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DE19947695A1 - Verfahren zum Aktivieren grosser Mengen von Sicherungselementen für die elektronische Artikelsicherung, Grossaktivator zum Aktivieren dieser Sicherungselemente sowie mit dem Verfahren oder dem Grossaktivator aktivierte Sicherungselemente - Google Patents

Verfahren zum Aktivieren grosser Mengen von Sicherungselementen für die elektronische Artikelsicherung, Grossaktivator zum Aktivieren dieser Sicherungselemente sowie mit dem Verfahren oder dem Grossaktivator aktivierte Sicherungselemente

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Publication number
DE19947695A1
DE19947695A1 DE19947695A DE19947695A DE19947695A1 DE 19947695 A1 DE19947695 A1 DE 19947695A1 DE 19947695 A DE19947695 A DE 19947695A DE 19947695 A DE19947695 A DE 19947695A DE 19947695 A1 DE19947695 A1 DE 19947695A1
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DE
Germany
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current pulses
elements
security elements
current
coil
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19947695A
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English (en)
Inventor
Michael Rapp
Pierre Doyelle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Meto International GmbH
Original Assignee
Meto International GmbH
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Publication date
Application filed by Meto International GmbH filed Critical Meto International GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Großaktivator zum Aktivieren großer Mengen von Sicherungselementen für die elektronische Artikelsicherung, einige Vorrichtungen zur Stromversorgung desselben sowie ein Verfahren zum Betrieb des Großaktivators. DOLLAR A Der Großaktivator ist dazu geeignet, größere Mengen der Sicherungselemente zu gleicher Zeit zu aktivieren. Um den zur Bereitstellung des aktivierenden Magnetfeldes notwendigen Strom zu begrenzen, wird ein entsprechendes Verfahren vorgeschlagen. Darüber hinaus wird eine Vorrichtung zur Bereitstellung dieses Stromes vorgestellt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aktivieren großer Mengen von Sicherungselementen für die elektronische Artikelsicherung, einen Großaktivator zum Aktivieren dieser Sicherungselemente sowie die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren oder mit einem erfindungsgemäßen Großaktivator aktivierten Sicherungselemente selbst.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß die einzelnen Sicherungselemente ein magnetisches Material mit hoher Permeabilität und geringer Koerzitivkraft (weichmagnetisches Material) und ein magnetisches Material mit geringer Permeabilität und hoher Koerzitivkraft (halbhart- oder hartmagnetisches Material) aufweisen. Das weichmagnetische Material wird normalerweise durch Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes in einer Abfragezone zur Remission eines charakteristischen Signals angeregt. Dieses charakteristische Signal kann unterdrückt werden, wenn sich das halbhart- oder hartmagnetische Material nach Anlegen eines entsprechend hohen Magnetfeldes in einem remanenten Magnetisierungszustand befindet.
Sicherungselemente der zuvor beschriebenen Art werden vorzugsweise im Bereich der elektronischen Artikelsicherung in Kaufhäusern und Lagern eingesetzt. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines Sicherungselementes ist aus der EP 0 295 028 B1 bekannt geworden. In dieser Patentschrift sind die sog. Dünnfilm-Sicherungselemente beschrieben. Diese bestehen aus einer dünnen, vorzugsweise im µm-Bereich liegenden Schicht aus weichmagnetischem Material. Die Schicht wird z. B. mittels eines physikalischen Abscheideverfahrens unter Vakuumbedingungen auf ein Trägersubstrat aufgebracht.
Dünnfilm-Sicherungselemente zeigen einen anisotropen Aufbau. Anisotrop bedeutet, daß die weichmagnetische Schicht, aus der die Dünnfilm- Sicherungselemente gebildet sind, eine Vorzugsachse besitzt. Der anisotrope Aufbau macht sich in der Praxis dadurch bemerkbar, daß das von dem Dünnfilm-Sicherungselement als Antwort auf ein Abfragefeld remittierte charakteristische Signal maximal ist, wenn Abfragefeld und Vorzugsachse parallel zueinander ausgerichtet sind; das Signal verschwindet hingegen, wenn Vorzugsachse und Abfragefeld senkrecht zueinander stehen.
Ein analoges Verhalten zeigen auch die sog. Streifenelemente, die aus einem streifenförmigen, weichmagnetischen Material bestehen. Auch hier ist das charakteristische Signal maximal, wenn Abfragefeld und Streifen parallel zueinander ausgerichtet sind, und verschwindet bei senkrechter Ausrichtung. Übrigens kann das Streifenelement auch aus einem gezogenen Draht bestehen.
Zur Detektierung von Sicherungselementen in der Abfragezone sind eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren bekannt geworden. Als Beispiel soll die in der EP 123 586 B vorgeschlagene Detektionsvorrichtung genannt sein.
Zwecks Deaktivierung eines Dünnfilm-Sicherungselementes nach ordnungsgemäßer Bezahlung des gesicherten Artikels ist auf dem weichmagnetischen Dünnfilm-Material z. B. eine Lochfolie aus einem halbhartmagnetischen Material, beispielsweise Nickel, vorgesehen. Bei Streifenelementen sind Abschnitte eines halbhart- oder hartmagnetischen Materials in unmittelbarer Nähe des weichmagnetischen Streifens oder gar unmittelbar auf den Streifen selbst angeordnet.
In beiden Fällen erzeugt das aufmagnetisierte Deaktivierungsmaterial ein Streufeld, das das weichmagnetische Material derartig vormagnetisiert, daß es in der Abfragezone nicht mehr detektiert wird. Um eine zuverlässige Deaktivierung zu erreichen, ist es notwendig, daß das Deaktivierungsmaterial in einen definierten Magnetisierungszustand (Remanenz) überführt wird, der maximale Magnetisierung und damit ein maximales Streufeld gewährleistet. Zur Zeit werden die mehrfach erwähnten Sicherungselemente in der Regel in aktivierter Form an die Anwender ausgeliefert.
Da lediglich ein Teil der Industrie- und Einzelhandelsunternehmen über Systeme zur Detektion und Deaktivierung der beschriebenen elektromagnetischen Sicherungselemente verfügt, sind die Hersteller und Distributoren solcher Sicherungselemente jedoch zunehmend daran interessiert, die Sicherungselemente in deaktiviertem Zustand, d. h. mit remanentem hartmagnetischem Deaktivierungsmaterial zu verschicken. Das Interesse an einer solchen Vorgehensweise hat sich noch verstärkt, seit das Institut für Distributions- und Handelslogistik in 44227 Dortmund dafür eintritt, daß die Deaktivierung solcher Sicherungselemente mit einhundertprozentiger Sicherheit durchgeführt werden soll, während bei der Aktivierung der Sicherungselemente eine achtundneunzigprozentige Erfolgsquote als ausreichend angesehen wird. Diese Anforderungen sind mittlerweile auch in der VDI-Richtlinie 4471 Blatt 1 festgehalten.
Aufgrund des oben beschriebenen Sachverhalts erscheint es vorteilhaft, in zentralen Verteilungsstellen, in denen bekannt ist, welche Abnehmer aktivierte beziehungsweise deaktivierte Sicherheitselemente benötigen, die Aktivierung vorzunehmen. In diesem Zusammenhang wäre es vorteilhaft, gleich ganze Paletten mit Sicherheitselementen aktivieren zu können.
Nach dem heutigen Stand der Technik ist die Aktivierung so großer Mengen von Sicherheitselementen nicht möglich. Daher ist diese Vorgehensweise bisher zu aufwendig. Heute ist es lediglich möglich kleine Mengen von Sicherheitselementen beispielsweise in einem Tunnel-Entmagnetisierungsgerät zum Entmagnetisieren von Werkstücken zu aktivieren. Diese Tunnelentmagnetisierungsgeräte verfügen in der Regel über eine Spule, die zur Entmagnetisierung der Werkstücke ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Die Amplitude dieses Wechselfeldes nimmt während des Entmagnetisierungsvorganges ab, so daß das Werkstück sukzessive entmagnetisiert wird. Wegen der starken Abhängigkeit der Wirkung des Magnetfeldes von dem Abstand zwischen Werkstück und Spule sind die Abmessungen des Tunnels in dem die Werkstücke entmagnetisiert werden jedoch äußerst begrenzt. So bietet beispielsweise die Fa. Bakker Magnetics b.v., Sciencepark Eindhoven 5502 in 5692 EL Son Niederlande ein solches Gerät mit der Artikelnummer BM 70.200 an, das einen Entmagnetisierungstunnel von 220 (Länge) × 150 (Breite) × 60 (Höhe) mm3 besitzt. Um innerhalb dieses Tunnels einen magnetischen Fluß zu erzeugen, der zur zuverlässigen Entmagnetisierung der Werkstücke hinreichend ist, benötigt das Gerät eine elektrische Leistung von 1050 W. Wenn das Gerät mit 220 V Wechselstrom betrieben wird, ergibt sich daher ein maximaler Effektivstrom von annähernd 5 A, der bei längerer Betriebsdauer sehr schnell zu einer Überhitzung der Spule führt und einem Dauerbetrieb des Gerätes entgegensteht.
Darüber hinaus findet die Entmagnetisierung der Sicherungselemente in einem solchen Tunnel-Entmagnetisiergerät oft mit zu geringer Zuverlässigkeit statt. Dieser Nachteil kommt beispielweise dadurch zustande, daß schon ein geringer Winkel zwischen dem Magnetfeld des Entmagnetisierungsgerätes und den oder dem zu aktivierenden Sicherheitselementen dazu führt, daß die hartmagnetischen Bestandteile derselben nicht vollständig entmagnetisiert werden, so daß die betroffenen Sicherungselemente im deaktivierten Zustand verbleiben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit dem die Aktivierung einer großen Anzahl von Sicherungselementen möglich ist.
Es wird ein Verfahren vorgeschlagen, das zur Aktivierung der Sicherungselemente lediglich magnetische Pulse verwendet, die sehr viel kürzer sind als die Sinusschwingungen denen Strom und Spannung in Stromnetzen unterworfen sind. Auf diese Weise wird der zur Erzeugung des notwendigen magnetischen Flusses erforderliche Effektivstrom wesentlich begrenzt, was die Erzeugung eines Magnetfeldes erlaubt, das auch über eine größere Distanz die Aktivierung der Sicherungselemente erlaubt. Ein weiterer positiver Effekt ist die Begrenzung der Erhitzung der Spule, welche gegebenenfalls einen Dauerbetrieb der Vorrichtung erlaubt. Zur Aktivierung der Sicherungselemente ist es notwendig, daß die Amplituden der einzelnen Impulse als Funktion der Zeit abfallen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird eine weitere Reduktion des erforderlichen Stromes dadurch erreicht, daß nicht bei jedem Strompuls, sondern erst nach einer gewissen Anzahl dieser Pulse die Polarität des Stromes gewechselt wird. Die bis zum nächsten Vorzeichenwechsel aufeinanderfolgenden Impulse werden im folgenden Impulsgruppe genannt.
Bei der Bereitstellung des erforderlichen Stromes kann es nützlich sein, wenn die positiven Strompulse positiven Halbwellen des Netzstromes entstammen, während die negativen Strompulse negativen Halbwellen entnommen werden. Dabei kann es vorkommen, daß bei einer sehr schnellen Folge von Strompulsen eine ganze Impulsgruppe einer Halbwelle entstammt oder daß bei einem größeren zeitlichen Abstand zwischen den Strompulsen einer Halbwelle lediglich ein Strompuls entnommen wird.
Wie oben erwähnt, ist es notwendig, daß die Strompulse als Funktion der Zeit abfallen. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Amplitude elliptisch oder linear abfällt.
Zur Steigerung der Effizienz des Großaktivators ist es vorteilhaft, denselben mit einem oder mehreren Spulensystemen auszustatten, welche Magnetfelder unterschiedlicher Richtung bereitstellen. Auf diese Weise wird vermieden, daß die hartmagnetischen Bestandteile der Sicherungselemente eine Restmagnetisierung behalten, welche die Aktivierung des Sicherungselementes beeinträchtigt oder ganz verhindert. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, mindestens zwei zueinander senkrechter Richtungen zu wählen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Großaktivators besitzt daher ein oder mehrere Spulensysteme, das oder die geeignet sind, im Bereich der Aktivierungszone drei zueinander orthogonale Magnetfelder zu erzeugen. Auf diese Weise können beispielsweise die drei Dimensionen des kartesischen Koordinatensystems abgedeckt werden.
Bei der Ausführung der oben beschriebenen Aktivierungsverfahren ist es besonders vorteilhaft, wenn die Magnetfelder unterschiedlicher Richtung nacheinander auf die Sicherungselemente einwirken. Auf diese Weise wird vermieden, daß es in der Aktivierungszone zu unbeabsichtigten Wechselwirkungen wie Interferenzerscheinungen zwischen den Magnetfeldern kommt.
Die Bereitstellung eines auf die oben beschriebene Weise gepulsten Stromes kann mit Mitteln der modernen Leistungselektronik vorgenommen werden. So ist es heute möglich, Schaltungen unter Verwendung von Leistungsthyristoren, Integrated Gate Transistoren und Freilaufdioden sowie anderen Leistungshalbleitern, Relais oder Hochfrequenzschaltern aufzubauen, die den Netzstrom in der erforderlichen Weise modulieren beziehungsweise umformen.
Darüber hinaus ist ein Teil der Frequenzumrichter oder Servosteller, die in der elektronischen Antriebstechnik Verwendung finden, zur Erzeugung geeigneter Impulse in der Lage. Da es sich bei diesen Produkten um Standardgeräte handelt, sind sie relativ preiswert zu erwerben.
Wie bereits erwähnt ist es bei dem erfindungsgemäßen Großaktivator vorteilhaft, wenn die in dem Gerät angeordneten Spulen eine Aktivierungszone definieren, in der senkrecht aufeinander stehende Magnetfelder entstehen können.
Die Erzeugung dieser Magnetfelder kann durch zueinander senkrecht stehende Spulen vorgenommen werden. Da die Zuverlässigkeit, mit der die Sicherungselemente aktiviert werden mit der Zahl der unterschiedlichen Richtungen des Magnetfeldes zunimmt, ist es vorteilhaft, in dem Großaktivator mindestens zwei senkrecht zueinander stehende Spulen vorzusehen. Aufgrund der großen räumlichen Ausdehnung der Aktivierungszone, wird man in der Regel pro Richtung mindestens zwei oder mehr Spulen vorsehen. Dabei können diese im folgenden Spulensysteme genannten Anordnungen von Spulen elektrisch hintereinander oder parallel geschaltet werden. Natürlich ist es mit den Mitteln der modernen Elektronik bei besonders leistungsfähigen Geräten auch möglich, verschiedene Spulen eines Spulensystems mit gleichen oder ähnlichen Strompulsen anzusteuern, ohne daß die Spulen elektrisch direkt miteinander verbunden sind.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Großaktivators besitzt drei Spulen oder Spulensysteme die senkrecht zueinander ausgerichtet sind und Magnetfelder in drei unterschiedlichen räumlichen Dimensionen erzeugen. Diese drei Dimensionen können beispielsweise ein karthesisches Koordinatensystem aufspannen.
Um eine zügige Aktivierung zahlreicher Sicherungselemente zu ermöglichen, besitzt eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung eine Aktivierungszone, die sich in einem relativ geräumigen Durchgang, der beispielsweise als Tunnel ausgelegt sein kann, befindet.
Besonders vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn die zu aktivierenden Sicherungselemente auf einem geeigneten Träger- oder Transportsystem, wie es in der modernen Warenwirtschaft Verwendung findet, verbleiben können, während die Aktivierung stattfindet.
Daher können auf dem Boden des Durchganges Rollen angebracht sein, auf welchen mit Sicherungselementen beladene Paletten durch den Durchgang hindurchgeschoben werden.
Natürlich kann man auch durch einen solchen Durchgang ein Förderband führen. Auf diesem Förderband können beispielsweise Kästen oder Rollen mit Sicherungselementen mit gehobener Geschwindigkeit gefahren werden.
Ähnliche Möglichkeiten bieten sich natürlich auch bei der Anwendung heute bei der Warenverteilung und Einlagerung üblicher Schienentransportsysteme. Durch einen relativ kompakten Großaktivator könnten auch die noch in Bandform hintereinander oder nebeneinander angeordneten Sicherungselemente hindurchgeführt werden.
Es wäre sogar möglich, mehrere Bänder gleichzeitig durch den Großaktivator hindurchzuführen.
Auch beliebige andere Transportsysteme, die in der Warenwirtschaft Verwendung finden, sind mit dem Großaktivator kombinierbar. Natürlich kann ein solcher Großaktivator auch so konstruiert sein, daß man mit einfacheren Transportsystemen wie einem Hubwagen größere Mengen von Sicherungsstreifen auf einmal aktivieren kann. Vor allem bei einer solchen diskontinuierlichen Beschickung des Aktivators ist es natürlich möglich, die Sicherungselemente auf derselben Seite des Aktivators zuzuführen und zu entnehmen, so daß die Notwendigkeit, die Aktivierungszone beispielsweise in einem Durchgang vorzusehen, entfällt. Bei der Beschickung des Aktivators mit einem Hubwagen ist es außerdem hilfreich, wenn der Boden der Aktivierungszone des Großaktivators ebenerdig verläuft.
Bei der Verwendung dieser modernen Transport beziehungsweise Warenwirtschaftssysteme ist es vorteilhaft, den Großaktivator mit einer automatischen Schaltvorrichtung auszustatten, die erkennt, ob Sicherungselemente, die in den genannten Paletten, Kartons, Rollen, Bänder usw. transportiert werden, aktiviert werden sollen oder nicht. Zu diesem Zweck eignen sich zum Beispiel magnetische Resonanzschwingkreise die auf den vorgenannten Transportbehältern aufgebracht werden können, die ihrerseits charakteristische elektromagnetische Strahlung emittieren, wenn sie sich in einem geeigneten elektromagnetischen Feld befinden. Der Großaktivator müßte dann mit einer Sende- und Empfangsvorrichtung, die auf die Resonanzschwingkreise abgestimmt ist, versehen werden.
Natürlich kann ein solcher Großaktivator auch die Möglichkeit zur Deaktivierung größerer Mengen von Sicherungselementen aufweisen. Zu diesem Zweck müßte die Vorrichtung so betrieben werden, daß die Amplitude das Magnetfeldes oder der Magnetfeldpulse nicht als Funktion der Zeit abfällt und kein Vorzeichenwechsel mit hoher Frequenz stattfindet.
Wie zu Beginn der Beschreibung erwähnt, bieten die Sicherungselemente, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren oder von einer erfindungsgemäßen Vorrichtung aktiviert werden, große Vorteile bei ihrem Versand und ihrer Anwendung. In diesem Zusammenhang sei nur noch einmal daran erinnert, daß die Deaktivierung von Sicherheitselementen für die elektronische Artikelsicherung gemäß der VDI-Richtlinie 4471 mit hundertprozentiger Sicherheit zu erfolgen hat, was bei einer generellen Aktivierung der Sicherungselemente bei dem oder direkt nach dem Herstellungsprozeß große Probleme auslöst. Die Aktivierung zunächst deaktivierter Sicherungselemente kann im Gegensatz dazu nur mit achtundneunzigprozentiger Sicherheit vorgenommen werden.
In diesem Zusammenhang bietet sich auch die Aktivierung ganzer Rollen, in denen von Sicherheitselementen für die elektronische Artikelsicherung enthalten sind, an.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a eine Ansicht eines Großaktivators mit tunnelartiger Aktivierungszone,
Fig. 1b eine Seitenansicht des obengenannten Großaktivators,
Fig. 1c eine Aufsicht auf den obengenannten Großaktivator,
Fig. 2 eine Ansicht eines Großaktivators mit einer Aktivierungszone, die ebenerdig verläuft,
Fig. 3 eine Skizze einer Spulenanordnung, wie sie zur Erzeugung eines dreidimensionalen Magnetfeldes benötigt wird,
Fig. 4 einen Verlauf der Strompulse.
Fig. 1a zeigt einen Großaktivator 1, dessen Aktivierungszone 2 tunnelförmig ausgeführt ist. Am Boden der Aktivierungszone befinden sich ein Transportmechanismus, der beispielsweise eine Palette tragen kann, die durch die Aktivierungszone 2 hindurchgeschoben wird. Fig. 1b zeigt den selben Großaktivator 1 in der Seitenansicht.
Fig. 1c zeigt einen solchen Großaktivator 1 von oben. Der Transportmechanismus 3 dieses Großaktivators enthält Rollen 4, auf denen Paletten bewegt werden können. Hier wird der Transportmechanismus von einer Umrandung 5 umfaßt.
Fig. 2 zeigt einen Großaktivator 1, wobei der Boden der Aktivierungszone 6 ebenerdig verläuft. Durch einen solchen Großaktivator können größere Mengen von Sicherungselementen beispielsweise auf Hubwagen hindurchgeschoben werden.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel einer Spulenordnung wie sie benötigt wird, um ein dreidimensionales Magnetfeld zu erzeugen. Bei diesem Beispiel erzeugt das Spulensystem 7 ein Magnetfeld, das innerhalb der Aktivierungszone 2 entlang der Achse A ausgerichtet ist. Das Spulensystem 8 erzeugt innerhalb der Aktivierungszone 2 ein Magnetfeld entlang der Achse B, während das Spulensystem 3 dort ein Magnetfeld entlang der Achse C erzeugt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es zweckmäßig, die Aktivierungszone 2 als Durchgang oder Tunnel auszuführen und die Sicherungselemente hindurchzuführen. Bei diesem Ausführungsbeispiel lassen sich damit in der Aktivierungszone 2 drei Magnetfelder erzeugen, die senkrecht zueinander stehen. Die Magnetfeldkomponenten bilden dort in diesem Fall ein kartesisches Koordinatensystem.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel für den Verlauf der Strompulse. Die einzelnen aufeinanderfolgenden Strompulse bilden bei diesem Ausführungsbeispiel bis zum nächsten Vorzeichenwechsel Impulsgruppen Tn. Die Zahl der Impulse pro Impulsgruppe N, die Dauer der Impulse sowie die Zeit nach der sie nacheinander folge sind variierbar.
Bezugszeichen
1
Großaktivator
2
Aktivierungszone
3
Transportmechanismus
4
Rollen
5
Umrandung
6
Boden der Aktivierungszone
7
Spulensystem
8
Spulensystem
9
Spulensystem
A Koodinatenachse
B Koodinatenachse
C Koodinatenachse
In
;Amplitude des nten Strompulses
N Zahl der Strompulse pro Impulsgruppe
Tn
;nteImpulsgruppe
N Zahl der Strompulse pro Impulsgruppe
t Zeit

Claims (22)

1. Verfahren zum Aktivieren großer Mengen von Sicherheitselementen für die elektronische Artikelsicherung, bei denen die Sicherheitselemente mindestens einem Magnetfeld ausgesetzt werden, welches durch mindestens eine strombeaufschlagte Spule erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Spule lediglich mit Strompulsen beaufschlagt wird, die sehr viel kürzer sind als die Sinusschwingungen, denen der Netzstrom unterworfen ist und wobei die Amplitude der Strompulse als Funktion der Zeit abfällt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere aufeinanderfolgende Strompulse das gleiche Vorzeichen aufweisen (und damit eine Impulsgruppe bilden), bevor ein Vorzeichenwechsel der Strompulse eintritt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Strompulse mit positivem Vorzeichen positiven Halbwellen des Netzstromes entstammen und die Strompulse mit negativem Vorzeichen negativen Halbwellen des Netzstromes entnommen werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfall der Amplitude der Strompulse nach einer elliptischen oder linearen Funktion der Zeit erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungselemente mehreren Magnetfeldern unterschiedlicher Richtung ausgesetzt werden, die von einem geeignetem Spulensystem erzeugt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen derart angeordnet sind, daß die erzeugten Magnetfelder orthogonal zueinander stehen.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen derart angeordnet sind, daß drei zueinander orthogonale Magnetfelder entstehen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erzeugten Magnetfelder nacheinander auf die Sicherungselemente wirken.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strompulse von leistungselektronischen Schaltungen unter Verwendung von Leistungshalbleitern wie Thyristoren oder Insulated Gate Transistoren bereitgestellt werden.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strompulse von leistungselektronischen Standardkomponenten wie geregelten oder gesteuerten Frequenzumformern (sogenannten Frequenzumrichtern oder Servostellern) bereitgestellt werden.
11. Großaktivator zum Aktivieren großer Mengen von Sicherungselenten für die elektronische Artikelsicherung mit einem Gehäuse und in dem Gehäuse angeordneten Spulen oder Spulensystemen, die eine Aktivierungszone definieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen oder Spulensysteme derart angeordnet sind, daß in der Aktivierungszone senkrecht aufeinander stehende Magnetfelder entstehen.
12. Großaktivator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mindestens zwei Spulen oder Spulensysteme enthält, die senkrecht zueinander stehen.
13. Großaktivator nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse drei Spulen oder Spulensysteme enthält, die senkrecht zueinander stehen.
14. Großaktivator nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungszone als Durchgang, beispielsweise als Tunnel ausgebildet ist.
15. Großaktivator nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden der Aktivierungszone Fördervorrichtungen vorgesehen sind, die beispielsweise das Hindurchschieben von Paletten ermöglichen.
16. Großaktivator nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickung und Entnahme der Sicherungselemente von einer Seite erfolgt.
17. Großaktivator nach einem der Ansprüche 11 bis 16 dadurch gekennzeichnet, daß der Großaktivator eine Vorrichtung enthält, die automatisch erkennt, ob Sicherungselemente aktiviert werden müssen.
18. Großaktivator nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Großaktivator auch eine Deaktivierung von Sicherheitselementen vornehmen kann.
19. Sicherungselement aktiviert nach einem der Verfahren 1 bis 10.
20. Sicherungselemente aktiviert nach einem der Verfahren 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß es sich um Rollen von magnetischen Sicherungselementen handelt.
21. Sicherungselemente aktiviert durch einen Großaktivator gemäß einem der Ansprüche 10 bis 18.
22. Sicherungselemente aktiviert durch einen Großaktivator gemäß einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um Rollen von magnetischen Sicherungselementen handelt.
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