DE19950224A1 - Doppelschaltendes Steuerventil für einen Injektor eines Kraftstoffeinspritzsystems für Brennkraftmaschinen mit kugelförmigem Stellglied - Google Patents
Doppelschaltendes Steuerventil für einen Injektor eines Kraftstoffeinspritzsystems für Brennkraftmaschinen mit kugelförmigem StellgliedInfo
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Abstract
Es wird ein Steuerventil (15) für Injektoren von Einspritzsystemen für Brennkraftmaschinen vorgeschlagen, bei dem das Stellglied eine Kugel (45) ist, die von einem Aktor über einen hydraulischen Übersetzer (69) betätigt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein doppeltschaltendes Steuerventil
für einen Injektor eines Kraftstoffeinspritzsystems für
Brennkraftmaschinen mit einem von einem Aktor betätigten
Stellglied, wobei das Stellglied und eine Bohrung eines
Gehäuses einen ersten Ringraum bilden, der mit einem
Kraftstoffrücklauf und mit einem Steuerraum in Verbindung
steht, wobei das Stellglied mittels eines in einer ersten
Führungsbohrung geführten Stößels axial verschiebbar ist,
und wobei das Stellglied Mittel zum Abdichten des ersten
Ringraums von dem Kraftstoffrücklauf und Mittel zum
Abdichten des ersten Ringraums von dem Steuerraum aufweist
und einen Injektor nach dem Oberbegriff des nebengeordneten
Anspruchs 14.
Bei derartigen Steuerventilen nach dem Stand der Technik
besteht das Stellglied aus einem Bund und an diesen
anschließenden Dichtkegeln, wobei das Stellglied mindestens
von einem Stößel geführt wird. Nachteilig an diesen
Stellgliedern sind der hohe Fertigungsaufwand und die
starke mechanische Beanspruchung am Übergang zwischen
Stößel und Stellglied und an den Übergängen von Bund und
Dichtkegeln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
doppeltschaltendes Steuerventil für einen Injektor eines
Kraftstoffeinspritzsystems und einen Injektor
bereitzustellen, welche einfach und kostengünstig
herstellbar sind und besonders zuverlässig arbeiten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
Steuerventil für den Injektor eines
Kraftstoffeinspritzsystems für Brennkraftmaschinen mit
einem von einem Aktor betätigten Stellglied, wobei das
Stellglied und eine Bohrung eines Gehäuses einen ersten
Ringraum bilden, der mit einem Kraftstoffrücklauf und mit
einem Steuerraum in Verbindung steht, wobei das Stellglied
mittels eines in einer ersten Führungsbohrung geführten
Stößels axial verschiebbar ist, wobei das Stellglied Mittel
zum Abdichten des ersten Ringraums von dem
Kraftstoffrücklauf und Mittel zum Abdichten des ersten
Ringraums von dem Steuerraum aufweist und wobei das
Stellglied eine Kugel ist.
Das erfindungsgemäße Steuerventil hat den Vorteil, dass das
Stellglied eine besonders einfache Geometrie aufweist, die
fertigungstechnisch unproblematisch ist, und die mangels
Kerben odgl. mechanisch hoch belastbar ist. Durch die
Kugelform des Stellglieds sind die Mittel zum Abdichten in
das Stellglied integriert, so dass kein zusätzlicher
Fertigungsaufwand erforderlich ist. Außerdem kann das
Stellglied von den Dichtsitzen des Gehäuses zentriert
werden, so dass sich Fluchtungsfehler der Dichtsitze nicht
negativ auswirken.
Bei einer Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass eine
Dichtfeder vorhanden ist, die auf die Kugel entgegen der
Betätigungsrichtung des Aktors einwirkt, so dass die
Dichtwirkung des Stellglieds zwischen Haupteinspritzung und
Voreinspritzung verbessert wird. Außerdem bringt die
Dichtfeder bei fehlendem Druck im Steuerraum das
Steuerventil stets in eine definierte Schaltstellung.
Bei weiteren Ausgestaltungen der Erfindung stützt sich die
Dichtfeder gegen einen Absatz einer in der Bohrung
angeordneten Hülse und wirkt über einen in der Bohrung
angeordneten Federkolben auf die Kugel einwirkt, so dass
eine kurze und kompakt bauende Dichtfeder ermöglicht wird.
In Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Hülse
einen Ablaufkanal und eine Ablaufdrossel aufweist, so dass
eine kompakte Bauweise erreicht und die Herstellung
erleichtert wird.
Bei weiteren Ausgestaltungen der Erfindung weist die Hülse
einem mit der Kugel zusammenwirkenden zweiten Dichtsitz auf
und ist der Übergang zwischen der Bohrung und der ersten
Führungsbohrung als mit der Kugel zusammenwirkender erster
Dichtsitz ausgebildet ist, so dass der Platzbedarf des
erfindungsgemäßen Steuerventils weiter verringert wird.
In Ergänzung der Erfindung sind der erste Dichtsitz und der
zweite Dichtsitz kegelstumpfförmig, so dass deren
Herstellung einfach ist und über die gesamte Lebensdauer
eine gute Dichtwirkung erzielt wird.
Eine Variante der Erfindung sieht vor, dass die Mittel zum
Abdichten des zweiten Ringraums vom Steuerraum und die
Mittel zum Abdichten des ersten Ringraums vom
Kraftstoffrücklauf auf der Oberfläche der Kugel verlaufende
Dichtlinien sind, so dass ein besonders kompakter und
einfacher Aufbau erreicht wird.
In Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stößel
mittels eines hydraulischen Übersetzers von dem Aktor
betätigt wird, so dass das Steuerventil einfach an
verschiedene Aktoren hinsichtlich Schließkraft und Stellweg
adaptierbar ist.
Bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung begrenzen die der
Kugel abgewandte Stirnseite des Stößels und ein von dem
Aktor betätigter Kolben einen flüssigkeitsgefüllten
Druckraum des hydraulischen Übersetzers begrenzen, so dass
die Weg- oder Kraftübersetzung verlustarm sowie mit
geringem Bauaufwand und Platzbedarf erfolgt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird das
Steuerventil als 2/3-Steuerventil betrieben, so dass die
Bemessung kleinster Voreinspritzmengen verbessert wird.
Bei einer Variante der Erfindung ist der Aktor ein Piezo-
Aktor, so dass große Stellkräfte und ein schnelles
Ansprechen gewährleistet sind.
In weiterer Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Einspritzsystem ein Common-Rail-Einspritzsystem ist, so
dass die Vorteile des erfindungsgemäßen Steuerventils auch
diesen Einspritzsystemen zugute kommen.
Die eingangs genannte Aufgabe wird auch gelöst durch einen
Injektor für ein Kraftstoffeinspritzsystem für
Brennkraftmaschinen mit einem von einem Steuerventil
gesteuerten Steuerraum wobei das Steuerventil ein von einem
Aktor betätigtes Stellglied aufweist, wobei das Stellglied
und eine Bohrung eines Gehäuses einen ersten Ringraum
bilden, der mit einem Kraftstoffrücklauf und mit einem
Steuerraum in Verbindung steht, wobei das Stellglied
mittels eines in einer ersten Führungsbohrung geführten
Stößels axial verschiebbar ist, wobei das Stellglied Mittel
zum Abdichten des ersten Ringraums von dem
Kraftstoffrücklauf und Mittel zum Abdichten des ersten
Ringraums von dem Steuerraum aufweist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Stellglied eine Kugel ist.
Der erfindungsgemäße Injektor hat den Vorteil, dass das
Steuerventil eine besonders einfache, mechanisch hoch
belastbare Geometrie aufweist.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen sind der
nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den
Ansprüchen entnehmbar. Es zeigen:
Fig. 1 einen Injektor für ein Kraftstoffeinspritzsystem
mit einem schematisiert dargestellten Steuerventil;
Fig. 2 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Steuerventils im Schnitt; und
Fig. 3 ein Diagramm des zeitlichen Ablaufs einer
Einspritzung.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Injektor dargestellt.
Über einen Hochdruckanschluss 1 wird Kraftstoff über einen
Zulaufkanal 5 zu einer Einspritzdüse 7 sowie über eine
Zulaufdrossel 9 in einen Steuerraum 11 geführt. Der
Steuerraum 11 ist über einen Abflusskanal 12 und eine
Ablaufdrossel 13, die durch ein Steuerventil 15 geöffnet
werden kann, mit einem Kraftstoffrücklauf 17 verbunden.
Der Steuerraum 11 wird von einem Steuerkolben 19 begrenzt.
An den Ventilkolben 19 schließt eine Düsennadel 21 an, die
verhindert, dass der unter Druck stehende Kraftstoff
zwischen den Einspritzungen in den nicht dargestellten
Brennraum fließt. Die Düsennadel 21 weist eine
Querschnittsänderung 23 von einem größeren Durchmesser 25
auf einen kleineren Durchmesser 27 auf. Mit ihrem größeren
Durchmesser 25 ist die Düsennadel 21 in einem Gehäuse 29
geführt. Die Querschnittsänderung 23 begrenzt einen
Druckraum 31 der Einspritzdüse 7.
Bei geschlossener Ablaufdrossel 13 ist die auf eine
Stirnfläche 33 des Ventilkolbens 19 wirkende hydraulische
Kraft größer als die auf die Querschnittsänderung 23
wirkende hydraulische Kraft, weil die Stirnfläche 33 des
Ventilkolbens 19 größer als die Ringfläche der
Querschnittsänderung 23 ist. In Folge dessen wird die
Düsennadel 21 in einen Düsennadelsitz 35 gepresst und
dichtet den Zulaufkanal 5 zum nicht dargestellten Brennraum
ab.
Wenn die nicht dargestellte Hochdruckpumpe des
Kraftstoffeinspritzsystems nicht angetrieben wird, weil der
Motor steht, dann schließt eine auf einen Absatz 37 der
Düsennadel 21 wirkende Düsenfeder 39 die Einspritzdüse 7
bzw. den Injektor.
Wenn die Ablaufdrossel 13 bzw. das Steuerventil 15 geöffnet
wird, sinkt der Druck im Steuerraum 11 und damit die auf
die Stirnfläche 33 des Steuerkolbens 19 wirkende
hydraulische Kraft. Sobald diese hydraulische Kraft kleiner
ist als die auf die Querschnittsänderung 23 wirkende
hydraulische Kraft, öffnet die Düsennadel 21, so dass der
Kraftstoff 3 durch die nicht dargestellten Spritzlöcher in
den Brennraum gelangen kann. Diese indirekte Ansteuerung
der Düsennadel 21 über ein hydraulisches
Kraftverstärkersystem ist notwendig, weil die zu einem
schnellen Öffnen der Düsennadel 21 benötigten Kräfte mit
dem Steuerventil 15 nicht direkt erzeugt werden können. Die
dabei zusätzlich zu der in den Brennraum eingespritzten
Kraftstoffmenge benötigte sogenannte "Steuermenge" gelangt
über die Zulaufdrossel 9, den Steuerraum 11 und das
Steuerventil 15 in den Kraftstoffrücklauf 17.
Zusätzlich zur Steuermenge entsteht auch noch an der
Düsennadelführung und der Ventilkolbenführung eine Leckage.
Die Steuer- und die Leckagemengen können bis zu 50 mm3/Hub
betragen. Sie werden über den Kraftstoffrücklauf 17 wieder
in den nicht dargestellten Kraftstoffbehälter
zurückgeführt. Zwischen den Einspritzungen wird die
Ablaufdrossel 13 durch das Steuerventil 15 verschlossen.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Steuerventils. In dem Gehäuse 29 ist eine Bohrung 41
vorgesehen. Koaxial zur Bohrung 41 ist eine erste
Führungsbohrung 43 vorhanden. Das Stellglied ist eine Kugel
45. Die Bohrung 41 und die Kugel 45 bilden einen ersten
Ringraum 47. In axialer Richtung wird der erste Ringraum 47
durch zwei als Dichtsitze 49 und 51 ausgebildete
Kegelstümpfe begrenzt. Wenn die Kugel 45 gegen einen der
beiden Dichtsitze 49 oder 51 gepresst wird, ergeben sich
auf der Kugel 45 nicht dargestellte kreisförmige
Dichtlinien dort wo Kugel und erster oder zweiter Dichtsitz
49 oder 51 einander berühren. Der Kegelwinkel der
Dichtsitze 49 und 51 bestimmt den Durchmesser der
Dichtlinien. Durch die Wahl des Kegelwinkels kann somit die
aus dem Druck im Steuerraum 11 resultierende Kraft auf die
Kugel 45 bei geschlossenem Steuerventil beeinflusst werden.
In der ersten Führungsbohrung 43 ist ein Stößel 53 geführt,
der auf die Kugel 45 wirkt. Der Stößel 53 ist an seinem der
Kugel 45 zugewandten Ende abgesetzt, so dass, wenn die
Kugel 45 nicht auf dem ersten Dichtsitz 49 aufsitzt eine
hydraulische Verbindung zwischen erstem Ringraum 47 und
Kraftstoffrücklauf 17 besteht.
Der zweite Dichtsitz 51 ist Teil einer Hülse 55, die im
gezeigten Ausführungsbeispiel in das Gehäuse 29 eingepresst
ist. In die Hülse 55 sind auch noch der Ablaufkanal 12 und
die Ablaufdrossel 13 integriert. Der Außendurchmesser der
Hülse 55 weist einen Absatz 59 auf, der zusammen mit der
Bohrung 41 einen zweiten Ringraum 61 bildet. In dem zweiten
Ringraum 61 sind eine Dichtfeder 63 und ein geschlitzter
Federkolben 65 angeordnet. Der Federkolben 65 ist axial
verschiebbar in der Bohrung 41 geführt und wird von der
Dichtfeder 63 gegen die Kugel 45 gepresst. Dabei ist das
Spiel zwischen Federkolben 65 und Bohrung 41 ist so
bemessen, dass in dem Teil des zweiten Ringraums 61 in dem
sich die Dichtfeder 63 befindet, stets der gleiche Druck
wie im ersten Ringraum 47 herrscht. Die auf die Kugel 45
wirkende Kraft der Dichtfeder 63 erhöht die Dichtheit
zwischen Kugel 45 und erstem Dichtsitz 49, wenn das
Steuerventil in die entsprechende Schaltstellung gesteuert
ist.
Betätigt wird das Steuerventil durch einen nicht
dargestellten Aktor, der auf den Stößel 53 über einen
hydraulischen Übersetzer 69 einwirkt. Der Aktor ist mit
einem Kolben 71 verbunden, der Druck auf die in dem
Druckraum 73 des Übersetzers 69 befindliche Flüssigkeit
ausübt. Zwischen Kolben 71 und Stößel 53 ist eine
Tellerfeder 72 angeordnet, die dafür sorgt, dass der Aktor
in seine Ausgangslage zurückbewegt wird und der
hydraulische Übersetzer 69 funktionsfähig bleibt. Die
beiden Absätze an den einander zugewandten Stirnseiten von
Stößel 53 und Kolben 71 verhindern, dass die Tellerfeder 72
unzulässig zusammengedrückt wird.
Wenn der Aktor ein Piezo-Aktor ist, kann der Aktor große
Kräfte über einen kleine Weg aufbringen. In diesem Fall ist
die gezeigte Konstellation des Übersetzers 69 sinnvoll, in
der der Kolben 71 eine größeren Durchmesser als der Stößel
53 hat. Wenn der Aktor z. B. elektromagnetisch wirkt,
können kleine Kräfte über einen großen Weg übertragen
werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Durchmesser
des Kolbens 71 kleiner als den des Stößels 53 zu wählen.
Durch die Dichtfeder 63 ist auch sichergestellt, dass die
Kugel 45 auch bei fehlendem Druck im Steuerraum 11 in eine
erste Schaltstellung a gebracht wird. Außerdem ist der
Aktor nur auf Druck belastet, was insbesondere bei der
Verwendung von Piezo-Aktoren wichtig ist, da diese Aktoren
in dieser Betriebsart besonders zuverlässig arbeiten.
Das erfindungsgemäße Steuerventil wird idR als 2/3-
Steuerventil eingesetzt. In der ersten Schaltstellung a
wird der Kraftstoffrücklauf 17 von dem ersten Ringraum 47
hydraulisch getrennt. In einer zweiten Schaltstellung b
wird der Steuerraum 11 von dem ersten Ringraum 47
hydraulisch getrennt.
In beiden Schaltstellungen a und b ist der Steuerraum 11
von dem Kraftstoffrücklauf 17 getrennt; d. h. die
Einspritzdüse 7 ist geschlossen. Beim Übergang von erster
Schaltstellung a zu zweiter Schaltstellung b ist für kurze
Zeit eine hydraulische Verbindung zwischen Steuerraum 11
und Kraftstoffrücklauf 17 vorhanden; d. h. der Druck im
Steuerraum 11 bricht mindestens teilweise zusammen und die
Einspritzdüse 7 öffnet kurzzeitig. Dieses kurzzeitige
Öffnen wird für eine Voreinspritzung genutzt. Die
Voreinspritzmenge und -dauer kann durch die Auslegung des
Aktors und der Ablaufdrossel 13 mit großer
Wiederholgenauigkeit konstruktiv festgelegt werden.
In der dritten Schaltstellung c nimmt die Kugel 45 eine
Zwischenstellung zwischen erstem und zweitem Dichtsitz 49
und 51 ein. Diese Schaltstellung c löst die
Haupteinspritzung aus.
Fig. 3 zeigt den zeitlichen Verlauf des Hubs 95 der
Düsennadel 21 in Abhängigkeit der drei Schaltstellungen a,
b und c. In beiden Diagrammen 5a und 5b ist auf der
Abszisse die Zeit t aufgetragen. Die Ordinate des Diagramms
5a zeigt die Schaltstellungen a, b, und c des
Steuerventils, während die Ordinate des Diagramms 5b den
Hub 95 der Düsennadel 21 darstellt.
Ausgehend von der ersten Schaltstellung a wird das
Steuerventil 15 vom Aktor in die zweite Schaltstellung b
bewegt. Während des Übergangs zwischen beiden
Schaltstellungen öffnet die Düsennadel 21 ein wenig.
Dadurch wird die Voreinspritzmenge in den Brennraum
eingespritzt. Um die Voreinspritzmenge zu erhöhen kann das
Steuerventil 15 während der Voreinspritzung auch kurzzeitig
in der dritten Schaltstellung c verharren. Diese Variante
ist durch die gestrichelten Linien dargestellt.
Die Haupteinspritzung erfolgt, indem das Steuerventil von
der zweiten Schaltstellung b in die dritte Schaltstellung c
gesteuert wird. Diese Schaltstellung wird solange aufrecht
erhalten, bis die erforderliche Einspritzmenge eingespritzt
wurde. Danach wird die Haupteinspritzung beendet, indem das
Steuerventil in die erste Schaltstellung a gebracht wird.
Anhand dieses Ablaufs wird auch ein weiterer Vorteil des
erfindungsgemäßen Steuerventils deutlich: Der Aktor muss
lediglich beim Übergang von der ersten Schalstellung a in
die zweite Schaltstellung b Arbeit gegen den Druck im
Steuerraum 11 verrichten, so dass der Bedarf an
Antriebsenergie sehr gering ist. Außerdem führt der während
dieses Übergangs sinkende Druck im Steuerraum zu einer
geringen Leistungsanforderung.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (16)
1. Steuerventil für den Injektor eines
Kraftstoffeinspritzsystems für Brennkraftmaschinen mit
einem von einem Aktor betätigten Stellglied (45), wobei das
Stellglied (45) und eine Bohrung (41) eines Gehäuses (29)
einen ersten Ringraum (47) bilden, der mit einem
Kraftstoffrücklauf (17) und mit einem Steuerraum (11) in
Verbindung steht, wobei das Stellglied (45) mittels eines
in einer ersten Führungsbohrung (43) geführten Stößels (53)
axial verschiebbar ist, wobei das Stellglied (45) Mittel
zum Abdichten des ersten Ringraums (47) von dem
Kraftstoffrücklauf (17) und Mittel zum Abdichten des ersten
Ringraums (54) von dem Steuerraum (11) aufweist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Stellglied eine Kugel (45) ist.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Dichtfeder (63) vorhanden ist, die auf die Kugel
(45) entgegen der Betätigungsrichtung des Aktors einwirkt.
3. Steuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Dichtfeder (63) gegen einen Absatz (59) einer
in der Bohrung (41) angeordneten Hülse (55) abstützt.
4. Steuerventil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Dichtfeder (63) über einen in der
Bohrung (41) angeordneten Federkolben (65) auf die Kugel
(45) einwirkt.
5. Steuerventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Hülse (55) einen Ablaufkanal (12)
und eine Ablaufdrossel (13) aufweist.
6. Steuerventil nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Hülse (55) einen mit der Kugel
(45) zusammenwirkenden zweiten Dichtsitz (51) aufweist.
7. Steuerventil nach einem der Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der zweite Dichtsitz (51) ein
Kegelstumpf ist.
8. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang zwischen der
Bohrung (41) und der ersten Führungsbohrung (43) als mit
der Kugel (45) zusammenwirkender erster Dichtsitz (49)
ausgebildet ist.
9. Steuerventil nach einem Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Dichtsitz (49) ein
Kegelstumpf ist.
10. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Abdichten des
zweiten Ringraums (47) vom Steuerraum (11) und die Mittel
zum Abdichten des ersten Ringraums (47) vom
Kraftstoffrücklauf (17) auf der Oberfläche der Kugel (45)
verlaufende Dichtlinien sind.
11. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (53) mittels eines
hydraulischen Übersetzers (69) von dem Aktor betätigt wird.
12. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die der Kugel (45) abgewandte
Stirnseite des Stößels (53) und ein von dem Aktor
betätigter Kolben (71) einen flüssigkeitsgefüllten
Druckraum (73) des hydraulischen Übersetzers (69)
begrenzen.
13. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (15) ein 2/3-
Steuerventil ist.
14. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor ein Piezo-Aktor ist.
15. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzsystem ein
Common-Rail-Einspritzsystem ist.
16. Injektor für ein Kraftstoffeinspritzsystem für
Brennkraftmaschinen mit einem von einem Steuerventil (15)
gesteuerten Steuerraum (11), wobei das Steuerventil (15)
ein von einem Aktor betätigtes Stellglied (45) aufweist,
wobei das Stellglied (45) und eine Bohrung (41) eines
Gehäuses (29) einen ersten Ringraum (47) bilden, der mit
einem Kraftstoffrücklauf (17) und mit einem Steuerraum (11)
in Verbindung steht, wobei das Stellglied (45) mittels
eines in einer ersten Führungsbohrung (43) geführten
Stößels (53) axial verschiebbar ist, wobei das Stellglied
(45) Mittel zum Abdichten des ersten Ringraums (47) von dem
Kraftstoffrücklauf (17) und Mittel zum Abdichten des ersten
Ringraums (54) von dem Steuerraum (11) aufweist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Stellglied eine Kugel (45) ist.
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