DE19958895A1 - Überrollregelungsvorrichtung für einen Fahrzeugkörper - Google Patents
Überrollregelungsvorrichtung für einen FahrzeugkörperInfo
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Abstract
Offenbart ist eine Überrollregelungsvorrichtung für ein Fahrzeug, die eine erste Parametergröße (Vr), welche einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt, und eine zweite Parametergröße (THETAd), welche eine Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers angibt, berechnet bzw. abschätzt, und die das Bremssystem derart regelt, daß das Bremssystem derart betätigt wird, um eine Sollverzögerung (Gxt) des Fahrzeugs auszuführen, wenn die erste Parametergröße einen dafür vorbestimmten Schwellenwert (Vro) überschreitet, wobei die Sollverzögerung von einem vorbestimmten Minimumwert auf einen vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Parametergröße zunimmt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vor
richtung zum Regeln eines Kurvenverhaltens eines Fahrzeugs,
wie beispielsweise eines Automobils, und bezieht sich ins
besondere auf eine Überrollregelungsvorrichtung für einen
Fahrzeugkörper eines Fahrzeugs, wie beispielsweise eines
Automobils, um so zu verhindern, daß das Fahrzeug während
eines Kurvenfahrens überrollt bzw. überschlägt.
In der offengelegten Japanischen Patentveröffentlichung
6-297985 ist eine Vorrichtung beschrieben, die dazu dient,
um zu verhindern, daß ein Fahrzeug, wie beispielsweise ein
Automobil, überrollt bzw. überschlägt, wobei die Höhen ei
ner Vielzahl von Abschnitten des Fahrzeugkörpers, die den
jeweiligen Rädern entsprechen, durch eine Vielzahl von Hö
hensensoren erfaßt werden, und die Höhe des Gravitations
zentrums bzw. des Schwerpunkts des Fahrzeugkörpers und ein
Rollwinkel des Fahrzeugkörpers um den Schwerpunkt anhand
einer derartigen Vielzahl von Höhendaten bei verschieden
Abschnitten des Fahrzeugkörpers berechnet werden, so daß
ferner durch verarbeiten jener Daten mit einer Querbe
schleunigung, welche auf den Fahrzeugkörper wirkt und von
einem Querbeschleunigungssensor erfaßt wird, ein Index er
halten wird, der eine Neigung des Fahrzeugs zu einem Über
rollen bzw. Überschlagen angibt, wobei der Index dazu
dient, um ein Bremssystem des Fahrzeugs selektiv bzw. wahl
weise zu betätigen, um das Fahrzeug zu verzögern, bevor es
überrollt.
Auf dem Gebiet der oben erwähnten Veröffentlichung ist
die Regelung der Bremskraft, die auf die Räder aufgebracht
werden soll, um zu verhindern, daß das Fahrzeug überrollt,
nicht speziell bzw. im einzelnen beschrieben. In der Tat
ist das Verhindern, daß das Fahrzeug während seines Kurven
fahrens überrollt natürlich im allgemeinen eine Sache des
Notfalls bzw. der Dringlichkeit, und deshalb wird die nor
male Annäherung an dieses Problem derart aussehen, daß das
Fahrzeug bei einem beliebigen Ereignis davon abgehalten
werden sollte, bei einer beliebigen Stärke der Bremskraft
überzurollen, vorausgesetzt, daß die Vorrichtung zum Ver
hindern, daß ein Fahrzeug überrollt, auf der Betätigung des
Bremssystems basiert. Da ferner das Bremssystem, das für
einen automatischen Betrieb unter dem Betrieb bzw. unter
der Betätigung einer Überrollregelungsvorrichtung, welche
vornehmlich in Form eines Mikrocomputers ausgestaltet ist,
anpaßbar ist, im allgemeinen mittels Ein-Aus- und/oder Um
schaltmagnetventilen betrieben wird, kann es im Stand der
Technik dieses Gebiets üblich sein, daß die Betätigung des
Bremssystems zum Verhindern, daß das Fahrzeug überrollt
bzw. überschlägt, im wesentlichen von Beginn dessen Betäti
gung an eintritt, oder anders ausgedrückt, daß die Regelung
des Bremssystems für diesen Zweck nur eine Ein-Aus-Regelung
sein kann.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung erwägen es je
doch, daß die Regelung des Fahrzeugs gegen ein Überrollen
bzw. Überschlagen auch ein Teil einer normalen Verhaltens
regelung sein kann, und nicht notwendigerweise zu einer
Notfallregelung gehört, so daß die Anti-Überrollregelung
eine dämpfende Charakteristik hat, die eine größere Anti-
Überrollaktion bzw. Anti-Überrollwirkung auf das Fahrzeug
ausübt, wenn es sich mehr der Grenze des Überrollens nä
hert. Durch eine derartige Anordnung wird das Fahrzeug ent
schiedener bzw. sicherer gegen ein Überrollen geschützt,
während es ein stoßfreies bzw. erschütterungsfreies komfor
tables Fahrverhalten beibehält.
Es ist deshalb eine Hauptaufgabe der vorliegenden Er
findung, eine Vorrichtung zum Verhindern eines Überrollens
bzw. Überschlagens eines Fahrzeugs gemäß dem oben erwähnten
Konzept eines Dämpfens des Rollens des Fahrzeugs in Rich
tung einer Schlußgrenze bzw. endgültigen Grenze zu schaf
fen, bei der die Vorrichtung zum Verhindern eines Überrol
lens im Stand der Technik abrupt bzw. plötzlich betätigt
wird.
Diese Aufgabe wird durch eine Überrollregelungsvorrich
tung (bzw. Wankregelungsvorrichtung) gemäß der Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Ge
genstand der Unteransprüche.
Dabei weist die Überrollregelungsvorrichtung für ein
Fahrzeug, das einen Fahrzeugkörper, Räder, ein Lenksystem
und ein Bremssystem hat, auf:
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer ersten Parame tergröße, die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt,
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer zweiten Para metergröße, die eine Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers angibt, und
eine Einrichtung zum Regeln des Bremssystems derart, daß das Bremssystem derart betätigt wird, daß es eine Soll verzögerung des Fahrzeugs ausführt, wenn die erste Parame tergröße einen dafür vorbestimmten Schwellenwert über steigt, wobei die Sollverzögerung von einem vorbestimmten Minimumwert an auf einen vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Parametergröße zunimmt.
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer ersten Parame tergröße, die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt,
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer zweiten Para metergröße, die eine Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers angibt, und
eine Einrichtung zum Regeln des Bremssystems derart, daß das Bremssystem derart betätigt wird, daß es eine Soll verzögerung des Fahrzeugs ausführt, wenn die erste Parame tergröße einen dafür vorbestimmten Schwellenwert über steigt, wobei die Sollverzögerung von einem vorbestimmten Minimumwert an auf einen vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Parametergröße zunimmt.
Da das Bremssystem betätigt wird, wenn die erste Para
metergröße, die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers an
gibt, einen dafür vorbestimmten Schwellenwert übersteigt,
so wird gemäß der oben erwähnten Konstruktion bzw. Ausfüh
rung der selektive bzw. wahlweise Betrieb, oder nicht, des
Bremssystems für die Überrollregelung des Fahrzeugs klar
bzw. deutlich gemäß der Größe der ersten Parametergröße,
die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt, bestimmt.
In diesem Fall kann, wie es durch den Einbau einer Regelung
auf der Basis der Änderungsrate des Rollbetrags des Fahr
zeugkörpers (siehe Beschreibung unten) zu erkennen sein
wird, da die Betätigung des Bremssystems nicht notwendiger
weise eine wesentliche Verzögerung des Fahrzeugs bewirken
wird, der Schwellenwert für die erste Parametergröße, die
einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt, auf einen Wert
gesetzt werden, der wesentlich niedriger ist als ein Grenz
wert, bei dem eine vollständige Betätigung des Bremssystems
zum Verhindern eines Überrollens bzw. Überschlagens des
Fahrzeugs gemäß der Vorrichtung im Stand der Technik erfor
derlich ist. Auf alle Fälle ist die Unterscheidung zwischen
dem selektiven Betrieb, oder nicht, des Bremssystems für
die Anti-Überrollregelung deutlich anhand der Beziehung der
Größe bzw. des Betrags der ersten Parametergröße und des
dafür vorbestimmten Schwellenwerts möglich, so daß das
Bremssystem auf der Grundlage der Ein-Aus- und/oder Um
schaltventile explizit bzw. deutlich zwischen einem Betrieb
oder einem Nicht-Betrieb umgeschaltet wird.
Wenn dann gemäß der oben erwähnten Konstruktion bzw.
Ausführung das Bremssystem einmal in einem Betrieb für eine
Anti-Überrollregelung gesetzt wurde, so wird das Bremssy
stem derart betrieben, daß es eine Sollverzögerung des
Fahrzeugs ausführt, die zwischen einem vorbestimmten Mini
mumwert, welcher eine frühe Betätigung des Bremssystems re
lativ zu dem augenblicklichen bzw. tatsächlichen Rollzu
stand des Fahrzeugkörpers erlauben kann, und einem vorbe
stimmten Maximumwert gemäß der Größe bzw. des Betrags der
zweiten Parametergröße, die die Änderungsrate des Rollzu
stands des Fahrzeugkörpers angibt, eingestellt ist. Die Än
derungsrate des Rollzustands des Fahrzeugkörpers sagt eine
Zunahme oder Abnahme eines Rollwinkels des Fahrzeugkörpers
voraus, der durch die Zentrifugalkraft, welche auf jenen
während eines Kurvenfahrens des Fahrzeugs ausgeübt wird,
bewirkt wird.
Wenn deshalb das Bremssystem, das bei einem relativ
frühen Stadium eines Rollens gemäß einer Entscheidung bzw.
Beurteilung durch die erste Parametergröße in seinem Be
trieb gesetzt wird, derart geregelt wird, daß seine Betäti
gungsstärke von einem vorbestimmten Minimumwert auf einen
vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten
Parametergröße zunimmt, so wird auf das Fahrzeug eine Anti-
Überrollregelung in einer dämpfenden Weise über einen we
sentlichen Bereich vor der Schlußgrenze bzw. endgültigen
Grenze des Rollwinkels angewendet, bei der die Anti-Über
rollregelung im Stand der Technik abrupt bzw. plötzlich be
tätigt wird.
Die erste Parametergröße kann derart geschätzt bzw. ab
geschätzt werden, daß sie im wesentlichen proportional zu
der Querbeschleunigung des Fahrzeugkörpers ist, weil das
Rollen des Fahrzeugkörpers während eines hierin betrachte
ten Kurvenfahrens im wesentlichen proportional zu der Quer
beschleunigung ist, welche auf Grund einer Zentrifugalkraft
bei dem Fahrzeugkörper wirkt. Die erste Parametergröße kann
ferner durch eine Rollrate bzw. Rollgeschwindigkeit als ei
ne differenzielle Komponente von dieser derart modifiziert
werden, daß eine dynamische Charakteristik der Rollbewegung
des Fahrzeugkörpers darin eingebracht wird, wie es in der
unten beschriebenen Ausführungsform erläutert wird.
Die zweite Parametergröße kann derart abgeschätzt wer
den, daß sie im wesentlichen proportional zu der Änderungs
rate des Lenkwinkels ist, der durch das Lenksystem des
Fahrzeugs bewirkt wird. Durch Abschätzen der Änderungsrate
des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers auf der Grundlage des
Lenkwinkels wird die Abschätzung vorhersagbarer, da die Än
derung des Lenkwinkels der Änderung des Rollwinkels vor
eilt.
Die zweite Parametergröße kann jedoch natürlich derart
bestimmt werden, daß sie im wesentlichen proportional zu
der Änderungsrate der Querbeschleunigung des Fahrzeugkör
pers abgeschätzt wird, auf die gleiche Weise, wie die erste
Parametergröße.
Das Rollen des Fahrzeugkörpers ist ein Phänomen bzw.
eine Erscheinung, die mit einer Zeitverzögerung relativ zu
einer Querkraft bzw. zeitlichen Kraft, welche auf diesen
ausgeübt wird, auftritt, weil das Rollen des Fahr
zeugkörpers eine Bewegung einer Masse des Fahrzeugkörpers
ist, der federnd bzw. elastisch durch eine Federaufhängung
gehalten wird und durch eine auf diese ausgeübte Be
schleunigung beschleunigt wird. Um die Überrollregelungs
vorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden Erfin
dung wirksamer zu betätigen, wird es in Anbetracht dessen
beabsichtigt, daß die Vorrichtung derart abgewandelt bzw.
modifiziert wird, daß die Einrichtung zum Bereitstellen der
zweiten Parametergröße eine zweite Parametergröße betref
fend eine erste Phase bei einer ersten (zeitlichen) An
sprechempfindlichkeit und eine zweite Parametergröße be
treffend eine zweite Phase bei einer zweiten (zeitlichen)
Ansprechempfindlichkeit, welche niedriger bzw. geringer als
die erste (zeitliche) Ansprechempfindlichkeit ist, bereit
stellt, und daß die Einrichtung zum Regeln des Bremssystems
das Bremssystem derart regelt, daß die Sollverzögerung von
einem vorbestimmten Minimumwert an auf den vorbestimmten
Maximumwert gemäß einer Zunahme einer größeren der zweiten
Parametergrößen der ersten und zweiten Phase bei jedem Mo
ment zunimmt. Durch einen derartigen Aufbau kann die Soll
verzögerung wünschenswerter bzw. besser angepaßt werden, um
eine derartige Trägheitsverzögerung des Rollens des Fahr
zeugkörpers relativ zu einer Querkraft bzw. seitlichen
Kraft, welche auf diesen ausgeübt wird, aufzunehmen bzw.
einzubauen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfin
dung ergeben sich aus der nachfolgenden.Beschreibung bevor
zugter Ausführungsformen anhand der Zeichnungen.
In den beigefügten Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht, welche ein Fahr
zeug mit vier Rädern darstellt, in dem die Überrollrege
lungsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Form einer Ausführungsform eingebaut bzw.
integriert ist;
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm, das eine grundlegende
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Form eines
Betriebs von dieser darstellt;
Fig. 3 ein Diagramm, das eine Darstellung bzw. Ab
bildung ("MAP") zum Erhalten einer Sollverzögerung auf der
Grundlage der Änderungsrate des Lenkwinkels darstellt;
Fig. 4A ein Diagramm, das Beispiele der Änderung des
Lenkwinkels darstellt, wenn ein Fahrzeug in eine Kurve ge
bracht wird;
Fig. 4B ein Diagramm, das die Sollverzögerungen dar
stellt, die anhand der Darstellung bzw. Abbildung von Fig.
3 gemäß derartiger Änderungen des Lenkwinkels, wie es in
Fig. 4A gezeigt ist, erhalten werden;
Fig. 5 einen Teil eines Ablaufdiagramms, das an
Stelle für einen entsprechenden Teil des Ablaufdiagramms
von Fig. 2 als eine Abwandlung von diesem verwendet werden
kann;
Fig. 6A-6E eine Gruppe von Diagrammen, die ein
Beispiel von Änderungen der Änderungsrate des Lenkwinkels
und anderer Werte darstellen, welche dafür ausgelegt sind,
sich gemäß einer derartigen Änderung der Änderungsrate des
Lenkwinkels durch den Betrieb der Vorrichtung der vorlie
genden Erfindung zu ändern;
Fig. 7 einen Teil eines Ablaufdiagramms, der an
Stelle eines entsprechenden Teils des Ablaufdiagramms von
Fig. 2 als eine weitere Abwandlung von diesem verwendet
werden kann;
Fig. 8 ein Diagramm, das eine Abbildung bzw. Dar
stellung ähnlich der von Fig. 3 zum Erhalten einer Soll
verzögerung auf der Grundlage der Änderungsrate der Querbe
schleunigung darstellt; und
Fig. 9 einen Teil eines Ablaufdiagramms, der an
Stelle eines entsprechenden Teils des Ablaufdiagramms von
Fig. 7 als noch eine weitere Abwandlung von diesem verwen
det werden kann.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung ausführli
cher mit Bezug auf einige bevorzugte Ausführungsformen von
ihr bezüglich der beigefügten Zeichnungen beschrieben wer
den.
In dem in den Fig. 1 dargestellten Fahrzeug bezeich
net das Bezugszeichen 12 einen Fahrzeugkörper, der durch
vordere linke, vordere rechte, hintere linke und hintere
rechte Räder, die mit den Bezugszeichen 10FL, 10FR, 10RL
bzw. 10RR bezeichnet sind, über einen herkömmlichen Radauf
hängungsmechanismus, welcher in den Figuren nicht darge
stellt ist, gehalten bzw. getragen wird. Die vorderen lin
ken und vorderen rechten Räder 10FL und 10FR werden durch
ein Lenksystem gelenkt, das ein Lenkrad 14, eine Servolen
kungsvorrichtung 16 in der Ausführung eines Zahnstangen
typs, und Spurstangen 18L und 18R aufweist. Die vier Räder
sind derart ausgelegt, daß sie von einem Bremssystem, das
im allgemeinen mit dem Bezugszeichen 20 bezeichnet wird,
selektiv bzw. wahlweise gebremst werden, wobei das Bremssy
stem einen Ölhydraulikkreis 22, Radzylinder 24FL, 24FR,
24RL und 24RR zum Aufbringen einer Bremskraft auf die vor
deren linken, vorderen rechten, hinteren linken bzw. hinte
ren rechten Räder in Abhängigkeit eines Öldrucks, welcher
von dem Ölhydraulikkreis 22 an diese zugeführt wird, ein
Bremspedal 26, das dafür ausgelegt ist, von einem Fahrer
niedergedrückt zu werden, einen Hauptzylinder 28, der durch
das Bremspedal betätigt wird, um einen Ölhydraulikdruck zu
erzeugen, und eine elektrische Regeleinrichtung 30 auf
weist, die nicht nur als ein Teil des Bremssystems zum au
tomatischen Betätigen des Bremssystems für die Vorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet, sondern auch als
ein Teil anderer automatischer Steuerungs- bzw. Regelungs
systeme, welche nicht in der Figur dargestellt, jedoch in
dem dargestellten Fahrzeug eingebaut sind. Die elektrische
Regelungseinrichtung 30 besteht im wesentlichen aus einem
Mikrocomputer eines herkömmlichen Aufbaus, der CPU-, ROM-,
RAM-, I/O-Port-Einrichtungen und einen gemeinsamen Bus bzw.
eine gemeinsame Sammelleitung aufweist, welche diese Ele
mente verbindet, obwohl dies in der Figur nicht ausführlich
dargestellt ist.
Radrotationsgeschwindigkeitssensoren 32FL, 32FR, 32RL
und 32RR sind vorgesehen, um die Radrotationsgeschwindig
keit von jedem der vorderen linken, vorderen rechten, hin
teren linken und hinteren rechten Räder zu erfassen. Es ist
ein Lenkwinkelsensor 34 vorgesehen, um den Lenkwinkel θ,
der durch eine Rotations bzw. Drehung des Lenkrad 14 durch
einen Fahrer bewirkt wird, zu erfassen. Es ist ein Querbe
schleunigungssensor 36 vorgesehen, um eine Querbeschleuni
gung Gy zu erfassen, welche auf den Fahrzeugkörper ausgeübt
wird. Es ist Rollratensensor bzw. Rollgeschwindigkeitssen
sor 38 vorgesehen, um eine Rollrate bzw. Rollgeschwindig
keit Kr des Fahrzeugkörpers zu erfassen. Der Ausgang bzw.
die Ausgabe der Radgeschwindigkeitssensoren 32FL-32RR, des
Lenkwinkelsensors 34, des Querbeschleunigungssensors 36 und
des Rollratensensors 38 werden der elektrischen Regelungs
einrichtung 30 zugeführt, die Regelungsberechnungen zum Re
geln eines Überrollens des Fahrzeugkörpers ausführt, wie es
im Folgenden ausführlich beschrieben wird, und ein Rege
lungssignal an den Ölhydraulikkreis 22 zum automatischen
Regeln des Bremssystems für die Überrollregelung gemäß der
vorliegenden Erfindung aussendet.
Im Folgenden wird eine Ausführungsform der Überrollre
gelungsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden
Erfindung ausführlicher in der Form seines Betriebes unter
Bezugnahme auf die Fig. 2-5 beschrieben werden, der
durch eine derartige Konstruktion bzw. einen derartigen
Aufbau, welcher in Fig. 1 gezeigt ist, ausführbar ist.
Es sei auf das Ablaufdiagramm von Fig. 2 verwiesen, in
dem in Schritt 10 Signale von den Radgeschwindigkeitssenso
ren 32FL-32RR und anderen eingelesen werden.
In Schritt 20 wird eine erste Parametergröße, die einen
Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt, und hierin als Roll
wert Vr bezeichnet wird, gemäß der unten dargestellten For
mel 1 auf der Grundlage der Querbeschleunigung Gy berech
net, die von dem Querbeschleunigungssensor 36 erhalten
wird, wobei eine Modifikation bzw. Abwandlung durch die
Rollrate Rr in dieser Ausführungsform vorgenommen wird, die
von dem Rollratensensor 38 erhalten wird, wobei Ka und Kb
geeignete positive Konstanten sind:
Vr = |Ka.Gy + Kb.Rr
Durch ein derartiges Einbauen bzw. Hinzufügen der Roll
rate Rr in die Berechnung des Rollwerts Vr wird die erste
Parametergröße derart modifiziert, daß sie mehr als eine
reine Anzeige des statischen Rollbetrags des Fahrzeugkör
pers ist.
In Schritt 30 wird entschieden bzw. beurteilt, ob der
Rollwert Vr größer als ein dafür vorbestimmter Schwellen
wert Vro ist. Wenn die Antwort NEIN ist, d. h. wenn das Rol
len des Fahrzeugkörpers noch gering ist, wobei keine Über
rollregelung erforderlich ist, so fährt die Regelung mit
Schritt 40 fort, und das Bremssystem wird für einen norma
len Bremsbetrieb zurückgegeben, der von einem Niederdrücken
des Bremspedals durch einen Fahrer und/oder anderen automa
tischen Verhaltensregelungen abhängt, welche von der elek
trischen Regelungseinrichtung 30 unter separaten Regelungs
programmen ausgeführt werden.
Wenn die Antwort in Schritt 30 JA ist, so fährt die Re
gelung in Schritt 50 fort, und es wird eine Änderungsrate
θd des Lenkwinkels θ, der von dem Lenkwinkelsensor 34 er
halten worden ist, als die zweite Parametergröße berechnet.
In Schritt 60 wird eine Sollverzögerung Gxt zum Verzö
gern des Fahrzeugs auf der Grundlage der Lenkwinkelände
rungsrate θd berechnet, indem Bezug auf eine Darstellung
bzw. Abbildung, wie sie beispielsweise in Fig. 3 gezeigt
ist, genommen wird. Wie es anhand von Fig. 3 zu erkennen
ist, hat die Sollverzögerung Gxt einen Minimumwert Gxt1,
und wenn die Lenkwinkeländerungsrate θd über θd1 hinaus zu
nimmt, so nimmt die Sollverzögerung zusammen mit der Zunah
me des Werts von θd zu, bis sie einen Maximumwert Gxt2 er
reicht, wenn die Lenkwinkeländerungsrate θd über 0d2 hinaus
zunimmt.
In Schritt 70 werden Sollschlupfverhältnisse Sri
(i = fl, fr, rl, rr) der vorderen linken, vorderen rechten,
hinteren linken und hinteren rechten Räder zum Ausführen
der Sollverzögerung Gxt des Fahrzeugs gemäß des wohlbekann
ten Prinzips berechnet, daß die Bremskraft, welche auf das
Fahrzeug durch ein gebremstes Rad ausgeübt wird, proportio
nal zu dem Schlupfverhältnis des Rads gegenüber der Stra
ßenoberfläche ist, bevor ein derartiges Verhältnis bzw. ei
ne derartige Beziehung einen Grenzwert erreicht. In diesem
Fall kann die Verteilung der Schlupfverhältnisse Sri zwi
schen den vorderen linken, vorderen rechten, hinteren lin
ken und hinteren rechten Rädern angemessen bestimmt werden,
um eine Übersteuerungs- oder eine Untersteuerungsregelung
zur gleichen Zeit auszuführen. Wie es im Stand der Technik
wohl bekannt ist, stellt ein Bremsen eines vorderen Rads,
das sich an der Außenseite der Kurve befindet, eine Über
steuerungs-Unterdrückungsregelung bereit, während ein Brem
sen der hinteren Räder, insbesondere eines hinteren Rads,
das sich an der Innenseite der Kurve befindet, eine Unter
steuerungs-Unterdrückungsregelung dar.
Auf der Grundlage der Sollschlupfverhältnisse Sri, die
auf diese Weise erhalten worden sind, wird in Schritt 80
ein Bremsen derart ausgeführt, daß die Sollverzögerung Gxt
des Fahrzeugs ausgeführt wird.
Wie es deshalb anhand des Regelungsvorgangs gemäß des
Ablaufdiagramms von Fig. 2 zu erkennen ist, wird die Ent
scheidung, eine Überrollregelung auszuführen, oder nicht,
auf der Grundlage einer ersten Parametergröße getroffen,
die den Rollbetrag des Fahrzeugkörpers angibt, wie bei
spielsweise der Rollwert Vr, und deshalb im wesentlichen
einen statischen Rollzustand des Fahrzeugkörpers angibt, so
daß die Überrollregelung ausgeführt wird, wenn eine derar
tige erste Parametergröße einen dafür vorbestimmten Schwel
lenwert überschreitet. Anders ausgedrückt, es wird die Ent
scheidung darüber, ob die Überrollregelung ausgeführt wird,
oder nicht, im wesentlichen in Abhängigkeit davon getrof
fen, ob der Fahrzeugkörper tatsächlich soviel bzw. soweit
gerollt ist, daß er eine bestimmte Grenze bzw. einen be
stimmten Grenzwert überschreitet, oder nicht, obwohl in
dieser gezeigten Ausführungsform die Rollrate Rr auch in
der Beurteilung bzw. Entscheidung mit einem angemessenen
Proportionalitätsfaktor Kb beteiligt ist.
Wenn auf der anderen Seite die Überrollregelung gestar
tet worden ist, so wird die Größe bzw. der Betrag der Rege
lung in einer derartigen allmählichen Weise geändert bzw.
variiert, wie es in der Darstellung von Fig. 3 ausgedrückt
ist, wobei dies auf der Grundlage der Änderungsrate des
Rollbetrags des Fahrzeugkörpers geschieht, um so eine zu
künftige Änderung des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers vor
herzusagen.
Durch eine derartige Kombination einer Art von digita
ler Regelung für die Betätigung der Überroll-Unter
drückungsregelung und einer Art von analoger Regelung für
die Stärke der Überrollregelung, wird die Überrollregelung
für eine Überroll-Unterdrückungsregelung für eine höhere
Sicherheit und einen stoßfreien ruhigeren bzw. gleichmäßi
geren Betrieb verbessert.
Die Fig. 4A und 4B zeigen Diagramme, welche darstel
len, wie die Sollverzögerung Gxt sich in Abhängigkeit von
verschiedenen Arten der Änderungen des Lenkwinkels θ än
dert, wenn die Sollverzögerung Gxt in Abhängigkeit der Dar
stellung von Fig. 3 berechnet wird.
Fig. 5 zeigt einen Teil eines Ablaufdiagramms, der an
Stelle der Schritte 50 und 60 von Fig. 2 treten kann. Ge
mäß dieser Abwandlung bzw. Modifikation wird auf Schritt 50
folgend in Schritt 52 eine gefilterte Änderungsrate Odfdes
Lenkwinkels θ derart berechnet, daß die gefilterte Än
derungsrate θdf relativ zu der Änderungsrate θd in der Wei
se verzögert wird, um eine Trägheitsverzögerung bzw. träg
heitsbedingte Verzögerung des Fahrzeugkörpers bei seiner
Rollbewegung relativ zu der Wirkung der Querkraft bzw.
seitlichen Kraft, welche auf diesen ausgeübt wird, zu re
präsentieren bzw. darzustellen.
In Schritt 54 wird eine größere bzw. ein jeweils größe
rer Wert der Änderungsrate θd und der gefilterten Ände
rungsrate θdf als ein größerer Wert θd1 berechnet.
Dann wird in Schritt 60 die Sollverzögerung Gxt auf der
Grundlage des größeren Werts θd1 durch Nachschlagen bzw.
Verweisen auf die Darstellung bzw. Abbildung in Fig. 3 be
rechnet.
Der durch die Abwandlung von Fig. 5 erreichbare Effekt
wird anhand der Fig. 6A-6E erkennbar, die ein Beispiel
des Fortgangs der Überrollregelung gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen. Es wird angenommen, daß die Lenkwinkelän
derungsrate θd sich ändert, wie es in Fig. 6A gezeigt ist.
Zur einfacheren Darstellung wird es angenommen, daß das
Bremsen für die Überrollregelung im Wesentlichen gleich
bzw. gleichermaßen auf ein paar von hinteren Rädern ange
wandt wird. Dann werden die Bremskräfte ungeachtet der Len
krichtung des Bremssystems gleichmäßig auf die hinteren Rä
der aufgebracht. Deshalb kann eine derartige Änderung der
Lenkwinkeländerungsrate θd, wie es in Fig. 6A gezeigt ist,
bearbeitet bzw. verarbeitet werden, wie es in Fig. 6B ge
zeigt ist, als ob die Lenkwinkeländerungsrate θd in ihrem
Absolutwert bearbeitet bzw. verarbeitet wird.
Die gefilterte Änderungsrate θdf, welche in Schritt 52
berechnet wird, geht aus der Änderungsrate θd in einer Art
und Weise derart hervor, wie es durch die durchgezogene Li
nie in Fig. 6C gezeigt ist, relativ zu der Änderungsrate
θd, die durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist. Dann
wird der größere Wert θd1 durch Schritt 54 berechnet, wie
es in Fig. 6D gezeigt ist. Wenn deshalb θd1 und θd2, die
an den Bereich eines allmählichen bzw. graduellen Anstiegs
der Sollverzögerung Gxt relativ zu der Zunahme der Lenkwin
keländerungsrate θd oder θd1 mit ihrem Minimumwert-Bereich
und ihrem Maximumwert-Bereich angrenzen, die gleichen Pegel
aufweisen, wie es durch jeweils zwei gepunktete Linien in
Fig. 6D gezeigt ist, wird die Sollverzögerung Gxt berech
net werden, wie es durch die durchgezogenen Linien in Fig.
6E gezeigt ist, im Gegensatz zu dem Verhalten wie es teil
weise durch die gestrichelten Linien in Fig. 6E gezeigt
ist, das ermöglicht bzw. erreicht wird, wenn die Regelung
nur auf der Grundlage der Lenkwinkeländerungsrate θd, wie
es in Schritt 50 erhalten wird, ausgeführt wird. Wie es an
hand von Fig. 6E zu erkennen ist, wird, wenn die Lenkwin
keländerungsrate θd so abwechselnd geändert wird, wie es in
Fig. 6A gezeigt ist, die Sollverzögerung Gxt derart be
rechnet, um wünschenswert bzw. besser an eine trägheitsbe
dingte hin und her gehende Rollbewegung des Fahrzeugkörpers
angepaßt zu sein, indem derartige Schritte wie 52 und 54
eingebaut werden.
Fig. 7 zeigt einen Teil eines Ablaufdiagramms, der an
Stelle der Schritte 30-60 von Fig. 2 verwendet werden
kann. Bei dieser Abwandlung wird an Stelle von Schritt 50
in Fig. 2 in Schritt 55 die Änderungsrate Gyd der Querbe
schleunigung Gy als die zweite Parametergröße berechnet,
die die Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers
angibt. Es sei zu erkennen, daß die Überrollregelungsvor
richtung gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Abwand
lung von Fig. 7 im Wesentlichen in der selben Art und Wei
se wie in der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform arbeiten
kann. In diesem Fall wird die Darstellung bzw. Abbildung
zum Berechnen der Sollverzögerung Gxt anhand der Änderungs
rate Gyd der Querbeschleunigung Gy dementsprechend sein,
wie es in Fig. 8 gezeigt ist.
Fig. 9 zeigt einen Teil eines Ablaufdiagramms, das an
Stelle der Schritte 55 und 60 von Fig. 7 verwendet werden
kann. Bei dieser Abwandlung ist die Beziehung der Schritte
57 und 59 relativ zu den Schritten 55 und 60 von Fig. 7
die gleiche, wie die der Schritte 52 und 54 von Fig. 5 zu
den Schritten 50 und 60 von Fig. 2. Da das Prinzip der Ab
wandlung von Fig. 9 anhand der Beschreibungen bezüglich
Fig. 5 erkennbar sein wird, wird eine weitere ausführliche
Beschreibung weggelassen, um eine Redundanz der Beschrei
bung zu vermeiden.
Obwohl die vorliegende Erfindung ausführlich bezüglich
einer grundlegenden Ausführungsform und verschiedener Ab
wandlungen von ihr beschrieben worden ist, soll es für den
Fachmann erkennbar sein, daß andere verschieden Ausfüh
rungsformen und/oder Abwandlungen möglich sind, ohne von
dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Offenbart ist eine Überrollregelungsvorrichtung für ein
Fahrzeug, die eine erste Parametergröße, welche einen Roll
betrag des Fahrzeugkörpers angibt, und eine zweite Parame
tergröße, welche eine Änderungsrate des Rollbetrags des
Fahrzeugkörpers angibt, berechnet bzw. abschätzt, und die
das Bremssystems derart regelt, daß das Bremssystem derart
betätigt wird, um eine Sollverzögerung des Fahrzeugs auszu
führen, wenn die erste Parametergröße einen dafür vorbe
stimmten Schwellenwert überschreitet, wobei die Sollverzö
gerung von einem vorbestimmten Minimumwert auf einen vorbe
stimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Para
metergröße zunimmt.
Claims (6)
1. Überrollregelungsvorrichtung für ein Fahrzeug, das ei
nen Fahrzeugkörper, Räder, ein Lenksystem und ein Bremssy-
Stem hat, wobei die Vorrichtung aufweist:
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer ersten Para nietergröße, die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers an gibt,
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer zweiten Para metergröße, die eine Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers angibt, und
eine Einrichtung zum Regeln des Bremssystems derart, daß das Bremssystem betätigt wird, um eine Sollverzögerung des Fahrzeugs auszuführen, wenn die erste Parametergröße einen dafür vorbestimmten Schwellenwert überschreitet, wo bei die Sollverzögerung von einem vorbestimmten Minimumwert an auf einen vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Parametergröße vergrößert wird.
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer ersten Para nietergröße, die einen Rollbetrag des Fahrzeugkörpers an gibt,
eine Einrichtung zum Bereitstellen einer zweiten Para metergröße, die eine Änderungsrate des Rollbetrags des Fahrzeugkörpers angibt, und
eine Einrichtung zum Regeln des Bremssystems derart, daß das Bremssystem betätigt wird, um eine Sollverzögerung des Fahrzeugs auszuführen, wenn die erste Parametergröße einen dafür vorbestimmten Schwellenwert überschreitet, wo bei die Sollverzögerung von einem vorbestimmten Minimumwert an auf einen vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme der zweiten Parametergröße vergrößert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die erste Parame
tergröße derart abgeschätzt wird, daß sie im wesentlichen
proportional zu einer Querbeschleunigung des Fahrzeugkör
pers ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die erste Parame
tergröße derart abgeschätzt wird, daß sie proportional zu
einer gewichteten Summe einer Querbeschleunigung und einer
Rollrate des Fahrzeugkörpers ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die zweite Parame
tergröße derart abgeschätzt wird, daß sie im wesentlichen
proportional zu einer Änderungsrate des Lenkwinkels, wel
cher durch das Lenksystem des Fahrzeugs bewirkt wird, ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die zweite Parame
tergröße derart abgeschätzt wird, daß sie im wesentlichen
proportional zu einer Änderungsrate der Querbeschleunigung
des Fahrzeugkörpers ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die Einrichtung zum
Bereitstellen der zweiten Parametergröße eine zweite Para
metergröße betreffend eine erste Phase bei einer ersten An
sprechempfindlichkeit und eine zweite Parametergröße be
treffend eine zweite Phase bei einer zweiten Ansprechemp
findlichkeit, welche geringer als die erste Ansprechemp
findlichkeit ist, bereitstellt, und die Einrichtung zum Re
geln des Bremssystems das Bremssystem derart regelt, daß
die Sollverzögerung von dem vorbestimmten Minimumwert auf
den vorbestimmten Maximumwert gemäß einer Zunahme einer
größeren der zweiten Parametergrößen der ersten und zweiten
Phase zu jedem Moment vergrößert wird.
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