DE19961612A1 - Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung - Google Patents
Gelenkkupplung für eine AntriebsanordnungInfo
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- F16D3/00—Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive
- F16D3/84—Shrouds, e.g. casings, covers; Sealing means specially adapted therefor
- F16D3/843—Shrouds, e.g. casings, covers; Sealing means specially adapted therefor enclosed covers
- F16D3/845—Shrouds, e.g. casings, covers; Sealing means specially adapted therefor enclosed covers allowing relative movement of joint parts due to the flexing of the cover
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- F16D3/16—Universal joints in which flexibility is produced by means of pivots or sliding or rolling connecting parts
- F16D3/26—Hooke's joints or other joints with an equivalent intermediate member to which each coupling part is pivotally or slidably connected
- F16D3/38—Hooke's joints or other joints with an equivalent intermediate member to which each coupling part is pivotally or slidably connected with a single intermediate member with trunnions or bearings arranged on two axes perpendicular to one another
- F16D3/40—Hooke's joints or other joints with an equivalent intermediate member to which each coupling part is pivotally or slidably connected with a single intermediate member with trunnions or bearings arranged on two axes perpendicular to one another with intermediate member provided with two pairs of outwardly-directed trunnions on intersecting axes
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung, mit einem Kupplungsbereich, insbesondere Kardanlager oder Kreuzgelenk, der Endabschnitte einer treibenden Welle und einer getriebenen Welle miteinander gelenkig verbindet, und mit Vorspannmitteln, die zur Spielreduzierung eine Vorspannung erzeugen, welche die Endabschnitte axial voneinander wegzudrängen sucht. DOLLAR A Um einen besonders preiswerten Aufbau für die Gelenkkupplung zu erhalten, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Vorspannmittel einen Balg aufweisen, der einenends an der treibenden Welle und anderenends an der getriebenen Welle dicht befestigt ist und der in seinem Inneren den Kupplungsbereich einschließt, wobei das Innere des Balgs mit einem Überdruck beaufschlagt ist, der die Vorspannung erzeugt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Gelenkkupplung für eine
Antriebsanordnung mit einem Kupplungsbereich, insbesondere
Kardanlager oder Kreuzgelenk, mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Aus der DE 35 24 373 C2 ist eine derartige Gelenkkupplung
bekannt, bei der im Kupplungsbereich Endabschnitte einer
treibenden Welle und einer getriebenen Welle miteinander
gelenkig verbunden sind. Die bekannte Gelenkkupplung weist
Vorspannmittel auf, die zur Spielreduzierung im
Kupplungsbereich eine Vorspannung erzeugen, welche die
Endabschnitte der Wellen axial voneinander wegzudrängen sucht.
Die Vorspannmittel weisen dabei im Endabschnitt der treibenden
Welle eine konzentrische Bohrung auf, in welcher ein durch
eine Schraubendruckfeder angetriebener zylindrischer Stößel
axial verstellbar untergebracht ist. Dieser Stößel wirkt mit
einem Antriebsstift zusammen, der durch ein Kupplungsglied
hindurch mit dem Endabschnitt der getriebenen Welle zusammen
wirkt. Da sich dieser Antriebsstift einerseits am Endabschnitt
der getriebenen Welle und andererseits am Stößel und somit
über die Schraubendruckfeder am Endabschnitt der treibenden
Welle abstützt, erzeugt die Schraubendruckfeder eine
Vorspannung, welche die Endabschnitte der beiden Wellen axial
voneinander wegzudrängen sucht. Die bekannte Konstruktion ist
jedoch relativ aufwendig.
Aus der DE 197 44 314 A1 ist ein Kreuzgelenk bekannt, bei dem
der die Endabschnitte der Wellen miteinander gelenkig
verbindende Kupplungsbereich innerhalb eines Faltenbalgs
untergebracht ist, der dadurch eine Schutzvorrichtung für den
Kupplungsbereich bildet.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
eine Gelenkkupplung der eingangsgenannten Art so auszubilden,
dass sie relativ einfach herstellbar ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Gelenkkupplung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den
Kupplungsbereich mit einem Balg zu kapseln und im Balg einen
Druck aufzubauen, der die Vorspannung zur Spielreduzierung in
die Wellen bzw. in deren Endabschnitte einleitet. Der Druck
kann dabei pneumatisch oder hydraulisch aufgebaut werden.
Der Aufwand zur Herstellung einer derartigen Gelenkkupplung
ist relativ klein, so dass sich preiswert eine spielfreie
Gelenkkupplung realisieren läßt. Darüber hinaus bietet der
Balg den Vorteil, dass der Kupplungsbereich hermetisch dicht
und somit gegen Verschmutzung geschützt ist. Außerdem kann
dadurch eine Lebensdauerschmierung realisiert werden.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform können an der
treibenden Welle und an der getriebenen Welle jeweils ein
Flansch ausgebildet sein, an dem jeweils ein Balgende
befestigt ist. Durch diese Maßnahme kann der Balg so
ausgebildet werden, dass er ein relativ großvolumiges Inneres
aufweist, in dem der Kupplungsbereich ohne Wandkontakt mit dem
Balg untergebracht sein kann.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung ist am
jeweiligen Flansch der zugehörige Endabschnitt der jeweiligen
Welle befestigt. Auf diese Weise ergibt sich ein besonders
einfach montierbarer Aufbau.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den
Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand
der Zeichnungen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die
nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der
jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
Die einzige Fig. 1 zeigt eine schematisierte und teilweise
geschnittene Seitenansicht auf eine Gelenkkupplung nach der
Erfindung.
Entsprechend Fig. 1 weist eine Antriebsanordnung 1 eine
treibende Welle 2 und eine getriebene Welle 3 auf. Eine
derartige Antriebsanordnung 1 findet sich beispielsweise in
einer Lenksäule eines Fahrzeuges zur Übertragung von
Lenkkräften oder im Antriebsstrang eines Fahrzeuges zur
Übertragung von Antriebkräften von einem Motor zu
angetriebenen Rädern. Die treibende Welle 2 ist über eine
Gelenkkupplung 4 mit der getriebenen Welle 3 gelenkig
verbunden. In einem Kupplungsbereich 5 dieser Gelenkkupplung 4
ist ein Endabschnitt 6 der treibenden Welle 2 kardanisch über
eine Kreuzgelenkanordnung 7 mit einem Endabschnitt 8 der
getriebenen Welle 3 gekoppelt. Diese Kreuzgelenkanordnung 7
ist dabei in herkömmlicher Weise aufgebaut und bedarf daher
keine näheren Erläuterung.
Die treibende Welle 2 und die getriebene. Welle 3 sind jeweils
mit einem scheibenförmigen Flansch 9 bzw. 10 ausgestattet, der
jeweils in einer Ebene liegt, die senkrecht zur Längsachse 11
bzw. 12 der zugehörigen Welle 2 bzw. 3 verläuft. An einander
zugewandten Innenseiten 13 und 14 dieser Flansche 9 und 10
sind die Endabschnitte 6 und 8 befestigt, insbesondere
verschraubt, was bei 15 angedeutet ist.
Der Kupplungsbereich 5 ist in einem Innerem 16 eines Balgs 17
angeordnet, der den Kupplungsbereich 5 vollständig umgibt bzw.
umhüllt. An seinen axialen Enden 18 und 19 ist der Balg 17
jeweils mit einem Ringwulst 20 bzw. 21 ausgestattet, der wie
im dargestellten Ausführungsbeispiel in seinem Inneren ein
Verstärkungselement, z. B. einen Drahtring 22 bzw. 23 enthalten
kann. An seinen axialen Enden 18 und 19 ist der Balg 17 dicht
an den Flanschen 9 bzw. 10 und somit an den Wellen 2 bzw. 3
befestigt. Zur Befestigung dient dabei jeweils ein Spannring
24 bzw. 25, der auf der Innenseite 13 bzw. 14 mit dem Flansch
9 bzw. 10 verschraubt ist, was bei 26 angedeutet ist. Jeder
Spannring 24, 25 weist radial innen eine dem Flansch 9 bzw. 10
zugewandte Ringnut 27 bzw. 28 auf, die jeweils den
zugeordneten Ringwulst 20 bzw. 21 des Balgs 17 aufnimmt. Die
Dimensionierung der Ringwulste 20, 21 ist mit der Bemessung
der Ringnuten 27, 28 so abgestimmt, dass bei verschraubtem
Spannring 24 bzw. 25 der Balg 17 an seinen Enden 18 und 19
fest und dicht mit dem zugehörigen Flansch 9 bzw. 10 verspannt
ist.
Um die Endabschnitte 6 und 8 der Wellen 2 und 3 axial
voneinander wegzudrängen, wird der Innenraum 16 des Balgs 17
mit einem Überdruck P beaufschlagt, der beispielsweise aus
einem Bereich von 15 bis 20 bar gewählt sein kann. Durch den
Überdruck P im Inneren 16 des Balgs 17 resultiert unter
anderem eine axiale Vorspannkraft entsprechend den Pfeilen 29,
die im Kupplungsbereich 5 die Endabschnitte 6 und 8
voneinander wegzudrängen sucht, wodurch in der
Kreuzgelenkanordnung 7 ein Null-Kraft-Durchgang vermieden
wird.
Der Balg 17 besteht dabei aus einem Material, das einerseits
ausreichend Steifigkeit aufweist, um den gewünschten
Vorspanndruck P im Inneren 16 erzeugen zu können, und das
andererseits so nachgiebig ist, dass der Balg 17 den
Bewegungen in der Gelenkkupplung 4 folgen kann. Beispielsweise
kann das Balgmaterial aus einem faserverstärkten Kunststoff
hergestellt sein, dessen Fasern so gerichtet sind, dass der
Aufbau einer axial wirkenden Vorspannung durch den Druck P
unterstützt wird.
Um das Innere 16 mit dem Druck P beaufschlagen zu können, ist
beispielhaft im Flansch 9 ein Druckaufbauventil 30 angeordnet,
durch das im Inneren 16 vorzugsweise ein pneumatischer
Überdruck P ausgebildet werden kann. Anstelle eines
pneumatischen Überdrucks P kann auch ein hydraulischer
Überdruck P realisiert werden, wobei das Hydraulikmittel dann
vorzugsweise ein Schmiermittel für die Gelenkkupplung 4
bildet. Durch die hermetisch dichte Kapselung des
Kupplungsbereichs 15 ist einerseits ein wirksamer Schutz vor
Verunreinigungen gebildet, der beispielsweise auch eine
Trockenschmierung ermöglicht; anderseits wird durch die dichte
Kapselung auch erreicht, dass Schmiermittel nicht nach außen
gelangen kann, so dass beispielsweise auch eine
Lebensdauerschmierung des Kupplungsbereichs 5 ausgebildet
werden kann.
Claims (9)
1. Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung (1), mit einem
Kupplungsbereich (5), insbesondere Kardanlager oder
Kreuzgelenk, der Endabschnitte (6, 8) einer treibenden Welle
(2) und einer getriebenen Welle (3) miteinander gelenkig
verbindet, und mit Vorspannmitteln (16, 17), die zur
Spielreduzierung eine Vorspannung erzeugen, welche die
Endabschnitte (6, 8) axial voneinander wegzudrängen sucht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorspannmittel einen Balg (17) aufweisen, der
einenends an der treibenden Welle (2) und anderenends an der
getriebenen Welle (3) dicht befestigt ist und der in seinem
Inneren (16) den Kupplungsbereich (5) einschließt, wobei das
Innere (16) des Balgs (17) mit einem Überdruck P beaufschlagt
ist, der die Vorspannung erzeugt.
2. Gelenkkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der treibenden Welle (2) und an der getriebenen Welle
(3) jeweils ein Flansch (9, 10) ausgebildet ist, an dem
jeweils ein Balgende (18, 19) befestigt ist.
3. Gelenkkupplung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an jedem Balgende (18, 19) ein Ringwulst (20, 21)
ausgebildet ist, der mit dem zugehörigen Flansch (9, 10)
verspannt ist.
4. Gelenkkupplung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Ringwulst (20, 21) mit einem Spannring (24, 25) am
Flansch (9, 10) befestigt ist, wobei jeder Spannring (24, 25)
eine Ringnut (27, 28) aufweist, die den zugehörigen Ringwulst
(20, 21) aufnimmt und axial mit dem zugehörigen Flansch (9,
10) verspannt.
5. Gelenkkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Balg (17) so ausgebildet ist, dass er axial eine
größere Nachgiebigkeit aufweist als radial.
6. Gelenkkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druck P im Inneren (16) des Balgs (17) etwa 15 bis
20 bar beträgt.
7. Gelenkkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass Druckaufbaumittel (30) vorgesehen sind, die es ermöglich,
im Inneren (16) des Balgs (17) den Überdruck P aufzubauen.
8. Gelenkkupplung nach den Ansprüchen 2 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem der Flansche (9, 10) ein Druckaufbauventil (30)
angeordnet ist, durch das im Inneren (16) des Balgs (17) der
Überdruck P aufbaubar ist.
9. Gelenkkupplung zumindest nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Flansch (9, 10) der Endabschnitt (6, 8) der jeweiligen
Welle (2, 3) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19961612A DE19961612A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19961612A DE19961612A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19961612A1 true DE19961612A1 (de) | 2001-05-17 |
Family
ID=7933527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19961612A Withdrawn DE19961612A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Gelenkkupplung für eine Antriebsanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19961612A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107795594A (zh) * | 2017-11-17 | 2018-03-13 | 北京博科测试系统股份有限公司 | 水下震动系统及其万向传动装置 |
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| US2755643A (en) * | 1950-07-05 | 1956-07-24 | Wildhaber Ernest | Flexible seal for universal joints |
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| DE19744314A1 (de) * | 1997-10-08 | 1999-04-29 | Walterscheid Gmbh Gkn | Schutzvorrichtung für eine Gelenkwelle |
-
1999
- 1999-12-21 DE DE19961612A patent/DE19961612A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Publication of unexamined application with consent of applicant | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |