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DE602006000927T2 - Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethan Diisocyanat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethan Diisocyanat Download PDF

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DE602006000927T2
DE602006000927T2 DE602006000927T DE602006000927T DE602006000927T2 DE 602006000927 T2 DE602006000927 T2 DE 602006000927T2 DE 602006000927 T DE602006000927 T DE 602006000927T DE 602006000927 T DE602006000927 T DE 602006000927T DE 602006000927 T2 DE602006000927 T2 DE 602006000927T2
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DE
Germany
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weight
diphenylmethane diisocyanate
polyisocyanates
mixture
mdi
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English (en)
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DE602006000927D1 (de
Inventor
Berthold Keggenhoff
Ralf Echterhoff
Ricardo Serra
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Covestro Deutschland AG
Original Assignee
Bayer MaterialScience AG
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Publication date
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Application filed by Bayer MaterialScience AG filed Critical Bayer MaterialScience AG
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C263/18Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C265/12Derivatives of isocyanic acid having isocyanate groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (4,4'-MDI), das in Stufen an 2 unterschiedlichen Stellen durchgeführt wird.
  • In herkömmlicher Weise wird 4,4'-MDI industriell durch eine Säurekatalysierte Kondensation von Anilin mit Formaldehyd, Reaktion der entstandenen Polyamin-Mischungen mit Phosgen zum Erhalt einer Mischung aus MDI-Isomeren und -Homologen (Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe) und durch anschließende destillative Auftrennung der Mischung hergestellt, um technisch reines 4,4'-MDI, polymeres MDI und gegebenenfalls weitere Isomerenmischungen zu ergeben. Dieses Verfahren wird in verbundenen Produktionsanlagen an 1 Produktionsstelle durchgeführt. Wie z. B. in EP-A-1 475 367 beschrieben, betrifft die erste Stufe dieses Verfahrens die Herstellung einer Mischung aus MDI-Isomeren und -Homologen (Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe). Ein Teildestillat von isomeren Diphenylmethandiisocyanaten, das 4,4'-MDI als Hauptbestandteil enthält, wird dann von dieser Mischung abgetrennt, und das Sumpfprodukt wird industriell als polymeres MDI genutzt. Reines 4,4'-MDI wird dann von den weiteren Isomeren und sonnentrockenen Nebenprodukten in diesem Teildestillat abgetrennt.
  • Es kann allerdings von Vorteil sein, diese Verfahrensstufen an 2 Produktionsstellen durchzuführen, die sich gegebenenfalls sehr weit entfernt von einander befinden. Für eine solche 2-Stellen-Produktion könnten die Verfahrensstufen bis zur Mischung der MDI-Isomeren und -Homologen (der Di- und Polyisocyanate der Diphenylmethan-Reihe) an einer ersten Produktionsstelle und die anschließende, destillative Auftrennung der Mischung zum Erhalt des 4,4'-MDI, des polymeren MDI und gegebenenfalls weiterer Isomerenmischungen an einer zweiten Produktionsstelle erfolgen. Eine derartige Verfahrensweise wäre wirtschaftlich attraktiv, falls z. B. günstige Rohmaterial- und Infrastrukturbedingungen in dem einen Land, aber wichtige Kundenmärkte mit einer Notwendigkeit zur lokalen Produktion des Endprodukts in dem anderen sehr weit entfernten Land verfügbar sind. Ein besonderer Vorteil der Herstellung von 4,4'-MDI in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kundenmärkten ergibt sich aus der Tatsache, dass das Produkt bei Umgebungstemperatur fest ist, es aber nur über begrenzte Zeiträume im flüssigen Zustand wegen seiner Tendenz zum Dimerisieren aufbewahrt werden kann. Infolgedessen macht ein Versand über größere Entfernungen einen teureren Transport im festen Zustand unter konstanter Kühlung erforderlich. Aus dem gleichen Grund eignen sich weder das reine 4,4'-MDI noch das unreine zu dessen Herstellung eingesetzte Rohdestillat zu einem Transport in Masse-Form über längere Zeiträume. Mit dem Schiff wird reines 4,4'-MDI in Fässern (Kübeln, Behältern) in festem Zustand unter Kühlung befördert. Das Produkt muss dann im Normalfall vor Gebrauch erneut aufgeschmolzen werden. Es ist daher unmittelbar ersichtlich, dass der Transport großer Mengen von 4,4'-MDI über größere Entfernungen eine sehr teure Vorgehensweise darstellt.
  • US-A-5,258,417 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung lagerfähiger Polyisocyanat-Mischungen, die 60 bis 75 Gew.-% 4,4'-MDI, 4 bis 10 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI mit einem Rest aus 3,4- und höher-kernigen MDI-Homologen (tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten) enthalten. Diese Mischungen werden durch Vermischen von mono- und polymerem MDI hergestellt und sind bei 25°C lagerstabil. Das Patent enthält keine technische Lehre bezüglich der Eignung dieser Mischungen zum Transport mit z. B. dem Schiff, um anschließend zur Herstellung und Zubereitung von 4,4'-MDI an einer sehr entfernten Produktionsstelle eingesetzt werden zu können.
  • Kurze Beschreibung der Erfindung
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von 4,4'-MDI durch die Säure-katalysierte Kondensation von Anilin mit Formaldehyd, die Reaktion der entstandenen Polyamin-Mischungen mit Phosgen zum Erhalt einer Mischung aus MDI-Isomeren und -Homologen und durch anschließende destillative Auftrennung der Mischung zum Erhalt von 4,4'-MDI, von polymerem MDI und gegebenenfalls weiterer Isomerenmischungen an einem anderen Ort anzugeben und zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, bei welchem ein Rohmaterial mit der Eignung zur Herstellung von 4,4'-MDI, z. B. einer geeigneten MDI-Mischung, von einer ersten zu einer zweiten Produktionsstelle ohne die Nachteile im Zusammenhang mit Verfahren des Standes der Technik transportiert werden kann.
  • Diese und weitere Aufgaben, die für die einschlägigen Fachleute erkennbar sind, werden durch Säure-katalysierte Kondensation von Anilin mit Formaldehyd, Reaktion der entstandenen Polyamin-Mischung(en) mit Phosgen zum Erhalt einer Mischung aus MDI-Isomeren und -Homologen (Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe) an einer ersten Produktionsanlage gelöst. In einem zweiten, gegebenenfalls entfernten Ort wird die Mischung der MDI-Isomeren und -Homologen destilliert, um die Mischung in Fraktionen von 4,4'-MDI, polymerem MDI und gegebenenfalls von weiteren Isomerenmischungen aufzutrennen.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Durch die vorliegende Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat angegeben und zur Verfügung gestellt, wobei
    • a) Anilin und Formaldehyd in der Gegenwart eines Säure-Katalysators zu Di- und Polyaminen der Diphenylmethan-Reihe an einer ersten Produktionsstelle und
    • b) die Di- und Polyamine mit Phosgen an der ersten Produktionsstelle zu den entsprechenden Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe umgesetzt werden, die gegebenenfalls durch Destillation zu einer Mischung aus Di- und Polyisocyanaten aufgetrennt werden können, die 50 bis 80, bevorzugt 55 bis 75 und am meisten bevorzugt 55 bis 70 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12, bevorzugt 4 bis 10 und am meisten bevorzugt 5 bis 9 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45, bevorzugt 20 bis 40 und am meisten bevorzugt 30 bis 40 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate enthält, bezogen auf das Gewicht der Mischung der Di- und Polyisocyanate,
    • c) die Mischung der Di- und Polyisocyanate in Transportbehälter überführt und zu einer zweiten von der ersten entfernten Produktionsstelle transportiert und
    • d) die Mischung der Di- und Polyisocyanate durch Destillation und/oder Kristallisation aufgetrennt werden, um ein reines 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat zu ergeben, das mindestens 97 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 3 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat und bevorzugt mindestens 98 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, maximal 2 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 0,1 Gew.-% 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat enthält.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird nur eine erste Fraktion von 10 bis 80 und bevorzugt von 20 bis 50 Gew.-% der in Stufe b) durch Phosgenierung hergestellten Gesamtmenge der Di- und Polyisocyanate in die Transportbehälter überführt und gegebenenfalls nach destillativer Auftrennung oder Reinigung und Rückvermischung zur zweiten Produktionsstelle transportiert. Die verbliebene Fraktion wird an der ersten Produktionsstelle oder gegebenenfalls einer weiteren Produktionsstelle weiterverarbeitet oder vermarktet.
  • Bevorzugt ist die zweite Produktionsstelle mindestens 10 km, bevorzugter mindestens 100 und am meisten bevorzugt mindestens 1.000 km von der ersten Produktionsstelle entfernt. Bevorzugt erfolgt der Transport mit dem Schiff.
  • Die industrielle Herstellung von Di- und Polyaminen der Diphenylmethan-Reihe läuft in Stufe a) im Allgemeinen in 2 Stufen ab. In der ersten Stufe wird Anilin mit Formaldehyd in der Gegenwart eines Säure-Katalysators zur Herstellung der entsprechenden MDA-Mischung kondensiert. Der eingesetzte Säure-Katalysator ist in herkömmlicher Weise eine starke Mineralsäure wie wässrige Salzsäure. Die Mengenanteile von 4,4'-Diphenylmethandiamin und seinen Isomeren und Homologen kann durch Auswahl der Mengenanteile von Anilin, Formaldehyd und der Mineralsäure sowie der Temperatur- und Verweilzeitbedingungen gesteuert werden. Die Kondensation kann industriell entweder kontinuierlich oder chargenweise durchgeführt werden. Eine große Zahl von Verfahren zur Herstellung von MDA durch Säure-katalysierte Kondensation von Anilin ist offenbart worden (siehe z. B. WO-A-99/40 059 , WO-A-99/54 289 ).
  • In Stufe b) des Verfahrens der vorliegenden Erfindung werden die Di- und Polyamine der Diphenylmethan-Reihe, gegebenenfalls nach Neutralisation und Phasentrennung und möglicherweise weiterer Reinigungsstufen, dann in die entsprechenden Di- und Polyisocyanate der Diphenylmethan-Reihe durch Reaktion mit Phosgen überführt. Diese Reaktion läuft in üblicher Weise in einem inerten Lösungsmittel wie Chlorbenzol, Dichlorbenzol oder Toluol ab. Die Amin- und Phosgen-Lösungen werden vermischt und dann unter Erwärmen zur Reaktion gebracht. Sodann werden die gleichzeitig gebildete Salzsäure sowie überschüssiges Phosgen und das Lösungsmittel im Normalfall in Stufen abgetrennt. Nach beendeter Abtrennung des Lösungsmittels werden die Di- und Polyisocyanate der Diphenylmethan-Reihe als Sumpfprodukt erhalten. Eine große Zahl von Verfahren zur Herstellung von Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe durch Reaktion von MDA mit Phosgen ist ebenfalls bekannt (siehe z. B. WO-A-99/54 289 ).
  • In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die in Stufe c) überführten und transportierten Mischungen der Di- und Polyisocyanate, welche 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate, bezogen auf das Gewicht der Mischung der Di- und Polyisocyanate, enthalten, durch Auswahl der Mengenanteile des Anilin, Formaldehyd und der Mineralsäure sowie der Temperatur- und Verweilzeitbedingungen der MDA-Herstellung der Stufe a) erhalten, um die gewünschten Mengenanteile von 4,4'-MDI und der weiteren Isomeren und Homologen so zu ergeben, dass die entsprechende MDI-Mischung direkt nach Reaktion mit Phosgen in Stufe b) erhältlich ist. Ein Molverhältnis des Anilin zum Formaldehyd im Bereich von 1,9:1 bis 3:1 und ein Molverhältnis des Anilin zur Mineralsäure (Salzsäure) im Bereich von 10:1 bis 2:1 haben sich als geeignete Mengenverhältnisse zur MDA-Herstellung erwiesen. Die Temperatur- und Verweilzeitbedingungen werden in typischer Weise so gewählt, dass die anfängliche Säure-katalysierte Reaktion des Anilin mit dem Formalin und der Mineralsäure oder die Reaktion des durch eine Nicht-Säure-katalysierte Vor-Reaktion des Anilin und Formalin mit Mineralsäure erhaltenen Vor-Kondensats bei 35 bis 50°C mit einer Verweilzeit von 10 bis 30 min gestartet werden, worauf die Temperatur der Reaktionsmischung einheitlich auf eine Endtemperatur von 100 bis 150°C über 60 bis 200 min angehoben wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Di- und Polyamine, die einen niedrigeren 4,4'-MDA-Anteil von 40 bis 55 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Di- und Polyamine, enthalten, zuerst bei der Kondensation des Anilin mit dem Formaldehyd in Stufe a) erzeugt und dann zu den entsprechenden Di- und Polyisocyanaten phosgeniert. Ein Teildestillat von z. B. 5 bis 25 Gew.-% wird dann aus diesen rohen Di- und Polyisocyanaten durch Blitz-Verdampfung unter Vakuum erzeugt. Dieses Teildestillat weist bevorzugt eine Zusammensetzung von 85 bis 95 Gew.-% 4,4'-MDI, 5 bis 15 Gew.-% 2,4'-MDI und maximal 1 Gew.-% 2,2'-MDI auf. Das erhaltene Sumpfprodukt ist bevorzugt eine handelsübliche MDI-Mischung mit einem verringerten Diisocyanat-Anteil (auch genannt MDI-Polymer, z. B. das unter der Bezeichnung Desmodur® 44V20 verkaufte Handelsprodukt, das von Bayer MaterialScience AG verfügbar ist). Das Sumpfprodukt weist bevorzugt eine Zusammensetzung von 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 2 bis 7 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktioneller Polyisocyanate auf.
  • Weil sich das Teildestillat nicht zum Transport über längere Entfernungen wegen seines hohen Kristallisationspunktes von über 30°C und seiner Tendenz zur Bildung unlöslicher Bestandteile eignet, wird es dann in einem Gewichtsverhältnis von bevorzugt 1:1 bis 1:4 (Teildestillat zu MDI-Polymer) mit MDI-Polymer mit einer bevorzugten Zusammensetzung von 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 2 bis 7 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktioneller Polyisocyanate erneut vermischt, um die in Stufe c) überführte transportfähige Mischung der Di- und Polyisocyanate zu ergeben. Auf diese Weise ist bei Erhalt überschüssiger Mengen an MDI-Polymer eine Mischung aus Di- und Polyisocyanaten mit 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktioneller Polyisocyanate, bezogen auf das Gewicht der Mischung der Di- und Polyisocyanate, aus einer an 4,4'-MDI ärmeren Mischung erhältlich, wobei es möglich ist, den 4,4'-MDI-Gehalt frei in weiten Grenzen zu wählen. Diese Ausführungsform kann besonders vorteilhaft sein, wenn in der Produktionsanlage an der ersten Produktionsstelle nur eine Fraktion der erzeugten Di- und Polyisocyanate zur Herstellung von 4,4'-MDI an einer zweiten Produktionsstelle verfügbar und z. B. das MDI-Polymer auch als Endprodukt auf den Markt gebracht werden.
  • In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird wie in der zweiten Ausführungsform das Verfahren zuerst bis zur Herstellung des Teildestillats mit einer bevorzugten Zusammensetzung von 85 bis 95 Gew.-% 4,4'-MDI, 5 bis 15 Gew.-% 2,4'-MDI und maximal 1 Gew.-% 2,2'-MDI sowie des Sumpfprodukts (MDI-Polymer) mit einer bevorzugten Zusammensetzung von 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 2 bis 7 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten durchgeführt. Das Teildestillat wird sodann zu einem technisch reinen 4,4'-MDI (mit maximal 3 Gew.-% 2,4'-MDI) und einem Sekundärstrom durch Mehrstufendestillation (z. B. gemäß EP-A-0 079 516 ) oder Kristallisation oder durch eine Kombination von Destillations- und Kristallisationsstufen aufgearbeitet. Das reine 4,4'-MDI wird dann in einem Gewichtsverhältnis von bevorzugt 1:1 bis 1:3 (reines 4,4'-MDI zu MDI-Polymer) mit MDI-Polymer mit einer bevorzugten Zusammensetzung von 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 4 bis 7 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten vermischt, um die in Stufe c) überführte transportfähige Mischung der Di- und Polyisocyanate mit 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten, bezogen auf das Gewicht der Mischung aus Di- und Polyisocyanaten, zu ergeben. Zum Erhalt hoher Gehaltsmengen von 2,4'-MDI und/oder 2,2'-MDI mit bis zu 12 Gew.-% ist es auch möglich, ein Sumpfprodukt (MDI-Polymer) mit höheren Gehaltsmengen an 2,4'-MDI und/oder 2,2'-MDI herzustellen. Ein Beispiel einer geeigneten Zusammensetzung für das Sumpfprodukt (MDI-Polymer) beträgt 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 2 bis 15 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten. Diese Mischung wird somit durch Vermischen von 2 industriell hergestellten und im Handel verfügbaren Produkten (z. B. den unter den Bezeichnungen Desmodur® 44 M und Desmodur® 44V20 verkauften Produkten, die im Handel von Bayer MaterialScience AG verfügbar sind). Ist die Qualität des MDI-Polymer entsprechend geeignet, wird aus dieser MDI-Mischung ein reines 4,4'-MDI z. B. durch einfache Blitz-Destillation zurückgewonnen. Trotz der hohen Aufwendungen an der ersten Produktionsstelle kann diese Ausführungsform wirtschaftlich von Vorteil sein, wenn die zweite Produktionsstelle klein und daher die Produktion von 4,4'-MDI mit minimalem technischen Aufwand ermöglicht sind.
  • Die in den obigen 3 Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erhaltenen Mischungen der Di- und Polyisocyanate eignen sich zum Massentransport über große Entfernungen, z. B. mit dem Schiff, sogar bei Transportzeiten von einigen Wochen.
  • In Stufe c) werden die Mischungen der Di- und Polyisocyanate, die 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate, bezogen auf das Gewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten, enthalten, dann in Transportbehälter, z. B. Behälter, Flüssigkeitstransportbehälter, Massenbehälter oder Tanker, überführt und zur zweiten Produktionsstelle entfernt von der ersten Produktionsstelle über z. B. einige 1000 km transportiert. Dies kann zu Transportzeiten von einigen Wochen führen.
  • Die in Stufe c) überführten und transportierten Mischungen aus den Di- und Polyisocyanaten weisen gewöhnlich einen Kristallisationspunkt unter 20°C auf. Sie können gegebenenfalls maximal 1 Gew.-% und bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% bezogen auf das Gewicht der Mischung, organische, homogen gelöste Lösungs- oder Verdünnungsmittel enthalten. Besonders geeignete Lösungs- oder Verdünnungsmittel sind chlorierte aromatische Verbindungen wie Chlor- oder Dichlorbenzol.
  • Die Verarbeitung der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten, die 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate, bezogen auf das Gewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten, an der zweiten Produktionsstelle enthalten, die gewöhnlich kleiner als die erste Produktionsstelle in Bezug auf die Herstellkapazität von Di- und Polyisocyanaten der Diphenylmethan-Reihe ist, erfolgt in bekannter Weise (siehe z. B. DE-A-19 38 384 , DE-A-26 31 168 , EP-A-0 079 516 , EP-A-1 475 367 ). Die erste Verfahrensstufe an der zweiten Stelle ist in typischer Weise die Abtrennung einer Fraktion des Diphenylmethandiisocyanats aus den höheren Homologen durch Destillation oder Kristallisation. Handelsübliche MDI-Polymere unterschiedlicher Viskositäten werden als Sumpfprodukt erhalten. Die bevorzugte Zusammensetzung des MDI-Polymer enthält 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-MDI, 2 bis 7 Gew.-% 2,4'-MDI und weniger als 1 Gew.-% 2,2'-MDI zusammen mit 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionellen Polyisocyanaten. Abhängig von der Reinheit der (besonders in der dritten Ausführungsform) gelieferten Mischung der Di- und Polyisocyanate kann das abgetrennte Diphenylmethandiisocyanat bereits die Qualitätserfordernisse für 4,4'-MDI erfüllen. Falls dies nicht der Fall ist, wird das abgetrennte Diphenylmethandiisocyanat von den 2,2'- und 2,4'-Isomeren und weiteren Verunreinigungen in herkömmlicher Weise in mehreren Destillations- oder Kristallisationsstufen befreit, um reines 4,4'-MDI zu ergeben, das mindestens 97 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 3 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat enthält. Die abgetrennten Sekundärströme können einzeln, vermischt mit dem miterzeugten MDI-Polymer oder gegebenenfalls auf sonstige Weise in kleinen Fraktionen verwendet werden.
  • Die nun folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung noch detaillierter erläutern, ohne allerdings ihren Umfang einzuschränken.
  • Beispiele
  • Beispiel 1
  • a) Herstellung der Polyamin-Mischung:
  • In einem gerührten Gefäß wurden 2600 g Anilin bei 25°C mit 1000 g Formalin (30 gew.-%ige wässrige Lösung) unter Rühren innig vermischt, bis sich die Mischung auf 60°C erwärmte. Der Rührer wurde angehalten und die obere wässrige Phase wurde abgetrennt. 68 g 30 gew.-%ige wässrige Salzsäure wurden dann unter erneutem Rühren und Kühlen zugemischt. Die Temperatur wurde bei 45°C gehalten. Nach Rühren über weitere 15 min bei dieser Temperatur wurden die Kühlung durch Erhitzen ersetzt und die Mischung einheitlich bei 140°C 120 min lang unter einem Druck von 5 bar erhitzt und dann bei dieser Temperatur 15 min lang gehalten.
  • Die Mischung wurde dann auf 100°C abgekühlt, auf Normaldruck herabgestellt und unter Zugabe von 54 g 50 gew.-%iger wässriger Natriumhydroxid-Lösung unter Rühren neutralisiert. Nach Anhalten des Rührers wurden die Phasen stehen gelassen, um sich abzusetzen, und die untere wässrige Phase wurde abgesaugt. Überschüssiges Anilin und Restwasser wurden dann am Anfang unter Normaldruck abdestilliert und die Anilin-Rückstände durch Destillation der entstandenen Polyamin-Mischung bei 100 mbar und 250°C entfernt.
  • Dies ergab 1900 g Polyamin-Mischung der folgenden Zusammensetzung:
    4,4'-MDA: 60,1 Gew.-%
    2,4'-MDA: 6,0 Gew.-%
    2,2'-MDA: 0,2 Gew.-%
    höher-molekulare Polyamine: 33,7 Gew.-%
  • b) Herstellung der Polyisocyanat-Mischung:
  • In einem weiteren gerührten Reaktor wurden die 1900 g Polyamin-Mischung in 5700 g Chlorbenzol gelöst. In einem zweiten Gefäß wurde eine 33 gew.-%ige Phosgen-Lösung durch Auflösen von 3800 g Phosgen in 7600 g Chlorbenzol unter Kühlen bei 0°C zubereitet und die Amin- und Phosgen-Lösungen unter kräftigem Rühren vermischt. Die gebildete Feststoff-Suspension wurde dann langsam erwärmt und das erzeugte Chlorwasserstoffgas wurde in geeigneter Weise abgezogen. Dies ergab eine homogene Lösung des Polyisocyanats. Das Lösungsmittel wurde dann abdestilliert, um 2370 g Polyisocyanat-Mischung der folgenden Zusammensetzung zu ergeben:
    4,4'-MDI: 59,3 Gew.-%
    2,4'-MDI: 5,5 Gew.-%
    2,2'-MDI: 0,2 Gew.-%
    höher-molekulare Polyisocyanate: 35 Gew.-%
  • Diese Mischung wies einen Kristallisationspunkt unter 20°C auf und eignete sich zum Transport in großen Fässern und Tankern.
  • c) Herstellung von 4,4'-MDI:
  • In einer Topfdestille wurde die Polyisocyanat-Mischung aus b) bei einem Druck von 10 mbar und 215°C Sumpf-Temperatur destilliert, bis 950 g Destillat erhalten worden waren. 1420 g Sumpfprodukt blieben zurück.
  • Das Destillat wurde in einer Kolonne mit Ablenkplatten entsprechend der in EP-A-1 475 367 beschriebenen aufgearbeitet, wobei 59 g/h Destillat in die Kolonne im Bereich der Ablenkplatte eingeleitet wurden. Ein Sumpfstrom von 51 g/h mit einem 4,4'-MDI-Gehalt von 98 Gew.-% und einem 2,4'-MDI-Gehalt von 2 Gew.-% wurde aus der Ablenkplatten-Kolonne abgezogen. Ein Kopfstrom von 0,7 g/h mit einer Zusammensetzung von 25 Gew.-% 2,2'-MDI, 73 Gew.-% 2,4'-MDI und 2 Gew.-% 4,4'-MDI und ein Seitenstrom von 6,1 g/h mit einer Zusammensetzung von 42,6 Gew.-% 2,4'-MDI und 57,4 Gew.-% 4,4'-MDI wurden ebenfalls abgezogen; diese 2 Sekundärströme konnten mit dem Sumpfprodukt erneut vermischt werden.
  • Fabrikpackungen mit einer spezifischen Oberflächenfläche von 500 m2/m3 wurden als Materialaustauschelemente in der Kolonne mit den Ablenkplatten verwendet. Die Rektifikations- und die Abstreifzone wiesen jeweils 8 Trennstufen und die Vor-Fraktionierzone und die Haupt-Fraktionierzone wiesen jeweils 12 Trennstufen am Kopf und Boden, d. h. ober- und unterhalb des Einführpunktes des Einspeisstroms in die Vor-Fraktionierzone oder ober- und unterhalb des Abziehpunktes des Seitenstroms aus der Haupt-Fraktionierzone, auf. Der Kopfdruck betrug 6 mbar. Der Rückfluss betrug 90:1 am Destillat-Abziehpunkt und 2,6:1 am Seitenstrom-Abziehpunkt.
  • Beispiel 2
  • a) Herstellung der Polyamin-Mischung:
  • In einem gerührten Gefäß wurden 1800 g Anilin bei 30°C mit 1000 g Formalin (30 gew.-%ige wässrige Lösung) unter Rühren innig vermischt. Die Mischung erwärmte sich auf 80°C. Der Rührer wurde angehalten und die obere wässrige Phase wurde abgetrennt. 23 g 30 gew.-%ige wässrige Salzsäure wurden dann unter erneutem Rühren und Kühlen zugemischt. Die Temperatur wurde bei 45°C gehalten. Nach Rühren über weitere 15 min bei dieser Temperatur wurden die Kühlung durch Erhitzen ersetzt und die Mischung einheitlich bei 140°C 150 min lang unter einem Druck von 5 bar erhitzt und bei dieser Temperatur 20 min lang gehalten.
  • Die Mischung wurde dann auf 100°C abgekühlt, auf Normaldruck herabgestellt und durch Zugabe von 18 g 50 gew.-%iger wässriger Natriumhydroxid-Lösung unter Rühren neutralisiert. Nach Anhalten des Rührers wurden die Phasen stehen gelassen, um sich abzusetzen, und die untere wässrige Phase wurde abgesaugt. Überschüssiges Anilin und Restwasser wurden anfänglich unter Normaldruck abdestilliert und die Anilin-Rückstände durch Destillieren der entstandenen Polyamin-Mischung bei 100 mbar und 250°C entfernt. Dies ergab 1880 g Polyamin-Mischung der folgenden Zusammensetzung:
    4,4'-MDA: 44,5 Gew.-%
    2,4'-MDA: 7,3 Gew.-%
    2,2'-MDA: 0,5 Gew.-%
    höher-molekulare Polyamine: 47,7 Gew.-%
  • b) Herstellung der Polyisocyanat-Mischung:
  • Die Polyamin-Mischung wurde mit Phosgen in Chlorbenzol in gleicher Weise wie in Beispiel 1 zur Polyisocyanat-Mischung umgesetzt.
  • Dies ergab 2330 g Polyisocyanat-Mischung der folgenden Zusammensetzung:
    4,4'-MDI: 44,1 Gew.-%
    2,4'-MDI: 7,2 Gew.-%
    2,2'-MDI: 0,5 Gew.-%
    höher-molekulare Polyisocyanate: 48,2 Gew.-%
  • Diese erste Polyisocyanat-Mischung wurde in einer Topfdestille bei einem Druck von 10 mbar und 215°C Sumpf-Temperatur destilliert, bis 280 g Destillat erhalten worden waren. Dieses Destillat wurde mit 420 g verbliebenem Sumpfprodukt rück-vermischt. Dies ergab 700 g einer zweiten Polyisocyanat-Mischung der folgenden Zusammensetzung:
    4,4'-MDI: 57,4 Gew.-%
    2,4'-MDI: 9,0 Gew.-%
    2,2'-MDI: 0,5 Gew.-%
    höher-molekulare Polyisocyanate: 33,1 Gew.-%
  • Diese Mischung wies einen Kristallisationspunkt unter 20°C auf und eignete sich zum Transport in großen Fässern und Tankern.
  • c) Herstellung von 4,4'-MDI:
  • In einer Topfdestille wurde die zweite Polyisocyanat-Mischung aus b) bei einem Druck von 10 mbar und 215°C Sumpf-Temperatur destilliert, bis 280 g Destillat erhalten worden waren, wobei 420 g Sumpfprodukt zurückblieben.
  • Das Destillat wurde in einer Ablenkplatten-Kolonne entsprechend der in EP-A-1 475 367 beschriebenen wie in Beispiel 1 aufgearbeitet. 59 g/h Destillat wurden in die Kolonne im Bereich zur Ablenkplatte eingeleitet. Ein Sumpfstrom von 46,9 g/h mit einem 4,4'-MDI-Gehalt von 98 Gew.-% und einem 2,4'-MDI-Gehalt von 2 Gew.-% wurde aus der Kolonne mit den Ablenkplatten abgezogen. Ein Kopfstrom von 1,2 g/h mit einer Zusammensetzung von 25 Gew.-% 2,2'-MDI, 73 Gew.-% 2,4'-MDI und 2 Gew.-% 4,4'-MDI und ein Seitenstrom von 10,7 g/h mit einer Zusammensetzung von 54,9 Gew.-% 2,4'-MDI und 44,3 Gew.-% 4,4'-MDI wurden ebenfalls abgezogen. Diese beiden Sekundärströme konnten erneut dem Sumpfprodukt beigemischt werden.

Claims (13)

  1. Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, umfassend: a) die Reaktion von Anilin mit Formaldehyd in der Gegenwart eines Säure-Katalysators zur Herstellung von Di- und Polyaminen der Diphenylmethan-Reihe an einer ersten Stelle, b) die Reaktion der Di- und Polyamine mit Phosgen zur Herstellung der entsprechenden Di- und Polyisocyanate der Diphenylmethan-Reihe an der ersten Stelle, c) gegebenenfalls die Abtrennung der Di- und Polyisocyanate durch Destillation, um eine Mischung zu ergeben, die umfasst: 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat sowie 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten, d) die Überführung der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten in Transportbehälter, e) den Transport der Transportbehälter, die die Di- und Polyisocyanate enthalten, zu einer zweiten Stelle, die entfernt von der ersten Stelle vorliegt, und f) die Auftrennung der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten durch Destillation und/oder Kristallisation, um ein reines 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat zu ergeben, das mindestens 97 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 3 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat umfasst.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei eine Mischung in der Stufe f) erhalten wird, die mindestens 98 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, maximal 2 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 0,1 Gew.-% 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat umfasst.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei eine erste Fraktion der Gesamtmenge der durch die Phosgenierung in Stufe b) hergestellten Di- und Polyisocyanate in Transportbehälter überführt und zur zweiten Produktionsstelle, gegebenenfalls nach destillativer Auftrennung, transportiert wird.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei die in Stufe b) hergestellte zweite Fraktion der Gesamtmenge der Di- und Polyisocyanate an der ersten Produktionsstelle oder an einer dritten Produktionsstelle weiterverarbeitet wird.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei eine Mischung in Stufe c) erhalten wird, die 55 bis 75 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 4 bis 10 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 20 bis 40 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate umfasst, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei eine Mischung in Stufe c) erhalten wird, die 50 bis 70 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 5 bis 9 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 30 bis 40 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate umfasst, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Anilin und der Formaldehyd in einem Molverhältnis von 1,9:1 bis 3:1 zur Reaktion gebracht und das Anilin und Salzsäure in einem Molverhältnis von 10:1 bis 2:1 in der Stufe a) verwendet werden.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 7, wobei die in Stufe a) erzeugte Mischung der Di- und Polyamine 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiamin, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und 2,2'-Diphenylmethandiamin und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyamine umfasst, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyaminen.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die in Stufe b) erzeugten Di- und Polyisocyanate durch eine Blitz-Verdampfung unter Vakuum in ein Teildestillat aufgetrennt werden, das 85 bis 95 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 5 bis 15 Gew.-% 2,4-Diphenylmethandiisocyanat und maximal 1 Gew.-% 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und ein Sumpfprodukt umfasst.
  10. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei das Sumpfprodukt, das 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 2 bis 7 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat, weniger als 1 Gew.-% 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate umfasst, aus der Blitz-Auftrennung erhalten wird.
  11. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei das Teildestillat mit dem Sumpfprodukt in einem solchen Mengenanteil vermischt wird, dass eine Mischung erhalten wird, die 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate umfasst, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei das Sumpfprodukt 35 bis 45 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 2 bis 15 Gew.-% 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat, weniger als 1 Gew.-% 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 50 bis 60 Gew.-% tri- und höher-funktionelle Polyisocyanate umfasst.
  13. Verfahren gemäß Anspruch 12, wobei das reine 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat aus der Stufe f) mit dem Sumpfprodukt in einem solchen Mengenverhältnis vermischt wird, dass eine Mischung der Di- und Polyisocyanate erhalten wird, die 50 bis 80 Gew.-% 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 1 bis 12 Gew.-% von zusammen 2,4'- und/oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat und 10 bis 45 Gew.-% der tri- und höher-funktionellen Polyisocyanate umfasst, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung aus den Di- und Polyisocyanaten.
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