DE19962325A1 - Hubkolbenmaschine - Google Patents
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Abstract
Bei einer Hubkolbenmaschine mit wenigstens einem in einem Zylinder (1) angeordneten, mit umfangsseitig umlaufenden Kolbenringen versehenen Kolben (2), der auf einer vorzugsweise mit einem Flansch (4) versehenen Kolbenstange (3) aufgenommen ist und mit einer mit Kühlmittel beaufschlagbaren, in der Kolbenstange (3) vorgesehenen Steigleitung (15) kommunizierende, im Bereich des umlaufenden Kolbenmantels (8) vorgesehene, achsparallele Kühlbohrungen (12) aufweist, die über radiale Entsorgungskanäle (17) mit einer in der Kolbenstange (3) vorgesehenen Rücklaufleitung (18) kommunizieren, lässt sich dadurch eine Verbesserung der Kühlwirkung erreichen, dass jeder achsparallelen Kühlbohrung (12) wenigstens ein zur Rücklaufleitung (18) führender Entsorgungskanal (17) zugeordnet ist und dass zumindest der kühlbohrungsseitige Endbereich der Entsorgungskanäle (17) gegenüber der Kolbenachse nach radial außen ansteigend geneigt ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Hubkolbenmaschine, insbesondere einen Zweitakt-
Großdieselmotor, mit wenigstens einem in einem Zylinder angeordneten, mit
umfangsseitig umlaufenden Kolbenringen versehenen Kolben, der auf einer
vorzugsweise mit einem Flansch versehenen Kolbenstange aufgenommen ist, und
mit einer mit Kühlmittel beaufschlagbaren, in der Kolbenstange vorgesehenen
Steigleitung kommunizierende, im Bereich des umlaufenden Kolbenmantels
vorgesehene, achsparallele Kühlbohrungen aufweist, die über radiale
Entsorgungskanäle mit einer in der Kolbenstange vorgesehenen Rücklaufleitung
kommunizieren.
Eine Anordnung dieser Art ist beispielsweise aus der DK 16 14 05 B bekannt. Bei
dieser bekannten Anordnung verlaufen die zur Rücklaufleitung führenden
Entsorgungskanäle etwa rechtwinklig zur Kolbenachse. Parallel zur Kolbenachse
gerichtete Trägheitskräfte können hier zur Beschleunigung des in den rechtwinklig
zur Kolbenachse verlaufenden Entsorgungskanälen enthaltenen Kühlmittels nicht
genutzt werden. Es ist daher auch nicht möglich, unter der Wirkung von nach oben
gerichteten Trägheitskräften, wie sie bei der Verzögerung des Kolbens vor dem
oberen Totpunkt auftreten, das in den Entsorgungskanälen vorhandene Kühlmittel
in die Kühlbohrungen einzuleiten. Dies würde bei der bekannten Anordnung auch
zu einer über dem Umfang ungleichmäßigen Kühlung führen, da hier nicht jeder
Kühlbohrung ein Entsorgungskanal zugeordnet ist.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Anordnung eingangs erwähnter Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so
zu verbessern, dass eine gute Ausnutzung der Wärmeaufnahmekapazität des
Kühlmittels erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jeder achsparallelen
Kühlbohrung wenigstens ein zur Rücklaufleitung führende Entsorgungskanal
zugeordnet ist und dass zumindest der kühlbohrungsseitige Endbereich der
Entsorgungskanäle gegenüber der Kolbenachse nach radial außen ansteigend
geneigt ist.
Mit diesen Maßnahmen wird die vorstehend genannte Aufgabe auf höchst
einfache und kostengünstige Weise gelöst. Aufgrund der Neigung zumindest des
kühlbohrungsseitigen Endbereichs der Entsorgungskanäle wird beim Auftreten
von nach oben gerichteten Trägheitskräften, wie das beispielsweise bei der
Verzögerung des Kolbens vor dem oberen Totpunkt der Fall ist, das in den
Entsorgungskanälen enthaltene Kühlmittel und auch das in der Rücklaufleitung
hochgedrückte Kühlmittel in die Kühlbohrungen eingespritzt, was dort zu starken
Turbulenzen und damit zu einem guten Wärmeübergang führt. Das in die
Kühlbohrungen eingespritzte Kühlmittel trifft dabei auf den dem Mündungsbereich
in Richtung der Achse gegenüberliegenden Wandbereich der jeweils
zugeordneten Kühlbohrung auf und steigt an der Bohrungswand hoch bis zum im
Bereich der Kolbenkrone sich befindenden, oberen Bohrungsende, das vom
Kühlmittel überstrichen und damit ebenso wie die Bohrungswand gekühlt wird.
Hierdurch lässt sich ein besonders guter Kühlungseffekt erreichen, da das
eingespritzte Kühlmittel zu den thermisch besonders belasteten Bereichen des
Kolbens gelangt. Da jeder Kühlbohrung eine Entsorgungsleitung zugeordnet ist,
ergibt sich in vorteilhafter Weise über dem Kolbenumfang eine gleichmäßige
Kühlung, wodurch Wärmespannungen innerhalb des Kolbens entgegengewirkt
wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten
Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben. So können die
Kühlbohrungen vorteilhaft an ihrem unteren Ende durch einen umlaufenden
Ringkanal verbunden sein, von dem die zur Rücklaufleitung führenden
Entsorgungskanäle abgehen, wobei das ringkanalseitige Ende der
Entsorgungskanäle höher als der Boden des Ringkanals angeordnet ist. Dies
ergibt in vorteilhafter Weise ein im unteren Kolbenbereich sich befindendes
Kühlmittelreservoir, aus welchem das Kühlmittel nicht ablaufen kann. Da sich
dieses Kühlmittelreservoir im unteren, kühlen Kolbenbereich befindet, wird das
Kühlmittel auch abgekühlt. Beim Auftreten von nach oben gerichteten
Trägheitskräften wird das in dem durch den Ringkanal gebildeten
Kühlmittelreservoir enthaltende Kühlmittel in die Kühlbohrungen hochgeschleudert
und gelangt dabei ebenfalls bis in den Bereich der oberen, der Kolbenkrone
zugeordneten Kühlbohrungsenden. Das aus dem durch den Ringkanal gebildeten
Kühlmittelreservoir hochgeschleuderte Kühlmittel wird dabei von dem über die
Entsorgungskanäle eingespritzen Kühlmittel gequert, wodurch sich eine starke
Verwirbelung und Turbulenz ergeben, was sich günstig auf den Wärmeübergang
auswirkt.
Vorteilhaft können die Achsen zumindest des kühlbohrungsseitigen Endbereichs
jeder Entsorgungskanals und der jeweils zugeordneten Kühlbohrung in einer
Ebene angeordnet sein. Diese Maßnahme stellt sicher, dass das in die
Kühlbohrungen eingespritzte Öl gut bis in den oberen Endbereich der
Kühlbohrungen hochsteigen kann.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen kann
darin bestehen, dass die Achse zumindest des kühlbohrungsseitigen Endbereichs
der Entsorgungskanäle den gegenüberliegenden Wandbereich der jeweils
zugeordneten Kühlbohrung auf der Höhe des oberen Bereichs des
Kolbenringpakets trifft. Dieser Bereich unterliegt einer starken thermischen
Beanspruchung, die durch das eingespritzte Kühlmittel abgebaut werden kann.
Gleichzeitig ist sichergestellt, dass das Kühlmittel von hier aus auch noch
zuverlässig in den oberen Endbereich der Kühlbohrungen gelangen kann.
Vorteilhaft kann zumindest der kühlbohrungsseitige Endbereich der
Entsorgungskanäle als Düsenbohrung ausgebildet sein. Dies ergibt den
erwünschten Jet-Effekt und damit eine besonders gute Verwirbelung und starke
Turbulenzen des Kühlmittels, was sich vorteilhaft auf den Wärmeübergang
auswirkt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der
übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben
und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung anhand der Zeichnung näher
entnehmbar.
In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Zylinder-Kolbenanordnung eines Zweitakt-Großdieselmotors
teilweise im Schnitt und
Fig. 2 den Kolben gemäß Fig. 1 von unten gesehen.
Hauptanwendungsgebiet der Erfindung sind große Kreuzkopf-Motoren, wie
Zweitakt-Großdieselmotoren, deren Kolben über eine Kolbenstange mit einem
Kreuzkopf verbunden ist. Die Fig. 1 zeigt einen in einem Zylinder 1 angeordneten
Kolben 2 eines derartigen Motors. Der Kolben 2 ist über eine Kolbenstange 3 mit
einem nicht näher dargestellten Kreuzkopf verbunden. Der grundsätzliche Aufbau
von großen Kreuzkopf-Motoren ist an sich bekannt und bedarf daher im
vorliegenden Zusammenhang keiner weiteren Erläuterung mehr.
Die Kolbenstange 3 ist an ihrem oberen Ende mit einem durch einen Flansch 4
begrenzten Zapfen 5 versehen, der in eine zentrale Ausnehmung 6 des Kolbens 2
eingreift. Die Ausnehmung ist nach oben durch den Kolbenboden 7 und
umfangsseitig durch den umlaufenden Kolbenmantel 8 begrenzt, der mit dem
radial inneren Bereich seines unteren Rands auf dem Flansch 4 der Kolbenstange
3 aufsitzt. Der Kolbenmantel 8 ist mit ein Kolbenringpaket 9 bildenden,
umfangsseitig umlaufenden Kolbenringen versehen und radial außerhalb des
Flansches 4 durch ein angesetztes Kolbenhemd 10 verlängert, das mit einem
radial inneren Bund 11 am Flansch 4 der Kolbenstange 3 anliegt.
Außerhalb seines auf dem Flansch 4 der Kolbenstange 3 aufsitzenden Bereichs
ist der Kolbenmantel 8 mit achsparallelen Kühlbohrungen 12 versehen, die bis in
den oberen Kolbenbereich reichen. Das obere, kuppelförmige Ende der
Kühlbohrungen 12 befindet sich dicht unterhalb der randseitigen Kolbenkrone 13.
Die Kühlbohrungen 12 sind, wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, gleichmäßig
über den Umfang verteilt und dicht nebeneinander angeordnet, so dass der
Kolben 2 praktisch auf seinem ganzen Umfang gekühlt werden kann.
Das oberen Ende der achsparallelen Kühlbohrungen 12 ist durch jeweils eine den
benachbarten Bereich des umlaufenden Kolbenmantels 8 durchquerenden
Versorgungskanal 14 mit der zentralen Ausnehmung 6 verbunden. Diese ist über
eine in der Kolbenstange 3 vorgesehene, zentrale Steigleitung 15 mit Kühlmittel
beaufschlagbar. Dieses wird in an sich bekannter Weise der Steigleitung 15 über
ein den Kreuzkopf durchsetzendes Bohrungssystem zugeführt. Die zentrale
Ausnehmung 6 des Kolbens 2 fungiert dabei als Verteilerkammer, von der aus das
Kühlmittel über die Versorgungskanäle 14 den Kühlbohrungen 12 zugeführt wird,
wie durch Strömungspfeile angedeutet ist.
Die Kühlbohrungen 12 sind hier an ihrem unteren Ende durch einen umlaufenden
Ringkanal 16 miteinander verbunden, der teilweise in den Kolbenmantel 8 und
teilweise in das Kolbenhemd 10 eingearbeitet ist und dessen radial innere
Begrenzung unterhalb des Kolbenmantels 8 durch die Umfangsfläche des
Flansches 4 der Kolbenstange 3 gebildet wird.
Vom Ringkanal 16 gehen den Flansch 4 der Kolbenstange 3 durchquerende
Entsorgungskanäle 17 ab, die zu einer in der Kolbenstange 3 vorgesehenen, die
zentrale Steigbohrung 15 ringförmig umgebenden Rücklaufleitung 18 führen. Die
Entsorgungskanäle 17 sind hier als den Flansch 4 durchquerende Bohrungen
ausgebildet, die gegenüber der Kolbenachse so geneigt sind, dass sich ein nach
radial außen ansteigender Verlauf ergibt. Hierdurch wird ein vergleichsweise
großer, mittlerer Abstand der die Entsorgungskanäle 17 bildenden Bohrungen von
der Aufsitzfläche des Kolbenmantels 8 auf dem Flansch 4 erreicht, wie in Fig. 1
bei a angedeutet ist.
Jeder Kühlbohrung 12 ist ein Entsorgungskanal 17 zugeordnet. Die Achsen jeder
Kühlbohrung 12 und der den zugeordneten Entsorgungskanal 17 bildenden
Bohrung befinden sich dabei jeweils in einer Ebene, wie aus Fig. 2 erkennbar ist.
Die als den Flansch 4 der Kolbenstange 3 durchquerende Bohrungen
ausgebildeten Entsorgungskanäle 17 gehen, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, vom
Ringkanal 16 ab. Das ringkanalseitige Ende der die Entsorgungskanäle 17
bildenden Bohrungen befindet sich dabei mit Abstand h oberhalb des durch den
Bund 11 gebildeten Bodens des Ringkanals 16. Dieser Abstand beträgt
zweckmäßig ein 1/15 bis 1/10 des Kolbendurchmessers und liegt vorzugsweise bei
/12 des Kolbendurchmessers. Die Entsorgungskanäle 17 bilden dementsprechend
Überlaufkanäle, die einen in Fig. 1 durch eine Niveaulinie 19 angedeuteten
Flüssigkeitsstand im Ringraum 16 ermöglichen.
Das der zentralen Ausnehmung 6 des Kolbens 2 über die Steigleitung 15
zugeführte Kühlmittel gelangt über die Versorgungskanäle 14 in die Kühlkanäle 12
und wird über die Entsorgungskanäle 17 zur Rücklaufleitung 18 zurückgeführt, die
mit dem Rücklaufast des dem Motor zugeordneten Kühlsystems verbunden ist. Da
der ringkanalseitige Eingang der Entsorgungskanäle 17 gegenüber dem Boden
des Ringkanals 16 um den Abstand h erhöht positioniert ist, wird im Ringkanal 16
Kühlmittel zurückgehalten, das über die Entsorgungskanäle 17 nicht ablaufen
kann. Es bildet sich dementsprechend ein durch die Niveaulinie 19 angedeutetes
Kühlmittelreservoir.
Wenn auf das im Kolben 2 und in der Kolbenstange 3 enthaltene Kühlmittel nach
oben gerichtete Trägheitskräfte wirken, was bei der Verzögerung des Kolbens vor
Erreichen des oberen Totpunkts der Fall ist, wird das das Kühlmittelreservoir 19
bildende Kühlmittel in die vom Ringkanal 16 abgehenden und dementsprechend
gegenüber dem Ringkanal 16 offenen Kühlbohrungen 12 hochgeschleudert.
Dieses Kühlmittel streicht dabei auch am oberen, kuppelförmigen Endbereich der
Kühlbohrungen 12 vorbei, wodurch die Kolbenkrone 13 eine zusätzliche Kühlung
erhält. Gleichzeitig wird infolge der nach oben gerichteten Trägheitskräfte auch
das in den Entsorgungkanäle 17 enthaltene Kühlmittel und das in der
Rücklaufleitung 18 von unten hochgedrückte und auf die Entsorgungsleitung 17
verteilte Kühlmittel entgegen der normalen Entsorgungsrichtung dem Kolben 2
zugeführt.
Der Durchmesser der die Entsorgungskanäle 17 bildenden Bohrungen ist dabei so
klein, dass sich ein sogenannter Jet-Effekt ergibt. Das in den Kolben
zurückgeförderte Kühlmittel wird dementsprechend düsenartig eingespritzt, was
eine gute Verwirbelung und starke Turbulenzen erzeugt und damit einen guten
Wärmeübergang gewährleistet. Da sich der Eingang der Entsorgungskanäle 17 im
oberen Bereich des Ringkanals 16 befindet und die die Entsorgungskanäle 17
bildenden Bohrungen nach radial außen ansteigen, erfolgt eine Einspritzung des
Kühlmittel in die Kühlbohrungen 12, in denen das Kühlmittel weiter hochsteigt. Da
jeder Kühlbohrung 12, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ein Entsorgungskanal 17
zugeordnet ist, wird jede Kühlbohrung 12 entsprechend beaufschlagt, was eine
gleichmäßige Kühlwirkung über dem ganzen Kolbenumfang gewährleistet.
Der Neigungswinkel der die Entsorgungskanäle 17 bildenden Bohrungen
gegenüber der Kolbenachse ist so bemessen, dass das von jedem
Entsorgungskanal 17 in die jeweils zugeordnete Kühlbohrung 12 eingespritzte
Kühlmittel im oberen Bereich des Ringpakets 9 auf den dem ringkanalseitigen
Ende des Entsorgungskanals 17 gegenüberliegenden Wandbereich der jeweils
zugeordneten Kühlbohrung 12 auftrifft, was eine gute Kühlung dieses thermisch
hochbelasteten Bereichs gewährleistet. Da die Achsen jeder Kühlbohrung 12 und
der den jeweils zugeordneten Entsorgungskanal 17 bildenden Bohrung in einer
Ebene liegen, kann das eingespritzte Kühlmittel auch leicht an der Wandung der
zugeordneten Kühlbohrung 12 hochsteigen. Auch dieses hochsteigende Kühlmittel
streicht am oberen Endbereich der Kühlbohrung 12 vorbei, wodurch die thermisch
ebenfalls sehr stark beanspruchte Kolbenkrone 13 eine zusätzliche Kühlung
erfährt. Gleichzeitig bewirkt der eingespritzte Kühlmittelstrahl eine starke
Verwirbelung und Turbulenz, was einen guten Werbeübergang gewährleistet.
Der lichte Querschnitt der Steigleitung 15 entspricht etwa dem lichten Querschnitt
der Rücklaufleitung 18. Dieser Querschnittsfläche entspricht in etwa auch die
Summe aller Querschnitte der Versorgungskanäle 14 bzw. der Entsorgungskanäle
17. Da jeder Kühlbohrung 12 ein Entsorgungskanal 17 zugeordnet ist, ergibt sich,
wie aus Fig. 2 erkennbar ist, automatisch ein vergleichsweise kleiner
Durchmesser der die Entsorgungskanäle 17 bildenden Bohrungen und damit der
gewünschte Jet-Effekt.
Vorstehend ist zwar ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert, ohne dass jedoch hiermit eine Beschränkung verbunden sein soll.
Vielmehr stehen dem Fachmann eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, um
den allgemeinen Gedanken der Erfindung an die Verhältnisse des Einzelfalls
anzupassen. So wäre es beispielsweise ohne Weiteres möglich, jeder
Kühlbohrung 12 auch mehr als eine Entsorgungsleitung 17 zuzuordnen. Ebenso
könnte in einfachen Fällen auf den am unteren Ende der Kühlbohrungen 12
vorgesehenen Ringkanal verzichtet werden. Zur Bildung eines Kühlmittelreservoirs
könnten einfach die Kühlbohrungen 16 genügend tief ausgeführt werden, d. h. das
untere Ende der Kühlbohrungen 16 wäre dabei etwa um, den Abstand h unterhalb
dem Eingang der Entsorgungskanäle positioniert.
Claims (11)
1. Hubkolbenmaschine, insbesondere Zweitakt-Großdieselmotor, mit
wenigstens einem in einem Zylinder (1) angeordneten, mit umfangsseitig
umlaufenden Kolbenringen versehenen Kolben (2), der auf einer
vorzugsweise mit einem Flansch (4) versehenen Kolbenstange (3)
aufgenommen ist und mit einer mit Kühlmittel beaufschlagbaren, in der
Kolbenstange (3) vorgesehenen Steigleitung (15) kommunizierende, im
Bereich des umlaufenden Kolbenmantels (8) vorgesehene, achsparallele
Kühlbohrungen (12) aufweist, die über radiale Entsorgungskanäle (17)
mit einer in der Kolbenstange (3) vorgesehenen Rücklaufleitung (18)
kommunizieren, dadurch gekennzeichnet, dass jeder achsparallelen
Kühlbohrung (12) wenigstens ein zur Rücklaufleitung (18) führender
Entsorgungskanal (17) zugeordnet ist und dass zumindest der
kühlbohrungsseitige Endbereich der Entsorgungskanäle (17) gegenüber
der Kolbenachse nach radial außen ansteigend geneigt ist.
2. Hubkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
am unteren Ende der Kühlbohrungen (12) ein Kühlmittelreservoir (19)
vorgesehen ist.
3. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlbohrungen (12) an ihrem
unteren Ende durch einen umlaufenden Ringkanal (16) miteinander
verbunden sind, von dem die Entsorgungskanäle (17) abgehen, und
dass das diesem zugewandte Ende der Entsorgungskanäle (17) höher
als der Boden des Ringkanals (16) angeordnet ist.
4. Hubkolbenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand des ringkanalseitigen Endes der Entsorgungskanäle (17)
vom Boden des Ringkanals (16) im Bereich zwischen 1/15 bis 1/10 des
Kolbendurchmessers liegt, vorzugsweise 1/12 des Kolbendurchmessers
beträgt.
5. Hubkolbenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand des ringkanalseitigen Endes der Entsorgungskanäle (17)
vom Boden des Ringkanals (16).
6. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen zumindest des oberen
Endbereichs jedes Entsorgungskanals (17) und der jeweils zugeordneten
Kühlbohrung (12) in einer Ebene liegen.
7. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Achse zumindest des oberen
Endbereichs der Entsorgungskanäle. (17) den gegenüberliegenden
Wandbereich der jeweils zugeordneten Kühlbohrung (12) auf der Höhe
des oberen Bereichs des Kolbenringpakets (9) trifft.
8. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der obere Endbereich der
Entsorgungskanäle (17) als Düsenbohrung ausgebildet ist.
9. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entsorgungskanäle (17) auf ihrer
ganzen Länge nach radial außen ansteigend geneigt sind.
10. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entsorgungskanäle (17) als den
Flansch (4) der Kolbenstange (3) durchgreifende, gerade Bohrungen
ausgebildet sind.
11. Hubkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der lichten Querschnitte
aller Entsorgungskanäle (17) der lichten Querschnittsfläche der
Steigleitung (15) bzw. der Rücklaufleitung (18) entspricht.
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Family Applications (1)
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