DE19955102A1 - Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren oder Insekten - Google Patents
Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren oder InsektenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insekten, mit mindestens einem Schallgenerator zum Abstrahlen von Wirbeltiere und/oder Insekten vertreibenden Schallereignissen und mit einem Mittel zum Erfassen und Bewerten von Umgebungsgeräuschen und zum Aktivieren des Schallgenerators in Abhängigkeit vom Bewertungsergebnis.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder
Insekten mit zumindest einem Schallgenerator zum Abstrahlen von die Wirbeltiere und
Insekten vertreibenden Schallereignissen.
Bekannt ist eine Vorrichtung mit einem Schallgenerator zur Erzeugung von Ultraschall zur
Abwehr von Stechmücken. Diese Vorrichtung arbeitet kontinuierlich und orientiert sich nicht
an der tatsächlichen Präsenz von Insekten. Da Ultraschallgeräte außer vom menschlichen
Gehirn nicht wahrnehmbaren Frequenzen aufgrund ihrer einfachen Konstruktion auch tiefere
Frequenzen, die sehr wohl hörbar sind, erzeugen, werden derartige kontinuierliche arbeitende
Vorrichtungen im Schlafzimmer, insbesondere in Schlafzimmer von Kleinkindern, die höhere
Töne als Erwachsene wahrnehmen, als lästig empfunden.
Zur Abwehr von Wirbeltieren stehen bislang nur konventionelle Mittel zur Verfügung, insbe
sondere in Gestalt von Einzäunungen, durch die beispielsweise landwirtschaftliche Anbauflä
chen geschützt werden sollen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine äußerst kostenintensive
Maßnahme, die darüber hinaus den Erntevorgang behindert und häufig aufgrund von Vor
schriften nicht zulässig ist. Ähnliches gilt für Schonungen und Aufforstungsflächen. In
Gebirgswäldern ist der Bau von Wildschutzzäunen extrem aufwendig. Wildverbiß stellt für
die Forstwirtschaft einen hohen Schadensfaktor und in Schutzwäldern sogar ein nicht uner
hebliches Gefahrenpotential dar. Einer Bejagung stehen oft Jagdrechte und Schonzeiten ent
gegen. Außerdem werden Zäune zur Verhinderung eines Wildwechsels über Straßen und
Autobahnen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine kostenintensive Maßnahme.
Angesichts dieses Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vor
richtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insekten zu schaffen, die kostengünstig und
wirksam ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Kern der Erfindung ist demnach ein Mittel zur gezielten Aktivierung des Schallgenerators der
in Rede stehenden Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insekten. Zur
Bewertung gelangt dabei Umgebungsgeräusch, welches in dem Mittel bewertet wird, wobei in
Abhängigkeit vom Bewertungsergebnis der Schallgenerator der Vorrichtung zur Abwehr der
Wirbeltiere und/oder Insekten aktiviert wird.
Dieses allgemeine Prinzip der Erfindung kann in unterschiedlicher Weise konkret verkörpert
sein. In jedem Fall ist Ausgang der Bewertung durch das hierfür vorgesehene Mittel zum
einen ein vorgegebenes Geräuschmuster und zum anderen das aktuell erfasste Geräusch
(Umgebungsgeräusch), welches mit dem vorgegebenen Geräuschmuster zur Bewertung, ob
Abwehrschall erzeugt werden soll, verglichen wird.
Gemäß einer bevorzugten Verkörperung des erfindungsgemäßen Prinzips ist vorgesehen, daß
das vorgegebene Geräuschmuster von den Wirbeltieren und/oder Insekten erzeugtes Geräusch
charakterisiert, wobei Übereinstimmung dieses Geräusches mit dem vorgegebenen
Geräuschmuster zur Aktivierung des Schallgenerators führt. Mit anderen Worten werden in
diesem Fall Wirbeltiere und/oder Insekten vertreibende Schallereignisse durch Anwesenheit
dieser Wirbeltiere und/oder Insekten selbst ausgelöst.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Verkörperung des erfindungsgemäßen Prinzips ist
vorgesehen, daß das Geräuschmuster von vor Wirbeltieren und/oder Insekten zu schützenden
Objekten bzw. Subjekten erzeugtes Geräusch charakterisiert, wobei Übereinstimmung dieses
Geräusches mit dem vorgegebenen Geräuschmuster zur Aktivierung des Schallgenerators
führt. In diesem Fall lösen die vor Wirbeltieren und/oder Insekten zu schützenden Objekte
bzw. Subjekte selbst die Schallereignisse zum Vertreiben von Wirbeltieren und/oder Insekten
aus. Konkret anwendbar ist diese Verkörperung des erfindungsgemäßen Prinzips zum Schutz
von Fahrzeugen und deren Insassen vor Wildwechsel; wie nachfolgend im einzelnen erläutert.
Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Verkörperung des erfindungsgemäßen Prinzips lösen
die zu vertreibenden Wirbeltiere und/oder Insekten das diese vertreibende Schallereignis
indirekt aus, wobei in diesem Fall vorgesehen ist, daß das Geräuschmuster nicht von den
Wirbeltieren und/oder Insekten erzeugtes Geräusch, sondern Hintergrundgeräusch
charakterisiert, wobei die Übereinstimmung des erfassten Geräuschs mit dem vorgegebenen
Geräuschmuster nicht zur Aktivierung des Schallgenerators führt, während
Nichtübereinstimmung und damit angenommene Anwesenheit von Wirbeltieren und/oder
Insekten zur Aktivierung des Schallgenerators führt.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung erübrigen sich zum einen aufwendige
Abwehrmaßnahmen, wie etwa Zäune zur Vermeidung von Wildbiß oder Wildwechsel,
während andererseits ohne Beeinträchtigung der Umgebung Insekten gezielt vertrieben
werden können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit an sich bekannten elektronischen Mitteln bzw.
Schaltungen kostengünstig sowie bei kompaktem Aufbau realisiert werden und sie zeichnet
sich durch einen geringen Strombedarf aus, der gegebenenfalls über Solarzellenpanele und
Ladestromregler bereitgestellt werden kann. Im Vergleich zu Zäunen, wie etwa
Wildschutzzäunen, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung erheblich kostengünstiger und
leichter installierbar.
Vorteilhafterweise ist das Geräuschmuster, auf welchem die selektive Aktivierbarkeit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung basiert, in einem Speicher in digitaler Form abgelegt und das
Bewertungsmittel weist einen Mikroprozessor auf, der das bzw. die Geräuschmuster mit
digitalisierten erfaßten Umgebungsgeräuschen vergleicht und bei Übereinstimmung ein
Signal zur Aktivierung des Schallgenerators erzeugt.
Der Erfassungsteil des in Rede stehenden Mittels zum Erfassen, Bewerten und Aktivieren
umfaßt beispielsweise zumindest ein Mikrophon zur Erfassung der Umgebungsgeräusche,
dem ein Analog/Digital-Wandler nachgeschaltet ist, um die Umgebungsgeräusche mit
gespeicherten digitalen Geräuschmustern vergleichen zu können. Soweit vorliegend von
Mikrophon die Rede ist, umfasst dies auch die diesem unmittelbar nachgeschaltete analoge
Verstärkerschaltung.
Zur Abwehr von Insekten ist der Schallgenerator zur Abgabe von Ultraschall ausgelegt, wäh
rend er niederfrequenten Schall erzeugt, um Wirbeltiere abzuwehren. Charakteristischerweise
liegt die obere Hörschwelle der in Frage kommenden Wirbeltiere, wie etwa Rind, Schaf,
Pferd, Hund, Kaninchen, Schwein, Katze, Reh, Ratte, Maus, Fledermaus, typischerweise zwi
schen 38 kHz und 175 kHz, während die obere Hörschwelle von Insekten variiert und im
Falle von nachtaktiven Gattungen bis zu 240 kHz reicht. Im Vergleich hierzu liegt die obere
Hörschwelle des Menschen altersabhängig zwischen 5 kHz im Greisenalter und etwa 20 kHz
bei Kindern und Jugendlichen.
Vorteilhafterweise können auch Mittel zur Erfassung und Meldung von Betriebsstörungen
vorgesehen sein. Ferner können Mittel zur Fernaktivierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingesetzt werden.
Die Erfindung schafft außerdem eine Anlage zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insekten,
die mehrere Vorrichtungen der erfindungsgemäßen Art umfaßt, die zu der in Rede stehenden
Abwehr miteinander vernetzt und zentral gesteuert sind. In diesem Zusammenhang kann die
Anlage auch Teile einer Überwachungsanlage bzw. Alarmanlage bilden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert; es zei
gen:
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren
und/oder Insekten, und
Fig. 2 in Diagrammform schematisch das Auftreten von zwei unterschiedlichen Umge
bungsgeräuschen sowie deren Erfassung und Bewertung sowie die hierdurch ausgelöste
Aktion.
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt die Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insek
ten ein Mikrophon 1, gegebenenfalls mit integriertem Mikrophonverstärker. Dem Mikrophon
1 ist ein D/A-Wandler 2 nachgeschaltet, um das Mikrophonsignal in einem Mikroprozessor 3
verarbeiten zu können, welcher dem D/A-Wandler 2 nachgeschaltet ist. Der Mikroprozessor 3
umfaßt einen Speicher, in welchem ein Geräuschmuster bzw. mehrere Geräuschmuster abge
legt bzw. abgespeichert ist bzw. sind. Der Mikroprozessor 3 umfaßt einen Schaltkreis zum
Vergleichen des abgelegten Geräuschmusters mit dem digitalisierten Umgebungsgeräusch,
welches vom Mikrophon 1 erfaßt wird, sowie einen Schaltkreis zum Bewerten dieses
Vergleichsergebnisses. Im Fall einer Übereinstimmung des abgespeicherten Geräuschmusters
mit dem Umgebungsgeräusch wird durch den Mikroprozessor 3 ein Ausgangssignal
bereitgestellt, um einen Schallgenerator 5, 6 über eine Treiberschaltung 4 zu aktivieren.
Alternativ führt die Übereinstimmung nicht zu einer Aktivierung des Schallgenerators 5, 6.
Aktivierung bzw. Nichtaktivierung des Schallgenerators 5, 6 ist vorstehend allgemein und
nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Der Schallgenerator 5, 6 umfaßt bei
der dargestellten Ausführungsform sowohl einen Ultraschallerzeuger 5 wie einen
Niedrigfrequenzerzeuger 6 und entsprechende, an sich bekannte Schallwandler zur
Abstrahlung dieser Schallereignisse.
Der Vergleich zwischen dem abgelegten Gebrauchsmuster und dem digitalisierten
Umgebungsgeräusch im Mikroprozessor 3 kann beispielsweise, wie vorstehend bereits
erläutert, so erfolgen, daß als Geräuschmuster ein derartiges Schallereignis im Speicher des
Mikroprozessors 3 abgelegt ist, das gewissermaßen komplementär zu den von zu
vertreibenden Wirbeltieren und Insekten erzeugten Geräuschen ist, d. h. solche
Schallereignisse können als Vergleichsgeräuschmuster abgelegt sein, die tolerierbar sind und
auf Abwesenheit der abzuwehrenden Tiere hinweisen. Entsprechend tolerierbare Geräusche
sind beispielsweise Hintergrundgeräusche, wie etwa Straßenlärm, Eisenbahnverkehr,
Flugzeuggeräusche, der Schall von Kirchenglocken und dergleichen. Das heißt, wenn den
abgespeicherten Geräuschmustern entsprechende Geräusche über das Mikrophon 1 erfaßt
werden (Übereinstimmung), wird der Schallgenerator 6 nicht ausgelöst, während
Nichtübereinstimmung ( = abzuwehrende Wirbeltiere bzw. Insekten sind anwesend) zur
Auslösung des Schallgenerators führt. In jedem Fall erfolgt Schallerzeugung ausschließlich
im Bedarfsfall, was dem Langzeitbetrieb der Vorrichtung und Lebensdauer der die Energie
bereitstellenden Batterien zugute kommt und einen Gewöhnungseffekt bei den Tieren durch
Dauerbeschallung wie beim Stand der Technik verhindert.
Mit der Bezugsziffer 8 ist eine manuelle Schalteinrichtung bezeichnet, die zur Aktivierung der
Vorrichtung mit dem Mikroprozessor 3 verbunden ist.
Mit der Bezugsziffer 7 ist ein Störungsmelder bezeichnet, der ebenfalls mit dem Mikroprozes
sor 3 verbunden ist, und unter Angabe der Position oder Störungsmeldungen, wie etwa Span
nungsabfall und dergleichen, über eine Datenleitung an eine Zentrale 10, 11 meldet. Dies ist
im Fall eines Einsatzes der Vorrichtung in großen Arialen bzw. in einer Anlage sinnvoll, die
eine Vielzahl von in Rede stehenden Vorrichtungen enthält. Über eine Schnittstelle läßt sich
an die Zentrale 10, 11 ein Monitor 12 anschließen, der gegebenenfalls die zu schützenden
Ariale bzw. Orte sowie die Positionen der Vorrichtungen anzeigt.
Mit der Bezugsziffer 9 ist ein Telemetriesender bzw. eine Fernbedienung zum
Ein/Ausschalten der Vorrichtung bezeichnet.
Die Funktion der Vorrichtung zur gezielten Auslösung akustischer Abwehrmaßnahmen wird
nunmehr anhand von Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 für den Fall näher erläutert, daß als
Schallabgabe erzeugendes Geräuschmuster Fahrzeug-Fahrgeräusch abgespeichert ist.
Der mit E 1-a bezeichnete Frequenzgang zeigt den typischen Frequenzgang eines
tolerierbaren Hintergrundgeräusches, welches bei Vergleich mit dem im Speicher des
Mikroprozessors abgelegten Geräuschmuster, weil das Umgebungsgeräusch E 1-a
unspezifisch ist, nicht zur Abgabe eines Signals S zur Betätigung des Schallgenerators führt.
Wenn hingegen ein durch E 1-b beispielhaft dargestelltes Umgebungsgeräusch durch das
Mikrophon erfaßt wird, nämlich beim dargestellten Beispiel das Fahrgeräusch eines
Fahrzeugs auf einer Straße, erkennt der Mikroprozessor Koinzidenz mit einem
abgespeicherten Fahrzeug-Geräuschmuster, was zur Abgabe eines Signals S zur Ansteuerung
des Schallgenerators zur Abgabe von Wirbeltieren vertreibenden Schallereignissen führt.
Dieser beispielhafte Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung dient zur Vermeidung von
Wildschadenunfällen.
Alternativ kann der anhand von Fig. 2 erläuterte Ablauf auch wie folgt sein.
Der Frequenzgang E 1-a stellt ein typisches Umweltgeräusch bzw. Hintergrundgeräusch dar,
welches im Speicher des Mikroprozessors als Vergleichsgeräuschmuster abgelegt ist, wobei
der Mikroprozessor in diesem Fall so ausgelegt ist, daß er bei Übereinstimmung von
Umweltgeräuschen und Geräuschmustern kein Ansteuerungssignal S für den Schallgenerator
ausgibt. In diesem Fall fällt das Geräusch des fahrenden Fahrzeugs E 1-b nicht unter das im
Speicher des Mikroprozessors abgelegte Geräuschmuster, so daß der Mikroprozessor bei
Erkennung von Nichtübereinstimmung zur Abgabe eines Ansteuerungssignals S veranlaßt
wird.
Im folgenden ist eine bevorzugte Variante der Erfindung zur Verhinderung von Wildwechsel
an Straßen bzw. zur Vermeidung von Wildschadenunfällen erläutert. In diesem Fall ist ein
gefährdeter Straßenabschnitt mit einer Reihe von erfindungsgemäßen Vorrichtungen bestückt.
Die Abstände der einzelnen Vorrichtungen werden durch ihre wirksame Ultraschallsignal-
Reichweite bestimmt.
Bei dem mit der Bezugsziffer 8 in Fig. 1 bezeichneten Teil handelt es sich in diesem Fall
nicht um einen manuell betätigbaren Schalter, sondern um einen Empfänger.
Die erste Vorrichtung der Reihe von Vorrichtungen registriert über ihr Mikrophon 1 das
Geräusch eines näherkommenden Fahrzeugs und gibt es über den D/A-Wandler 2 an den Pro
zessor 3 weiter. In diesem Anwendungsfall werden alle anderen Umgebungsgeräusche unter
drückt. Der Mikroprozessor 3 reagiert lediglich auf Fahrzeuggeräusche und aktiviert den
Schallgenerator 5, 6. Gleichzeitig werden die nachfolgenden Vorrichtungen über deren Tele
metriesender 7 aktiviert, die ein Telemetriesignal über ihre Empfänger 8 erhalten.
Durch eine Abfolge von Telemetriesignalen zwischen den einzelnen Vorrichtungen kann
damit ein längerer Streckenabschnitt von Bildwechsel freigehalten werden, und zwar immer
gezielt jeweils nur dann, wenn sich konkret ein Fahrzeug nähert. In Phasen ohne
Straßenverkehr ist hingegen die Strecke für Wildwechsel grundsätzlich frei.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Abwehr von Wirbeltieren und/oder Insekten, mit mindestens einem
Schallgenerator zum Abstrahlen von Wirbeltiere und/oder Insekten vertreibenden
Schallereignissen und mit einem Mittel zum Erfassen und Bewerten von
Umgebungsgeräuschen und zum Aktivieren des Schallgenerators in Abhängigkeit
vom Bewertungsergebnis.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung auf
einem Vergleich der erfassten Umgebungsgeräusche mit zumindest einem
vorgegebenen Geräuschmuster basiert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgegebene
Geräuschmuster von den Wirbeltieren und/oder Insekten erzeugtes Geräusch
charakterisiert, wobei Übereinstimmung dieses Geräusches mit dem vorgegebenen
Geräuschmuster zur Aktivierung des Schallgenerators führt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgegebene
Geräuschmuster von schützenswerten Objekten bzw. Subjekten erzeugtes Geräusch
charakterisiert, wobei Übereinstimmung dieses Geräusches mit dem vorgegebenen
Geräuschmuster zur Aktivierung des Schallgenerators führt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgegebene
Geräuschmuster nicht von den Wirbeltieren und/oder Insekten erzeugtes Geräusch
(Hintergrundgeräusch) charakterisiert, wobei die Übereinstimmung dieses
Geräuschs mit dem vorgegebenen Geräuschmuster nicht zur Aktivierung des
Schallgenerators führt, während Nichtübereinstimmung zur Aktivierung des
Schallgenerators führt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Geräuschmuster in einem Speicher in digitaler Form abgelegt ist, und die Mittel
einen Mikroprozessor aufweisen, der das Geräuschmuster mit digitalisierten
erfassten Umgebungsgeräuschen vergleicht und bei Übereinstimmung ein Signal
zur Aktivierung des Schallgenerators erzeugt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel zumindest ein Mikrophon zur Erfassung der Umgebungsgeräusche
aufweisen, dem ein Analog/Digitalwandler nachgeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schallgenerator Ultraschall erzeugt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schallgenerator niederfrequenten Schall erzeugt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine netzunabhängige Stromversorgung aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Mittel zur Erfassung und Meldung von Betriebsstörungen aufweist.
12. Anlage zur Abwehr von Wirbeltier- und/oder Insekten-Schädlingen, dadurch
gekennzeichnet, daß sie mehrere Vorrichtungen gemäß Anspruch 1 bis 11 umfaßt,
die zur in Rede stehenden Abwehr miteinander vernetzt und zentral gesteuert sind.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie Teil einer Alarm
anlage bildet.
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| DE29820802U1 (de) | 1999-02-18 |
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