DE19953121A1 - Verfahren zur Steuerung einer Audioanlage und Audioanlage - Google Patents
Verfahren zur Steuerung einer Audioanlage und AudioanlageInfo
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Abstract
In einer Audioanlage mit einer digitalen Audioschnittstelle, an die eine Endstufe mit einem Lautsprecher angeschlossen ist, wird ein analoges Audiosignal mittels eines Wandlers vor der Schnittstelle in ein digitales Audiosignal und nach der Schnittstelle wieder in ein analoges Audiosignal gewandelt. Um in einer Audioanlage den technischen Aufwand, insbesondere an teueren Bausteinen, zu verringern, erzeugt bereits die digitale Audioschnittstelle (P) mittels eines Pulsweitenmodulators (PWM) ein pulsweitenmoduliertes Signal, das von einem Audiosignal (A) moduliert wird. Besonders vorteilhaft ist es, für die Audioschnittstelle (P) einen I·2·S-Bus vorzusehen. Es werden keine Wandler mehr benötigt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Au
dioanlage mit einer Audioschnittstelle, an die eine Endstufe
mit einem Lautsprecher angeschlossen ist sowie eine Audio
anlage mit einer Audioschnittstelle, an die eine Endstufe mit
einem Lautsprecher angeschlossen ist.
Es ist bekannt, ein analoges Audiosignal mittels Analog-Digi
tal-Wandler in ein digitales Audiosignal zu wandeln und über
eine digitale Datenleitung, zum Beispiel einen I2S-Bus, zu
einer Endstufe zu übertragen, wo die digitalen Audiosignale
mittels Digital-Analog-Wandler wieder in analoge Audiosignale
umgewandelt werden. Wegen der Analog-Digital-Wandler und der
Digital-Analog-Wandler ist das Übertragungsverfahren verhält
nismäßig aufwendig; ausserdem sind die Wandler teuere Bau
steine.
Es ist ebenfalls bekannt, dass es Verfahren gibt, die mit
schnellen Schalttransistoren analoge Signale erzeugen, z. B.
die Pulsweitenmodulation und die Deltamodulation.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den technischen Aufwand,
insbesondere an teueren Bausteinen, bei einem Verfahren zur
Steuerung einer Audioanlage zu verringern und die Ausgangs
leistung zu erhöhen.
Die Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung einer Audioanlage
löst diese Aufgabe verfahrensmäßig gemäß Anspruch 1 dadurch,
dass schon die Audioschnittstelle direkt ein pulsweitenmodu
liertes Signal erzeugt, das von einem Audiosignal moduliert
wird.
Vorrichtungsmäßig wird diese Aufgabe gemäß Anspruch 7 dadurch
gelöst, dass die Audioschnittstelle als digitaler Signalprozessor
mit einem Pulsweitenmodulator ausgeführt ist, der von
einem Audiosignal moduliert wird.
Erfindungsgemäß ist in einer digitalen Audioschnittstelle, an
die eine Endstufe mit einem Lautsprecher angeschlossen ist,
ein Pulsweitenmodulator vorgesehen, der von einem Audiosignal
moduliert wird. Die digitale Audioschnittstelle sendet daher
statt des üblichen Audioformates ein digitales pulsweitenmodu
liertes Signal zur Endstufe mit dem Lautsprecher. Der Laut
sprecher wirkt dabei unterstützend als Tiefpass. Somit ist
kein Digital-Analog-Wandler erforderlich, um das von der digi
talen Audioschnittstelle erzeugte pulsweitenmodulierte Signal
in ein analoges Signal umzuwandeln. Das pulsweitenmodulierte
Signal wird in der Endstufe verstärkt und anschließend dem
Lautsprecher und einem Tiefpassfilter zugeführt, wo es in
akustische Signale gewandelt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Audio
anlage werden nun anhand der Figuren beschrieben und erläu
tert.
Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 3 Impulsdiagramme einer Audioschnittstelle,
Fig. 4 ein Impulsdiagramm der Erfindung,
Fig. 5 eine Tabelle mit einem Codesatz zur Generierung
eines 64 Bit breiten pulsweitenmodulierten Si
gnals und
Fig. 6 eine Tabelle mit einem Codesatz zur Generierung
eines 32 Bit breiten pulsweitenmodulierten Signals.
In der Fig. 1 ist der Ausgang der Audioschnittstelle, die als
digitaler Signalprozessor P ausgeführt ist, an den Eingang der
Endstufe E angeschlossen, an die ein Lautsprecher L an
geschlossen ist.
Im digitalen Signalprozessor P ist der Ausgang eines Bandpas
ses BP mit dem Eingang eines Pulsweitenmodulators PWM verbun
den ist. Der Ausgang des Pulsweitenmodulators PWM ist mit dem
Eingang der Endstufe E verbunden, während das analoge Audio
signal A am Eingang des Bandpasses BP liegt.
Das analoge Audiosignal A wird im Bandpass BP bandbegrenzt.
Das bandbegrenzte Signal am Ausgang des Bandpasses BP modu
liert die Pulsweite des vom Pulsweitenmodulator PWM erzeugten
pulsweitenmodulierten Signales, das der Endstufe E der Audio
anlage zugeführt wird. In der Endstufe E wird das pulsweiten
modulierte Signal verstärkt, tiefpassgefiltert und dem Laut
sprecher zugeführt, der es wegen seiner Eigenschaft als Tief
pass in akustische Signale wandelt.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
liegt darin, dass kein Digital-Analog-Wandler mehr erforder
lich ist. Es ist lediglich die ohnehin vorhandene digitale
Audioschnittstelle so zu programmieren, dass sie als Puls
weitenmodulator wirkt. Es sind daher keine zusätzlichen Bau
steine erforderlich; vielmehr wird eine digitale Schnittstelle
erfindungsgemäß programmiert.
Besonders vorteilhaft ist es, den sogenannten I2S-Bus, der auf
vielen digitalen Audiobausteinen integriert ist, erfindungs
gemäß als Pulsweitenmodulator einzusetzen.
In der Fig. 3 sind die Impulsdiagramme eines herkömmlichen
I2S-Busses gezeigt. Ein I2S-Bus erzeugt ein Rahmensignal F, ein
Taktsignal T und ein Datensignal D. Das Rahmensignal dient zur
Unterscheidung zweier Kanäle, meist des rechten und des linken
Stereokanals, während das Taktsignal die Übertragung der digi
talen Signale auf der Datenleitung steuert. Mit jeder steigen
den Flanke des Taktsignals wird der aktuelle Zustand des Da
tensignals abgefragt. Die üblichen Bitbreiten liegen in einer
Größenordnung von 16 bis 32 Bit pro Kanal.
In der Fig. 4 ist ein Impulsdiagramm der Erfindung gezeigt.
Die Taktleitung T und die Rahmenleitung F werden nicht mehr
benötigt, sondern nur noch die Datenleitung D. Der Rahmen F
und der Takt T sind daher in der Fig. 4 gepunktet dar
gestellt.
Es wird nun das in der Fig. 2 gezeigte zweite Ausführungsbei
spiel der Erfindung beschrieben und erläutert.
Das zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Audio
anlage ist zusätzlich zum Bandpass BP und zum Pulsweitenmodu
lator PWM mit einem Rauschformer N und einem Mischer M ausge
rüstet. Der Rauschformer N liegt zwischen dem Bandpass BP und
dem Pulsweitenmodulator PWM und verschiebt das Rauschspektrum
in den nichthörbaren Bereich. Der Mischer M, dem das Stereo
signal des linken Kanals LK und das Stereosignal des rechten
Kanals RK zugeführt wird, liegt am Eingang des Bandpasses BP.
Im Mischer M werden die Stereosignale des rechten und des
linken Kanals LK und RK gemischt und anschließend dem Bandpass
BP zugeführt, der sie bandbegrenzt. Der Rauschformer N ver
schiebt das Rauschspektrum in den nichthörbaren Bereich. Der
Pulsweitenmodulator PWM erzeugt ein pulsweitenmoduliertes
Signal, das vom Stereosignal des linken und des rechten Kana
les moduliert ist. Weil, wie bereits erwähnt, der Lautsprecher
als Tiefpass wirkt, kann er unmittelbar mit dem pulsweitenmo
dulierten Signal angesteuert werden. Es ist auch möglich, für
jeden Stereokanal eine digitale Schnittstelle mit einer an
geschlossenen Endstufe vorzusehen. In diesem Fall wird der
Mischer nicht benötigt. Das pulsweitenmodulierte Signal wird
auf der Datenleitung der digitalen Audioschnittstelle ausge
geben. Die Leitung für den Takt und für den Rahmen werden
nicht benötigt.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die
Bitrate des pulsweitenmodulierten Signales halbiert, um die
Abtastrate zu verdoppeln. Das pulsweitenmodulierte Signal kann
symmetrisch oder unsymmetrisch sein.
In der Fig. 5 ist eine Tabelle mit einem Codesatz zur Gene
rierung eines 64 Bit breiten pulsweitenmodulierten Signals mit
einfacher Abtastrate gezeigt.
In der Fig. 6 ist eine Tabelle mit einem Codesatz zur Gene
rierung eines 32 Bit breiten pulsweitenmodulierten Signals mit
doppelter Abtastrate abgebildet.
Die Erfindung ist für Audioanlagen mit einer digitalen Audio
schnittstelle geeignet. Besonders vorteilhaft ist es, für die
Erfindung einen I2S-Bus vorzusehen.
A analoges Audiosignal
BP Bandpass
D Datensignal
E digitale Endstufe
F Rahmen
G Tiefpass
LK linker Kanal
LS Lautsprecher
M Mischer
N Rauschformer
P digitaler Signalprozessor, digitale Audioschnitt stelle
PWM Pulsweitenmodulator
RK rechter Kanal
T Takt
BP Bandpass
D Datensignal
E digitale Endstufe
F Rahmen
G Tiefpass
LK linker Kanal
LS Lautsprecher
M Mischer
N Rauschformer
P digitaler Signalprozessor, digitale Audioschnitt stelle
PWM Pulsweitenmodulator
RK rechter Kanal
T Takt
Claims (10)
1. Verfahren zur Steuerung einer Audioanlage mit einer Audio
schnittstelle (P), an die eine digitale Endstufe (E) mit ei
nem Lautsprecher (LS) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Audioschnittstelle (P) ein pulsweitenmoduliertes Signal er
zeugt, das von einem Audiosignal (A) moduliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das puls
weitenmodulierte Signal auf der Datenleitung der Audio
schnittstelle (P) ausgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bit
breite des pulsweitenmodulierten Signales halbiert wird, um
die Abtastrate zu verdoppeln.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein symme
trisches pulsweitenmoduliertes Signal erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein unsym
metrisches pulsweitenmoduliertes Signal erzeugt wird.
6. Audioanlage mit einer Audioschnittstelle (P), an die eine
Endstufe (E) mit einem Lautsprecher (LS) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Audio
schnittstelle (P) als digitaler Signalprozessor mit einem
Pulsweitenmodulator (PWM) ausgeführt ist, der von einem Au
diosignal (A) moduliert wird und der an die Endstufe (E) mit
dem Lautsprecher (LS) angeschlossen ist.
7. Audioanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Pulsweitenmodulator
(PWM) ein Bandpass (BP) vorgeschaltet ist.
8. Audioanlage nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Puls
weitenmodulator (PWM) ein Rauschformer (N) vorgeschaltet ist.
9. Audioanlage nach Anspruch 6, 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Audio
signal eines linken Stereokanals (LK) und das Audiosignal
eines rechten Stereokanals (RK) am Eingang eines Mischers (M)
liegt, dass der Ausgang des Mischers (M) mit dem Eingang des
Bandpasses (BP) verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Eingang
des Rauschformers (N) verbunden ist, und dass der Ausgang des
Rauschformers (N) mit dem Eingang des Pulsweitenmodulators
(PWM) verbunden ist.
10. Verfahren bzw. Audioanlage nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für die
Audioschnittstelle (P) ein I2S-Bus vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999153121 DE19953121B4 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Verfahren zur Ansteuerung einer digitalen Endstufe und Audioanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999153121 DE19953121B4 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Verfahren zur Ansteuerung einer digitalen Endstufe und Audioanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19953121A1 true DE19953121A1 (de) | 2001-05-31 |
| DE19953121B4 DE19953121B4 (de) | 2008-05-29 |
Family
ID=7927925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999153121 Expired - Lifetime DE19953121B4 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Verfahren zur Ansteuerung einer digitalen Endstufe und Audioanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19953121B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016221362A1 (de) * | 2016-10-28 | 2018-05-03 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur kommunikationstechnischen Anbindung von Türkomponenten an eine Komponente die in einer Fahrzeugkarosserie eingebaut ist, sowie Türknoten-Steuergerät und Fahrzeugtür zur Verwendung bei dem Verfahren |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4222321A1 (de) * | 1992-07-08 | 1994-01-13 | Duerrwaechter E Dr Doduco | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Versorgen von Lautsprechern und anderen elektrischen Verbrauchern in Fahrzeugtüren mit Signalen |
| JPH0629857A (ja) * | 1992-07-08 | 1994-02-04 | Foster Electric Co Ltd | Dspによる信号処理方式、同方式を用いた電力増幅装置及び同電力増幅装置を備えたスピーカシステム |
| DE19533798C1 (de) * | 1995-09-13 | 1997-01-16 | Hella Kg Hueck & Co | Warn- und Informationssystem für ein Kraftfahrzeug |
| DE19620689C1 (de) * | 1996-05-22 | 1997-07-24 | Becker Gmbh | Lautsprechersystem |
-
1999
- 1999-11-04 DE DE1999153121 patent/DE19953121B4/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19953121B4 (de) | 2008-05-29 |
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