DE19944026A1 - Auslöser für eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung und Verfahren zum Betrieb eines Auslösers - Google Patents
Auslöser für eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung und Verfahren zum Betrieb eines AuslösersInfo
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Abstract
Um bei einem Auslöser (8) für eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung (2) zu gewährleisten, dass nach jedem Auslösen der Schutzvorrichtung (2) der Anker (20) des Auslösers (8) jeweils wieder in einer identischen Position auf Polschenkeln (12) des Auslösers (8) zum Aufliegen kommt, ist ein Justageelement (36) vorgesehen. Dieses Justageelement (36) wirkt vorzugsweise berührungslos auf den Anker (20) ein und ist insbesondere als Dauermagnet ausgestaltet. Durch das Justageelement (36) wird insbesondere bei einem FI-Schalter die Streubreite der Auslöseschwelle reduziert, da der Auslöser (8) immer bei definierten Erregerströmen auslöst.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Auslöser für eine Feh
lerstrom-Schutzvorrichtung, mit zumindest zwei Polschenkeln,
mit einem die Polschenkel verbindenden Anker und mit einer um
zumindest einen der Polschenkel gewickelten Erregerspule. Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb eines
Auslösers einer Fehlerstrom-Schutzvorrichtung, bei dem im
Auslösefall, wenn ein unzulässiger Fehlerstrom vom Schutz
schalter erfaßt wird, eine Änderung im Erregerstrom einer Er
regerspule das Ablösen eines Ankers von Polschenkeln bewirkt.
Die Fehlerstrom-Schutzvorrichtung wird in elektrischen
Schaltkreisen zum Schutz gegen gefährliche Körperströme sowie
als Brandschutzsicherung eingesetzt. Die Fehlerstrom-Schutz
vorrichtung, im folgenden auch als Schutzschalter bezeichnet,
umfaßt im Wesentlichen drei Baueinheiten, nämlich einen Sum
menstromwandler, einen Auslöser und eine Schaltmechanik, die
auch als Schaltschloß bezeichnet wird.
Durch den Summenstromwandler sind die Leiter eines Leiter
netzes geführt. Bei Auftreten eines Fehlerstroms in dem Lei
ternetz wird in einer um den Summenstromwandler gewickelten
Sekundärspule eine Spannung induziert. Die Sekundärspule
steht mit dem Auslöser in Verbindung. Aufgrund des von der
Sekundärspule übermittelten Signals wirkt der Auslöser über
eine mechanische Verbindung auf das Schaltschloß ein, welches
die Leiter vom Netz nimmt. Die Betätigung des Schaltschlosses
durch den Auslöser wird durch eine Änderung einer magneti
schen Kraft hervorgerufen. Der Auslöser ist dabei beispiels
weise als ein Magnetsystem ausgestaltet, das bei Auftreten
eines Fehlerstroms über die Magnetkraft unmittelbar auf das
Schaltschloß einwirkt. Alternativ ist der Auslöser als ein
Haltemagnetsystem ausgebildet, bei dem im Normalzustand eine
magnetische Haltekraft ausgeübt wird, welche einer Federkraft
entgegenwirkt. Im Auslösefall, d. h. bei Vorliegen eines Feh
lerstroms, wird die Haltekraft geschwächt und die Federkraft
bewirkt ein Betätigen des Schaltschlosses. Da hierzu nur eine
relativ geringe magnetische Energie notwendig ist, eignet
sich das Haltemagnetsystem insbesondere für den sogenannten
Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter), der netzspannungs
unabhängig betrieben wird.
Ein nach diesem Haltemagnetprinzip aufgebauter Auslöser ist
beispielsweise in dem Artikel "Fehlerstrom-Schutzschalter zum
Schutz gegen gefährliche Körperströme", erschienen in etz,
Band 110 (1989), Heft 12, Seiten 580 bis 584, beschrieben.
Bei den FI-Schutzschaltern sind die Anforderungen an die
elektrischen, magnetischen und mechanischen Baugruppen des
Haltemagnetsystems sehr hoch, um zu gewährleisten, dass der
Schutzschalter bei definierten Auslösefehlerströmen zuver
lässig und wiederholbar schaltet. Ein kritischer Punkt ist
beispielsweise die Kontaktfläche zwischen dem Anker und den
Polschenkeln. Es muß gewährleistet sein, dass der Anker nach
jedem Schaltvorgang wieder in die gleiche Relativlage zu den
Polschenkeln gebracht wird. Der Anker und die Pole des Pol
schenkels sind daher äußerst eben, und der Luftspalt zwischen
Anker und Polschenkel ist auf nur wenige Mikrometer begrenzt.
Das Eindringen von Schmutz zwischen die Kontaktflächen des
Ankers und der Polschenkel bewirkt nämlich beispielsweise ei
ne Reduzierung der magnetischen Haltekraft, so dass bereits
bei einem Fehlerstrom unterhalb der eingestellten Auslöse
schwelle der Anker von den Polschenkeln gezogen wird. Der
Schutzschalter löst also frühzeitig und ungewollt aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auslöser und
ein Verfahren zu seinem Betrieb anzugeben, bei denen eine
gleichbleibende Relativlage zwischen Anker und Polschenkeln
auch nach wiederholtem Auslösen des Schutzschalters gewähr
leistet ist.
Zur Lösung der auf den Auslöser gerichteten Aufgabe weist
dieser gemäß der Erfindung zwei Polschenkel, einen die Pol
schenkel verbindenden Anker und eine zumindest um einen der
Polschenkel gewickelte Erregerspule sowie ein Justageelement
zur Justage des Ankers bezüglich der Polschenkel auf. Das
Justageelement dient dabei insbesondere zur seitlichen Justa
ge, d. h. zur Justage des Ankers parallel zu den Polflächen
der Polschenkel.
Durch das Justageelement wird in vorteilhafter Weise gewähr
leistet, dass die seitliche Ausrichtung des Ankers auf den
Polschenkel stets gleich ist. Die Erfindung geht hierbei von
der Überlegung aus, dass der Anker nach einem Auslösen des
Schutzschalters bei fehlendem Justageelement versetzt auf die
Polflächen der Polschenkel aufgesetzt wird. Dieses versetzte
Aufsetzen ist unvermeidlich und wird durch die Fertigungsto
leranzen, die die einzelnen Bauteile des Auslösers aufweisen,
hervorgerufen. Die Toleranzen führen beim Wiederanlegen des
Ankers nach einem Auslösevorgang zu einer Streuung der Auf
lageposition des Ankers um seine ursprüngliche Auflageposi
tion. Diese Streuung bewirkt, dass die Haltekraft des Ma
gneten und damit die Auslöseschwelle der Schutzvorrichtung
variiert. Durch das Justageelement besteht die Möglichkeit,
den Anker nach jedem Auslösevorgang wieder in die gleiche ur
sprüngliche Lage zu bringen. Die Streuung wird also unter
drückt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung wirkt das Justageelement
berührungslos mit dem Anker zusammen, um unnötige Reibungs
verluste zwischen Anker und Justageelement zu verhindern.
Bevorzugt ist hierzu das Justageelement als Magnet und insbe
sondere als Dauermagnet ausgebildet. Durch die Magnetkraft
wird der Anker beim Wiederauflegen auf die Polflächen automa
tisch und wiederholbar in die ursprüngliche Lage positio
niert.
Um die langfristige Funktionsfähigkeit des Magneten zu ge
währleisten, ist das Magnetmaterial derart beschaffen, dass
eine Entmagnetisierung durch beispielsweise im Schutzschalter
auftretende Ströme verhindert ist. Hierzu weist das Magnetma
terial als ein wesentliches Bestandteil vorzugsweise ein Ele
ment aus der Gruppe der Lanthanoide, also aus der Gruppe der
seltenen Erden auf. Als seltene Erden werden die Elemente mit
den Ordnungszahlen 21, 39 sowie 57 bis 71 bezeichnet.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung übt das Justa
geelement eine Justagekraft aus, die zu einer außermittigen
Justage des Ankers bezüglich der Polflächen führt. Der Anker
wird also bewusst seitlich versetzt auf die Polflächen aufge
setzt. Hierbei wird von der Überlegung ausgegangen, dass eine
außermittige Justage zwar zu einem auf den Anker wirkenden
Drehmoment führt, welches die magnetische Haltekraft
schwächt. Da diese Schwächung jedoch wegen der identischen
Positionierung gleichbleibend ist, kann die Schwächung ohne
weiteres berücksichtigt werden. Der entscheidende Vorteil der
außermittigen Justage ist darin zu sehen, dass die Justage
hierbei wesentlich einfacher und damit kostengünstiger aus
geführt werden kann als eine mittige Justage.
Zur Lösung der auf das Verfahren gerichteten Aufgabe wird ge
mäß der Erfindung der Auslöser derart betrieben, dass im Aus
lösefall eine Änderung im Erregerstrom einer Erregerspule das
Ablösen eines Ankers von Polschenkeln bewirkt, und dass der
Anker während des Auflegens oder nach dem Auflegen auf die
Polschenkel in seiner Lage bezüglich der Polschenkel justiert
wird. Damit wird eine ausreichende Wiederholgenauigkeit bei
der Lagepositionierung des Ankers erzielt. Ob die Justage
während des Auflegens oder erst nach dem Auflegen des Ankers
auf die Polschenkel erfolgt, ist für die genaue Lagepositio
nierung zunächst nicht wesentlich. Bei Verwendung eines Hal
temagnetsystems mit einem Dauermagneten wird jedoch der Anker
nach dem Auflegen durch die Magnetkraft bereits auf den Pol
schenkeln gehalten, so dass eine Justage bei aufliegendem An
ker eine relativ hohe Krafteinwirkung erfordert. Daher ist
die Justage während des Auflegens zu bevorzugen, da hierbei
die von dem Haltemagneten ausgeübten Kräfte geringer sind, so
dass die Justagekraft des Justageelements moderat ausfallen
kann.
Die im Hinblick auf den Auslöser angeführten Vorteile und be
vorzugten Ausführungen sind sinngemäß auf das Verfahren zu
übertragen. Weitere vorteilhafte Ausführungen des Verfahrens
sind insbesondere den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden an
hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen jeweils in verein
fachter Darstellung:
Fig. 1 ein Prinzipschaubild einer Fehlerstrom-Schutzvor
richtung,
Fig. 2 einen Auslöser in einer perspektivischen Darstel
lung,
Fig. 3 den Auslöser in einer Seitenansicht mit mittig auf
gesetztem Anker, und
Fig. 4 die Seitenansicht eines Auslösers mit außermittig
aufgesetztem Anker und einem Justageelement.
In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
Gemäß Fig. 1 umfasst eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung 2 ei
nen Summenstromwandler 4, durch den die Leiter L1 bis L3, N
(N für Nullleiter) eines Leiternetzes geführt sind. Um den
Summenstromwandler 4 ist eine Sekundärspule 6 gewickelt, die
mit einem Auslöser 8 in Verbindung steht. Der Auslöser 8
steht wiederum mit einem Schaltmechanismus 10 oder einem
Schaltschloss in Verbindung. Dieses nimmt im Auslösefall,
d. h. wenn durch den Summenstromwandler 4 ein unzulässiger
Fehlerstrom fließt, die Leiter L1 bis L3, N vom Netz. Bei der
dargestellten Fehlerstrom-Schutzvorrichtung 2 handelt es sich
um einen sogenannten FI-Schutzschalter, der netzspannungs
unabhängig arbeitet. Ein solcher FI-Schutzschalter entnimmt
die zum Auslösen erforderliche Energie einzig aus der auf
grund des Fehlerstroms in der Sekundärspule 6 induzierten
Spannung. Im Gegensatz zu einem DI-Schutzschalter (Differenz
strom-Schutzschalter), der netzspannungsunabhängig ist, also
Energie aus dem Netz benötigt, steht dem FI-Schutzschalter
nur eine sehr geringe Energiemenge zum Auslösen zur Verfü
gung. Um ein sicheres und definiertes Auslösen der Schutzvor
richtung 2 zu gewährleisten, müssen die einzelnen Bauteile
des Schutzschalters 2 im Hinblick auf ihre elektrischen, ma
gnetischen und mechanischen Eigenschaften sehr hohen Anforde
rungen genügen. Da zudem die Energiemenge bei einem FI-
Schutzschalter in der Regel nicht ausreichend ist, um den
Schaltmechanismus 10 aktiv zu betätigen, weist der Auslöser 8
in der Regel ein Auslöserelais mit einem Haltemagnetsystem
auf, wie es beispielsweise in den Fig. 2 bis Fig. 4 dargestellt
ist.
Nach Fig. 2 umfasst das Haltemagnetsystem des Auslösers 8 zwei
Polschenkel 12, zwischen denen ein Dauermagnet 14 angeordnet
ist. Um den einen Polschenkel 12 ist eine Erregerspule 16
(Magnetspule) gelegt. Die Erregerspule 16 ist über ihre An
schlüsse 18 mit der Sekundärspule 6 verbindbar. Die beiden
Polschenkel 12 weisen an ihren dem Dauermagneten 14 abge
wandten Enden Polflächen auf, auf denen ein Anker 20 auf
liegt. An den Anker 20 ist über eine Klemmverbindung 22 ein
auf einer Platte 24 befestigter Betätigungsstab 26 angeord
net. Der Betätigungsstab 26 hat eine Ausnehmung 28, die für
den Eingriff beispielsweise einer Feder (nicht dargestellt)
ausgebildet ist, welche eine Federkraft in Auslöserichtung 30
auf den Anker 20 ausübt. Die Auslöserichtung 30 ist dabei von
den Polschenkeln 12 weggerichtet. Der Auslöserichtung 30 ent
gegengerichtet ist die Haltekraft in Halterichtung 32 des von
dem Dauermagneten 14 hervorgerufenen magnetischen Feldes mit
einem magnetischen Fluss Φ0.
Sobald ein Fehlerstrom durch den Summenstromwandler 4 fließt,
wird in der Sekundärspule 6 eine Spannung induziert, die zu
einem Stromfluss durch die Erregerspule 16 führt. Diese ist
dabei derart angeschlossen, dass der von der Erregerspule 16
erzeugte magnetische Erregerfluß ΦE zu einer Schwächung des
vom Dauermagneten 14 hervorgerufenen Magnetfeldes und somit
zu einer Schwächung der Haltekraft auf den Anker 20 führt.
Bei Überschreiten eines Auslösefehlerstroms ist die magne
tische Haltewirkung so weit abgefallen, dass die Federkraft
die Haltekraft übersteigt und somit der Anker 20 von den Pol
schenkeln abgezogen wird. Der Betätigungshebel 26 verschiebt
sich und wirkt auf den Schaltmechanismus 10 ein, welcher dann
die Leiter L1 bis L3, N vom Netz nimmt. Sobald der Schalt
mechanismus 10 zurückgesetzt wird, wird der Betätigungs
stab 26 wieder in Richtung zu den Polschenkeln 12 hin bewegt,
und der Anker 20 kommt zum Aufliegen auf den Polschenkeln 12.
Bei einem Auslöser nach dem Stand der Technik setzt dabei der
Anker 20 in der Regel, durch Fertigungstoleranzen bedingt,
auf einer anderen Position auf den Polschenkeln 12 auf als
der Anker 20 ursprünglich eingenommen hat. Bei wiederholtem
Aufsetzen nach Auslösevorgängen tritt also eine Streuung um
die ursprüngliche Lage auf. Damit variieren die geometrisch
mechanischen Randbedingungen, so dass der Auslösefehlerstrom,
ab dem die Schutzvorrichtung 2 auslöst, nicht fest definiert
ist, sondern einer gewissen Streuung unterworfen ist.
Überlicherweise wird der Anker 20 mittig auf die beiden Pol
schenkel 12 aufgesetzt, so dass er zu den beiden Polschen
keln 12 jeweils gleich ausgerichtet ist, wie das Fig. 3 zu
entnehmen ist. Liegt der Anker 20 außermittig auf, so führt
dies zu einem Drehmoment in Richtung des Pfeils 34 wie es in
der Fig. 4 dargestellt ist. Das Drehmoment schwächt die Halte
wirkung des Dauermagneten, so dass die Schutzvorrichtung 2 im
Vergleich zu einer mittigen Positionierung bei einem niedri
geren Fehlerstrom ungewollt auslöst.
Um eine gleichbleibende, reversible Positionierung des An
kers 20 auf den Polschenkeln 12 in genau der identischen,
wiederkehrenden Position zu ermöglichen, ist gemäß Fig. 4 ein
Justageelement 36 vorgesehen, über das auf den Anker 20 eine
Justagekraft ausgeübt wird. Das Justageelement 36 ist seit
lich zu dem Anker 20 angeordnet und beispielsweise an dem
nicht dargestellten Gehäuse des Auslösers 8 geeignet be
festigt.
Das Justageelement 36 übt auf den Anker 20 beispielsweise
über eine (nicht dargestellte) mechanische Wirkverbindung ei
ne Kraft aus, um den Anker 20 in eine vorbestimmte Lage zu
führen. Hierzu sind beispielsweise Konstruktionselemente vor
gesehen, die nach Art von Führungsschienen für den Anker 20
ausgebildet sind. Alternativ können auch Federelemente vor
gesehen sein, die auf den Anker 20 eine Justagekraft ausüben.
Hierzu sind vorzugsweise mehrere Federn einander gegenüber
liegend angeordnet, um eine möglichst gute Justage zu erzie
len.
Die mechanischen Justageelemente führen zu einer Reibung zwi
schen den mechanischen Elementen und dem Anker 20. Diese
durch die Reibung hervorgerufene zusätzliche Kraftkomponente
muss bei der Auslegung der Schutzvorrichtung 2 berücksichtigt
werden. Da die in dem Auslöserelais auftretenden Kräfte sehr
fein aufeinander abgestimmt sind, ist dies mit hohem kon
struktivem Aufwand verbunden.
Bevorzugt wird daher ein berührungslos arbeitendes Justage
element 36 eingesetzt, welches das bestehende Kräfteverhält
nis im Auslöser 8 nicht störend beeinflusst. Insbesondere
wird als Justageelement 36 ein Dauermagnet eingesetzt. Für
das Justageelement 36 ist keine Energie notwendig, was für
den Einsatz in einem FI-Schutzschalter vorteilhaft ist. In
einem Schutzschalter mit ausreichender Energieversorgung kann
das Justageelement 36 auch als Elektromagnet ausgeführt sein,
der beispielsweise nur dann aktiviert wird, wenn die Justage
erforderlich ist, also beim Aufsetzen des Ankers 20 auf die
Polschenkel 12 oder zumindest kurz nach dem Aufsetzen des An
kers 20. Die Anordnung eines Justageelements 36 ist dabei
nicht auf Auslöser 8 mit einem Haltemagnetsystem beschränkt.
Das Justageelement 36 übt also zusätzlich zu der von dem Dau
ermagneten 14 ausgeübten Kraft auf den Anker 20 eine bevor
zugt senkrecht zu der Haltekraft wirkende magnetische Kraft
aus. Durch den Dauermagneten 14 und dem Justageelement 36
werden also zwei Magnet-Kraftfelder erzeugt, die sich einan
der überlagern und so zu einem resultierenden Kraftfeld mit
insbesondere gleichbleibender Stärke führen. Beim Aufsetzen
bewegt sich der Anker 20 entlang der Kraftfeldlinien des re
sultierenden Kraftfelds und kommt daher grundsätzlich an der
identischen Position auf den Polschenkeln 12 zum Aufliegen.
Der Anker 20 wird von den Kraftfeldlinien quasi geführt.
Somit ist das wiederholte Aufsetzen des Ankers 20 an einer
identischen Position gewährleistet.
Um eine möglichst einfache Justage zu ermöglichen, wird der
Anker 20 vorzugsweise außermittig auf den Polschenkeln 12 po
sitioniert (vgl. Fig. 4). Das führt zwar zu einer Reduzierung
der auf den Anker 20 ausgeübten Haltekraft, dies kann jedoch
bei der Endjustage bei der Fertigung der Schutzvorrichtung 2
berücksichtigt werden, so dass die Schutzvorrichtung 2 bei
einem fest definierten Auslösefehlerstrom auslöst.
Um zu verhindern, dass der Dauermagnet des Justageelements 36
durch die in der Schutzvorrichtung 2 auftretenden Ströme im
Laufe der Zeit entmagnetisiert wird, besteht der Dauermagnet
vorzugsweise aus einem Magnetmaterial, welches von derartigen
Strömen durch die Schutzvorrichtung 2 unbeeinflußt ist. Ins
besondere weist das Magnetmaterial als wesentliches Bestand
teil ein oder mehrere Elemente der sogenannten "seltenen Er
den" (Lanthanoiden) auf. Der Dauermagnet ist bevorzugt als
Vollmaterial ausgeführt. Alternativ weist er ein Joch oder
eine ändere weichmagnetische Führung für die magnetischen
Feldlinien auf. Unabhängig von der speziellen Ausgestaltung
des Dauermagneten ist es wesentlich, dass er unempfindlich
gegenüber äußeren Einflüssen im Hinblick auf seine Magnet
kraftwirkung ist.
Claims (10)
1. Auslöser (8) für eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung (2),
mit zwei Polschenkeln (12), mit einem die Polschenkel (12)
verbindenden Anker (20), und mit einer um zumindest einen der
Polschenkel (12) gewickelten Erregerspule (16), da
durch gekennzeichnet, dass
ein Justageelement (36) zur Justage des Ankers (20) bezüglich
der Polschenkel (12) vorgesehen ist.
2. Auslöser (8) nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Justageele
ment (36) berührungslos mit dem Anker (20) zusammenwirkt.
3. Auslöser (8) nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Justageele
ment (36) als Magnet, insbesondere als Dauermagnet ausgebil
det ist.
4. Auslöser (8) nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Magnetmaterial
des Magneten derart beschaffen ist, dass eine Entmagnetisie
rung insbesondere durch in der Schutzvorrichtung (2) auftre
tende Ströme verhindert ist.
5. Auslöser (8) nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Magnetmaterial
als ein wesentliches Bestandteil ein Element aus der Gruppe
der Lanthanoide aufweist.
6. Auslöser (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Justageelement (36) zur außermittigen Justage des
Ankers (20) bezüglich der Polschenkel (12) ausgebildet ist.
7. Fehlerstrom-Schutzvorrichtung (2) mit einem Auslöser (8)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
8. Verfahren zum Betrieb eines Auslösers (8) einer Fehler
strom-Schutzvorrichtung (2), bei dem im Auslösefall, wenn ein
unzulässiger Fehlerstrom von der Schutzvorrichtung (2) erfaßt
wird, eine Änderung im Erregerstrom einer Erregerspule (16)
das Ablösen eines Ankers (20) von Polschenkeln (12) bewirkt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anker (20) beim oder nach dem Auflegen auf die
Polschenkel (12) in seiner Lage bezüglich der Polschen
kel (12) justiert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Anker (20)
berührungslos, insbesondere durch eine Magnetkraft, justiert
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Anker (20)
bezüglich der Polschenkel (12) außermittig justiert wird.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1999144026 DE19944026A1 (de) | 1999-09-14 | 1999-09-14 | Auslöser für eine Fehlerstrom-Schutzvorrichtung und Verfahren zum Betrieb eines Auslösers |
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