DE1901690A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Tabak - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von TabakInfo
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- Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)
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Description
Bifrge^eiif,; den· i?{'tfcinuar 1969
πι,*,. Patent Hiyseii ·· ··
," ItUTUf^ WERKE KÖRBER t CO. KG. HAMBURG ' 1 Q Π 1 C Q Π
Stichwort: Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte 1039
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Tabak
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Tabak, bei welchem stetig zugeführtem Tabak mittels zweier Wärmequellen
Wärme zugeführt und dabei dem Tabak fortlaufend Wärme entzogen wird.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Trocknen von Tabak mit einem Trooknungsförderer, dem zwei Wärmequellen
zugeordnet sind.
Durch die deutsche Auslegeschrift 1.047.691 ist eine Trocknungsvorrichtung für Tabak bekannt geworden, bei der an dem Eingang
einer Trocknungstrommel ein Peuchtemeßgerät angeordnet ist,
das in Abhängigkeit von dem Meßwert eine Heißluftklappe steuert.
Diese Trocknungsvorrichtung brachte als erste Stufe der Automatisierung von Tabaktrooknern gegenüber der Einstellung "nach
Gefühl" einen wesentlichen Portschritt. Die Güte des Trocknungsergebnisses konnte durch eine verbesserte, in der USA-Patentschrift
3.372.488 beschriebene Regelung noch erheblich gesteigert werden, bei der außer der Peuchte des dem Trockner zugeführten
Tabaks dessen Gewioht gemessen und in Abhängigkeit von beiden Meßwerten eine Heißluftklappe gesteuert wird. Zusätzlich
wird bei der aus der zuletzt genannten USA-Patentschrift bekannt gewordenen Trooknerregelung die Feuchte des Tabaks am
Ausgang des Trockners gemessen und in Abhängigkeit von diesem Meßwert die Zufuhr von Heizdampf gesteuert, der die Grundheizung
des bekannten Trockners bildet. Trockner mit Regelungen wie in der USA-Patentschrift beschrieben, sind in größerer Anzahl gebaut
worden und haben sich gut bewährt. Bei ihrem Betrieb hat sich herausgestellt, daß die eingangsseitige Verarbeitung von
zwei Meßwerten in einer Sohaltung zu einem Stellsignal für bestimmte
Betriebsfälle nicht wünschenswert ist. Bei Störungen ist es nämlioh oft nur schwer festzustellen, von welchem Meßzweig
die Störung ausgelöst wird.
QQ98437Q939
Stw. :Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte mr! ΊΌ
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Aufgabe der Erfindung ist es, das "bekannte Regelsystem der USA-Patentschrift
3.372.488 so zu verbessern, daß die Steuerung der Wärmequelle am Trocknereingang nur noch von einem Parameter
abhängt und die Stellsignale für diese Wärmequelle eindeutig einer Meßgröße zugeordnet werden können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Kombination folgender Verfahrensschritte gelöst:
a) Zuführen des Tabaks in zumindest annähernd konstantem Mengenfluß
(Menge je Zeiteinheit),
b) Messen der Feuchte des Tabaks, bevor der Tabak in den Einflußbereich
der ersten Wärmequelle kommt, und Steuern der Wärmezufuhr von der ersten Wärmequelle in Abhängigkeit von dem
ersten Feuchtemeßwert,
c) Messen der Feuchte des Tabaks, nachdem dieser den Einflußbereich
der zweiten Wärmequelle verlassen hat, und Steuern der Wärmezufuhr von der zweiten Wärmequelle in Abhängigkeit
von dem zweiten Meßwert.
Es ist zwar durch die USA-Patentschrift 2.768.629 eine Trocknungsvorrichtung mit zwei hintereinander angeordneten getrennten
Trocknungskammern bekannt geworden, durch die ein veränderlicher Tabakstrom mittels Schwingförderer hindurchgefördert wird. Bei
der zuletzt genannten USA-Patentschrift wird die Feuchte des Tabaks vor dem Einlauf in die erste Trocknungskammer gemessen
und in Abhängigkeit von dem Meßwert die Heißluft zufuhr von
einem Heißlufterzeuger am Ausgang der ersten Trocknungskammer gesteuert. Der gesteuerte Heißluftstrom strömt im Gegenstrom
zum Tabak. Eine zusätzliche Dampfheizung, der Dampf von der Eingangsseite her zugeführt wird, ist ungesteuert. Nach Durchlauf
der zweiten Trocknungskammer wird sowohl die Endfeuchte als auch das Endgewioht des getrockneten, in ungleichmäßigem Mengenstrom
geförderten Tabaks gemessen und in Abhängigkeit von diesen beiden Meßwerten die Heißluftzufuhr bezüglich Temperatur und/oder
Feuohte eines weiteren Heißlufterzeugers am Ausgang der zweiten Trocknungskammer gesteuert. Der Heißluftstrom strömt
auoh in diesen Trockner im Gegenstrom zum Tabak.
- 3 009843/0939
"Ί-ύ Α
Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte Br. 1039 Bergedorf, den 13. Januar1969
Die bekannte Trocknerregelung der USA-Patentschrift ist wegen der beiden getrennten Trocknungskammern, der beiden getrennten
Heißlufterzeuger und der Steuerungen der Heißluftströme nach
Temperatur und Feuchte sowie der komplizierten Meßwertverarbeitung
aufwendig. Trotzdem kann das Ergebnis nicht dem Aufwand entsprechen, da die Anfangsfeuchte des Tabaks vor seinem Einlauf
in die erste Trocknungskammer zwar gemessen wird, in Abhängigkeit von dem Meßwert aber der ausgangsseitig zugeführte Heißluft
strom gesteuert wird. Bei in ungleichmäßigem Mengenstrom zugeführtem Tabak ist der Heißluftstrom unabhängig von der Tabakmenge,
was das Ergebnis des ersten Trocknungsganges weiter
negativ beeinflußt.
Aus regelungstechnischen und tabaktechnologischen Gründen ist eine sehr schnelle Anpassung der Wärmezufuhr von der ersten Wärmequelle
zu dem Tabak an den Wärmebedarf erwünscht, damit der Tabak bei zu hohen Zeitkonstanten die Eingangs- und Erhitzungszone nicht mit wesentlich vom Sollwert abweichenden Feuchtewerten oder gar zu stark abgetrocknet bzw. erhitzt verläßt.
Eine derartige schnelle Anpassung ist erreichbar, wenn die erste Wärmequelle ein hei.2-8 Gas, z.B. ein Verbrennungsgas,
oder Heißluft als Wärmeträger abgibt. Den gleichen Vorteil bietet es, wenn die zweite ausgangsseitige Wärmequelle ein heißes
Gas, vorzugsweise Heißluft, als Wärmeträger abgibt. Da wegen der Zufuhr des Tabaks in konstantem Mengenfluß die Steuerung der
Wärmezufuhr auf der Eingangsseite nur in Abhängigkeit von der Eingangsfeuchte des Tabaks erfolgt und daher sehr exakt sein
kann, und die Abtrocknung des Tabaks im Gleichstrom erfolgen kann, braucht der Wärmeinhalt der ausgangsseitig zugeführten
Heißluft, die vorzugsweise im Gegenstrom zum Tabak geführt ist, nicht mehr sehr groß zu sein, da nur noch kleine Korrekturen
der Feuchte vorgenommen werden müssen. Da die Temperaturen dor Heißluft somit niedrig sein können, besteht auf der gesamten
Trocknungsstrecke nicht die Gefahr, daß der Tabak überhitzt
wird, denn eingangsseitig kann die heiße Luft trotz hoher Temperaturen
den Feuchte abgebenden Tabak nicht übermäßig erhitzen und .A.isgangsseitig kann die weniger heiße Luft den abgetrockneten
". .ibäi: 3benfalls nicht überhitzen oder zu stark abtrocknen.
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Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte Nr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Außer der zweiten in ihrem Wärmeinhalt steuerbare Heißluft abgebenden
Wärmequelle kann selbstverständlich auch eine weitere Heizdampf abgebende Wärmequelle vorgesehen sein. Da die zweite
Wärmequelle nur noch langsame Änderungen der Regelgröße "Feuchte" auskompensieren muß und die Zeitkonstanten thermischer Regelstrecken
im Anfang groß sind, genügt· es regelungstechnisch, als zweite steuerbare Wärmequelle eine Heizdampf abgebende
Wärmequelle vorzusehen.
Für eine qualitativ gute Regelung ist es wichtig, daß die dem Tabak in Abhängigkeit von seiner Eingangs- bzw. Ausgangsfeuchte
zugeführte Wärmemenge exakt dem Feuchtemeßwert bzw. der Feuchtere
ge la bweichung entspricht. Sind zur Verstellung der zugeführten Wärmemenge mechanische Stellglieder, z.B. Luftklappen oder
Ventile, vorgesehen, dann kann der Einfluß aller Störgrößen auf die dem Tabak tatsächlich zugeführte Wärmemenge (umgebungstemperatur,
Schwankungen der Spannung bei elektrischen Erhitzern und dergleichen) gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch
ausgeschaltet werden, daß der erste und/oder zweite Meßwert (Istwert) mit vorgegebenen Werten (Sollwerten) zur Bildung
der Feuchteabweichungen verglichen werden und daß die Feuchteabweichungen Sollwerte unterlagerter Temperatur- oder Dampfregelkreise
sind, die die Wärmezufuhr steuern. Ein Dosieren des Tabaks zur Erzielung eines konstanten Mengenflusses,
das wenig Aufwand erfordert, läßt sich gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreichen, daß Tabak einem zumindest
annähernd konstant gehaltenen Vorrat fortlaufend entnommen und zur Trocknung zugeführt wird. Selbst wenn sich der
Mengenfluß des ausgetragenen Tabaks infolge sich ändernder Eigenschaften des Tabaks, z.B. seiner Konditionen (Feuchte) oder
seiner Größe, infolge anderer Störgrößen langsam verändert, so ruft dies noch keine Änderung des Ausgangsfeuchtewertes hervor,
da derartige langfristige Änderungen durch die zweite Wärmequelle auskompensiert werden. Ein völlig exakter Mengenfluß,
der regelungsteohnisch natürlich für die Erfindung am vorteilhaftesten
ist, läßt sich erreichen, wenn der aus dem zumindest annähernd konstant gehaltenen Vorrat laufend entnommene Tabak
gemessen, z.B. gewogen,und die Entnahme in Abhängigkeit von dom
Meßwert gesteuert wird.
009843/0939 -«r^n
Stw.; Heißluftröste-konstante Gut*zuf*uhr " Haüni-Äkte* Br. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Die vorgenannte Vorrichtung, die zum Ausüben des Verfahrens gemäß der Erfindung dient, ist gekennzeichnet durch die Kombination
folgender Merkmale:
a) ein Zuförderer zum Heranfördern von Tabak zu dem Trocknungsförderer in zumindest annähernd gleichem Mengenstrom,
b) eine erste, die Feuchte des Tabaks am Eingang des Trocknungsförderers erfassende Feuohtemeßvorrichtung,
c) ein von der ersten Meßvorrichtung gesteuertes erstes Stellglied
für die Steuerung der von der ersten Wärmequelle dem Trooknungsförderer eingangsseitig zugeführten Wärme,
d) eine zweite, die Feuchte des Tabaks am Ausgang des Trocknungsförderers erfassende Feuchtemeßvorrichtung,
e) ein von der zweiten Meßvorriohtung gesteuertes zweites Stellglied
für die Steuerung der von der zweiten Wärmequelle dem Trooknungsförderer ausgangsseitig zugeführten Wärme.
Ein besonders geeigneter Trocknungsförderer ist eine Trocknungstrommel, durch die der zu trocknende Tabak hindurchwandert, da
ein derartiger Trooknungsförderer bei Verwendung von Heißluft als Wärmeträger duroh dauerndes Hochfördern und Fallenlassen
des Tabaks dafür sorgt, daß der Wärmeträger mit dem Tabak in ausreichend guten Kontakt kommt. Das gleiche gilt für Dampf als
Wärmeträger, der z.B. die Schaufeln einer Trocknungstrommel beheizt,
die mit wechselnden Tabakteilen in Berührung kommen. Zur Messung der eingangs- und/oder ausgangsseitigen Feuchte ist
besonders geeignet ein an sich bekanntes Meßgerät mit einem elektrischen Hochfrequenz-Sohwingkreis. Der Hochfrequenz-Schwingkreis
enthält einen die Amplitude der Hochfrequenz-Schwingung beeinflussenden Kondensator, dessen Platten von dem Tabak durchsetzt
sind. Der Hochfrequenz-Schwingkreis enthält außerdem ein seine Frequenz periodisch veränderndes Frequenz-Stellmittel,
z.B. in Fora ©ines seine Kapazität periodisch ändernden Kondensators,
und ein auf die Amplitudenhöhe ansprechendes Schaltungsteil, z.B. in lorm eines Spitzenvoltmeters. Die Kondensator-
platten eind vorteilhaft In den Seitenwänden von Schwingförderern
angeordnet, die den Tabak konstant verdichten und für gleichmäßige Maase je Raumeinheit sorgen.
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0QM43/0Q3Q
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Stw.: Heißluftröste-konstante Gut zufuhr - Hauni-Akte Br. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Eine sehr schnelle Änderung der zugeführten Wärme ist erreichbar, wenn das erste Stellglied eine Klappe für Heißgas, z.B.
Heißluft, ist. Besonders schnell und daher vorteilhaft wirkt eine Mischklappe, die das Verhältnis von heißer Luft und kalter
Frischluft ändert, so daß praktisch keine Wärmeträgheiten im
Stellglied aiftreten können. Die zugeführte Wärme kann in Abhängigkeit
von dem Meßergebnis sehr genau gesteuert werden, wenn ein Temperaturregelkreis unterlagert wird, der von der Feuchteabweichung
(Differenz von Soll- und Istwerten) geführt wird. Der Istwert des Temperaturregelkreises wird dann von einem Meßwertgeber
für die Temperatur der Heißluft abgegeben. Gibt die zweite Wärmequelle ebenfalls Heißluft ab, dann kann
ebenfalls eine steuerbare Klappe als Stellglied vorgesehen sein. Dieser Klappe ist dann vorteilhaft ebenfalls ein Meßwertgeber
für die Temperatur der Heißluft nachgeordnet, der als Istwertgeber eines unterlagerten Temperaturregelkreises dient.
Ein ähnlicher unterlagerter Regelkreis kann vorgesehen sein, wenn die zweite Wärmequelle Heizdampf abgibt, dessen Zufuhr
durch ein Ventil steuerbar ist. Der unterlagerte Regelkreis hat dann zweckmäßig den Dampfdruck oder die Dampf tempera tür als Regelgröße
.
Zur Zufuhr von Tabak in gleichmäßigem Mengenfluß kann gemäß der Erfindung eine Austragvorrichtung vorgesehen sein, die Tabak
stetig aus einem konstanten Vorrat austrägt. Eine derartige ungesteuerte Austragvorrichtung arbeitet bereits recht
genau. Noch genauer ist allerdings eine Dosiervorrichtung, deren Austragvorrichtung noch diroh eine Meßvorrichtung, z.B. eine
Bandwaage, für den ausgetragenen Tabak gesteuert ist.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 eine Trocknungstrommel mit einer steuerbaren Heißluft abgebenden Wärmequelle am Eingang und einer steuerbaren
Heizdampf abgebenden Wärmequelle am Ausgang,
0Q9843/QS38
Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzüiuhr -**Haüni-Jiß:te**Nr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Figur 2 eine Variante zu Figur 1 mit einer steuerbare Heißluft abgebenden Wärmequelle am Ausgang der Trocknungs-
trommel,
Figur 3 einen Schnitt III-III durch eine Schwingförderrinne,
Figur 3 einen Schnitt III-III durch eine Schwingförderrinne,
die mit Platten für einen Meßkondensator versehen ist, Figur 4 eine Dosiervorrichtung mit einer in Abhängigkeit von
ausgetragenem Tabak gesteuerten Austragvorrichtung, Figur 5 eine ungesteuerte Austragvorrichtung.
In Figur 1 ist einem Trocknungsförderer 1 eine von einem Zuförderer
2 beschickte erste Feuchtemeßvorrichtnng 3 vorgeordnet und eine zweite Feuchtemeßvorrichtung 4 nachgeordnet. Dem Trocknungsförderer
1 ist eingangsseitig eine Heißluft abgebende erste Wärmequelle 6 zugeordnet, deren Wärmeabgabe mittels eines ersten
Stellgliedes 7 steuerbar ist. Dem Trocknungsförderer 1 ist ausgangsseitig eine Heizdampf abgebende zweite Wärmequelle 8 zugeordnet,
deren Wärmeabgabe mittels eines zweiten Stellgliedes 9 steuerbar ist.
Der Trocknungsförderer 1 ist als Trocknungstrommel 11 mit Heisschlangen
12 für Dampf, die für den in der Trocknungstrommel 11
befindlichen Tabak al** Schaufeln dienen, ausgebildet. Eingangsseitig
ist die Trocknungs^rcmmel 11 mit einer Einlaßrutsche 13
für Tabak und einem Einlaß 14 für Heißluft versehen. Der Einlaßrutsche 13 ist eine Schwingförderrinne 16 vorgeordnet, in
dessen Seitenwänden 17 und 18 (nicht sichtbar) Kondensatorplatten 19 bzw. 21 (nicht sichtbar), die zu der ersten Feuchtemeßvorrichtung
3 gehören, angeordnet sind. Der Tabak 20 in zumindest annähernd konstantem Mengenfluß heranfördernde Zuförderer 2 ist
als Förderband 22 ausgebildet. Ausgangsseitig ist der Trocknungstrommel 11 eine Auslaßrutsche 23 und dieser ein Förderband 24
nachgeordnet, das den ausgetragenen Tabak einer Schwingförderrinne 26 übergibt, in deren Seitenwänden 27 und 28 Kondensatorplatten 29 bzw. 31, die zu der zweiten Feuchtemeßvorrichtung 4
gehören, angeordnet sind (28 und 31 in Figur 3 sichtbar). Der Schwingförderrinne 26 ist ein Förderband 32 nachgeordnet, das
den Tabak 20 in konstantem Mengenfluß abfördert. Ausgangsseitig ist auch eine Absaughaube 33 mit einem Ventilator 34 zur Brüdensowie
ein Einlaß 36 für Heizdampf vorgesehen. Die
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Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte Nr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Trocknungstrommel 11 stützt sich auf Rollen 37 und 38 ab, die in Lagern 39 bzw. 41 gelagert sind, und ist mittels eines Elektromotors
42 antreibbar.
Die erste Feuchtemeßvorrichtung 3 weist außer den Kondensatorplatten 19 und 21 einen Schwingkreis 43 auf, der τοη einem Hochfrequenzgenerator
44 gespeist wird, und dessen Frequenz um einen bestimmten Wert, den Resonanzpunkt, durch ein Frequenzstellmittel
in Form eines Kondensators 46 mit periodisch veränderbarer Kapazität veränderbar ist. Die Amplituden des Hochfrequenz-Schwingkreises
43 werden durch die Kapazität des von den Kondensatorplatten 19 und 21 gebildeten Kondensators, die von der Feuchte
des Tabaks abhängt, beeinflußt. Die Amplituden mißt ein Schaltungsteil in Form eines Spitzenvoltmeters 47, dessen Ausgangssignal
der Feuchte des angelieferten Tabaks 20 entspricht. Der Feuchtesollwert ist ein dem Schleifer 48 eines Potentiometers
49 abnehmbares elektrisches Signal. Zur Bildung der Feuchteabweichung (also der Differenz von Soll- und Meßwert) dient
die erste Vergleichsstelle 51, der eine zweite Vergleichsstelle 52 für einen unterlagerten Temperaturregelkreis nachgeschaltet
ist. Dessen Sollwert (Führungsgröße) ist die von der ersten Vergleichsstelle 51 gebildete Feuchteabweichung, der Istwert
kommt über einen Temperaturmeßwertgeber 53 in einer eingangsseitigen Heißluftleitung 54. Dem Temperaturmeßwertgeber 53 ist
ein Meßwertumformer 56 nachgeschaltet. Der zweiten Vergleichsstelle 52 ist ein Regelverstärker 57 und diesem ein Leistungsverstärker
58 nachgeschaltet, der das einen Stellmotor 59 für eine Luftklappe 61 aufweisende Stellglied 7 für die erste Wärmequelle
6 steuert. Die erste Wärmequelle 6 zur Erzeugung von Heißluft ist als elektrische Heizung 63 ausgebildet, durch die
ein Ventilator 64 angesaugte Frischluft fördert, die von der elektrischen Heizung 63 erwärmt wird. Die Luftklappe 61 ändert bei
einer Verstellung sowohl die Zufuhr der Heißluft als auch der Frischluft, die durch die Erischluftöffnung 66 angesaugt wird
und sich mit der Heißluft mischt.
009843/0939
3 "T'VJ \ Ί .:-./..: Ί90Ί690
.: Heißluftröste-konstante Gutiiiiiular -.Ilawai-Akte-frr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Die ausgangsseitige zweite Feuchtemeßvorrichtung 4 ist ähnlich
ausgebildet wie die erste Feucbtemeßvorricbtung 3. Den Teilen 43, 44, 46, 47, 48, 49 und 51 der ersten Meßvorrichtung 3
entsprechen die Teile 67, 68, 69, 71, 72, 73 und 74 der zweiten Meßvorrichtung 4, die nicht mehr "besonders erläutert zu werden
brauchen. Der zweiten Vergleichsstelle 76 wird außer der Feuchtere ge labweicnung auch der von einem Meßwertgeber 77 abgenommene
und von einem Meßwandler 78 in ein elektrisches Signal umgewandelte Dampfdruck zugeführt, so daß dem Feuchteregelkreis ein
Dampfdruckregelkreis unterlagert ist. 79 und 81 sind Regel- bzw.
Leistungsverstärker. 81 steuert das Stellglied 9 der zweiten Wärmequelle 8. Stellglied 9 umfaßt einen Stellmotor 83 für ein
in der Dampfzuleitung 84 angeordnetes Stellventil 86. Durch die Dampfzuleitung 84 kann dem Trommeltrockner 11 von der als Dampferzeuger
ausgebildeten zweiten Wärmequelle 8 Heizdampf zugeführt werden, dessen Zufuhr mittels des Stellventils 86 steuerbar ist.
Die Anordnung der Kondensatorplatten 29 und 31 in den Seitenwänden 27 und 28 der Schwingförderrinne 26 ist in Figur 3 dargestellt,
In gleicher Weise sind die Kondensatorplatten 19 und 21 in den Seitenwänden 17 bzw. 18 der Schwingförderrinne 16 angeordnet.
Einzelheiten der an sich bekannten Feuchtemeßvorrichtungen 3 und sind der eingangs erwähnten USA-Patentschrift 3.372.488, insbesondere
in Figur 4, zu entnehmen.
Wirkungsweise der Trocknungsvorrichtung der Figur 1: Das Förderband 22 fördert Tabak 20 in konstantem Mengenfluß herbei.
Die Bildung dieses konstanten Mengenflusses wird in den Figuren 4 und 5 beschrieben. Der Tabak 20 wird auf die Schwingförderrinne
16 übergeben und von da in die Einlaßrutsche 13 gefördert, von wo er in die Trocknungstrommel 11 gelangt.
Die Feuchte des die Sondensatorplatten 19 und 21 durchsetzenden Tabaks wird in der ersten Feuchtemeßvorrichtung 3 gemessen. Die
Amplituden der Resonanzschwingungen sind von der Feuchte abhängig und ergeben daher nach Gleichrichtung ein elektrisches
Gleichspannungssignal, dessen Größe ein Maß für die Feuchte ist.
An der ersten Vergleiohsstelle 51 wird die Differenz zwischen
dem von dem Potentiometer 49 abgegebenen Sollwert und dem von der Feuohtemeßvorriohtung 3 abgegebenen Meßwert gebildet.
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Das dieser Differenz entsprechende elektrische Signal beaufschlagt
als Sollwert die zweite Vergleichsstelle 52, der außerdem ein von dem Temperaturmeßwertgeber 53 abgegebenes, der '
Temperatur der Heißluft in der leitung 54 entsprechendes elektrisches Signal zugeführt wird. Die an der zweiten Vergleichsstelle 52 gebildete Differenz wird von dem Regelverstärker 57
und dem Leistungsverstärker 58 verstärkt und steuert den Stellmotor
59, der entsprechend der oben erwähnten Differenz und ihrem Vorzeichen die Heißluftklappe 61 verstellt. Entsprechend der
Anfangsfeuchte des in die Trocknungstrommel 11 eingeführten Tabaks 20 wird die Temperatur der zugeführten Heißluft, die im
Gleichstrom mit dem Tabak strömt, geregelt. Der Tabak wird durch die Trocknungstrommel 11 gefördert, wobei er zusätzlich zu
der Heißluft mittels die Heizschlangen 12 durchströmenden Heizdampfes
getrocknet wird. Am Ausgang der Trocknungstrommel 11
rutscht der Tabak über die Auslaufrutsche 23 auf das Förderband
24, das ihn der Schwingförderrinne 26 übergibt, von wo der Tabak auf das Förderband 32 gelangt. Während sich der Tabak auf
der Schwingförderrinne 26 befindet, wird durch die zweite Meßvorrichtung 4 seine Endfeuchte gemessen. An der ersten Vergleichs stelle
74 werden die Feuchteregelabweichungen gebildet, die der zweiten Vergleichsstelle 76 als Sollwerte (Führungsgrößen) für
den unterlagerten Dampfdruckregelkreis zugeführt werden. Die
von dar zweiten Vergleichsstelle 76 gebildete Regelabweichung wird von Regelverstärker 79 und Leistungsverstärker 81 verstärkt
und steuert den Stellmotor 83, der das Stellventil 86 in der Dampfzuleitung 84 entsprechend der Größe und dem Vorzeichen der
Regelabweichung beeinflußt. Die zweite Wärmequelle gibt demnach
die Wärme ab, die zur Kompensation der von dem eingangsseitigen
Feuchtesteuerkreis, der in regelungstechnischer Hinsicht keine echte Feuchteregelung, sondern eine Störgrößen-Aufschaltung
ist, noch nicht ausgeregelten Feuchteabweichungen dient.
Der Unterschied der in Figur 2 dargestellten Variante gegenüber der Trooknung3vorrichtung der Figur 1 besteht im wesentlichen darin,
daß die zweite steuerbare Wärmequelle 108 eine elektrische Heizung 188 zur Erhitzung von Heißluft ist. Die zweite Feuchtemeß-
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vorrichtung 104 entspricht der zweiten Feuchtemeßvorrichtung 4 der Figur 1. Sie ist ebenso wie die übrigen gleichartigen Teilen
der Figur 1 entsprechenden Teile der Figur 2 mit gleichen Bezugszeichen, vermehrt um 100, gekennaächnet und nicht mehr besonders
erläutert. Dem ausgangsseitigen Feuchteregelkreis unterlagert ist in Figur 2 nunmehr aber ein Temperaturregelkreis mit einem
Temperaturmeßwertgeber 189 in einer Heißluftleitung 191, dem ein Meßwertumformer 190 nachgeschaltet ist. In der Heißluftleitung
191 ist ein Ventilator 192 angeordnet. Das zweite Stellglied besteht in einer von einem Stellmotor 183 betätigten Heißluftklappe
193, die das Verhältnis der von der elektrischen Heizung 188 erwärmten Heißluft und der durch eine FrischluftÖffnung
angesaugten Frischluft beeinflußt. Die von der zweiten steuerbaren Wärmequelle 108 abgegebene Heißluft strömt in der Trocknungstrommel 111 im Gegenstrom zum Tabak 120 und verläßt wie die eingangsseitig
in die Trocknungstrommel 111 eingeblasene Heißluft,
die im Gleichstrom mit dem Tabak strömt, die Trocknungstrommel
111 durch den nunmehr in der Mitte der Trocknungstrommel 111 angeordneten Brüdenabzug 196. Durch eine separate Dampfzuleitung
184 von einer dritten Wärmequelle 197 abgegebener Heizdampf dient zur Grundheizung unö ist nicht gesteuert.
Wirkungsweise der Trocknungsvorrichtung der Figur 2: Die Wirkungsweise entspricht im wesentlichen derjenigen von
Figur 1, mit dem Unterschied, daß die zweite Wärmequelle 108 Heißluft abgibt und das zweite Stellglied 109 daher als Heißluftklappe
ausgebildet ist. Dem ausgangsseitigen Feuchteregelkreis ist nunmehr ein Temperaturregelkreis unterlagert, dessen
Istwert der Temperaturmeßwertgeber 189 in der Heißluftleitung
191 abgibt und dessen Regelabweichung an der zweiten Vergleichsstelle 176 gebildet wird.
In Figur 4 ist eine Dosiervorrichtung dargestellt, die Tabak 20 in konstantem Mengenstrom auf das Förderband 22 fördert.
Die Dosiervorrichtung der Figur 4 besteht aus einem Vorratsbehälter
201 für einen großen Vorrat 202 von Tabakblättern, dem in "n'orderrichtung der Tabakblätter ein die Tabakzufuhr zu einem
rtau3chacht 230 steuernder Zweipunktregelkreis 231 zur Bildung
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eines annähernd konstanten Vorrats von Tabak 204 nachgeoraneT ist.
Der Zweipunktregelkreis 231 umfaßt im Stauschacht 230 übereinander
angeordnete Lichtschranken 232 und 233, bestehend jeweils aus Lichtquellen 234 bzw. 236 und fotoelektrischen Empfängern
237 bzw. 238. Letzteren sind an sich bekannte Verzögerungsglieder 239 bzw. 241 nachgeschaltet, denen wiederum Speicher 242 bzw.
mit Speichereingängen a und Löscheingängen b nachgeschaltet sind.
Die Ausgänge c der Speicher 242 und 243 beaufschlagen jeweils eine Wicklung eines Zweiwicklungsrelais 244, in dessen Schaltkreis
ein Schaltschütz 246 liegt, das über seine Kontakte a die Wicklung höherer Polzahl (niedere Drehzahlen), über seine Kontakte b die
Wicklung niederer Polzahl (höhere Drehzahlen) eines polumschaltbaren Asynchronmotors 247 an ein Drehstromnetz 245 legt. Der Asynchronmotor
247 bildet einen Teil des Stellgliedes des Zweipunktregelkreises 231, zu dem außerdem ein Zusetzer 248 in Form eines
von dem Asynchronmotor 247 angetriebenen, über zwei Rollen 249 und 251 geführten Stiftbandes 252 gehört. 253 ist ein Bodenband.
An den Zweipunktregelkreis 231 schließt sich eine Austragvorrichtung
206 zum Austragen von Tabak 20 in gleichmäßigem, stetigem Mengenfluß,
z.B. in -Form eines Tabakvlieses an, die im untersten
Bereich 207 des konstanten Tabakvorrates 204 angeordnet ist und im wesentlichen aus einem Endlosförderer in Form eines über Rollen
208 und 209 geführten Förderbandes 211 besteht. 212 ist ein als Gleichstrommotor ausgebildeter Antrieb für das Förderband 211.
Der Austragvorrichtung 206 nachgeordnet ist eine Meßvorrichtung 213 zum Messen des Mengenflusses des entnommenen Tabaks, die im
wesentlichen aus einer Bandwaage 214 besteht. Der die.Tabakbelegung
des von einem Antriebsmotor 215 angetriebenen Bandes 216 der Bandwaage 214 erfassende Waagebalken 217 wirkt auf den Abgriff 218
eines Potentiometers 219. Die Spannung an diesem Abgriff bildet ein Maß für das Gewicht der Tabakbelegung der Bandwaage 214.
Der Bandwaage 214 nachgeordnet ist eine Stellvorrichtung 221 zur Beeinflussung der Tabakentnahme im Sinne eines gleichmäßigen Mengenflusses.
Unter Mengenfluß wird hierbei der Durchsatz des Tabaks verstanden, der als Tabakgewicht pro Zeiteinheit definiert
ist. Die vorgenannte Stellvorrichtung 221 besteht im we-
- 13 009843/0939 ORtGINALtNSPECTEO
Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzufubr - Hauni-Akte Nr. 1£39
Bergedorf, den 13. Januar 1969
sentlichen aus einer von der Bandwaage 214 gesteuerten Schaltungsanordnung
222 zur Drehzahlsteuerung des Antriebes (Gleichstrommotor 212) des Förderbandes 211. Die Schaltungsanordnung 222 umfaßt
einen Vorverstärker 223 und einen diesem nachgeschalteten leistungsverstärker in Form eines Magnetverstärkers 224, der
die Ankerwicklung des Gleichstrommotors 212 speist. Anstelle
eines Magnetverstärkers kann selbstverständlich auch ein anderer Verstärker wie ein Verstärker mit steuerbaren Gleichrichterelementen,
z.B. mit thyristoren, Verwendung finden. Derartige Verstärker werden z.B. von der Firma AEG unter der Bezeichnung
MINISEMI, Typ 150/20, vertrieben. 226 ist eine Vergleichsstelle, an der das elektrische Signal, das von der Bandwaage 214 abgegeben
wird und das dem Meßwert des Mengenflusses entspricht, und ein weiteres Signal, das der Abgriff 227 eines Sollwertpotentiometers
228 abgibt, miteinander verglichen werden. An der Vergleichsstelle 226 wird die Differenz beider Signale ebenfalls
als elektrisches Signal gebildet, das als Regelabweichung dem
Vorverstärker 223 zugeführt ist. An die Bandwaage 214 schließt sich in Förderrichtung des Tabaks das Förderband 22 an, auf dem
der Tabak 2O{ 120)in gleichmäßigem Mengenfluß der Trocknungstrommel
11 (111) der !Figuren 1 (bzw. 2) zugefördert wird.
Die in Figur 4 beschriebene Anordnung arbeitet wie folgt: Die Bildung des definierten Tabakvorrates 204 im Stauschacht
erfo]$ durch den Zweipunktregelkreis 231, der die Tabakzufuhr
bei Unterschreiten einer bestimmten Tabakmenge im Stauschacht erhöht, bei Überschreiten einer bestimmten Menge vermindert.
Hierbei wird die Höbe des konstanten Tabakvorrates 204 annähernd
konstant gehalten.
Im einzelnen läuft der Regelvorgang zur Bildung des konstanten Tabakvorratee 204 in folgender Weise ab. Es wird von dem gezeichneten
Zustand der Schaltmittel ausgegangen, bei dem sich die Oberfläche des Tabakvorrates 204 zwischen der oberen lichtschranke
233 und der unteren lichtschranke 232 befindet. Der Speicher
243 gibt ein Ausgangssignal ab, das eine Wicklung a don Relais
244 erregt. Der Kontakt ο ist daher geschlossen (gezeichnete
Schaltstellung). Das Schaltschütz 246 hat dann angesprochen und verbindet Über seine Kontakte a die Wicklung höherer Polzahl
- 14 nnoo/. ι y η η ο η
Stw.: Heißluftröste-konstante G-ut'zuführ -*Hauni-A*kte* IJr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
des polumschaltbaren Asynchronmotors 247 mit dem Drehstromnetz
245. Der polumschalfbare Asynchronmotor 247 läuft daher mit seiner
niederen Drehzahl. Dia Oberfläche des definierten Tabakvorrates
204 sinkt allmählich ab, bis sie die untere Lichtschranke 232, die in Hellschaltung (Ausgangssignal bei Lichtdurchgang)
arbeitet, freigibt. Der fotoelektrische Empfänger 237 gibt darauf ein Ausgangssignal auf den Speichereingang a des Speichers
242, dessen Ausgang c dann ein elektrisches Signal abgibt, und ein Löschsignal auf Löscheingang b des Speichers 243, dessen elektrisches
Ausgangssignal verschwindet. Das Ausgangssignal des Speichers 242 erregt Wicklung b des Relais 244, was zum Öffnen
des Kontaktes c führt. Das Schaltschütz 246 wird entregt und wechselt den Schaltzustand seiner Kontakte a und b, so daß
nunmehr die Wicklung niederer Polzahl des polumschaltbaren Asynchronmotors 247 (über die Kontakte b) mit dem Drehstroianetz 245
verbunden ist. Der Motor 247 lauft daraufhin mit höherer Drehzahl,
so daß das Stiftband 252 dem Stauschacht 230 mehr Tabak je Zeiteinheit zuführt. Das Ausgangssignal des Speichers 242
bleibt erhalten, auch wenn die Lichtschranke 232 wieder von dem anwachsenden Tabakvorrat 204 unterbrochen wird. Erreicht die
Oberfläche des Tabakvorrates die in Dunkelschaltung (Ausgangssignal bei Lichtunterbrechung) arbeitende Lichtschranke 233, so
wird der von der Lichtquelle 236 ausgehende Lichtstrahl unterbrochen, und der fotoelektrische Empfänger 238 gibt ein Speichersignal
an den Speichereingang a des Speichers 243, an dessen Ausgang c ein Signal erscheint, und ein Löschsignal an den
Löscheingang b des Speichers 242, dessen Ausgangssignal verschwindet. Nunmehr wird wieder die Wicklung a des Relais 244 erregt,
was zum Umschalten des Kontaktes c in die gezeichnete Stellung führt. Das Schaltschütz 246 wird erregt und ändert den Schaltzustand
seiner Kontakte a und b, so daß nunmehr wieder die der niederen Drehzahl des polumschaltbaren Asynchronmotors 247 zugeordnete
Wicklung mit dem Drehstromnetz 245 verbunden ist. Infolge der niederen Geschwindigkeit fördert das Stiftband 252
nunmehr weniger Tabak innerhalb einer Zeiteinheit zu dem Stauschacht 230, so daß die Oberfläche des Tabakvorrates 204
wieder abnimmt. Auch nach Freigabe der Lichtschranke 233 bleibt der Schaltzustand des Relais 244 erhalten, da der Zustand dea
- 15 009843/09^9
ORIGINAL. INSPECTED
Stw.: Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte Nr. ΙΟ39
Bergedorf, den 13. Januar 1969
Speichers 243 erhalten bleibt. Auf die geschilderte Weise bewegt
sich die Oberfläche des Tabakvorrates 204 stets innerhalb der durch die Lichtschranken 232 und 233 festgelegten Niveauhöhe,
so daß der Tabakvorrat innerhalb der Grenzen konstant bleibt. Die Verzögerungsglieder 239 und 241 sorgen dafür, daß kurzzeitiges
Abdecken bzw. Freigeben der Lichtschranken durch fallenden Tabak keine Fehlschaltungen verursachen. Auf die geschilderte
Weise ist es relativ einfach und betriebssicher möglich, einen für den Zweck der Erfindung genügend konstanten Tabakvorrat 204
aufrechtzuerhalten. Aus der untersten Schicht des Tabakvorrates 204 im Stauschacht 230 entnimmt das als Bodenband arbeitende
Förderband 211 laufend Tabak, den es als Schicht austrägt und der Bandwaage 214 zuführt. Der Mengenfluß ist bei gleichbleibenden
Bedingungen bereits recht gleichmäßig. Die Bandwaage 214 erfaßt laufend das Gewicht je Flächeneinheit (Durchsatz) des
dem Tabakvorrat 204 entnommenen, d.h. des aus dem Stauschacht 230 ausgetragenen Tabaks 20. Der Abgriff 218 des Potentiometers
219 gibt ein entsprechendes Signal ab, das an der Vergleiäisstellb
226 als Istwert mit einem von dem Abgriff 227 des Potentiometers 228 abgegebenen, dem Sollwert entsprechenden Signal verglichen
wird. Das Differenzsignal der Soll- und Istwertsignale, das von der Vergleichsstelle 226 abgegeben wird, steuert den Vorverstärker
223 aus, der seinerseits den Magnetverstärker 224 steuert. Die Steuerung erfolgt im Sinne der Vergleichmäßigung des aus
dem definierten Tabakvorrat 204 ausgetragenen Mengenflusses. Steigt dieser also an, so wird die Drehzahl des Gleichstrommotors
212 verringert, fällt er ab, so wird die Drehzahl erhöht.
Die Austragvorrichtung der Figur 5 ist insbesondere für Schnitttabak
geeignet, dessen Austrag wegen der ungleichmäßigen Verhaftung der einzelnen Tabakfasern untereinander besondere Probleme
bildet. In einem Behälter 301 befindet sich ein größerer Vorrat Schnittabak 302. Der Zusetzer 348 besteht aus einer Stachelwalze
360, aus deren Stacheln eine Schlägerwalze 361 den Tabak herausschlägt. Eine Stachelwalze 362 kämmt überschüssigen Tabak
von der Stachelwalze 360 ab. Von einem Zweipunktregelkreis
■"531, der 231 der Figur 4 entspricht sind nur die Lichtschranken
"ö2 und 333 angedeutet, die im Stauschacht 330 übereinander
-1G- ·;.?: : .,:■--.. 0 0 9 8 U 3 / Π 9 3 U
S*tw.: Heißluftröste-konstante Gute^^r -•Ha4ni-A4rte«*Iir. 1039
Bergedorf, den 13.Januar 1969
angeordnet sind. Im untersten Bereich 307 des Stauschachtes ist wieder eine als Endlosförderer ausgebildete Austragvorrichtung
306 in Form einer Stachelwalze 364 angeordnet, aus deren Stacheln eine Schlägerwalze 3.66 den Tabak herausschlägt.
Dieser Tabak 20 gelangt als Vlies auf das Förderband 22, das ihn in gleichmäßigem Mengenfluß der Trocknertrommel 11 (111)
in Figur 1 (bzw. 2) zufördert. Der Zweipunktregelkreis 331 zur Regelung der Höhe des konstanten Tabakvorrates 304 im Stauschacht
330 durch Steuerung des nicht dargestellten Antriebs der Stachelwalze 360 ist wie bei Figur 4 (231) ausgebildet und daher nicht
mehr besonders dargestellt.
Die Anordnung der Figur 5 arbeitet wie folgt:
Die Funktionsweise ist im Prinzip die gleiche wie bei der Anordnung
der Figur 4. Die Lichtschranken 332 und 333 und der Zweipunktregelkreis
331, von dem die Lichtschranken einen Teil bilden, sorgen für einen annähernd konstanten Tabakvorrat 304 durch
Zweipunktsteuerung der Stachelwalze 360. Yon dem Tabakvorrat
304 trägt die Stachelwalze 364 stetig Tabak 20 auf das Förderband 22 aus.
Da die Entnahmevorrichtung der Figur 5 stets Tabak 20 aus einem fast gleichbleibenden Torrat entnimmt, wird bereits eine gute
Vergleichmäßigung des Austrage erzielt. Letzte Schwankungen, die bei unkontrollierter Austragung z.B. infolge unterschiedlicher
Tabakgröße, Tabakbeschaffenheit und anderer Einflußgrößen (physikalischer Zustand des Tabaks) hervorgerufen werden, werden
durch die gesteuerte Austragung des Tabaks aus dem Tabakvorrat 304 beseitigt.
Der besondere Tortel der Erfindung besteht darin, daß infolge
der Tabakzufuhr in konstantem Mengenfluß, die in dem für eine genaue Trocknerregelung erforderlichen Maß relativ leicht erreichbar
ist, eine einwandfreie Steuerung der besonders wichtigen ersten Wärmequelle möglich wird. Unkontrollierbare Überlagerungen
mehreasr Meßgrößen, die bei Niohtlinearitäten in einzelnen Meßkreisen
besonders nachteilig sind und zu Störungen Anlaß geben können, sind ausgeschaltet. Bei einer Ausführungsform gemäß
Figur 2, bei der dem Trockner ausgangsseitig ebenfalls Heißluft
im Gegenstrom zur Tabakbewegung zugeführt wird, kann wegen der
009843/0939 ORIGINAL INSPECTED
Stw.; Heißluftröste-konstante Gutzufuhr - Hauni-Akte Nr. 1039
Bergedorf, den 13. Januar 1969
sehr exakten Steuerung der eingangsseitigen Wärmezufuhr die Temperatur
der ausgangaseitigen Heißluft relativ niedrig sein. Ausserdem
gestattet die Verwendung von Heißluft am Ausgang des Trockners sohnelle Inderungen "bei durch die zweite Peuchtemeßvorriobtung
gemeldeten Abweichungen des leuohtemeßwertes von einem
Sollwert. Eine Dampf zuführende zweite Wärmequelle hat den Vorteil, daß mit verhältnismäßig kleinem Aufwand eine praktisch "beliebig
große Wärmezufuhr möglich ist.
- Patentansprüche -
ORIGINAL INSPECTED
Claims (18)
1. Verfahren zum Trocknen von Tabak, "bei welchem stetig zugeführtem
Tabak mittels zweier Wärmequellen Wärme zugeführt und dabei
dem Tabak fortlaufend feuchte entzogen wird, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte:
a) Zuführen des Tabaks (20, 120) in zumindest annähernd konstantem
Mengenfluß (Menge je Zeiteinheit),
b) Messen der Feuchte des Tabaks, bevor der Tabak in den Einflußbereich
der ersten Wärmequelle (6) kommt, und Steuern der Wärmezufuhr von der ersten Wärmequelle in Abhängigkeit von
dem ersten Feuchtemeßwert,
c) Messen der Feuchte des Tabaks, nachdem dieser den Einflußbereich
der zweiten Wärmequelle (8, 108) verlassen hat, und Steuern der Wärmezufuhr von der zweiten Wärmequelle in Abhängigkeit
von dem zweiten Meßwert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von
der ersten Wärmequelle (6) ein heißes- Gas, vorzugsweise Heißluft,
zugeführt wird (Fig. 1, Fig. 2).
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, d=tß von der zweiten Wärmequelle (108) Heißgas, vorzugsweise
Heißluft, zugeführt wird (Eig. 2).
4. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von der zweiten Wärmequelle (108) Heizdampf zugeführt wird
(Fig. 1).
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder zweite Meßwert (Istwert) mit vorgegebenen Werten (Sollwerten) zur Bildung
von Feuohteabweiohungen vergliohen werden und daß die Feuohteabweiohungen
Sollwerte unterlagerter Temperatur- oder Dampfdruckregelkreise
sind, die die Wärmezufuhr steuern.
00984 3/0938 original inspected
Stw.: 'Heißluftröste-konstante kow
Bergedorf, deo 13. Januar 1969 Jq
6. Terfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Tabak einem zumindest annähernd konstant gehaltenen Torrat laufend entnommen und zur
Trocknung zugeführt wird.
7. Terfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem zumindest annähernd konstant gehaltenen Torrat laufend
entnommene Tabak gemessen, vorzugsweise gewogen und die Entnahme in Abhängigkeit von dem Meßwert gesteuert wird (Pig. 4).
8. Torrichtung zum Trocknen von Tabak mit einem Trocknungsförderer,
dem zwei steuerbare Wärmequellen zugeordnet sind, zum Ausüben des Terfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) ein Zuförderer (2) zum Heranfördern von Tabak (20) zu dem Trocknungsförderer
(1) in zumindest annähernd gleichem Mengenstrom,
b) eine erste, die Feuchte des Tabaks am Eingang des Trocknungsförderers (1) erfassende Feuchtemeßvorricbtung (5),
c) ein von der ersten Meßvorrichtung (3) gesteuertes erstes Stellglied
(7) für die Steuerung der von der ersten Wärmequelle (6) dem Trocknungsförderer (1) eingangsseitig zugeführten Wärme,
d) eine zweite die Feuchte des Tabaks am Ausgang des Trocknungsförderers (1, 101) erfassende Feucbtemeßvorrichtung (4, 104),
e) ein von der zweiten Meßvorrichtung gesteuertes zweites Stellglied
(9t 109) für die Steuerung der von der zweiten Wärmequelle
(8, 108) dem Trocknungsförderer ausgangsseitig zugeführten Wärme,
9. Torrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Trocknungsförderer eine Trocknungstrommel (11, 111) ist.
10. Torriohtung nach Anspruch 8 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der Feuchtemeßvorrichtungen aus einem elektrischen Hochfrequenz-Schwingkreis (43, 67, 167) mit einem
die Amplitude der Hochfrequenz-Schwingungen beeinflussenden Kondensator, dessen Platten (19, 21; 29, 31; 129, 131) von dem Taoak
durohsetzt sind, mit einem die Frequenz des Hochfrequenz-Schwingkreises
periodisch verändernden Frequenzstellmittel (46,
ORIGINAL INSPECTED 009843/0939 —
. :wHeißluftröste-konstante Gutgiifüljr· ·- gai}H2-*Äljte«iir. 1039
Bergedorf,.den 13. Januar 1969
69, 169) und mit einem auf die Amplitudenhöhe ansprechenden Schaltungsteil (47, 71, 171) besteht.
11. Vorrichtung naoh, Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kondensatorplatten (19, 21 j 29, 31; 129, 131) in den Seitenwänden
(17, 18; 27, 28;?27, 128) einer Schwingförderrinne (16,
26, 126) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Stellglied (7) eine steuerbare
Klappe (61) zur Steuerung der Zufuhr von Heißgas, vorzugsweise Heißluft, aufweist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Stellglied (109) eine steuerbare Klappe (193) zur Steuerung der Zufuhr
von Heißgas, vorzugsweise Heißluft, aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Klappe (61, 193) ein Meßwertgeber (53, 189) für die
Temperatur der Heißluft als Istwertgeber eines unterlagerten Temperaturregelkreises
in Strömungsrichtung der Heißluft nachgeordnet ist und daß der Sollwertgeber dieses unterlagerten Temperaturregelkreises
eine Vergleichsstelle (51, 174) zur Bildung der Differenz zwischen dem Ausgangssignal eines Sollwertgebers (49,
173) für die Feuchte und einer Feuchtemeßvorrichtung (3, 104) ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Stellglied (9) eine steuerbare Klappe (Ventil) (86) zur Steuerung der Zufuhr
von Heizdampf zu Heizrohren (12) der Trooknungstrommel (11)
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
8 bis 15, gekennzeichnet durch eine dem Trocknungsförderer (1, 101) vorgeordnete Austragvorrichtung (206, 306) für
Tabak aus einem konstanten Vorrat (204, 304).
009843/0939
Stw.: HeiSluftröste-konstante GutEttfähr -••HatMi-JTRW'Er. 1039
Bergedoif, den 13. Januar 1969 ei
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Austragrorriöhtung (206) eine den Austrag steuernde Meßvor
riohtung (214) naohgeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17ι dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßvorriohtung eine Bandwaage (214) ist.
ORIGINAL iNSPECTED
009843/0939
Leerseite
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