DE19957781A1 - Hauptzylinder für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage - Google Patents
Hauptzylinder für eine hydraulische FahrzeugbremsanlageInfo
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Abstract
Ein Hauptzylinder (10) für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage hat ein Gehäuse (12) mit einer darin ausgebildeten Bohrung (14), in der ein erster Kolben (16) abdichtend und verschiebbar geführt ist. Der erste Kolben (16) wird mittels einer Druckkraft durch eine Rückstellfeder (42) in seine Ausgangslage zurückgestellt. Damit der erste Kolben (16) nicht aus der Bohrung (14) herausfallen kann, ist ein als separates Bauteil ausgeführtes Flanschteil (46) vorhanden, das beim Zurückgleiten des ersten Kolbens (16) in seine Ruhestellung durch einen Formschluß mit in der Bohrung (14) angeordneten Bauteilen sicherstellt, daß der erste Kolben (16) nicht aus der Bohrung (14) herausfallen kann.
Description
Die Erfindung betrifft einen Hauptzylinder für eine hydrauli
sche Fahrzeugbremsanlage gemäß dem Oberbegriff der Patentan
sprüche 1 bzw. 5.
Hauptzylinder dieser Art finden millionenfach
Einsatz in heutigen Kraftfahrzeugen und sind beispielsweise aus
der DE 195 20 671 A1 bekannt.
Üblicherweise ist ein solcher Hauptzylinder mit einem Brems
kraftverstärker zusammengebaut, der die von einem Fahrer einge
leitete Betätigungskraft so verstärkt, daß mit moderater
Betätigungskraft eine wirkungsvolle Bremsung erzielt werden
kann. Der Bremskraftverstärker überträgt dabei die durch ihn
erhöhten Betätigungskräfte auf einen ersten Kolben des Hauptzy
linders, der seinerseits im Gehäuse des Hauptzylinders enthal
tenes Hydraulikfluid unter Druck setzt. Der Hydraulikfluiddruck
wird durch mit dem Hauptzylinder in Verbindung stehende Brems
kreise den einzelnen Fahrzeugbremsen zugeleitet.
Damit bei solchen Hauptzylindern insbesondere der erste Kolben
nicht aus dem Hauptzylindergehäuse herausfallen kann, wenn der
Hauptzylinder nicht mit einem Bremskraftverstärker verbunden
ist (beispielsweise während des Transports oder bei Service
arbeiten), ist er an seinem im Hauptzylindergehäuse befindli
chen Ende mit einem radial nach außen ragenden Kragen versehen,
der in der Ruhelage des ersten Kolbens an einem Anschlag an
liegt, wodurch eine weitere Herausbewegung des Kolbens aus dem
Hauptzylindergehäuse verhindert ist. Dieser am Kolben vorhande
ne Kragen verursacht relativ hohe Fertigungskosten und er
schwert die Montage des Hauptzylinders.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hauptzylinder
der beschriebenen Art bereitzustellen, bei dem das Herausfallen
des ersten Kolbens auf einfachere und kostengünstigere Art
vermieden ist.
Gemäß einer ersten Lösungsvariante ist diese Aufgabe ausgehend
von einem Hauptzylinder der eingangs genannten Art, bei dem der
erste Kolben einen zum Grund der Bohrung des Hauptzylinderge
häuses hin offenen Hohlraum aufweist, erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß in dem Hohlraum eine Rastnut ausgebildet ist, in
der ein über das dem Grund der Bohrung zugewandte Ende des
ersten Kolbens hinausragendes Flanschteil verrastet ist, das
als separates Bauteil ausgeführt ist und einen Flansch auf
weist, dessen Außendurchmesser größer als der Außendurchmesser
des ersten Kolbens ist. Auf diese Weise braucht der das Heraus
fallen des ersten Kolbens verhindernde Flansch nicht mehr am
Kolben selbst ausgebildet zu sein, sondern kann separat und
damit kostengünstiger gefertigt werden. Auch die Montage des
Hauptzylinders vereinfacht sich durch die getrennte Ausführung
von Flanschteil und Kolben, denn das Flanschteil kann zu einem
im Montageablauf günstigen Zeitpunkt mit dem ersten Kolben
verbunden werden. Das Herstellen dieser Verbindung geschieht
durch einfaches Verrasten des Flanschteiles in der Rastnut des
ersten Kolbens. Vorzugsweise besteht das Flanschteil aus ela
stischem Kunststoff, um gute Rasteigenschaften und eine kosten
günstige Herstellung zu ermöglichen. Beispielsweise kann ein
aus elastischem Kunststoff bestehendes Flanschteil im Spritz
gußverfahren hergestellt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Hauptzylinders weist das Flanschteil mehrere sich zumindest im
wesentlichen axial erstreckende Arme auf, von denen jeder an
seinem freien Ende einen Rasthaken zum Zusammenwirken mit der
Rastnut hat. Die im wesentlichen axial gerichteten Arme sind
radial ausreichend nachgiebig bzw. federnd elastisch, um ein
einfaches Zusammenfügen von Flanschteil und erstem Kolben zu
ermöglichen, derart, daß die Rasthaken beim Erreichen der im
ersten Kolben vorhandenen Rastnut in letztere einschnappen.
Vorzugsweise sind die Arme unmittelbar an dem Flansch befe
stigt. Dies hat einen einfachen Aufbau und eine gute Herstell
barkeit des Flanschteiles zur Folge.
Das Flanschteil des erfindungsgemäßen Hauptzylinders ragt axial
über das ihm benachbarte Ende des ersten Kolbens hinaus, wäh
rend der am Flanschteil vorhandene Flansch radial über den
ersten Kolben hinausragt. Der Flansch verhindert analog zum
eingangs beschriebenen Stand der Technik ein Herausgleiten des
ersten Kolbens aus der Bohrung des Hauptzylindergehäuses, indem
er gegen einen in der Bohrung angeordneten Anschlag stößt.
Gemäß einer zweiten Lösungsvariante ist diese Aufgabe ausgehend
von einem Hauptzylinder der eingangs genannten Art erfindungs
gemäß dadurch gelöst, daß ein in der Bohrung des Gehäuses
radial außerhalb des, ersten Kolbens angeordnetes und gegen
axiales Herausfallen aus der Bohrung gesichertes Flanschteil
einen radial nach innen ragenden Flansch aufweist, dessen
Innendurchmesser kleiner als der Außendurchmesser des ersten
Kolbens ist, wobei der Flansch die axiale Verschiebbarkeit des
ersten Kolbens aus der Bohrung heraus durch Zusammenwirken mit
dem vom Grund der Bohrung abgewandten Ende des ersten Kolbens
begrenzt. Bei dieser Lösungsvariante weist der erste Kolben
selbst keinen Flansch mehr auf, was dessen Herstellung und
Montage bedeutend vereinfacht und verbilligt. Statt dessen wird
der erste Kolben von dem radial nach innen ragenden Flansch des
Flanschteiles gegen ein Herausfallen aus der Bohrung gesichert,
indem dieser Flansch als Anschlag für dasjenige Ende des ersten
Kolbens dient, das mit einem Bremskraftverstärker - falls
vorhanden - zusammenwirkt. In der Regel befindet sich dieses
Ende des ersten Kolbens nicht in der Bohrung des Hauptzylinder
gehäuse, sondern ragt aus dem Hauptzylindergehäuse heraus.
In einer bevorzugten Ausführungsform dieser Lösungsvariante
weist das Flanschteil einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei
der eine Schenkel des U-förmigen Querschnitts den als Anschlag
für den ersten Kolben dienenden Flansch bildet und der andere
Schenkel des U-förmigen Querschnitts einen weiteren radial nach
innen ragenden Flansch mit einem Innendurchmesser bildet, der
größer als der Außendurchmesser des ersten Kolbens ist. Mittels
dieses weiteren Flansches läßt sich das Flanschteil einfach
gegen ein axiales Herausfallen aus der Bohrung des Hauptzylin
dergehäuses sichern.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Flanschteil
mittels des weiteren Flansches axial auf einer Distanzhülse für
den ersten Kolben geführt, die radial zwischen dem ersten
Kolben und dem Gehäuse angeordnet ist und einen radial nach
außen ragenden Vorsprung zum Zusammenwirken mit dem weiteren
Flansch aufweist. Der radial nach außen ragende Vorsprung der
Distanzhülse bildet einen Anschlag für den weiteren, radial
nach innen ragenden Flansch des Flanschteiles und begrenzt so
die axiale Herausbewegung des Flanschteiles. In einer Weiter
bildung dieser Ausgestaltung ist an der Distanzhülse in axialem
Abstand zu ihrem radial nach außen ragenden Vorsprung ein
weiterer Anschlag ausgebildet, so daß das Flanschteil axial
zwischen dem radial nach außen ragenden Vorsprung der Distanz
hülse und dem weiteren Anschlag verschiebbar ist. Das Flansch
teil behindert auf diese Weise eine Verschiebung des ersten
Kolbens in Betätigungsrichtung nicht, stellt jedoch sicher, daß
der erste Kolben von der ihn rückstellenden Feder nicht über
ein bestimmtes Maß aus der Bohrung des Hauptzylindergehäuses
gedrückt werden kann.
Beide Lösungsvarianten verhindern somit gegenüber dem Stand der
Technik auf einfache und kostengünstige Weise ein Herausfallen
des ersten Kolbens aus der Bohrung des Hauptzylindergehäuses
und damit eine Beschädigung der feinbearbeiteten Dichtflächen
des Kolbens.
Zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Hauptzy
linder werden im folgenden anhand der beigefügten, schemati
schen Figuren näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine erste Lösungsvariante eines erfindungsgemäßen
Hauptzylinders im Längschnitt, und
Fig. 2 eine zweite Lösungsvariante eines erfindungsgemäßen
Hauptzylinders im Längschnitt.
In Fig. 1 ist ein Hauptzylinder 10 für eine hydraulische Fahr
zeugbremsanlage mit einem Gehäuse 12 gezeigt. Das Gehäuse 12
ist mit einer sich entlang einer Achse A erstreckenden, gestuf
ten Bohrung 14 versehen, in der ein erster Kolben 16 und ein in
axialem Abstand dazu angeordneter zweiter Kolben 18 abdichtend
und verschiebbar geführt sind. Zum besseren Vergleich zeigt
Fig. 1 unterhalb der Achse A einen Hauptzylinder gemäß dem
Stand der Technik und oberhalb der Achse A ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hauptzylinders.
Die Führung und Abdichtung der beiden Kolben und 16 und 18 in
der Bohrung 14 erfolgt wie dargestellt mittels einer Reihe von
Führungshülsen und Ringdichtungen, die unten noch näher be
schrieben werden.
In dem Hauptzylindergehäuse 12 sind mittels der beiden Kolben
16 und 18 eine erste Druckkammer 20 sowie eine zweite Druckkam
mer 22 begrenzt, die im Betrieb mit Hydraulikfluid gefüllt
sind. Das Hydraulikfluid gelangt durch am Hauptzylindergehäuse
12 ausgebildete Anschlußstutzen 24, 26 und sich daran anschlie
ßende, hier nicht nähere bezeichnete Kanäle aus einem nicht
dargestellten Vorratsbehälter, der im betriebsfertigen Zustand
mit den Anschlußstutzen 24 und 26 verbunden ist, in die Druck
kammern 20 und 22.
Die erste Druckkammer 20 steht über einen nicht gezeigten
Auslaß in Verbindung mit einem ersten Bremskreis der Fahrzeug
bremsanlage, während die zweite Druckkammer 22 über einen
ebenfalls nicht gezeigten Auslaß in Verbindung mit einem zwei
ten Bremskreis steht. Den einzelnen Bremskreisen sind jeweils
verschiedene Fahrzeugbremsen zugeordnet, so daß eine Bremsung
auch bei Ausfall eines Bremskreises noch möglich ist.
Zur Abdichtung gegenüber der ersten Druckkammer 20 ist der
erste Kolben 16 von einer ersten Distanzhülse 28 mit L-förmigem
Querschnitt und einer sich axial daran anschließenden zweiten
Distanzhülse 30 geführt. Lippendichtungen 32 und 34, die sich
an der zweiten Distanzhülse 30 bzw. zwischen der zweiten Di
stanzhülse 30 und der ersten Distanzhülse 28 abstützen, dichten
den ersten Kolben 16 in üblicher Weise ab. Ein Stützring 36,
der sich an einer weiteren Distanzhülse 38 abstützt, positio
niert die Lippendichtung 32. Der zweite Kolben 18 wird in
analoger Weise durch gezeigte, jedoch nicht näher beschriebene
Distanzhülsen und Lippendichtungen geführt und abgedichtet. Ein
Verschlußring 40, der in die Bohrung 14 des Hauptzylindergehäu
ses 12 geschraubt ist, verspannt alle Dichtungen und Distanz
hülsen in der Bohrung 14.
Üblicherweise ist der Hauptzylinder 10 mit einem hier nicht
dargestellten Bremskraftverstärker gekoppelt, der die in die
Fahrzeugbremsanlage eingeleiteten Betätigungskräfte verstärkt
und auf den ersten Kolben 16 überträgt, hier dargestellt durch
den eine Eingangskraft symbolisierenden Pfeil F.
Durch Einleiten einer Betätigungskraft F wird der erste Kolben
16 in das Hauptzylindergehäuse 12 hinein verschoben und setzt
dadurch das in der ersten Druckkammer 20 enthaltene Hydraulik
fluid unter Druck. Der in der ersten Druckkammer 20 entstehende
Druck wird auf den zweiten Kolben 18 übertragen, der sich
daraufhin ebenfalls verschiebt und das in der zweiten Druckkam
mer 22 enthaltene Hydraulikfluid unter Druck setzt. Der in den
Druckkammern 20, 22 vorhandene Druck pflanzt sich in die be
reits erwähnten Bremskreise fort und aktiviert so die ange
schlossenen Radbremsen.
Bei Fortfall der Betätigungskraft F, d. h. bei Beendigung eines
Bremsvorgangs, müssen die Kolben 16, 18 wieder in ihre in der
Figur dargestellte Ausgangsstellung zurückgeführt werden.
Hierzu dienen zwei als Druckfedern ausgeführte Rückstellfedern
42, 44. Die erste Rückstellfeder 42 ist dem ersten Kolben 16
zugeordnet und stützt sich wie dargestellt am zweiten Kolben 18
und am ersten Kolben 16 ab. Die zweite Rückstellfeder 44 ist
dem zweiten Kolben 18 zugeordnet und stützt sich einerseits am
Boden der Bohrung 14 und andererseits am zweiten Kolben 18 ab.
Der Aufbau und die Funktion eines solchen Hauptzylinders 10 ist
Fachleuten auf diesem Gebiet gut bekannt und wird daher hier
nicht weiter erläutert.
Damit die Kolben 16 und 18, insbesondere der erste Kolben 16,
nicht aus der Bohrung 14 herausgleiten können, wenn der
Hauptzylinder 10 nicht mit einem Bremskraftverstärker verbunden
ist, ist ein Flanschteil 46 in einer ringförmigen Nut 48 verra
stet, die in einem Hohlraum 50 des ersten Kolbens 16 ausgebil
det ist, der zur Druckkammer 20 hin offen ist. Das hier aus
Kunststoff bestehende Flanschteil 46 ragt axial aus dem Hohl
raum 50 hervor und hat an seinem freien Ende einen radial nach
außen stehenden Flansch 52, dessen Außendurchmesser größer als
der Außendurchmesser des ersten Kolbens 16 ist. Vom radial
inneren Umfang des insgesamt ringförmigen Flansches 52 aus
erstrecken sich im wesentlichen axial mehrere Arme 54 in den
Hohlraum 50 des Kolbens 16 hinein. Jeder Arm 54 ist an seinem
freien Ende mit einem Rasthaken 56 versehen.
Das Flanschteil 46, das im gezeigten Ausführungsbeispiel aus
dem Flansch 52, den Armen 54 und den Rasthaken 56 besteht und
hier einstückig als Kunststoffspritzgußteil ausgeführt ist,
rastet beim Einführen in den Hohlraum 50 aufgrund der radial
federnd nachgiebigen Arme 54 mit seinen Rasthaken 56 in der
Rastnut 48 ein.
Beim Zurückgleiten des ersten Kolbens 16 in Fig. 1 nach rechts
stößt der Flansch 52 gegen den Stützring 36 und verhindert ein
weiteres Herausbewegen des Kolbens 16 aus der Bohrung 14.
In Fig. 2 ist wiederum unterhalb der Achse A ein herkömmlicher,
aus dem Stand der Technik bekannter Hauptzylinder gezeigt,
während oberhalb der Achse A ein gegenüber Fig. 1 etwas abge
wandeltes, zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Hauptzylinders 10' dargestellt ist.
Im Gegensatz zum in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird
der erste Kolben 16 beim zweiten Ausführungsbeispiel nicht an
seinem der ersten Druckkammer 20 zugewandten Ende gegen Heraus
fallen gesichert, sondern an seinem anderen, aus der Bohrung 14
herausstehenden Ende. Hierzu weist ein in der Bohrung 14 des
Hauptzylindergehäuses 12 radial außerhalb des ersten Kolbens 16
angeordnetes Flanschteil 46' einen radial nach innen ragenden
Flansch 58 auf, dessen Innendurchmesser kleiner als der Außen
durchmesser des ersten Kolbens 16 ist.
Das Flanschteil 46' ist insgesamt hohlzylinderförmig und hat
einen U-förmigen Querschnitt, dessen einer Schenkel den Flansch
58 bildet. Die Basis des U's ist aus mehreren radial federnd
nachgiebigen Armen 59 gebildet, die sich von dem Flansch 58
axial in die Bohrung 14 erstrecken. Am freien Ende jedes Arms
59 ist ein radial nach innen ragender Vorsprung vorhanden und
die Gesamtheit dieser Vorsprünge bildet einen weiteren radial
nach innen ragenden, in Umfangsrichtung unterbrochenen Flansch
60 mit einem Innendurchmesser, der größer als der Außendurch
messer des ersten Kolbens 16 ist. Der weitere Flansch 60 sorgt
dafür, das das Flanschteil 46 gegen ein axiales Herausfallen
aus der Bohrung 14 gesichert ist, indem er mit einem radial
nach außen ragenden Vorsprung 62 zusammenwirkt, der an dem von
der Bohrung 14 abgewandten Ende der ersten Distanzhülse 28
ausgebildet ist.
Wie dargestellt kann das Flanschteil 46' zwischen dem Vorsprung
62 und einem Anschlag 64, der durch die Durchmesservergrößerung
der Distanzhülse 28 gebildet ist, axial auf der Distanzhülse 28
verschoben werden. Beim Herausgleiten des ersten Kolbens 16 aus
der Bohrung 14 kommt das in Fig. 2 rechte Ende des Kolbens 16
in Kontakt mit dem Flansch 58, so daß sich das Flanschteil 46'
axial aus der Bohrung 14 verschiebt bis sein Flansch 60 an den
Vorsprung 62 der Distanzhülse 28 stößt. Weder das Flanschteil
46' noch der erste Kolben 16 können sich dann weiter aus der
Bohrung 14 herausbewegen.
Im Fall eines Defektes des Hauptzylinders 10', beispielsweise
bei einem Leck in der ersten Druckkammer 20 oder des daran
angeschlossenen Bremskreises, kann der Kolbens 16 in die Boh
rung 14 hineingleiten und das Flanschteil 46' kann sich solange
mitbewegen, bis sein Flansch 60 gegen den Anschlag 64 an der
Distanzhülse 28 stößt. Der mögliche Verschiebeweg des Flansch
teiles 46' ist dabei so groß gewählt, daß es zu keiner Behinde
rung der Betätigung des Hauptzylinders kommen kann.
Bei einem anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Arme 59 einstückig mit der Distanzhülse 28 ausgebil
det. Bei diesem Ausführungsbeispiel entfallen der weitere
Flansch 60 sowie der Vorsprung 62. Der Flansch 58 kann dann
nach Art des oben beschriebenen Flansches 60 ausgeführt sein,
d. h. von der Distanzhülse 28 erstrecken sich mehrere Arme 59,
an deren freien Ende jeweils ein radial nach innen ragender
Vorsprung vorhanden ist. Die Gesamtheit der Vorsprünge bildet
den - in Umfangsrichtung unterbrochenen - Flansch 58. Eine
solche Ausführungsform bietet sich insbesondere dann an, wenn
die teleskopische Verschiebbarkeit des Flanschteiles 46' nicht
erforderlich ist.
Claims (8)
1. Hauptzylinder (10) für eine hydraulische Fahrzeugbremsan
lage, mit
- - einem Gehäuse (12) und einer darin ausgebildeten Bohrung (14), in der ein erster Kolben (16) abdichtend und verschiebbar geführt ist, und
- - einer den ersten Kolben (16) mittels einer Druckkraft zurück stellenden Rückstellfeder (42), wobei der erste Kolben (16) einen zum Grund der Bohrung (14) hin offenen Hohlraum (50) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - in dem Hohlraum (50) eine Rastnut (48) ausgebildet ist, und
- - in der Rastnut (48) ein über das dem Grund der Bohrung (14) zugewandte Ende des ersten Kolbens (16) hinausragendes Flansch teil (46) verrastet ist, das als separates Bauteil ausgeführt ist und einen Flansch (52) aufweist, dessen Außendurchmesser größer als der Außendurchmesser des ersten Kolbens (16) ist.
2. Hauptzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschteil (46) aus elasti
schem Kunststoff besteht.
3. Hauptzylinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschteil (46) mehrere sich
zumindest im wesentlichen axial erstreckende Arme (54) auf
weist, von denen jeder an seinem freien Ende einen Rasthaken
(56) zum Zusammenwirken mit der Rastnut (48) hat.
4. Hauptzylinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (54) an dem Flansch (52)
befestigt sind.
5. Hauptzylinder (10) für eine hydraulische Fahrzeugbremsan
lage, mit
- - einem Gehäuse (12) und einer darin ausgebildeten Bohrung (14), in der ein erster Kolben (16) abdichtend und verschiebbar geführt ist, und
- - einer den ersten Kolben (16) mittels einer Druckkraft zurück stellenden Rückstellfeder (42), dadurch gekennzeichnet, daß
- - ein in der Bohrung (14) des Gehäuses (12) radial außerhalb des ersten Kolbens (16) angeordnetes und gegen axiales Heraus fallen aus der Bohrung (14) gesichertes Flanschteil (46') einen radial nach innen ragenden Flansch (58) aufweist, dessen Innen durchmesser kleiner als der Außendurchmesser des ersten Kolbens (16) ist, und
- - der Flansch (58) die axiale Verschiebbarkeit des ersten Kolbens (16) aus der Bohrung (14) heraus durch Zusammenwirken mit dem vom Grund der Bohrung (14) abgewandten Ende des ersten Kolbens (16) begrenzt.
6. Hauptzylinder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschteil (46') einen
U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei der eine Schenkel des
U-förmigen Querschnitts den Flansch (58) bildet und der andere
Schenkel des U-förmigen Querschnitts einen weiteren radial nach
innen ragenden Flansch (60) mit einem Innendurchmesser bildet,
der größer als der Außendurchmesser des ersten Kolbens (16)
ist.
7. Hauptzylinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschteil (46') mittels des
weiteren Flansches (60) axial auf einer Distanzhülse (28) für
den ersten Kolben (16) geführt ist, die radial zwischen dem
ersten Kolben (16) und dem Gehäuse (12) angeordnet ist und
einen radial nach außen ragenden Vorsprung (62) zum Zusammen
wirken mit dem weiteren Flansch (60) aufweist.
8. Hauptzylinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flanschteil (46') axial zwi
schen dem radial nach außen ragenden Vorsprung (62) der Di
stanzhülse (28) und einem an letzterer ausgebildeten Anschlag
(64) verschiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999157781 DE19957781A1 (de) | 1999-12-01 | 1999-12-01 | Hauptzylinder für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999157781 DE19957781A1 (de) | 1999-12-01 | 1999-12-01 | Hauptzylinder für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19957781A1 true DE19957781A1 (de) | 2001-06-13 |
Family
ID=7930971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999157781 Withdrawn DE19957781A1 (de) | 1999-12-01 | 1999-12-01 | Hauptzylinder für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19957781A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2749268A1 (de) * | 1976-11-03 | 1978-05-11 | Ferodo Sa | Hydraulikzylinder |
| DE19520671A1 (de) * | 1994-12-09 | 1996-06-13 | Teves Gmbh Alfred | Tandemhauptzylinder |
| DE19815469A1 (de) * | 1998-04-07 | 1999-10-14 | Continental Teves Ag & Co Ohg | Geberzylinder |
-
1999
- 1999-12-01 DE DE1999157781 patent/DE19957781A1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |