DE19944801A1 - Vorrichtung zum Einhausen und Oberflächenbearbeiten von Stahlgittermasten u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Einhausen und Oberflächenbearbeiten von Stahlgittermasten u. dgl.Info
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Einhausen und Oberflächenbearbeiten von Stahlgittermasten (1) u. dgl. besteht aus einer außerhalb des Mastquerschnittes mit Hilfe einer Hubanordnung (3) heb- und senkbaren Arbeitsbühne (2) und aus einer den Stahlgittermast (1) sowie die Arbeitsbühne (2) umgebenden Masteinhausung (5) aus vertikal angeordneten Planen (6). Eine solche Vorrichtung ist optimal einsetzbar, wenn die Arbeitsbühne (2) den Stahlgittermast (1) umgebend aus horizontal relativ zueinander verstellbaren Bühnenabschnitten (7, 8) aufgebaut ist und die Masteinhausung (5) derart mit der Arbeitsbühne (2) gekoppelt ist, daß durch Entfalten und Zusammenlegen oder Ab- und Aufwickeln der Planen (16) beim Heben und Senken der Arbeitsbühne (2) der oberhalb der Arbeitsbühne (2) liegende Raum frei bleibt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einhausen und
Oberflächenbearbeiten von Stahlmasten u. dgl., bestehend
aus einer außerhalb des Mastquerschnittes mit Hilfe einer
Hubanordnung heb- und senkbaren Arbeitsbühne und aus einer
den Stahlgittermast sowie die Arbeitsbühnen umgebenden
Masteinhausung aus vertikal angeordneten Planen.
Beim Entfernen von Altbeschichtungen von Stahlgittermasten,
Funktürmen o. dgl. werden schon bei geringen Windgeschwin
digkeiten Farbpartikel weit in die Landschaft geweht.
Praktische Versuche haben gezeigt, daß die Farbpartikel
über 50 m vom Maststandort auf dem Boden wiederfindbar
sind. Grundsätzlich ist es zwar möglich, durch Auslegen von
Planen diese Produkte einsammelbar zu machen. In vielen
Fällen ist jedoch das Gelände für das Auslegen der Planen
ungeeignet. Darüber hinaus ist dieses Auslegen von Planen
aber auch sehr unhandlich.
Eine andere Möglichkeit bieten aus der Praxis bekannte,
druckschriftlich nicht näher beschriebene Vorrichtungen der
eingangs genannten Art. Hier wird um den Mast herum die
Masteinhausung aus den Planen installiert, so daß die
Farbpartikel immer im näheren Bereich des Maststandortes
verbleiben. Durch die genannten Planen vergrößert sich aber
die Windangriffsfläche auf den Stahlgittermast derart, daß
die Standsicherheit bei heftigen Winden, aufkommenden
Gewitterstürmen o. dgl. nicht mehr gegeben ist. Folglich
muß bei solchen Witterungssituationen oder auch für längere
Arbeitsunterbrechungen, wie z. B. in der Nacht, die
Masteinhausung demontiert werden. Auch das ist wirtschaft
lich sehr aufwendig. Hinzukommt, daß die Monteure innerhalb
der Einhausung auf der Arbeitsbühne arbeiten müssen, die
den Stahlgittermast nicht am gesamten Umfang zugänglich
macht, wodurch sie bei Sonneneinstrahlung sehr großen
Wärmeinflüssen ausgesetzt sind. Auch ist die Staubbelastung
in dieser Einhausung für das Personal sehr groß. Öffnet man
die Einhausung im unteren Bereich zwecks Luftzufuhr, sind
unerwünschte Sogwirkungen die Folge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie
einerseits optimale Arbeitsbedingungen gewährleistet,
andererseits schnell sich ändernden Witterungsbedingungen
angepaßt werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin,
daß die Arbeitsbühne den Stahlgittermast umgebend aus
horizontal relativ zueinander verstellbaren Bühnenab
schnitten aufgebaut ist und die Masteinhausung derart mit
der Arbeitsbühne gekoppelt ist, daß durch Entfalten und
Zusammenlegen (wie beim Reffen eines Segels) oder Ab- und
Aufwickeln der Planen beim Heben und Senken der
Arbeitsbühne der oberhalb der Arbeitsbühne liegende Raum
frei bleibt.
Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht zunächst
darin, daß durch das Umlaufen der Arbeitsbühne um den
gesamten Mast dieser in einer vorgegebenen Höhe von allen
Seiten gut zugänglich ist. Durch die Ankopplung der
Einhausung an die Arbeitsbühne ist stets nur der unterhalb
der Arbeitsbühne befindliche Raum eingehaust, so daß für
das Arbeitspersonal angenehme Bedingungen ermöglicht
werden. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen kann die
Arbeitsbühne ohne große Schwierigkeiten schnell abgesenkt
werden, wobei die Planen entsprechend zusammengelegt bzw.
aufgewickelt werden. Ebenso schnell kann die Masteinhausung
nach einer Arbeitsunterbrechung wieder in Position gebracht
werden.
Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der
Erfindung mehrere Möglichkeiten. Da Stahlgittermasten
regelmäßig nach oben hin einen abnehmenden Querschnitt
aufweisen, sind die Bühnenabschnitte nach einer bevorzugten
Ausführungsform mit Führungen für die Relativverstellung
versehen, wodurch die Arbeitsbühne automatisch dem
Mastquerschnitt angepaßt werden kann. In der Ausfüh
rungsform mit vier Bühnenabschnitten empfiehlt es sich, die
Anordnung so zu treffen, daß zwei gegenüberliegende
Bühnenabschnitte mit der Hubanordnung verbunden sind,
während die beiden anderen zwischenliegenden
Bühnenabschnitte lediglich als aufliegende Stege ausge
bildet sind. Zweckmäßigerweise wird die Arbeitsbühne über
Tragseile mit der Hubanordnung verbunden. Dabei kann jedem
Tragseil ein eigenes Hubaggregat zugeordnet sein,
empfehlenswert ist es jedoch, allen Tragseilen ein
gemeinsames Hubaggregat zuzuordnen. Die Tragseile wird man
vorzugsweise an oberen Masttraversen umlenken. Dies
empfiehlt sich auch insbesondere dann, wenn die Hubanord
nung am Fuß des Stahlgittermastes angeordnet ist.
Die Planen der Masteinhausung können grundsätzlich an der
Arbeitsbühne um horizontale Achsen aufwickelbar sein. Aus
Gewichtsgründen empfiehlt es sich jedoch, die Planen am Fuß
des Stahlgittermastes zusammenlegbar oder aufwickelbar zu
machen. Um auch das Arbeiten an Masttraversen zu
ermöglichen, empfiehlt es sich, die Planen mit Hilfe von
Reißverschlüssen oder Knopfleisten teilbar zu machen.
Schließlich und endlich ist eine Ausführungsform, der
besondere Bedeutung zukommt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Arbeitsbühne und die Planen der Masteinhausung an
Seilen und/oder Stangen geführt sind, so daß ohne große
Schwierigkeiten eine Automatisierung ermöglicht wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen Stahlgittermast mit einer Vorrichtung zum
Einhausen und Oberflächenbearbeiten desselben,
Fig. 2 einen Schnitt A-A durch den Gegenstand der Fig. 1
und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Detail des
Gegenstandes der Fig. 1 im Bereich B in ver
größerter Darstellung.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum
Einhausen und Oberflächenbearbeiten von Stahlgittermasten 1
u. dgl. In ihrem grundsätzlichen Aufbau besteht sie
zunächst aus einer Arbeitsbühne 2, die außerhalb des Mast
querschnittes mit Hilfe einer Hubanordnung 3 heb- und
senkbar ist. Diese Arbeitsbühne kann mit Rollen 4 am
Stahlgittermast 1 geführt sein. Außerdem weist die
Vorrichtung eine den Stahlgittermast 1 sowie die
Arbeitsbühne 2 umgebende Masteinhausung aus vertikal
angeordneten Planen 6 auf.
Wie man insbesondere aus den Fig. 1 und 2 entnimmt, ist die
Arbeitsbühne aus horizontal relativ zueinander verstell
baren Bühnenabschnitten 7, 8 derart aufgebaut, daß sie den
Stahlgittermast 1 umgibt, so daß der Stahlgittermast 1 von
allen vier Seiten zugänglich ist. Die Masteinhausung ist
derart mit der Arbeitsbühne 2 gekoppelt, daß durch
Abwickeln der Planen 6 beim Heben der Arbeitsbühne 2 und
Aufwickeln der Planen beim Senken der Arbeitsbühne der
oberhalb der Arbeitsbühne liegende Raum stets frei bleibt.
Die Bühnenabschnitte 7, 8 sind mit Führungen für die
Relativerstellung versehen. Das ist in der Fig. 2 durch
Doppelpfeile 9 verdeutlicht. In Fig. 3 sieht man, daß die
Bühnenabschnitte ferner mit einer Rückenlehne 10 versehen
sind. Es versteht sich dabei von selbst, daß die
Rückenlehnen 10 benachbarter Bühnenabschnitte 7, 8
unterschiedliche Höhe aufweisen, um die Relativverstellung
zu ermöglichen. Im Ausführungsbeispiel besteht die
Arbeitsbühne 2 aus insgesamt vier Bühnenabschnitten 7, 8,
von denen jeweils eine einer Mastseite zugeordnet ist.
Dabei sind zwei gegenüberliegende Bühnenabschnitte 7 über
Tragseile 11 mit der Hubanordnung 3 verbunden, während die
beiden anderen Bühnenabschnitte 8 auf den Bühnenabschnitten
7 aufliegen. Diese Hubanordnung ist am Fuß des
Stahlgittermastes 1 angeordnet. Die Tragseile 11 sind dabei
an oberen Masttraversen 12 in das Zentrum des
Stahlgittermastes 1 nach unten umgelenkt.
Aus Fig. 3 erkennt man wiederum, daß die Planen 6 am Fuß
des Stahlgittermastes 1 aufwickelbar sind. Mit ihrem
anderen Ende sind sie am oberen Ende der Rückenlehne 10 des
zugeordneten Bühnenabschnittes 7, 8 befestigt. Dieselbe
Figur zeigt auch, daß die Arbeitsbühne 2 und die Planen 6
der Masteinhausung 5 an Seilen 13 geführt sind. Diese Seile
13 sind auch in der Fig. 1 erkennbar. Dort ist auch
angedeutet, daß die Planen 6 mit Hilfe von Reißverschlüssen
14 oder Knopfleisten teilbar sind, um Arbeiten im
Traversenbereich zu ermöglichen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Einhausen und Oberflächenbearbeiten von
Stahlgittermasten u. dgl., bestehend aus einer außerhalb
des Mastquerschnittes mit Hilfe einer Hubanordnung heb- und
senkbaren Arbeitsbühne und aus einer den Stahlgittermast
sowie die Arbeitsbühne umgebenden Masteinhausung aus
vertikal angeordneten Planen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Arbeitsbühne (2) den Stahlgittermast
(1) umgebend aus horizontal relativ zueinander verstell
baren Bühnenabschnitten (7, 8) aufgebaut ist und die
Masteinhausung (5) derart mit der Arbeitsbühne (2)
gekoppelt ist, daß durch Entfalten und Zusammenlegen oder
Ab- und Aufwickeln der Planen (6) beim Heben und Senken der
Arbeitsbühne (2) der oberhalb der Arbeitsbühne (2) liegende
Raum frei bleibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bühnenabschnitte (7, 8) mit Führungen für die Relativ
verstellung versehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 in der
Ausführungsform mit vier Bühnenabschnitten, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei gegenüberliegende Bühnenabschnitte
(7) mit der Hubanordnung (3) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arbeitsbühne (2) über Tragseile
(11) mit der Hubanordnung (3) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragseile (11) an oberen Masttraversen (12) umgelenkt
sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hubanordnung (3) am Fuß des
Stahlgittermastes (1) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Planen (6) am Fuß des
Stahlgittermastes (1) zusammenlegbar oder aufwickelbar
sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Planen (6) mit Hilfe von
Reißverschlüssen (14) oder Knopfleisten teilbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arbeitsbühne (2) und die Planen (6)
der Masteinhausung (5) an Seilen (13) und/oder Stangen
geführt sind.
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