DE19957818A1 - Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter Datenendgeräte - Google Patents
Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter DatenendgeräteInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Schutz von berührungsbetätigter Datenendgeräte (1), wie beispielsweise berührungsempfindliche Eingabeflächen (3) mit einer Schutzfolie. Die Schutzfolie kann mittels einer Haltungsvorrichtung an der Eingabefläche des Datenendgerätes (1) fixiert werden, wobei die Schutzfolie die Oberfläche des Datenendgerätes vollflächig überzieht. Die Oberfläche (3) des Datenendgerätes (1) ist mit einer an der Oberfläche (3) aufnehmbaren oder von einer Materialbahnvorrat (22) abwickelbaren endlosen Mehrschichtstruktur (13, 14) versehen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter
Datenendgeräte, wie beispielsweise berührungsempfindlicher Bildschirme oder
andere berührungsempfindliche Eingabeflächen.
DE 196 22 323 C1 offenbart eine Schutzeinrichtung für berührungsbetätigte
Datenendgeräte, insbesondere Tastaturen, berührungsempfindliche Bildschirme
(Touch Screens) oder andere berührungsempfindliche Eingabeflächen. Eine
Schutzfolienbahn wird elektromotorisch von einem Folienspender über das
Bedienfeld des Datenendgerätes zu einer Schutzfolienbahnkammer transportiert.
Die Schutzfolie überzieht die berührungsgefährdete Endfläche des
Datenendgerätes vollflächig, wobei auch der Befehl für den Weitertransport der
Schutzfolie über einen Taster oder einen Sensor eingegeben wird, der ebenfalls
unter der Schutzfolie liegt. US 5,550,564 bezieht sich auf eine Abdeckvorrichtung
für eine berührungsempfindliche Oberfläche. Auf einer Spenderrolle ist ein
Vorrat eines transparenten Films aufgenommen, der mit einer Aufnahmerolle
zusammenarbeitet, die unter durch einen Schutzmotor angetrieben ist und den
verbrauchten, d. h. den verschmutzten Filmvorrat aufwickelt, gleichzeitig neues
unverbrauchtes Transparentmaterial vor die Oberfläche des Datenendgerätes
fördert. Der Vorschub wird durch ein Paar Sensoren sensiert, wobei die
Vorschublänge durch einen optischen Sensor detektiert wird, der eine
Rotationsfläche zugeordnet ist, die an ihrer Umfangsfläche mindestens eine
Markierung enthält. Damit läßt sich der vom Schrittmotor jeweils abzuwickelnde
Bahnvorrat ermitteln, so daß durch eine geeignet lange Ansteuerung des
Schrittmotors eine vollflächige Deckung der berührungsempfindliche Fläche mit
neuem unverbrauchten Abdeckmaterial gewährleistet werden kann.
Es hat sich herausgestellt, daß bei Anwendungen berührungsempfindlicher
Datenendgeräte in Druckereibetrieben, berührungsempfindliche Oberflächen sehr
schnell verschmutzen. Die in Druckereien verwendeten Druckfarben trocknen
sehr schnell an und haben, wenn sie lediglich eine dünne Haut auf der Oberseite
gebildet haben, aber darunter noch pastös sind, eine sehr hohe Zügigkeit. Wenn
der Drucker mit Farbe an den Fingern eine berührungsempfindliche Oberfläche
berührt, bleibt einerseits im Wege der Farbspaltung Farbe an dieser zurück,
andererseits entwickelt die Farbe bei Berührung eine sehr starke Adhäsion, so daß
die eine berührungsempfindliche Oberfläche abdeckende Schutzfolie durch die
Berührung des Druckers von der Oberfläche abgehoben und im Extremfalle sogar
eingerissen werden kann, andererseits auch so von der zu schützenden Oberfläche
abgehoben werden kann, daß deren Abschirmung nicht mehr in vollem Umfang
gewährleistet ist.
Ausgehend vom aufgezeigten Stand der Technik und dem dargelegten
technischen Problem, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Schutzvorrichtung für berührungsempfindliche Oberflächen zu schaffen, die
einerseits widerstandsfähig ist und andererseits ein zu schnelles Erschöpfen des
Schutzmaterialvorrates verhindert. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch
die Merkmale des Patentanspruches gelöst.
Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen darin, daß mit
der Mehrschichtstruktur die jeweils stärkste durch die Berührungen verschmutzte
Schicht von der Oberfläche der Mehrschichtstruktur abgezogen werden können,
so daß eine gesäuberte Schutzschicht für die solcher Art abgedeckte
berührungsempfindliche Oberfläche freigelegt wird. Je nach Anzahl der auf der
Mehrschichtstruktur verbliebenen Schichten nimmt die Transparenz der
Schutzfolie mit zunehmender Anzahl von dieser abgezogener Schichten zu. Durch
die Ausbildung der Schutzabdeckung als Mehrschichtstruktur kann diese so lange
verwendet werden, bis eine Mindestschichtdicke erreicht ist, die dann
- beispielsweise durch einen eingelassenen farbigen Streifen - das erforderliche
Auswechseln der erschöpften Mehrschichtstruktur anzeigt. Die Standzeit
einzelner Mehrschichtstrukturen läßt sich so erheblich verlängern, wobei den
druckereispezifischen Anforderungen in Bezug auf die Zügigkeit anhaftender
Farbe in besonderem Maße Rechnung getragen wird.
In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens
umfaßt die Mehrschichtstruktur mindestens zwei Schichten, von denen die jeweils
zu oberst liegende einfach per Hand abgezogen werden kann. In vorteilhafter
Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens lassen sich die
abzuziehenden Schichten jeweils mit in Richtung auf die Grundschicht
verlaufender zunehmender Haftstärke ausbilden, so daß sichergestellt ist, daß
beim Abziehen auch nur jeweils die oberste schon verschmutzte Schicht von der
darunter liegenden frischen Schicht abgezogen werden kann. Die die Oberfläche
des jeweiligen Datenendgerätes deckende Mehrschichtstruktur kann als rechteckig
einzusetzende Oberfläche ausgebildet sein, die mit einem umbördelten
Randbereich ausgeführt ist. Der Randbereich kann beispielsweise als abgerundet
verlaufender Griffwulst mit gerundeten Eckenbereichen ausgebildet sein. Der
Griffwulst erleichtert das Ergreifen der Mehrschichtstruktur und dessen
Herausnahme aus der die zu schützende Oberfläche umgebenden Ausnehmung
der Einfassung des jeweiligen Datenendgerätes.
Neben einer Umbördelung der Abdeckung kann diese auch mit einer glatten
Oberfläche ausgeführt sein. Diese ist in ihren Eckpunkten jeweils mit flexiblen
Klemmecken ausgeführt, so daß sie in eine Vertiefung der Einfassung des
Datenendgerätes einschnappt und dort fixiert ist. Somit verfügt die
Mehrschichtstruktur über die nötige Steifigkeit, so daß sich die jeweils äußerste
Schicht problemlos von der Mehrschichtstruktur abziehen läßt.
Anhand einer an der Vorderseite des berührungsbetätigten Datenendgerätes
aufgenommenen Rahmenstruktur kann eine erfindungsgemäße
Mehrschichtstruktur, sei es von oben oder von der Seite oder von unten vor die
abzudeckende berührungsempfindliche Oberfläche am Datenendgerät geschoben
werden. Teile der an die Abmessung der berührungsempfindlichen Oberfläche
angepaßten Rahmenstruktur des Datenendgerätes fungieren als Gleitführung für
die einzuschiebende Mehrschichtstruktur und verleihen dieser die für ein
Abziehen der jeweils obersten Schicht erforderliche Steifigkeit.
Neben einer endlichen Konfiguration als rechteckiges Einsatzelement, was vor
einer berührungsempfindlichen Eingabefläche eines Datenendgerätes angeordnet
werden kann, können auf einem endlos gewickelten transparenten Materialband
aneinander angrenzende Mehrschichtstrukturen aufgenommen werden, so daß
diese nach Erreichen einer Mindestschichtdicke von der abzudeckenden
Oberfläche weggefördert und einer die verbrauchten Abschnitte der
Mehrschichtstruktur jeweils aufnehmenden Leerrolle zugeführt werden. Die
Wickelrolle für den jeweils verbrauchten Vorrat an Mehrschichtstrukturen, die auf
dem endlosen Band aufgenommen sind, kann in vorteilhafter Weise über einen
Motor angetrieben werden, der einen jeweils neuen Abschnitt der
Mehrschichtstruktur vor die abzudeckende berührungsempfindliche Oberfläche
fördert und diesen Abschnitt spannt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine in eine Vertiefung vor der berührungsempfindlichen
Oberfläche eingelassene Mehrschichtstruktur mit Bördelrand,
Fig. 2 eine in die Vertiefung, die die berührungsempfindliche Oberfläche
umgibt, eingeklemmte Mehrschichtstruktur,
Fig. 3 eine in einer Rahmenstruktur vor der berührungsempfindlichen
Oberfläche verschiebbare Mehrschichtstruktur,
Fig. 4 ein von einer Vorratsrolle auf eine weitere Wickelrolle förderbaren,
kontinuierlichen transparenten Bahnvorrat, an dem
aneinandergrenzende Mehrschichtstrukturen aufgenommen sind.
In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist eine Mehrschichtstruktur in eine die zu
schützende Oberfläche umgebende Vertiefung eingelassen.
Die Darstellung in Fig. 1 zeigt ein Datenendgerät 1, welches von einer
Einfassung 2 umgeben ist. Die Einfassung 2 umgibt die abzudeckende Oberfläche
3 vollständig und tritt mit ihrer Innenseite 7 über die plan verlaufende Oberfläche
3 der Einfassung 2 eines Datenendgerätes 1 hervor. Eine solcherart gebildete
umlaufende Fläche umrahmt eine berührungsempfindliche Oberfläche 3 des
Datenendgerätes, welche über eine erfindungsgemäß ausgestattete
Schutzvorrichtung abgedeckt wird.
In die Innenseite 7 des Datenendgerätes 1 ist eine dessen berührungsempfindliche
Oberfläche 3 abdeckende Einsatzfläche 11 eingesetzt. Diese besteht vorzugsweise
aus mehreren aneinander haftenden Einzellagen oder Einzelschichten. Der
Außenrand der Einsatzfläche 11 ist mit einem die Einsatzoberfläche 9 rundum
umschließenden Griffwulst 8 versehen. Der Griffwulst 8 kann sich kontinuierlich
um den Außenrand der Einsatzfläche 11 erstrecken. Der Griffwulst 8 kann
andererseits auch so beschaffen sein, daß er im wesentlichen aus gerade
verlaufenden seitlichen Abschnitten 4 besteht und die Ecken jeweils ausgespart
bleiben. Die seitlichen Rahmenabschnitte 4, d. h. die gerade verlaufenden Seiten
des Griffwulst 8, grenzen die Deckfläche der Einsatzoberfläche 9 jeweils so ab,
daß diese durch Abziehen von der in die Innenseite 7 der Einfassung 2
eingeklemmten Einsatzoberfläche 9 problemlos per Hand abgezogen werden
kann. Die einzelnen Schichten 14, aus denen die Einsatzoberfläche 11 aufgebaut
sein kann, können transparent - also glatt durchscheinend sein - sie lassen sich
aber auch mattiert fertigen. Bei der mattierten Ausführungsform der einzelnen
Deckschichten der Einsatzoberfläche 11 findet die Anzahl der vorzusehenden
Schichten ihr Begrenzung in der Lichtstärke, mit der die auf der
berührungsempfindlichen Oberfläche 3 beispielsweise vorgegebenen Symbole
durch die Einsatzoberfläche 11 durchscheinen und noch auf der jeweils äußersten
Oberfläche 9 des Einsatzes 11 erkennbar sind. Gemäß der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsvariante läßt sich der Griffwulst 8 an seinen Enden jeweils auch mit
Eckstücken 5 versehen, mit denen die einzelnen sich kantenparallel erstreckenden
Rahmenteilen 4 an ihren jeweiligen Enden miteinander verbunden sein können.
Fig. 2 zeigt eine in die Einfassung eines Monitors beispielsweise eingelassene
Mehrschichtstruktur, die in die Einfassung eingeklemmt wird.
Bei dieser Ausführungsvariante einer Schutzvorrichtung für
berührungsempfindliche Oberflächen ist die Mehrschichtstruktur 13
rechteckförmig ausgebildet. Sie kann mehrere Einzelschichten enthalten, die
aneinander haftend ausgeführt sind. Die Mehrschichtstruktur 13 wird einfach an
die Innenseite 7 der Einfassung 2 eines Datenendgerätes 1 eingeklemmt, wobei sie
an ihrem 4 Ecken in Klemmecken 12 an der Innenseite 7 der Einfassung 2
arretiert werden kann. Die jeweils äußerste Deckschicht 14 der
Mehrschichtstruktur 13 läßt sich durch einfaches Abziehen von der darunter
liegenden Schicht der Mehrschichtstruktur 13 erzielen, wobei die Einzelschichten
so aneinander haftend ausgeführt sind, daß sich jeweils nur jeweils eine Schicht
von der darunter liegenden Schicht abziehen läßt, die Haftkräfte daher mit
abnehmender Schichtdicke der Mehrschichtstruktur 13 zunehmen. Auch bei
dieser Ausführungsvariante ist es möglich, abhängig von der Leuchtstärke einer
berührungsempfindlichen Oberfläche 3 die Mehrschichtstruktur 13 transparent
oder auch mattiert auszuführen.
In der Ausführungsvariante gemäß Fig. 3 ist an der Vorderseite eines
Datenendgerätes 1 eines Rahmenstruktur aufgenommen, in welche die
Mehrschichtstruktur eingeschoben werden kann.
Die der Einfassung 2 des Datenendgerätes 1 vorgelagerte Rahmenstruktur 15
umfaßt sowohl ein Seitenteil 16 als auch ein Seitenteil mit einer schlitzförmig sich
erstreckenden Öffnung 17, sowie ein Oberteil 18 als auch ein Unterteil 19. Die
Oberseite 20 des Unterteils 19 kann insbesondere als eine die Mehrschichtstruktur
13 abstützende Gleitführung 20 ausgeführt sein. Die Gleitfläche 20 kann sowohl
glatt verlaufend ausgebildet sein als auch mit einer Nut versehen sein, die die
Führung der Mehrschichtstruktur 13 im Rahmen 15 verbessert. Dabei läßt sich ein
Abziehen der jeweils äußersten Deckschicht 14 der Mehrschichtstruktur 13
dadurch erleichtern, daß die Deckschichten 14 - seien sie transparent oder mattiert
- so ausgeführt sind, daß ihre äußeren Abmessungen kleiner gewählt sind als die
von der Rahmenstruktur 15 umschlossene Fläche. Dadurch kann die jeweils
oberste Deckschicht 14 auf einfache Weise manuell ergriffen und von der
Mehrschichtstruktur 13 abgezogen werden, ohne daß die die äußeren Kanten der
Mehrschichtstruktur 13 umschließende Rahmenstruktur 15 hinderlich wäre. Die
zum Einschieben der Mehrschichtstruktur 13 in den Rahmen 15 vor die zu
schützende berührungsempfindliche Oberfläche 3 dienende Öffnung 17 kann
sowohl in einem der Seitenteile 16 als auch im oberen Teil 18 vorgesehen sein.
Eine Öffnung im Unterteil 19 ist ebenfalls möglich, wenn zwei Verschlüsse
vorgesehen werden, die ein Herausrutschen der Mehrschichtstruktur 13 aus den
Führungen nach unten verhindern. Die Mehrschichtstruktur 13 kann aus mehreren
einzelnen Schichten aufgebaut sein, die aneinander haftend ausgeführt sind. Die
Haftung der einzelnen Schichten aneinander ist so bemessen, daß sich lediglich
die jeweils äußerste Deckschicht 14 von den darunter befindlichen Schichten der
Mehrschichtstruktur 13 abziehen läßt. Ist die Mindestschichtdicke der
Mehrschichtstruktur 13 erreicht, kann dies beispielsweise durch eine farbige
Markierung oder auf anderem Wege dem Anwender visualisiert werden.
Neben einer transparenten Ausführungsform der einzelnen Schichten der
Mehrschichtstruktur 13 kann diese auch als mattiert ausgeführt werden. Auch eine
alternierende Abfolge von transparenten und mattierten Schichten innerhalb einer
Mehrschichtstruktur 13 kann vorgesehen werden, so daß auch schwächer
leuchtende oder auch schwach kontrastierend ausgeführte
berührungsempfindliche Oberflächen 3 wirksam vor Farb- oder
Lösungsmittelrückständen geschützt werden können. Die Mehrschichtstruktur 13
kann je nach Lichtstärke der zu schützenden berührungsempfindlichen Oberfläche
3 durch die Schichtabfolge transparenter und mattierter Deckschichten 14
individuell an eine abzudeckende berührungsempfindliche Oberfläche 3 eines
Datenendgerätes 1 angepaßt und ausgewählt werden.
In Fig. 4 ist ein von einer Vorratsrolle auf eine weitere Wickelrolle förderbare,
kontinuierlicher Bahnvorrat dargestellt, an den aneinander anstoßend
Mehrschichtstrukturen aufgenommen sind.
Das Datenendgerät 1 - hier ausgebildet als ein Monitor - umfaßt eine
berührungsempfindliche Oberfläche 3, die hier von einer Einfassung 2
umschlossen ist. Das dargestellte Datenendgerät 1 ist mit stangenförmigen
Halteelementen 21 versehen, die selbstverständlich auch bei den
Ausführungsvarianten gemäß der Fig. 1, 2 oder 3 das dort jeweils dargestellte
Datenendgerät aufnehmen könnten. Mit der Halterung des Datenendgerätes 1
gemäß Fig. 4 kann auf einer Steuerkonsole Stellfläche eingespart werden, die in
Druckereibetrieben insbesondere zur Inspektion flächiger Druckexemplare
benutzt wird. Neben der automatischen erfolgenden Ausmessung der
Druckkontrollstreifen oder der Messung im Bild bereits in der
Rotationsdruckmaschine, entnehmen Drucker eine gedruckten Auflage einzelner
Exemplare um sie per individueller Sichtprüfung zu begutachten. Daher ist an
einer Steuerkonsole eines Maschinenleitstandes in Druckereibetrieben die zur
Verfügung stehende Auslegefläche je nach Exemplargröße von Bedeutung.
Auf einer Bahn 27 befinden sich aneinander anstoßende Mehrschichtstrukturen
13, die in Fig. 4 im Aufriß angedeutet sind. Die einzelnen Schichten innerhalb
der Mehrschichtstruktur 13 halten durch Haftschichten 29 aneinander, deren
Haftkraft aneinander mit abnehmender Anzahl von Deckschichten 14 zunimmt.
Die Mehrschichtstruktur 13 selbst ist mit einer Haftschicht 30 am kontinuierlichen
Bahnvorrat 27 befestigt, die derart ausgeführt ist, daß die gesamte auf der
Oberseite der Bahn 27 befindliche Mehrschichtstruktur 13 in toto nicht
unbeabsichtigt von der Bahnoberseite entfernt werden kann. An der Unterseite des
Datenendgerätes 1 ist eine Aufnahmerolle 25 vorgesehen, die um eine
Rotationsachse 26 drehbar ist und über einen Antrieb 23 angetrieben werden
kann, so daß nach Erschöpfung der Deckschichten einer Mehrschichtstruktur 13
dieser Abschnitt der Bahn aufgewickelt werden kann und ein neuer Vorrat oder
eine neue Mehrschichtstruktur 13 vor die berührungsempfindliche Oberfläche 3
eines Datenendgerätes 1 bewegt werden kann.
Durch den Antrieb 23, der hier en detail nicht näher dargestellt ist, wird die
Materialbahn 27 über die Einfassung 2 der berührungsempfindlichen Oberfläche 3
eines Datenendgerätes 1 gespannt, so daß dieses mit der eine
berührungsempfindliche Oberfläche 3 abdeckenden Mehrschichtstruktur 13
überdeckt ist. Die Spannung des Materialbahnvorrates 27 kann einerseits durch
den Antrieb 23 selbst und über eine Hemmung in der Vorratsrolle 22, die um die
Rotationsachse 24 beweglich ist, aufrecht erhalten werden. Sowohl
Aufnahmerolle 25 als auch die Vorratsrolle 22 sind in ihren jeweiligen Achsen 24
bzw. 26 drehbar. Der Antrieb 23 kann so eingestellt werden, daß je nach Abfolge
der Mehrschichtstrukturen 13 auf dem Bahnvorrat 27 dieser vor der
berührungsempfindlichen Oberfläche derart positionierbar ist, daß sichergestellt
ist, daß die berührungsempfindliche Oberfläche 3 vollständig von einer
Mehrschichtstruktur 13 überdeckt und damit gegen Berührung geschützt ist.
Sodann kann nach Verbrauch der jeweils obersten Deckschicht 14, sei sie
transparent oder mattiert, diese vom Rest der auf der Materialbahnvorrat 27 über
eine Haftschicht 30 befestigte Mehrschichtstruktur abgezogen werden.
Als Mehrschichtstrukturen 13, die sich auf die Oberseite eines Bahnvorrates 27
mittels der Haftschicht 30 befestigen lassen, können sowohl nur transparente
Deckschichten 14 als auch solche Mehrschichtstrukturen 13 eingesetzt werden,
die mattierte Deckschichten 14 enthalten. Darüber hinaus kann auf der Oberseite
eines Materialbahnvorrates 27 auch eine Mehrschichtstruktur 13 aufgenommen
sein, die eine alternierende Deckschichtabfolge aus transparenter und mattierter
Schicht mit unterschiedlichen Adhäsionskräften aneinander haftend aufweisen
kann.
1
Datenendgerät
2
Einfassung
3
berührungsempfindliche Oberfläche
4
Rahmen
5
Eckstück
6
Schutzeinsatz
7
Innenseite
8
Griffwulst
9
Einsatzoberfläche
10
Eckenaussparung
11
Einsatzfläche
12
Klemmecke
13
Mehrschichtstruktur
14
Deckschicht
15
Gleitführung
16
Seitenteil
17
Oberteil
18
Oberteil
19
Unterteil
20
Gleitfläche
21
Halteelemente
22
Vorratsrolle
23
Achse für Antrieb
24
Rotationsachse
25
Aufnahmerolle
26
Rotationsachse
27
Bahnvorrat
28
Bahnaußenseite
29
Haftschicht zwischen Deckschicht
30
Haftschicht zwischen Bahnvorrat und Mehrschichtstruktur
13
Claims (13)
1. Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter Datenendgeräte, die wie
beispielsweise berührungsempfindlicher Eingabeflächen mit einer Schutzfolie,
die mittels einer Haltevorrichtung an der Eingabefläche des Datenendgerätes
fixierbar ist, wobei die Schutzfolie die Oberfläche des Datenendgerätes
vollflächig überzieht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (3) des
Datenendgerätes (1) mit einer an der Oberfläche (3) aufnehmbaren oder von
einem Materialbahnvorrat (22) abwickelbaren endlosen transparenten
Mehrschichtstruktur (13, 14) versehen ist.
2. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) mindestens eine Schicht und eine diese abdeckende
Deckschicht (14) umfaßt.
3. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten
der Mehrschichtstruktur (13) aneinander haftend ausgeführt sind.
4. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) rechteckförmig als Einsatzoberfläche (9) ausgeführt
ist.
5. Einrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einsatzoberfläche (9) von einem Griffwulst (8) umgeben ist.
6. Einrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) an der Innenseite (7) einer Einfassung (2)
aufgenommen ist.
7. Einrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) Klemmecken (12) aufweist.
8. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) in einer Gleitführung (15) aufgenommen ist, die eine
Öffnung (17) aufweist.
9. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) als Rollenvorrat auf einer Vorratsrolle (22)
aufgenommen ist und eine Einfassung (2) einer berührungsempfindlichen
Oberfläche (3) vollflächig abdeckt.
10. Einrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mehrschichtstruktur (13) mittels einer Haftschicht (23) auf ein Bahnmaterial
(27) aufgebracht ist.
11. Einrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das die
Mehrschichtstruktur (13) aufnehmende Bahnmaterial (27) auf einer
Vorratsrolle (22) aufgenommen ist, die mit einem Antrieb (23) verbindbar ist.
12. Steuerkonsole für eine Rotationsdruckmaschine mit Datenendgeräten, die
berührungsempfindliche Eingabeflächen (3) enthalten, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche (3) des Datenendgerätes (1) mit einer an
der Oberfläche (3) aufnehmbaren oder von einem Materialbahnvorrat (22)
abwickelbaren endlosen Mehrschichtstruktur (13, 14) versehen ist.
13. Maschinenleitstand für eine Rotationsdruckmaschine und/oder ein Falzapparat
mit Datenendgeräten, die berührungsempfindliche Eingabeflächen 3 enthalten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen (3) des/der Datenendgeräte/s (1)
mit einer an der Oberfläche (3) aufnehmbaren oder von einem
Materialbahnvorrat (22) abwickelbaren endlosen Mehrschichtstruktur (13, 14)
versehen sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999157818 DE19957818A1 (de) | 1999-12-01 | 1999-12-01 | Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter Datenendgeräte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19957818A1 true DE19957818A1 (de) | 2001-06-07 |
Family
ID=7930992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999157818 Withdrawn DE19957818A1 (de) | 1999-12-01 | 1999-12-01 | Einrichtung zum Schutz berührungsbetätigter Datenendgeräte |
Country Status (2)
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