DE19956674A1 - Zentralverriegelungsantrieb - Google Patents
ZentralverriegelungsantriebInfo
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Abstract
Ein Zentralverriegelungsantrieb (10) dient zur Ansteuerung verschiedener Schließfunktionen eines Türschlosses, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, und besitzt zwei Antriebsglieder (18, 20, 22, 24), die jeweils zwischen einer Ruhestellung und einer aktivierten Stellung verstellbar sind. Um zusätzliche Schließfunktionen, wie z. B. eine Kindersicherung, automatisch auslösen zu können, war bisher ein zusätzliches Antriebsglied oder eine aufwendige Erfassung von Zwischenstellungen der beiden Antriebsglieder erforderlich. Zur Vermeidung dieses Aufwandes wird vorgeschlagen, ein Schaltelement (26) vorzusehen, daß zwischen einer Neutralstellung und wenigstens einer Schaltstellung beweglich ist, wobei das Erreichen einer bestimmten Schaltstellung des Schaltelements (26) von der Reihenfolge der Aktivierung der beiden Antriebsglieder (18, 22) abhängig ist. Die Verlagerung des Schaltelements erfolgt beispielsweise durch zusammenwirkende Nockenelemente an dem Schaltelement (26) und den Antriebsgliedern.
Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Zentralverriegelungsan
trieb zur Ansteuerung verschiedener Schließfunktionen eines
Türschlosses, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, mit zwei An
triebsgliedern, die jeweils zwischen einer Ruhestellung und
einer aktivierten Stellung verstellbar sind.
Von heutigen Zentralverriegelungsanlagen wird größtenteils
neben den bekannten Schließfunktionen Zentralentriegeln (ZE)
und Zentralverriegeln (ZV) auch die Funktion Zentralsichern
(ZS) verlangt, in welcher das Entriegeln des Türaußengriffs
und/oder Öffnen der Tür durch Betätigung des Türinnengriffs
unterbunden ist. Dies wird zur Diebstahlsicherung gewünscht,
da sich eine Fahrzeugtür in dieser Stellung auch nach Ein
schlagen einer Fahrzeugscheibe nicht ohne weiteres öffnen
läßt. Um diese dritte Schließfunktion ansteuern zu können,
muß der Zentralverriegelungsantrieb eine dritte Position an
fahren können, was beispielsweise durch ein zusätzliches
zweites Antriebsglied, wie z. B. einen Motor oder einen Hub
magneten, oder durch gezieltes Anfahren einer Zwischenstel
lung des ersten Antriebsgliedes mit Hilfe beispielsweise ei
nes Schalters oder Potentiometers erreichbar ist, wobei im
Falle einer Zwischenstellung die beiden Anschläge des An
triebsgliedes und die durch den Schalter oder das Potentiome
ter definierte Zwischenstellung die drei Schaltpositionen
definieren.
Bei den hinteren Türen eines Kraftfahrzeuges ist noch eine
weitere Schließfunktion, nämlich die Kindersicherung, notwen
dig. Diese soll grundsätzlich ein Öffnen der Tür mit Hilfe
des Türinnengriffs verhindern, allerdings in der Position ZV
ein Entriegeln des Türaußengriffs durch Betätigen des Türin
nengriffs ermöglichen, da ansonsten bei eingeschalteter Zen
tralverriegelung und Kindersicherung quasi die Funktion ZS
eingestellt werden würde.
Die Realisierung der zusätzlichen Funktion erfolgt bislang
meist durch mechanischen Eingriff in das Schloß bei offener
Tür, während für eine Integration in den Zentralverriege
lungsantrieb ein zusätzliches Antriebsglied erforderlich ist.
Für die Realisierung aller genannten Schließfunktionen sind
somit entweder drei Antriebsglieder mit entsprechend hohem
Aufwand und Kosten erforderlich oder eine Lösung mit zwei An
triebsglieder und einem elektrischen Schalter zur Erfassung
einer Zwischenstellung, wobei allerdings elektrische Schalter
ebenso wie Erfassungen von Zwischenstellungen mit Hilfe von
Potentiometern schaltungstechnisch sehr aufwendig sind und zu
einer gewissen Störanfälligkeit neigen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
Zentralverriegelungsantrieb zu schaffen, der mit zwei An
triebsgliedern auskommt und die Ansteuerung wenigstens der
gewünschten Schließfunktionen ZE, ZV, ZS und Kindersicherung
alleine durch Verstellen der Antriebsglieder zwischen ihren
Endstellungen ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Zentralverriege
lungsantrieb der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei wel
chem ein Schaltelement vorgesehen ist, das zwischen einer
Neutralstellung, welche es dann einnimmt, wenn die beiden An
triebsglieder ihre Ruhestellung einnehmen, und wenigstens ei
ner Schaltstellung beweglich ist, wobei das Erreichen einer
bestimmten Schaltstellung des Schaltelements von der Reihen
folge der Aktivierung der beiden Antriebsglieder abhängig
ist.
Die zusätzliche Schließfunktion wird bei der erfindungsgemäs
sen Lösung über die Reihenfolge der Betätigung der beiden An
triebsglieder definiert, wobei es nicht notwendig ist, diese
in Zwischenstellungen anzuhalten. Das Anfahren von Endan
schlägen ist steuerungstechnisch sehr einfach, wobei auch die
unterschiedliche Abfolge der Ansteuerung der beiden Antriebs
glieder steuerungstechnisch sehr einfach realisierbar ist.
Die Einsparung eines dritten Antriebsgliedes bzw. eines zu
sätzlichen elektrischen Schalters sorgt für Einsparungen beim
erforderlichen Bauraum und beim Gewicht des Zentralverriege
lungsantriebes, wobei auch durch den Wegfall der entsprechen
den elektrischen Verkabelung Einsparungen erreicht werden.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß ein erstes Antriebsglied in
seiner aktivierten Stellung die Verbindung zwischen einem
Türinnengriff und dem Türschloß und das zweite Antriebsglied
in seiner aktivierten Stellung die Verbindung zwischen einem
Türaußengriff und dem Türschloß blockiert oder unterbricht.
Je nach Definition ist auch eine Unterbrechung oder Blockie
rung der Verbindungen durch die Antriebsglieder in deren Ru
hestellung denkbar. Die Verbindung zwischen den Türgriffen
und dem Türschloß kann dabei mechanisch oder elektrisch aus
gebildet sein.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß das Schaltelement durch Betätigen des er
sten Antriebsgliedes und nachfolgendes Betätigen des zweiten
Antriebsgliedes in eine erste Schaltstellung bewegbar ist, in
welcher durch Betätigen des Türinnengriffes eine Entriegelung
des Türaußengriffes ermöglicht ist.
Bei einem derartigen Zentralverriegelungsantrieb stellen sich
die eingangs genannten Schließfunktionen so dar, daß bei in
Ruhestellung befindlichen Antriebsgliedern die Funktion ZE,
bei aktivierten ersten Antriebsglied und in Ruhestellung be
findlichen zweiten Antriebsglied die Funktion Kindersicherung
mit entriegeltem Türaußengriff, bei aktiviertem zweiten An
triebsglied und in Ruhestellung befindlichem ersten Antriebs
glied die Funktion ZV mit der Möglichkeit einer Türöffnung
von innen, bei zunächst aktiviertem ersten Antriebsglied und
nachfolgend aktiviertem zweiten Antriebsglied die Funktion
Kindersicherung und ZV mit der Möglichkeit einer Entriegelung
des Türaußengriffes durch Betätigen des Türinnengriffes und
bei zunächst aktiviertem zweiten Antriebsglied und nachfol
gend aktiviertem ersten Antriebsglied die Funktion ZS einge
stellt ist.
Ferner ist es denkbar, daß der Schalthebel in einer Schalt
stellung eine Entriegelungsmöglichkeit des Türaußengriffes mit
Hilfe des Türinnengriffes unterbricht oder blockiert. Eine
derartige Ausbildung ist in Kombination mit einer durch das
Schaltelement in seiner ersten Schaltstellung gezielt herge
stellten Möglichkeit zum Entriegeln des Türaußengriffes mit
Hilfe des Türinnengriffes oder auch bei einem Zentralverrie
gelungsantrieb vorstellbar, bei welchem immer dann eine der
artige Möglichkeit besteht, wenn sich das Schaltelement nicht
in einer bestimmten Schaltstellung befindet.
Vorzugsweise sind an dem Schaltelement und an den Antriebs
gliedern jeweils zusammenwirkende Nockenelemente vorgesehen,
die bei Auslösen des ersten Antriebsgliedes eine Verlagerung
des Schaltelements in eine erste Zwischenstellung und an
schließendem Auslösen des zweiten Antriebsgliedes das Schalt
element weiter in die erste Schaltstellung und bei anfängli
chem Auslösen des zweiten Antriebsgliedes eine Verlagerung
des Schaltelements in eine zweite Zwischenstellung und an
schließendem Auslösen des ersten Antriebsgliedes eine Verla
gerung in eine von der ersten Schaltstellung abweichende End
stellung oder zweite Schaltstellung bewirken.
Eine derartige Lösung der Betätigung des Schaltelements durch
die Antriebsglieder, bei welcher die an dem Schaltelement
vorgesehenen Nockenelemente beispielsweise schräg in Bezug
auf die Bewegungsrichtung der Nockenelemente an den An
triebsgliedern ausgerichtete Anlaufflächen aufweisen, erlaubt
eine einfache mechanische Mitnahme des Schaltelements in die
gewünschte Schaltstellung durch Anfahren der Endstellungen
der Antriebsglieder.
Vorzugsweise erfolgt die Rückstellung des Schaltelements in
Richtung seiner Neutralstellung mit Hilfe einer Rückstellfe
der, alternativ ist z. B. auch eine mechanische Mitnahme in
die Neutralstellung durch Rückstellen der Antriebsglieder in
ihre Ruhestellung denkbar.
Der erfindungsgemäße Zentralverriegelungsantrieb kann grund
sätzlich auf die verschiedensten Arten von Antriebsgliedern
zurückgreifen, wie z. B. Motore oder Elektromagnete. So kön
nen die Antriebsglieder in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung elektrische Antriebsmotore aufweist aufweisen,
die jeweils zwischen zwei Anschlägen verfahrbar sind, welche
die Ruhestellung bzw. die aktivierte Stellung des jeweiligen
Antriebsgliedes darstellen. Elektrische Antriebsmotore bauen
sehr kompakt, haben nur eine relativ kleine Leistungsaufnahme
und arbeiten sehr geräuscharm, wobei die Erfassung der An
schlagstellungen zum Abschalten des Antriebsmotors durch eine
Erfassung der Stromaufnahme erfolgen kann. Vorzugsweise trei
ben die Antriebsmotore Spindeln an, die mit Stellmuttern in
Eingriff stehen, an welchen die Nockenelemente angeordnet
sind.
Um den Schalthebel zwischen seinen verschiedenen Stellungen
exakt zu führen, kann dieser schwenkbar gelagert sein, wobei
allerdings auch beispielsweise eine lineare Führung vorstell
bar ist.
Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schrägansicht eines
Zentralverriegelungsantriebes;
Fig. 2 eine Schrägansicht des Schaltelements
des Zentralverriegelungsantriebes gemäß
Fig. 1;
Fig. 3 bis 7 schematische Darstellungen des Zentral
verriegelungsantriebes gemäß Fig. 1 in
verschiedenen Funktionsstellungen.
Der in Fig. 1 dargestellte Zentralverriegelungsantrieb 10
verfügt über einen ersten Schalthebel 12, mit Hilfe dessen
die Verbindung zwischen einem Türinnengriff (nicht gezeigt)
und einem Türschloß (ebenfalls nicht gezeigt) blockierbar
oder unterbrechbar ist, und über einen zweiten Schalthebel
14, der in entsprechender Weise auf die Verbindung zwischen
einem Türaußengriff (nicht dargestellt) und dem Türschloß
wirkt. Die beiden Schalthebel 12, 14 sind um eine gemeinsame
Drehachse 16 schwenkbar gelagert.
Der erste Schalthebel 12 steht mit einer ersten Stellmutter
18 in Verbindung, die mit dem Außengewinde einer ersten Ge
windespindel 20 in Eingriff steht, die durch einen ersten
elektrischen Antriebsmotor (nicht dargestellt) antreibbar
ist.
Der zweite Schwenkhebel 14 steht mit einer zweiten Stellmut
ter 22 in Verbindung, die mit dem Außengewinde einer zweiten
Gewindespindel 24 in Eingriff steht, welche wiederum durch
einen zweiten Elektromotor (ebenfalls nicht dargestellt) an
treibbar ist.
Mit Hilfe der elektrischen Antriebsmotore sind die beiden
Stellmuttern 18, 22 zwischen zwei Anschlägen verfahrbar, wel
che die Ruhestellung bzw. die aktivierte Stellung der jewei
ligen Antriebsglieder definieren.
Neben den beiden Stellmuttern 18, 22 verfügt der Zentralver
riegelungsantrieb 10 über ein Schaltelement 26, das um eine
Schwenkachse 28 schwenkbar gelagert ist. Um nach einer er
folgten Auslenkung eine Rückstellung des Schaltelements 26 zu
bewirken, ist eine Rückstellfeder vorgesehen, die als Blatt
feder ausgebildet ist und an der Schwenkachse 28 festgelegt
ist.
Der Zentralverriegelungsantrieb verfügt ferner über eine
nicht dargestellte Einrichtung, mit Hilfe derer eine Entrie
gelung des Türaußengriffes durch Betätigen des Türinnengrif
fes im allgemeinen möglich sein soll, wobei auf diese Funk
tion später noch genauer eingegangen wird.
In Fig. 2 ist eine Schrägansicht des Schalthebels 26 auf die
den Stellmuttern 18, 22 zugewandte Seite gezeigt. Neben der
Schwenkachse 28 ist ein erster Steuernocken 32 mit zwei
schrägen Anlaufflächen 34, 36, der mit einem ersten Betäti
gungsnocken 38 (siehe Fig. 3-7) an der ersten Stellmutter
18 zusammenwirkt, und ein zweiter Steuernocken 40 erkennbar,
der ebenfalls über zwei Schrägflächen 42, 44 verfügt und mit
einem zweiten Betätigungsnocken 46 an der zweiten Stellmutter
22 zusammenwirkt. Ferner ist an dem Schaltelement 26 in unge
fähr mittiger Lage ein Blockiernocken 48 vorgesehen, auf den
später noch näher eingegangen wird.
In Fig. 3-7 ist das Zusammenwirken der Nockenelemente, näm
lich der Betätigungsnocken 38, 46 mit den Steuernocken 32, 40
veranschaulicht. Zu diesem Zweck sind nur die Stellmuttern
18, 22 und das Schaltelement 26 dargestellt. Bei der in Fig.
3 dargestellten Lage der Stellmuttern 18, 22 befindet sich
die Zentralverriegelung in der Stellung zentralentriegelt
(ZE), in welcher das Türschloß sowohl durch den Türinnengriff
als auch durch den Türaußengriff betätigbar ist. Das Schalt
element 26 befindet sich in seiner Neutralstellung.
Wird von der in Fig. 3 dargestellten Position ausgehend die
zweite Stellmutter 22, die auf den Schalthebel für den Türau
ßengriff wirkt, in ihre Verriegelungsstellung bewegt, in
welcher die Verbindung des Türaußengriffes mit dem Türschloß
unterbrochen oder blockiert ist, was der Stellung zentralver
riegelt (ZV) entspricht, trifft der zweite Betätigungsnocken
46 während der Stellbewegung auf die obere schräge Anlauf
fläche 42 des zweiten Steuernockens 40 und verschwenkt da
durch das Schaltelement 26 gegen eine sich aufbauende Rück
stellkraft der Rückstellfeder 30 nach unten im Sinne der Dar
stellung. Durch die Schwenkbewegung des Schaltelements 26
schwenkt die obere schräge Anlauffläche 34 des ersten Steuer
nockens in die Bewegungsbahn des ersten Betätigungsnockens 38
an der ersten Stellmutter 18, so daß bei nachfolgendem Betä
tigen der ersten Stellmutter das Schaltelement 26 weiter nach
unten verschwenkt wird, bis der Blockiernocken 48 in die Be
wegungsbahn der zweiten Stellmutter 22 einschwenkt. Damit ist
eine Aufhebung der Verriegelungsstellung des Türaußengriffes
nicht mehr möglich, da der zweite Schalthebel 14 in seiner
verriegelten Stellung blockiert ist und beim Betätigen des
Türinnengriffes entsprechend der Entriegelungsmechanismus
blockiert ist.
Statt einer Blockade durch den Blockiernocken 48 ist auch ei
ne Freischaltung denkbar, d. h. eine Unterbrechung des Ent
riegelungsmechanismus zwischen dem Türinnengriff und dem
zweiten Schalthebel 14. Die in Fig. 5 dargestellte Position
der Stellmuttern 18, 22 und des Schaltelements 26 entspricht
daher der Funktionsstellung Zentralsichern (ZS) der Zentral
verriegelung, die als Diebstahlschutz das Öffnen einer Fahr
zeugtür auch bei eingeschlagenen Seitenscheiben vereitelt.
Sobald die beiden Stellmuttern 18, 22 in ihre Ausgangsstel
lung zurückbewegt werden, schwenkt das Schaltelement 26 unter
der Wirkung der Rückstellfeder 30 in seine neutrale Ruhestel
lung zurück, und der in Fig. 3 dargestellte Ursprungszustand
ZE ist wieder erreicht.
Wird von diesem Zustand ausgehend zunächst die erste Stell
mutter 18 durch entsprechendes Betätigen ihres Antriebsmotors
aus der Ruhestellung in ihre aktivierte Stellung verlagert,
trifft der erste Betätigungsnocken 38 nicht auf die obere
Schrägfläche 34, sondern auf die untere Schrägfläche 36 des
ersten Steuernockens 32. Dadurch wird ein Verschwenken des
Schaltelements 26 nach oben im Sinne der Darstellung bewirkt,
so daß die obere schräge Anlauffläche 42 des zweiten Steuer
nockens 40 aus der Bewegungsbahn des zweiten Betätigungs
nockens 46 geschwenkt wird. In der in Fig. 6 gezeigten Stellung
des Zentralverriegelungsantriebes ist die Verbindung des Tür
innengriffes zum Türschloß bei fortbestehender Verbindung zum
Türaußengriff unterbrochen, d. h. die Kindersicherung ist im
Zustand ZE der Zentralverriegelung aktiviert.
Wird nunmehr die zweite Stellmutter 22 in ihre aktivierte
Stellung verfahren, läuft der zweite Betätigungsnocken 46 ge
gen die untere schräge Anlauffläche 44 des zweiten Steuer
nockens 40 und verlagert das Schaltelement 26 um ein weiteres
Stück nach oben, wobei der Blockiernocken 48 die Stellmuttern
18, 22 nicht behindert. In dieser Stellung ist ein Öffnen der
Tür weder durch Betätigen des Türaußengriffes noch durch Be
tätigen des Türinnengriffes möglich, d. h. die Kindersiche
rung ist in der Stellung ZV der Zentralverriegelung aktiv.
Durch Betätigen des Türinnengriffes ist jedoch eine Rückver
lagerung der zweiten Stellmutter 22 in ihre Ruhestellung mög
lich, so daß die Verriegelung des Türaußengriffes durch Betä
tigen des Türinnengriffes aufhebbar ist. Dies ist aus Sicher
heitsaspekten sehr wünschenswert, um bei Unfällen den Zugang
zur Rücksitzbank eines Fahrzeuges zu erleichtern.
Statt einer Blockade der Verriegelung des Türaußengriffes in
der Stellung ZS ist es auch denkbar, den Blockiernocken 48
wegzulassen und die Entriegelungsmöglichkeit des Türaußen
griffes durch Betätigen des Türinnengriffes nur in der in
Fig. 7 dargestellten Position des Zentralverriegelungsantrie
bes durch eine entsprechende Schaltwirkung des Schaltelements
26 herzustellen.
Ferner ist es denkbar, statt eines verschwenkbar angeordneten
Schaltelements 26 dieses linear zu führen oder um seine
Längsachse drehbar zu lagern. Statt der als Stellmuttern aus
gebildeten Trägerelemente der Betätigungsnocken 38, 46 können
auch rotatorisch angetriebene Elemente vorgesehen sein, die
beispielsweise über eine Welle und Hohlwelle auf radiale
Zapfen zum Unterbrechen der Verbindung zwischen dem Türaußen
griff bzw. dem Türinnengriff und dem Türschloß wirken.
Die Betätigung der Schalthebel 12, 14 und der Betätigungs
nocken 38, 46 kann grundsätzlich auch über Linearmotoren, Elek
tromagnete oder sonstige Antriebselemente erfolgen.
Claims (10)
1. Zentralverriegelungsantrieb zur Ansteuerung verschiedener
Schließfunktionen eines Türschlosses, insbesondere bei
Kraftfahrzeugen, mit zwei Antriebsgliedern (18, 20, 22,
24), die jeweils zwischen einer Ruhestellung und einer
aktivierten Stellung verstellbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Schaltelement (26) vorgesehen ist, das
zwischen einer Neutralstellung, welche es dann einnimmt,
wenn die beiden Antriebsglieder (18, 20, 22, 24) ihre Ru
hestellung einnehmen, und wenigstens einer Schaltstellung
beweglich ist, wobei das Erreichen einer bestimmten
Schaltstellung des Schaltelements (26) von der Reihen
folge der Aktivierung der beiden Antriebsglieder (18, 20,
22, 24) abhängig ist.
2. Zentralverriegelungsantrieb nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein erstes Antriebsglied (18, 20) in
seiner aktivierten Stellung die Verbindung zwischen einem
Türinnengriff und dem Türschloß und das zweite Antriebs
glied (22, 24) in seiner aktivierten Stellung die Verbin
dung zwischen einem Türaußengriff und dem Türschloß
blockiert oder unterbricht.
3. Zentralverriegelungsantrieb nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Schaltelement (26) durch Betätigen
des ersten Antriebsgliedes (18, 20) und nachfolgendes Be
tätigen des zweiten Antriebsgliedes (22, 24) in eine er
ste Schaltstellung bewegbar ist, in welcher durch Betäti
gen des Türinnengriffes eine Entriegelung des Türaußen
griffes ermöglicht ist.
4. Zentralverriegelungsantrieb nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schaltelement
(26) und an den Antriebsgliedern (18, 22) jeweils zusam
menwirkende Nockenelemente (32, 38, 40, 46) vorgesehen
sind, die bei Auslösen des ersten Antriebsgliedes (18)
eine Verlagerung des Schaltelements (26) in eine erste
Zwischenstellung und anschließendem Auslösen des zweiten
Antriebsgliedes (22) das Schaltelement (26) weiter in die
erste Schaltstellung und bei anfänglichem Auslösen des
zweiten Antriebsgliedes (22) eine Verlagerung des Schalt
elements (26) in eine zweite Zwischenstellung und an
schließendem Auslösen des ersten Antriebsgliedes (18)
eine Verlagerung in eine von der ersten Schaltstellung
abweichende Endstellung oder zweite Schaltstellung bewir
ken.
5. Zentralverriegelungsantrieb nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die an dem Schaltelement (26) vorgese
henen Nockenelemente (32, 40) schräg in Bezug auf die Be
wegungsrichtung der Nockenelemente (38, 46) an den An
triebsgliedern (18, 22) ausgerichtete Anlaufflächen (34,
36, 42, 44) aufweisen.
6. Zentralverriegelungsantrieb nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement
(26) in einer Schaltstellung eine Entriegelungsmöglich
keit des Türaußengriffes mit Hilfe des Türinnengriffes
unterbricht oder blockiert.
7. Zentralverriegelungsantrieb nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückstellfe
der (30) vorgesehen ist, die das Schaltelement (26) in
Richtung seiner Neutralstellung zurückstellt.
8. Zentralverriegelungsantrieb nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsglie
der (18, 22) elektrische Antriebsmotoren aufweisen, die
jeweils zwischen zwei Anschlägen verfahrbar sind, welche
die Ruhestellung bzw. die aktivierte Stellung des jewei
ligen Antriebsgliedes darstellen.
9. Zentralverriegelungsantrieb nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Antriebsmotoren Spindeln (20, 24)
antreiben, die mit Stellmuttern (18, 22) in Eingriff ste
hen, an welchen die Nockenelemente (38, 46) angeordnet
sind.
10. Zentralverriegelungsantrieb nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement
(26) schwenkbar gelagert ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19956674A DE19956674B4 (de) | 1999-11-25 | 1999-11-25 | Zentralverriegelungsantrieb |
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