DE19948687C1 - Hochspannungsleistungsschalter - Google Patents
HochspannungsleistungsschalterInfo
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Abstract
Bei einem Hochspannungsleistungsschalter mit zwei Lichtbogenkontaktstücken (1, 2, 2a), von denen wenigstens eines antreibbar ist, wird mit dem antreibbaren Lichtbogenkontaktstück eine Isolierdüsenanordnung (3) bewegt, die einen Abströmkanal (6) aufweist, der im Einschaltzustand durch das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) verdämmt ist. Länge und Durchmesser des Abströmkanals (6) sowie gegebenenfalls die Bewegung des zweiten Lichtbogenkontaktstücks (2, 2a) sind so aufeinander abgestimmt, daß die Selbstblaswirkung zur Löschung des Lichtbogens optimiert ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hochspannungsleistungs
schalter mit einem ersten Lichtbogenkontaktstück und einem
zweiten Lichtbogenkontaktstück, die einander gegenüberstehen,
von denen wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück an
treibbar ist, sowie mit einer mit dem ersten antreibbaren
Lichtbogenkontaktstück verbundenen Isolierdüsenanordnung, die
zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal auf
weist und mit einem Heizraum, in dem durch einen Lichtbogen
zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken aufgeheiztes
Löschgas speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal der
Isolierdüsenanordnung mittels eines Ringkanals verbunden ist,
wobei im Einschaltzustand der Abströmkanal durch das zweite
Lichtbogenkontaktstück verdämmt ist, wobei der Abströmkanal
der Isolierdüsenanordnung einen ersten, dem freien Ende des
ersten Lichtbogenkontaktstücks zugewandten im wesentlichen
zylindrischen Bereich und diesem benachbart einen, in seinem
Durchmesser gegenüber dem ersten Bereich erweiterten zweiten
Bereich aufweist.
Ein derartiger Hochspannungsleistungsschalter ist beispiels
weise aus der WO 99/44213 bekannt. Bei dem bekannten Schalter
wird während des Ausschaltvorgangs zwischen den Lichtbogen
kontaktstücken ein Lichtbogen in dem von der Isolierdüsenan
ordnung umgebenen Lichtbogenraum gezogen und durch den Licht
bogen das dort befindliche Löschgas, SF6, erhitzt.
Das aufgeheizte und hierdurch expandierte Löschgas wird durch
einen Heizkanal in einen Heizraum umgeleitet, wo es für eine
nachfolgende Beblasung des Lichtbogens zur Verfügung steht.
Bei einem Stromnulldurchgang des zu schaltenden Stromes er
lischt der Lichtbogen und der Löschgasdruck im Lichtbogenraum
sinkt ab, so daß zu diesem Zeitpunkt das unter hohem Druck
stehende Löschgas aus dem Heizraum über den Ringkanal zum
Lichtbogenraum zwischen den Lichtbogenkontaktstücken strömen
und dort das Rückzünden des Lichtbogens erfolgreich verhin
dern kann.
Die Verdämmung der Abströmöffnung der Isolierdüsenanordnung
durch das zweite Lichtbogenkontaktstück führt zu Beginn des
Ausschaltvorgangs dazu, daß das durch den Lichtbogen aufge
heizte Löschgas zunächst nicht durch die Abströmöffnung ab
strömen kann, sondern möglichst vollständig zum Heizraum
strömt.
Erst nach Freigabe der Abströmöffnung durch das zweite Licht
bogenkontaktstück wird eine Gasströmung vom Lichtbogenraum
durch die Abströmöffnung ermöglicht die eine effektive Be
blasung des Lichtbogens bewirkt.
Daher ist, um eine genügend lange Lichtbogenbrenndauer zu er
reichen, eine entsprechende Mindestlänge des ersten zylindri
schen Bereichs der Abströmöffnung, der von dem zweiten Licht
bogenkontaktstück verdämmt werden kann, notwendig.
Hat sich das zweite Lichtbogenkontaktstück aus diesem ersten
Bereich fortbewegt, so ist in dem zweiten erweiterten Bereich
keine Verdämmung der Abströmöffnung mehr gegeben.
Bei der Konstruktion derartiger Schalter ist anzustreben, daß
der wesentliche Anteil der für die Beblasung des Lichtbogens
notwendigen Energie durch den Lichtbogen selbst, d. h. durch
den Lichtbogen erzeugten Löschgasdruck bereitgestellt wird.
Ein großer Lichtbogenraum wurde bislang für eine Beblasung
des Lichtbogens als günstig angesehen.
Außerdem wurde insbesondere für höhere Spannungen das zweite
Lichtbogenkontaktstück in seinem Durchmesser groß bemessen,
um dort auftretende Spitzen und Kanten mit einem großen Krüm
mungsradius ausführen zu können, so daß dielektrische Proble
me an dieser Stelle vermieden werden konnten.
Es ergibt sich jedoch hierbei das Problem, daß die Schaltfä
higkeit solcher Schalter für hohe Stromstärken, insbesondere
in der Größenordnung von 50 kA, unbefriedigend ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
bei einem Hochspannungsleistungsschalter der eingangs genann
ten Art die Schaltleistung insbesondere bei hohen Stromstär
ken zu verbessern, wie sie beispielsweise bei einem Klemmen
kurzschluß auftreten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ab
stand zwischen dem ersten Lichtbogenkontaktstück und dem
zweiten Bereich abzüglich der Breite, die der Ringkanal an
seiner Einmündung in den Abströmkanal der Isolierdüsenan
ordnung aufweist, größer ist als das doppelte des Durchmes
sers des Abströmkanals in seinem ersten Bereich, wobei der
Durchmesser des Abströmkanals in dem ersten Bereich kleiner
als 30 mm, insbesondere kleiner als 25 mm ist.
Es wurde gefunden, daß bei einem Hochspannungsleistungsschal
ter der eingangs genannten Art insbesondere mit einem genü
gend langen zylindrischen ersten Bereich der Isolierdüsenan
ordnung die Schaltfähigkeit für hohe Ströme dadurch verbes
sert wird, daß ein im Vergleich zu den bisher bekannten
Schaltern mit einem geringeren Durchmesser versehener Ab
strömkanal eingesetzt wurde. Hierdurch werden die Bedingungen
der Aufheizung des Löschgases sowie der sich einstellenden
Abströmung nach der Freigabe des ersten zylindrischen Be
reichs der Abströmöffnung durch das zweite Lichtbogenkontakt
stück derart positiv beeinflußt, daß der Schalter einen
Lichtbogen auch bei einem zu schaltenden Strom von 50 kA noch
sicher löscht. Dabei wird überraschenderweise die dielektri
sche Sicherheit durch den geringeren Durchmesser des zweiten
Lichtbogenkontaktstücks nur unwesentlich beeinflußt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß
dem zweiten Lichtbogenkontaktstück eine Feldelektrode zur Ab
schirmung des elektrischen Feldes zugeordnet ist, die mit ei
ner von der Geschwindigkeit der Isolierdüsenanordnung ver
schiedenen Geschwindigkeit antreibbar ist.
Durch diese Feldelektrode wird das zweite Lichtbogenkontakt
stück zusätzlich dielektrisch abgeschirmt und insbesondere
wird dadurch, daß die Feldelektrode mit einer anderen Ge
schwindigkeit als die Isolierdüsenanordnung antreibbar ist,
zu jedem Zeitpunkt des Schaltvorgangs eine optimale dielek
trische Konfiguration ermöglicht. Das Geschwindigkeitsprofil
der Feldelektrode kann auf die Bewegung der Isolierdüsenan
ordnung optimal abgestimmt werden. Dabei kann die Feldelek
trode entweder mittels eines eigenen Antriebs, beispielsweise
mittels eines elektrodynamischen Antriebs, oder mittels eines
Getriebes durch den Schalterantrieb bewegt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß das
zweite Lichtbogenkontaktstück als zylindrischer Stift ausge
bildet ist, der an seinem dem ersten Lichtbogenkontaktstück
zugewandten Ende abgerundet ist.
Bei einem derartigen zylindrischen Stift ist die Freigabe des
ersten zylindrischen Bereiches der Abströmöffnung in einem
einzigen Schritt zu einem definierten Zeitpunkt möglich.
Es kann aber auch vorteilhaft vorgesehen sein, daß das zweite
Lichtbogenkontaktstück als zylindrischer Stift ausgebildet
ist, der an seinem dem ersten Lichtbogenkontaktstück zuge
wandten Ende einen ersten Abschnitt mit gegenüber den übrigen
Abschnitten verringerten Durchmesser aufweist.
In diesem Fall wird zunächst, bevor der Abströmkanal durch
das zweite Lichtbogenkontaktstück ganz freigegeben wird, ein
Randbereich der Abströmöffnung um den ersten Abschnitt des
Lichtbogenkontaktstücks mit verringertem Durchmesser herum
freigegeben, so daß die Gasströmung in diesem ersten Ab
schnitt sich zuerst ausbilden kann, bevor der Abströmkanal
ganz freigegeben wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, daß das zweite Lichtbogenkontaktstück mittels eines an
die Isolierdüsenanordnung angekoppelten Transmissionselemen
tes und eines mit diesem verbundenen Getriebes antreibbar
ist.
In diesem Fall ist das zweite Lichtbogenkontaktstück mittels
des Schalterantriebes über das Transmissionselement und ein
Getriebe antreibbar, und das Geschwindigkeitsprofil des zwei
ten Lichtbogenkontaktstücks ist über die Auslegung des Ge
triebes ebenfalls bestimmbar.
Dadurch kann auch die Lichtbogenzeit, während deren der erste
Bereich der Abströmöffnung durch das zweite Lichtbogenkon
taktstück noch verdämmt ist, mittels des Bewegungsprofils des
zweiten Lichtbogenkontaktstücks bestimmt werden.
Zusätzlich kann bei einem Hochspannungsleistungsschalter mit
einer dem zweiten Lichtbogenkontaktstück zugeordneten Feld
elektrode zur Abschirmung des elektrischen Feldes vorteilhaft
vorgesehen sein, daß mittels des Getriebes zusätzlich die
Feldelektrode antreibbar ist.
Das Getriebe kann so ausgelegte sein, daß die Feldelektrode
gemeinsam mit dem zweiten Lichtbogenkontaktstück oder auch
mit einem anderen Bewegungsprofil als dieses antreibbar ist.
Dadurch kann zu jedem Zeitpunkt des Schaltvorgangs eine opti
male dielektrische Anordnung erzeugt werden.
Die Erfindung kann außerdem vorteilhaft dadurch ausgestaltet
werden, daß die Isolierdüsenanordnung aus PTFE besteht.
Dadurch, daß die Isolierdüsenanordnung aus PTFE (Polyte
trafluoräthylen) besteht, wird durch den Einfluß des Lichtbo
gens auf die innere Oberfläche der Isolierdüsenanordnung PTFE
verdampft, das zur Löschung des Lichtbogens bzw. zur dielek
trischen Wiederverfestigung der Schaltstrecke geeignet ist,
wodurch eine Löschung des Lichtbogens erleichtert und die
Rückzündung erschwert wird.
Vorteilhaft kann außerdem vorgesehen sein, daß die Isolierdü
senanordnung aus einer Hauptdüse und einer das erste Lichtbo
genkontaktstück unmittelbar umgebenden Hilfsdüse besteht, wo
bei zwischen der Hauptdüse und der Hilfsdüse der Ringkanal
gebildet ist.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf einen Hochspannungs
leistungsschalter mit einem ersten Lichtbogenkontaktstück und
einem zweiten Lichtbogenkontaktstück, die einander gegenüber
stehen, wobei wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück an
treibbar ist, sowie mit einer mit dem antreibbaren ersten
Lichtbogenkontaktstück verbundenen Isolierdüsenanordnung, die
zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal auf
weist und mit einem Heizraum in dem durch einen Lichtbogen
zwischen den Lichtbogenkontaktstücken aufgeheiztes Löschgas
speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal der Isolierdü
senanordnung mittels wenigstens eines Kanals verbunden ist,
wobei der Abströmkanal der Isolierdüsenanordnung einen ersten
im wesentlichen zylindrischen Bereich aufweist, an den sich
an seinem dem ersten Lichtbogenkontaktstück abgewandten Ende
ein bezüglich des Durchmessers gegenüber dem ersten Bereich
erweiteter zweiter Bereich anschließt, wobei der erste Be
reich im Einschaltzustand durch das zweite Lichtbogenkontakt
stück verdämmt ist, die Länge des ersten Bereichs größer als
das Doppelte des Durchmessers des ersten Bereichs ist und der
Durchmesser des ersten Bereichs kleiner als 30 mm, insbeson
dere kleiner als 25 mm ist.
Eine derartige Ausführungsform der Erfindung kann beispiels
weise vorsehen, daß der Kanal, der den Heizraum und den Ab
strömkanal der Isolierdüsenanordnung verbindet, in Form von
mehreren, an der Mantelfläche der Abströmöffnung über deren
Umfang verteilt mündenden Kanälen ausgebildet ist. In
diesem Fall ist die Länge des ersten zylindrischen Bereichs
der Abströmöffnung der Isolierdüsenanordnung gleich dem Ab
stand zwischen dem ersten Lichtbogenkontaktstück und dem er
sten Bereich der Abströmöffnung, da in diesem Fall nicht die
Breite eines in den Abströmkanal mündenden Ringkanals abzu
ziehen ist.
Im wesentlichen maßgeblich für die benötigte Länge des ersten
zylindrischen Bereichs des Abströmkanals ist nämlich für das
Löschvermögen die dem Lichtbogen ausgesetzte zylindrische
Mantelfläche der Isolierdüsenanordnung, aus der durch die
Wirkung des Lichtbogens PTFE zur Löschung des Lichtbogens,
verdampft werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend beschrie
ben.
Dabei zeigt die
Fig. 1 die Unterbrechereinheit eines Hochspannungsleistungs
schalters teilweise schematisch im Schnitt mit einem in sei
nem vorderen Bereich verjüngten zweiten Lichtbogenkontakt
stück,
Fig. 2 eine Anordnung mit einem nicht verjüngten zweiten
Lichtbogenkontaktstück, welches antreibbar ist sowie mit ei
ner antreibbaren Feldelektrode und
Fig. 3 die Anordnung aus der Fig. 1 mit einem Abströmkanal,
der mittels mehrerer an seinem Umfang verteilt mündender Ka
näle mit dem Heizraum verbunden ist.
Gemäß Fig. 1 stehen einander in einem isolierenden Lei
stungsschaltergehäuse 18, das beispielsweise aus Porzellan
oder einem Verbundwerkstoff besteht, zwei Lichtbogenkontakt
stücke 1, 2 koaxial gegenüber. Das erste Lichtbogenkontakt
stück 1 ist mittels eines nicht dargestellten Schalterantrie
bes antreibbar, der beispielsweise als Hydraulikantrieb oder
als Federspeicherantrieb ausgebildet sein kann, oder auch als
elektrodynamischer Antrieb, Während das zweite Lichtbogenkon
taktstück 2, das die Form eines Kontaktpins aufweist, fest
stehend ausgebildet ist.
Im Ausschaltfall wird das erste Lichtbogenkontaktstück 1 in
Richtung des Pfeils 14 bewegt.
Mit dem ersten Lichtbogenkontaktstück 1 ist eine Hauptdüse 3a
als Teil einer Isolierdüsenanordnung 3 fest verbunden, die
aus Polytetrafluräthylen besteht. Die Isolierdüsenanordnung 3
weist einen Abströmkanal 6 auf, der im Einschaltzustand, wenn
die beiden Lichtbogenkontaktstücke 1, 2 miteinander im Ein
griff stehen, von dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 2 durch
setzt und verdämmt ist. Hierzu weist die Isolierdüsenanord
nung im Bereich der Hauptdüse 3a einen ersten im wesentlichen
zylindrischen Bereich 6a auf, der sich von der Stirnfläche
des ersten Lichtbogenkontaktstücks 1 durch die erste Düse 3b
hindurch bis zum Beginn eines zweiten, in seinem Durchmesser
gegenüber dem ersten Bereich 6a erweiterten Bereich 6b er
streckt.
In diesem ersten Bereich 6a weist der Abströmkanal einen un
wesentlich größeren Durchmesser auf als das zweite Lichtbo
genkontaktstück 2 in seinem zweiten Abschnitt. Das zweite
Lichtbogenkontaktstück kann an seinem Ende einen ersten Ab
schnitt 7 mit gegenüber dem zweiten Abschnitt 8 verringertem
Durchmesser aufweisen.
Dieser erste Abschnitt 7 des zweiten Lichtbogenkontaktstücks
2 dient einerseits dazu, den Abströmkanal 6 zum Ende der Aus
schaltbewegung, nach dem die vollständige Verdämmung durch
den zweiten Abschnitt 8 aufgegeben ist, noch teilweise zu
verdämmen und somit eine Löschgasströmung durch den Abström
kanal 6 in mehreren Schritten in Gang zu bringen, anderer
seits dazu, ein dielektrisch möglichst günstige Konstruktion
an dem Ende des zweiten Lichtbogenkontaktstücks 2 zu schaf
fen, das dem ersten Lichtbogenkontaktstück 1 zugewandt ist.
Radial außerhalb der Isolierdüsenanordnung 3 und dies umge
bend sind ein erstes Dauerstromkontaktstück 12 und ein zwei
tes Dauerstromkontaktstück 13 angeordnet, die im Einschaltzu
stand ebenfalls miteinander in Kontakt stehen und den Nenn
strom tragen.
Außerdem ist ein Heizraum 16 gebildet, der über einen Ringka
nal 15 mit dem Abströmkanal 6 der Düse bzw. dem zwischen den
Lichtbogenkontaktstücken 1, 2 gebildeten Lichtbogenraum ver
bunden ist.
Während der Ausschaltbewegung kann ein Lichtbogen 4 zwischen
den Lichtbogenkontaktstücken 1, 2 entstehen, der das im
Lichtbogenkontaktraum 5 befindliche Löschgas, beispielsweise
SF6, aufheizt und damit zur Expansion bringt. Das Löschgas
kann dann durch den Ringkanal 15 in den Heizraum 16 abströmen
und wird dort vorübergehend gespeichert, bis wegen eines
Stromnulldurchgangs des zu schaltenden Stromes der Lichtbogen
4 erlischt und das Löschgas aus dem Heizraum 16 durch den
Ringkanal 15 in den Lichtbogenraum 5 zurückströmt, um dort
eine rasche Kühlung herbeizuführen und somit die Rückzündung
eines Lichtbogens 4 zu verhindern.
In der ersten Phase der Ausschaltbewegung, wenn das erste
Lichtbogenkontaktstück 1 noch mit dem zweiten Lichtbogenkon
taktstück 2 in elektrisch leitender Verbindung steht, ist der
Abströmkanal 6 noch durch das zweite Lichtbogenkontaktstück 2
verdämmt. Der Durchmesser des ersten Bereichs 6a des Abström
kanals 6 entspricht dem Außendurchmesser des zweiten Bereichs
8 des zweiten Lichtbogenkontaktstücks 2 im wesentlichen.
Die Länge des ersten Bereichs 6a des Abströmkanals 6, gemes
sen von der Stirnfläche des ersten Lichtbogenkontaktstücks 1
bis zum Beginn des erweiterten Bereichs 6b des Abströmkanals
6 der Isolierdüsenanordnung 3 entspricht mindestens dem Dop
pelten des Durchmessers des ersten Bereichs 6a der Abström
öffnung 6.
Auf diese Weise wird einerseits die Abströmöffnung 6 genügend
lange durch den zweiten Abschnitt 8 des zweiten Lichtbogen
kontaktstücks 2 verdämmt, um eine ausreichende Aufheizung von
Löschgas durch den Lichtbogen 4 vor dem Öffnen der Abström
öffnung 6 und somit eine ausreichende Speicherung von Lösch
gas im Heizraum 16 zu ermöglichen.
Andererseits steht während des Brennens des Lichtbogens eine
genügend große innere zylindrische Mantelfläche der Abström
öffnung 6, und zwar teilweise in Form der Hilfsdüse 3b, teil
weise in Form der Hauptdüse 3a unter dem Einfluß des Lichtbo
gens, das dort unter dem Einfluß des Lichtbogens PTFE ver
dampft werden kann, das die Lichtbogenlöschung begünstigt. Je
größer die Breite des in die Abströmöffnung 6 einmündenden
Ringkanals 15, gemessen in Axialrichtung des Abströmkanals 6
ist, umso weniger PTFE-Oberfläche steht zur Einwirkung des
Lichtbogens 4 zur Verfügung. Daher wird diese Breite des
Lichtbogens bei der Bemessung der Länge des ersten Bereichs
6a der Abströmöffnung 6 berücksichtigt.
Eine zweite Phase der Ausschaltbewegung beginnt mit der Tren
nung des zweiten Abschnitts 8 des zweiten Lichtbogenkontakt
stücks 2 von dem ersten Bereich 6a des Abströmkanals 6.
Zu diesem Zeitpunkt befindet sich noch der erste Abschnitt 7
mit verringertem Durchmesser des zweiten Lichtbogenkontakt
stücks 2 in dem ersten Bereich 6a des Abströmkanals 6, so daß
die Abströmöffnung nur noch teilweise verdämmt ist und eine
Löschgasströmung durch den Abströmkanal 6 in Gang gesetzt
wird.
Nach der vollständigen Freigabe des Abströmkanals 6 durch das
zweite Lichtbogenkontaktstücks 2 kann sich die Löschgasströ
mung vollständig frei ausbilden.
Dadurch, daß zum Zeitpunkt der Trennung des ersten Abschnitts
7 des zweiten Lichtbogenkontaktstücks 2 von dem ersten Ab
schnitt 6a des Abströmkanals 6 bereits eine Löschgasströmung
um das Ende des zweiten Lichtbogenkontaktstücks 2 herum ein
gesetzt hat, wird zu diesem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit
von unerwünschten Überschlägen in diesem Bereich verringert.
Dadurch, daß der Durchmesser des ersten Abschnitts 6a des Ab
strömkanals 6 kleiner als 30 mm gewählt wird, ist ein beson
ders starker Druckanstieg im Lichtbogenraum bzw. im Abström
kanal 6 erreicht, der sich positiv auf die Schaltleistung bei
hohen Stromstärken auswirkt. Als besonders vorteilhaft hat
die Bemessung des Durchmessers < als 25 mm erwiesen.
In der Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, wobei im wesentlichen darauf abgestellt ist, daß
das zweite Lichtbogenkontaktstück 2a nicht mehrere Abschnitte
mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist, sondern ledig
lich an seinem dem ersten Lichtbogenkontaktstück 1 zugewand
ten Ende abgerundet ist, und daß das zweite Lichtbogenkon
taktstück 2a mittels eines Getriebes 22 gesondert antreibbar
ist, wobei das Getriebe 22 mittels eines Transmissionselemen
tes 21 in Form einer an der Isolierdüsenanordnung 3 befestig
ten Stange antreibbar ist.
Außerdem ist eine Feldelektrode 20 vorgesehen, die das zweite
Lichtbogenkontaktstück 2a umgibt und dielektrisch abschirmt
und die ebenfalls mittels des Getriebes 22 antreibbar ist.
Das Getriebe 22 weist hierzu verschiedene Hebel 23, 24 auf,
die für die Elektrode 20 und das zweite Lichtbogenkontakt
stück 2a unterschiedliche Bewegungsprofile ermöglichen. Wegen
der genaueren Beschreibung des Getriebes 22 wird auf das
DE 299 01 205 U1 Bezug genommen.
In der Fig. 3 ist eine Ausführungsform dargestellt, die im
wesentlichen der in Fig. 1 dargestellten entspricht, wobei
jedoch das zweite Lichtbogenkontaktstück 2a ohne einen er
sten, im Durchmesser verringerten Abschnitt 7, sondern ledig
lich mit einer endseitigen Abrundung ausgebildet ist.
Außerdem ist kein umlaufender Ringkanal zur Verbindung des
Heizraums 16 mit dem Lichtbogenraum 5 vorgesehen, sondern ein
durch mehrere einzelne Kanäle 19 gebildeter Kanal, wobei die einzelnen
Kanäle 19 am Umfang der inneren Mantelfläche des Abströmka
nals 6 verteilt in diesen einmünden. Schließlich wird dem
Lichtbogen 4 zwischen den Lichtbogenkontaktstücken 1, 2a eine
vergrößerte innere Mantelfläche 17 des Abströmkanals 6 zur
Verdampfung von PTFE zur Verfügung gestellt.
Es kann außerdem vorteilhaft vorgesehen sein, daß die einzelnen Kanäle
oder ein Ringkanal zwischen der Isolierdüsenanordnung und dem
ersten Lichtbogenkontaktstück verlaufen.
Claims (9)
1. Hochspannungsleistungsschalter mit
einem ersten Lichtbogenkontaktstück (1) und einem zweiten Lichtbogenkontaktstück (2, 2a), die einander gegenüberstehen, von denen wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück (1) an treibbar ist,
sowie mit einer mit dem ersten antreibbaren Lichtbogenkon taktstück (1) verbundenen Isolierdüsenanordnung (3), die zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal (6) auf weist und
mit einem Heizraum (16), in dem durch einen Lichtbogen (4) zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken (1, 2) aufgeheiz tes Löschgas speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) mittels eines Ringkanals (15) verbunden ist,
wobei im Einschaltzustand der Abströmkanal (6) durch das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) verdämmt ist,
wobei der Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) ei nen ersten, dem freien Ende des ersten Lichtbogenkontakt stücks (1) zugewandten im wesentlichen zylindrischen Bereich (6a) und diesem benachbart einen, in einem Durchmesser ge genüber dem ersten Bereich erweiterten zweiten Bereich (6b) aufweist;
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen dem ersten Lichtbogenkontaktstück (1) und dem zweiten Bereich (66) abzüglich der Breite, die der Ringkanal (15) an seiner Einmündung in den Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) aufweist, größer ist als das doppelte des Durchmessers des Abströmkanals (6) in seinem er sten Bereich (6a),
wobei der Durchmesser des Abströmkanals (6) in dem ersten Be reich (6a) kleiner als 30 mm, insbesondere kleiner als 25 mm ist.
einem ersten Lichtbogenkontaktstück (1) und einem zweiten Lichtbogenkontaktstück (2, 2a), die einander gegenüberstehen, von denen wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück (1) an treibbar ist,
sowie mit einer mit dem ersten antreibbaren Lichtbogenkon taktstück (1) verbundenen Isolierdüsenanordnung (3), die zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal (6) auf weist und
mit einem Heizraum (16), in dem durch einen Lichtbogen (4) zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken (1, 2) aufgeheiz tes Löschgas speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) mittels eines Ringkanals (15) verbunden ist,
wobei im Einschaltzustand der Abströmkanal (6) durch das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) verdämmt ist,
wobei der Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) ei nen ersten, dem freien Ende des ersten Lichtbogenkontakt stücks (1) zugewandten im wesentlichen zylindrischen Bereich (6a) und diesem benachbart einen, in einem Durchmesser ge genüber dem ersten Bereich erweiterten zweiten Bereich (6b) aufweist;
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen dem ersten Lichtbogenkontaktstück (1) und dem zweiten Bereich (66) abzüglich der Breite, die der Ringkanal (15) an seiner Einmündung in den Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) aufweist, größer ist als das doppelte des Durchmessers des Abströmkanals (6) in seinem er sten Bereich (6a),
wobei der Durchmesser des Abströmkanals (6) in dem ersten Be reich (6a) kleiner als 30 mm, insbesondere kleiner als 25 mm ist.
2. Hochspannungsleistungsschalter nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß dem zweiten Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) eine Feldelek
trode (20) zur Abschirmung des elektrischen Feldes zugeordnet
ist, die mit einer von der Geschwindigkeit der Isolierdüsen
anordnung (3) verschiedenen Geschwindigkeit antreibbar ist.
3. Hochspannungsleistungsschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Lichtbogenkontaktstück (2a) als zylindrischer
Stift ausgebildet ist, der an seinem dem ersten Lichtbogen
kontaktstück zugewandten Ende abgerundet ist.
4. Hochspannungsleistungsschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Lichtbogenkontaktstück (2) als zylindrischer
Stift ausgebildet ist, der an seinem dem ersten Lichtbogen
kontaktstück zugewandten Ende einen ersten Abschnitt (7) mit
gegenüber den übrigen Abschnitten (8) verringerten Durchmes
ser aufweist.
5. Hochspannungsleistungsschalter nach einem der vorangehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) mittels eines an
die Isolierdüsenanordnung (3) angekoppelten Transmissionsele
mentes (21) und eines mit diesem verbundenen Getriebes (22)
antreibbar ist.
6. Hochspannungsleistungsschalter nach Anspruch 5 mit einer
dem zweiten Lichtbogenkontaktstück zugeordneten Feldelektrode
(20) zur Abschirmung des elektrischen Feldes,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels des Getriebes (22) zusätzlich die Feldelektrode
(20) antreibbar ist.
7. Hochspannungsleistungsschalter nach einem der vorangehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierdüsenanordnung (3) aus PTFE besteht.
8. Hochspannungsleistungsschalter nach einem der vorangegan
genen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierdüsenanordnung (3) aus einer Hauptdüse (3a)
und einer das erste Lichtbogenkontaktstück (1) unmittelbar
umgebenden Hilfsdüse (3b) besteht, wobei zwischen der Haupt
düse (3a) und der Hilfsdüse (3b) der Ringkanal (15) gebildet
ist.
9. Hochspannungsleistungsschalter mit einem ersten Lichtbo
genkontaktstück (1) und einem zweiten Lichtbogenkontaktstück
(2, 2a), die einander gegenüberstehen,
wobei wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück (1) an treibbar ist,
sowie mit einer mit dem antreibbaren ersten Lichtbogenkon taktstück (1) verbundenen Isolierdüsenanordnung (3), die zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal (6) auf weist und
mit einem Heizraum (16) in dem durch einen Lichtbogen (4) zwischen den Lichtbogenkontaktstücken (1, 2, 2a) aufgeheiztes Löschgas speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) mittels wenigstens eines Kanals (19) verbunden ist
wobei der Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) ei nen ersten im wesentlichen zylindrischen Bereich (6a auf weist, an den sich an seinem dem ersten Lichtbogenkontakt stück (1) abgewandten Ende ein bezüglich des Durchmessers ge genüber dem ersten Bereich erweiteter zweiter Bereich (6b) anschließt,
wobei der erste Bereich (6a) im Einschaltzustand durch das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) verdämmt ist, die Länge des ersten Bereichs (6a) größer als das Doppelte des Durchmessers des ersten Bereichs (6a) ist und der Durchmesser des ersten Bereichs (6a) kleiner als 30 mm, insbesondere kleiner als 25 mm ist.
wobei wenigstens das erste Lichtbogenkontaktstück (1) an treibbar ist,
sowie mit einer mit dem antreibbaren ersten Lichtbogenkon taktstück (1) verbundenen Isolierdüsenanordnung (3), die zur Führung eines Löschgases einen axialen Abströmkanal (6) auf weist und
mit einem Heizraum (16) in dem durch einen Lichtbogen (4) zwischen den Lichtbogenkontaktstücken (1, 2, 2a) aufgeheiztes Löschgas speicherbar ist und der mit dem Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) mittels wenigstens eines Kanals (19) verbunden ist
wobei der Abströmkanal (6) der Isolierdüsenanordnung (3) ei nen ersten im wesentlichen zylindrischen Bereich (6a auf weist, an den sich an seinem dem ersten Lichtbogenkontakt stück (1) abgewandten Ende ein bezüglich des Durchmessers ge genüber dem ersten Bereich erweiteter zweiter Bereich (6b) anschließt,
wobei der erste Bereich (6a) im Einschaltzustand durch das zweite Lichtbogenkontaktstück (2, 2a) verdämmt ist, die Länge des ersten Bereichs (6a) größer als das Doppelte des Durchmessers des ersten Bereichs (6a) ist und der Durchmesser des ersten Bereichs (6a) kleiner als 30 mm, insbesondere kleiner als 25 mm ist.
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