DE1900029C3 - Sicherheitsventil - Google Patents
SicherheitsventilInfo
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Description
19 OO
Auslaßdruck eines Reglers. An der Oberseite ist die Membran mittels einer äußeren Feder 4 für den
Höchstabschlagdruck und einer inneren Feder 5 für den Mindestabschlagdruck belastet. Wird der zu kontrollierende
Druck zu hoch, bewegt sich die Membran nach oben. Wird dieser Druck zu niedrig, bewegt sich
die Membran nach unten.
Die Spindel 6 ist oben an die Membran gekuppelt und ist senkrecht verschiebbar in einer Bohrung 7 geführt.
Die Bohrung 7 befindet sich in einem Oberflansch 8. der eine Kammer 9 oben verschließt. Der Oberflansch
8 ist mit Bolzen lösbar auf dem Ventilgehäuse 10 festgesetzt Das untere Ende der Spindel 6 ist in
einer Buchse 11 geführt, die in einem Sackloch in dem
Boden der Kammer 9 angeordnet ist. Im Bereich ihres unteren Endes ist die Spindel 6 in ihrer Umfangswand
mit einer Einbuchtung 12 versehen. Diese wirkt mit einem Querstift 13 zusammen, der parallel zu sich
Selbst verschiebbar in Schlitzen 14 (s. F i g. 2) eines Führungsbügels 15 geführt ist. Dieser Bügel ist an der
Kammerwand festgesetzt. Der Querstift 13 ist mit einem die Spindel 6 umgebenden Bügel 16 verbunden,
der unter Wirkung einer Druckfeder 17 steht. Diese Feder zieht den Querstift in die Einbuchtung 12 hinein.
Der Bügel 16 ist mit einem Stift 18 fest verbunden, der die Kammerwand durchquert und den Schaltnocken 19
trägt. Wenn die Membran 2 die Spindel 6 nach ober oder nach unten bewegt, wird der Querstift 13 seitwärts
aus der Einbuchtung 12 gegen den Druck der feder 17 hinausgedrückt Demzufolge gibt der Schaltnocken 19
den Fallhebel 20 und den Ventilverschluß 21 frei. Der Ventilverschluß fällt dann auf seinen Sitz 22, unterstützt
von einer Feder 23, so daß der Mediumstrom im Ventilgehäuse unterbrochen wird.
Dank der beschriebenen Ausführung ist der Bedienungsmechanismus ganz dem Auge entzogen. Er ist
durch Entfernen des Oberflansches 8 zugänglich. Der Mediumsirom braucht dabei nicht unterbrochen zu
werden.
Bei Betriebsdrücken höher als 10 kg/cm2 werden der
Stift 18 und der Bügel 16 mittels eines Stiftes 24 entlastet, der an der rechten Seite des Bügels 16 befestigt ist
und sich bis in den Druckraum des Ventilgehäuses erstreckt Die Stifte 18 und 24 haben denselben Durchmesser,
der kleiner als der Druchmesser der Spindel 6 ist. Der Vorteil dieser Maßnahme ist eine geringere
Reibung.
Da die Spindel 6 mit ihrem unteren Ende nicht durch die Unterwand der Kammer 9 hindurchgeführt ist und
nur bei dem Stift 18 eine Abdichtung in Form von O Ringdichtungen 25 vorhanden ist, ist der Einfluß des
Mediumdruckes auf den Bedienungsmechanismus minimal. Die Verwendung des Stiftes 24, mit O-Ringdichtungen
26 abgedichtet, ist sehr wesentlich: es entfällt dadurch jegliche Beeinflussung von Druck Variationen
im Gehäuse.
Der Ventilverschluß 21 kann aus seiner Schließstellung (mit strichpunktierten Linien in F i g. 1 angedeutet)
in die geöffnete Stellung gemäß F i g. 1 zurückgebracht werden mit Hilfe eines Vierkantschlüssels, der
den Vierkant 27 (F i g. 3) der Ventilspindel 28 erfaßt, die sich bis außerhalb des Ventilgehäuses erstreckt. Gewöhnlich
ist der Vierkant 27 von einer Verschlußkappe 29 abgedeckt Da die Ventilspindel 28 durchbohrt ist (s.
bei 30 in Fi g. 3), ist die Dichtung der Ventilspindel während des Betriebes entlastet.
In der Wand des Ventilgehäuses ist ein Egalisationsnadelventil
31 (s. die F i g. 1 und 4) angeordnet, das bei geschlossenem Ventil und bei einem Mediumdruck im
Gehäuse von mehr als 1 kg/cm2 den Druck egalisiert.
Dichtungen 32 dichten die Kammer 9 hinsichtlich des Raumes 3 des Oberteils 1 ab.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Sicherheitsventil, dessen in einer Kammer angeordnete Membran einerseits durch den Gasdruck
zwischen dem Sicherheitsventil und einer Gasdruckregelstelle und andererseits durch Federdruck
belastet und mit einem Betätigungsmechanismus verbunden ist, mit dem mittels eines sich in den Innenraum
des Gehäuses erstreckenden Stiftes und eines mit dem Stift verbundenen Nockens die Ventilverscblußklappe
iri ihrer Offenstellung gehalten ist und mit dem bei Überschreitung eines eingestellten
Höchstdruckes oder Unterschreiten eines eingestellten .Mindestdruckes durch die Membranbewegung
die Verschlußklappe von dem Nocken für die Bewegung in die Schließstellung freigegeben
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsmechanismus in einer gas- und luftdichten
Kammer (9) im Innenraum des Ventilgehäuses angeordnet ist, der mit dem im Innenraum des Ventilgehäuses
herrschenden Gasdruck beaufschlagte Stift (18) abgedichtet durch die Wandung der Kammer
(9) in diese geführt ist und als Druckentlasturrgsglied ein weiterer Stift (24) abgedichtet in die
Kammer (9) geführt ist. der den gleichen Durchmesser wie der Stift (18) hat und der dem Stift (18) koaxial
gegenüberliegend angeordnet ist.
2. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (2) in an sich bekannter
Weise mit einer Spindel (6) verbunden ist und die Spindel (6) mit ihrem unteren Ende in einer
Führungsbuchse (11) in der unteren Wandung der luft- und gasdichten Kammer (9) geführt ist und sich
in Richtung auf die Membran (2) abgedichtet durch eine Bohrung (7) in einer die Kammer (9) abschließenden
Oberwr.nd (8) erstreckt, die derart angeordnet ist, daß sie ohne Unterbrechung des Mediumstromes
abnehmbar ist, und daß ferner der Betätigungsmechanismus einen Querstift (13) aufweist,
der mit einer am Umfang der Spindel (6) vorgesehenen Einbuchtung (12) zusammenwirkt und der parallel
zu sich selbst verschiebbar in Schlitzen (14) eines Führungsbügels (15) an der Innenwandung der
gasdichten Kammer (9) geführt ist und mit einem um die Spindel (6) herumgeführten Bügel (16) verbunden
ist, der das Druckentlastungsglied (24) trägt und unter die Wirkung einer Feder (17) gesetzt ist,
durch die der Querstift (13) in die Einbuchtung (12) hineinziehbar ist, wobei der Bügel (16) fest mit dem
durch die Wandung der gasdichten Kammer (9) geführten Stift (18) verbunden ist, der außerhalb der
Kammer den Nocken (19) trägt, derart, daß bei Bewegung
der Spindel (6) durch die Membran (2) in beiden Bewegungsrichtungen der Querstift (13) aus
der Einbuchtung (12) herausgedrückt und die Ventilverschlußklappe (21) durch den Nocken (19) frei
gegeben wird.
60
Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsventil, dessen in einer Kammer angeordnete Membran einerseits durch
den Gasdruck zwischen dem Sicherheitsventil und einer Gaddruckregelstelle und andererseits durch
Federdruck belastet und mit einem Betätigungsmechanismus verbunden ist, mit dem mittels eines sich in den
Innenraum des Gehäuses erstreckenden Stiftes und eines mit dem Stift verbundenen Nockens die Ventilverschlußklappe
in ihrer Offenstellung gehalten ist und nth dem bei Überschreitung eines eingestellten Höchstdruckes
oder Unterschreiten eines eingestellten Mindestdruckes durch die Membranbewegung die Verschlußklappe
von dem Nocken für die Bewegung in die Schließstellung freigegeben wird.
Bei Sicherheitsventilen der gattungsgemäßen Art so-'.vie
bei Sicherheitsventilen vergleichbarer Bauweise sind wesentliche Teile des Betätigungsmechanismus'
sowohl der Atmosphäre wie dem durchströmenden Gasmedium ausgesetzt, so daß es zu Korrosionserscheinungen
kommt, die wiederum Funktionsbeeinträchtigungen mit sich bringen, die gerade bei Sicherheitsventilen
im Hinblick auf die daraus resultierende Gefahr für Sachen und Personen äußerst nachteilig
sind. Es ist ferner bei den bekannten Sicherheitsventilen
die Gefahr eines Fehlverhaltens dadurch vorhanden, daß die Gasdruckschwankungen im Ventilgehäuse
sich aui Teile des Betätigungsmechanismus' auswirken können.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitsventil der grmungsgemäßen
Art zu schaffen, bei dem auf einfache Weise sowohl die Korrosionsgefährdung wie auch die Gefährdung durch
Gasdruckschwankungen beseitigt sind.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß der Betätigungsmechanismus in einer gas- und luftdichten
Kammer im Inneren des Ventilgehäuses angeordnet ist, der mit dem im Innenraum des Ventilgehäuses herrschenden
Gasdruck beaufschlagte Stift gedichtet durch die Wandung der Kammer in diese eingeführt ist und
als Druckentlastungsglied ein weiterer Stift abgedichtet in die Kammer geführt ist, der den gleichen Durchmesser
wie der Stift hat und der dem Stift koaxial gegenüberliegend angeordnet ist.
Durch die Unterbringung des Betätigungsmechanismus' in der gas- und luftdichten Kammer ist dieser vor
den korrodierenden Einflüssen sowohl des Gasmediums als auch der Außenluft geschützt. Die vorgesehene
Druckentlastung bewirkt dabei, daß die Schwankungen des Gasdruckes im Inneren des Ventilgehäuses sich
nichi mehr auf den Betätigungsmechanismus auswirken können. Die Unterbringung der gas- und luftdichten
Kammer im Innenraum des Ventilgehäuses führt ferner zu einer einfachen, kompakten Bauweise.
Die in dem Unteranspruch gekennzeichnete bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
trägt zu einer besonders einfachen Bauweise und zu einer einfachen Montage, Demontage und Wartung des
Sicherheitsventils bei.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend an Hand der Zeichnungen
näher erläutert.
F i g. 1 ist ein Längsschnitt durch ein Ventil gemäß der Erfindung.
F i g. 2 ist eine Teildarstellung des Ventils gemäß Fig. 1,
F i g. 3 ist ein Schnitt nach der Linie IfI-III der Fig.1,
Fig.4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der
Fig. 1.
Die F i g. 2 bis 4 sind auf größerem Maßstab gezeichnet als Fig. 1.
Das Oberteil 1 des Ventils enthält eine Membran 2. Der Raum unterhalb der Membran ist von dem zu kontrollierenden
Druck beaufschlagt. Meist ist dies der
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6817299A NL6817299A (de) | 1968-12-03 | 1968-12-03 | |
| NL6817299 | 1968-12-03 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1900029A1 DE1900029A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE1900029B2 DE1900029B2 (de) | 1975-10-02 |
| DE1900029C3 true DE1900029C3 (de) | 1976-05-13 |
Family
ID=
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