen, um dort das
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Reaktionsgemisch dünnflüssig zu halten. Im Sumpf der Stripkolonne fallen stündlich etwa 100 Teile Isocyanate an, die, mit 330 Vol.-Teilen Chlorbenzol gelöst, in der Destillationskolonne von Lösungsmittel befreit werden. Das Sumpfprodukt kann im Falle des Gemisches von Di- und Polyisocyanaten direkt bei (6) entnommen .und weiterverarbeitet werden. Stellt man jedoch hochreines 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat her, wird dieses nochmals in einer weiteren Verdampfungsanlage über Kopf abdestilliert. Die Ausbeute an 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und dem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten beträgt jeweils nahezu 100 %, bezogen auf für die Phosgenierung eingesetztes primäres Amin.
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Claims (1)

  1. - 8 - O.Z. 25
    Patentanspruch
    Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und eines Gemisches von Di- und Polyisocyanaten durch Kondensation von Formaldehyd mit überschüssigem Anilin in Gegenwart von starken wäßrigen Mineralsäuren bei zu Anfang der Reaktion niedrigeren und mit fortschreitender Reaktion höheren Temperaturen, Neutralisation nach Beendigung der Reaktion, Auftrennung des erhaltenen Gemisches aus primären Di- und Polyaminen in 4,4'-Diaminodiphenylmethan und ein Gemisch der verbleibenden primären Diamine und der primären Polyamine, Phosgenierung des 4,4'-Diaminodiphenylmethans zu 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und des Gemisches der primären Di- und Polyamine zu einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Anilin ^ und Formaldehyd im Mol verhältnis 2 bis 6 bei Temper "'"uren von zu Beginn der Reaktion 10 bis 900C und mit fortschreitender Reaktion von 80 bis 1500C kondensiert, aus dem nach Neutralisation erhaltenen Gemisch von primären Di- und Polyaminen durch Destillation die Diamine ganz oder teilweise abtrennt, aus dem Gemisch der abgetrennten Diamine durch Kristallisation aus einem Lösungsmittel 4,4'-Diaminodiphe^vlmethan gewinnt und das nach Abtrennung der Diamine verbleibende Gemisch von primären Aminen nach Vereinigung mit den bei der Kristallisation in der. Mutterlauge verbleibenden Diaminen durch Phosgenierung in ein Gemisch von Di- und Polyisocyanaten überführt.
    Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG Zeichn.
    η r- t ·· -
DE19691901993 1969-01-16 1969-01-16 Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten Pending DE1901993A1 (de)

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