DE19953082A1 - Schmuckring - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Schmuckring vorgeschlagen, der aus einem Ringteil (1) und einem an diesem über Drehgelenke (2) verbundenen Schmuckteil (3) besteht, wobei am Schmuckteil (3) Schmucksteine (4) o. dgl. angeordnet sind und wobei der Schmuckteil (3) mittels der Drehgelenke (2) austauschbar ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Schmuckring als Fingerring,
Armreif, odgl. nach der Gattung des Hauptanspruchs. Derartige
Schmuckringe, bei denen ein Schmuckstück, beispielsweise ein
diamantenbesetztes Teil mit einem Ringteil über ein
Verbindungsmittel miteinander verbunden ist, sind in
vielfältiger Weise bekannt. Verhältnismäßig selten kommt es
vor, daß das Schmuckstück lösbar verbunden ist.
Bei einem bekannten, gattungsgemäßen Schmuckring
(WO 97/34511) ist der Schmuckring in Längsrichtung zweigeteilt,
wobei die beiden Teile über ein Drehgelenk miteinander
verbunden sind und wobei auf der Innenseite des einen
Ringteils Schmucksteine angeordnet sind, die dann durch den
anderen Teil bei zusammengeschwenkten Ringteilen verdeckt
ist. Beide Ringe werden in dem zusammengeschwenkten Teil
durch eine Klammer zusammengehalten, die ebenfalls um ein
Drehgelenk schwenkbar ist, allerdings in Axialrichtung der
Ringe, um somit als Klammer dienen zu können. Auch diese
Klammer oder dieses Verbindungsmittel ist mit Schmucksteinen
besetzt.
Ein Nachteil der bekannten Schmuckringe besteht darin, daß der
Schmuckteil als Dekorteil mit Schmuckstein odgl. stets der
gleiche ist, also festgelegt ist, und nicht an Kleidung oder
sonstige Gegebenheiten angepaßt werden kann.
Der erfindungsgemäße Schmuckring mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
daß der Schmuckteil nicht nur lösbar ist, sondern, aufgrund der
erfindungsgemäßen Funktion des Ausschwenkens, die
Möglichkeit bietet, das Schmuckstück, das mit diesem
Schmuckteil verbunden ist, auszutauschen und dadurch bei im
übrigen gleichem Schmuckring unterschiedliche Schmuckstücke
zu verwenden. So ist es möglich, zu bestimmten Anlässen sich
mit Diamanten zu schmücken und zu anderen Anlässen
wiederum nur durch Acrylteile.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Ringteil als offenes Ringsegment ausgebildet, an dessen
mindestens einem, dem anderen zugewandten Ende das
Drehgelenk zum Schmuckteil hin angeordnet ist. Natürlich kann
das Drehgelenk in unterschiedlichster Weise gestaltet sein.
Maßgebend ist, daß eine ausreichend feste, sich nicht selbst
lösende, aber lösbare Verbindung zwischen Ringteil und
Schmuckteil gegeben ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind zwei gleichgestaltete Drehgelenke vorhanden. Hierdurch ist
es möglich, das Schmuckteil auch um 180° in seiner Ebene
verdreht einzubauen, was bei bestimmt gestalteten
Schmuckstücken wichtig sein kann.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist das Drehgelenk eine verschiebbare Steckachse auf, bei
deren mindestens abschnittsweiser Verschiebung die
miteinander zusammenwirkenden Gelenkteile an Ringsegment
und Schmuckteil trennbar sind. Hierdurch ist, wie bei dem
Einstellwirbel von einer Uhr, nach gewissem Herausziehen der
Achse die Trennung des Gelenkes möglich.
Nach einer alternativen vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist das Drehgelenk als Schnappverbindung zwischen
axial benachbarten Gelenkgabeln bzw. dazwischenlaufenden
Ringteilen ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, bei einem
erfindungsgemäßen Schmuckring eines der beiden Drehgelenke
als Scharnierverbindung auszubilden, während das andere
Drehgelenk als Schnappverbindung ausgebildet ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist das Schmuckteil eine Fassung mit einer Ausnehmung für
einen Zierstein auf. In Kombination mit einer die Enden des
Ringsegments verbindenden, ebenfalls angelenkten Klammer als
zusätzliche Halterung des Ziersteins, kann durch Ausschwenken
dieser Fassung der darunterliegende Zierstein durch einen
anderen ausgetauscht werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
liegt dem Schmuckteil eine Verbindungsplatte gegenüber, die
einerseits den Zweck haben kann, bei einem offenen
Ringsegment die Enden miteinander fest zu verbinden, oder aber
durch die Gelenke herauslösbar getragen wird.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
besteht das Schmuckstück aus einem natürlichen oder
künstlichen Stein, an dem das Gelenk direkt angeordnet ist,
wobei nach weiterer Ausgestaltung der Stein Bohrungen
aufweisen kann, in die die Drehachse des Gelenkes eingreift.
Nach einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung
besteht das Schmuckstück aus im Verbund angeordneten
Metallplatten und/oder sonstigen Viersteinplatten. Hierbei
können verschiedene Arten von Metallen im Verbund gewählt
werden oder Metalle mit Ziersteinen odgl.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung
und den Ansprüchen entnehmbar.
Fünf Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind
in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1, 2 und 3 ein erstes Ausführungsbeispiel in
verschiedenen Darstellungen und
Fig. 5, 6 und 7 vier weitere Ausführungsbeispiele.
In Fig. 1 ist das erste Ausführungsbeispiel in zwei radialen
Draufsichten und in einer Seitenansicht gezeigt. An den Enden
eines oben offenen Ringteils 1 sind jeweils ein Drehgelenk 2
angeordnet, an dem wiederum ein Schmuckteil 3 aufschwenkbar
verbunden ist. Dieses Schmuckteil 3 weist einen Schmuckstein 4
auf, der über dieses Schmuckteil 3 an einem Verbindungsbügel
5 hält. Das Schmuckteil 3 weist zur Aufnahme und zur
Sichtbarmachung des Schmucksteines 4 eine Ausnehmung 6 auf.
Hierdurch wirkt das Schmuckteil 3 wie eine Fassung bzw. ein
Rahmen für den Schmuckstein 4, der durch einfaches
Ausschwenken des Schmuckteils 3 um eine der Drehgelenke 2
gegen einen anderen Schmuckstein austauschbar ist.
In Fig. 2 ist das Drehgelenk näher erläutert. Das Schmuckteil 3
weist für das Drehgelenk einerseits einen, andererseits zwei
Gelenkösen 7 auf, die mit entsprechenden Gelenkösen 8 des
Verbindungsbügels 5 zusammenwirken und die wiederum mit
Gelenkbuchsen 9 des Ringteils 1 zusammenwirken, so daß nach
Zusammenstecken der Gelenkösen 7, 8 und der Gelenkbuchsen 9
ein Verbund entsteht, mit einer gemeinsamen Bohrung, in
welche Steckachsen 10 schiebbar sind, so daß dadurch die
erfindungsgemäße Gelenkverbindung entsteht. Durch
Herausziehen dieser Steckachsen 10 in die gezeigte Stellung sind
dann Schmuckteil 3, Verbindungsbügel 5 und Ringteil 1
voneinander trennbar.
In Fig. 3 ist nur eine der beiden Steckachsen 10 herausgezogen
und es ist das Schmuckteil 3 herausgeschwenkt, so daß
problemlos der Schmuckstein 4 ausgetauscht werden könnte.
In Fig. 4 ist das zweite Ausführungsbeispiel dargestellt, bei
dem als Schmuckteil ein Schmuckstein 11 dient, der an den
Ringteil 1 über Steckachsen 12 verankerbar ist. Auch hier sind
die Steckachsen 12 herausziehbar und dadurch der
Schmuckstein austauschbar. Auf diese Weise ist es auch möglich,
Schmuckteil und Schmuckstein des ersten Ausführungsbeispiels
auszutauschen durch einen solchen Schmuckstein 11, der direkt
am Ringteil 1 angelenkt ist. Zur leichteren Tragbarkeit ist
natürlich die dem Ringteil 1 zugewandte innere Seite des
Schmucksteins 11 nach innen gewölbt ausführbar.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel ist
der Schmuckteil 13 sehr schmal ausgebildet und mit Diamanten
14 besetzt und wie beim ersten Ausführungsbeispiel über
Steckachsen 10 am Ringteil 1 angelenkt. Damit der Ringteil
jedoch verschlossen ist, ist auch hier ein Verbindungsbügel 5 mit
von den Steckachsen 10 erfaßt.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten vierten Ausführungsbeispiel
besteht der Schmuckteil 15 aus einem Verbund von Steinplatten
16 mit Metallplatten 17. Die Anlenkung am Ringteil 1 erfolgt wie
beim zweiten Ausführungsbeispiel über Steckachsen 12, die die
Drehgelenke 2 bilden.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten fünften Ausführungsbeispiel
besteht das Schmuckteil 18 aus einem Kreuz, von dem zwei
Schenkel 19 über Steckachsen 20 mit dem Ringteil 1
drehgelenkschlüssig verbunden sind. Dieses Kreuz 18 kann in
sich als Schmuckstück in unterschiedlichster Weise ausgestaltet
sein.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
1
Ringteil
2
Drehgelenk
3
Schmuckteil
4
Schmuckstein
5
Verbindungsbügel
6
Ausnehmung
7
Gelenköse
8
Gelenköse
9
Gelenkbuchse
10
Steckachse
11
Schmuckstein
12
Steckachse
13
Schmuckteil
14
Diamant
15
Schmuckteil
16
Steinplatte
17
Metallplatte
18
Schmuckteil
Claims (10)
1. Schmuckring als Fingerring, Armreif odgl.
- - mit einem finger- oder armumgreifenden Ringteil (1)
- - mit einem lösbar mit den Ringteil (1) verbundenen und ein Schmuckstück (4, 11, 14, 16, 17) tragenden Schmuckteil (3, 13, 15, 18) und
- - mit einem Verbindungsmittel (2) zwischen Ringteil (1) und Schmuckteil (3) dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Verbingungsmittel als mit einer Drehachse (10) achsparallel zum Ringteil (1) angeordneten Drehgelenk (2) ausgebildet ist, mittels den das Schmuckteil (3) gegenüber den Ringteil (1) radial ausschwenkbar ist.
2. Schmuckring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ringteil (1) als offenes Ringsegment ausgebildet ist, an
dessen mindestens einem dem anderen zugewandten Ende
das Drehgelenk (2) zum Schmuckteil (3) hin angeordnet ist.
3. Schmuckring nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei gleichgestaltete Drehgelenke (2) vorhanden sind.
4. Schmuckring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Drehgelenk (2) eine verschiebbare
Steckachse (10) aufweist, bei deren mindestens
abschnittsweiser Verschiebung die miteinander
zusammenwirkenden Gelenkteile (7, 8, 9) an Ringsegment
(1) bzw. Schmuckteil (3) voneinander trennbar sind.
5. Schmuckring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Drehgelenk als Schnappverbindung
zwischen axialbenachbarten Gelenkgabeln bzw. dazwischen
laufenden Gelenkösen ausgebildet ist.
6. Schmuckring nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schmuckteil (3) eine
Fassung mit einer Ausnehmung (6) für einen Schmuckstein
(4) aufweist.
7. Schmuckring nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Schmuckteil (3) ein den Ringteil miteinander
verbindender Verbindungsbügel (5) gegenüberliegt.
8. Schmuckring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als Schmuckstück ein natürlicher oder
künstlicher Stein (11, 18) dient, an den das Gelenk (2, 12)
direkt angeordnet ist.
9. Schmuckring nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schmuckstein (11, 18) Bohrungen aufweist, in die die
Drehachse (12, 20) eingreift.
10. Schmuckring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schmuckstück (15) aus im Verbund
angeordneten Metallplatten (17) und/oder sonstigen
Steinplatten (16) besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999153082 DE19953082A1 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Schmuckring |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999153082 DE19953082A1 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Schmuckring |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19953082A1 true DE19953082A1 (de) | 2001-05-10 |
Family
ID=7927902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999153082 Withdrawn DE19953082A1 (de) | 1999-11-04 | 1999-11-04 | Schmuckring |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19953082A1 (de) |
Cited By (2)
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-
1999
- 1999-11-04 DE DE1999153082 patent/DE19953082A1/de not_active Withdrawn
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