DE19953247A1 - Umformmaschine - Google Patents
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Abstract
Verfahren und Maschine zum Axial-Umformwalzen oder Prägen von Werkstücken, wobei auf je einer separaten oder einer gemeinsamen Achse zwei Rotore angebracht sind, die synchron angetrieben werden und deren Stirnflächen um einen Winkel alpha zueinander geneigt sind. An jedem Rotor sind eine gleiche Anzahl von ein oder mehreren Umformwerkzeugen angeordnet, die stirnseitig zusammenwirken. Der Arbeitshub entsteht durch die Neigung der rotierenden Stirnflächen zueinander.
Description
Das Umformen, Kalibrieren und Prägen einzelner Werkstücke wird in der Regel mit
Maschinen gemacht, auf denen die Werkzeuge und Gesenke eine hin- und hergehende
Bewegung machen. Solche Umform-Pressen sind wegen der Hubwege und der damit
verbundenen Bewegung, von im allgemeinen schweren Massen, in der Geschwindigkeit und
damit bei der Hubzahl je Minute begrenzt. Der Rückhub des Pressen- oder Gesenkstössels
bedeutet Leerlauf für die Maschine. Diese Zeit ist jedoch notwendig für den
Werkstückwechsel im Werkzeug.
Die Erfindung erfüllt nun die Forderung aus dem taktweisen einen kontinuierlichen
Arbeitsprozeß zu machen. Der hin- und hergehende Pressen-, Gesenkstössel wird durch
zwei synchron angetriebene Axial-Umformwalzen ersetzt. Im Gegensatz zu bekannten
Walzeinrichtungen, bei denen der Werkstoff oder das Werkstück mit dem Umfang der
Walzen umgeformt wird, erfolgt hierbei die Umformung an den Stirnseiten der Walzen. Die
beiden Axial-Umformwalzen sind jede für sich entweder auf separaten Achsen oder auf einer
gemeinsamen Achse gelagert und werden jede für sich synchron zueinander angetrieben,
wobei jedoch die Antriebsbewegung von einer gemeinsamen Quelle, beispielsweise von
einem Elektromotor, ausgehen kann.
Die beiden Axial-Umformwalzen sind leicht zueinander geneigt, so daß die beiden direkt
gegenüberliegenden Stirnseiten der Walzen sich an einem Punkt ihres Außendurchmessers
berühren und die diametral gegenüberliegende Stelle um etwas mehr als die Höhe des
Rohteiles das umzuformende Werkstück auseinanderklafft. Bei gleichsinniger, synchroner
Drehung der beiden Walzen gleichen Durchmessers bewegt sich, in der Seitenansicht
betrachtet, ein Punkt am Walzenumfang vom Ausgangspunkt, wo die Walzen am weitesten
auseinanderstehen, entlang einer sich keilförmig verjüngenden Bahn, nach einer Drehung
um 180°, bis zur Berührung mit dem entsprechenden Punkt am Umfang der
gegenüberliegenden Walze. Diese Schließbewegung, bei der zweiten Drehung um 180° ist
dies eine Öffnungsbewegung, entspricht dem Stösselhub einer Hubpresse.
Am Außenumfang der Axial-Umformwalzen sind jeweils genau gegenüberliegend mehrere
Werkzeuge am Umfang verteilt angeordnet, die sich bei Berührung der Walzen zu einem
geschlossenen Hohlraum, der der Form des Werkstückes entspricht, schließt. Abhängig vom
Durchmesser der Axial-Umformwalzen und der Größe der Werkstücke bzw. Werkzeuge
können mehr Werkzeuge angeordnet werden, so daß je Walzenumdrehung entsprechend
viele Werkstücke umgeformt werden. Zum Beispiel würden bei einer Walzendrehzahl von
500 Umdrehungen pro Minute und 6 Werkzeugen gleichmäßig am Umfang verteilt
3000 Werkstücke pro Minute umgeformt werden.
Die Zuführung der Rohteile und Abführung der Fertigteile kann ebenfalls kontinuierlich,
beispielsweise mittels sich drehender, scheibenförmiger Fördereinrichtungen, geschehen.
Die Zuführ- und Abführstellen in und aus den Umformwerkzeugen liegen vorteilhaft
symmetrisch ca. 20°-40° links und rechts von der Stelle, wo die Axial-Umformwalzen am
weitesten klaffen, sodaß sich in der Draufsicht gesehen ein etwa U-förmiger Durchlauf der
Werkstücke durch die engste Stelle der Walzen ergibt.
Die beiden Werkzeughälften bewegen sich nicht parallel gegeneinander, sondern führen
dabei scharnierartig eine leichte Kippbewegung während des Schließ- und
Öffnungsvorganges aus. Diese Kippbewegung, die maximal gleich dem Öffnungswinkel
zwischen den beiden Axial-Umformwalzen entspricht, muß bei der Formgestaltung der
Umfangs-Konturflächen im Werkzeug berücksichtigt werden. Preß- und Gesenkformen mit
nicht kreisförmigen und nicht zylindrischen bzw. geraden Flächen können berechnet und auf
NC-gesteuerten Maschinen hergestellt werden.
Es ist aber auch möglich, die Umformwerkzeuge kippbar auszuführen, so daß
Werkzeugformen, wie bei Hubpressen üblich, verwendet werden können. Mittels
Kugelpfannen als Werkzeuglagerungen kann eine sphärische Kippfreiheit ermöglicht
werden. Sehr oft genügt es, wenn beiden Werkzeughälften in tangentialer Richtung parallel
zueinander stehen. Dies kann mit einem Kippgelenk erreicht werden, wobei die Lage der
Werkzeughälften zwangsweise gesteuert werden kann.
Der Umformmaschine müssen einzelne Rohteile zugeführt werden, die aus umform
baren Werkstoffen bestehen. Die Umformbarkeit kann deutlich verbessert werden, wenn, wie
zum Beispiel bei Stahl, im Halbwarm- oder Warmbereich gearbeitet wird. Die am
Außenumfang der Axial-Umformwalzen angebrachten Werkzeuge lassen sich mit
geeigneten Maßnahmen wirkungsvoll kühlen.
Sinnvoll wird die erfindungsgemäße Umformmaschine für die Massenteilfertigung verwendet,
da die Produktivität sehr hoch ist. Auf der selben Maschine sollten vorteilhaft in den
Abmessungen ähnliche Teile verarbeitet werden, bei denen auch die Rohteile vergleichbar
hoch sind.
Die erfindungsgemäße Maschine ist in der Abb. 1-8 beschrieben.
Fig. 1 Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform mit einer
gemeinsamen Welle mit Abstützung der Druckkräfte auf der Welle,
Fig. 2 Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform mit einer
gemeinsamen Welle mit Abstützung der Axialkräfte am Gestell,
Fig. 3 Umformwerkzeug sphärisch gelagert,
Fig. 4 Umformwerkzeug in Tangentialrichtung pendelnd zwangsgeführt,
Fig. 5 Werkstückzu- und -abführung mit Einstoßer,
Fig. 6 Werkstückzuführung mittels Taschenscheibe,
Fig. 7 prinzipielle Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform mit
jeweils separat gelagerten Rotoren,
Fig. 8 prinzipielle Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform mit
jeweils separat gelagerten Rotoren.
Wie in Fig. 1 dargestellt besteht die Umformmaschine aus einer Achse 1, die in einem
Gestell 2 gelagert ist. Auf der Achse 1 sind zwei Rotore 3 drehbar gelagert, die über
Zahnräder 4 von einer gemeinsamen Ritzelwelle 5 in gleicher Drehrichtung synchron
angetrieben werden. Die Rotore 3 sind jeweils mittels Radiallager 6 und einem
besonders hoch belastbarem Axiallager 7, das sich axial über eine Mutter 8 auf der
Achse abstützt, drehbar gelagert. Die für beide Rotore 3 gemeinsame Achse 1 ist
genau symmetrisch um den Winkel α hälftig geknickt. Der Winkel α bestimmt sich
aus dem durch die Höhe der Rohteile vorgegebenem Öffnungsmaß H und dem
Teilkreisdurchmesser der Umformwerkzeuge 9. Die Achse 1 kann aus einem Stück
bestehen, oder in der Mitte zusammengeflanscht sein. Die Rotore 3 sind axial
gegeneinander so angestellt, dass sie an der durch die Schrägstellung um
bedingten engsten Stelle vollkommen aneinander anliegen. Die Mittellinien der
beiden Hälften der Umformwerkzeuge 9 bilden an dieser Stelle eine Linie. Die
Öffnungshöhe H verringert sich entlang einer halben Drehung der Rotore 3 auf den
Betrag 0 und die beiden Hohlräume der Umformwerkzeuge 9 schließen die Form der
Werkstücke nach dem Axial-Umformwalzvorgang ein.
Die Umformkräfte stützen sich als Kippkraft über die Radiallager und die Axialkraft
über die Muttern 8 symmetrisch auf der Achse 1 ab, so dass ein in sich vollkommen
geschlossener Kräftefluß entsteht. Während der Drehung der auf den Rotoren 3
befestigten Werkzeugträger 10 in die engste Stelle umschließen die beiden
Werkzeughälften 9 das Rohteil zunehmend, bis diese geschlossen sind und das
Rohteil die Werkzeugform vollkommen ausfüllt und damit die gewünschte
Werkstückform erhält. Für den in der Regel vorhandenen Materialüberschuß des
Rohteils muss im Umformwerkzeug ein Freiraum vorhanden sein, wo es hinfließen
kann.
Bevorzugte Anwendung findet das Axialumformwalzen bei ringförmigen Teilen, wo
der Materialüberschuß sich in Form einer schmalen Innenwulst ansammelt, die bei
der Weiterverarbeitung entfernt wird. Die Werkzeughälften 9 müssen nicht gleich und
beide auch keine Hohlräume, wie in der Fig. 1 dargestellt, sein. Eine Werkzeughälfte
kann also auch aus einer glatten Fläche bestehen oder auch erhaben sein.
Fig. 2 zeigt im Prinzip die gleiche Umformmaschine mit dem Unterschied, dass hier
die beim Umformprozeß auftretenden Axialkräfte am Maschinengestell über das
Axiallager 7 und den Stützring 35 abgestützt werden. Dies setzt ein sehr kräftig
dimensioniertes und an möglichst drei Seiten geschlossenes Gestell voraus, deren
Hälften 2 und 11 mit ausreichend bemessenen Schrauben und Zugankern
zusammengehalten werden. Bei sehr großen Axialkräften bekommt diese
Ausführung den Vorzug, da dass Mutterngewinde 8 in Fig. 1 nur eine begrenzte Kraft
aufnehmen kann.
In Fig. 2 ist auch gezeigt, dass zur Montage der Umformmaschine, in einer
Gestellhälfte, ein zur Ritzelwelle 5 achsparalleler Flansch 12 vorhanden sein muss.
Dargestellt ist in Fig. 2 ein für sehr hohe zu übertragende Drehmomente besonders
geeigneter zentrischer Schneckenradantrieb 13. Dieser ist hier wegen der
einfacheren Darstellung in der senkrechten Schnittebene gezeigt, er kann aber
vorteilhaft zu dieser Ebene geschwenkt sein.
Die in Fig. 1 und 2 beispielhaft dargestellten Umformwerkzeuge 9 sind fest mit den
Werkzeughaltern 10 verbunden. Das bedeutet, die Mittellinien der beiden
Werkzeughälften 9 machen während der Drehung von H zur engsten Stelle eine
räumliche Kippbewegung um den Winkel α zueinander. Das bedeutet, dass
während der halben Rotordrehung bis zum vollständigen Schließen der beiden
Werkzeughälften, an der engsten Steile, wo sich beide Rotore berühren, diese über
das Werkstück klappen und die in Drehrichtung vordere Hälfte des Werkstückes
fertigformen. Umgekehrt klappen beim Öffnen der beiden Werkzeughälften, während
der zweiten Hälfte der Rotordrehung, die Werkzeughälften auseinander und formen
die zweite Hälfte des Werkstückes fertig. Der Umformvorgang ist somit von einer
Walzbewegung überlagert. Um Partien am Werkstück die nahezu zylindrisch oder
parallel zur Werkzeugachse sind in die geforderte Form zu bringen, muss die
Werkzeugkontur korrigiert werden. Die am tiefsten über bzw. in das Werkstück
eintauchenden Werkzeugkanten bewegen sich der Klappbewegung folgend entlang
eines flachen Kreisbogens. Um eine Kollision zwischen angestrebter Werkstückform
und Werkzeug zu vermeiden müssen sich deshalb Hohlformen der
Umformwerkzeuge axial nach aussen leicht tulpenförmig erweitern. Diese
Formkorrektur ist unterschiedlich, je nachdem in welchem Abstand sie sich zur
Drehachse befindet.
Als Alternative dazu werden, wie in Fig. 3 dargestellt, die Werkzeugaufnahmen 14 als
Halbkugeln ausgeführt, die in Kugelpfannen in den Werkzeughaltern 10 allseitig
kippbar gelagert sind, wobei der Werkzeugmittelpunkt ortsfest ist. Die beiden
Werkzeugaufnahmen 14, 14a werden durch federnde Elemente 15, 15a in den
Haltern 10, 10a in einer vorbestimmten Ausgangslage gehalten. Die Reibung in der
Kugelpfanne kann reduziert werden durch ein Schmiersystem, bestehend aus einer
oder mehrerer Schmiernuten 19 und einem Bohrungssystem 20, durch das das
Schmiermittel zugeführt wird. Die sphärisch beweglichen Werkzeugaufnahmen 14,
14a richten sich jeweils zueinander so aus, dass die Kippkräfte null sind.
Diese Werkzeugausführung ermöglicht, dass die vorbestimmte Ausgangslage, z. B.
das Zuführen der Rohteile erleichtert und dass bei planparallelen Rohteilen die
beiden Umformwerkzeuge, während des Umformvorgangs senkrecht zueinander
ausgerichtet bleiben.
Während des Schließens der Hälften der Umformwerkzeuge erfolgt die Verkippung
dieser zu einem ganz erheblichen Anteil in tangentialer Richtung. Dies wird bei der in
Fig. 4 dargestellten Werkzeugausführung ausgenützt. Das Schwenken der
Werkzeughälften nur um eine radiale Drehachse erlaubt es, auf relativ einfache
Weise die Werkzeuge nach dem für die jeweilige Umformung günstigsten Ablauf
zwangsweise zu steuern. Die Steuerbewegung wird über einen Hebel 15, an dessen
Quertraverse 16 zwei Kurvenrollen 17 befestigt sind, die auf der um den Rotor 3
angeordneten Glockenkurve 33 abrollen, auf die Werkzeugaufnahme 18 mit
halbzylindrischer Außenform übertragen. Die gleiche Betätigungsvorrichtung ist an
der gegenüberliegenden Werkzeugaufnahme 18a angebracht. Die zylindrische
Schwenklagerung hat Schmiernuten 19, in die durch ein Bohrungssystem 20
Schmiermittel gedrückt wird.
Das Zu- und Abführen der Werkstücke 21, 22 in die Umformwerkzeuge 9 der sich
drehenden Rotore 3 wird in den Fig. 5 und Fig. 6 beispielhaft dargestellt. Bei der
linearen Zuführung in Fig. 5 werden die Rohteile 21 in einer Schiene geordnet
hintereinanderliegend taktweise vor den Zuführschieber 24 transportiert, der z. B. von
einem hydraulischen oder pneumatischen Zylinder betätigt, das Rohteil 21 in die
Position 25 schiebt, wo es vom sich vorbeibewegenden Umformwerkzeug 9
mitgenommen wird. Um den Einlegevorgang sicher zu machen wird das Rohteil 21
während des Vorschiebens durch ein an der Einlegevorrichtung angebrachtes, in
Werkzeugbereich nach unten gebogenes Federblech 26, in die eine Werkzeughälfte
gedrückt. Das umgeformte Teil 22 wird an der Entladestelle mittels eines Abstreifers
27 aus dem Rotorbereich gefördert und einer Ablaufrinne 28 zugeführt. Zum
Entladen des fertigen Teils 22 sind im Umformwerkzeug federnde Abdrückbolzen
bekannter Ausführung angebracht.
Besonders bei schneller Zuführfolge der Rohteile 21 ist eine Beladeeinrichtung mit
einer Taschenscheibe 29, wie in Fig. 6 gezeigt, vorteilhaft. Der Teilkreis der
Aufnahmen 30 für die Rohteile 21 in der Taschenscheibe 29, tangiert den Teilkreis
der Werkzeuge 9 an der Einlegestelle. Die beiden Teilkreise bewegen sich in die
gleiche Richtung und mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit. Die Bewegungen sind so
aufeinander abgestimmt, dass zum selben Zeitpunkt die aufeinanderfolgenden
Werkzeuge 9 und Taschen 30 mit den Rohteilen 21 in der Einlegestelle 31 sich
überdecken. Ein schrägstehendes Blechteil 32 drückt dabei das Rohteil 21 in die eine
Werkzeughälfte 9. Anstelle des Blechteils 32 kann auch eine keilförmige Leiste
angebracht sein, bei dem die Schräge die dem Rohteil zugewandte Seite ist. Die
Taschenscheibe 29 kann auch mit einem größeren Teilkreisdurchmesser ausgeführt
werden, wenn gleichzeitig die tangentialen Abstände der Taschen 30 kleiner sind als
die tangentialen Abstände der Werkzeuge 9. Die radiale Begrenzungen der Taschen
30 müssen dann in Drehrichtung entsprechend den unterschiedlichen
Geschwindigkeiten ausgestaltet sein, Taschenschräge 34, um ein Verklemmen der
Werkstücke 21 zwischen Werkzeug 9 und Tasche 30 zu verhindern.
Die Umformmaschine kann sowohl mit vertikaler also auch, wie in Fig. 1 und 2
dargestellt, waagrechter Rotoranordnung ausgeführt sein. Die Anzahl der Werkzeuge
am Rohrumfang kann, abhängig vom Rotordurchmesser, dem
Werkstückdurchmesser und damit den Abmessungen der Werkzeughalter und den
erforderlichen Umformkräften, von eins bis acht und mehr betragen. Je
Rotorumdrehung werden der Anzahl der Werkzeuge entsprechend viele Werkstücke
erzeugt, sodass sehr hohe Stückleistungen, die weit über denen mit bekannten
Umformmaschinen erreichbaren liegen, produziert werden.
Im allgemeinen ist es von Vorteil, die sich aus der Anzahl der Werkzeuge mal
Rotordrehzahl ergebenden, periodischen Drehmomentspitzen des Antriebs zu
mindern bzw. zu glätten, dazu können die Rotore konstruktiv so gestaltet werden,
dass sie gleichzeitig als Schwungmasse wirken.
Die Synchronisation der beiden Rotore zueinander wird in den Abbildungen Fig. 1 und
2 durch einen gemeinsamen Antrieb, der gleichzeitig beide Rotore antreibt, erreicht.
Es ist jedoch auch möglich nur einen Rotor anzutreiben und den dagegenstehenden
zweiten Rotor über eine Stirnverzahnung mitzubewegen.
Wie in Fig. 7 dargestellt, besteht die Umformmaschine gemäß einer weiteren
Ausführungsform mit separat gelagerten Rotoren aus dem Maschinengestell mit der
Grundplatte 10, den beiden Seitenteilen 20 und 30 und der Mittelstütze 40. In den
Seitenteilen 20, 30 sind Lagersitze 50 vorgesehen, in denen die von den Lagerungen
60 drehbar abgestützten Rotore 70 und 80 gelagert sind.
Die Rotore bestehen aus den Lagerzapfen 90 und dem Rotorkörper 100, auf denen
gleichmäßig am Umfang verteilt und jeweils genau gegenüberstehend die
Umformwerkzeuge 110 und 120 befestigt sind. Die Umformwerkzeuge 110 und 120
bilden jeweils ein Paar, in welches die angestrebten symmetrischen oder
unsymmetrischen Endformen des Umformteiles eingearbeitet sind. Je nach der
Größe der Werkzeuge 110, 120 und dem Umfang der Rotorkörper 100 können 'I bis
beispielweise 12 solcher Werkzeugpaare 110, 120 angebracht sein. An dem
Rotorkörper 100 oder dem Lagerzapfen 90 wirkt je Rotor ein separater aber exakt
synchroner Antrieb, der hier in Form der Zahnkränze 130 angedeutet ist.
Um die Seitenkräfte, die beim Umformvorgang entstehen abzustützen, wird zwischen
den schräg zueinandergeneigten Rotoren 70 und 80 stirnseitig die Mittelstütze 40 mit
der Grundplatte 10 festverbunden angebracht, die Mittelstütze 40 hat gegenüber
liegend zwei Stützzapfen 140 die auf radial hochbelastbare Lager 150 montiert sind,
die die Rotore 70 und 80 über die Lageraufnahmebohrungen 160 in den Rotoren
drehbar gelagert abstützen.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Umformmaschine dar. Die beiden unter
einem Winkel α stirnseitig zueinander geneigten Rotore 70 und 80 sind den beiden
Lagerstöcken 160 und 170 radial und axial gelagert.
Die Lagerstöcke 160, 170 umfassend dreiseitig vollkommen die Rotore 70,80 und
stützen diese drehbar gelagert über die Radiallager 180 und 190 und das Axiallager
200 ab. Der Antrieb der Rotore 70, 80 erfolgt über die Lagerzapfen 90 durch hier
nicht dargestellte Antriebe bekannter Art, die verschiedenartig ausgeführt sein
können.
Die paarweise zusammenwirkenden Umformwerkzeuge 210 und 220 an den
Stirnflächen der Rotore befestigt und durch geeignete Fixierungen, hier
beispielsweise als Zentrierzapfen 230 dargestellt, genau in ihrer Lager zueinander
festgelegt.
Sämtliche Ausführungsformen und/oder Einzelheiten der Fig. 1 bis 6 können in
sinnvoller Kombination auch in Verbindung mit den Ausführungsformen der Fig. 7 und
8 verwirklicht werden (nicht näher abgebildet).
Claims (18)
1. Verfahren zum Umformen oder Prägen von Werkstücken, dadurch gekenn
zeichnet, dass an den mit einem Winkel α zueinander geneigten Stirn
flächen von auf einer gemeinsamen Achse angeordneten, synchron ange
triebenen Rotoren ein oder mehrere Umformwerkzeuge angeordnet sind,
wobei jedes Umformwerkzeug auf der einen Stirnfläche mit einem Um
formwerkzeug auf der anderen Stirnfläche zusammenwirkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umformen
kontinuierlich abläuft und getrennte Zu- und Abführpositionen für ein lage
richtiges und schonendes Handling der Werkstücke bei hoher Stückleistung
vorhanden sind.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass auf einer gemeinsamen Achse, die etwa in der Mitte
um den Winkel α geknickt ist, zwei Rotore drehbar gelagert angebracht sind,
die synchron und in gleicher Drehrichtung von einem gemeinsamen Antrieb
angetrieben werden, und dass sich an der engsten Stelle die Stirnseiten, bzw.
die auf den Rotoren befestigten Werkzeuge, berühren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α
um den die Achse geknickt ist, bzw. die Stirnflächen der Rotore zur
Mittelebene schräg stehen, so groß ist, dass in Nähe der weitesten
auseinanderklaffenden Stelle am Rotorumfang eine Öffnung vorbestimmter
Größe H entsteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
beiden leicht zueinander schrägstehenden Stirnflächen der Rotore mit einer
Stirnverzahnung drehfest verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge in den Werkzeughaltern sphärisch gelagert sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge in den Werkzeughaltern kippbar gelagert sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge in den Werkzeughaltern über Hebel und Kurven
scheibe zwangsweise verkippt werden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-8 dadurch gekennzeichnet, dass
die Lagerstellen der Umformwerkzeuge in den Werkzeughaltern mit einer
Zwangsschmierung versehen sind.
10. Verfahren zum Umformen oder Prägen von Werkstücken, dadurch gekenn
zeichnet, dass an den mit einem Winkel α zueinander geneigten Stirn
flächen von auf je einer separaten Achse angeordneten, synchron ange
triebenen Rotoren ein oder mehrere Umformwerkzeuge angeordnet sind,
wobei jedes Umformwerkzeug auf der einen Stirnfläche mit einem Um
formwerkzeug auf der anderen Stirnfläche zusammenwirkt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umformen
kontinuierlich abläuft und getrennte Zu- und Abführpositionen für ein lage
richtiges und schonendes Handling der Werkstücke bei hoher Stückleistung
vorhanden sind.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 10 oder
11, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer ersten Achse ein erster Rotor (70)
und auf einer zweiten Achse ein zweiter Rotor (80) drehbar gelagert
angebracht sind, wobei die beiden Achsen etwa in einem Winkel α
zueinander angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α
um den die Achse geknickt ist, bzw. die Stirnflächen der Rotore (70, 80) zur
Mittelebene schräg stehen, so groß ist, dass in Nähe der weitesten
auseinanderklaffenden Stelle am Rotorumfang eine Öffnung vorbestimmter
Größe H entsteht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die
beiden leicht zueinander schrägstehenden Stirnflächen der Rotore (70, 80) mit
einer Stirnverzahnung drehfest verbunden sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-14, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge (110, 120) in den Werkzeughaltern sphärisch gelagert
sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-15 dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge (110, 120) in den Werkzeughaltern kippbar gelagert
sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-16, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umformwerkzeuge (110, 120) in den Werkzeughaltern über Hebel und
Kurvenscheibe zwangsweise verkippt werden.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-17 dadurch gekennzeichnet, dass
die Lagerstellen der Umformwerkzeuge (110, 120) in den Werkzeughaltern
mit einer Zwangsschmierung versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999153247 DE19953247A1 (de) | 1998-05-06 | 1999-11-04 | Umformmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998120103 DE19820103C2 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Umformmaschine mit rotierenden Umformwerkzeugen |
| DE1999153247 DE19953247A1 (de) | 1998-05-06 | 1999-11-04 | Umformmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19953247A1 true DE19953247A1 (de) | 2001-05-17 |
Family
ID=26045982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999153247 Ceased DE19953247A1 (de) | 1998-05-06 | 1999-11-04 | Umformmaschine |
Country Status (1)
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1999
- 1999-11-04 DE DE1999153247 patent/DE19953247A1/de not_active Ceased
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