DE19956370C1 - Klärbecken mit Festbettkörper - Google Patents
Klärbecken mit FestbettkörperInfo
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Abstract
Ein Klärbecken mit einem Festbettkörper (32) innerhalb des Klärbeckens zur Bildung eines biologischen Rasens umfaßt einen Wassereinlaß (16), der von einem Vorklärbecken (10) ausgeht, und einen Wasserauslaß (18) sowie ein Belüftungssystem (36, 38; 46, 48) zur Abgabe von Luft oder Sauerstoff im unteren Bereich des Klärbeckens. Der Festbettkörper (32) ist auf einem Siebboden (30) im unteren Bereich des Klärbeckens abgestützt. Das Klärbecken bildet unterhalb des Siebbodens (30) einen Sammelbereich für Schlammpartikel und abgestorbene Mikroorganismen. Von dem Sammelbereich verläuft an dem Festbettkörper (32) vorbei ein Steigrohr (50), das in den Wasserauslaß (18) übergeht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Klärbecken mit einem Festbettkörper innerhalb des
Klärbeckens zur Bildung eines biologischen Rasens, einem Wassereinlaß, der
von einem Vorklärbecken ausgeht, und einem Wasserauslaß sowie einem Belüf
tungssystem zur Abgabe von Luft oder Sauerstoff im unteren Bereich des Klär
beckens.
Klärbecken dieser Art sind seit längerer Zeit bekannt. Sie enthalten einen was
serdurchlässigen Festbettkörper, auf dem durch Mikroorganismen ein soge
nannter biologischer Rasen gebildet wird, der einen erheblichen Teil der
Schmutzstoffe im Abwasser abbaut. Zur Aufrechterhaltung einer aeroben Atmo
sphäre im Bereich des biologischen Rasens wird in geeigneter Weise Luft oder
Sauerstoff in das Abwasser eingeleitet. Schlammpartikel und abgestorbene Mi
kroorganismen aus dem Festbettkörper sammeln sich im unteren Bereich des
Klärbeckens unterhalb des Festbettkörpers und müssen von hier aus ausgetra
gen, zumeist in ein Nachklärbecken überführt werden. Häufig wird ein Teil des
im Nachklärbecken gesammelten Klärschlamms in das Vorklärbecken zurückge
pumpt.
Beispiele derartiger Kläranlagen sind in der DE 196 26 592 A1, der DE 41 29 859 A1
und der DE 196 22 348 C1 dargestellt.
Die DE 196 26 592 A1 beschreibt eine Dreikammergrube mit einem sogenann
ten Festkörper in einer der Kammern, durch den ein Luft- oder Sauerstoffstrom
aufsteigt.
Die DE 41 29 859 A1 befaßt sich mit einem aus zwei Kammern bestehenden
Becken, das bezeichnet wird als Vorrichtung zur anaeroben biologischen Reini
gung von organisch verunreinigtem Abwasser. Der Festbettreaktor soll insge
samt eine größere Dichte als Wasser aufweisen. Das mit Füllmaterial befüllte
Festbett befindet sich auf einer Lochplatte, die im Abstand zum Boden des Bec
kens angeordnet ist.
Die DE 196 22 348 C1 zeigt und beschreibt eine Kläreinrichtung mit trichterför
migem Boden.
Üblicherweise sammelt sich am Boden eines derartigen Klärbeckens verhältnis
mäßig rasch ein Schlammsumpf an, so daß relativ häufige Reinigungen notwen
dig werden. Da zu diesem Zweck der Festbettkörper herausgenommen werden
muß, handelt es sich um einen relativ aufwendigen Vorgang.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Klärbecken der obigen Art zu
schaffen, bei dem gewährleistet ist, daß eine intensive Belüftung des Abwassers
und damit einen intensiven aeroben Schadstoffabbau bei geringem Wartungs
aufwand der Anlage ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Klärbecken der obigen Art da
durch gelöst, daß der Festbettkörper auf einem Siebboden im unteren Bereich
des Klärbeckens abgestützt ist, daß das Klärbecken unterhalb des Siebbodens
einen trichterförmig nach unten zusammenlaufenden Sammelbereich für
Schlammpartikel und abgestorbene Mikroorganismen bildet und daß vom Bo
den des Sammelbereichs an dem Festbettkörper vorbei ein Steigrohr verläuft,
das in den Wasserauslaß übergeht, daß im Zentrum des Festbettkörpers ein
Standrohr angeordnet ist, das im wesentlichen vom Siebboden bis in einer Höhe
oberhalb des Wasserspiegels im Klärbecken verläuft, daß mit dem unteren End
bereich des Standrohres sternförmig angeordnete Ansaugrohre verbunden sind,
die vom äußeren Randbereich des Siebbodens ausgehen, und daß im unteren
Bereich des Standrohres eine Belüftungsmembran zur Abgabe von Luft oder
Sauerstoff angeordnet ist.
Da bei einem Zulauf von Abwasser das in dem Klärbecken enthaltene, bereits
behandelte Abwasser stets aus dem Wasserauslaß abläuft, bis wieder der durch
die Höhe des Wasserauslasses bestimmte Flüssigkeitsspiegel erreicht ist, wird
beim Zulauf von Wasser stets Abwasser mit Schlamm von dem unteren Sam
melbereich des Klärbeckens über das Steigrohr und den Wasserauslaß aus dem
Klärbecken herausgedrückt. Dadurch entsteht ein ständig aufsteigender Was
serstrom im Steigrohr, der bestrebt ist, Schlamm vom unteren Bereich des Klär
beckens mitzunehmen und auszutragen.
Erfindungsgemäß ist der Sammelbereich des Klärbeckens unterhalb des Siebbo
dens trichterförmig ausgebildet, und das Steigrohr geht im wesentlichen vom
Boden oder tiefsten Bereich des Trichters aus.
Im übrigen ist im Zentrum des Festbettkörpers ein Standrohr vorgesehen, das
am unteren Ende oberhalb des Siebbodens mit sternförmig zulaufenden An
saugrohren verbunden ist und in dem sich am unteren Ende eine Belüftungs
membran befindet. Diese Belüftungsmembran bewirkt das Aufsteigen von Gas
blasen in dem Standrohr und damit einen Pumpeffekt, durch den auch das
Wasser mit angehoben wird. Das mit Sauerstoff angereicherte Wasser läuft am
oberen Ende des Standrohr nach allen Seiten über und gelangt wieder in den
Bereich des Festbettkörpers, in dem es wieder absinkt. Es entsteht also ein
ständiger Kreislauf.
Unterhalb des Eintritts des Wasserzulaufs befindet sich ein weiteres Standrohr
mit ebenfalls einer Belüftungsmembran am unteren Ende. Auf diese Weise wird
ebenfalls eine Wassersäule angehoben, die mit Luft oder Sauerstoff angereichert
ist und mit dem frisch eintretenden Abwasser vermischt wird, so daß dieses Ab
wasser sogleich gezielt mit Luft oder Sauerstoff versorgt werden kann.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist ein schematischer senkrechter Schnitt durch ein im
Boden verlegtes erfindungsgemäßes Klärbecken mit
angedeutetem Vorklärbecken und Nachklärbecken;
Fig. 2 ist ein waagerechter Schnitt zu Fig. 1.
Das erfindungsgemäße Klärbecken soll im folgenden anhand von Fig. 1 und 2
beschrieben werden. Dieses Klärbecken befindet sich gemäß der Zeichnung zwi
schen einem Vorklärbecken 10, das auch als Absetzbecken bezeichnet werden
kann, und einem Nachklärbecken 12. Zwischen diesen beiden Becken befindet
sich das erfindungsgemäße Klärbecken 14. In das Klärbecken 14 tritt von dem
Vorklärbecken 10 ein Wassereinlaß 16 ein, während ein Wasserauslaß 18 auf
der gegenüberliegenden Seite zu dem Nachklärbecken 12 führt. Die Höhe des
unteren Randes des Rohres, das den Wasserauslaß 18 bildet, bestimmt die
Höhe des Wasserspiegels im Klärbecken 14.
Das Klärbecken 14 ist als zylindrischer, senkrechter Schacht aus zusammenge
setzten, herkömmlichen Betonringen 20, 22, 24 und einem entsprechenden, topf
förmigen Bodenstück 26 ausgebildet. Innerhalb des Bodenstücks 26 befindet
sich ein nach unten kegelförmig oder kegelstumpfförmig zusammenlaufender
Einsatz 28, der zweckmäßigerweise ebenfalls ein Fertigteil ist, jedoch auch mit
Hilfe von Beton oder anderen Baumitteln an Ort und Stelle angefertigter, einen
Kegel oder Kegelstumpf bildender Ring sein kann.
Die Verwendung von Beton-Fertigteilen zur Bildung des Klärbeckens hat den er
heblichen Vorteil, daß diese schweren und voluminösen Teile beim nächstgele
genen Händler bezogen werden können, so daß nur ein kurzer Transportweg an
fällt, während die aufwendigeren Funktionsteile, die sich im Inneren des Klär
beckens befinden, verhältnismäßig wenig Volumen einnehmen, so daß auch ein
Antransport über weitere Strecken akzeptabel ist.
Auf dem Einsatz 28 liegt ein kreisförmiger Siebboden 30, der den inneren Quer
schnitt des Schachts ausfüllt. Auf dem Siebboden 30 stützt sich ein Festbettkör
per 32 ab, der beispielsweise gebildet sein kann durch eine Schüttung aus
Kunststoffteilen, die eine möglichst große Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Vo
lumen aufweisen. Kunststoffteile dieser Art sind bekannt. Auf diesen Kunststoff
teilen bildet sich im Laufe des Betriebes innerhalb von etwa vier Wochen ein sogenannter
biologischer Rasen aus Mikroorganismen, die die Schmutzanteile im
Abwasser biologisch abbauen.
Da es sich dabei um eine aerobe Reaktion handelt, ist die ständige Zufuhr von
Luft oder Sauerstoff zum unteren Bereich des Festbettkörpers 32 notwendig. Die
Luftzufuhr erfolgt vorzugsweise zum unteren Bereich des Festbettkörpers, damit
die aufsteigenden Luftblasen das gesamte Volumen des Festbettkörpers errei
chen. So befindet sich unter anderem im Zentrum des Festbettkörpers ein senk
rechtes Standrohr 34, an dessen unterem Ende eine Belüftungsmembran 36
vorgesehen ist, die feine Luftblasen austreten läßt. Die Zufuhr der Luft erfolgt
mit Hilfe einer durch das Standrohr 34 herabgeführten Leitung 38. Durch das
Aufsteigen der Luftblasen innerhalb des Standrohres 34 wird ein aufsteigender
Wasserstrom erzeugt, so daß ständig Wasser, das während des Aufsteigens mit
Luft oder Sauerstoff angereichert worden ist, am oberen Ende des Standrohres,
das leicht über den Wasserspiegel hinausragt, austritt, wie die Pfeile andeuten.
Auf diese Weise entsteht eine ständige Zirkulation, bei der dem aufsteigenden
Wasser Luft zugeführt wird und dieses mit Luft angereicherte Wasser von oben
durch den Festbettkörper hindurch wiederum herabsinkt.
In das untere Ende des Standrohres 34 münden 6-8, je nach Größe der Anlage,
sternförmig angeordnete Ansaugrohre 40 ein, die Wasser von den äußeren unte
ren Randbereichen des Festbettkörpers zu dem zentralen Standrohr transportie
ren und auf diese Weise am Kreislauf teilnehmen lassen. Das eintretende Was
ser wird durch die Pumpwirkung der aufsteigenden Luft angehoben und am
oberen Ende des Standrohres wieder abgegeben, wie es beschrieben wurde. Die
unteren Ansaugrohre 40 befinden sich zusammen mit dem unteren Ende des
Standrohres unmittelbar oberhalb des Siebbodens 30.
Unterhalb des Einlasses 16 befindet sich in dem Festbettkörper ein weiteres
Standrohr 44, das ebenfalls unmittelbar oberhalb des Siebbodens 30 beginnt.
Dieses Standrohr 44 endet in Höhe des Wasserspiegels. Auch in diesem
Standrohr befindet sich am unteren Ende eine Belüftungsmembran 46, die
durch eine Leitung 48 mit Luft versorgt wird. In Fig. 1 sind mehrere übereinan
der liegende Schellen angedeutet, die nicht näher bezeichnet sind und die das
zweite Standrohr 44 an der inneren Wand des Schachts festlegen. Durch dieses
Standrohr 44 wird unmittelbar unterhalb des Wassereinlasses, durch den nur
vorgeklärtes Abwasser zuläuft, luft- bzw. sauerstoffreiches, bereits teilweise geklärtes
Wasser zur Verfügung gestellt, so daß durch Mischung der beiden Was
serqualitäten das besonders schmutzhaltige zugeführte Abwasser aus dem Vor
klärbecken zumindest verdünnt und mit Sauerstoff angereichert wird und so
eine Optimierung des aeroben Klärprozesses stattfindet.
Auf der Seite des Wasserauslasses 18 befindet sich ein Steigrohr 48, das eben
falls mit nicht bezeichneten Schellen an der inneren Wand des Schachts befe
stigt ist. Dieses Steigrohr erstreckt sich nach unten durch den Siebboden 30
hindurch und verläuft schräg nach innen zum Zentrum des am Boden gebilde
ten Trichters. Nach oben ragt das Steigrohr 50 über den Wasserspiegel hinaus,
und von dem Steigrohr 50 zweigt seitlich das zum Nachklärbecken führende
Rohr ab, das den Wasserauslaß 18 bildet. Dieses Steigrohr 50 nimmt daher
Wasser aus dem unteren, trichterförmigen Sammelbereich des Klärbeckens auf
und führt dieses durch den Wasserauslaß 18 ab. Da das Steigrohr 50 nach oben
über den Wasserspiegel hinausragt und seitlich unmittelbar an den Wasseraus
laß 18 angeschlossen ist, kann nur Wasser, das durch das Steigrohr 50 auf
steigt, aus dem Wasserauslaß 18 austreten. Das bedeutet, daß jeweils entspre
chend dem Wasserzulauf und dem Anstieg der Wassersäule im Klärbecken das
im unteren trichterförmigen Sammelbereich befindliche Schlamm- und Wasser
gemisch durch den Wasserauslaß 18 hinausgedrückt wird.
Da im unteren Sammelbereich sich zwangsläufig abgestorbene Mikroorganismen
aus dem Festbettkörper 32 und sonstige, herabfallende Schmutzpartikel ansam
meln, werden diese Schmutz- und Schlammbestandteile mit dem aus- bzw.
überlaufenden Wasser in das Nachklärbecken 12 hinausgedrückt. Da dabei vor
allem auch Schlammbestandteile mitgenommen werden, reduzieren sich die
Zeitintervalle, in denen Wartungs- und Reinigungsarbeiten am Klärbecken 14
anfallen, erheblich. Insbesondere ist es nur relativ selten notwendig, den gesam
ten Festbettkörper herauszunehmen, um den am Boden des Klärbeckens ange
sammelten Schlamm zu entfernen. Vielmehr kann eine gründliche Reinigung
auch durch einfache Spülung mit sauberem Wasser erfolgen.
Im Nachklärbecken befindet sich eine Schlammpumpe, die einen Teil des anfal
lenden Schlamms als Belebtschlamm zum Vorklärbecken zurückführt. Da es
sich dabei und bei weiteren in der Zeichnung dargestellten Einzelheiten um her
kömmliche Technik handelt, soll insoweit eine Beschreibung unterbleiben.
Claims (3)
1. Klärbecken mit einem Festbettkörper (32) innerhalb des Klärbeckens zur
Bildung eines biologischen Rasens, einem Wassereinlaß (16), der von einem Vor
klärbecken (10) ausgeht, und einem Wasserauslaß (18) sowie einem Belüftungs
system (36, 38; 46, 48) zur Abgabe von Luft oder Sauerstoff im unteren Bereich
des Klärbeckens, dadurch gekennzeichnet, daß der Festbettkörper (32) auf ei
nem Siebboden (30) im unteren Bereich des Klärbeckens abgestützt ist, daß das
Klärbecken unterhalb des Siebbodens (30) einen trichterförmig nach unten zu
sammenlaufenden Sammelbereich für Schlammpartikel und abgestorbene Mi
kroorganismen bildet und daß vom Boden des Sammelbereichs an dem Fest
bettkörper (32) vorbei ein Steigrohr (50) verläuft, das in den Wasserauslaß (18)
übergeht, daß im Zentrum des Festbettkörpers (32) ein Standrohr (34) angeord
net ist, das im wesentlichen vom Siebboden (30) bis in einer Höhe oberhalb des
Wasserspiegels im Klärbecken verläuft, daß mit dem unteren Endbereich des
Standrohres (34) sternförmig angeordnete Ansaugrohre (40) verbunden sind, die
vom äußeren Randbereich des Siebbodens (30) ausgehen, und daß im unteren
Bereich des Standrohres (34) eine Belüftungsmembran (36) zur Abgabe von Luft
oder Sauerstoff angeordnet ist.
2. Klärbecken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steigrohr
(50) am unteren Ende einen schräg zum unteren Boden des trichterförmigen-
Sammelbereichs verlaufenden Abschnitt aufweist.
3. Klärbecken nach einem der Ansprüche 2, dadurch gekennzeichnet, daß
unterhalb des Wassereinlasses (16) ein weiteres Standrohr (44) an der Wand des
Klärbeckens innerhalb des Festbettkörpers (32) vorgesehen ist, das vom Siebbo
den (30) an aufsteigt und an dessen unterem Ende sich eine Belüftungsmem
bran (46) befindet.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1609763A1 (de) * | 2004-06-24 | 2005-12-28 | LINDE-KCA-Dresden GmbH | Bioreaktor |
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| DE19626592A1 (de) * | 1996-01-30 | 1997-10-09 | Evu Gmbh | Biologische Kleinkläranlage |
| DE19622348C1 (de) * | 1996-06-04 | 1998-03-12 | Aquatec Wasseraufbereitung Pro | Vorrichtung zum Reinigen von Wasser |
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1999
- 1999-11-24 DE DE1999156370 patent/DE19956370C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
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Owner name: ATEX-UMWELTTECHNIK GMBH & CO.KG, 97645 OSTHEIM, DE |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20140603 |