DE19953882A1 - Ladungspumpe zum Erzeugen von hohen Spannungen für Halbleiterschaltungen - Google Patents
Ladungspumpe zum Erzeugen von hohen Spannungen für HalbleiterschaltungenInfo
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Abstract
Es wird eine Ladungspumpe zum Erzeugen von hohen Spannungen für integrierte Halbleiterschaltungen beschrieben, die eine Mehrzahl von Pumpstufen mit jeweils mindestens einem Leistungstransistor (M1x) zur Erzeugung einer Pumpspannung (Vpmp) auf einem Leistungspfad aufweist und die sich insbesondere dadurch auszeichnet, daß der Leistungstransistor (M1x) einen frei verschaltbaren Bulk-Anschluß (B) aufweist, mit dem eine Wannenstruktur des Leistungstransistors über einen von dem Leistungspfad im wesentlichen getrennten Wannen-Ladepfad auf einem vorbestimmten Potential gehalten werden kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ladungspumpe zum Erzeugen von ho
hen Spannungen für integrierte Halbleiterschaltungen, mit ei
ner Mehrzahl von Pumpstufen mit jeweils mindestens einem Lei
stungstransistor zur Erzeugung einer Pumpspannung auf einem
Leistungspfad, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Unter hohen Spannungen sollen in diesem Zusammenhang Spannun
gen verstanden werden, die betragsmäßig größer sind, als eine
an der betreffenden integrierten Halbleiterschaltung anlie
gende positive und /oder negative Versorgungsspannung Vdd/
Vss. Solche hohen positiven und auch negativen Spannungen
werden in den meisten modernen Halbleiterschaltungen benö
tigt. Dies betrifft insbesondere solche Schaltungen, die
Speicher wie zum Beispiel EEPROMs, DRAMs, FRAMs usw. beinhal
ten. Weiterhin führen bestimmte Anwendungen, wie z. B. kon
taktlose Systeme wie Handies, Chipkarten, Smartcards oder
drahtlose Einrichtungen der Medizintechnik zu immer kleineren
Designs (0,25 µm, 0,18 µm) in der Halbleitertechnologie der
integrierten Schaltungen, so daß es erforderlich ist, auch
die Versorgungsspannungen immer weiter zu verringern (2,5 Volt,
1,8 Volt, 1 Volt) und somit Ladungspumpen benötigt wer
den, die zur Erzeugung der eingangs genannten hohen Spannun
gen immer leistungsfähiger sein müssen. Da die Anwendungen im
allgemeinen batteriebetrieben sind, ist es außerdem er
wünscht, daß der Gesamtenergieverbrauch möglichst gering ge
halten wird, um eine lange Betriebsdauer zu ermöglichen.
In einem Halbleiterprozeß sind die Grundelemente aus p- und
n-dotierten Gebieten mit unterschiedlicher Dotierung aufge
baut, so daß sich eine Anzahl von pn-Übergängen sowie pnp-
und npn-Transistoren ergeben. Bei Standardanwendung werden
mit den Grundelementen (PMOS, NMOS, R, C) im allgemeinen nur
positive Spannungen mit einem maximalen Pegel von Vdd und ne
gative Spannungen mit einem minimalen Pegel Vss verwendet,
wobei standardmäßig die n-Wanne der PMOS-Transistoren an Vdd
und die p-Wanne der NMOS-Transistoren an Vss angeschlossen
ist. Entsprechend der Spezifikation sind somit die genannten
pn-Übergänge sinnvollerweise immer in Sperrrichtung gepolt
bzw. die pnp- und npn-Transistoren stets nichtleitend. Sobald
jedoch Spannungen benötigt werden, die sich von den Spannun
gen Vdd und Vss unterscheiden, sind spezielle Schaltungskon
zepte erforderlich, um bei der dann nicht mehr spezifikati
onsgerechten Beschaltung der Grundelemente die pn-Übergänge
sowie die pnp- und die npn-Transistoren gesperrt zu halten.
So darf zum Beispiel in einem n-Wannen-Prozeß die n-Wanne,
die mindestens einen p-dotierten Kanal eines PMOS-Transistors
enthält, nicht negativ geladen werden, da der Übergang n-
Wanne/p-Substrat eine vorwärts gepolte pn-Diode darstellt.
Entsprechend darf das Wannenpotential nicht kleiner werden
als das Spannungspotential an einem in diese Wanne gesetzten
Kontakt (positive Basis-Emitterspannung, pnp-Transistor, p+-
Kontakt/n-Wanne/p-Substrat).
Anhand der Fig. 5 bis 8 sollen zunächst zwei bekannte La
dungspumpen erläutert werden, mit denen bisher versucht wur
de, diese Probleme zu umgehen. Fig. 5 zeigt die Schaltung
einer Ladungspumpe für negative Ausgangsspannungen, während
in Fig. 7 eine entsprechende Schaltung für positive Aus
gangsspannungen dargestellt ist. Die Fig. 6 und 8 zeigen
jeweils ein Taktschema zum Ansteuern der Schaltung gemäß
Fig. 5 bzw. Fig. 7.
Die Schaltungen setzen sich jeweils aus N+1 Pumpstufen x zu
sammen, die hintereinandergeschaltet sind und gemeinsam einen
Leistungspfad bilden. Am Eingang der Schaltung liegt eine
Versorgungsspannung Vdd an, aus der die Pumpspannung Vpmp er
zeugt wird, die am Ausgang der Ladungspumpe einen Ladekonden
sator Cload auflädt. Die Schaltelemente einer Pumpstufe x
sind dabei jeweils mit dem gleichen zweiten Index x bezeich
net.
Der Ladungstransport zu dem Lastkondensator Cload erfolgt
über mehrere Leistungstransistoren M1x und Pumpkondensatoren
Cpx in jeder Pumpstufe x, die alternierend durchgeschaltet
bzw. gesperrt werden und die Pumpkondensatoren alternierend
auf- bzw. entladen. Zur Ansteuerung eines Leistungstransi
stors M1x weist jede Pumpstufe x ferner einen Steuertransi
stor M2x sowie einen Boostkondensator Cbx auf, die einen
Steuerkreis bilden. Von einem nicht dargestellten externen
Taktgeber werden den mit F1 bis F4 bezeichneten Anschlüssen
der Pump- und Boostkondensatoren in Fig. 5 bzw. 7 die je
weils gleich bezeichneten Taktsignale gemäß den Fig. 6
bzw. 8 zugeführt. Mit diesen Darstellungen soll nur deutlich
gemacht werden, zu welchen Zeitpunkten an den einzelnen Kon
densatoren Cbx, Cpx von zwei aufeinanderfolgenden Pumpstufen
Signale mit hohem bzw. niedrigem Pegel anliegen.
Im einzelnen liegt während einer ersten Taktphase t1 an dem
Pumpkondensator Cp2 der zweiten Stufe sowie dem Boostkonden
sator Cb1 der ersten Stufe ein Taktsignal mit niedrigem Pe
gel, und an dem Pumpkondensator Cp1 der ersten Stufe sowie
dem Boostkondensator Cb2 der zweiten Stufe ein Taktsignal mit
hohem Pegel an.
Der Leistungstransistor M11 der ersten Stufe führt dabei die
benötigte Ladung, während der Steuertransistor M21 der ersten
Stufe während der ersten Taktphase t1 zum Vorladen des Gates
des Leistungstransistors dient.
Während einer zweiten Taktphase t2, in der dem Pumpkondensa
tor Cp1 der ersten Stufe sowie dem Boostkondensator Cb2 der
zweiten Stufe ein Taktsignal mit niedrigem Pegel zugeführt
wird und an dem Pumpkondensator Cp2 der zweiten Stufe sowie
dem Boostkondensator Cb1 der ersten Stufe ein Taktsignal mit
hohem Pegel anliegt, ist der Steuertransistor M21 der ersten
Stufe geschlossen, und das Potential an dem Gate des Lei
stungstransistors M11 wird mit einem Boostpuls an dem Boost
kondensator Cb1 um maximal die Versorgungsspannung Vdd ver
mindert. Dadurch öffnet der Leistungstransistor M11 besonders
gut, und der Spannungsabfall über diesem Transistor M11 kann
minimiert werden.
Ein erstes Problem hierbei besteht jedoch darin, daß dieser
Mechanismus nur so lange zuverlässig arbeitet, wie in der er
sten Taktphase die Gate-Source-Spannung (Vgs-Spannung) des
Steuertransistors M21 (die der Drain-Source-Spannung über dem
Leistungstransistor M11 entspricht) größer als die Einsatz
spannung der hierfür verwendeten PMOS-Transistoren ist. Wenn
die Vgs-Spannung kleiner ist, als die Einsatzspannung der
PMOS-Transistoren, so wird das Gate des Leistungstransistors
M11 nicht mehr vorgeladen, so daß dieser Transistor M11 nicht
leitend bleibt und die Pumpe versagt.
Ein zweites Problem entsteht dann, wenn die Pumpe durch ein
Entladeelement am Ausgang der Schaltung spontan bis auf
0 Volt entladen wird. Auf den Gates der Leistungstransistoren
M1x bleiben dann nämlich Ladungen zurück, die dort ein rela
tiv hohes negatives bzw. positives Potential verursachen.
Dies hat zur Folge, daß alle Leistungstransistoren M1x stark
leitend sind und den Eingang der Pumpenschaltung mit ihrem
Ausgang verbinden. Wenn die Versorgungsspannung zu gering
ist, können nach erneutem Einschalten der Pumpe die Ladungen
auf den Gates der Leistungstransistoren nicht mehr entfernt
werden. Dies bedeutet, daß der Kurzschluß zwischen dem Ein
gang und dem Ausgang der Ladungspumpe erhalten bleibt und die
Pumpe nicht mehr hochlaufen kann.
Ein drittes Problem tritt schließlich dadurch auf, daß die
NMOS- bzw. PMOS-Transistoren mit ihrem Bulk-Anschluß (p- bzw.
n-Wanne) auf 0 Volt gehalten werden müssen oder per se auf
0 Volt liegen, damit der pn-Übergang Wanne-Substrat nicht lei
tend wird. Dies impliziert einen steigenden Substratsteuer
faktor mit steigendem positiven bzw. negativen Potential an
den Transistoren. Im einzelnen bedeutet dies, daß die Ein
satzspannung steigt, und zwar bei einem p-Wannenprozess stär
ker, als bei einem n-Wannenprozess. Dadurch wird die Aus
gangsspannung durch den letzten Transistor in der Kette (am
Ausgang, d. h. maximales Potential) in Abhängigkeit von der
Temperatur und der eingesetzten Technologie begrenzt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine La
dungspumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der
die drei oben genannten Probleme im wesentlichen nicht auf
treten, d. h. mit der auch bei geringen Betriebsspannungen ein
sicherer Pumpenbetrieb zur Erzeugung relativ hoher Ausgangs
spannungen möglich ist.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß Anspruch 1 mit einer Ladungs
pumpe der eingangs genannten Art, die sich insbesondere da
durch auszeichnet, daß der Leistungstransistor einen frei
verschaltbaren Bulk-Anschluß aufweist, mit dem eine Wannen
struktur des Leistungstransistors über einen von dem Leis
tungspfad im wesentlichen getrennten Wannen-Ladepfad auf ei
nem vorbestimmten Potential gehalten werden kann.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Er
findung zum Inhalt.
Danach kann zur Erzeugung des vorbestimmten Potentials ein
erster und ein zweiter Ladetransistor in den Wannen-Ladepfad
geschaltet sein. Die Ladetransistoren sind dabei in Reihe ge
schaltet, wobei deren Verbindungspunkt mit dem Bulk-Anschluß
des Leistungstransistors verbunden ist und die äußeren An
schlüssen der Reihenschaltung parallel zu den Ausgängen des
Leistungstransistors liegen. Ferner ist der Steueranschluß
des ersten und zweiten Ladetransistors jeweils mit einem er
sten bzw. zweiten Boostkondensator verbunden, an denen je
weils Taktsignale zur Steuerung der Ladungspumpe anliegen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung er
geben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer solchen Ausführungs
form;
Fig. 2 ein Taktschema zum Ansteuern der Ladungspumpe gemäß
Fig. 1;
Fig. 3 einen schematischen Strukturaufbau eines ersten
Transistors für die Schaltung gewisse Fig. 1;
Fig. 4 einen schematischen Strukturaufbau eines zweiten
Transistors für die Schaltung gemäß Fig. 1;
Fig. 5 eine erste bekannte Schaltung einer Ladungspumpe;
Fig. 6 ein Taktschema zum Ansteuern der Schaltung gemäß
Fig. 5;
Fig. 7 eine zweite bekannte Schaltung einer Ladungspumpe;
und
Fig. 8 ein Taktschema zum Ansteuern der Schaltung gemäß
Fig. 7.
Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild einer erfindungsgemäßen
Ladungspumpe für negative Ausgangsspannungen, die eine erste,
eine zweite, ggf weitere, sowie eine letzte Pumpstufe auf
weist. Am Eingang der Schaltung liegt eine Versorgungsspan
nung Vdd an, aus der mit den N+1 Pumpstufen am Ausgang der
Ladungspumpe die Pumpspannung Vpmp erzeugt wird, die einen
Ladekondensator Cload auflädt. Zwischen zwei Pumpstufen ist
jeweils ein Pumpkondensator Cpx mit dem Ladepfad verbunden,
der mit entsprechenden Pumptaktsignalen F1, F2 beaufschlagt
wird.
Ein wesentlicher. Unterschied zu der bekannten Schaltung gemäß
Fig. 5 besteht darin, daß durch die spezielle Verschaltung
der Transistoren in jeder Pumpstufe x der über einen Leis
tungstransistor M1x in jeder Pumpstufe verlaufende Leistungs
pfad von der Ansteuerung durch einen ersten und einen zweiten
Steuertransistor M2x, M3x getrennt ist. Der Leistungspfad ist
darüberhinaus auch von einem Wannenladepfad, der über einen
ersten und einen zweiten Wannen-Ladetransistor M4x, M5x ver
läuft, getrennt.
Im einzelnen weist jede Pumpstufe x den seriell in den Lade
pfad geschalteten Leistungstransistor M1x auf. Weiterhin sind
ein erster und ein zweiter Boostkondensator Cb1x, Cb2x vorge
sehen, an deren ersten Anschlüssen Boost-Taktsignale F1', F4;
F2', F3 anliegen. Der zweite Anschluß des ersten Boostkonden
sators Cb1x ist mit einem Steuereingang des ersten Steuer
transistors M2x, einem ersten Ausgang des zweiten Steuertran
sistors M3x, sowie einem Steuereingang des zweiten Ladetran
sistors M5x verbunden. Der zweite Anschluß des zweiten Boost
kondensators Cb2x liegt an Steuereingängen des zweiten Steu
ertransistors M3x, des Leistungstransistors M1x und des er
sten Ladetransistors M4x, sowie an einem ersten Ausgang des
ersten Steuertransistors M2x an. Die Ausgänge des ersten und
zweiten Ladetransistors M4x, M5x sind in Reihe geschaltet,
wobei die äußeren Anschlüsse der Reihenschaltung parallel zu
den Ausgängen des Leistungstransistors M1x geschaltet sind.
Die Bulk-Anschlüsse B des ersten und zweiten Ladetransistors
M4x, M5x sowie des Leistungstransistors M1x sind mit dem Ver
bindungspunkt der Reihenschaltung der Ladetransistoren ver
bunden. Schließlich ist der Pumpkondensator Cpx mit seinem
zweiten-Anschluß an den ausgangsseitigen Ladepfad der jewei
ligen Pumpstufe x geschaltet.
Eine Struktur eines der in dieser, zur Erzeugung von negati
ven Ausgangsspannungen vorgesehenen Ladungspumpe verwendeten
Transistoren ist in Fig. 3 gezeigt. Es handelt sich dabei um
einen NMOS-Transistor mit frei verschaltbarem Bulk-Anschluß
B. Fig. 4 zeigt die entsprechende Struktur eines PMOS-
Transistors für eine Ladungspumpe zur Erzeugung von positiven
Ausgangsspannungen.
Der NMOS-Transistor muß gemäß Fig. 3 in einem n-Wannenprozeß
als sogenannter Tripplewelltransistor hergestellt werden. Die
Struktur umfaßt somit in einer p-Epitaxialschicht 10 (p-Sub
strat) eine erste n-Wanne 11, in die eine zweite p-Wanne 12
eingebracht ist. Über dieser zweiten p-Wanne 12 wird in be
kannter Weise eine Gateelektrode 13 angeordnet. In der ersten
n-Wanne 11 befinden sich erste, n+-dotierte Bereiche (n+-
Junctions) 11a, 11b, die mit Masse verbunden sind. In der
zweiten p-Wanne 12 befindet sich ein zweiter, n+-dotierter
Bereich 12a (n+-Junction) für den Drainanschluß D, sowie ein
dritter, n+-dotierter Bereich 12b (n+-Junction) für den Sour
ceanschluß S des NMOS-Transistors. Die Gateelektrode 13 ist
mit dem Gateanschluß G des NMOS-Transistors verbunden, wäh
rend an einem vierten, p+-dotierten Bereich 12c (p+-Junction)
in der zweiten p-Wanne 12 der Bulk-Anschluß B anliegt. In
diese Figur ist schließlich auch das "Problemelement" einge
zeichnet, nämlich der npn-Transistor zwischen der n+-Junction
12a, der zweiten p-Wanne 12 und der ersten n-Wanne 11.
Der PMOS-Transistor umfaßt gemäß Fig. 4 eine in eine p-
Epitaxialschicht 20 (p-Substrat) eingebrachte n-Wanne 21,
über der in bekannter Weise eine Gateelektrode 23 angeordnet
ist. In der n-Wanne 21 befinden sich erste, n+-dotierte Be
reiche 21a, 21b, die den Bulkanschluß B des PMOS-Transistors
bilden. Weiterhin sind ein zweiter und ein dritter, jeweils
p+-dotierter Bereich 21c, 21d vorgesehen, die den Drain- bzw.
Sourceanschluß D, S des Transistors darstellen, während der
Gateanschluß G an der Gateelektrode 23 anliegt. Auch in diese
Figur ist das "Problemelement" eingezeichnet, nämlich der
pnp-Transistor zwischen der p+-Junction 21c, der n-Wanne 21
und der p-Epitaxialschicht 20.
Da die p-Substrate 10, 20 aufgrund der genannten "Problemele
mente" auf einer Spannung Vss (etwa 0 Volt) gehalten werden
müssen, ergeben sich die folgenden Betriebsbedingungen für
die Transistoren:
Vpwanne - Vdnpn <= Vjunction, wobei Vdnpn die Basiseinsatz spannung des npn-Transistors ist, sowie
Vnwanne + Vdpnp <= Vjunction, wobei Vdpnp die Basiseinsatz spannung des pnp-Transistors ist.
Vpwanne - Vdnpn <= Vjunction, wobei Vdnpn die Basiseinsatz spannung des npn-Transistors ist, sowie
Vnwanne + Vdpnp <= Vjunction, wobei Vdpnp die Basiseinsatz spannung des pnp-Transistors ist.
Durch die in Fig. 1 gezeigte, erfindungsgemäße Verschaltung
der Transistoren in jeder Pumpstufe, das heißt die Trennung
des Leistungspfades von der Ansteuerung sowie dem Wannen-
Ladepfad, ist es möglich, auch noch bei einer extrem niedri
gen Spannungsdifferenz über dem Leistungstransistor M1x das
Gate dieses Transistors sowie die Wannen-Ladetransistoren
M4x, M5x mit dem durch den ersten und zweiten Steuertransi
stor M2x, M3x sowie den ersten und zweiten Boostkondensator
Cb1x, Cb2x definierten Spannungshub zu schalten. Dadurch wird
sichergestellt, daß in jedem Zustand die oben genannten Be
triebsbedingungen für den npn-Transistor - bzw. im Falle ei
ner Schaltung für positive Ausgangsspannungen für den pnp-
Transistor - eingehalten werden. Dies wird dadurch erreicht,
daß die n-Wanne 11, 21 immer auf das jeweils niedrigste der
an den n+-Junctions anliegende Potential geladen wird, bevor
an den npn-Transistor (bzw. pnp-Transistor) eine Basis-Emit
terspannung angelegt wird, die größer ist als die Versor
gungsspannung Vdd.
Das Taktschema zum Ansteuern der Boostkondensatoren Cb1x,
Cb2x mit den Taktsignalen F1', F2', F3, F4 sowie der Pumpkon
densatoren Cpx mit den Taktsignalen F1, F2 ist in Fig. 2 ge
zeigt. Die Bezeichnungen an den Taktsignalen korrespondieren
dabei wieder jeweils mit den Bezeichnungen der freien An
schlüsse der Boost- und Pumpkondensatoren in Fig. 1. Bei
spielhaft seien die Zustände der Transistoren für zwei Zeit
punkte t1 und t2 (siehe Fig. 2) erläutert, wobei angenommen
sei, daß die Ladungspumpe die drei in Fig. 1 gezeigten Stu
fen umfaßt (N = 2). Es kann dabei davon ausgegangen werden,
daß ein hoher Spannungspegel (vorgegebene Einsatzspannung)
eines Taktsignals etwa der Versorgungsspannung Vdd entspricht
und ein niedriger Spannungspegel im wesentlichen Massepoten
tial darstellt.
Während eines ersten Zeitpunktes t1 liegt an dem ersten
Boostkondensator Cb11 der ersten Stufe, dem zweiten Boostkon
densator Cb22 der zweiten Stufe, dem ersten Boostkondensator
Cb13 der dritten Stufe sowie dem zweiten Pumpkondensator Cp2
(der Kondensator CpN in Fig. 1 stellt dabei im Falle einer
dreistufigen Ladungspumpe diesen zweiten Pumpkondensator Cp2
dar) der niedrige Spannungspegel an. Der zweite Boostkonden
sator Cb21 der ersten Stufe, der erste Boostkondensator Cb12
der zweiten Stufe, der zweite Boostkondensator Cb23 der drit
ten Stufe sowie der erste Pumpkondensator Cp1 werden mit dem
hohen Spannungspegel beaufschlagt.
Während eines zweiten Zeitpunktes t2 sind die Pegelverhält
nisse umgekehrt, das heißt an dem ersten Boostkondensator
Cb11 der ersten Stufe, dem zweiten Boostkondensator Cb22 der
zweiten Stufe, dem ersten Boostkondensator Cb13 der dritten
Stufe sowie dem zweiten Pumpkondensator Cp2 liegt jeweils der
hohe Spannungspegel an. Entsprechend erhält der zweite Boost
kondensator Cb21 der ersten Stufe, der erste Boostkondensator
Cb12 der zweiten Stufe, der zweite Boostkondensator Cb23 der
dritten Stufe sowie der erste Pumpkondensator Cp1 den niedri
gen Spannungspegel.
Auf den zweiten Zeitpunkt t2 folgen wieder die Pegelzustände
des ersten Zeitpunktes t1, so daß diese sich gemäß der Dar
stellung in Fig. 2 während des Betriebes der Ladungspumpe
abwechseln. Dadurch werden die Leistungstransistoren M1x der
Ladungspumpe alternierend durchgeschaltet bzw. gesperrt und
die Pumpkondensatoren Cpx alternierend aufgeladen bzw. entla
den, so daß ein schrittweiser Ladungstransport vom Eingang
der Ladungspumpe zu dem Ladekondensator Cload erfolgt und die
Pumpspannung Vpmp entsprechend stufenweise aufgebaut wird.
Wenn die Pumpspannung Vpmp am Ausgang der Ladungspumpe nicht
mehr benötigt wird, so werden zunächst nur die Taktsignale
F1, F2 an den Pumpkondensatoren Cpx abgeschaltet, während die
Taktsignale F1', F2', F3, F4 an den Boostkondensatoren Cb1x,
Cb2x noch weiter laufen. Dadurch werden die in der Ladungs
pumpe und insbesondere im Ladekondensator Cload gespeicherten
Ladungen schrittweise wieder zur Spannungsquelle Vss zurück
gepumpt, und ein zusätzliches Entladen der Pumpspannung
(Hochspannung) am Ausgang der Ladungspumpe ist nicht mehr er
forderlich. Dies hat den Vorteil, daß die dadurch verursachte
erhebliche Belastung der verwendeten Transistoren entfällt,
so daß eine wesentlich höherer Dauerbelastbarkeit und Lebens
dauer erzielt wird.
Mit der erfindungsgemäßen Schaltung und der speziellen Art
der Spannungsverdoppelung in jeder Pumpstufe sowie der Tren
nung des Leistungspfades von der Ansteuerung ist es möglich,
die Wannen des Systems definiert auf das jeweils niedrigste
(bei Erzeugung einer negativen Spannung) beziehungsweise
höchste (bei Erzeugung einer positiven Spannung) anliegende
Potential zu laden, so daß die vorhandenen parasitären Bipo
lar-Transistoren nicht mehr oder nur noch schwach leitend
werden. Dadurch kann auch unter extremen Bedingungen (nied
rige Versorgungsspannung, hohe Temperatur) eine nur durch die
Diodendurchbruchspannung begrenzte Hochspannung wirksam und
direkt auf dem Chip ("on-chip") erzeugt werden.
Weiterhin wird mit der Ladungspumpe auch das eingangs genann
te zweite Problem gelöst, da durch diese Art des Entladens
der Ladungspumpe auch die Ladungen auf den Gates der Leis
tungstransistoren M1x entfernt werden. Somit kann auch bei
geringer Versorgungsspannung kein Kurzschluß zwischen dem
Eingang und dem Ausgang der Pumpe auftreten, so daß diese
nach einer Betriebspause problemlos wieder gestartet werden
kann.
Wenn der Bedarf besteht, positive Pumpspannungen mit Schal
tungselementen zu erzeugen, die mit einem n-Wannenprozeß her
gestellt werden, jedoch auf die Prozeßschritte, die ein NMOS-
Tripplewell-Transistor erfordert, verzichtet und eine Schal
tung mit Standardelementen realisiert werden soll, so ist es
möglich, das erfindungsgemäße Schaltungsprinzip auf eine ge
genüber der Fig. 1 komplementäre Schaltung mit PMOS-Transis
toren und geschalteter n-Wanne beliebig zu übertragen. Da
durch eröffnet sich die Möglichkeit, das erfindungsgemäße
Schaltungsprinzip bei einer Vielzahl von gegenwärtig einge
setzten Schaltungen zu verwenden.
M1x Leistungstransistoren
M2x, M3x Steuertransistoren
M4x, M5x Wannen-Ladetransistoren
Cpx Pumpkondensatoren
Cb1x, Cb2x Boostkondensatoren
B Bulk-Anschluß
M2x, M3x Steuertransistoren
M4x, M5x Wannen-Ladetransistoren
Cpx Pumpkondensatoren
Cb1x, Cb2x Boostkondensatoren
B Bulk-Anschluß
10
p-Epitaxialschicht
11
erste n-Wanne
11
a,
11
b erste, n+-dotierte Bereiche
12
zweite p-Wanne
12
a,
12
b zweiter bzw. dritter, n+-dotierter Bereich
12
c vierter p+-dotierter Bereich
13
Gateelektrode
20
p-Epitaxialschicht
21
n-Wanne
21
a,
21
b erste, n+-dotierte Bereiche
21
c,
21
d zweiter bzw. dritter, p+-dotierter Bereich
23
Gateelektrode
D Drain
S Source
G Gate
D Drain
S Source
G Gate
Claims (8)
1. Ladungspumpe zum Erzeugen von hohen Spannungen für inte
grierte Halbleiterschaltungen, mit einer Mehrzahl von
Pumpstufen mit jeweils mindestens einem Leistungstransistor
zur Erzeugung einer Pumpspannung auf einem Leistungspfad,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leistungstransistor (M1x) einen frei verschaltbaren Bulk-
Anschluß (B) aufweist, mit dem eine Wannenstruktur des Lei
stungstransistors über einen von dem Leistungspfad im wesent
lichen getrennten Wannen-Ladepfad auf einem vorbestimmten Po
tential gehalten werden kann.
2. Ladungspumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erzeugung des vorbestimmten Potentials ein erster und ein
zweiter Wannen-Ladetransistor (M4x, M5x) in den Wannen-
Ladepfad geschaltet ist.
3. Ladungspumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wannen-Ladetransistoren (M4x, M5x) in Reihe geschaltet
sind, wobei deren Verbindungspunkt mit dem Bulk-Anschluß (B)
des Leistungstransistors (M1x) verbunden ist und die äußeren
Anschlüssen der Reihenschaltung parallel zu den Ausgängen des
Leistungstransistors liegen.
4. Ladungspumpe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Steueranschluß des ersten und zweiten Wannen-Ladetransis
tors (M4x, M5x) jeweils mit einem ersten bzw. zweiten Boost
kondensator (Cb1x, Cb2x) verbunden ist, an denen jeweils
Taktsignale zur Steuerung der Ladungspumpe anliegen.
5. Ladungspumpe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein erster und ein zweiter Steuertransistor (M2x, M3x) vorge
sehen ist, die jeweils von dem ersten bzw. zweiten Boostkon
densator (Cb1x, Cb2x) beaufschlagt werden und einen Steuer
kreis bilden, mit dem der Leistungstransistor (M1x) angesteu
ert wird.
6. Ladungspumpe nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen jeweils zwei Pumpstufen ein Pumpkondensator (Cpx)
geschaltet ist, und daß eine Einrichtung zur Erzeugung der
Taktsignale vorgesehen ist, mit denen die Boost- und die
Pumpkondensatoren angesteuert werden, wobei zum Abschalten
der Ladungspumpe die Taktsignale an den Boostkondensatoren
(Cb1x, Cb2x) zunächst aktiviert bleiben, um die in der La
dungspumpe gespeicherten Ladungen wieder abzuführen.
7. Ladungspumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leistungstransistor (M1x) ein NMOS-Transistor in Form ei
nes Tripplewell-Transistors mit einer ersten n-Wanne (11) so
wie einer darin befindlichen zweiten p-Wanne (12) ist, und
der Bulk-Anschluß (B) mit einem p+-dotierten Bereich (12c) in
der zweiten Wanne (12) verbunden ist.
8. Ladungspumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leistungstransistor (M1x) ein PMOS-Transistor mit einer
n-Wanne (21) ist, und der Bulk-Anschluß (B) mit mindestens
einem n+-dotierten Bereich (21a, 21b) in der Wanne (21) ver
bunden ist.
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