DE19961298A1 - Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe - Google Patents
Verfahren zur Ansteuerung einer KraftstoffpumpeInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe (11), insbesondere einer elektrischen Kraftstoffpumpe bei einer Brennkraftmaschine beschrieben, bei dem ein Kraftstoffpumpenvorlauf durchgeführt wird, der noch vor dem eigentlichen Start der Brennkraftmaschine aktiviert wird. Bei der Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (11) berücksichtigt das Steuergerät der Brennkraftmaschine das Kraftstoffvolumen bzw. das zur Auffüllung des Volumens des Kraftstoffversorgungssystem (19) benötigte Kraftstoffvolumen oder eine entsprechende Kraftstoffmenge oder Kraftstoffmasse und führt den Vorlauf der Pumpenansteuerung solange durch, bis das von vorgebbaren Bedingungen abhängig ermittelte Sollvolumen oder die Sollmenge bzw. Sollmasse gefördert ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Ansteuerung
einer Kraftstoffpumpe bei einer Brennkraftmaschine nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
In Kraftstoffversorgungssystemen von Brennkraftmaschinen
wird der Kraftstoff üblicherweise mit Hilfe einer
elektrischen Kraftstoffpumpe gefördert. Die elektrische
Kraftstoffpumpe wird mit Hilfe des Steuergerätes der
Brennkraftmaschine angesteuert bzw. mit Spannung versorgt.
Beim Starten der Brennkraftmaschine läuft die
Kraftstoffpumpe solange das Steuergerät erkennt, daß der
Startschalter betätigt wird. Ist die Brennkraftmaschine
angesprungen, bleibt die Pumpe eingeschaltet, erkennt das
Steuergerät dagegen, daß die Brennkraftmaschine doch nicht
in Betrieb genommen wurde oder daß ein unzulässige
Betriebszustand vorliegt, wird eine Sicherheitsschaltung
aktiviert, die das Fördern von Kraftstoff bei
eingeschalteter Zündung und stehender Brennkraftmaschine
verhindert. Damit wird sichergestellt, daß beispielsweise
nach einem Unfall die Förderung von Kraftstoff schnell
unterbunden wird.
Da erforderlich ist, daß beim Starten der Brennkraftmaschine
gleich ein ausreichender Kraftstoffdruck zur Verfügung
steht, gibt es Kraftstoffversorgungssysteme, bei denen ein
Vorlauf der Kraftstoffpumpe erfolgt, wobei die
Kraftstoffpumpe bereits mit Spannung versorgt wird bevor die
Brennkraftmaschine anläuft. Ein solches
Kraftstoffversorgungssystem mit Vorlauf wird beispielsweise
in der Druckschrift EP 0 679 220 B1 beschrieben.
Dieses bekannte Kraftstoffversorgungssystem führt einen
Vorlauf der Kraftstoffpumpe durch, bei dem zusätzlich
unterschieden wird, ob es sich bei dem erwarteten Start der
Brennkraftmaschine um einen regulären Start handelt oder um
einen Start mit Kraftstofferstbefüllung, also beispielsweise
einen Erststart oder einen Start nach einer länger
abgestellten Brennkraftmaschine oder nach einer Reparatur im
Kraftstoffversorgungssystem. Sofern es sich erkanntermaßen
um eine Neufüllung handelt, wird die Dauer des Vorlaufs der
Kraftstoffpumpe gegenüber einem üblichen Start verlängert.
Damit jedoch sowohl beim Normalstart als auch bei der
Erstbefüllung bei nicht ausgeführtem Startvorgang nicht
zuviel Kraftstoff befördert wird, wird anhand verschiedener
Parameter der Brennkraftmaschine erkannt, ob tatsächlich ein
Start erfolgt ist oder nicht. Falls nicht wird der Vorlauf
der Kraftstoffpumpe durch ein entsprechendes Ansteuersignal
vom Steuergerät beendet. Als Kriterium für die Menge des zu
fördernden Kraftstoffs wird bei dem bekannten
Kraftstoffversorgungssystem die Ansteuerzeit der
Elektrokraftstoffpumpe gewählt. Je länger diese Ansteuerzeit
ist, desto mehr Kraftstoff wird bereits im Vorlauf der
Kraftstoffpumpe gefördert.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ansteuerung einer
Kraftstoffpumpe hat gegenüber dem bekannten Verfahren den
Vorteil, daß das Kraftstoffvolumen als relevantes Kriterium
für die Kraftstoffpumpenansteuerung dient. Damit läßt sich
gegenüber der bekannten Kraftstoffpumpenansteuerung, bei der
die Regelung der Menge des im Vorlauf zu fördernden
Kraftstoffs in Abhängigkeit von Zeitkriterien erfolgt, eine
weitere Verbesserung der Genauigkeit erzielen, wobei
gleichzeitig sichergestellt wird, daß nicht zu viel
Kraftstoff gefördert wird.
Erzielt wird dieser Vorteil mit einem Verfahren zur
Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, zur Vorgabe der benötigten Kraftstoffmenge ein
Volumen vorgegeben wird.
Weitere Vorteile der Erfindung werden durch die in den
Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen erzielt. Dabei ist
besonders vorteilhaft, daß bei der Erstbefüllung genau
bekannt ist, welches Volumen an Kraftstoff einzufüllen ist,
da einfach das Volumen des Kraftstoffssystems bzw. des
Kraftstoffrails zu befüllen ist.
Weiterhin ist vorteilhaft, daß die Kraftstoffmenge die beim
normalen Kraftstoffpumpenvorlauf zum Druckaufbau vor dem
Start benötigt wird, deutlich geringer ist als bei
herkömmlichen Systemen. Wird der Nachlauf der
Brennkraftmaschine regulär beendet, führt des Steuergerät
also alle erforderlichen Aufgaben noch korrekt durch, muß
vor dem nächsten Start in vorteilhafter Weise nur eine
kleine Kraftstoffmenge zum reinen Druckaufbau gefördert
werden. Ist die Abstellzeit sekundengenau bekannt und
plausibel, wird das geförderte Kraftstoffvolumen vor dem
nächsten Start als Funktion der Abstellzeit ermittelt. Damit
kann in vorteilhafter Weise die Druckabnahme im
Kraftstoffversorgungssystem während einer Abstellphase beim
Kraftstoffpumpenvorlauf berücksichtigt werden. Durch diese
Berücksichtigung der Abstellzeit kann der Pumpenvorlauf in
vorteilhafter Weise noch genauer auf die Bedürfnisse des
Systems abgestimmt werden.
Das erforderlichen Kraftstoffvolumen kann in vorteilhafter
Weise je nach Genauigkeitsanforderungen unter
Berücksichtigung der Kompressibilität des Kraftstoffs und
der Ausdehnung des Railvolumens festgelegt werden. Die
tatsächliche Förderleistung der Pumpe kann falls
erforderlich in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung und
vom Gegendruck berechnet werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird als relevante Größe zur Ermittlung der Ansteuersignale
für die Kraftstoffpumpe anstelle des Volumens die benötigte
Kraftstoffmenge oder Kraftstoffmasse verwendet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Im einzelnen
zeigt Fig. 1 eine grobe Übersicht über das
Kraftstoffversorgungssystem einer Brennkraftmaschine
einschließlich der erfindungswesentlichen Mittel zur
Erfassung von Betriebszuständen. Ein solches
Kraftstoffversorgungssystem ist bereits aus der EP 0 679 220
B1 bekannt. In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Ansteuerung einer
Kraftstoffpumpe dargestellt, das in einem
Kraftstoffversorgungssystem nach Fig. 1 ablaufen kann.
In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispieles erläutert, das sich auf ein
Kraftstoffversorgungssystem in einer Brennkraftmaschine
bezieht. Generell läßt sich die Erfindung jedoch für jedes
Ansteuerverfahren für eine Pumpe mit Hilfe eines
Mikroprozessors oder einer Steuereinrichtung ausdehnen,
unter der Voraussetzung, daß der Mikroprozessor die
Ansteuerung der Pumpe zur Förderung einer Flüssigkeitsmenge
derart durchführt, daß bei der Ansteuerung das zu förderte
Volumen berücksichtigt wird und die Ansteuerung
volumenabhängig erfolgt.
In Fig. 1 sind die zur Erläuterung des in Fig. 2
ablaufenden Verfahrens zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe
benötigten Bestandteile eines Kraftstoffversorgungssystems
einer Brennkraftmaschine schematisch dargestellt. Dabei ist
mit 10 die Steuereinrichtung, also beispielsweise das
Steuergerät eines Kraftfahrzeuges bezeichnet. Dieses
Steuergerät 10 umfaßt wenigstens einen Mikroprozessor, der
die Ansteuersignale für die Kraftstoffpumpe 11 abgibt. Die
Kraftstoffpumpe 11 ist dabei eine Elektrokraftstoffpumpe und
die Ansteuerung der Elektrokraftstoffpumpe erfolgt mit Hilfe
des Elektrokraftstoffpumpenrelais 12 dessen einer Anschluß
mit der Batteriespannungsklemme B+ verbunden ist. Bei
geschlossenem Strompfad des Elektrokraftstoffpumpenrelais 12
liegt die Batteriespannung UB+ am Spannungsanschluß der
Elektrokraftstoffpumpe. Das Kraftstoffversorgungssystem 19
ist nur schematisch dargestellt.
Der Steuereinrichtung 10 werden die von Sensoren oder
sonstigen Meßmitteln 13 bis 18 gelieferten Informationen
zugeführt. Als Sensoren bzw. Meßmittel, die aber nicht
unbedingt alle vorhanden sein müssen, sind angegeben: ein
Drosselklappensensor 13, der den Winkel der Drosselklappe
als αDK mißt, ein Drehzahlsensor 14, der die Drehzahl n
ermittelt, ein Motortemperatursensor 17 sowie ein
Ausgangslufttemperatur 18 und ein beliebiger weiterer Sensor
15 sowie ein Spannungsmesser 16, der die Spannung an der
Klemme Kl. 15 mißt und damit erkennt, ob der Zündschalter Z
offen oder geschlossen ist.
Die von den Sensoren bzw. dem Spannungsmesser ermittelten
Daten werden der Steuereinrichtung 10 zugeführt und in
dieser zur Steuerung bzw. Regelung der Brennkraftmaschine,
beispielsweise der Zündung und/oder Einspritzung
ausgewertet. Ansteuersignale werden über den Ausgang A
abgegeben. Weiterhin liefert die Steuereinrichtung 10 an
einem Ausgang B in Abhängigkeit von zugeführten
Informationen bzw. erkannten Betriebsparametern
Ansteuersignale für das Elektrokraftstoffpumpenrelais 12,
das die Elektrokraftstoffpumpe 11 an die Spannung UB+ legt
oder von dieser trennt. In der Steuereinrichtung 10 bzw. dem
nicht dargestellten Mikroprozessor der Steuereinrichtung 10
laufen auch die erforderlichen Zeitmessungen ab, die bei der
Bildung der Ansteuersignale für die Elektrokraftstoffpumpe
benötigt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ansteuerung einer
Kraftstoffpumpe, insbesonders während des
Kraftstoffpumpenvorlaufs ist in Fig. 2 im einzelnen
dargestellt. Mit dem Kraftstoffpumpenvorlauf soll dabei
sichergestellt werden, daß rechtzeitig genügend Kraftstoff
für die Einspritzung zur Verfügung steht, unabhängig davon,
ob es sich um einen Erststart oder um einen weiteren Start
handelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren beginnt mit Schritt S0. Im
Schritt S1 wird das Einschalten der Zündung, also die
Betätigung der Klemme Kl. 15 überprüft. "Zündung ein" kann
dabei beispielsweise durch Überprüfung des Türkontakts oder
eines anderen charakteristischen Ereignisses verifiziert
werden. Wenn im Schritt S1 erkannt wurde, daß die Zündung
nicht eingeschaltet ist, wird das Programm mit Schritt 2a
beendet. Wenn im Schritt S1 erkannt wurde, daß die Zündung
eingeschaltet ist, wird im Schritt S2 zunächst abgefragt, ob
die Kraftstoffpumpe aufgrund von Kriterien, die einen
Dauerbetrieb der Pumpe erfordern bereits läuft, ob also das
Kriterium B-Ekpd (Bedingung Elektrokraftstoffpumpe im
Dauerbetrieb) erfüllt ist. Ein solches Kriterium ist z. B.
daß sich die Antriebswelle der Brennkraftmaschine bzw. der
Motor bereits dreht.
Ist dies der Fall, bleibt der Dauerbetrieb solange
aktiviert, bis im Schritt S1 erkannt wird, daß die Zündung
nicht mehr aktiviert ist. Wird dagegen im Schritt S2
erkannt, daß kein Dauerbetrieb der Elektrokraftstoffpumpe
vorliegt, wird im Schritt S3 überprüft, ob zum Aufbau des
gewünschten Kraftstoffdrucks vor dem Motorstart ein Vorlauf
der Kraftstoffpumpe angefordert wird und zulässig ist
(Bedingung Elektrokraftstoffpumpenvorlauf erfüllt). Ist dies
nicht der Fall, wird mit Schritt S1 erneut abgefragt, ob die
Zündung eingeschaltet ist. Es könnte auch angenommen werden,
daß die Kraftstoffpumpe bereits im Dauerbetrieb läuft und
das Verfahren würde dann mit Schritt S2 fortgesetzt. Als
Kriterien für das Erfordernis eines Kraftstoffpumpenvorlaufs
(Bedingung Elektrokraftstoffpumpenvorlauf erfüllt), können
folgende Größen dienen:
- - die Abstellzeit des Motors und damit der Kraftstoffpumpe
- - ein gemessener oder modellierter Kraftstoffsystemdruck, sofern vorhanden
- - Anzahl der bereits abgelaufenen Pumpenvorläufe seit dem letzten Motorstart
- - Zeit während der das Steuergerät im Nachlauf war bzw. genaue Mindestabstellzeit.
Diese Größen, die als Kriterien für einen geforderten
Elektrokraftstoffpumenvorlauf dienen können, liegen dem
Steuergerät der Brennkraftmaschine üblicherweise ohnehin vor
und können somit ohne weiteren Aufwand verarbeitet werden.
Wird im Schritt S3 erkannt, daß ein Vorlauf der
Kraftstoffpumpe erforderlich ist, wird im Schritt S4
überprüft, ob es sich um eine Erstbefüllung d. h. um eine
Befüllung nach zuvoriger Entleerung des
Kraftstoffversorgungssystems handelt. Eine Erstbefüllung
kann auch ausgelöst werden durch einen Werkstatt-Tester.
Wird erkannt, daß es sich um eine Erstbefüllung handelt,
wird im Schritt S5 als Sollkraftstoffvolumen vkstsol, das
gefördert werden muß, der Wert für die maximal zu fördernde
Kraftstoffmenge mit dem entsprechenden Sollwert VKSTEBF
geladen.
Wird im Schritt S4 dagegen erkannt, daß es sich nicht um
eine Erstbefüllung handelt, wird im Schritt S6 überprüft, ob
die genaue Abstellzeit bzw. die genaue Abstelldauer der
Brennkraftmaschine bekannt ist. Dann wird, sofern die
Abstellzeit sekundengenau bekannt ist, im Schritt S7 der
Sollwert für das zu fördernde Kraftstoffvolumen vkstsol als
Funktion von der Abstellzeit gebildet, um auf den z. B. bei
der Applikation ermittelbaren Druckabbau während einer
Abstellphase zu reagieren. Es gilt also: vkstsol = VKSTPNL =
f (Abstellzeit).
Ist der Druck im Kraftstoffversorgungssystem, bzw. im
Kraftstoff-Rail, bekannt, dann kann das notwendige
Fördervolumen aus der Kompressibilität des Kraftstoffs und
der Ausdehnung des Kraftstoffversorgungssystems
(Railvolumen) ermittelt werden, wobei bei bekannter
Abstellzeit diese ebenfalls mitberücksichtigt werden kann.
Wird in Schritt S6 erkannt, daß die genaue Abstellzeit nicht
bekannt ist und ist ausserdem auch der Druck nicht genau
bekannt ist, kann das zu fördernde Kraftstoffvolumen auch
aus der Kompressibilität und der Ausdehnung des Railvolumens
ermittelt werden, wobei dann angenommen wird, daß das System
zwar gefüllt, aber drucklos (Umgebungsdruck) ist. Im Schritt
S8 wird dann das im Vorlauf zu fördernde
Sollkraftstoffvolumeri vkstsol auf den Wert VKSTPVL gesetzt.
Zusätzlich kann über einen sogenannten Werkstattester die
Kraftstoffpumpe zur Kraftstofferstbefüllung angesteuert
werden. Dies ist jederzeit möglich, wenn die Zündung
eingeschaltet ist (Kl.15 ein) und die Kraftstoffpumpe 11
wegen anderer Anforderungen nicht bereits läuft, wenn also
nicht bereits ein Dauerbetrieb der Kraftstoffpumpe 11
vorliegt. Es wird dann die maximal zu pumpende
Kraftstoffmenge vkstsol wie im Schritt S5 auf den Wert
VKSTEBF gesetzt. Dieser Wert ergibt sich aus dem Volumen des
Kraftstoffrails abzüglich des Fördervolumens für einen
normalen Pumpenvorlauf. Auch beim Urstart läuft sofort beim
Einschalten der Zündung ein normaler Pumpenvorlauf ab.
Die vorstehend genannten Schritte im Flußdiagramm nach Fig.
2 führen jeweis auf ein Sollkraftstoffvolumen, das im
Kraftstoffpumpenvorlauf gefördert werden soll, damit gemäß
den vorliegenden Bedingungen eine optimale Inbetriebnahme
der Brennkraftmaschine gewährleistet ist. Die Überprüfung,
ob das geförderte Kraftstoffvolumen VKST noch kleiner ist
als der Sollwert vkstsol erfolgt in Schritt S9. Ist dies
nicht der Fall, wird wieder mit Schritt S1 begonnen und
überprüft, ob die Zündung eingeschaltet ist. Alternativ
könnte auch mit Schritt S2 fortgefahren werden und geprüft
werden, ob die Kraftstoffpumpe 11 bereits im Dauerbetrieb
läuft.
Wird im Schritt S9 erkannt, daß das geförderte Volumen vkst
kleiner ist als das Sollvolumen vkstsol, wird bei
Anforderung die Kraftstoffpumpe 11 so lange aktiviert, bzw.
angesteuert, bis die aktuell gültige Schwelle für das zu
fördernde Kraftstoffvolumen erreicht ist (Schritte S10 und
59). Die Bedingung B_ekpvl = true wird dabei im Schritt S10
überprüft.
Die bereits geförderte Kraftstoffmenge vkst wird dabei in
einem ersten Ansatz mittels eines einfachen Modells aus
einer konstant angenommenen Förderleistung ermittelt. Um die
physikalischen Gegebenheiten besser nachzubilden, ist eine
Erweiterung des Modells um den wichtigsten Einflußfaktor
Batteriespannung bezüglich Pumpendrehzahl und modelliertem
bzw. gemessenem Systemdruck möglich. Ebenso könnte mit
entsprechendem Aufwand die geförderte Kraftstoffmenge aus
der elektrischen Kraftstoffpumpenleistung bestimmt werden
oder mit Hilfe eines Sensors gemessen werden.
Nach Ablauf des Kraftstoffpumpenvorlaufs wird auf die
übliche Ansteuerung der Kraftstoffpumpe übergegangen, sofern
das Steuergerät erkennt, daß die Brennkraftmaschine weiter
in Betrieb gehalten werden soll.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird das
Kraftstoffvolumen als relevantes Kriterium für die
Kraftstoffpumpenansteuerung verwendet. Anstelle der
Berechnung über das Volumen können die gesamten Berechnungen
auch über die Kraftstoffmasse oder Kraftstoffmenge erfolgen.
Die Volumenwerte des Ausführungsbeispieles nach Fig. 2 sind
dann einfach durch entsprechende Massen- oder Mengenwerte zu
ersetzen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe für eine
Brennkraftmaschine, die mittels einer Ansteuereinrichtung
betrieben wird, wobei die Ansteuerung der Kraftstoffpumpe
unter Berücksichtigung von Betriebszuständen der
Brennkraftmaschine erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (11) in Abhängigkeit von
einem zu fördernden Sollwert (vkstsoll) erfolgt, der
volumenabhängig ermittelt wird.
2. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe für eine
Brennkraftmaschine, die mittels einer Ansteuereinrichtung
betrieben wird, wobei die Ansteuerung der Kraftstoffpumpe
unter Berücksichtigung von Betriebszuständen der
Brennkraftmaschine erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (11) in Abhängigkeit von
einem zu fördernden Sollwert erfolgt, der
kraftstoffmengenabhängig oder kraftstoffmassenabhängig
ermittelt wird.
3. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (11) unterschieden wird, ob
es sich um eine Neubefüllung des
Kraftstoffversorgungssystems (19) handelt oder um eine
reguläre Füllung.
4. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Vorlauf der Kraftstoffpumpe (11) durchgeführt wird,
der noch vor Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine
durchgeführt wird.
5. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einschaltung der Kraftstoffpumpe (11) mit Erkennung
des Startwunsches erfolgt.
6. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung der
Kraftstoffpumpe (11) durch Auswertung des Signales an Klemme
(Kl. 15) oder durch Auswertung "Tür auf aktiv" oder ähnliche
Informationen erfolgt.
7. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Bestimmung des zu fördernden Kraftstoffvolumens
(vkstsol) oder der zu fördernden Kraftstoffmenge oder der zu
fördernden Kraftstoffmasse die Abstellzeit der
Brennkraftmaschine und damit der Kraftstoffpumpe (11)
und/oder ein gemessener oder modellierter
Kraftstoffsystemdruck und/oder die Anzahl der bereits
abgelaufenen Pumpenvorläufe seit dem letzten Start und/oder
die Zeit während das Steuergerät (10) im Nachlauf war,
berücksichtigt wird.
8. Verfahren zur Ansteuerung der Kraftstoffpumpe nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (11) über einen
Werkstattester erfolgt, der eine Kraftstofferstbefüllung
anfordert.
9. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß je nach erkannter Bedingung ein bestimmtes zu förderndes
Volumen oder eine bestimmte zu fördernde Kraftstoffmenge
bzw. Kraftstoffmasse festgelegt wird und die Kraftstoffpumpe
solange im Vorlauf gehalten wird, bis diese Menge gefördert
ist oder bis ein Abschaltwunsch erkannt wird oder bis die
Kraftstoffpumpe (11) in den regulären Betrieb übergeht.
10. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die bereits geförderte Kraftstoffmenge mit Hilfe eines
mathematischen Modells ermittelt wird unter Berücksichtigung
einer konstant angenommenen Förderleistung.
11. Verfahren zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe nach
Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das mathematische
Modell um wenigstens einen der Einflußfaktoren
Batteriespannung (Ub+), Pumpendrehzahl, modellierter bzw.
gemessener Systemdruck ergänzt wird oder die geförderte
Kraftstoffmenge aus der elektrischen
Kraftstoffpumpenleistung bestimmt wird oder mit Hilfe eines
eigenen Sensors gemessen wird.
12. Vorrichtung zur Ansteuerung einer Kraftstoffpumpe,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine
Steuereinrichtung (10) mit einem Mikroprozessor umfaßt, der
die für die Durchführung eines Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche erforderlichen Programmschritte
durchführt.
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