DE19958395A1 - Filtervorrichtung, insbesondere zur Trennung einer Flüssigkeit von festen Körpern - Google Patents
Filtervorrichtung, insbesondere zur Trennung einer Flüssigkeit von festen KörpernInfo
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Abstract
Eine Filtervorrichtung und insbesondere eine Filtervorrichtung zur Trennung einer Flüssigkeit von festen Körpern wird beschrieben. Die Filtervorrichtung umfaßt ein Druckmittel (40, 40'). Vorzugsweise sind die festen Körper in einem Filterbeutel (10) angeordnet. Der Filterbeutel ist mit einem Haltemittel (20) versehen. Das Druckmittel (40, 40') ist an dem Haltemittel (20) entweder fest angeordnet oder relativ zum Haltemittel (20) bewegbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung und insbe
sondere eine Filtervorrichtung zur Trennung einer Flüs
sigkeit von festen Körpern.
Filtervorrichtungen werden beispielsweise im Lebensmit
telbereich zur Zubereitung von Getränken wie Tee verwen
det. Dabei kommen sowohl Einweg-Filterbeutel als auch
wiederverwendbare Filter zum Einsatz.
Regelmäßig umschließen die Filter feste Körper, aus wel
chen durch heißes Wasser Stoffe herausgelöst werden sol
len. Zu diesem Zweck werden die Filter mitsamt den darin
enthaltenen festen Körpern in ein Behältnis mit heißem
Wasser gegeben. Nach einiger Zeit werden die Filter dann
wieder aus dem Behältnis entnommen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Filtervor
richtung zur Verfügung zu stellen.
Die Erfindung erreicht ihr Ziel durch den Gegenstand des
Anspruchs 1, d. h. durch eine Filtervorrichtung, insbeson
dere zur Trennung einer Flüssigkeit von festen Körpern,
welche ein Druckmittel umfaßt.
Beispielsweise bei der Zubereitung von Tee unter Verwen
dung von Teebeuteln besteht das Problem, daß die Beutel
bei der Entnahme aus dem Wasser durchnäßt sind und daher
tropfen. Auch besteht häufig der Wunsch, den Geschmack
durch Ausdrücken des Teebeutels zu intensivieren. In bei
den Fällen kann durch Ausdrücken des Teebeutels Abhilfe
geschaffen werden. Dies ist jedoch - zumal ein Ausdrücken
mit den bloßen Fingern regelmäßig unerwünscht ist - der
zeit nur mit Hilfe von zusätzlichen Werkzeugen wie etwa
einem Löffel und dem Rand einer Tasse möglich. Demgegen
über umfaßt die erfindungsgemäße Filtervorrichtung ein
eigenes Druckmittel und macht somit zusätzliche Werkzeuge
überflüssig.
Vorzugsweise sind die festen Körper in einem Filterbeutel
angeordnet sind. Außerdem ist der Filterbeutel mit einem
Haltemittel versehen (Anspruch 2).
Bei derartigen Filtervorrichtung kann die Erfindung be
sonders vorteilhaft eingesetzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Druckmittel
an dem Haltemittel angeordnet (Anspruch 3).
Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Filterbeu
teln zweckmäßig. Hierbei wird regelmäßig der Filterbeutel
in eine Flüssigkeit getaucht, während das Haltemittel aus
der Flüssigkeit herausragt. Das Druckmittel ist daher be
sonders gut zugänglich, wenn es am Haltemittel angeordnet
ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Druckmittel
fest mit dem Haltemittel verbunden (Anspruch 4).
Beispielsweise kann ein an einem Haltemittel regelmäßig
ohnehin vorhandenes Papierstück durch das Druckmittel er
setzt werden. Dies hat den Vorteil, daß die Produktion
nur unwesentlich umgestellt werden muß. Infolgedessen wä
re eine derartige Ausführungsform besonders kostengün
stig.
Insbesondere sollte das Druckmittel jedoch relativ zum
Haltemittel bewegbar sein (Anspruch 5).
Es wäre - wie gesagt - auch denkbar, das Druckmittel fest
mit dem Haltemittel zu verbinden. Beispielsweise könnte
bei einem Filterbeutel das Druckmittel am jeweils anderen
Ende des Haltemittels fest angeordnet sein. Dann könnte
man den Filterbeutel im Mittelbereich des Haltemittels
halten und gleichzeitig - sofern das Haltemittel biegsam
ist - das Druckmittel zum Filterbeutel bewegen und dort
zum Einsatz bringen. Praktischer ist es jedoch, wenn das
Druckmittel entlang dem Haltemittel zum Filterbeutel be
wegt werden kann.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Haltemittel als Fa
den ausgestaltet ist und der Faden durch eine Öffnung
und/oder einen Schlitz im Druckmittel geführt ist
(Anspruch 6).
Auf diese Weise läßt sich die Erfindung besonders einfach
und kostengünstig realisieren. Insbesondere können be
kannte Filtervorrichtungen wie etwa Teebeutel mit gerin
gem Aufwand erfindungsgemäß umgestaltet werden.
Vorzugsweise ist das Druckmittel als längliches Materi
alstück, insbesondere aus Pappe, ausgestaltet. Das Mate
rialstück ist in Querrichtung gefalzt. Die Öffnung ist im
Bereich der Falz angeordnet (Anspruch 7).
Pappe im Sinne dieses Anspruches ist jedes hinreichend
feste, papierhaltige oder sonst vergleichbare Material.
Die Verwendung von Papier oder papierhaltigem Material
wäre besonders umweltfreundlich. Die Erfindung kann je
doch auch mit jedem anderen geeigneten Material - wie et
wa Kunststoffen - in gleicher Weise verwirklicht werden.
Ein einfach gefalztes und gelochtes Pappstück hat den
Vorzug, daß die Material- und Herstellungskosten beson
ders niedrig sind. Zugleich ist man in der konkreten, für
das Filtermittel geeigneten Ausgestaltung der Form sehr
flexibel. Auch ist es möglich, zur Verpackung insbesonde
re von Teebeuteln das Pappstück an das Beutelende des
Haltemittels herunterzuziehen und somit das Pappstück zum
Schutz des Teebeutels während der Lagerung zu verwenden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das
Stück Pappe bzw. das Materialstück an zwei Stellen in
Querrichtung gefalzt und die Öffnung zwischen den beiden
Falzstellen angeordnet (Anspruch 8)
In dieser Ausführungsform ist zwar der Herstellungsauf
wand etwas erhöht. Dafür kann die Erfindung aber auf die
se Weise besser bei dicken Filterbeuteln eingesetzt wer
den.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und
der beigefügten Zeichnung noch näher erläutert. In der
Zeichnung sind:
Fig. 1a eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Vor
richtung in einer ersten Position;
Fig. 1b eine Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung aus Fig. 1a in einer zweiten Position;
Fig. 2a eine Darstellung eines ersten erfindungsgemäßen
Druckmittels; und
Fig. 2b eine Darstellung eines zweiten erfindungsgemä
ßen Druckmittels.
In Fig. 1a und 1b ist die Erfindung beispielhaft an einem
an sich bekannten Teebeutel 10 implementiert. An dem Tee
beutel 10 ist ein Ende eines Fadens 20 befestigt. Am an
deren Ende des Fadens 20 ist ein Papierstück 30 ange
bracht. Wenn der Teebeutel 10 in Wasser getaucht wird,
ist es somit möglich, einen vom Teebeutel 10 abgewandten
Teil des Fadens 20 und das Papierstück 30 außerhalb des
Wassers zu halten. Auf diese Weise ist es möglich, den
Teebeutel 10 mittels dieses Teilstücks des Fadens 20 und
des Papierstücks 30 wieder aus dem Wasser herauszuholen,
ohne in das Wasser hineinlangen zu müssen.
Zusätzlich umfaßt der Teebeutel in seiner erfindungsgemä
ßen Ausgestaltung ein Druckmittel 40. In einer Ausfüh
rungsform der Erfindung (nicht dargestellt), wird das Pa
pierstück 30 durch das Druckmittel 40 ersetzt, indem das
Druckmittel 40 mit dem Faden 20 fest verbunden wird. Dies
hat den Vorteil, das bestehende Produktionsabläufe kaum
verändert werden müssen.
In einem anderen, in den Figuren dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel, ist das Druckmittel 40 zusätzlich zum Pa
pierstück 30 vorhanden. Es weist eine Öffnung 50 auf,
durch welche der Faden 20 geführt ist. Auf diese Weise
ist es möglich, das Druckmittel 40 längs des Fadens 20 zu
verschieben.
Beispielsweise kann das Druckmittel 40 zur Verpackung des
Teebeutels 10 ähnlich wie in Fig. 1b dargestellt um die
sen herum angeordnet werden. Bevor der Teebeutel 10 je
doch in Wasser getaucht wird, kann das Druckmittel 40 an
das vom Teebeutel abgewandte Ende des Fadens 20 in eine
erste Position Pos. 1 (vgl. Fig. 1a) verschoben werden.
Auf diese Weise ist es möglich, das Druckmittel 40 außer
halb des Wassers zu halten, in welches der Teebeutel 10
eingetaucht wird.
Sodann ist es möglich, den Teebeutel 10 mittels des vom
Teebeutel abgewandten Ende des Fadens 20, des Papier
stücks 30 und/oder des Druckmittels 40 aus dem Wasser zu
holen, ohne in das Wasser hineinzulangen. Gleichzeitig
oder später kann das Druckmittel 40 längs des Fadens 20
zum Teebeutel 10 hin verschoben werden, wie in Fig. 1a
durch Pfeil P1 angedeutet, bis schließlich der Teebeutel
10 vom Druckmittel 40 in einer zweiten Position Pos. 2 um
schlossen ist (vgl. Fig. 1b)
Sobald das Druckmittel 40 in der zweiten Position Pos.2
den Teebeutel 10 umschließt, kann es - wie durch Pfeile
P3 und P4 in Fig. 1b angedeutet - zusammengedrückt wer
den. Infolgedessen wird der Flüssigkeitsgehalt im Teebeu
tel 10 verringert. Im Anschluß kann der Teebeutel 10
tropffrei von dem Wasserbehälter entfernt werden.
In Fig. 2a ist ein erstes erfindungsgemäßes Druckmittel
40 näher dargestellt. Das Druckmittel 40 besteht aus ei
nem rechteckigen Pappstück (mit Pappe ist damit jedes
hinreichend feste, papierhaltige Material gemeint; in
gleicher Weise können jedoch auch andere Materialien wie
etwa Kunststoffe eingesetzt werden). Das rechteckige
Pappstück ist in seiner Mitte in Querrichtung einfach ge
falzt, wie durch die gestrichelte Linie 60 angedeutet. In
der Mitte der Falz 60 ist eine Öffnung 50 eingestanzt.
Durch diese Öffnung 50 kann beispielsweise der Faden 20
geführt werden.
In Fig. 2b ist ein zweites erfindungsgemäßes Druckmittel
40' näher dargestellt. Dieses unterscheidet sich vom er
sten erfindungsgemäßen Druckmittel 40 dadurch, daß im
Mittelbereich des rechteckigen Pappstücks zwei Falzen 70,
80 angebracht sind und die Öffnung 50 in deren Mitte ein
gestanzt ist.
Die obigen Ausführungen sind jedoch - wie schon gesagt
- nur beispielhaft zu verstehen. Die Erfindung kann insbe
sondere wie folgt von den genannten Ausführungsbeispielen
abweichen:
Das Papierstück 30 ist für die Erfindung nicht erforder
lich. Es genügt beispielsweise ein Knoten im Faden 20
oder jedes beliebige andere Mittel, welches nicht durch
die Öffnung 50 hindurchpaßt. Selbst ein offenes Ende des
Fadens 20 wäre denkbar, wenngleich dies den Nachteil hät
te, daß der Faden 20 aus der Öffnung 50 ausrauschen könn
te.
Das Druckmittel 40 kann außer aus Pappe grundsätzlich
auch aus jedem beliebigen anderen Material bestehen. Au
ßerdem kann zusätzlich oder anstelle der Öffnung 50 von
einer beliebigen Seite her ein längs, quer und/oder dia
gonal verlaufender Schlitz in das Pappstück geschnitten
oder gestanzt werden. Dies hätte den Vorzug, daß Teebeu
tel aus bekannter Produktion einfach umgerüstet werden
könnten, indem nachträglich ein Druckmittel 40 um den Fa
den 20 gesteckt würde. Schließlich kann das Pappstück,
aus welchem das Druckmittel 40 besteht, grundsätzlich je
de beliebige geschwungene, vieleckige etc. Form haben.
Ferner kann anstelle des Fadens 20 jedes beliebige andere
Haltemittel wie etwa ein Stab verwendet werden. Auch ist
es in gleicher Weise möglich, die Erfindung an Einweg-
Filtern wie an wiederverwendbaren Filterbeuteln etc. an
zuordnen. Schließlich kann das Druckmittel 40, 40' an dem
vom Teebeutel 10 abgewandtem Ende des Fadens 20 fest an
gebracht werden (in diesem Fall müßte man den Teebeutel
im Mittelbereich des Fadens 20 halten, um mit dem Druck
mittel, 40, 40' den Teebeutel 10 auszudrücken).
Claims (8)
1. Filtervorrichtung, insbesondere zur Trennung einer
Flüssigkeit von festen Körpern, welche ein Druckmit
tel (40, 40') umfaßt.
2. Filtervorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher
- a) die festen Körper in einem Filterbeutel (10) angeordnet sind; und
- b) der Filterbeutel mit einem Haltemittel (20) versehen ist.
3. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher das Druckmittel (40, 40') an
dem Haltemittel (20) angeordnet ist.
4. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher das Druckmittel (40, 40') fest
mit dem Haltemittel (20) verbunden ist.
5. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher das Druckmittel (40, 40') rela
tiv zum Haltemittel (20) bewegbar ist.
6. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher
- a) das Haltemittel (20) als Faden ausgestaltet ist; und
- b) der Faden (20) durch eine Öffnung (50) und/oder einen Schlitz im Druckmittel (40, 40') geführt ist.
7. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher
- a) das Druckmittel (40) als längliches Materials tück, insbesondere aus Pappe, ausgestaltet ist;
- b) das Materialstück in Querrichtung gefalzt ist; und
- c) die Öffnung (50) im Bereich der Falz (60) ange ordnet ist.
8. Filtervorrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, bei welcher
- a) das Stück Pappe bzw. das Materialstück (40') an zwei Stellen (70, 80) in Querrichtung gefalzt ist; und
- b) die Öffnung (50) zwischen den beiden Falzstel len (70, 80) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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| DE1999158395 DE19958395A1 (de) | 1999-12-03 | 1999-12-03 | Filtervorrichtung, insbesondere zur Trennung einer Flüssigkeit von festen Körpern |
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Family
ID=7931352
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| DE1999158395 Ceased DE19958395A1 (de) | 1999-12-03 | 1999-12-03 | Filtervorrichtung, insbesondere zur Trennung einer Flüssigkeit von festen Körpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19958395A1 (de) |
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- 1999-12-03 DE DE1999158395 patent/DE19958395A1/de not_active Ceased
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